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Widersprüche?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: doro

Widersprüche?

Beitragvon Karla756 » Fr 29. Jun 2018, 16:09

Hallo zusammen,

da ich selbst ohne religiöse Erziehung aufgewachsen bin und diese wenigen Dinge, die ich über das Christentum mich teilweise irritieren, hoffe ich ein paar Antworten in diesem Forum zu bekommen. Ich merke selbst, dass ich religiösen Menschen oftmals nicht mit der Offenheit begegne, die ich von mir eigentlich erwarte. Und ich finde es schade, dass ich Dinge verurteile ohne genaueres darüber zu wissen.
So hoffe ich in diesem Forum einige Antworten zu bekommen. ;)

-Was ist der Grund, weshalb Menschen eine Religion so wichtig ist bzw. warum reagieren viele religiöse Menschen so irritiert, wenn sie wissen, dass ich Hilfseinsätze im Ausland machte, keinen Sinn in masslosem Konsum sehe, sondern lieber teile, dass ich trotz schwerer Krankheit seit Jahren positiv den Alltag lebe und im die Zukunft blicke - und ich sage, dass ich agnostische Atheistin bin?
-Hochmut sei eine (Tod-)Sünde. Warum missionieren dann gewisse Christen? Mission beinhaltet doch Hochmut, oder?

Ich würde mich über Antworten freuen.
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.
Karla756
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Helmuth » Fr 29. Jun 2018, 18:28

Liebe Karla,

Ehe ich auf dein Anliegen genauer eingehe erlaube mir dazu eine Gegenfrage:
Karla756 hat geschrieben:Mission beinhaltet doch Hochmut, oder?

Das ist neu für mich. Kannst du das deulicher erklären? Wenn sich jemand dafür einsetzt dir das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus näherzubringen, dann ist er hochmütig?

Ich meine, hochmütige Menschen gibt es überall auf diesem Planeten. Aber die Anfrage zum Christentum kommt nun von dir ins Forum. Wenn ich nun antworte, mache ich schon so etwas wie "Missionieren". Warum bin ich dann deines Erachtens hochmütig?
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Fr 29. Jun 2018, 18:44

Hallo Karla756, zunächst sei willkommen in diesem Forum.

Hättest du etwas dagegen, dass wir zuerst einige Begriffe klären, einengen, definieren, bevor wir eine Diskussion vom Zaun brechen, die erfahrungsgemäss nur zum Streit führt?

Du nennst dich agnostische Atheistin und mischelst damit zwei Begriffe, die sich teilweise widersprechen, ja ausschliessen. Agnostiker sagen, dass sie nicht wissen, ob es einen Gott oder mehrere Götter gibt und lassen diese Frage offen. Atheisten hingegen lehnen militant oder vehement ab, dass es eine unsichtbare Welt gibt, in der sich Gott aufhält und von dort in die sichtbare Welt hinein wirkt.

Dann nennst du den Glauben an Jesus eine Religion. Es ist nun unbestreitbar so, dass sich um den Glauben an Jesus herum Religionen gebildet haben. Du wirst in diesem Forum einige finden, die auch unreligiös sind, aber an Jesus glauben; es gibt aber auch die religiös Gläubigen, die eine Kirche oder so etwas ähnliches als gut verteidigen.

Soviel mal fürs erste. Ich lasse gerne auch meine Geschwister im Glauben zum Zug kommen. Ich sehe, dass Helmuth dir schon geantwortet hat. :D
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Karla756 » Sa 30. Jun 2018, 09:57

Guten Morgen zusammen,

erstmal danke ich euch für eure Rückmeldung. Mir ist bewusst, dass meine Fragen ziemlich provokativ sind. Ich möchte klarstellen, dass ich mich nicht angemeldet habe um zu streiten. Viel eher möchte ich Fragen stellen können, weil ich es von mir selbst nicht fair finde, wir ich manchmal - durch meine Unwissenheit - urteile.
Zum Thema „agnostische Atheistin“: Ich weiss, dass dies eine Vermischung zweier Begriffe darstellt. Er soll aussagen, dass ich mich am ehesten als Atheistin sehe - jedoch ohne Wahrheitsanspruch. Persönlich sehe ich die Vorgänge, das Leben, das Bewusstsein letztlich als rein biologische Abläufe. Und wenn ich Dinge zum Positiven verändern möchte, bezieht sich dies einzig auf positive Veränderungen hier auf der Erde. Wenn ich sterbe, existieren Teile von mir weiter - bspw. durch Menschen, die ich kannte und durch all die Tierchen, die meinen Körper zerstetzen. Dennoch schliesse ich andere Möglichkeiten nicht aus. Daher die Bezeichnung „agnostische Atheistin“.
Bzgl. meiner provokativen Frage zur Mission: Hochmut bedeutet ja, dass man davon überzeugt ist bspw. näher an der Wahrheit zu sein als andere. Und Missionieren heisst ja die eigene Überzeugung zu verbreiten, natürlich weil man sich sicher ist damit Gutes zu tun. Doch wie kommt man zur Überzeugung, dass der eigene Glaube, die eigene Wahrnehmung die richtige ist und dann man Menschen, die etwas anderes glauben, Gutes tut, wenn man sie davon überzeugt? Damit stellt man automatisch eine Hierarchie her, die ich als Hochmut wahrnehme.
Da ich jedoch - wie bereits gesagt - wenig über die einzelnen Religionen weiss, wäre ich froh hier Antworten zu bekommen.
Liebe Grüsse und allen einen sonnigen Tag.
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Sa 30. Jun 2018, 10:16

Hallo, Karina 756

Ich finde es zunächst einmal richtig, Gutes zu tun. Damit gibt man seinem Leben schon einen Sinn. Und man handelt danach, mit anderen so umgehen, wie man sich selber behandelt haben möchte. Im besten Fall handelt man aus Liebe und vemindert und verhindert Leid und Not von Mitmenschen.

Gott kann man eben nicht nachweisen. Denn wenn er existiert, dann auf einer Existenzebene, in einer Dimension, die wir nicht wahrnehmen können. Allerdings merkt die Forschung, dass sie an Grenzen kommt, wo sie Vorgänge beobachtet, die zu erkennen wieder Vorstellungsgrenzen erweitert. Das betrifft dann auch etwa das Wesen von Materie.


Gäbe es keinen Gott, würde ich auch am sinnvollsten finden, mit Liebe Gutes zu tun. Davon spricht auch Jesus als dem Hauptgebot. Der Essenz unserer Gesinnung. Jesus erweitert es und fordert auch Gott zu lieben. Und man solle Andere lieben wie sich selbst. Also sich selber, seine Mitmenschen und Gott.
In dieser Gesinnung existiert jedenfalls kein Hochmut.

Jesus errichtet aber eben auch die Hoffnung, nach dem Leben im Körper nicht tot zu sein, sondern in der Gegenwart Gottes, in seiner uns verborgenen Welt und Wirklichkeit weiter zu leben.



Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Sa 30. Jun 2018, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Helmuth » Sa 30. Jun 2018, 10:41

Karla756 hat geschrieben:Doch wie kommt man zur Überzeugung, dass der eigene Glaube, die eigene Wahrnehmung die richtige ist und dann man Menschen, die etwas anderes glauben, Gutes tut, wenn man sie davon überzeugt? Damit stellt man automatisch eine Hierarchie her, die ich als Hochmut wahrnehme.

Nun ja Hochmut, Hierarchie. Wie auch immer. Ich bin die Autorität über meine Kinder, bin also eine Hierarchiestufe über ihnen und maße mir an mit meiner Erfahrung ihnen etwas abverlange zu dürfen. Der Quatsch nennt sich Erziehung. ;)

Ich darf mir dafür so ziemlich jede Woche von ihnen zeigen lassen, was für ein Volldepp ich bin. Aber ja, ich bin eine Hierarchie über ihnen. Nur, ist das jetzt Hochmut anderen etwas anzuraten und im Falle eines Vaters sogar abzuverlangen?

Oder anders gefragt: Wenn ich Fehler mache und mich vergehe, was auch vorkommt, disqualifiziert mich das dann sofort als Vater? D.h. ich mache Fehler und fordere von den Kinder dennoch Gefolgschaft im Sinne der Familie. Nicht also aus Hochmut, sondern trotz meiner Fehler, weil ich es einfach für richtig befinde.


Ich sehe Hochmut schon ganz anders gelagert. Es ist ein so tun als ob man etwas Höheres wäre, wenn ich mich als Vater aufspielen würde, es aber gar nicht bin, nicht aber dann, wenn ich auf meiner Ebene den mir auferlegten Auftrag mit bestem Wissen und Gewissen ausführe, wenn auch mit meinen bekannten Makeln.

In diesem Sinne wäre ja jeder Chef, jeder Boss hochmütig, weil sie alle auf einer höheren Ebene stehen aber dennoch Fehler machen. Und dann wären auch alle Bischöfe und Gemeindeleiter hochmütig.


Man kann aber folgendes durchwegs feststellen: Hochmut kommt vor dem Fall. Also ein betont hochmütiger Mensch steht immer an der Kippe. Entweder verfügt er noch über bestimmte Macht sich an der Spitze zu halten oder der Fall ereignet sich schon früher. Aber fix ist: Er fällt. Ein miserabler Vater oder Chef wird also auch eines Tages ernten was er sät.

Menschen die aber Gutes aus Überzeuung tun und sich nun quasi "anmaßen" es anderen auch anzuraten nenne ich nicht hochmütig. Auch hier gibt es ein hinreichendes Beurteilungskriterium:

Gute Menschen zeigen auch gute Früchte. Eine gute Ehefrau, die sich täglich von ihrem Mann beschimpfen lässt und dennoch jeden Tag für ihn kocht und wäscht, das wird von anderen guten Menschen auch wahrgenommen. Von ihrem bösen Mann halt nicht, aber die Guten kennen auch die Guten. Die Bösen hingegen wissen einfach gar nichts. Soweit meine Erfahrung.

Das mal zum Einsteig, ohne gleich mit unserer Evangeliumsbotschaft volle Kanne loszurattern. Ich lass dich mal rankommen um zu sehen wie sich unser Gespräch entwickelt.

Gnu bzw. onThePath sind auch gute Schreiber, ich schätze sie hier im Forum sehr. Von ihnen kannst du meiner Meinung nach auch sehr viel Positives zum Christentum lernen (ups, jetzt hab ich das Wort gesagt, mea cupla). :]
Herzliche Grüße
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Sa 30. Jun 2018, 11:10

Danke Helmuth,
Jeder eben nach seiner Art, du auch, und wir können uns ergänzen.

Karla, du hast anscheinend Ahnung davon, was in unserem Leben wichtig ist.
Damit lebst du ja schon Einiges was Jesus predigt.
Wichtig ist zunächst, was Jesus über Selbstliebe und Nächstenliebe sagt. Weniger wichtig ist, was die Religion aus Jesu Lehren macht. Fehlt nur die wichtige Komponente, unseren Schöpfer mit Liebe und unserem gelebten Leben zu achten und zu lieben.

Lg otp
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Johelia » So 1. Jul 2018, 20:49

Sali Karla
Karla756 hat geschrieben:-Was ist der Grund, weshalb Menschen eine Religion so wichtig ist.....

Ohne jetzt auf das Wort "Religion**" einzugehen, beantworte ich deine Frage "Warum mir Glaube" so wichtig ist, wie folgt.

Ich hatte früher in meinem Leben sehr viel Frustration, Unverständniss, Wut usw. Als ich dann der Frage nach dem WARUM nachging, konnte ich all die offenen Fragen mit der Bibel beantworten.
Jesus hat meine Fragen zu unserem Leben, der Erde, der Gesellschaft, woher wir kommen und wohin wir gehen schlüssig und abschliessend beantwortet.

Heute verstehe ich das was und warum des Lebens um mich herum und muss mich nicht mehr mit der ganzen Negativität des Unverstehens herumschlagen.

Wie steht es bei dir?
Bist du zufrieden mit den Antworten die du zum Leben hast? Woher kommst du und wohin gehst du?

Äs Grüessli
Johel :praise:

** Religion ist etwas Menschen gemachtes, was ich ablehne! Glaube kommt aus Gott. ;)
Ihr könnt nicht Gott und dem Geld dienen!
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Karla756 » Mo 2. Jul 2018, 09:11

Guten Morgen allerseits,

betreffend Mission und Hochmut: Wie läuft Missionieren denn in der Gegenwart ab? Vielleicht habe ich ein komplett falsches Bild davon. Ich lasse mich gerne belehren! ;) Ich habe Mühe mit der Vorstellung, dass Missionare zu Menschen gehen, welche ihren eigenen Glauben haben, und diese vom Christentum überzeugen möchten. Denn dies beinhaltet ja, dass der Glaube jener Menschen als „nicht der richtige“ bewertet wird. Jene Menschen erleben ihren Glauben, ihre Götter aber wahrscheinlich genauso nah und intensiv, wir die Missionare den ihrigen. Warum also soll ihr Glaube weniger „der richtige“ sein? Ich habe Mühe mit dem Herstellen dieser Hierarchie, weil ich der Überzeugung bin, dass es
letztlich überhaupt keine Rolle spielt, welchem Glauben bzw. ob überhaupt einem Glauben Menschen folgen - solange ihre Lebensweise respektvoll, konstruktiv und friedensfördernd ist.
Erfolgt die Mission heutzutage im Rahmen eines Aufbau der Infrastruktur und allgemeiner Hilfe für die Bewohner?

Ich frage aus Interesse und Unwissenheit - verzeiht mir daher bitte, wenn ich gewisse Ausdrücke in den falschen Kontext setze.

Zur Frage, ob ich Antworten auf meine Fragen bekomme: Meine Fragen werden seit Jahren immer mal wieder beantwortet - aber nie definitiv. Und ich persönlich finde dies gut so. Vor meiner Krankheit war ich in einer anderen Richtung unterwegs, spiritueller. Seit der Krankheit bin ich mehr im Jetzt und habe den Eindruck, dass das persönliche Erleben stark gesteuert wird durch die Tatsache, wohin man seine Aufmerksamkeit lenkt. Es scheint mir als stehe ich in einem Raum mit vielen Türen. Und je nach dem welche Tür ich zu öffnen entscheide, erlebe ich was anderes. Durch meine Krankheit habe ich eine andere Tür geöffnet. Ich sage dies ohne zu werten.

Ich schreibe ein anderes Mal weiter, die Tasten zu treffen ist etwas schwierig geworden. ;)
Wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüsse Karla756
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Re: Widersprüche?

Beitragvon firebird » Mo 2. Jul 2018, 10:57

Liebe Karla756,

auch von meiner Seite ein Herzliches willkommen! in diesem Forum. Ich finde es schön von dir, dass du als Fragende in unsere Mitte kommst. Fühle dich hier frei, alle Fragen welche dir auf dem Herzen liegen hier zu formulieren. Auch wenn einige von uns ihren Glauben an Jesus Christus leben, so sind wir sehr verschieden. Dementsprechend verschieden sind auch unsere Antworten. Das Zentrale, das uns eint ist der Glaube an Jesus Christus, aber jeder gewichtet Dinge des Lebens und Glaubens wieder anders. Deshalb gibt es auch ganz verschiedene gute Antworten, die einander nicht zwingend widersprechen müssen.

Vielleicht hast du im Laufe der Jahrzehnte auch beobachtet, dass sich die Anwendung von Begriffen immer wieder verändert. Frühere Generationen haben bestimmte Begriffe in einem andern Sinn verwendet, als wir es heute tun. Ein solcher Begriff ist auch Mission. Leider sind heut zu tags viele Missionare oder Evangelisten mit dieser Einstellung unterwegs: "Das was du glaubst ist falsch, das was ich glaube ist richtig". In der Tat, es gibt gesundmachender Glaube und es gibt krankmachender Glaube. Die Unterscheidung geschieht weniger anhand von Dogmen, sondern vielmehr aufgrund der Auswirkungen auf das praktische Leben.

Gott, der uns Menschen erschaffen hat, hat uns auch mit einem freien Willen erschaffen. Das heisst wir sind frei zu entscheiden, welchen Glauben wir annehmen wollen und ob überhaupt. Gesundmachender Glaube respektiert der freie Wille von uns Menschen. Hilfreiche christliche Missionare gehen zu Völker und unterbreiten ihnen, das Heilsangebot welches durch Jesus Christus an uns Menschen immer noch ergeht. Was dann Menschen damit machen ist ihnen überlassen. Solche hilfreiche Missionare sind sich dessen bewusst, dass sie überhaupt keinen Grund haben sich über andere Menschen zu erheben. Sie wissen um ihre eigenen Fehler und Schwachstellen, denn solches Wissen macht uns bescheiden und fördert unsere Empathie.

Gesunder Glaube manifestiert sich nicht hauptsächlich in dogmatischem Wissen, sondern vielmehr an unserem praktischen Leben. Dadurch, dass Hilfsbereitschaft immer mehr zu unserem Wesen wird. Oder dadurch dass wir immer geduldiger und damit immer freundlicher werden. Oder dass auch unser Einfühlungsvermögen immer mehr wächst. Keinesfalls müssen wir uns solche Eigenschaften antrainieren. Nein, sie entstehen von selbst aus einer inneren Harmonie heraus, welche durch einen gesunden Glauben entsteht.

Herzlicher Gruss
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Di 3. Jul 2018, 10:21

Karla,
du schreibst, du warst früher spirituell unterwegs. Wie steht das zu deiner agnostischen Grundeinstellung ? Wenn man spirituell unterwegs ist, gibt es schon mal mehr als das rein wissenschaftliche Universum.


Wenn du mit Spirituell Esoterik meinst, darüber gibt es viel zu sagen. Aber auch über Glauben viel Wichtiges und Grundsätzliches.

Das Leben besteht nur aus rein biologischen Abläufen ?

Seltsam nur, dass sich die Materie bis hin zum Menschen mit seinem Bewusstsein entwickelt hat. Materie selbst scheint mir dazu nicht fähig zu sein. Da liegt schon ein Plan zugrunde, der soviel Vielfalt des Seins zulässt, auch in Richtung der Ebene des Geistes.

Auch seltsam, dass es psychische Vorgänge gibt, die die Möglichkeiten der Materie weit überschreiten, Kräfte die auf die Materie einwirken, die der Materie mitgegeben wurden als Möglichkeiten. Das kann unmöglich von der Materie selber kommen.

Deshalb ergibt die Aussage, alles seien rein biologische und materielle Gesetzmäßigkeiten, keinen Sinn beim Weiterdenken.

Ich habe Mühe mit dem Herstellen dieser Hierarchie, weil ich der Überzeugung bin, dass es
letztlich überhaupt keine Rolle spielt, welchem Glauben bzw. ob überhaupt einem Glauben Menschen folgen - solange ihre Lebensweise respektvoll, konstruktiv und friedensfördernd ist.


Eine solche Lebensweise ist richtig, aber nur die eine Seite. Der Glaube schaut aber zum Schöpfer alles Existierenden. Und was man glaubt kann richtig oder falsch sein. Auf jeden Fall schaut der Glaube hin zum Schöpfer und sucht dabei nach dem tiefen Sinn, warum und wofür wir existieren. Dabei kann man seinen Lebenssinn finden und lernen richtig zu leben.


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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Sa 7. Jul 2018, 12:20

Warum der Glaube mehr oder weniger der richtige sein soll ?
Warum ist nicht allein wichtig, wie ein Mensch sich verhält ?

Es ist wohl nichts dagegen einzuwenden, dass die Macht einzig und allein bei unserem Schöpfer ist. Sein Wille allein ist das Mass aller Dinge. Darum richten wir uns nach ihm, wenn wir mit ihm Eins sein wollen soweit wir können.
Wir wissen, dass in der uns verborgenen, übergeordneten Welt nicht nur Gott und seine Engel wirken, sondern auch " die Götter". Diese Götter haben auch eine Macht und können auf Menschen einwirken. Das weiss der Schamane, der sich mittels Trance mit ihnen verbindet. Was ist Gutes daran, sich Götter zu machen, die zwar auch eine gewisse Macht haben, sich aber nicht nach Gottes Willen verhalten ? Was sind das für traurige niedrige Götter der Griechen, Römer und der Germanen ? Nichts weiter als mächtige menschliche Überfiguren. Aber wer sich Götter macht und zu ihnen betet, öffnet sich den existierenden, unsichtbaren gottwidrigen Mächten.

Meine Worte sind natürlich unfassbar für Menschen die das nicht glauben wollen, es steht aber in der Bibel.


Demnach gibt es nur eine gute und allmächtige Macht, nämlich Gott. Wendet man sich an gottlose Götter, dann nicht an den einzigen Gott. Die Bibel nennt sie abgefallene Engel. Deren Einfluss hat Jesus ja aufgedeckt und erklärt.


Wir sprachen ja bereits davon, dass der Missionar keinerlei Hochmut haben sollte. Er kommt für den wahren Gott, der sich in Jesus Christus geoffenbart hat. Und das muss den missionierten Menschen klar werden, indem sie es erkennen. Wie oft gibt es dabei geistige und geistliche Kämpfe. Bis hin zum Kampf des Schamanen mit seinen Mächten und Kräften gegen den Missionar. Was oft mit einer Überraschung für den Schamanen ausgeht.

Meine Antwort ist klar: es ist ganz und gar garnicht egal, was man glaubt.

Lg otp
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Jul 2018, 10:54

Das ist häufig hier so:

Es wird etwas kritisiert. Darauf wird geantwortet und man könnte meinen, nun sei genug Stoff zum Diskutieren vorhanden, und dann kommt fast oder gar nichts mehr. Also kein Feedback mehr.
Dabei ist der Glaube eins der wichtigsten Existenserfordernisse.


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Re: Widersprüche?

Beitragvon Helmuth » Mo 9. Jul 2018, 13:15

onThePath hat geschrieben:Es wird etwas kritisiert. Darauf wird geantwortet und man könnte meinen, nun sei genug Stoff zum Diskutieren vorhanden, und dann kommt fast oder gar nichts mehr. Also kein Feedback mehr.

Falls es dich tröstet: Mir geht es in meinen Threads auch so. Manche die ich hier eröffnet habe und als sehr glaubensrelevant gehalten habe werden stiefmütterlichst behandelt.

onThePath hat geschrieben:Dabei ist der Glaube eins der wichtigsten Existenserfordernisse.

Ja, aber da gäbe es unter uns vielleicht hier in diesem Thread auch nur wenig zu diskuteren. Mit dem TE hätte es mehr Sinn. Lass sie mal erneut fragen oder antworten. Oder sie hat ihre Antworten erhalten, dann müssen wir damit auch leben.
Herzliche Grüße
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Di 10. Jul 2018, 05:34

Nochmal ein Versuch, den Thread wieder zu beleben. Ich war früher auch einmal atheistischer Materialist, d.h. der Meinung, man könne das Leben 100% biologisch erklären, indem man dessen Funktionen auf chemische und physikalische Prozesse zurückführt. Der Sinn meines Lebens war damals, Weltverbesserer zu werden. Das endete in einer Depression, weil ich mir wegen der Sinnlosigkeit des Weltgeschehens das Leben nehmen wollte.

Kann fortgesetzt werden... 8-)
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Di 10. Jul 2018, 15:49

Die Sinnlosigkeit des Seins. Oder des Weltgeschehens ?

Die Atheisten werfen ja den Glaubenden vor, Gnu, sie erfinden sich einen Sinn durch den Glauben an Gott und dem Weiterleben nach dem Tod.

Wenn man Jesus Wirken ansieht, deutet er doch auf die Existenz Gottes hin.
Und die Sinnlosigkeit des Weltgeschehens erklärt er damit, dass der Herrscher dieser Welt Satan ist. Erkennt man Jesu Autorität , ist beides plausibel. Reduziert man Jesu Wundertaten weg, wird man nicht glauben.

Dazu kann man eigentlich viel an Wissen erwerben. Der erste Schritt ist, nicht an die Kompetenz der Wissenschaft zu glauben, derer sie sich anmasst mit ihrem Weltbild ohne jede Beweise Gott als nichtexistent zu erklären.

Wunder, bzw. Übersinnliches, ihre Existenz kann man nachweisen, ebenso die Existenz des Bösen. Ich sage ja nicht, dass es unbedingt einfach ist. Aber alles was man darüber wissen kann spricht eher dafür als dagegen.

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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Di 10. Jul 2018, 17:16

onThePath hat geschrieben:Die Sinnlosigkeit des Seins. Oder des Weltgeschehens ?


Beides. Als Ungläubiger projizierte ich ja meine inwendigen Probleme auf die Welt, denn an meinem Elend war ja nicht ich schuld, sondern die anderen. Meinte ich jedenfalls. 8-)
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Di 10. Jul 2018, 21:19

Wir reagieren ja auf die Menschen um uns herum. Vom Babyalter an.
Immer zählt Liebe und Geborgenheit die uns die Kraft geben sollen, als Erwachsene positiv in dieser Welt zu leben.

Hatten wir das nicht, dann bekommen wir wahrscheinlicher Probleme mit unserer Umwelt. Aber nun kann uns Gott ausrüsten mit dem Bewusstsein, dass er uns alles geben kann. Sogar wenn unser Schiksal schlimm ist und die ganze Welt verrückt. Nicht die Hoffnung stirbt zuletzt, sondern selbst wenn wir sterben bleibt die Hoffnung auf ein wunderbares Leben mit Gott.

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Re: Widersprüche?

Beitragvon jes_25913 » Mi 11. Jul 2018, 07:19

Gnu hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Die Sinnlosigkeit des Seins. Oder des Weltgeschehens ?


Beides. Als Ungläubiger projizierte ich ja meine inwendigen Probleme auf die Welt, denn an meinem Elend war ja nicht ich schuld, sondern die anderen. Meinte ich jedenfalls. 8-)


Aber weshalb hast Du Dich dem christlichen Glauben zugewendet und nicht dem Buddhismus oder dem Islam oder sonstwas?

LG,

jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Mi 11. Jul 2018, 10:33

jes_25913 hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Die Sinnlosigkeit des Seins. Oder des Weltgeschehens ?


Beides. Als Ungläubiger projizierte ich ja meine inwendigen Probleme auf die Welt, denn an meinem Elend war ja nicht ich schuld, sondern die anderen. Meinte ich jedenfalls. 8-)


Aber weshalb hast Du Dich dem christlichen Glauben zugewendet und nicht dem Buddhismus oder dem Islam oder sonstwas?

LG,

jes


Hallo, jes

Es gehört nicht viel dazu, Jesus statt Mohammed zu wählen. Mohammed kommt beim Vergleich nicht an Jesus heran.

Als ich etwa 20 Jahre alt war, kam ich mit einem Buch von Indra Devi in Berührung, der ich viele Jahre später bei Sai Baba begegnete. Das Buch regte mich dazu an, über Hinduismus, bzw. den Yoga nachzudenken. An Jesus hatte ich nie Zweifel.
Ich bin nicht zufrieden, wenn ich viele meiner Fragen nicht beantwortet werden. Später informierte ich mich immer mehr über Mystik. Yogananda, Buddhismus, Sufismus, Rudolf Steiner, Franz Bardon Rosenkreuzer, Aurobindo und vieles Andere. Dazu gehört es auch, sich Gedanken über höhere Fähigkeiten zu machen.
Jedenfalls entschied ich mich nachdem ich Sai Baba 2x in Indien beobachtete, für Jesus allein. Sai Baba hatte wohl " höhere Fähigkeiten ". Aber ich war erstens vorsichtig geworden, weil er im Kindesalter nach der Heilung von einem eigentlich tötlichen Scorpionbiss mit Bewusstlosigkeit durchaus von einem religiösen Geist besetzt worden sein konnte. Danach war wer jedenfalls völlig verändert. Hatte auch die Fähigkeit, Dinge herzuzaubern. Aber am meisten lehnte ich folgendes ab. Als ich in seiner Nähe war und eine Audienz bekommen konnte, aber nicht glaubte, dass mich das der Wahrheit näher bringt. Da er laut einem Buch das ich dort hatte, sich in der Audienz als Buddha, Mohammed oder Jesus zeigen kann. Das hat nunmal nichts mit der Verklärung Jesu zu tun, die seine wahre Natur zeigte. Sai Baba hatte lediglich die Fähigkeit täuschend echt vorzuspiegeln, was der Hinduismus lehrt : Jesus, Buddha und Mohammed seien auf höchster Ebene gleich. Wirklich ? Auch wenn man das bei Mohammed ausschliessen würde ? Der mir so gar nicht auf einer Ebene mit Jesus zu sein schien. Und Mohammeds angebliche Eingebungen von Gott: Da gibt es viele und heutzutage besonders viele in der modernen Esoterik die angeblich Gespräche mit Gott haben.


Ich entschied mich für Jesus und informierte mich weiter, über die Psyche und Trancezustände, Spiritismus und was es gibt an Berichten von höheren Fähigkeiten.

Vor zehn Jahren wollte meine Tochter einen christlichen Hauskreis beginnen. Als wir telefonisch gefragt wurden ob wir gerade einen Rat geben konnten weil sich ein Jugendlicher wie besessen gebäre, entstand ein Hauskreis mit drei Kernfamilien, weil die Geschwister miteinander befreundet waren. 2 Jahre lang, mit bis zu über 20 meist jungen und ungläubigen Menschen. Ich lernte sehr viel. Und konnte mir über mehrere Menschen wegen deutlichem und heftigem dämonischem Verhalten Gedanken machen. Jetzt war es sehr vorteilhaft, dass ich mich über Alles informiert hatte und nachgedacht hatte, auch über psychische Störungen. Oder auch mit Büchern von Exorzisten. Andererseits psychologisch.
Klar, auch mit Kurt Koch, den du verabscheust, Jes. Ich verstehe ihn aber, weil ich auch viel und ziemlich umfassend nach Antworten gesucht habe. Ich plappere ihn nicht nach sondern bestätige ihn selbstständig denkend. Ich finde gut, dass einige leitende Christen so gut informiert sind. Es ist wie mit der Bibel: Man kann alles nur in Zusammenschau richtig deuten. Das bedeutet aber auch, über sehr Vieles tief und lange nachdenken. Bis sich die Unklarheiten und Rätsel lösen und sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Übrigens wurden die meisten der jungen Leute gläubig. Auch eine Mutter.

Da ich nicht gerade wenig oder zu einseitig informiert habe, könnte ich noch viel erzählen.


Warum nicht Buddha ?
Ich glaube nicht an den mystischen Weg der Erleuchtung. Und höhere Fähigkeiten kommen in der Esoterik eher von helfenden Dämonen. Dieses alles kann mich nicht mehr reizen oder locken.
Ich habe viel gelernt, auch wie sich Satan in unserer Welt einmischt. Und ich habe gelernt, mich mit der Bibel zufrieden zu geben und sie nicht umzuschreiben oder zu ergänzen.

Selbst meine Schwester wurde Atheistin und betet das Vaterunser herunter von der Wissenschaft, die bewiesen habe, dass es Gott nicht gibt und Jesus keine Wunder tat. Und wenn ich ihr erzählr, dass selbst Parapsychologen Dinge gesehen haben die sich vor ihren Augen materialisierten und von selbst sich bewegten, wird sie wütend.

Würden die Atheisten selber nachforschen und nicht naiv auf die religiös unbedarften, naiven Wissenschaftler hören, könnten sie auch glauben.
Vielleicht angefangen mit Nahtoderlebnissen, darüber nachdenken, oder angeregt durch die Parapsychologie. Allerdings besteht die Gefahr, in die Esoterik zu geraten.

Ich registriere was du du alles sagst, jes.

Da bleibt noch manche Frage an dich. Z.B. betreffs deiner Antwort, Besessenheit gäbe es nicht, höchstens lästige Seelen verstorbener Menschen. Aber Satan und Dämonen gäbe es nicht. Ich halte dagegen. Und bin schon wirklich hier im Forum lästig für dich und deinen Glauben. Du gehörst ja auch zu denen die jeden Glauben als gleichwertig betrachten. Und das was du für dich überall zusammengesucht, zusammengeglaubt hast, erachtest du als die höchste Spitze des Glaubens. Du denkst, am meisten Wahrheit zu haben. Und die Christen nur blökende dumme Schäfchen seien. Darf ich mal befreiend herzhaft lachen, wie beschränkt wir Menschen, auch ich und du im Grunde und in Wahrheit sind ? Wie viele Täuschungsmöglichkeiten wir auf der Suche nach der Wahrheit und dem richtigen Glauben haben ? Und darüber lachen wie viele dumme Spielchen wir gegeneinander und miteinander spielen ? Sogar in der Meinung wir wissen mehr als Andere ?

Dabei hat schon der alles, der wie ein Kind glaubt. Von Herzen und schlicht und einfach. Da ist viel Wissen gar nicht erst nötig. Dann hat selbst das naivste Schäfchen alles, allen Reichtum des Glaubens, allen Reichtum Gottes.

Lg, otp
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Mi 11. Jul 2018, 14:29

Der Weg vom atheistischen Materialismus zu Jesus ging bei mir über einen mehrfachen Irrweg. Als Student suchte ich Weltverbesserung durch gesunde Ernährung, Psychologie und kommunistische Rebellion. Den Höhepunkt der Sinnlosigkeit erlebte ich kurz nach meinem Diplomabschluss als Elektroing. ETH. Die wiederholten Selbstmordversuche meines Vaters führten mich dazu, es selbst einmal zu versuchen. Während der 11 Monate in der psychiatrischen Klinik hatte ich eines Nachts einen solch akuten Anfall von Depressionen, dass ich in meiner Verzweiflung Gott anrief. Einige Zeit später schaffte ich den Ausstieg aus der Klinik und den Einstieg ins Berufsleben, hatte aber schon längst vergessen, dass ich Gott angerufen hatte. Er erinnerte mich erst nach der Bekehrung zu Jesus wieder daran. Ich wurschtelte mich durch ein Praktikum bei Brown Boveri bis zum Einstieg bei IBM als Systemspezialist, wo ich es immerhin 6 Jahre aushielt. In dieser Zeit wohnte ich in meiner letzten Studenten-Wohngemeinschaft. Dort klingelten eines Tages Hare-Krishna-Jünger an der Türe und hinterliessen Gratis-Taschenbücher, die ich las und die mich überzeugten.

Fortsetzung folgt.
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Do 12. Jul 2018, 13:23

Die Taschenbücher überzeugten mich davon, dass an der Lehre der Hare-Krishna-Bewegung etwas dran ist, was ich erforschen wollte, um der Sinnfrage des Lebens auf den Grund zu gehen. Ich kaufte deshalb eine Baghavad-Gita, um mich einzuarbeiten, und las sie. Ich fand in den Aussagen in diesem Buch einzelne Dinge, die mein materialistisches Weltbild ins Wanken brachten. Aber ganz befriedigte sie mich immer noch nicht, irgend etwas fehlte in dieser Weltanschauung. Derjenige von den Hare-Krishna-Jüngern, welcher mich beriet, hatte einmal gesagt, er sei früher als Christ beim Lesen der Bibel nicht klüger geworden, sondern er hätte den Sinn des Lebens erst durch die Baghavad-Gita gefunden. Ich beschloss also, es umgekehrt zu machen und, nachdem mich die Gita nicht zufriedengestellt hatte, einmal die Bibel durchzulesen. Ich kaufte mir in einer Buchhandlung in der Nähe eine Zürcher Bibel und begann während der Ferienzeit von vorne mit dem Lesen. Als ich im 3. Buch Mose Kapitel 18 angelangt war, bestätigte mir der Heilige Geist, dass Er das, was da stand, genauso zum Volk Israel während des Auszugs gesagt habe. Schlagartig wurde mir jetzt klar, weshalb Gott für mich unsichtbar war und ich getrennt von ihm lebte.

Fortsetzung folgt.
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Re: Widersprüche?

Beitragvon onThePath » Di 17. Jul 2018, 10:20

Ja, Gnu
Es gab eine Zeit, die begann mit den Beatles, wo hinduistische Heilswege der simplen Art im Westen Hochkonjuktur hatten. Diese Hare Krishna oder die TM beispielsweise.

Wer bei Jesus ankommt braucht keinen Ersatz mehr.

Und wer keine Fragen stellt, findet keine Antworten.

Lg, otp
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Re: Widersprüche?

Beitragvon Gnu » Mi 18. Jul 2018, 04:22

Ich wusste jetzt also, dass ich als Sünder von Gott getrennt bin.

Irgendwann waren die Ferien zu Ende, ich aber mit dem Lesen der Bibel noch nicht.

Im darauffolgenden Jahr forderte ich Gott im Gebet heraus, wenn er wolle, dass ich an ihn glauben solle, müsse er sich mir offenbaren.
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Re: Widersprüche?

Beitragvon jes_25913 » Mi 18. Jul 2018, 07:58

Gnu hat geschrieben:Im darauffolgenden Jahr forderte ich Gott im Gebet heraus, wenn er wolle, dass ich an ihn glauben solle, müsse er sich mir offenbaren.


Und, hat er?

LG,
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