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Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Jan1234 » Di 29. Jan 2019, 12:16

Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?
Sind es die Wunder von anderen Menschen, die ich überhaupt nicht in Frage stellen möchte aber die für mich auch kein beweis dafür sind. Genauso ist die Bibel kein beweis dafür, sonst könnte ja auch der Koran oder sonst eine andere Schrift die Wahrheit sein.

Der Gedanke jemanden zu haben auf dem man Vertrauen kann und dem man seine Probleme geben kann ist wirklich schön. Ich glaube wir Menschen haben eines gemeinsam, wir sind schwach und sehnen uns nach Geborgenheit und Sicherheit. Genau das verspricht uns ja die Bibel. Aber ich frage mich, was ist, wenn die Bibel das Werk von sehr intelligenten Menschen war, die sich gedacht haben aus diesem Glauben etwas Gutes zu tun quasi eine winwin-Situation, die Welt ein wenig besser und erträglicher zu machen. Der Grundgedanke der Bibel ist wirklich groß. Ich möchte mein Gedanken an einem Beispiel erklären. Bete ich z.B. für eine Klausur das ich diese bestehen werde obwohl ich mir so verzweifelt vorkomme. So muss ich dafür trotzdem lernen und ich lerne nach meinem Gebet, nehmen wir mal an ich Glaube an Gottes Hilfe, dafür viel härter, gelassener und konzentrierter, weil ich durch meinen Glauben gelassener bin. Alleinig die Tatsache an etwas fest zu Glauben macht uns Menschen Leistungsfähiger egal ob dies an Gott oder an etwas, jmd anderes ist, das ist denke ich fakt. Was ist, wenn ich diese Klausur nun bestehe aus den oben genannten Gründen, weil ich mich einfach besser fühle und dadurch besser bin? Gott hat mich dann nicht die Klausur bestehen lassen, sondern ich habe mich selbst durch den “Glaube“ daran gestärkt.

Ich selbst bete gerade für ein Problem, das viel größer ist als eine Klausur. Quasi unmöglich. Ich bekomme ein Stein nach dem anderen in den Weg gestellt, so wie es ohne Gott auch zu erwarten wäre. Ich frage mich ob die Menschen die an Ihn glauben, nicht einfach schwach und blind sind und an dieser Wunsch Vorstellung halten, weil sie entweder wegen eines kleinen “Wunders“ wie meine oben genannte Klausur im Irrglaube sind das dies Gott zuzuschreiben ist oder aber sich wirklich Große Heilungen einfach nicht erklären können, weil sie nicht zu erklären sind. Ich denke da an Heilungen die Medizinisch nicht erklärbar sind. Aber auch das wäre möglich das wir Menschen noch nicht alles erklären können, weil die Forschung noch nicht so weit ist.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Liebe Grüße Jan
Jan1234
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Re: Woher weißt du das es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Di 29. Jan 2019, 12:52

Hallo, Jan 1234

Immerhin berücksichtigt du unerklärbare Heilungen.

Es gäbe noch mehr zu berücksichtigen. Warum manchmal Gegenstände herumfliegen oder sich gar materialisieren. Und es gäbe noch mehr zu berücksichtigen. Dinge die gerne von atheistisch denkenden Menschen ausgeklammert werden. Die dadurch auch wieder verlustig werden eines Teiles der Realität.

Daran wird klar, daß wir mit unserem Weltbild nicht alles erklären, nicht alles begreifen können.

Macht es weniger Sinn an einen omnipotenten kosmischen Baumeister zu glauben als an einen völlig gehirnlosen Gott Zufall ?

Das All war dumm, aber es war was da, das urknallte, und danach immer klüger wurde durch Zufall. Es lernte aus sich heraus sich intelligent zu organisieren. :mrgreen: Alles planlos aber mit unglaublich vielfältigen Möglichkeiten.

Lg, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Woher weißt du das es Gott gibt?

Beitragvon Jimmy » Di 29. Jan 2019, 14:35

Jan1234 hat geschrieben:ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?

Ganz einfach Jan1234:

Joh 14:23 Jesus antwortete ... und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Jesus und sein Vater leben in mir und benutzen mich als Wohnung! Ich bin praktisch der Tempel Gottes. Glaubst du, das merkst du nicht, wenn die beiden in dir wohnen? Manchmal sind die beiden zum Beispiel die ganze Nacht lang wach und unterhalten sich so laut, dass ich nicht schlafen kann! Und wenn die beiden einen Grillabend machen, dann rauche ich aus den Ohren raus!


Und dann folgen mir diese Zeichen:

Mar 16:17 Und diese Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben und sie werden neue Sprachen sprechen. Sie werden Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken können, und es wird ihnen nicht schaden. Sie werden Kranken die Hände auflegen und sie heilen.«

Also: Jeden Monat spreche ich zum Beispiel in einer neuen Sprache, im Moment ist es deutsch. Erst vorgestern habe ich eine tote Schlange angefasst und sie hat mir nicht geschadet. Und immer dann, wenn niemand schaut und es sieht, lege ich Kranken die Hände auf und schwups, werden sie gesund.


Und dann habe ich natürlich ewiges Leben, da ich glaube:

Joh 6:47 Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben.

Sind das jetzt genug Beweise für die Existenz Gottes?


Jan1234 hat geschrieben:Aber ich frage mich, was ist, wenn die Bibel das Werk von sehr intelligenten Menschen war,

Mein lieber Jan1234, in der Bibel sind über 150 Widersprüche und etliche Rechenfehler - das schließt intelligente Menschen als Bibelschreiber zu 99% aus! . Oder glaubst du allen Ernstes, dass intelligente Menschen so viele Fehler machen würden?

Also wir halten fest: Entweder ist die Bibel also ein Werk von dummen Menschen oder von Gott. Ich tippe eben auf Gott, denn ich habe ja das ewige Leben, der Vater und der Sohn Jesus leben in mir und auch die Zeichen eines Kindes Gottes folgen mir ... warte kurz ... Ja, Jesus hat mir gerade gesagt, die Bibel ist Gottes Werk. Das ist sehr praktisch mit der Kommunikation, wenn sie in dir Wohnung machen.

Hier mal ein paar Widersprüche, damit du siehst, dass die Bibel in jedem Fall kein Werk von intelligenten Menschen ist:

Ist JESUS jetzt zum Gericht gekommen?

Nein: Joh 12:47 denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte,

Ja: Joh 9:39 "Zum Gericht bin ich (Jesus) in diese Welt gekommen"

Hat Jesus sein Kreuz selber getragen?

a) Ja (Johannes 19:17)

b) Nein (Matthäus 27:31,32)

Was waren Jesu letzte Worte?

Luk 23:46 Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt, verschied er.

Joh 19:30 Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.


Wo war Jesus drei Tage nach seiner Taufe?

a) Nach der Taufe „trieb ihn der Geist (sofort) in die Wüste und er war 40 Tage in der Wüste …“ (Markus 1:12,13)

b) Nach der Taufe, am nächsten Tag wählte Jesus zwei seiner Jünger aus. Am zweiten Tag geht er nach Galiläa und erwählt die nächsten zwei. Am dritten Tag war er auf einer Hochzeit in Kana in Galiläa. (Johannes 1:35-37, 43 und 2:1-11)


Damit ist eindeutig und klar bewiesen, dass die Bibel kein Werk von intelligenten Menschen ist! Beantwortet das jetzt deine Frage? Sind alle Unklarheiten beseitigt?
Das Hohelied in all seiner Erotik:

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Re: Woher weißt du das es Gott gibt?

Beitragvon Gnu » Di 29. Jan 2019, 14:57

Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Nachteule » Di 29. Jan 2019, 19:42

Jan1234 hat geschrieben:ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?


Moin Jan,

rein wissenschaftlich wird man die Frage nach der Existenz Gottes vermutlich nicht beantworten können. Auf die Frage nach dem Glauben an Gott könnte man durchaus noch vom Standpunkt der Evolution aus argumentieren und sagen, dass Menschen, die an eine höhere Kraft glauben, die ihnen bei Problemen hilft, gegenüber Nichtgläubigen einen Überlebensvorteil hatten. Allerdings glauben Christen, die das Wort Gottes (die Bibel) wörtlich auslegen, meist nicht an eine Evolution, die sich über einen Zeitraum von mehr als 6000 Jahren erstreckt - aber das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht hin. Ich denke, die einzige Möglichkeit, um herauszufinden, ob Gott wirklich existiert, ist, sich ganz auf ein Leben mit Gott einzulassen, um dann rückblickend zu sehen, ob es einen Unterschied gemacht hat gegenüber dem, was man vorher gemacht hat. Also wirklich auf Gott - und nur auf ihn - zu vertrauen und auf sonst nichts. Dazu würde dann auch gehören, dass man sich notfalls von alten Gewohnheiten, Ansichten und Denkmustern verabschiedet und wirklich alles vor ihn (Gott bzw. Jesus) wirft und ihm sagt: "Bitte mach was draus!" Aus Deinen Zeilen lese ich aber, dass Du das schon so machst.

Gruß,
Stefan

P.S.: Ich bin allerdings nicht wirklich kompetent genug, Dir auf die Frage zu antworten, da ich selbst noch in der "Probezeit" bin... ;-)
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Helmuth » Di 29. Jan 2019, 20:09

Nachteule hat geschrieben:P.S.: Ich bin allerdings nicht wirklich kompetent genug, Dir auf die Frage zu antworten, da ich selbst noch in der "Probezeit" bin... ;-)

:lol: :lol:

I love you :umarm:

An den TE: All das bewirkt Gott
Herzliche Grüße
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon kingschild » Mi 30. Jan 2019, 16:00

Jan1234 hat geschrieben:
Ich frage mich ob die Menschen die an Ihn glauben, nicht einfach schwach und blind sind und an dieser Wunsch Vorstellung halten.....


Hallo Jan willkommen im Forum.

Ich kann von mir sagen:

Lu 11:10 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan werden.

Wenn ich nicht empfangen hätte, wenn ich nicht gefunden hätte, wenn er mir nicht aufgetan hätte, so würde ich wohl nicht Glauben.

Das mit dem Bitten ist aber so, nicht unser Wille soll geschehen, sondern sein Wille und wir Menschen bitten manchmal viel für etwas was nicht sein Wille ist und sind dann entäuscht, wenn Gott nicht antwortet. Zudem Glauben Menschen oft, heute beten und morgen empfangen, beten ohne Unterlass bedeutet aber gewisse Dinge brauchen auch sein Zeit und Gott allein weiss den richtigen Zeitpunkt.

Die Schrift gibt aber Zeugnis ab von Gott. Wenn wir nur den Bund mit Israel anschauen dort gibt es klare Verheissungen von Segen und Fluch. Wenn Du zumindest die Chroniken liest, wirst Du erkennen, wenn Israel sich im Bund befand, wahr der Segen sichtbar, wenn es gegen den Bund verstiess, der Fluch. Alles schön dokumentiert für uns.

God bless
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Remo » Fr 1. Feb 2019, 19:55

Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?


Bei mir liegt die Sache so: Ich weiss überhaupt gar nicht, ob es Gott gibt. Und das finde ich gut so. Wenn ich einen empirischen, wissenschaftlichen, unumstösslichen Beweis für die Existenz Gottes hätte, wäre der Glaube ganz und gar hinfällig. Es bräuchte kein Vertrauen mehr, dass Gott da ist, dass mich und uns alle liebt. Wenn aber der Glaube wegfällt, wird ein Kern des christlichen Lebens ausgehöhlt. Die Beziehung zu Christus und seinem Vater wird auf eine profane, empirische Tatsache zurückgeführt.

Aus diesen Überlegungen heraus finde ich es sehr gut eingerichtet, dass niemand wissen kann, sondern alle nur glauben können, dass es Gott gibt. Wissen würde den Glauben zerstören.

Lieber Gruss
Gott ist nicht, weil der Mensch glaubt. Der Mensch kann glauben, weil Gott ist.
Der Mensch ist und kann, was Gott ihm gibt, und ohne Gott ist und kann der Mensch nichts.

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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Jimmy » So 3. Feb 2019, 05:20

Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?

Wie schon berichtet, benutzen mich Jesus und sein Vater ja als Wohnung! Ich bin praktisch der Tempel Gottes. Das ist ja wohl der ultimative Gottesbeweis! - Genau so, wie es in der Bibel steht! Gestern habe ich umsonst versucht, ihnen zum Monatsende hin zu kündigen. Dem Willen des Vaters und des Sohnes kann man sich halt nicht entziehen. Die machen, was sie wollen! Hätten sie sich nicht einen anderen Tempel als mich aussuchen können? Der Vater hat zu meiner Mietkündigung nur gesagt: MEIN Wille geschehe! Damit war die Sache dann für die zwei erledigt! Naja ... ok ... dafür habe ich eine Wohnung dann im Himmel bei ihm nach meinem irdischen Tod hat er gesagt ... ok ... nach meinem Tod ... naja - naja - naja ... das kann ja jeder sagen hab ich mir gedacht ... hilft ja nichts ... das sind meine privaten Probleme ... aber die haben nicht einmal einen Mietvertrag. Die haben mich besetzt, wie die Punks früher in Berlin die Häuser besetzt haben ... die hat man ja dann auch wieder schwer aus diesen besetzten Häusern rausgebracht ... der Vater und der Sohn stopfen mein Hirn Tag und Nacht mit dieser Bibel voll und legen sie mir dann aus - ach Entschuldigung, das ist ihr "illegal" eingeschleuster Mitbewohner, der nennt sich "Heiliger Geist" ... ich kann nicht mehr ... wen interessiert schon so ein altes Buch wie die Bibel? Glaubt ja eh keiner, was da drinnen steht, dafür wird jeder andere Unsinn geglaubt ... kann mir übrigens jemand Geld leihen - er bekommt es "wirklich" nach seinem irdischen Tod zurück ... das kannst du mir glauben ...

Naja, und dann hat ja die Wissenschaft gestern noch ein sensationelles Ergebnis bekanntgegeben:

Der Astronomie ist der Beweis gelungen, dass sich sowohl unter der Erdenscheibe als auch über der Himmelskuppel ein riesiger Ozean befindet, sowie dass Sonne, Mond und Sterne an kleinen Haken an der Himmelskuppel aufgehängt sind und dort über kleine Schienen hin und her bewegt werden - dadurch ist jetzt schon ein wichtiger Teil der Bibel wissenschaftlich belegt und lässt wohl keine Fragen an der Existenz Gottes offen!
Das Hohelied in all seiner Erotik:

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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » So 3. Feb 2019, 08:52

Nachteule hat geschrieben:
Jan1234 hat geschrieben:ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?


Moin Jan,

rein wissenschaftlich wird man die Frage nach der Existenz Gottes vermutlich nicht beantworten können.


Bei diesen Diskussionen fällt mir immer wieder Bonhoeffer ein:

Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.

Wenn Wissenschaftler heute darüber spekulieren, ob es nur ein Paralleluniversum gibt, oder unendlich viele, dann ist das für viele Menschen normal und fast schon gegebene Tatsache, aber von Gott wollen sie einen Beweis seiner Existenz...
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » So 3. Feb 2019, 09:08

Remo hat geschrieben:
Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?



Aus diesen Überlegungen heraus finde ich es sehr gut eingerichtet, dass niemand wissen kann, sondern alle nur glauben können, dass es Gott gibt. Wissen würde den Glauben zerstören.

Lieber Gruss


Wie stellen sich die Menschen nun den lieben Gott eigentlich vor, im Gottesbeweis?
Einen weißbärtigen alten Mann mit einer enormen Denkerstirn, irgendwo im Universum behaust, der jeden Morgen und jeden Abend seine gewaltig dröhnende Stimme aus dem Kosmos erschallen lässt und ruft: Seid ohne Sünde, meine Erdenkinder.
Ähnliches macht der Papst ja regelmäßig auch, vom Balkon seines Palastes im Vatikan, und trotzdem ist er nicht Gott, und wenn doch, dann sicherlich nur für einen geringen Bruchteil der Menschheit
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Nachteule » So 3. Feb 2019, 12:20

POW hat geschrieben:Wenn Wissenschaftler heute darüber spekulieren, ob es nur ein Paralleluniversum gibt, oder unendlich viele, dann ist das für viele Menschen normal und fast schon gegebene Tatsache, aber von Gott wollen sie einen Beweis seiner Existenz...


Beides kann man wohl nicht direkt miteinander vergleichen. Die Frage nach Paralleluniversen betrifft die Menschen weniger als die Frage nach Gott, vor allem, falls es sich um einen persönlichen Gott handelt, der über das Schicksal der Menschen bestimmt.

POW hat geschrieben:Wie stellen sich die Menschen nun den lieben Gott eigentlich vor, im Gottesbeweis?
Einen weißbärtigen alten Mann mit einer enormen Denkerstirn, irgendwo im Universum behaust, der jeden Morgen und jeden Abend seine gewaltig dröhnende Stimme aus dem Kosmos erschallen lässt [...]


Wohl kaum; die Vorstellung, dass Gott einen menschlichen Körper haben müsste, wäre schon etwas naiv. Der menschliche Körper sieht schließlich nur deshalb so aus wie er aussieht, weil er an die Umgebungsbedingungen des Lebensraums Erde mit ihrer spezifischen Schwerkraft, der Zusammensetzung der Atmosphäre, den elektrischen und magnetischen Feldern, den Rhythmen von Tag und Nacht etc. angepasst ist. Die Nase hat z.B. nur deshalb Löcher unten, weil es sonst von oben reinregnen würde. :) Bei doppelter Schwerkraft müsste der Körper viel stämmiger sein, damit die Muskeln und Knochen das Gewicht noch tragen könnten. Das Herz müsste weiter oben im Brustkorb sitzen, damit das Gehirn mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden kann, usw. usf. - Warum sollte ein immaterieller Schöpfergott also eine menschliche Gestalt annehmen? Die Aussage "nach seinem Bilde" bezieht sich daher sicherlich nicht auf die äußere Gestalt, sondern auf geistliche Eigenschaften.

Wenn man davon ausgeht, dass Gott seinen Ursprung in einer "Metaposition" hat, also jenseits des sicht- und messbaren Universums, dann ist es schon vom Prinzip her nicht möglich, ihn innerhalb des Universums "nachzuweisen". Man könnte höchstens sein Wirken in die materielle Welt hinein beobachten.

Die Frage ist aber, wem würde ein wissenschaftlicher (objektiver) Beweis überhaupt etwas nützen? Würde es überhaupt etwas ändern am Weltbild der Menschen? Würden sie z.B. friedlicher oder glücklicher werden, wenn ein Wissenschaftler einen solchen objektiven Beweis für die Existenz (eines) Gottes finden und publizieren würde? - Ich denke, das vermögen nur "subjektive Beweise" bzw. persönliche Erfahrungen, die nicht nur den Verstand ansprechen, sondern eben auch das Herz der Menschen.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » So 3. Feb 2019, 13:55

Nachteule hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Wenn Wissenschaftler heute darüber spekulieren, ob es nur ein Paralleluniversum gibt, oder unendlich viele, dann ist das für viele Menschen normal und fast schon gegebene Tatsache, aber von Gott wollen sie einen Beweis seiner Existenz...


Beides kann man wohl nicht direkt miteinander vergleichen. Die Frage nach Paralleluniversen betrifft die Menschen weniger als die Frage nach Gott, vor allem, falls es sich um einen persönlichen Gott handelt, der über das Schicksal der Menschen bestimmt.
.


Man kann grundsätzlich alles miteinander vergleichen, was die alten Religionen und die vielen Glaubensformen der Ersatzreligionen angeht. Man kann nicht nur, man sollte es auch, ich hätte auch die Rituale, Dogmen und Gottesdienste des Kommunismus/Faschismus anführen können.

Wohl kaum; die Vorstellung, dass Gott einen menschlichen Körper haben müsste, wäre schon etwas naiv.


Ja eben, eine Diskussion über die stofflichen oder die verschiedenen Formen der Materie die ein Gott haben könnte, oder auch nicht haben könnte, oder eine Diskussion um den Menschen als Gottes Ebenbild, die hätte genau wohin geführt? Also dahin:
Die Aussage "nach seinem Bilde" bezieht sich daher sicherlich nicht auf die äußere Gestalt, sondern auf geistliche Eigenschaften.

Und auch hier wären wir nur hilflos auf dem wüsten Feld religiöser Spekulationen umher geirrt. Ohne Ergebnis, aber mit gewiss viel TamTam.

Die Frage ist aber, wem würde ein wissenschaftlicher (objektiver) Beweis überhaupt etwas nützen?


Genau das und nichts anderes waren die Intentionen meines Beitrages und nicht eine Diskussion um des Kaisers neue Kleider.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon John1955 » Mo 4. Feb 2019, 16:28

POW hat geschrieben:
Remo hat geschrieben:
Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?



Aus diesen Überlegungen heraus finde ich es sehr gut eingerichtet, dass niemand wissen kann, sondern alle nur glauben können, dass es Gott gibt. Wissen würde den Glauben zerstören.

Lieber Gruss


Wie stellen sich die Menschen nun den lieben Gott eigentlich vor, im Gottesbeweis?
Einen weißbärtigen alten Mann mit einer enormen Denkerstirn, irgendwo im Universum behaust, der jeden Morgen und jeden Abend seine gewaltig dröhnende Stimme aus dem Kosmos erschallen lässt und ruft: Seid ohne Sünde, meine Erdenkinder.
Ähnliches macht der Papst ja regelmäßig auch, vom Balkon seines Palastes im Vatikan, und trotzdem ist er nicht Gott, und wenn doch, dann sicherlich nur für einen geringen Bruchteil der Menschheit


Also für mich POW ist Gott Schöpfergeist, die konstruktive, vollkommen weisheitsvolle Kraft die Leben schafft und die Natur so wunderbar eingerichtet hat, dass alles wie von selbst geschieht, so der Mensch sich nicht destruktiv einmischt.

Jesus Christus nannte Gott zwar Vater im Himmel, aber ebenso erklärte er, dass Gott Geist ist und die ihn anbeten dies im Geist und in Wahrheit tun sollen. Ebenso lehrte Jesus dass dieser Gott in und aus ihm all das wirkte, was Jesus dank seiner innigen Gottverbundenheit heilend anwenden/umsetzen konnte.

Jesus kam und wollte seine jüdischen Glaubensgeschwister von den ihnen auferlegten widergöttlichen Tötungsgesetzen erlösen, die unmöglich vom Schöpfer stammen, wie die Geschichte um Moses Verblendung klar aufzeigt.

Gruss John
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Remo » Mo 4. Feb 2019, 16:51

POW hat geschrieben:
Remo hat geschrieben:
Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?



Aus diesen Überlegungen heraus finde ich es sehr gut eingerichtet, dass niemand wissen kann, sondern alle nur glauben können, dass es Gott gibt. Wissen würde den Glauben zerstören.

Lieber Gruss


Wie stellen sich die Menschen nun den lieben Gott eigentlich vor, im Gottesbeweis?
Einen weißbärtigen alten Mann mit einer enormen Denkerstirn, irgendwo im Universum behaust, der jeden Morgen und jeden Abend seine gewaltig dröhnende Stimme aus dem Kosmos erschallen lässt und ruft: Seid ohne Sünde, meine Erdenkinder.
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Es gibt da einen Unterschied zwischen Gott und dem Papst. Der Papst (zumindest der aktuelle) trägt keinen Rauschebart ;) Sorry, etwas Spass muss sein, ohne den Respekt vor Gott und Papst zu verlieren :)

Aber zurück zur Sache: Das "Problem" ist nicht das "Wie stellen sich Menschen Gott vor?", sondern, so denke ich, dass wir Menschen uns Gott überhaupt irgendwie vorstellen. Die - wie auch immer geartete - Vorstellung von Gott, wie sie jedem Gottesbeweis eigen ist, führt geradewegs an Gott vorbei. Denn jede Vorstellung von Gott ist nur ein Bild. Ein Bild ist aber nicht das Original. Das verhält sich bei Gott genauso wie bei Dir und mir. Ein Foto von uns ist nicht das Gleich wie wir selbst. Ausserdemd: Denkst Du, dass irgendjemand so etwas Grossartiges, Liebevolles, Ewiges, Herrliches wie eben Gott in seinen menschlichen Geist packen kann?
Gott ist nicht, weil der Mensch glaubt. Der Mensch kann glauben, weil Gott ist.
Der Mensch ist und kann, was Gott ihm gibt, und ohne Gott ist und kann der Mensch nichts.

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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Nachteule » Mo 4. Feb 2019, 17:20

Hier wurde bisher viel über Sinn und Unsinn eines wissenschaftlichen "Beweises" für die Existenz Gottes diskutiert - aber ging es dem Threadersteller (der sich bis jetzt leider nicht mehr gemeldet hat) überhaupt darum? Dass ein solcher Beweis weder möglich noch besonders sinnvoll ist, darüber scheinen sich die meisten hier ja einig zu sein. Trotzdem denke ich, dass die Frage ...

Jan1234 hat geschrieben:ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?


... durchaus berechtigt ist. Denn ohne irgend eine Art von Sicherheit über die Existenz Gottes würde ein Glaube an ihn ja schließlich auch keinen Sinn machen, oder? Wenn man schon bereit ist, immerhin sein ganzes Leben nach Gott auszurichten, dann sollte man sich doch schon einigermaßen sicher sein, dass man nicht einem "Phantom" hinterherrennt, um es mal überspitzt zu sagen.

Einigen genügt als Sicherheit vielleicht die Heilige Schrift (aka "Wort Gottes"); andere suchen darüberhinaus nach unabhängigen Bestätigungen. Solche Bestätigungen könnten einerseits objektiver Natur sein (z.B. selbst erlebte Heilungen oder andere Arten "übernatürlichen" Wirkens), oder andererseits auch "nur" subjektive Erlebnisse oder Erfahrungen wie z.B. das Gefühl, von Gott geführt worden zu sein, oder eine intensiv empfundene Gegenwart Gottes oder Jesu, die für einen selbst keine Zweifel daran offenlässt.

Gibt es hierzu Erfahrungen oder Meinungen?
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » Mo 4. Feb 2019, 18:10

John1955 hat geschrieben:


Also für mich POW ist Gott Schöpfergeist, die konstruktive, vollkommen weisheitsvolle Kraft die Leben schafft und die Natur so wunderbar eingerichtet hat, dass alles wie von selbst geschieht, so der Mensch sich nicht destruktiv einmischt.

Jesus Christus nannte Gott zwar Vater im Himmel, aber ebenso erklärte er, dass Gott Geist ist und die ihn anbeten dies im Geist und in Wahrheit tun sollen. Ebenso lehrte Jesus dass dieser Gott in und aus ihm all das wirkte, was Jesus dank seiner innigen Gottverbundenheit heilend anwenden/umsetzen konnte.

Jesus kam und wollte seine jüdischen Glaubensgeschwister von den ihnen auferlegten widergöttlichen Tötungsgesetzen erlösen, die unmöglich vom Schöpfer stammen, wie die Geschichte um Moses Verblendung klar aufzeigt.

Gruss John


Das geht für mich alles in Ordnung und ich erkenne das vorbehaltlos an.

Mir ist es völlig egal, an welchen Gott ein Mensch glaubt, was für mich einzig zählt, das ist wie stelle sich der Glaubende gegen über Menschen anderen Glaubens, oder anderer Weltanschauung, in wie weit lässt du als Christ den Menschen anderen Glaubens, und völlig anderer Meinung als Mensch gelten.

Oder kurz gesagt, wie weit geht bei dir die Toleranz, was verstehst du selbst unter Toleranz.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » Mo 4. Feb 2019, 18:17

Remo hat geschrieben:Denkst Du, dass irgendjemand so etwas Grossartiges, Liebevolles, Ewiges, Herrliches wie eben Gott in seinen menschlichen Geist packen kann?

Packen kann?

Nicht einmal im Hauch eines Ansatzes.

Darum verstehe ich es auch nicht, das so eine gewaltige Wesenheit, wie es Gott nun einmal sein soll, sich Jahrtausend um Jahrtausend mit dem Teufel weiter herumplagt, und die Menschheit leiden, und leiden und weiter leiden lässt.

Ein Augenaufschlag Gottes würde reichen um all dem ein Ende zu machen, denn aus der Naherwartung wurde eine Fernerwartung und mit der Zeit ist Gott den Menschen dann auch sehr fern geworden.
(Jetzt bloß keine theologische Diskussion um die Nah und Fernerwartung, diese halte ich für ebenso sinnlos wie die theologischen Kniebeuge in Sachen - Dreifaltigkeit.)
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Gnu » Mo 4. Feb 2019, 19:03

Ich bleibe dabei, die Wahrscheinlichkeitsrechnung macht es für mich unmöglich, nicht an einen Gott zu glauben.

Dass Jan1234 sich bisher noch nicht gemeldet hat, ist sein gutes Recht. Ich weiss aber, dass er heute im Forum war. Vermutlich hat er unsere Antworten gelesen.

PS. Vielleicht nervt er sich auch darüber, dass wir nicht auf ihn eingehen, sondern lieber gegeneinander streiten.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Columba » Mo 4. Feb 2019, 19:20

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hilft eben genau nicht. Falls Du nicht beweisen kannst, dass die Wahrscheinlichkeit dass es Gott nicht gibt, genau gleich Null ist. Ist die Wahrscheinlichkeit der Nichtexistenz Gott nicht gleich Null, dann wäre die Nichtexistenz Gottes eben möglich.

Also Wahrscheinlichkeitsrechnung in Bezug auf Gott, ist ein Irrweg.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Gnu » Mo 4. Feb 2019, 19:32

Columba hat geschrieben:Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hilft eben genau nicht. Falls Du nicht beweisen kannst, dass die Wahrscheinlichkeit dass es Gott nicht gibt, genau gleich Null ist. Ist die Wahrscheinlichkeit der Nichtexistenz Gott nicht gleich Null, dann wäre die Nichtexistenz Gottes eben möglich.

Also Wahrscheinlichkeitsrechnung in Bezug auf Gott, ist ein Irrweg.

Grüsse Columba

Wer sagt denn, dass ich ihn beweisen will? Mir genügt allein schon die Existenz der Wahrscheinlichkeitsrechnung, nicht zu zweifeln.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Jan1234 » Mo 4. Feb 2019, 20:54

Gnu hat geschrieben:Ich bleibe dabei, die Wahrscheinlichkeitsrechnung macht es für mich unmöglich, nicht an einen Gott zu glauben.

Dass Jan1234 sich bisher noch nicht gemeldet hat, ist sein gutes Recht. Ich weiss aber, dass er heute im Forum war. Vermutlich hat er unsere Antworten gelesen.

PS. Vielleicht nervt er sich auch darüber, dass wir nicht auf ihn eingehen, sondern lieber gegeneinander streiten.



Hallo Leute,
wie Gnu richtig gesehen hat lese ich jede Antwort gespannt.
Vielen Dank dafür. Ich bin nicht genervt und freue mich über jeden Beitrag den ich lesen kann. Ich halte mich bewusst zurück und lese einfach nur interessiert.
Grüße
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Mo 4. Feb 2019, 21:30

Eigentlich will ich mich nicht wiederholen.
Ich beschäftige mich ja schon lange mit dem Übernatürlichen. Das liefert greifbare Ergebnisse, aber nur wenn man sich ausreichend damit befasst.

Für den Rationalisten: Es gibt viel mehr Dinge zwischen Erde und Himmel als sich unsere Schulweisheit vorstellen kann. Aber ich gehe jetzt nicht ins Detail, weil ich in der letzten Zeit hier im Forum Etliches dazu geschrieben habe.
Wer nichts davon ahnt, kennt eben nicht viel, was außer der wunderbaren Schöpfung auf Gott hinweist.

lg, otp
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Johelia » Mo 4. Feb 2019, 22:42

Sali Jan

Jan1234 hat geschrieben:Hallo Leute,
wie Gnu richtig gesehen hat lese ich jede Antwort gespannt.

Schön, dass du die Beiträge gespannt liesst. Leider ist die Spannung auf unserer Seite nicht so prickelnd wenn du nur liesst. ;) Diskutieren wäre besser. :ugeek:

Aber:
Von mir mal ein herzlich Wilkommen im Forum!! :mrgreen: :]

Jan1234 hat geschrieben:Liebe Community,

ich würde euch gerne fragen was euch so sicher macht, das Gott wirklich existiert?

Ich bin vor 37 Jahren mittels Erwachsenentaufe im Meer (Athen) aus völlig freier Entscheidung und Wille (nochmals) getauft worden, weil ich in mir sehr stark fühlte, dass dieser Schritt mein Leben vervollständigen würde.

Seither ist der Glaube in mir stark gewachsen und ich durfte durch die Bibel Gott kennen lernen wie ER wirklich ist und was Er mit der Schaffung des Menschen bezweckte.
Dadurch dass der Heilige Geist in mir Wohnung genommen hat, hat sich die Bibel für mich wie ein Aufklappbuch mehrdimensional geöffnet und ist für mich heute mehr als die Summe aller Wort.

So habe ich Gott kennengelernt, persönlich erlebt und stehe mit IHM in permanenter Beziehung. Diese tägliche persöhnliche Beziehung macht mich sicher, dass Gott existiert.

Jan1234 hat geschrieben:Sind es die Wunder von anderen Menschen, die ich überhaupt nicht in Frage stellen möchte aber die für mich auch kein beweis dafür sind.

Nein es sind nicht die Wunder von anderen Menschen, die mir meinen Glauben geben, sondern es sind die Wunder die an mir selbst geschehen sind, die mich zeigen, dass Gott existiert und mein Glaube stimmt.

(Ich wurde von Depressionen & Selbstmordgedanken geheilt und der Hass in mir wurde weggenommen.
Aber als wichtigster Beweis erachte ich meine Heilung von MS, die Jesus bewirkt hat. (Diese Diagnose ist in der Insel Bern in den Büchern der Neuro aufgeschrieben. Ich bin aber seit über 15 Jahren nicht mehr in Behandlung und fühle mich super ohne irgendwelche Anzeichen)

Jan1234 hat geschrieben:Genauso ist die Bibel kein beweis dafür, sonst könnte ja auch der Koran oder sonst eine andere Schrift die Wahrheit sein.

Leider liegst du da völlig falsch. 8-)
Nur die Bibel kann sich dem Leser so öffnen, wie sie es mir getan hat.
Andere Schriften sind nich von demselben Geit inspiriert.

Jan1234 hat geschrieben:Der Gedanke jemanden zu haben auf dem man Vertrauen kann und dem man seine Probleme geben kann ist wirklich schön. Ich glaube wir Menschen haben eines gemeinsam, wir sind schwach und sehnen uns nach Geborgenheit und Sicherheit. Genau das verspricht uns ja die Bibel.

Die Bibel wurde ja auch von demjenigen inspiriert, der uns geschaffen hat.


Jan1234 hat geschrieben:Aber ich frage mich, was ist, wenn die Bibel das Werk von sehr intelligenten Menschen war, die sich gedacht haben aus diesem Glauben etwas Gutes zu tun quasi eine winwin-Situation, die Welt ein wenig besser und erträglicher zu machen.

Das wäre dann aber schon fast eine Verschwörungstheorie, denn der Zeitraum in dem die verschiedenen Bücher der Bibel geschrieben wurden ist ja immens und erstreckt sich über mehrere Sprachen und Zeitalter.

Jan1234 hat geschrieben:Ich möchte mein Gedanken an einem Beispiel erklären. Bete ich z.B. für eine Klausur das ich diese bestehen werde obwohl ich mir so verzweifelt vorkomme. So muss ich dafür trotzdem lernen und ich lerne nach meinem Gebet, nehmen wir mal an ich Glaube an Gottes Hilfe, dafür viel härter, gelassener und konzentrierter, weil ich durch meinen Glauben gelassener bin. Alleinig die Tatsache an etwas fest zu Glauben macht uns Menschen Leistungsfähiger egal ob dies an Gott oder an etwas, jmd anderes ist, das ist denke ich fakt. Was ist, wenn ich diese Klausur nun bestehe aus den oben genannten Gründen, weil ich mich einfach besser fühle und dadurch besser bin? Gott hat mich dann nicht die Klausur bestehen lassen, sondern ich habe mich selbst durch den “Glaube“ daran gestärkt.

Du meinst also das der Glaube wie ein Placeboeffekt funktioniert?
Nun ja, das ist sicher ein interessanter Gedanke aber er entspricht nicht dem was die Bibel lehrt. Der Glaube ist nicht ein Selbstbedienungsladen, sondern Gnade. wenn wir um etwas Beten, das nicht Gott entspricht oder wir IHM nicht die Ehre geben, dann nützen die Gebete nichts.

Jan1234 hat geschrieben:Ich selbst bete gerade für ein Problem, das viel größer ist als eine Klausur. Quasi unmöglich. Ich bekomme ein Stein nach dem anderen in den Weg gestellt, so wie es ohne Gott auch zu erwarten wäre.

Das erinnert mich jetzt stark an den Jünger Thomas. Er wollte auch nicht glauben das Jesus auferstanden ist, bis er die Finger in der Wunden Jesus legen konnte.


Jan1234 hat geschrieben:Ich frage mich ob die Menschen die an Ihn glauben, nicht einfach schwach und blind sind und an dieser Wunsch Vorstellung halten, weil sie entweder wegen eines kleinen “Wunders“ wie meine oben genannte Klausur im Irrglaube sind das dies Gott zuzuschreiben ist oder aber sich wirklich Große Heilungen einfach nicht erklären können, weil sie nicht zu erklären sind.

Ich denke, dass du auf sehr gutem Weg bist aber du noch kein duchgreiffendes Erlebniss hattest, das dir selbst beweist dass Gott existiert.

Das wäre etwas worum du beten solltest. Frage Gott sich dir zu offenbaren und dein Herz zu berühren, damit du glauben kannst.
:comeon:


Jan1234 hat geschrieben:Ich denke da an Heilungen die Medizinisch nicht erklärbar sind. Aber auch das wäre möglich das wir Menschen noch nicht alles erklären können, weil die Forschung noch nicht so weit ist.

Meine Ärzte wollten auch nicht glauben, dass ich geheilt war. Zu ihrer Entlastung, musste ich unterschreiben, dass ich willentlich auf ihre weitere Behandlung verzichte.

Äs Grüessli
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Nachteule » Mo 4. Feb 2019, 23:53

Hi Johel,

toll, danke für Deinen persönlichen Bericht!

Johelia hat geschrieben:Ich denke, dass du auf sehr gutem Weg bist aber du noch kein duchgreiffendes Erlebniss hattest, das dir selbst beweist dass Gott existiert.

Das wäre etwas worum du beten solltest. Frage Gott sich dir zu offenbaren und dein Herz zu berühren, damit du glauben kannst.


Ja, genauso stelle ich mir das auch vor - ein durchgreifendes Erlebnis (so wie bei Dir die Heilung von MS), persönlich von Gott berührt zu werden im Herzen - das ist doch viel mehr wert als irgenwelche wissenschaftlichen Beweise, die es sowieso nicht geben kann und die einem selbst auch nix bringen.

Gruß,
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Jan1234 » Di 5. Feb 2019, 02:29

Zu diskutieren habe ich leider nichts :)
Ich kann mich nur nochmal für die ganzen Antworten bedanken.
Ich denke das ich auch mein großes Erlebnis mit Gott brauche, damit ich Glauben kann. Darauf warte ich jetzt.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Richard3 » Di 5. Feb 2019, 08:20

Johelia hat geschrieben:Der Glaube ist nicht ein Selbstbedienungsladen, sondern Gnade. wenn wir um etwas Beten, das nicht Gott entspricht oder wir IHM nicht die Ehre geben, dann nützen die Gebete nichts.


Dann haben Millionen in Auschwitz nur falsch oder das Falsche gebetet.
Man lernt doch nie aus.

Gruß Richard
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon bigbird » Di 5. Feb 2019, 08:58

Jan1234 hat geschrieben:Zu diskutieren habe ich leider nichts :)
Ich kann mich nur nochmal für die ganzen Antworten bedanken.
Ich denke, dass ich auch mein großes Erlebnis mit Gott brauche, damit ich Glauben kann. Darauf warte ich jetzt.


Das "grosse Erlebnis" ist keine Voraussetzung für den Glauben. Ich kenne mehrere Menschen, die nach und nach glauben gelernt haben. Also immer wieder sich Gott zuwenden, Zeit nehmen zum Beten, in der Bibel lesen, mit Christen austauschen (Gemeinschaft haben), dran bleiben. Glaubenserlebnisse müssen nicht im gewaltig oder umwerfend sein. Auch kleine Schritte (manchmal sogar Rückschritte) führen weiter.

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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon KoS » Di 5. Feb 2019, 12:14

Ich möchte bigbird's Beitrag unterstreichen.


Mich freut die Gebetserhörung durch Heilung Johel's von MS sehr, verheissen ist solches jedoch niemanden heute, auch nicht Johel. Gott hat es aber so gefallen! Danke!
Wir müssen und können nicht alles wissen, verstehen, erkennen. Gott weiss es. Dankbar kann man Gott auch sein, wenn man durch eine medizinische Behandlung, wegen einer Selbstheilung ohne sichtbare Ursache oder sonst irgendwie geheilt wird.


Was sicher ist: Wiedergeborenen Christen sind heute Leiden prophezeit, Leiden zum Guten hin. Nie wegen Strafe sondern einerseits wegen der Sünde in der Welt (welche Leiden jedermann auch spürt) und andererseits wegen unseres Zeugnis des Glaubens (was Ungläubige nicht spüren) oder aber weil der Vater uns züchtigt (=erzieht).


Jan, ich kam zeitlich blitzartig, eigentlich unvorbereitet, eine gerade gekaufte Bibel lesend, zum errettenden Glauben, nicht wegen eines tollen Erlebnis, sondern wegen der Überführung meiner Schuld vor dem Herrn Jesus durch Lesen des Wortes. Das war emotional sehr sehr heftig... Ich danke Gott, dass er mir darauf sehr schnell Heilsgewissheit aufgrund der Heilssicherheit in Christo geschenkt hat.
Meine Frau hingegen ist zum Glauben gekommen, sie wusste gar nicht, dass sie errettet ist, wusste aber was dazu nötig ist. Null Emotionen aber eine seither wachsende Festigkeit im Wort und Gewissheit des Heils mittels Glauben aufgrund Gottes Gnade.

Menschen sind so unterschiedlich und voller persönlicher Facetten wie es auch die vielfältigsten Bekehrungen gibt. Bei Einem auf einen Schlag, beim Anderen ganz still und langsam. Die Grundlagen dazu, die Einsicht und die dann vorhandene bedingungslose Bereitschaft zu vertrauen, wird aber bei jedem dazu Überführten und zur Rettung Gewillten Menschen, irgendwann durchbrechen, bei einem so, beim anderen so.

Zum Leiden:
1. Petrus 13 Und wer ist, der euch Böses tun wird, wenn ihr Nachahmer des Guten geworden seid?
14 Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Fürchtet aber nicht ihre Furcht, noch seid bestürzt, 15 sondern heiliget Christus, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert über die Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut und Furcht; 16 indem ihr ein gutes Gewissen habt, auf daß, worin sie wider euch als Übeltäter reden, die zu Schanden werden, welche euren guten Wandel in Christo verleumden. 17 Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden, als für Bösestun.

Offenbarung 2,8 Und dem Engel der Versammlung in Smyrna schreibe: Dieses sagt der Erste und der Letzte, der starb und wieder lebendig wurde: 9 Ich kenne deine Drangsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lästerung von denen, welche sagen, sie seien Juden, und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.
10 Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage. Sei getreu bis zum Tode, und ich werde dir die Krone des Lebens geben.
11 Wer ein Ohr hat, höre was der Geist den Versammlungen sagt! Wer überwindet, wird nicht beschädigt werden von dem zweiten Tode.

1. Petrus 4,12 Geliebte, laßt euch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Versuchung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; 13 sondern insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, freuet euch, auf daß ihr auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken euch freuet.
14 Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig seid ihr! denn der Geist der Herrlichkeit und der Geist Gottes ruht auf euch. [Bei ihnen freilich wird er verlästert, bei euch aber wird er verherrlicht.] 15 Daß doch niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter, oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt; 16 wenn aber als Christ, so schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen.

Deshalb aufpassen: Es gibt offensichtlich verschiedenartig gegründete Leiden!
So prüfe sich jeder selber wo er steht, sei es im Glauben, sei es im Leiden, sei es im Danken.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Di 5. Feb 2019, 14:50

Ein starkes Zeugnis, Johelia.

Leider müssen viele andere Christen weiter mit Leiden und Gebrechen leben. Und zweifeln bisweilen an Gott dabei.


Für mich war unser Hauskreis vor 10 Jahren 2 Jahre lang das größte Erlebnis mit Gott, bei dem einige junge Leute Gott fanden. Und auch intensiv betreut werden mussten, bemuttert, unterstützt. Trotz der Anstrengung und familierer Tragödien gleichzeitig die schönsten Jahre meines Lebens.

Aber eben zu persönlich und vielschichtig um alles hier zu erklären.


LG, otp
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » Di 5. Feb 2019, 16:30

bigbird hat geschrieben:
Was mir auch wichtig erscheint: Die Gefühle sind nicht massgebend, sondern das Wort Gottes.

bigbird


Sind nicht auch Gefühle und Intuition für den Glauben wichtig, denn eine wirklich rationale Erklärung für einen Gott gibt es nicht. Und da ich durch und durch ein Gefühlsmensch bin, so fließt bei mir vieles in Ahnung und Intuition zusammen.
Nehmen wir das Credo ut intelligam (Anselm von Canterburry), also hier dann gemeint:

Denn ich suche nicht zu erkennen, begreifen, verstehen, um zu glauben, sondern ich glaube, um zu erkennen, begreifen, verstehen.

In wie weit hat das seine Berechtigung?

Denn in meinem Leben gab es die unwahrscheinlichsten Wendungen und unglaubliche Zufälle, die Zufälle wohl weniger waren, denn mehr Fügungen, oder auch Führungen, von denen mir mein Gefühl sagte, das diese auch Behütungen waren, vielleicht auch ein Anstoß zur Metanoia, vielleicht auch ein Gnadenakt, der mich vor noch größeren Katastrophen bewahrte.

Für mich ist das Gefühl, das Fühlen, auch das Mitfühlen viel, viel mehr als nur eine so genannte psychologische Grundfunktion.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Di 5. Feb 2019, 19:10

POW, warum es das Böse gibt, Ungerechtigkeit und Leid ?
Eine wohl zentrale Frage, wenn es um die Existenz Gottes geht.

Ein winziger Aspekt dazu:
Im Himmel ist das Böse anscheinend kein Problem. Weil es nicht in Gottes Gegenwart existieren kann. Ich habe das ja selbst erlebt, als das Böse durch Leute in unserem Hauskreis redete und agierte. Sie halten die Konfrontation mit all dem Guten, das Gottes Wesen ist, nicht aus. Für mich auch ein wichtiger Hinweis auf die eingeschränkte Macht des Bösen. Und ich erfasse noch andere Aspekte dazu.

Jedenfalls passt das deckungsgleich zu vielen Aussagen von Jesus.

Die Frage, wodurch das Böse überhaupt entstanden ist, und warum das Böse solche Macht im Wesen des Menschen hat, ist damit natürlich nicht geklärt.

Das NT zeigt nur den Weg auf, wie das Böse um jegliche Macht gebracht werden kann und das Gute im Menschen siegt. Hier müssen wir dem Bösen wiedersehen. Dann hat es nach unserem Tod keine Macht mehr über uns.

lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 5. Feb 2019, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Nachteule » Di 5. Feb 2019, 19:12

Glaube muss schon mehr sein als "trocken Brot", finde ich. Der Mensch ist mehr als sein Verstand, daher sehe ich es genauso wie POW: Ein Glaube muss auch die anderen Ebenen wie Emotionen und Intuition ansprechen, sonst fehlt einfach was. Ich bin ja nun noch ein ziemliches Küken, was den christlichen Glauben betrifft, und daher nehme ich mir einfach mal ganz frech heraus, mehr von Gott zu erwarten als nur über den Verstand (durch Bibellesen etc.) angesprochen zu werden. Ich will Gott nicht nur im Kopf, sondern auch (und vor allem) im Herzen, in meiner ganzen Seele. Wenn ich schon mein Leben an Jesus übergebe, dann erwarte ich einfach, dass er sich dort in irgend einer Weise bemerkbar macht. An Jesus nur zu glauben genügt mir nicht; ich möchte, dass er tatsächlich merkbar in mein Leben tritt und mich führt und begleitet. Ich möchte nicht nur im Kopf wissen, dass ich von Gott angenommen, geliebt und geführt bin, sondern ich möchte es mit meinem ganzen Wesen erfahren. Ich möchte vom Heiligen Geist er- und überfüllt werden und ihn duch mich hindurch in die Welt hinausströmen und -wirken lassen, sonst hat das alles doch keinen Sinn. Glaube ist für mich kein Selbstzweck, sondern er soll zu etwas führen, und zwar möglichst zu etwas, das sich schon in diesem Leben auswirkt (was danach kommt, überlasse ich getrost Gott him-/herself).

So, das musste jetzt einfach nochmal gesagt sein! :]
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon POW » Di 5. Feb 2019, 19:28

Nachteule hat geschrieben:Glaube muss schon mehr sein als "trocken Brot", finde ich. Der Mensch ist mehr als sein Verstand, daher sehe ich es genauso wie POW: Ein Glaube muss auch die anderen Ebenen wie Emotionen und Intuition ansprechen, sonst fehlt einfach was. Ich bin ja nun noch ein ziemliches Küken, was den christlichen Glauben betrifft, und daher nehme ich mir einfach mal ganz frech heraus, mehr von Gott zu erwarten als nur über den Verstand (durch Bibellesen etc.) angesprochen zu werden. Ich will Gott nicht nur im Kopf, sondern auch (und vor allem) im Herzen, in meiner ganzen Seele. Wenn ich schon mein Leben an Jesus übergebe, dann erwarte ich einfach, dass er sich dort in irgend einer Weise bemerkbar macht. An Jesus nur zu glauben genügt mir nicht; ich möchte, dass er tatsächlich merkbar in mein Leben tritt und mich führt und begleitet. Ich möchte nicht nur im Kopf wissen, dass ich von Gott angenommen, geliebt und geführt bin, sondern ich möchte es mit meinem ganzen Wesen erfahren. Ich möchte vom Heiligen Geist er- und überfüllt werden und ihn duch mich hindurch in die Welt hinausströmen und -wirken lassen, sonst hat das alles doch keinen Sinn. Glaube ist für mich kein Selbstzweck, sondern er soll zu etwas führen, und zwar möglichst zu etwas, das sich schon in diesem Leben auswirkt (was danach kommt, überlasse ich getrost Gott him-/herself).

So, das musste jetzt einfach nochmal gesagt sein! :]


Ein erstaunlicher Beitrag. Großartig formuliert und du sprichst genau das an, was ich mit meinem Beitrag meinte.

Danke!

:respekt:
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Di 5. Feb 2019, 19:35

Manchmal glaube ich, viele Christen verpassen etwas.

Warum merken gerade Menschen die aus dem Okkultismus befreit werden, daß Christus sie völlig neu macht und frei ? Das ist ein starkes inneres Erleben. Sie erleben den Himmel, nachdem sie vorher belastet waren. Warum erleben das viele Christen nicht ? Darauf habe ich keine Antwort. Und andrere Christen tun übercharismatisch so, als hätten sie die ganze Fülle.

https://horst-koch.de/wunder-und-zeichen/
Dieser Artikel über Zeichen und Wunder ist in diesem Zusammenhang vielleicht intetessant
LG, otp
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon bigbird » Di 5. Feb 2019, 22:55

POW hat geschrieben:
bigbird hat geschrieben:
Was mir auch wichtig erscheint: Die Gefühle sind nicht massgebend, sondern das Wort Gottes.

bigbird


Sind nicht auch Gefühle und Intuition für den Glauben wichtig, denn eine wirklich rationale Erklärung für einen Gott gibt es nicht. Und da ich durch und durch ein Gefühlsmensch bin, so fließt bei mir vieles in Ahnung und Intuition zusammen.

Ich sagte bloss, dass sie nicht massgebend sind. Das heisst, sie geben das Mass des Glaubens nicht an! Das Wort Gottes ist das Mass.

bigbird
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Helmuth » Mi 6. Feb 2019, 08:44

Sevus Jan,
Jan1234 hat geschrieben:Zu diskutieren habe ich leider nichts :)
Ich kann mich nur nochmal für die ganzen Antworten bedanken.

Was hast du von den bisherigen Antworten profitiert?

Jan1234 hat geschrieben:Ich denke das ich auch mein großes Erlebnis mit Gott brauche, damit ich Glauben kann. Darauf warte ich jetzt.

Bleib dran, denn Gott sieht ins Herz und wird dir dann eines Tages begegnen. Wer ihn aufrichtig sucht, von dem lässt er sich auch finden.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wozu man eigentlich an Gott glauben soll? Und warum gerade an Jesus Christus?

Was ihn also auszeichnet vor anderen Religionen?
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Jan1234 » Mi 6. Feb 2019, 23:49

Helmuth hat geschrieben:Sevus Jan,

Was hast du von den bisherigen Antworten profitiert?


Hallo Helmut und alle anderen,
Ich konnte mir durch die Beiträge über ein paar nebensächliche Fragen klarer werden.

Auch meine Verschwörungstheorie :D (wie sie genannt wurde) über das Werk von einem oder mehreren intelligenten Menschen als Bibel Schreiber sind durch die über 150 Wiedersprüche eher unwahrscheinlich.

Mein kleines Beispiel “Wunder Klausur“ das mich durch den fakt an einen Phantom zu glauben leistungsfähiger macht und dass ich dies deswegen irrtümlich Gott zuschreibe, ist auch eher unwahrscheinlich da ich mir für Gottes existieren klarer werde.

Zum einen viel mir vor einigen Tagen beim Fernsehen einer Doku über die Parker Solar Probe der Beitrag über den Sinn an einen omnipotenten kosmischen Baumeisters zu glauben ein. Es ist einfach alles so perfekt gemacht, dass kann fast kein Zufall sein.

Auch der Beitrag “Wahrscheinlichkeitsrechnung“ bestärkt das Ergebnis, das es Gott womöglich gibt, nachdem ich noch einen Bericht eines Mathematikers las. :D Aber Gott kann man natürlich trotzdem nicht wissenschaftlich belegen das ist ja klar. Aber der Bericht war irgendwie interessant. https://www.jw.org/de/publikationen/zei ... t-an-gott/

Obwohl ich schon von ein paar großen Medizinischen Wundern gelesen hatte, hat mich der Beitrag mit der Heilung sehr beeindruckt. Vor allem aber die Entschlossenheit und das Vertrauen gegen, der Empfehlung der Ärzte die Behandlung abzubrechen fand ich krass. Dazu muss man sich schon ziemlich sicher sein, dass es Gott gibt.

Mir ist durch die ganzen Beiträge schon auch klar geworden, dass ein “großes Erlebnis“ keine Voraussetzung für Glauben ist. Die Beiträge sind so unterschiedlich.

Trotzdem denke ich das ich ein für mich eindeutiges Erlebnis brauche um mir endgültig damit klar zu werden das Gott existiert.

Helmuth hat geschrieben:Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wozu man eigentlich an Gott glauben soll? Und warum gerade an Jesus Christus?
Was ihn also auszeichnet vor anderen Religionen?


Das ist mir noch zu weit weg...
"Weil Jesus für meine Sünden gestorben ist und ich mit einem Leben nach Ihm das Ewige Leben in seinem Reich habe." Aber soweit bin ich noch nicht.

Was ihn auszeichnet von anderen Religionen?
Für mich kommt keine andere Religion in fragen. Ohne respektlos zu sein, sind mir diese zu absurd damit ich mich mehr damit beschäftige.


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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon Helmuth » Do 7. Feb 2019, 08:48

Danke für deine Antwort. Zu diesem ein Nachruf:
Jan1234 hat geschrieben:Das ist mir noch zu weit weg...
"Weil Jesus für meine Sünden gestorben ist und ich mit einem Leben nach Ihm das Ewige Leben in seinem Reich habe." Aber soweit bin ich noch nicht.

Das hat er aus Liebe zu dir und mir getan. Ich habe das angenommen und seither hat der Heilige Geist mein ganzes Leben umgekrempelt. Und mit der Zeit haben sich auch viele Fragen geklärt. Es geht nicht auf einmal, aber fortlaufend.

Ich wünsche Dir alles Gute auf deinem weiteren Weg und kann's nur wiederholen:

Bleib dran. Ihr findet euch. :)
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Re: Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Beitragvon onThePath » Do 7. Feb 2019, 14:52

Hallo, Jan

Zu dem Ergebnis, daß ich nur Jesus vertrauen möchte, kam ich über einen langen Umweg. Zuerst war ich Katholik in meiner Kindheit, in meiner Jugend prüfte ich den spirituellen Yoga und in etwa 10 Jahren kannte ich alles Mögliche. Dann entschied ich mich für Jesus und beschäftigte mich einige weitere Jahre mit der Aufarbeitung und meiner Stellung dazu, was mich 10 Jahre lang beschäftigt hat. Wie oft ich mir wohl den Kopf zerbrochen habe über Gott und den Weg zu ihm ?
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