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Christen und Lotto spielen

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon blakki » Mo 14. Dez 2009, 21:38

Versuchen wir doch mal, oben nachzufragen – wirklich ganz oben – was man da im Himmel so vom Lottospielen hält, vielleicht ist der Chef zu sprechen, ich probiers einfach mal:


Ähem, Herr, bist du in der Nähe? Ich hätte da mal eine Frage.

Oh, blakki, mein Lieblingsatheist!
Aber was fragst du mich, nach deiner Meinung gibt es mich doch gar nicht.


Ja Herr, schon gut, aber tun wir mal so, als ob.

Na gut, einverstanden, tun wir mal so, was hast du auf dem Herzen?

Herr, deine Anhänger diskutieren hier seit Tagen, ob wahre ™ Gläubige Lotto spielen dürfen

Ja und? Haben die sonst nichts zu tun?

Herr, deine Anhänger sind der Meinung ein wahrer ™ Gläubiger darf das nicht

Warum sollen meine Geschöpfe nicht Lotto spielen dürfen, ich habe selbst auch schon Lotto gespielt.

Tatsächlich Herr? Du spielst Lotto?

Ja früher, macht aber keinen Spaß mehr

Warum Herr?

Schau blakki, ich bin allwissend und kenne folglich die richtigen Zahlen im Voraus. Nach dem fünfzigsten Jackpot in Folge wird es langsam öde. Und was soll ich mit dem ganzen Geld? Hier oben gibt’s nicht mal einen Migros!

Okay, verstehe Herr, aber deine Geschöpfe dürfen doch Lotto spielen?

Natürlich dürfen die Lotto spielen, warum soll die das nicht dürfen?

Nun ja Herr, manche deine Anhänger sind der Meinung, dass Lotto spielen verboten gehört

Ach hör doch auf, wieso denken manche meiner Anhänger immer, dass ich selbst so verbohrt und fanatisch bin wie sie?
Verbieten und reglementieren ist alles was die können!
Wenn die nicht alles so eng sehen würden, wäre die Welt erträglicher.


Dann dürfen die das?

Natürlich dürfen die Lotto spielen und jetzt lass mich in Ruhe, ich arbeite gerade am Sonnenuntergang, wenn das nicht hinhaut, dann gibts wieder so ein Theater wie damals bei Hiob.

Danke Herr und bis zum nächsten Mal

Okay und jetzt geh heim und hör auf mich zu nerven!
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon tiktak » Mo 14. Dez 2009, 21:47

Ähem, Herr, bist du in der Nähe? Ich hätte da mal eine Frage.

Oh, blakki, mein Lieblingsatheist!

:lol: :lol: :lol: ..ich kam noch nicht weiter,als bis zu der Stelle :lol:
Blakki du bist der Überhammer! :umarm:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon tiktak » Mo 14. Dez 2009, 21:54

Schau blakki, ich bin allwissend und kenne folglich die richtigen Zahlen im Voraus. Nach dem fünfzigsten Jackpot in Folge wird es langsam öde. Und was soll ich mit dem ganzen Geld? Hier oben gibt’s nicht mal einen Migros!

Dafür ne Nespressomaschine, die George Cloony dem" Herrn" brachte, und dafür wieder auf die Erde durfte!
http://www.youtube.com/watch?v=ODB9xXLZ2oE
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon livia » Mo 14. Dez 2009, 22:23

blakki hat geschrieben:Schau blakki, ich bin allwissend und kenne folglich die richtigen Zahlen im Voraus. Nach dem fünfzigsten Jackpot in Folge wird es langsam öde. Und was soll ich mit dem ganzen Geld? Hier oben gibt’s nicht mal einen Migros!


:lol: genial - vorallem das Dilemma, dass es dort oben keinen Migros gibt :o

Danke blakki, das tat jetzt mal wieder richtig gut :))
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Mo 14. Dez 2009, 22:29

Pilgrim hat geschrieben:Hättest du zufällig etwas gewonnen, müßtest du dann nicht dieses als Stehlen auf deine Liste der begangenen Sünden setzen...?

Zufall ?? Was schriebst Du doch gleich anderswo...?


Im übrigen: wenn ich was gewinne soll ich stehlen ? Weshalb? Habe das Los geschenkt erhalten und was ich dann damit mache? All den Beteiligten Loskäufern anteilsmässig zurückgeben geht nicht, also bleiben mir noch viele Möglichkeiten die Kohle sinnvoll einzusetzen. Ein erster stillschweigender Gedanke ist mir schon beim nach Hause gefahren gekommen.

Es kommt doch in dieser speziellen Situation drauf an, was ich mit einem geschenkten Gewinn mache und da stehe ich schon auch in der Zwickmühle, das bereits gekaufte Los gleich anfangs zurückzugeben, im Wissen dass ein allfälliger Gewinn verprasst würde oder es drauf ankommen zu lassen und den Gewinn dafür gemeinnützig verwenden zu können, oder ?
Die Frage ist wo hängt mein Herz wenn der Gewinn auf meinem Konto liegt...

Was machst Du wenn ein Onkel dir geld erbt, welches in unredlicher Weise aber gesetzlich legal erworben wurde (Termingeschäfte o.ä.)? Verzicht und damit das Geld den weiteren Erben zuführen, welche damit ev. noch mehr unmoralische Geschäfte tun ?
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Grasy » Mo 14. Dez 2009, 23:27

Oli4 hat geschrieben:Im übrigen: wenn ich was gewinne soll ich stehlen ? Weshalb?


Seh ich auch nicht wirklich. Die welche das Spiel spielen, die wissen ja daß sie verlieren können. Wenn ich ein Brettspiel mit anderen Spiele, dann ist mein Gewinn ja auch mit dem Verlieren eines anderen verknüpft. Auf die Art und Weise, wäre ja auch ein Verkäufer ein Dieb, oder? Der verkauft in der Regel teurer als er es einkauft. Dabei übersteigt die Gewinnspanne sicherlich oft einen gängigen Lospreis.

Ich sehe das Problem bei so Gewinnspielen eher darin daß man sich insgeheim etwas erhofft das man eben bei Gott suchen sollte. Da kommt mir die Predigt vom Wilhelm Busch in den Sinn als er über so "Glücksbringer" im Auto redete (die wohl Abergläubisch vor 'nem Umfall schützen sollen). Der springende Punkt war darin denke ich: Entweder du vertraust auf das "Bambi", wie er es nannte, oder eben auf Gott. So halb Gott, halb Bambi ist Quatsch. Der Vergleich hinkt zwar wohl etwas, weil das eine noch mit der spiritischen Welt nahe steht, aber ich denke die Richtung ist schon nicht so verkehrt:

"Unser täglich Brot gib uns heute." (Mt 6:11 - Lut1912)

"Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet." (Mt 6:31-32 - Lut1912)


Mfg,
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 00:42

Oli4 hat geschrieben:Zufall ?? Was schriebst Du doch gleich anderswo...?

Ja, ja...aber du kannst nicht vorgeben in Gott für etwas das Er nicht versprochen zu "vertrauen". In solchen Situationen von Gott vertrauen zu sprechen ist die Bedeutung von Glauben zu verbiegen. Gott hat nie versprochen dir zu erlauben dich durch ein Spiel der Chance zu bereichern, so also zu denken, daß Er wird ist Ihm nicht zu "vertrauen", sonden auf Ihn zu mutmaßen und das ist Sünde.
Im übrigen: wenn ich was gewinne soll ich stehlen ? Weshalb? Habe das Los geschenkt erhalten und was ich dann damit mache? All den Beteiligten Loskäufern anteilsmässig zurückgeben geht nicht, also bleiben mir noch viele Möglichkeiten die Kohle sinnvoll einzusetzen. Ein erster stillschweigender Gedanke ist mir schon beim nach Hause gefahren gekommen.

Okay, hast ein Mini-Pünktchen gemacht, ich geb dir das...immerhin hast DU ja nicht gespielt... :respekt:
Es kommt doch in dieser speziellen Situation drauf an, was ich mit einem geschenkten Gewinn mache und da stehe ich schon auch in der Zwickmühle, das bereits gekaufte Los gleich anfangs zurückzugeben,

Gute Idee...oder eventuell zerreissen...oder den ganzen Betrag in die "Witwenkasse" legen, auf alle Fälle den Betrug deinerseits nicht weiter treiben, meinst du nicht auch?
im Wissen dass ein allfälliger Gewinn verprasst würde oder es drauf ankommen zu lassen und den Gewinn dafür gemeinnützig verwenden zu können, oder ?

Hmmm, da ist zwar die Jury noch draußen...aber du meinst den Armen die das Geld da im "Spiel" verloren haben wieder zurück geben unter dem Barmherzigkeitsdeckmänteli...vielleicht... :|
Die Frage ist wo hängt mein Herz wenn der Gewinn auf meinem Konto liegt...

Tja, ohne dein Dazutun wird es nicht lediglich da liegen :P Aber mein Punkt ist, daß "Spielen" ökonomischer Betrug ist? "Spielen" transferiert lediglich Geld von den Händen der vielen in die Hände der wenigen durch frivoles, mit fraglichen Motiven befrachtetes Mittel...geradezu das Gegenteil von gesunden ökonomischen Prinzipien.
Was machst Du wenn ein Onkel dir geld erbt, welches in unredlicher Weise aber gesetzlich legal erworben wurde (Termingeschäfte o.ä.)?

Naja, Guthaben und Besitze sind normalerweise durch Erbschaft innerhalb der eigenen Familie (oder gerechtsmäßigen Erben) weiter gegeben, ein biblisches Prinzip. Aber wenn du hier wieder ein Mini-Pünktchen machen wolltest, so ist's dir nicht gelungen, du hast mich lediglich verwirrt...wie kann etwas "unredlich" UND "gesetzlich legal" erworben sein...also her mit dem Punkt und erklär... :comeon:
Verzicht und damit das Geld den weiteren Erben zuführen, welche damit ev. noch mehr unmoralische Geschäfte tun ?

Die Jury ist da zwar auch noch draußen...aber was die anderen Erben damit machen ist zwischen ihnen und ihrem Gott.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 01:26

Grasy hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Im übrigen: wenn ich was gewinne soll ich stehlen ? Weshalb?

Seh ich auch nicht wirklich. Die welche das Spiel spielen, die wissen ja daß sie verlieren können.

Das "Spielen" hat aber ganz klar definierte Eigenschaften...erstens wird was Wertvolles riskiert; zweitens ist etwas das jemand anderem gehört als Preis eingesetzt; ein Zufallselement determiniert angeblich den Ausgang; und schlussendlich ist in jedem "Spielen" Vermögen entweder verloren oder wechselt Hände...kein neuer Vermögensstand oder Benefiz ist erschaffen. So ist also "Spielen" durch beiderseitige Zustimmung immer noch stehlen.
Wenn ich ein Brettspiel mit anderen Spiele, dann ist mein Gewinn ja auch mit dem Verlieren eines anderen verknüpft.

Wenn du bloß Karten oder Brettspiele oder andere Spiele ohne Einsatz spielst, ist das ja auch nicht "Spielen" wie z.B. Monaco oder UK usw.... :idea:
Auf die Art und Weise, wäre ja auch ein Verkäufer ein Dieb, oder? Der verkauft in der Regel teurer als er es einkauft. Dabei übersteigt die Gewinnspanne sicherlich oft einen gängigen Lospreis.

Nein, das ist Kommerz und biblisch sogar geboten (wie gerecht jemand wirtschaftet ist eine andere Kategorie...und vielleicht auch ein neuer Thread wert :idea: )
Ich sehe das Problem bei so Gewinnspielen eher darin daß man sich insgeheim etwas erhofft das man eben bei Gott suchen sollte. Da kommt mir die Predigt vom Wilhelm Busch in den Sinn als er über so "Glücksbringer" im Auto redete (die wohl Abergläubisch vor 'nem Umfall schützen sollen). Der springende Punkt war darin denke ich: Entweder du vertraust auf das "Bambi", wie er es nannte, oder eben auf Gott. So halb Gott, halb Bambi ist Quatsch. Der Vergleich hinkt zwar wohl etwas, weil das eine noch mit der spiritischen Welt nahe steht, aber ich denke die Richtung ist schon nicht so verkehrt:

"Unser täglich Brot gib uns heute." (Mt 6:11 - Lut1912)

"Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet." (Mt 6:31-32 - Lut1912)

Schön gesagt und trifft den Punkt aus 5.Mose 8:18 "es ist der HERR der Macht gibt um Etwas zu erwerben". Und wir sollten auch was Jesus gesagt hat beachten "da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!' " (Matthäus 4:7)...ein Zitat aus 5.Mose 6:16 "Ihr sollt den HERRN euren Gott nicht versuchen". Auch wenn wir wissen, daß Gott alles vorherbestimmt, inklusive das Würfelrollen, so ist uns strengstens verboten Ihn auf die Probe zu stellen.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon tiktak » Di 15. Dez 2009, 01:37

Was machst Du wenn ein Onkel dir geld erbt, welches in unredlicher Weise aber gesetzlich legal erworben wurde (Termingeschäfte o.ä.)?

Deiner Kirche spenden :lol: -wie man es auch im At tat,den Priestern geben und sagen, es wäre für Gott :D
denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

Als würde er die andren nicht lieb haben :roll:
Aber die jenigen , die das da in die Schriften einfügten, wussten genau, wie ......ok.pssst ;)
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 09:02

Pilgrim hat geschrieben:Gute Idee...oder eventuell zerreissen...oder den ganzen Betrag in die "Witwenkasse" legen, auf alle Fälle den Betrug deinerseits nicht weiter treiben, meinst du nicht auch?
Zerreissen nützt gar nichts (mehr). Der gewinn ginge in einen Fonds, welcher nicht den Armen zugute käme sondern den Sportlern.

aber du meinst den Armen die das Geld da im "Spiel" verloren haben wieder zurück geben unter dem Barmherzigkeitsdeckmänteli...vielleicht... :|
Nein, nicht wirklich. Fakt ist dass das Los bezahlt wurde. Nun kann ich micht entscheiden wie oben geschrieben
es zu zerreissen -> kein Erfolg;
es den Mitpielern zurückzugeben -> kein erfolg, nicht umkehrbar
oder eben einen Gewinn anzunehmen und somit die mittlerweile einzige Chance zu wahren, das Geld einem wirklich vernünftigen Zweck zukommen zu lassen. Eine spezifische Idee habe ich ja schon.

Das alles legitimiert keinstesweges ein weitere Los zu kaufen.


Aber mein Punkt ist, daß "Spielen" ökonomischer Betrug ist? "Spielen" transferiert lediglich Geld von den Händen der vielen in die Hände der wenigen durch frivoles, mit fraglichen Motiven befrachtetes Mittel...geradezu das Gegenteil von gesunden ökonomischen Prinzipien.

Das ist auch mein Punkt. Doch hält das praktische Leben oftmals differenziertere moralische Entscheidungen bereit, als ein im Voraus klaren Punkt des "soll ich/soll ich nicht" Lose kaufen. :|



Aber wenn du hier wieder ein Mini-Pünktchen machen wolltest, so ist's dir nicht gelungen, du hast mich lediglich verwirrt...wie kann etwas "unredlich" UND "gesetzlich legal" erworben sein...also her mit dem Punkt und erklär... :comeon:
Punkten will ich eh nicht, spiele ja nicht mit Dir, gell; auch nicht ohne Geld :baby:

Verwirrt ? :?
-> Schau doch was an den Weltwirtschaftsmärkten (Börsen) in den letzten Jahren für Werte "verbraten" wurde... ist das nicht direktes oder indirektes Lottospielen ? Wenn denn Termingeschäfte nicht Lottocharakter hat was denn ? Wohin geht denn eine Erschaft die Du gehens lässt, wenn die weiteren (unchristlichen) Erben diese Kohle in ihrer geweckten Begierde noch vermehren wollen anstatt der örtlichen Sparkasse zu geben damit vielleicht ein anderer Häuslebauer sein erworbenes Land auch bebauen kann ? (und auch Sparkassen sind inszwischen vermehrt verlockt zu zocken...)


Die Jury ist da zwar auch noch draußen...aber was die anderen Erben damit machen ist zwischen ihnen und ihrem Gott.

Klar ist es das, aber machst Du dich nicht auch durch dein eigenes Tun mitverantwortlich (aktiver Verzicht im Wissen der möglichen, kommenden Dinge) :?:
Da wäre es mir doch lieber geschenktes Geld anzunehmen und den Einfluss über die Verwendung selber inne zu behalten.
Dass dies nicht auch eine grössere Gefahre für mich bewirkt als einen Gewinn/Erbschaft sausen zu lassen ist mir unbestritten bewusst (ich bin dem Einfluss des Bösen damit stärker ausgesetzt), doch nicht so zu handeln und gerade mal zu denken "die müssen das selber vor Gott verantworten", mag moralisch soweit korrekt sein, wäre aber in meinen Augen eine gesetzlich motivierte Handlung, ohne dass das Ergebniss der Geschichte zum nutzbringenden hin gesteuert werden könnte. :? denke ich...
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 09:06

tiktak hat geschrieben:Als würde er die andren nicht lieb haben :roll:
Unglaublich was Du nicht alles schaffst hineinzulesen ... 8-)

Aber die jenigen , die das da in die Schriften einfügten, wussten genau, wie ......ok.pssst ;)
Wass Du nicht alles weisst.. :oops:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon tiktak » Di 15. Dez 2009, 10:15

Oli4 hat geschrieben:
tiktak hat geschrieben:Als würde er die andren nicht lieb haben :roll:
Unglaublich was Du nicht alles schaffst hineinzulesen ... 8-)

Aber die jenigen , die das da in die Schriften einfügten, wussten genau, wie ......ok.pssst ;)
Wass Du nicht alles weisst.. :oops:

Hat nichts mit Wissen zu tun,aber die Bibel ist ein so offenes Buch, was Besitz und Geld anbelangt,da braucht man nicht mal was hineinlesen-nur wer es nicht sehn will,sieht es auch nicht ;)
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 14:39

Oli4 hat geschrieben:...das Geld einem wirklich vernünftigen Zweck zukommen zu lassen. Eine spezifische Idee habe ich ja schon.

Scheint mir in deiner hypotetischen Zwickmühle auch die einzigste und beste Lösung zu sein, du hast mich überzeugt.
Das alles legitimiert keinstesweges ein weitere Los zu kaufen.

Genau.
Das ist auch mein Punkt. Doch hält das praktische Leben oftmals differenziertere moralische Entscheidungen bereit, als ein im Voraus klaren Punkt des "soll ich/soll ich nicht" Lose kaufen. :|

So klar war im Voraus anscheinend ein "soll ich/soll ich nicht" beim "Spielen" doch wieder nicht und ich meine, keine moralische Entscheidung sollte je als graue Zone betrachtet werden... :pray:
Verwirrt ? :?
-> Schau doch was an den Weltwirtschaftsmärkten (Börsen) in den letzten Jahren für Werte "verbraten" wurde... ist das nicht direktes oder indirektes Lottospielen ? Wenn denn Termingeschäfte nicht Lottocharakter hat was denn ?

Die Verwirrung meinerseits hat sich gelüftet, jedoch meine ich jetzt bist du verwirrt, denn das Börsen ist alles andere als Lottospielen, da beim Wirtschaftsmarkt der Gewinner's Profit nicht auf Kosten von Verlierern kommt...das ist doch kein wirklich schwieriger Punkt, wenn auch ein bedeutender, gäll.
Wohin geht denn eine Erschaft die Du gehens lässt,

Wollte sie ja nicht gehen lassen, sondern habe nachgefragt wie man "legal etwas illegales" erwerben kann...weder Leo noch jemand anderes hat mir da Auskunft geben können und darum war die Frage an dich gerichtet... :baby:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 15:42

Pilgrim hat geschrieben:So klar war im Voraus anscheinend ein "soll ich/soll ich nicht" beim "Spielen" doch wieder nicht und ich meine, keine moralische Entscheidung sollte je als graue Zone betrachtet werden... :pray:
Und wenn man merkt, dass man schon in einer nicht mehr weissen Zone bereits drinn steckt ?
Dann ist die Grundlage wichtig zu kennen, die Handlung aber ganz und gar nicht mehr so einfach, ohne dabei das Graue oder Schwarze als Weiss zu bezeichnen wollen.


Die Verwirrung meinerseits hat sich gelüftet, jedoch meine ich jetzt bist du verwirrt, denn das Börsen ist alles andere als Lottospielen, da beim Wirtschaftsmarkt der Gewinner's Profit nicht auf Kosten von Verlierern kommt...das ist doch kein wirklich schwieriger Punkt, wenn auch ein bedeutender, gäll.
Also wenn Du spekulative Termingeschäfte und Hedgefonds als redlich ansiehst ???

Wollte sie ja nicht gehen lassen, sondern habe nachgefragt wie man "legal etwas illegales" erwerben kann...weder Leo noch jemand anderes hat mir da Auskunft geben können und darum war die Frage an dich gerichtet... :baby:

:P Leo hat auch nicht so eine schöne rote Zunge wie der Smiley :mrgreen:
..doch lies noch mal genau. Du fragtest von redlich etwas illegales erwerben. Und hier sprach ich von einem weltlich regelmentierten, weltlich legalen, weltlich redlichen Kaufensvorgang, welcher aber moralsich für einen Christen unredlich sein und bleiben sollte. :baby:
:comeon:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon blakki » Di 15. Dez 2009, 15:49

Lotto spielen finde ich auch blöd!
Von dem ersparten Geld konnte ich mir deshalb alle Bände und DVDs von Harry Potter kaufen :tongue:

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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 16:12

Oli4 hat geschrieben:Und wenn man merkt, dass man schon in einer nicht mehr weissen Zone bereits drinn steckt ?
Dann ist die Grundlage wichtig zu kennen, die Handlung aber ganz und gar nicht mehr so einfach, ohne dabei das Graue oder Schwarze als Weiss zu bezeichnen wollen.

Eben...hätte es selber offensichtlich nicht besser sagen können... :mrgreen:
Also wenn Du spekulative Termingeschäfte und Hedgefonds als redlich ansiehst ???

Wenn wir von Bernie Maddoff reden ist das aber eine andere Angelegenheit, gäll...und vielleicht sein eigener Thread wert... :idea: Aber Aktien kaufen ist eine eigentliche Investierung in einen Betrieb. Wenn der Aktienwert rauf geht, eigentliche Arbeitsplätze gekreiert werden, Betriebsanlagegut hebt an und das Pontezial für zukünftigen Profit hebt auch an. Der gestiegene Wohlstand ist ja nicht lediglich auf Papier.
Du fragtest von redlich etwas illegales erwerben. Und hier sprach ich von einem weltlich regelmentierten, weltlich legalen, weltlich redlichen Kaufensvorgang, welcher aber moralsich für einen Christen unredlich sein und bleiben sollte. :baby:
:comeon:

Legal erworben...das Erbe...okay! Ein Kaufensvorgang nicht moralisch für Christen...Hilfe..... :? :oops:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Le Chef » Di 15. Dez 2009, 16:20

Pilgrim hat geschrieben:Aber Aktien kaufen ist eine eigentliche Investierung in einen Betrieb. Wenn der Aktienwert rauf geht, eigentliche Arbeitsplätze gekreiert werden, Betriebsanlagegut hebt an und das Pontezial für zukünftigen Profit hebt auch an. Der gestiegene Wohlstand ist ja nicht lediglich auf Papier.


Le Chef meint:

Oh wie herzig! Wirtschaftsromantik... :-P

Nein, im Ernst. 99% aller Anleger kaufen Aktien, um damit Geld zu verdienen. Das Betriebswohl, geschaffene Arbeitsplätze etc. interessiert sie genau gar nicht. Bevor auf Dividende verzichtet wird, sollen lieber 1000 Leute entlassen werden.
Ihr denunziert
Ihr seid schlecht informiert
Moralisch bankrott
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 16:24

Pilgrim hat geschrieben:Wenn wir von Bernie Maddoff reden ist das aber eine andere Angelegenheit,
Von solchen udn anderen windigen Fondsmanagern spreche ich ;)

Aber Aktien kaufen ist eine eigentliche Investierung in einen Betrieb. Wenn der Aktienwert rauf geht, eigentliche Arbeitsplätze gekreiert werden, Betriebsanlagegut hebt an und das Pontezial für zukünftigen Profit hebt auch an. Der gestiegene Wohlstand ist ja nicht lediglich auf Papier.
Oder in die eigene Firma reinvestieren, inkl. in die Mitarbeiter. :)) Besser ich geh nicht an die Börse, so bleiben mir solche Dinge erspart :]


Du fragtest von redlich etwas illegales erwerben. Und hier sprach ich von einem weltlich regelmentierten, weltlich legalen, weltlich redlichen Kaufensvorgang, welcher aber moralsich für einen Christen unredlich sein und bleiben sollte. :baby:
:comeon:

Legal erworben...das Erbe...okay! Ein Kaufensvorgang nicht moralisch für Christen...Hilfe..... :? :oops:

Eben, eben meine Liebe : HEDGEFONDS, spekulative TERMINGESCHÄFTE, alle gesetzlich redlich... und doch... wollen wir das wirklich tun ? darauf spekulieren dass meine Wertpapiere mehr Wert haben weil andere plötzlich nicht mehr als wertig geachtet werden ??
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 16:40

Oli4 hat geschrieben:Oder in die eigene Firma reinvestieren, inkl. in die Mitarbeiter. :)) Besser ich geh nicht an die Börse, so bleiben mir solche Dinge erspart :]

Und wenn du eines Tages, fragen wir mal hypothetisch, deine Firma erweitern willst... :?: Das alles heißt doch nicht, daß Investition im Wirtschaftsmarkt für Christen nicht geeignet ist, da des Gewinners' Profit ja nicht auf Kosten eines Verlierers kommt...das war mein Punkt.
Eben, eben meine Liebe : HEDGEFONDS, spekulative TERMINGESCHÄFTE, alle gesetzlich redlich... und doch... wollen wir das wirklich tun ? darauf spekulieren dass meine Wertpapiere mehr Wert haben weil andere plötzlich nicht mehr als wertig geachtet werden ??

Aber siehst du, mein Lieber, du drehst die Sprache auf den Kopf und bewölkst unnötigerweise die ganze Chose... :cry:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 17:46

Pilgrim hat geschrieben:Und wenn du eines Tages, fragen wir mal hypothetisch, deine Firma erweitern willst... :?: Das alles heißt doch nicht, daß Investition im Wirtschaftsmarkt für Christen nicht geeignet ist, da des Gewinners' Profit ja nicht auf Kosten eines Verlierers kommt...das war mein Punkt.
Ich glaube da konstruiert sich was von selbst was nicht sso sein will :mrgreen:
Habe nichts gegen die Börse aber gegen Teilpraktiken die da unterm Unschuldsmäntelchen getan werden (können).

Aber siehst du, mein Lieber, du drehst die Sprache auf den Kopf und bewölkst unnötigerweise die ganze Chose... :cry:

Versteh dich nicht :?:
Ich spreche doch von den analog zum Thread existierenden, börsentechnischen Lottospielen und der Frage wie ich mich (oder Du dich) bei einem daraus zugefallenen Gewinn (Erbschaft) verhalten täte; nicht von marktwirtschaftlichem Warenaustausch (Geld) und der Wirtschaft dienenden und notwendigen Investitionen.

Du weisst schon, dass es auch unredliche Geschäfte getan werden und gibt und auch offiziell nicht illegal sind ohne dass damit das ganzte System falsch wäre..
Oder findest Du es moralisch in Ordnung wenn der Onkel sein Geld damit verdiente, dass er z.Bsp. darauf spekulierte, dass der Welt-Kaffepreis in späteren 3/4 Jahren völlig zusammensackt und dieser sich daran auch noch Millionen verdiente ?
Hättest Du Freude an diesem an der Börse 'erworbenen', nun geerbten Geld ? Würdest Du es den anderen Erben, die vermutlich damit noch mehr Unheil anrichteten, freiwillig geben indem Du es NICHT annimmst (um dich moralisch nicht mitschuldig zu machen) oder aber z.Bsp. den Kaffebauern in Afrika direkt Schulen und medizinische Versorgung zu ermöglichen ?


Es ging ja ursürünglich um eine zwar hypothetische aber praktisch nicht an den Haaren herbeigezogene Frage:
oli4 hat geschrieben:Was machst Du wenn ein Onkel dir Geld erbt, welches in unredlicher Weise {moralisch} aber gesetzlich legal erworben wurde (Termingeschäfte o.ä.)? Verzicht und damit das Geld den weiteren Erben zuführen, welche damit ev. noch mehr unmoralische Geschäfte tun ?

Man könnte das auch auf Erbschaften aus Prostitution, Blutdiamanten, Räubereien oder vielen anderen Betrügereien ausdehnen....oder eben ein geschenktes Los, was moralisch weniger schwer aber in analoger Art zur Diskussion staände/steht.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Di 15. Dez 2009, 18:05

Oli4 hat geschrieben:....oder eben ein geschenktes Los, was moralisch weniger schwer aber in analoger Art zur Diskussion staände/steht.

AHA !!! ....oder ein Onkel in Las Vegas mir sein Kasino hinterlassen würde... oder ein anderer Onkel mir seine Schoggifabrik...oder eben...das AHA-Erlebnis endlich geschehen, danke mein Lieber...die Wolke ist gewichen... :))
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Di 15. Dez 2009, 18:12

Pilgrim hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:...das AHA-Erlebnis endlich geschehen, danke mein Lieber...die Wolke ist gewichen... :))

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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon ThomasMillack » Mi 16. Dez 2009, 17:14

Also jetzt mal etwas klarer mit den Diskussionen. Es gibt verschiedene Arten von Glücksspiel.

Lottospielen oder z.B. auf der Kirmes Lose kaufen ist gut und richtig. Mit dem Einsatz werden bei Lotto Vereine, sowie die Landeshaushalte gestützt, man tut einiges Gutes mit dem Geld. Und der Losverkäufer auf der Kirmes lebt davon.
Und wenn man etwas gewinnt, kann man damit Gutes tun.

Übrigens:
Hat schon jemand darauf hingewiesen, dass auch die Apostel Glücksspiel betrieben haben?
Ist so, man lese einfach mal in der Apostelgeschichte nach, wie der Nachfolger von Judas bestimmt wurde.

Davon abzugrenzen sind die modernen Finanzmarkt-Techniken an der Börse. Hier zeigt sich tatsächlich der Mammon als Herr des Systems. Hier geht es nicht um Lebensunterhalt oder Unterstützung von Bedürftigen, hier geht es um reinen Gewinn auf Kosten von Arbeitnehmern.
Das ist also tatsächlich nicht in Gottes Sinn.

Gruß
Thomas
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Grasy » Mi 16. Dez 2009, 22:51

ThomasMillack hat geschrieben:Ist so, man lese einfach mal in der Apostelgeschichte nach, wie der Nachfolger von Judas bestimmt wurde.


Ähhm... das war aber schon ein bisschen was anders als ein "Glückspiel" und ich denke das sollte auch überhaupt nicht jeder tun (also das Los werfen). Wir haben nämlich von Gott sehr klare Weisungen (und die sollten wir auch suchen und ernst nehmen) und nicht jeder von uns muss sich den Kopf darüber zerbrechen wer der Nachfolger eines Apostels wird oder wie er das Land Israel auf die 12 Stämme aufteilen soll. Ich würde weder "Wollvließ auslegen (Gideon)" noch "das Los werfen" mit Lotto-spielen gleich setzen. Sonst müsste man auch Brett und Kartenspiele diesbezüglich gleich setzen und jedes noch so banale Spiel wäre vielleicht eine Botschaft von Gott an uns. Ich denke man sollte sich hüten das so zu sehen. Am Ende könnte man zur Antwort bekommen daß sich Gott nicht von uns auf die Art uns Weise befragen lässt.
Das klappt nicht mal mit "Bibel aufschlagen" einfach so. Jemand könnte nämlich aufschlagen: "Sie sprachen: Was geht uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, ging hin und erhängte sich selbst.". Anstatt dann aber hinzugehen und sich selbst zu erhängen, sollte man sich dann aber eher fragen ob man jemals irgendwo auch nur Ansatzweise gelesen hat daß wir durch derartige "Glücksgriffe" eine Antwort erzwingen können, oder wie wir auf die Idee kommen würden daß nur Gott unsere Hand führen könnte?


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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Grasy » Mi 16. Dez 2009, 23:06

Pilgrim hat geschrieben:Das "Spielen" hat aber ganz klar definierte Eigenschaften...erstens wird was Wertvolles riskiert; zweitens ist etwas das jemand anderem gehört als Preis eingesetzt;


Ganz so würde ich es auch nicht sehen. Denn ab dem Zeitpunkt wo du dafür bezahlt hast gehört das Geld nicht mehr dir. Es geht niemand zu dir hin und stiehlt dir dein Geld. Du lässt es freiwillig. Man kann sein Geld auch verprassen oder sprichwörtlich zum Fenster rauswerfen. Dann ist's auch weg und man hat nicht das Recht einfach alles wieder einzufordern, nur weil man's mal gehabt hat. Beim Lotto besteht eine geringe Chance es wieder zu bekommen und eine noch geringere viel Geld auf die Art und Weise zu gewinnen. Ich hätte diesbezüglich kein schlechtes Gewissen wenn ich im Lotto etwas gewinnen würde. Nur hab ich deswegen jetzt auch nicht vor daß ich Lotto spiele. Ich sehe hier eher die Gefahr daß man sich gedanklich auf Abwege einlässt insofern man sein Vertrauen verlagert. Mancher hat sich zwar vielleicht auch schon eingebildet daß Gott es ja so führen könnte daß er im Lotto gewinnt. Die meisten von denen haben aber wohl festgestellt oder hätten es vielleicht sollen daß Gott es eben nicht so führen wollte. ;) Und da wird dann auch ein nochmal und nochmal nicht wirklich was daran ändern. Ich denke Gott hat auch viel mehr Möglichkeiten für uns zu Sorgen als uns im Lotto gewinnen zu lassen und wenn man so ein bisschen mit den Gedanken durch die Zeit streift oder um sich sieht, dann kann einem auch schon mal der Gedanke kommen daß es und doch eigentlich schon ziemlich gut geht. Gott braucht das Lotto gar nicht. Dieses "wenn ich nur gewinnen würde, DANN..." Gefühl kann ziemlich giftig sein.


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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon ThomasMillack » Do 17. Dez 2009, 08:43

Hallo Grasy
Grasy hat geschrieben:
ThomasMillack hat geschrieben:Ist so, man lese einfach mal in der Apostelgeschichte nach, wie der Nachfolger von Judas bestimmt wurde.

Ähhm... das war aber schon ein bisschen was anders als ein "Glückspiel" und ich denke das sollte auch überhaupt nicht jeder tun (also das Los werfen).

Nun ja, ein Los werfen IST Glückssache und das Beispiel aus der Bibel zeigt, dass Pilgrims Argument, Lotto spielen sei böse, weil man dadurch dem Zufall huldigt und Gott verleugnet editiert. Es entspricht ganz Pilgrims Denkweise, alles, aber auch alles möglichst zu verbieten, was das Leben interessant macht.

Ich gebe zu, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt hatte, bei Lotto mitzumachen, weil ich ganz tolle Ideen hatte, an wen ich dann die ganzen Millionen verschenken könnte. Aber ich habe es nicht gemacht, weil ich gemerkt hatte, dass ich mich dadurch nur selber wichtig machen wollte. Und ausserdem kann ich gut genug Wahrscheinlichkeitsrechnung und bin der Meinung, dass Gott schon auch meine allzu bescheidenen Beiträge zum Wohlergehen anderer bemerken wird, dafür bedarf es keiner Millionen.

Ich denke, auf das Motiv kommt es an. Wenn ein Christ Lotto spielt, weil er gerne bequem reich werden will, dann wird er dafür Rechenschaft ablegen müssen, er wird gerettet werden, aber wie durch Feuer hindurch.

Aber das ist wie mit vielen Dingen.

Gehe ich in die Kirche, um Gemeinschaft zu haben und Gott zu begegnen oder weil ich mich wichtig machen will und weil ich zeigen will, dass ich so ein toller Christ bin?

Spende ich für gute Zwecke, weil ich helfen will oder weil ich vor anderen angeben will?

Nehme ich ein Amt in der Gemeinde an, weil ich der Gemeinschaft dienen will oder weil ich Macht ausüben will?

Plädiere ich dafür, dass alles mögliche vom Teufel ist und verboten gehört, weil ich mich um die anderen sorge oder weil ich nicht ertragen kann, dass andere meine Engstirnigkeit nicht teilen?

Spiele ich Lotto, weil ich mit mehr Kapital Gott besser dienen könnte oder weil ich gerne bequem reich werden will?

usw.usw.

Wer Augen hat zu sehen, der sehe.
Gruß
Thomas
Zuletzt geändert von Grasy am Do 17. Dez 2009, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Taube » Do 17. Dez 2009, 09:16

Letztes Jahr sind über 300 Mio. Fr. aus den Lottospielen in gemeinnützige Organisationen geflossen. Doch auch eine schöne Zahl, oder?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 17:28

ThomasMillack hat geschrieben:Lottospielen oder z.B. auf der Kirmes Lose kaufen ist gut und richtig. Mit dem Einsatz werden bei Lotto Vereine, sowie die Landeshaushalte gestützt, man tut einiges Gutes mit dem Geld. Und der Losverkäufer auf der Kirmes lebt davon.
Und wenn man etwas gewinnt, kann man damit Gutes tun.

"Spielen" verletzt jedes biblische Prinzip der Nationalökonomie. Lies mal Epheser 4:28 und du wirst sehen, daß in diesem Gebot viel mehr als nur ein Verbot gegen stehlen ist. Es deutet auch an, daß eine gerechte Art des Vermögen verdienens irgend eine Form von Arbeit ist. Zudem erinnert es uns daran, daß ein wirklich wunderbarer Nutzen von überflüßigem Vermögen Caritas gegen die Armen ist. "Spielen" untergrabt alle diese Prinzipien.
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Wenn wir mal "dirty trading" ausser acht lassen, so zeig mir wie es "um reinen Gewinn auf Kosten von Arbeitnehmern" ist... :? Wenn Aktienwerte steigen, so werden reale Arbeitsstellen geschaffen...oder wie meinst du das? Im Börsenmarkt kommt der Gewinn nicht auf Kosten von Verlierern...und das ist doch der zentrale Punkt!
Das ist also tatsächlich nicht in Gottes Sinn.

Wenn wir aber ...Matthäus 25:14-30...betrachten so ist doch ersichtlich, daß der Herr uns gebietet unser Vermögen richtig zu verwalten und nicht lediglich unter der Mattratze verstecken.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 18:02

Grasy hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Das "Spielen" hat aber ganz klar definierte Eigenschaften...erstens wird was Wertvolles riskiert; zweitens ist etwas das jemand anderem gehört als Preis eingesetzt;

Ganz so würde ich es auch nicht sehen. Denn ab dem Zeitpunkt wo du dafür bezahlt hast gehört das Geld nicht mehr dir. Es geht niemand zu dir hin und stiehlt dir dein Geld. Du lässt es freiwillig.

Tja aber...das was dir gehört ist nun der Wetteinsatz. Und darum verletzt die Person die diesen Einsatz abkassiert das achte Gebot: "Du sollst nicht stehlen".
Man kann sein Geld auch verprassen oder sprichwörtlich zum Fenster rauswerfen. Dann ist's auch weg und man hat nicht das Recht einfach alles wieder einzufordern, nur weil man's mal gehabt hat. Beim Lotto besteht eine geringe Chance es wieder zu bekommen und eine noch geringere viel Geld auf die Art und Weise zu gewinnen.

Aber hier werden gleich mehrere biblische Prinzipien verletzt: das Prinzip des gerechten Haushalten; das Prinzip von Gottes Fürsorge...und vor allem sind wir verboten Gott auf die Prüfe zu stellen (aber gerade ein Spiel der Chance tut das!).
Ich hätte diesbezüglich kein schlechtes Gewissen wenn ich im Lotto etwas gewinnen würde. Nur hab ich deswegen jetzt auch nicht vor daß ich Lotto spiele. Ich sehe hier eher die Gefahr daß man sich gedanklich auf Abwege einlässt insofern man sein Vertrauen verlagert. Mancher hat sich zwar vielleicht auch schon eingebildet daß Gott es ja so führen könnte daß er im Lotto gewinnt. Die meisten von denen haben aber wohl festgestellt oder hätten es vielleicht sollen daß Gott es eben nicht so führen wollte. ;) Und da wird dann auch ein nochmal und nochmal nicht wirklich was daran ändern. Ich denke Gott hat auch viel mehr Möglichkeiten für uns zu Sorgen als uns im Lotto gewinnen zu lassen und wenn man so ein bisschen mit den Gedanken durch die Zeit streift oder um sich sieht, dann kann einem auch schon mal der Gedanke kommen daß es und doch eigentlich schon ziemlich gut geht. Gott braucht das Lotto gar nicht. Dieses "wenn ich nur gewinnen würde, DANN..." Gefühl kann ziemlich giftig sein.

Auf Chancen-Geschehnisse zu wetten, wenn man weiß Gott ist derjenige DER den Ausgang determiniert, ist nicht besser als von einem Gebäude zu springen weil Er gegen Kalamitäten engelhaften Schutz versprochen hat, meinst du nicht auch? Geld auf irgend ein Spiel zu setzen ist moralisch dasselbe wie Gott fragen uns zu bewahren wenn wir absichtlich (freiwillig!) unsere Hand ins Feuer legen. Beides sind Wege die den HERRN unseren Gott auf die Prüfe stellen...und das, meine ich, ist Sünde...und darum ein Grund mehr warum "Spielen" im Prinzip falsch ist.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 18:15

Taube hat geschrieben:Letztes Jahr sind über 300 Mio. Fr. aus den Lottospielen in gemeinnützige Organisationen geflossen. Doch auch eine schöne Zahl, oder?

Und gäll, das ärgste Übel des "Spielen" ist, daß die Chancen immer mit der "Organisation" liegen... ;)
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Grasy » Do 17. Dez 2009, 20:37

Pilgrim hat geschrieben:Tja aber...das was dir gehört ist nun der Wetteinsatz. Und darum verletzt die Person die diesen Einsatz abkassiert das achte Gebot: "Du sollst nicht stehlen".


Welcher Wetteinsatz soll dir noch gehören? Der jenige welcher ein Los kauft ist dann im Besitz eines Loses. Das Geld ist (freiwillig) futsch. Also wo wurde man bestohlen? Ob das dann ein anderer gewinnt oder nicht erscheint mir ziemlich irrelevant. Es gehört ihm nicht mehr. Ich hab schon einige Bedenken bezüglich Lotto. Gestohlen wird vielleicht eher das Vertrauen in Gott insofern man sich darauf zu sehr einlässt oder insofern man Gott auf die Art und Weise einen Weg vorschreiben will.


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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 21:25

Grasy hat geschrieben:Welcher Wetteinsatz soll dir noch gehören?

Der Wetteinsatz ist mein Verlust.
Der jenige welcher ein Los kauft ist dann im Besitz eines Loses.

Und wenn er gewinnt, so gewinnt er etwas das ihm nicht gehört...kommt nicht drauf an in wessen Geldkassette es momentan liegt.
Das Geld ist (freiwillig) futsch.

Das macht aber das Böse im "Spiel" nicht weniger schlimm, meinst du nicht auch?
Also wo wurde man bestohlen?

"Spielen" ist stehlen durch beiderseitige Zustimmung...aber es ist immer noch stehlen. Es ist das Nehmen was deinem Nächsten gehört und zu welchem du kein Recht hast.
Ob das dann ein anderer gewinnt oder nicht erscheint mir ziemlich irrelevant. Es gehört ihm nicht mehr.

Dir aber auch nicht, denn es gehört deinem Nächsten, ob das nun die Organisation oder ich oder mein Kind ist, spielt keine Rolle. Ist es doch nicht wie ein Geschenk welches freiwillig und unentgeltlich gegeben wird. Es ist ein Verlust der dein Nächster zu seiner Not erleidet, auch wenn er bevor der Würfel rollte seine Einwilligung gegeben hat...es also gleichbedeutend mit stehlen ist.
Ich hab schon einige Bedenken bezüglich Lotto. Gestohlen wird vielleicht eher das Vertrauen in Gott insofern man sich darauf zu sehr einlässt oder insofern man Gott auf die Art und Weise einen Weg vorschreiben will.

Nein, das Vertrauen wird nicht gestohlen, sondern eher wird das Vertrauen geheuchelt... :cry:
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Vagabundus » So 20. Dez 2009, 08:00

Gibt es überhaupt Lotto in der Schweiz ? Glücksspiel ist abolsut okay, solange man da verantwortungsvoll mit umgeht. Schlimm wird es dann, wenn man mehr wettet als man zur Verfügung hat, sich in Schulden stürzt oder seine Familie ruiniert dadurch. Lotto ist da sicherlich eher unproblematisch, gefährlicher sind Spielautomaten oder Hallen oder sonstige Spiele mit hoher Frequenz und geringem/keinem Einsatzlimit/fehlender Selbstkontrolle. Ich denke als mündige Bürger sind wir selber in der Lage zu entscheiden, was wir mit unserem Geld anstellen. Also natürlich keine Sünde, ausser bei vielleicht irgendwelchen christlichen Splittergruppen, die eh keinen interessieren ausser ein paar Sektenbeauftragten. Wichtiger als das Spielen zu verteufeln fände ich es, dass man den Menschen systematisch hilft, die wirklich durch ihr Spielen in Not geraten. Hier bei uns in Deutschland wird da voll versagt, vom Staat aus, der sich als Samariter aufspielt aber wie der Teufel sein ganzes Glücksspielangebot bewirbt und die Menschen links liegenlässt, die wirklich Hilfe brauchen, und gerade das gefährliche Automatensspiel auf Lobbydruck sozusagen subventioniert und eher gegen harmlose Glücksspiele wie Pokertuniere mit Sachpreisen wie verrückt vorgeht. Wäre dann schöner , wenn das ein Anliegen der Christen wäre,den Menschen zu helfen die durch ihr Spielen sich und ihre Familie ruinieren, als solche sinnlosen Diskussionen zu führen ob es Sünde ist oder nicht, dadurch hilft man den Menschen nicht, die nicht mehr die Kontrolle haben über ihr Spielen ... Leider wird in christlichen Kreisen oftmals (nicht immer) lieber verteufelt und mit dem Finger auf andere gezeigt, als mal selber anzupacken. Oder hast du lieber Pilgrim mal an die Menschen gedacht, die durch Spielen tatsächlich in Not kommen und aus dem Teufelskreis nicht mehr alleine rauskommen ?
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Pilgrim » Mo 21. Dez 2009, 01:54

Vagabundus hat geschrieben:Gibt es überhaupt Lotto in der Schweiz ? Glücksspiel ist abolsut okay, solange man da verantwortungsvoll mit umgeht.
Schlimm wird es dann, wenn man mehr wettet als man zur Verfügung hat, sich in Schulden stürzt oder seine Familie ruiniert dadurch. Lotto ist da sicherlich eher unproblematisch, gefährlicher sind Spielautomaten oder Hallen oder sonstige Spiele mit hoher Frequenz und geringem/keinem Einsatzlimit/fehlender Selbstkontrolle.

Aber gäll, auch wenn ich zugebe, daß Groscheneinsatz Spiele öfters trivial sind (und überhaupt keine Hauptbedenken meinerseits sind), so ist mein Rat an Gläubige die fragen, daß naiv und möglicherweise gefährlich ist zur "Entspannung" mit irgend einer Art "Lotto" zu spielen; wenn "Spielen" im Prinzip falsch ist, wie das Gewicht der biblischen Argumente demonstriert, dann ist es ganz sicherlich weise diese Praktik, wie groß oder klein der Betrag oder die Frequenz auch sein mag, zu meiden.
Oder hast du lieber Pilgrim mal an die Menschen gedacht, die durch Spielen tatsächlich in Not kommen und aus dem Teufelskreis nicht mehr alleine rauskommen ?

Oder hast du, lieber Vagabundus, schon mal an die Menschen gedacht, die durch Verwarnung gar nicht erst in diese Not kommen. Der Staat ist übrigens nicht da um die Bürger zu pflegen und sie vor sich selbst zu schützen, sondern um sie vor fremden Mächten zu schützen. Und siehst du, "Spielen" ist eine Plage auf unserer Gesellschaft (und jeder Gesellschaft wo es legalisiert wurde!) und Christen sollten darüber weder schweigen noch neutral sein.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Vagabundus » Mo 21. Dez 2009, 05:12

Oder hast du lieber Pilgrim mal an die Menschen gedacht, die durch Spielen tatsächlich in Not kommen und aus dem Teufelskreis nicht mehr alleine rauskommen ?
Pilgrim:
Oder hast du, lieber Vagabundus, schon mal an die Menschen gedacht, die durch Verwarnung gar nicht erst in diese Not kommen.


Leider werden die Menschen nicht vor den Gefahren des Spiels gewarnt oder aufgeklärt, sondern von Staates Seite noch dazu ermuntert, ihr Geld das ihnen nachdem ihnen der Staat in die Tasche greift noch bleibt schön zu Lotto und Co zu tragen. Die Spielsüchtigen werden bei uns in Deutschland schonmal gar nicht ernstgenommen.

Der Staat ist übrigens nicht da um die Bürger zu pflegen und sie vor sich selbst zu schützen, sondern um sie vor fremden Mächten zu schützen.


Das sage bitte niemandem der VWL studiert hat ! Der Staat ist eine von den Bürgern auf Verfassungsebene gegründete Institution, die ihnen Rechtssicherheit und die Verwirklichung von Leistungsprojekten ermöglichen solle, zu der sie selber nicht im Stande sind (kurzum: Überwindung der Anarchie). Natürlich ist der Staat auch eine Solidargemeinschaft für in Not geratene Menschen, und Süchtige. Der Staat dient ausschließlich dem Wohle der Bürger-dies ist seine Aufgabe, die er leider sträflich vernachlässigt.

Und siehst du, "Spielen" ist eine Plage auf unserer Gesellschaft (und jeder Gesellschaft wo es legalisiert wurde!) und Christen sollten darüber weder schweigen noch neutral sein.


Gerade Christen sind doch Glücksspieler. Wer meint, er muss auf die richtige Religion setzten um des Seelenheiles Willens, der ist gewaltig auf dem Holzweg.Also erst mal dieses unsinnige Glücksspiel abschaffen, dann kann man von mir aus zetern.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon alegna » Mo 21. Dez 2009, 07:35

Vagabundus hat geschrieben:Gerade Christen sind doch Glücksspieler. Wer meint, er muss auf die richtige Religion setzten um des Seelenheiles Willens, der ist gewaltig auf dem Holzweg.Also erst mal dieses unsinnige Glücksspiel abschaffen, dann kann man von mir aus zetern.

Und wer meint auf dieses "Glückspiel" verzichten zu könne, wird der Verlierer sein.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Vagabundus » Mo 21. Dez 2009, 08:12

alegna hat geschrieben:
Vagabundus hat geschrieben:Gerade Christen sind doch Glücksspieler. Wer meint, er muss auf die richtige Religion setzten um des Seelenheiles Willens, der ist gewaltig auf dem Holzweg.Also erst mal dieses unsinnige Glücksspiel abschaffen, dann kann man von mir aus zetern.

Und wer meint auf dieses "Glückspiel" verzichten zu könne, wird der Verlierer sein.


Niemand muss oder kann rausfinden was die Wahrheit ist, zumindest nicht in diesem Leben. Und das wird Gott auch niemals erwarten von uns. Die Liebe von Gott zu uns ist sicher nicht daran gebunden, dass wir zufällig die richtige Religion auswählen, denn das wäre ein völlig unverdienter Zufall.Bei Gott müssen wir keine Lotterie spielen, um mit ihm zu sein. Wir können ihm jederzeit begegnen, so wie wir sind ... die Liebe zu erkennen ist immer richtig und gut. Gott wird nicht schauen, welche Religion auf dem Lottozettel des Glaubens steht, denn Gott sieht ins Herz des Menschen.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon livia » Mo 21. Dez 2009, 08:58

Vagabundus hat geschrieben:Gott wird nicht schauen, welche Religion auf dem Lottozettel des Glaubens steht, denn Gott sieht ins Herz des Menschen.


JA!

Das hast Du ganz wunderbar gesagt!!!

:))
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon Oli4 » Mo 21. Dez 2009, 09:44

livia hat geschrieben:
Vagabundus hat geschrieben:Gott wird nicht schauen, welche Religion auf dem Lottozettel des Glaubens steht, denn Gott sieht ins Herz des Menschen.


JA!

Das hast Du ganz wunderbar gesagt!!!

:))


Und um den einzigen Treffer zu ziehen muss in diesem Herzen CHRISTUS MEIN ERLÖSER stehen.
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Re: Ist Lotto-Spielen Okay?

Beitragvon alegna » Mo 21. Dez 2009, 10:05

Oli4 hat geschrieben:Und um den einzigen Treffer zu ziehen muss in diesem Herzen CHRISTUS MEIN ERLÖSER stehen.

Dann hast Du den wahren Hauptgewinn gezogen, Halleluja :praisegod:
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