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Das Thema Lüge

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Das Thema Lüge

Beitragvon Daniel_8 » Do 12. Dez 2019, 11:51

Hallo liebe Geschwister,

seit ich die Geschichte um die israelitischen Botschafter gelesen habe, macht mich das Thema nachdenklich.
Ich hasse die Lüge und ich sage es nochmal: Ich hasse die Lüge! Es fällt manchmal schwer nicht zu lügen, ich gebe mir größte Mühe es trotzdem nicht zu tun, das tue ich aus Liebe zu Gott, denn ich denke immer an ihn, was mir Lügen vermeiden hilft!

Nun las ich davon, dass die Hure Rahab log, als sie sagte die israelitischen Botschafter seien nicht in ihrem Haus. Klar bewahrte sie sie damit, aber sie log.

Sind also Notlügen - so sie zugunsten Gottes ausfallen - erlaubt und sogar wünschenswert?
Immerhin wurde Rahab durch ihre Lüge und damit dem herbeigeführten Schutz der israelitischen Botschafter beim Angriff der Israeliten selbst verschont.

Auch Abraham schwindelte und sagte Sarah ist meine Schwester, statt seiner Frau.
Jakob log und sagte "ich bin Esau dein Erstgeborener". Große Männer Gottes am Lügen. Das tut mir weh.
Zuletzt geändert von Daniel_8 am Do 12. Dez 2019, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Thelonious » Do 12. Dez 2019, 11:55

Das Thema - lieber Daniel_8 - passt nun wirklich besser unter "Fragen zum christlichen Glauben". Entsprechend verschiebe ich dahin.

Gruß
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon John1955 » Mi 18. Dez 2019, 07:46

Daniel_8 hat geschrieben:Hallo liebe Geschwister,

Nun las ich davon, dass die Hure Rahab log, als sie sagte die israelitischen Botschafter seien nicht in ihrem Haus. Klar bewahrte sie sie damit, aber sie log.

Sind also Notlügen - so sie zugunsten Gottes ausfallen - erlaubt und sogar wünschenswert?
Immerhin wurde Rahab durch ihre Lüge und damit dem herbeigeführten Schutz der israelitischen Botschafter beim Angriff der Israeliten selbst verschont.

Auch Abraham schwindelte und sagte Sarah ist meine Schwester, statt seiner Frau.
Jakob log und sagte "ich bin Esau dein Erstgeborener". Große Männer Gottes am Lügen. Das tut mir weh.


Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten verstehe ich in erster Linie, keine Lügen über einen Mitmenschen zu äussern, die ihn in einem schlechten Licht dastehen lassen würden.

Beispielsweise betreffend Isebels schändliche Intrige, als sie ihrem Mann den Erwerb des Weinbergs von Nabot deshalb ermöglichte, indem 2 ruchlose Männer behaupten mussten Nabot habe Gott und König gelästert.Nabot wurde gesteinigt, Ahab bekam dessen Weinberg.

Wer hingegen aus Liebe die Wahrheit verschweigt, also um jemand zu schützen lügt, der verstösst keineswegs gegen jenes Gebot. Gott kommt es auf das Motiv an, weshalb man etwas sagt/tut oder unterlässt.

Gruss John
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Daniel_8 » Mi 18. Dez 2019, 10:47

Danke John für den Hinweis, dass in den 10 Geboten steht "du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten", anstatt "du sollst nicht lügen".

Im Buch Hiob wird dies (Gottes Willen zuliebe zu lügen) anscheinend aber eher verurteilt:

7 Wollt ihr Gott zuliebe Unrechtes reden und zu seinen Gunsten lügen?

Meine Erklärung ist, Gott zuliebe zu lügen ist besser wenn mir der Glaube fehlt, die Herzenshaltung aber immerhin richtig ist. Am besten wäre es nicht zu lügen und in allem anderem Gott zu vertrauen.
Da wir das aber oft in unserer Glaubensbegrenztheit (hätten wir diese nicht, könnten wir Berge versetzen) nicht schaffen, war es für die Menschen in der Bibel besser zu lügen.
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon kingschild » Mi 18. Dez 2019, 11:10

Daniel_8 hat geschrieben:Sind also Notlügen - so sie zugunsten Gottes ausfallen - erlaubt und sogar wünschenswert?


Hallo Daniel_8

Eigentlich nicht wünschenswert aber es passiert eben ab und zu mal und genau da schaut Gott dann auf die Beweggründe oder er schaut das Herz an und stellt seine Barmherzigkeit über die Verfehlung des Menschen.

Rahab war ein Sünderin und lebte sowieso nicht nach dem Gesetz. Ihr war aber als Sünderin wichtiger das sie die Männer Gottes schützte, mit den Mitteln, die sie eben als Sünderin kannte. Die Kooperation oder das eins machen mit den Feinden Gottes, empfand sich auch als Sünde und schlechtere Tat, weil sie irgendwo vielleicht spürte, Gott ist mit diesen Menschen und es ist besser das ich so gut ich eben kann, diese Menschen schütze als das ich sie verrate. Sie wusste das eine wird mir das Leben erhalten, sich gegen die Männer Gottes stellen, wird mein Leben auslöschen. Sie entschied sich also zuerst einmal für das Leben und nicht für die Lüge, die Lüge war aber ihr einziges Instrument das sie als Sünderin für diesen Moment zur Verfügung hatte.

Gottes Barmherzig kann eben auch über eine Sünde hinweg sehen. Ich glaube nicht das er möchte das wir Lügen aber er sieht dort eben auch den Menschen in seiner Schwachheit an, in einer bestimmten Situation. Das heisst wir sollten wenn möglich bei der Wahrheit bleiben aber jedem von uns kann es mal passieren wie einem Abraham das er kurzfristig vielleicht im Unglauben oder im Stress oder was auch immer eine Sünde tätigt und dort kann Gott dann auch mit Gnade darüber hinweg sehen, weil er unsere Schwachheiten kennt und sein Sohn gerade für diese Schwachheit auch am Kreuze hing.

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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon kingschild » Mi 18. Dez 2019, 11:26

Daniel_8 hat geschrieben:Jakob log und sagte "ich bin Esau dein Erstgeborener". Große Männer Gottes am Lügen. Das tut mir weh.


Hierzu möchte ich noch einen kleinen Aspekt einbringen.

Physisch gesehen war Jakob nicht der Erstgeborene aber er hatte den Stand des Erstgeborenen, weil wie wir ja wissen was Esau vorher bereits getan hatte:

1. Mose 25.33 Jakob sprach: So schwöre mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt.

Das heisst Jakob hatte rein Physisch gesehen gelogen, betreffend seinem Stand und den Segnungen die ihm zustanden nicht, weil Esau hatte ihm längst den Segen des Erstgeburt Rechts verkauft. Er hat Phyisisch gesehen gelogen, vom Geistigen Standpunkt her war er aber derjenige, dem das Erstgeburtrecht zustand, weil es Esaus für ein Linsengericht bereits verkauft hatte.

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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Thelonious » Mi 18. Dez 2019, 22:17

Das ist ein interessantes über natürlich auch komplexes Thema, Daniel_8.

Uns wiedergeborene Christen gilt aber bekanntlich die erste Aufforderung

Darum legt die Lüge ab und »redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten«[2], denn wir sind untereinander Glieder. (Eph. 4, 25)
und
Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen 10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; (Kol. 3, 9+10)
und
Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit! (Jak. 3,14).

Paulus konnte in vollem Ernst von sich sagen
Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der gelobt sei in Ewigkeit, er weiß, dass ich nicht lüge. (2. Kor. 11, 31, alles SCHL2000).

Gruß
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon firebird » Do 19. Dez 2019, 11:14

Hallo zusammen,

aufgrund der von Thelonious zitierten Bibelstellen, ist eines klar, dass wir es uns zu einem Prinzip machen sollen, dass wir nicht lügen. Bei mir geschieht es glücklicherweise sehr selten, dass ich eine Notlüge als opportun sehe.

Da möchte ich euch einmal fragen, wie haltet ihr es mit den Notlügen?

Ich könnte mir vorstellen, dass man in Länder in denen Christen verfolgt werden, um Notlügen nicht herumkommt, wenn man andere Christen nicht verraten will.

Freundlicher Gruss
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Daniel_8 » Do 19. Dez 2019, 12:26

Naja ich sage in sehr prenzligen Momenten gar nichts, oder versuche überspitzt die Wahrheit zu sagen, damit der Gegenüber denken könnte, ich meine es ironisch.

Ob das unter lügen zählt? Vielleicht!
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon firebird » Do 19. Dez 2019, 13:28

Daniel_8 hat geschrieben:Naja ich sage in sehr prenzligen Momenten gar nichts, oder versuche überspitzt die Wahrheit zu sagen, damit der Gegenüber denken könnte, ich meine es ironisch.

Ob das unter lügen zählt? Vielleicht!


Wo genau die Lüge beginnt, ist schlussendlich eine Gewissensfrage jedes Einzelnen. Übertriebene oder auch untertriebene Berichterstattung kann eben auch eine Lüge sein. In bestimmten Situationen ist verschweigen von Tatsachen auch eine Lüge.

Wenn ich mich bei einer Lüge ertappe, dann frage ich mich, ist mit meiner unwahren Aussage eine Person geschädigt worden? Oder sind dadurch einer Person Nachteile entstanden? Wenn ja, dann bringe ich die Sache in Ordnung. Wenn dies nicht der Fall ist, dann regle ich die Sache allein bei Jesus Christus.

Firebird
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Helmuth » Do 19. Dez 2019, 16:07

firebird hat geschrieben:Da möchte ich euch einmal fragen, wie haltet ihr es mit den Notlügen?

Ich ziehe es vor zu schweigen, wenn ich das kann. Lieber nichts sagen als vorsätzlich die Unwahrheit sagen. Oft nützt das auch nichts. Man ist manchmal genau dadurch überführt, wenn man schweigt.

Ich denke der Vorsatz ist entscheidend. Wenn ich etwas Unwahres sage, muss es noch keine Lüge sein, Nur was ich wider besseres Wissen sage, ist auch Lüge.

Das wäre zu sich zu sagen, Was andere betrifft meine ich das:

Inwieweit ich mit einer falschen Aussage Schadensbegrenzung mache, da bin ich mir unsicher, was erlaubt ist und was nicht. Mehr neige ich dazu zu sagen, man sollte es immer vermeiden.

Es ist auch ein Training, soweit ich es an mir feststelle. Wenn man sich ernsthaft bemüht nicht zu lügen, egal welche Situation vorliegt, dann lügt man auch mit der Zeit immer weniger. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die abwertenden Raktionen. Dass ich das wohl nicht immer schaffe muss ich nicht dazusagen.

Wie in allen Belangen muss man den Stolz ablegen und darf auch unangenehme Konsequenzen nicht scheuen. Es war Jesus egal, welche Konsequenzen sich einstellten. Mit fällt dazu seine Predigt in seiner Heimatstadt in Nazareth ein, wo er nahe dran war, dass man ihn für das Gesagte lynchte.

Nun, er sagte die Wahrheit, aber man wollte sie nicht hören.

Hier im Forum z.B. kommt es vor, dass ich gewisse Themen nicht anschneide. Warum? ich müsste lügen, wenn ich dem Mainstream zustimme. Aber ich muss es auch nicht herausfordern, dass ich nicht jede Mainstream Auffassung in Sachen Glauben teile.
Herzliche Grüße
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Daniel_8 » Do 19. Dez 2019, 16:35

:)

Wieder mal ein weiser Helmuth Beitrag!

Die Argumentation gegen die Mainstreamunwahrheiten übernehme ich dann, ok Helmuth?

Damit habe ich mich schon oft unbeliebt gemacht, in Foren und im realen Leben.

Nach einiger Zeit merkt man aber, wie die Leute immer wieder auf einen zurück kommen und dir plötzlich Dinge erzählen wollen und manche sogar anfangen selbst zu hinterfragen...
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Helmuth » Fr 20. Dez 2019, 11:57

Daniel_8 hat geschrieben: :) Wieder mal ein weiser Helmuth Beitrag!

Ich danke dir, aber vielleicht ist es schon zuviel der Ehre. Denn was wäre, wenn ich gelogen hätte? :]

Aber vielleicht ist das ein Wort der Erkenntnis: Lüge ist nicht gleichbedeutend wie die Unwahrheit sagen.

Ich sage oft die Unwahrheit, einfach, weil ich die absolut objektiv einzige Wahrheit gar nicht kenne, d.h ich bilde mir dann eine bestimmte Wahrheit nur ein. Dann zeugt aber mein Gewissen in mir, dass ich nicht lüge.

Etwas glaubhaft zu bezeugen hat auch andere Namen, man spricht von aufrichtig und ehrlich und es sind soweit ich es richtig verstehe Tugenden Gottes. Sie führen aber zu Der (!) Wahrheit hin, denn dann ist das Herz richtig gepolt. Dazu sagt man geleitet vom Geist Gottes.

Bei der Lüge verhält es sich umgekehrt. Man entfernt sich immer mehr von der eigentlichen Wahrheit, wenn man den sog. "Weg der Lüge"geht. Das geht ebenso soweit, als man auch von dieser am Ende überzeugt ist.

Es ist also wichtig, dass in einem der Heilige Geist wohnt, damit man das klar unterscheiden kann respektive lernt, und dadurch recht geleitet wird.
Herzliche Grüße
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Zippo » Fr 20. Dez 2019, 21:52

Daniel_8 hat geschrieben:Hallo liebe Geschwister,

seit ich die Geschichte um die israelitischen Botschafter gelesen habe, macht mich das Thema nachdenklich.
Ich hasse die Lüge und ich sage es nochmal: Ich hasse die Lüge! Es fällt manchmal schwer nicht zu lügen, ich gebe mir größte Mühe es trotzdem nicht zu tun, das tue ich aus Liebe zu Gott, denn ich denke immer an ihn, was mir Lügen vermeiden hilft!

Nun las ich davon, dass die Hure Rahab log, als sie sagte die israelitischen Botschafter seien nicht in ihrem Haus. Klar bewahrte sie sie damit, aber sie log.

Sind also Notlügen - so sie zugunsten Gottes ausfallen - erlaubt und sogar wünschenswert?
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Jakob log und sagte "ich bin Esau dein Erstgeborener". Große Männer Gottes am Lügen. Das tut mir weh.

Das ist wirklich selten, daß die Bibel davon berichtet, wie gelogen wird. Und die Hure Rahab wird in Hebr 11 noch als Glaubensheldin beschrieben.
Es gibt ja dieses Bibelwort , daß die Barmherzigkeit über das Gericht triumphiert. Jak 2,13. Wer aus Barmherzigkeit eine Sünde begeht, dem wird es verziehen bzw. beim Gericht nicht angelastet.

Jakob ist dagegen für seinen Betrug bestraft worden. Er mußte vor seinem Bruder fliehen und hatte große Angst vor ihm. Seine Mutter hat er nie wieder gesehen.

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Das Thema Lüge

Beitragvon Thelonious » Sa 21. Dez 2019, 11:05

Ja, dazu ist mir auch einiges nicht ganz klar. Zumal ja (als weiteres Beispiel) Kriegslisten positiv dargestellt werden.

Gruß
Thelonious
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