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Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Magdalena61 » Sa 15. Sep 2012, 12:41

kingschild hat geschrieben:Schau Reginald wenn ich Texte lese wie ... Ich will vollkommen werden. dann sticht das Ich, für mich eben sehr stark ins Auge und da fehlt mir die Aussage ich bin vollkommen, weil Christus mich vollkommen macht/e.
Wie bringst du das in Einklang mit der ernsten Aufforderung, nach Heiligung zu streben? Noch dazu mit der eindringlichen Warnung: "... ohne die niemand den HERRN sehen wird"? (Hebr. 12,14) Dieser Brief richtet sich an Gläubige in Jesus Christus.
Wer bereits vollkommen ist (wäre), der muß (müsste) sich nicht mehr "verbessern".
kingschild hat geschrieben:Wenn jemand meint er könne sein sündiges Fleisch in Vollkommenheit bringen, dann soll er das anstreben und ich hoffe für Ihn das es nicht eine reine Fleischesübung bleibt und ist.
Im Umkehrschluß könnte man sagen: Damit wir jaaaaaaaa nicht in Versuchung geraten, Werkgerechtigkeit zu leben (der Gnade Gottes "eigene Werke" hinzuzufügen) halten wir die Gebote Gottes am besten GAR NICHT, sondern warten darauf, dass Gott uns die Motivation und die richtigen Gefühle schenkt, damit wir Lust dazu bekommen, ohne jede eigene Anstrengung Täter des Wortes zu werden.

Christen sind nicht alle auf demselben Stand der Erkenntnis. Sie brauchen das Gesetz nach wie vor als Verhaltensmaßstab (Richtlinie, Orientierungshilfe) und als "Zuchtmeister". So lange, bis ihnen die göttlichen Regeln in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Ich liebe meine Kinder. Aber ich gebe ihnen gewisse Werte vor; setze ihnen auch Grenzen und erwarte, dass diese respektiert und eingehalten werden.
Ich könnte nun nicht behaupten, meine Kinder seien von den Einschränkungen und Erwartungen, mit denen sie konfrontiert sind immer begeistert oder würden diesen jederzeit gerne nachkommen. Gerade den Jüngeren fehlen noch der Horizont, über den Tag hinaus zu denken sowie das Verständnis für den Zusammenhang bezüglich "Saat und Ernte".

Trotzdem käme ich nicht auf den Gedanken, meinen Kindern "Freiheit" einzuräumen in Bezug auf den Gehorsam. Und zwar so lange, bis sie selbst einsehen, warum sie dieses tun und jenes lassen sollten... und ich sie in die Eigenverantwortung entlassen kann.
Ich habe Geduld und begründe meine Anordnungen fast immer.
Da Erziehung ohne Konsequenzen nicht funktioniert werden jedoch absichtliche Verstöße gegen meine Anweisungen mit Sanktionen belegt.

Und so sehe ich das auch mit den Geboten Gottes.
Mt. 28, 20: "...und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. "-- Das ist doch eindeutig. Wir haben nicht die "Wahl", ob wir die Weisungen Jesu in unserem Leben umsetzen wollen oder nicht.
Wer Jesus liebt, der liebt auch seine Gebote. (Ich spreche vom Gesetz Gottes und nicht von gemeindeinternen Traditionen. :) )
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Magdalena61
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Magdalena61 » Sa 15. Sep 2012, 13:04

kingschild hat geschrieben:Wie ich ja schon in meinen anderen Beiträgen erwähnte, jeder kann Dinge tun die in den Geboten stehen das ist ja nicht gegen das Gesetz aber wenn das Ich oder ein Gebot vor das erste Gebot tritt, dann bleibt meist Gott hinten an und das ist es woran bereits die Menschen des ersten Bundes scheiterten und weshalb der zweit Bund nötig war.
"...denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen" (Hebr. 8,7)-- Da war noch ein bißchen mehr dahinter, meine ich. Ein unbußfertiger Sünder lebt einen vergeblichen Gottesdienst. Jer. 7
Viele der Gläubigen des Alten Bundes haben sich von Gott offenbar nichts (mehr) sagen lassen.
kingschild hat geschrieben:Leider hört man immer wieder das sich Menschen von Ihren Brüdern in Christus abgrenzen und meinen das sie bestimmte gem. Ihren Aussagen wichtige Gebote mehr halten und sie sich dann irgendwo näher bei Christus fühlen dadurch. Treuer sozusagen.
Es tut mir weh, so etwas zu lesen, da die wahre Motivation der Abel- Christen verkannt wird.
Ja, es gibt auch Gläubige, die sich etwas auf ihre "Vorzüglichkeit" einbilden und sich über andere Menschen erheben. Sie scheinen zu denken, nicht nur ein Stückwerk an Erkenntnis zu haben, sondern zwei oder noch mehr davon. Sie haben sich auf ein bestimmtes Gottesbild bzw. auf die von ihnen bevorzugte Variante der biblischen Lehre eingeschossen und sind nicht mehr dazu bereit, Kritik sowie Veränderung zuzulassen (zu wachsen).
Oftmals verachten sie nicht nur Ungläubige, sondern auch andere Geschwister, deren Erkenntnis nicht mit ihrer eigenen identisch ist.
Aber das trifft gewiß nicht auf alle Gläubigen zu, die das Gesetz Gottes wertschätzen und sich aktiv um Gehorsam bemühen.
kingschild hat geschrieben:Vom Gesetz her gibt es Dinge die unrein waren im Alten Bund und der Herr selbst hat sie durch das Werk seines Sohnes als rein erklärt.
Worum handelt es sich? Gott ist unveränderlich. Er ändert weder sich selbst noch seine Prinzipien.
kingschild hat geschrieben:Wenn wir Licht sein wollen für diese Welt dann sagen wir dem Bruder bleibe Ihn Christus das ist sein Gebot, wenn Du in ihm und seiner Gnade bleibst, bist Du auf dem richtigen Weg.
Grundsätzlich stimme ich dem zu.
Aber... die Praxis zeigt: "Gnade" ist ein sehr dehnbarer Begriff. :(
kingschild hat geschrieben: ja sogar solche die glaubten es gibt kein zurück mehr und sie hätten die Gnade Christi verspielt.
Wer (überhaupt) noch so fragt, der hat noch Chancen.
kingschild hat geschrieben:Ich habe ihn meinem Leben mehr Menschen gesehen welche im Geist anfingen und im Fleisch vollenden wollten, weil sie wieder bezaubert wurden von etwas und dabei nicht nur in der Irre landeten sondern Schiffbruch erlitten
Das Problem liegt m.E. hier aber nicht im "Gesetz", sondern da war oder ist irgendwo Sünde im Leben... dadurch wird die Beziehung zu Gott ( falls denn wirklich eine solche da war/ ist) beeinträchtigt und der "Kommunikationskanal" ist verstopft.

("Was? Ich soll falsch liegen/ ungerecht sein? Ich soll Buße tun? Ich bin doch gläubig und gerechtfertigt durch das Opfer Jesu! Was macht es schon, wenn ich hier sündige, Jesus hat alle meine Sünden getragen und Gott wird mich schon rechtfertigen!")

Und anstatt Buße zu tun gehen Stolze immer mehr dazu über, die (angeschlagene bis nicht mehr vorhandene) lebendige Beziehung zu Gott durch das Befolgen eines selbst gewählten Regelwerkes zu ersetzen, welches in Aufbau und Ausführung auch noch von Konfession zu Konfession differiert. Das kann ja nur schief gehen.

Der falsche Gebrauch des Gesetzes durch einige Christen kann jedoch nicht als Legitimation dienen für eine allgemeine Ablehnung der Verbindlichkeit desselben.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » Sa 15. Sep 2012, 23:40

Magdalena61 hat geschrieben:Wie bringst du das in Einklang mit der ernsten Aufforderung, nach Heiligung zu streben? Noch dazu mit der eindringlichen Warnung: "... ohne die niemand den HERRN sehen wird"? (Hebr. 12,14) Dieser Brief richtet sich an Gläubige in Jesus Christus.
Wer bereits vollkommen ist (wäre), der muß (müsste) sich nicht mehr "verbessern".


Heiligung ist ein Werk das mit Gott zusammen erreicht wird und dort lautet es nicht ich will, sonder was genau will der Herr heute. Ich muss mich auch nicht meiner Werke rühmen, denn wenn ich etwas erreiche, dann ist es weil Christus gross ist. Wenn ich zu hoch fliege, sollte ich mich dann mal wieder erinnern wieviel Heiligung ich wollte bevor Christus in mein Leben kam, dann werde ich mir dann auch wieder bewusst wessen ich mich rühme, meiner Werke oder Christus. Heiligung ist für mich, wie für jeden Christen wichtig, geheiligt bleibe ich aber nur wenn ich ganz in Ihm bleibe, das ist das Gebot in welchem dann die Heiligung heilig bleibt.

Im Umkehrschluß könnte man sagen: Damit wir jaaaaaaaa nicht in Versuchung geraten, Werkgerechtigkeit zu leben (der Gnade Gottes "eigene Werke" hinzuzufügen) halten wir die Gebote Gottes am besten GAR NICHT, sondern warten darauf, dass Gott uns die Motivation und die richtigen Gefühle schenkt, damit wir Lust dazu bekommen, ohne jede eigene Anstrengung Täter des Wortes zu werden.


Liebe zu Gott heisst vertrauen darauf das er das Werk das er mit mir begonnen hat auch beenden wird und es liegt mehr Kraft im warten auf den Herrn als Ihn meiner Ungeduld noch nicht alles erreicht zu haben. Mit dem Herr vorwärts gehen dann kommt es gut und jeder hat seinen Weg mit Gott und wenn wir die Schwachen nicht mitnehmen dann tun wir das Werk des Herrn nicht. Der Herr war geduldig mit seinen Jüngern, wenn wir ihm nachfolgen dann müssen wir mindestens so geduldig sein mit dem der etwas nicht erkannt hat, was ich schon längst erkannt habe. Wenn ich so handle äussert sich auch die Liebe zum Nächsten.

Wenn jemand etwas nicht schafft, wollen wir Ihm dann sagen du versucht Gar Nicht?

Versuchen bringt nur etwas wenn wir es nicht aus eigner Kraft versuchen und ja ich sage Dir Gott hat mir schon öfters gezeigt wie weit ich mit meinen versuchen komme und wie weit ich komme wenn ich mit Ihm vorwärts gehe, das erste scheiterte, das zweite hat Bestand für die Ewigkeit.


Christen sind nicht alle auf demselben Stand der Erkenntnis. Sie brauchen das Gesetz nach wie vor als Verhaltensmaßstab (Richtlinie, Orientierungshilfe) und als "Zuchtmeister". So lange, bis ihnen die göttlichen Regeln in Fleisch und Blut übergegangen sind.


Was nun das oben oder das unten?

Ga 3:24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum hin, auf daß wir aus Glauben gerechtfertigt würden.
Ga 3:25 Da aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister;


Ich liebe meine Kinder. Aber ich gebe ihnen gewisse Werte vor; setze ihnen auch Grenzen und erwarte, dass diese respektiert und eingehalten werden.
Ich könnte nun nicht behaupten, meine Kinder seien von den Einschränkungen und Erwartungen, mit denen sie konfrontiert sind immer begeistert oder würden diesen jederzeit gerne nachkommen. Gerade den Jüngeren fehlen noch der Horizont, über den Tag hinaus zu denken sowie das Verständnis für den Zusammenhang bezüglich "Saat und Ernte".

Trotzdem käme ich nicht auf den Gedanken, meinen Kindern "Freiheit" einzuräumen in Bezug auf den Gehorsam. Und zwar so lange, bis sie selbst einsehen, warum sie dieses tun und jenes lassen sollten... und ich sie in die Eigenverantwortung entlassen kann.
Ich habe Geduld und begründe meine Anordnungen fast immer.
Da Erziehung ohne Konsequenzen nicht funktioniert werden jedoch absichtliche Verstöße gegen meine Anweisungen mit Sanktionen belegt.


Wie ich bereits erwähnte ich erlebe die meisten Kinder Gottes als sehr ernsthaft und die welche auf den Geist hören und fehlen, die lassen sich korrigieren. Wer mehrere Kinder hat der weiss, es gibt Kinder die lernen schneller, es gibt solche die brauchen mehr Zeit und wenn ich ein guter Vater bin und viele Kinder habe, dann bin ich mir dessen bewusst den ich kenne sie, ihre stärken und schwächen und ich weiss wo sie stehen und wieviel Hilfe jedes einzelne braucht und ich sage dann nicht dem welches weiter ist oh Dich ziehe ich dem anderen vor, sondern ich gehe mit beiden (allen) den Weg das sie des Erbes würdig sind/werden und sicher freut es mich wenn es eines schneller schafft aber meine Liebe ist auch für das zweite da.

Gott hat viele Kinder und wie Du weisst braucht es viel Geduld in der Erziehung, genau wie es auch Geduld braucht zwischen uns Brüdern und Schwestern.


Und so sehe ich das auch mit den Geboten Gottes.
Mt. 28, 20: "...und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. "-- Das ist doch eindeutig. Wir haben nicht die "Wahl", ob wir die Weisungen Jesu in unserem Leben umsetzen wollen oder nicht.
Wer Jesus liebt, der liebt auch seine Gebote. (Ich spreche vom Gesetz Gottes und nicht von gemeindeinternen Traditionen. :) )
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Ja das stimmt, eines der Gebote heisst bleibt in mir und das scheint mir das A und O zu sein um dann das andere zu erfüllen. Ein zweites heisst Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, dies scheint mir sehr wichtig.

Wenn ich also möchte das mir Gnade wiederfährt wenn ich einen Fehler mache, mir der Herr Gnade schenkt wenn ich nicht perfekt bin, dann sollte ich meinem Bruder die selbe Gnade erweisen wenn er nicht genau so da steht wie ich es mir vielleicht vorstelle das er dastehen sollte, wenn er nicht genau auf dem gleichen Level der Erkenntis steht wie ich, wenn er noch nicht an dem Punkt steht wie ich, denn das erwarte ich auch, das es mir wiederfährt.

Wenn ich das nicht tue dann entstehen Spaltungen und dann wird das Gebot der Bruderliebe nicht erfüllt welches ein Gebot Christi ist, dann bin ich nicht geduldig wie Gott mit mir geduldig ist/war und sein wird, dann nehme ich den schwachen nicht mit und dann darf ich mich dann vielleicht nicht verwundern, wenn mir das wiederfährt was ich säe.

Du sprichst von den Weisungen Jesus, der andere von allen Geboten des AT, der nächste packt noch ein paar drauf welche im der Geist anscheinend gerade gezeigt hat, der eine kommt noch mit ein paar Buddhisthischen Ansätzen, ja was meinst Du zeichnet den Jünger so aus das man sieht der ist auf dem rechten Weg der Heiligung?

Ich hebe folgendes hervor, weil ich glaube das alles nur in dem erfüllt wird, und nur dadurch mehr entstehen kann. Von ich will halten, halte ich nicht viel, von mein Wille ist es in Ihm zu bleiben sehr viel.

Joh 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnt ihr nichts tun.

Joh 6:56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Mt 26:27 Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus!
28 Denn das ist mein Blut des Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden!

Wer meint das daraus zu wenig Heiligung entsteht der darf dies glauben, wer meint das einer der so handelt es zu locker nimmt der darf dies glauben, wer meint solches an die erste Stelle zu setzen sei zu einfach der soll es glauben, er soll aber auch akzeptieren das es Menschen gibt die nach dem Moto leben "Vertraue auf den Herrn allezeit" und die sich vom Herrn getragen wissen und diese Freiheit nicht ausnützen um einen liederlichen Gottlosen Wandel zu führen und sehr wohl in der Lage sind das Abendmahl mit Würde zu geniessen, weil sie wissen von wem sie schlussendlich gehalten und getragen sind und wem schlussendlich alle Ehre allein gebührt.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Reginald 32 » Sa 15. Sep 2012, 23:45

kingschild schreibt:
Schau Reginald wenn ich Texte lese wie ... Ich will vollkommen werden. dann sticht das Ich, für mich eben sehr stark ins Auge und da fehlt mir die Aussage ich bin vollkommen, weil Christus mich vollkommen macht/e. Nur so bleibt die Ehre bei dem, dem alle Ehre allein gebührt. Nur wenn das von mir zweite genannte an erster Stelle bleibt stimmt für mich der Ansatz der Heiligung.

Lieber kingschild,Deine Ausführungen verstehe ich nicht ganz. Texte wie "Ich will vollkommen werden" stammen ja nicht von mir. Ich habe ja ausdrücklich erklärt:
Zitzat Reginald:
Selbstverständlich macht uns nur die Gnade Christi vollkommen. Und genau so selbstverständlich (für mich) ist es, dass nur ein Nachfolger Jesu, den er vollkommen gemacht hat, überhaupt in der Lage ist, in dfer Kraft Jesu und des Heiligen Geistes den Willen Gottes auf Erden zu befolgen. "Willen Gottes befolgen" ist also eine Frucht der Gerechtsprechung durch Jesus.

Wenn ich das recht verstehe, sind wir also in diesem Punkt einer Meinung und haben das gleiche Verständnis

Weiter schreibst Du:
Leider hört man immer wieder das sich Menschen von Ihren Brüdern in Christus abgrenzen und meinen das sie bestimmte gem. Ihren Aussagen wichtige Gebote mehr halten und sie sich dann irgendwo näher bei Christus fühlen dadurch. Treuer sozusagen. Es wird dann nicht so benannt aber eins zu eins könnte es den Eindruck erwecken gewisse seien da zweite Wahl oder weniger fleissig genug. Das ist ja ein Problem das die ersten Jünger Jesus auch schon hatten und Christus hat Ihnen dann erklärt welcher der Grösste sei.

Ich finde ich diese Haltung auch sehr schade. Wenn ich sehe, wie Darby zu seinen Lebzeiten seinen Anhängern die Abendmahlsgemeinschaft aufkündigte, nur weil sie einer von ihm entdeckten neuen Variante seines Bibelverständnisses nicht zustimmen konnten, oder wie sich seine Gemeinden in England gegen Ende seines Lebens gegenseitig ausschlossen wegen winziger Kleinigkeiten, so stimmt mich dies echt traurig. Und seine Nachfolger pflegen bis heute diese Tradition und lassen Fremde nur zu, wenn diese eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlen. Und das nennt sich dann §Brücergemeinde" oder "christliche Versammlung".
Ich freue mich, dass z.B. in diesem Punkt in meiner Gemeinde jeder am Abendmahl teilnehmen kann. Da ist niemand, der sich deshalb besser fühlt, weil er etwa Sabbat feiert. Das sehen wir als Erkenntnisfrage an. Und Gott allein kann das gebührend beurteilen, wir als Menschen aber nicht. Ich bin aber meinem Herrn Jesus von Herzen dankbar, dass er mir diese Erkenntnis geschenkt hat.

Ich bin zwar nicht repräsentativ und habe auch keine Studie darüber verfasst aber ich weiss auch Paulus wusste von denen die im Geist anfingen und im Fleisch vollenden wollten. Ich gehe jetzt mal davon aus das Du nicht dazu gehörst aber mir ist wichtig das auch keiner auf diese Schiene der Irre kommt. Mir ist wichtig das der Mensch in der Gnade und im Herrn bleibt, wichtiger als das er sich von etwas fernhält, was Gott selbst heiligt

Wir haben in unseren Gemeinden keine strenge Glaubensaufsicht und nicht mal ein Glaubensbekenntnis wie in den Kirchen. So kommt es, das jeder Adventist sein persönliches Verhältnis zu Jesus selbst gestalten muss und selbst seinen Weg finden muss. Aber ich habe in meinem ganzen Leben bei uns noch niemanden gefunden, der von der Glaubensgerechtigkeit in die Werksgerechtigkeit abgerutscht wäre. Es sind Geschwister ganz vom Glauben weg gegangen, aber Deine Beobachtung habe ich noch nicht gemacht.
Die Erfahrung der Galater-Gemeinden, die vom christlichen Glauben in den jüdischen Glauben zurück fielen mit Beschneidung und Tempelopfer blieb mir bis jetzt erspart.

Danke, lieber kingschild, dass Du so ausführlich auf meinen Beitrag ein gegangen bist.

LG v. Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » So 16. Sep 2012, 00:24

Reginald 32 hat geschrieben:Ich finde ich diese Haltung auch sehr schade. Wenn ich sehe, wie Darby zu seinen Lebzeiten seinen Anhängern die Abendmahlsgemeinschaft aufkündigte, nur weil sie einer von ihm entdeckten neuen Variante seines Bibelverständnisses nicht zustimmen konnten, oder wie sich seine Gemeinden in England gegen Ende seines Lebens gegenseitig ausschlossen wegen winziger Kleinigkeiten, so stimmt mich dies echt traurig. Und seine Nachfolger pflegen bis heute diese Tradition und lassen Fremde nur zu, wenn diese eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlen. Und das nennt sich dann §Brücergemeinde" oder "christliche Versammlung".
Ich freue mich, dass z.B. in diesem Punkt in meiner Gemeinde jeder am Abendmahl teilnehmen kann. Da ist niemand, der sich deshalb besser fühlt, weil er etwa Sabbat feiert. Das sehen wir als Erkenntnisfrage an. Und Gott allein kann das gebührend beurteilen, wir als Menschen aber nicht. Ich bin aber meinem Herrn Jesus von Herzen dankbar, dass er mir diese Erkenntnis geschenkt hat.


Genau wir sollen alle mitnehmen und Bruderliebe üben und Gästen im Herrn sollten wir das Mahl nicht verwehren nur weil sie einer anderen Gemeinschaft angehören, so wie der Herr uns geliebt hat sollen wir unsere Brüder und Schwestern lieben. Wenn jemand die Erkenntnis hat etwas zu tun soll er diese teilen, er kann auch seine Bewegründe darlegen und dafür beten das der Bruder oder die Schwester zur Erkenntnis kommen sollen zur rechten Zeit es sollte aber nicht zu Spaltung führen. Die welche das Leben geschmeckt hat gibt es in allen Christlichen Gemeinden aber nicht alle haben den gleichen Stand der Erkenntnis und es gibt Dinge da muss man sich abgrenzen aber nie von denen welche das Leben haben vom Herrn haben oder von denen die Aufrichtig nach der Wahrheit und diesem Leben suchen.

Wir haben in unseren Gemeinden keine strenge Glaubensaufsicht und nicht mal ein Glaubensbekenntnis wie in den Kirchen. So kommt es, das jeder Adventist sein persönliches Verhältnis zu Jesus selbst gestalten muss und selbst seinen Weg finden muss. Aber ich habe in meinem ganzen Leben bei uns noch niemanden gefunden, der von der Glaubensgerechtigkeit in die Werksgerechtigkeit abgerutscht wäre. Es sind Geschwister ganz vom Glauben weg gegangen, aber Deine Beobachtung habe ich noch nicht gemacht.


Da bin ich froh, ich selber weiss einfach das einige straucheln weil sie es Ernst nehmen aber eben zu wenig nah der Gnade bleiben. Ich bin aber gewiss das dort wo das fallen ist auch wieder das aufstehen im Herrn passieren kann den sein Gnade und Barmherzigkeit ist gross.

Die Erfahrung der Galater-Gemeinden, die vom christlichen Glauben in den jüdischen Glauben zurück fielen mit Beschneidung und Tempelopfer blieb mir bis jetzt erspart.

Einfach nie weg von Ihm dann kommt es gut dann halten wir das Gebot und dann wird die Heiligung nicht zu kurz kommen dann bleiben wir auch in seiner Geduld, die er mit uns hat oder ab und zu noch haben muss.

Danke, lieber kingschild, dass Du so ausführlich auf meinen Beitrag ein gegangen bist.



Gern geschehen.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » So 16. Sep 2012, 13:16

Magdalena61 hat geschrieben:"...denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen" (Hebr. 8,7)-- Da war noch ein bißchen mehr dahinter, meine ich. Ein unbußfertiger Sünder lebt einen vergeblichen Gottesdienst. Jer. 7


Bei mir steht in Hebr. 8.7 etwas ganz anderes. Zudem weiss ich nicht, was dies mit meiner Feststellung zu tun hat, das der Herr an 1 Stelle bleibt und alles danach kommt. Wenn dies vertauscht wird durch unser wollen, so würde das erste Gebot nicht erfüllt. Wenn der Herr an erster Stelle bleibt dann ist man nicht unbussfertig, man lässt sich dann aber eben auch nicht Gebote von Menschen aufbürden welchen nicht mal diese vollkommen gerecht wurden. Gebote welchen nicht mal die Apostel den Heidenchristen auferlegten. Der Herr weiss was wir brauchen und wie schnell er mit jedem von uns ans Ziel kommen will. Manchmal sind wir noch ein wenig stur aber ich hoffe das Du Deine Kinder auch liebst, wenn sie mal ein wenig stur sind und nicht gerade so wollen, wie Mami will oder gerne hätte.

Viele der Gläubigen des Alten Bundes haben sich von Gott offenbar nichts (mehr) sagen lassen.


Genau weil sie das Gesetz und die Gebote dem Herr über das Gesetz und die Gebote vorzogen und nicht einsahen das der Herr einen neuen Bund setzt für sie zuerst.

kingschild hat geschrieben:Es tut mir weh, so etwas zu lesen, da die wahre Motivation der Abel- Christen verkannt wird.
Ja, es gibt auch Gläubige, die sich etwas auf ihre "Vorzüglichkeit" einbilden und sich über andere Menschen erheben. Sie scheinen zu denken, nicht nur ein Stückwerk an Erkenntnis zu haben, sondern zwei oder noch mehr davon. Sie haben sich auf ein bestimmtes Gottesbild bzw. auf die von ihnen bevorzugte Variante der biblischen Lehre eingeschossen und sind nicht mehr dazu bereit, Kritik sowie Veränderung zuzulassen (zu wachsen).
Oftmals verachten sie nicht nur Ungläubige, sondern auch andere Geschwister, deren Erkenntnis nicht mit ihrer eigenen identisch ist.
Aber das trifft gewiß nicht auf alle Gläubigen zu, die das Gesetz Gottes wertschätzen und sich aktiv um Gehorsam bemühen.


Solange ich meinem Burder nicht mein eigenes Joch auferlege, kann jeder in der Heiligung mit Gott vorangehen wie im Gott zeigt. Wenn jemand aus Gott geboren ist kann er nicht anders als das suchen was droben ist, wenn er aber aus ihm geboren ist so lässt er die Freiheit bestehen, welche Gott dem Bruder schenkte.

Worum handelt es sich? Gott ist unveränderlich. Er ändert weder sich selbst noch seine Prinzipien.


z.B. Christus hat erklärt was Ihn den Mund kommt den Menschen nicht unrein macht gemäss dem Alten Bund gab es reine und unreine Dinge die strikt zu beachten waren. Petrus hatte die Vision bevor er zu Kornelius gehen musste, wo Gott im klar den Auftrag gab, zu Ihm zu gehen obschon im es Ihm per Gesetz verboten gewesen wäre solches zu tun. Gott hat im klar gesagt, erkläre nicht das für unrein was ich für rein erkläre.

Wenn ein Mensch von Christus gerufen wurde so sollten wir in erster Linie als reinen nehmen auch wenn seine Heiligung noch nicht abgeschlossen ist.

Paulus ein Jude und gelehrter in Wort und Geist hat den Kollossern folgendes geschrieben:

Kol 2:16 So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbathen,....

20 Wenn ihr mit Christus den Grundsätzen der Welt abgestorben seid, was lasset ihr euch Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt?
21 zum Beispiel: « Rühre das nicht an, koste jenes nicht, befasse dich nicht mit dem! »
22 was alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt.


Ich will das jeder in der Freiheit Christi bleiben kann und wenn Ihn sein Gewissen plagt oder aus anderen Gründen tun will, dann solle er tun aber dann soll er nicht seinen Burder ein Bürde auflegen welche nicht mal Paulus seinen Mitbrüdern auflegte oder eben meinen er sei weiter, besser oder gar gerechter als der welcher in Christo ein ruhiges Gewissen hat über solchen Dingen.

Es darf auch jeder Paulus in dieser Hinsicht verwerfen aber ich denke er war ein vorzüglicher Lehrer welche sowohl die Dinge des Alten und Neuen Bundes so wie den Herrn zur genüge kannte und ich glaube das er in dieser Hinsicht mit Christi eins war.

Grundsätzlich stimme ich dem zu.
Aber... die Praxis zeigt: "Gnade" ist ein sehr dehnbarer Begriff. :(


Da bin ich froh darüber und zum zweiten er ist nicht so dehnbar wenn wir in Ihm bleiben. Wenn Christus in uns ist und wir in Ihm dann leben wir in Freiheit aber diese Freiheit wird uns nicht zum Anlass zur Sünde so sollen wir es halten.

Wer (überhaupt) noch so fragt, der hat noch Chancen.


Das sehe ich auch so, sonst würde er nicht fragen und es wär im egal. Nur das Problem ist das diese Menschen meist dermassen angklagt fühlen, weil sie eben die Freiheit in Chrisi nicht mehr erkennen und leben können vor lauter Anklage und vielleicht dann durch einen selbst ernannten Gesetzes Prediger oder unweises Wort noch mehr ins straucheln und verwirrung geraten, als das sie sich ganz schell in die Hand des Herrn zurück begeben würden.

Ich habe hier im Forum auch schon viel über Sünde diskutiert und glaube nicht das ich das mit der Sünde auf die leichte Schulter nehme, das entnehme ich aufgrund der Reaktionen die mir jeweils entgegen kamen. Mit gleichem Einsatz setze ich mich aber auch für die Gnade und den neuen Bund ein, so das ich Allversöhnung klar ablehne, auch lehne ich ab das die Gnade Anlass sein sollte zur Sünde oder das wir uns dem Heilungsweg des Herrn versperren sollten weil wir Gnade erfahren haben. Denn persönlichen Heilungsweg des einzelnen mit dem Herrn versuche ich jedoch zu respektieren und kann und es mit gewissen Vorschriften und Geboten so nehmen wie Paulus den Kollossern schrieb.

Ich kann es auch akzeptieren wenn es jemand anders halten will, sei es eben aus Gewissens oder andern Motivationsgründen aber ich setze mich ein, das die Gnade und der neue Bund nie durch solches verwässert würden. Wenn wir uns etwas rühmen können, so sollten wir eh den Herrn rühmen, der uns stark machte und Erkenntnis gab. Von persönlichen geprägten Eingebungen und Sektenpredigern welche sich von der ganzen Christenheit immer wieder abgrenzen und andere verführen halte ich nicht, die welche meinen sie halten dabei alle Gebote mehr als die anderen von denen bin ich froh das sie sich abgrenzen, sonst müsste ich es nämlich mit Worten tun. Die Brüder und Schwestern im Herrn welche das Leben haben und darin bleiben an denen freue ich mich auch wenn ich sehe das nicht immer alles perfekt ist und zwischen wollen und vollbringen nicht immer alles in Harmonie ist. Ich erhoffe Gnade vom Herrn wenn ich fehle und ich will auch dem welcher mir am Nächsten ist diese Gnade gewähren, wenn ich das tue so lebe ich in der Bruderliebe und dann tue ich das was Christus tat.

Manchmal gelingt es ganz gut, manchmal weniger wie das wohl bei allen hier ist. Dann gibt es noch die Ausnahmen für die alles kein Problem ist, die vor lauter halten nicht mehr merken wieviele Gebote sie jeweils in einer Textzeile brechen können.


Das Problem liegt m.E. hier aber nicht im "Gesetz", sondern da war oder ist irgendwo Sünde im Leben... dadurch wird die Beziehung zu Gott ( falls denn wirklich eine solche da war/ ist) beeinträchtigt und der "Kommunikationskanal" ist verstopft.


Ja klar war die Sünde mit Ihm Spiel. Auf den Ankläger mehr hören als auf Gott ist Sünde.

("Was? Ich soll falsch liegen/ ungerecht sein? Ich soll Buße tun? Ich bin doch gläubig und gerechtfertigt durch das Opfer Jesu! Was macht es schon, wenn ich hier sündige, Jesus hat alle meine Sünden getragen und Gott wird mich schon rechtfertigen!")


Ich glaube nicht das ein erlöster im Herrn das Abendmahl so einnimmt. Vielleicht schliesse ich von mir auf andere aber wenn der Herr welcher in mir ist, im anderen ist so glaube ich nicht das dies seine Haltung wäre, wenn er von den Herrn tritt beim Mahl.

Und anstatt Buße zu tun gehen Stolze immer mehr dazu über, die (angeschlagene bis nicht mehr vorhandene) lebendige Beziehung zu Gott durch das Befolgen eines selbst gewählten Regelwerkes zu ersetzen, welches in Aufbau und Ausführung auch noch von Konfession zu Konfession differiert. Das kann ja nur schief gehen.


Ja und daher ist es wichtig das nicht ein schwächerer Bruder oder Schwester durch solches in Versuchung gelangt.

Der falsche Gebrauch des Gesetzes durch einige Christen kann jedoch nicht als Legitimation dienen für eine allgemeine Ablehnung der Verbindlichkeit desselben.
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Jedes Jota ist gültig nur welches Jota nicht erfüllt wurde durch Christus das kann keiner erklären. Wenn alles erfüllt wurde durch Ihn, dann bleiben wir in ihm und er wird uns lehren wie das Joch sanft bleibt, so das es weder mich noch für meinen Nächsten zur Qual wird. Wenn wir glauben das dies der Weg ist kommt es am Ende für alle Gut die auf Gott vertrauen und in seiner Liebe geborgen wissen.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » So 16. Sep 2012, 14:03

Gnu hat geschrieben:Wenn ich weiss, dass an einem Fest die Dämonen verrückt spielen, und ich begebe mich trotzdem an das Fest, ohne einen expliziten Auftrag Gottes dafür zu haben, so kann ich mich nicht auf Paulus berufen, der schreibt, dass keine äussere Verfolgung den Christen von der Liebe Gottes trennen kann. Es handelt sich bei innerer Verfolgung durch Dämonen nicht um etwas, worauf ich keinen Einfluss hätte. Den Einfluss aber kann ich nur dadurch ausüben, dass ich nicht hingehe. Heiligung ist angesagt, das Enthalten von der Welt ist angesagt, nicht das durch alle Böden Verteidigen von falschen Traditionen wider jede bessere Einsicht ist angesagt. Geburtstage feiert ein Christ nicht mehr, wenn er die Bibel daraufhin durchforscht hat, was sie zum Thema Geburtstag schreibt.

Wenn du die Einsicht hättest, dass es ein Dämonenfest ist, so wäre es Gotteslästerung, es zu feiern. Die Einsicht bekommst du aber nur, wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzest, anstatt Jahr für Jahr mit den Schultern zu zucken und so dein eigenes Gewissen zu beruhigen.


Ich sage es Dir nochmals, der Dämon hat keine Kraft über mich, nicht weil ich stark wäre. Wenn sie aber über Dich Macht haben, wenn Du an diesem Tag deine Verwandten oder Bekannten besuchst, dann ist es wirklich besser das Du es nicht tust.

Ja sicher Gott danken für den Tag an dem er Dir das Leben schenkte und sei es nur das physische das tut der vernüftige Christ nicht, das ist sicher kein Freudentag an dem man Feiern sollte, die Schöpfung des Herrn. Sehr warscheinlich sollten sich auch die Eltern nicht freuen und möglichst ja kein Festmahl machen an einem solchen Tag, das wäre sicher eine fatale Sünde. Freunde einladen zu einem guten Essen wäre an diesem Tag wohl das aller schlimmste was man machen könnte.

Entschuldige meine ironischen Worte im zweiten Teil Gnu aber ich kann nicht anders wenn ich solches höre und lese. Ich weiss nicht welcher Predigt du solches entnommen hast aber meine Erkenntnis heute ist, das es Dir mehr schaden zufügt eine solche Predigt zu hören, als mit Freunden ein Essen an Deinem Geburtstag zu geniessen.

Ich bin auch nicht der ultimative Feste Veranstalter aber wenn ich solches lese dann weiss ich echt nicht mehr ob ich heulen soll.

Wenn Du meinst ich sei total auf dem Irrweg dann bringe mal Belege vom Wort her und die Anweisung des Herrn Jesus über ein gutes Essen am Tage deiner Geburt.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon parepidimos » So 16. Sep 2012, 17:30

kingschild hat geschrieben:Du sprichst von den Weisungen Jesus, der andere von allen Geboten des AT, der nächste packt noch ein paar drauf welche im der Geist anscheinend gerade gezeigt hat, der eine kommt noch mit ein paar Buddhisthischen Ansätzen, ja was meinst Du zeichnet den Jünger so aus das man sieht der ist auf dem rechten Weg der Heiligung?

Ich hebe folgendes hervor, weil ich glaube das alles nur in dem erfüllt wird, und nur dadurch mehr entstehen kann. Von ich will halten, halte ich nicht viel, von mein Wille ist es in Ihm zu bleiben sehr viel.

Joh 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnt ihr nichts tun.

Joh 6:56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Mt 26:27 Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus!
28 Denn das ist mein Blut des Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden!

Wer meint das daraus zu wenig Heiligung entsteht der darf dies glauben, wer meint das einer der so handelt es zu locker nimmt der darf dies glauben, wer meint solches an die erste Stelle zu setzen sei zu einfach der soll es glauben, er soll aber auch akzeptieren das es Menschen gibt die nach dem Moto leben "Vertraue auf den Herrn allezeit" und die sich vom Herrn getragen wissen und diese Freiheit nicht ausnützen um einen liederlichen Gottlosen Wandel zu führen und sehr wohl in der Lage sind das Abendmahl mit Würde zu geniessen, weil sie wissen von wem sie schlussendlich gehalten und getragen sind und wem schlussendlich alle Ehre allein gebührt.

God bless
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Amen! Preach it, Sister!

Mir scheint, dass das Thema "Gesetzhalten" hier in letzter Zeit eine intensive Aufmerksamkeit genossen hat. Es scheint einen Anknüpfungspunkt zu bieten, an welchem sich STA, Verfechter des Judentums und Neo-Gnostiker (und was immer Gnu im Moment gerade glaubt) einig und bestärkt fühlen können. Leider geschieht dies oft mit einer Betonung, welche im Endeffekt den Inhalt des Neuen Bundes leugnet. Das ist nicht nur ungesund, sondern es widerspricht dem, was die alte Kirche glaubte, was die Reformatoren "checkten" und was die evangelische Allianz vertritt, welcher dieses Forum nahesteht. Mir ist bewusst, dass das wohl wenige auf ihrem Weg beirren wird, aber es muss wieder einmal gesagt sein. Der Post von Kingschild hat da klaren Wein eingeschenkt und verdient es, gehört zu werden. Danke Kingschild, und wer Ohren hat der höre.

:praisegod:
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » So 16. Sep 2012, 18:40

parepidimos hat geschrieben: (und was immer Gnu im Moment gerade glaubt)

Dass die Fülle der Heiden eingegangen ist (Römer 11.25) und die EA auf der Titanic fährt.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » So 16. Sep 2012, 19:44

kingschild hat geschrieben: Ich sage es Dir nochmals, der Dämon hat keine Kraft über mich, nicht weil ich stark wäre.

Das kannst du nur für dich annehmen. Mir lieferst du im gleichen Beitrag den Gegenbeweis:
kingschild hat geschrieben: Entschuldige meine ironischen Worte im zweiten Teil Gnu aber ich kann nicht anders wenn ich solches höre und lese.

Wenn du nicht mehr sachlich argumentieren kannst, dann bist du unter einer Macht, die dich zur Ironie zwingt.

kingschild hat geschrieben: Ja sicher Gott danken für den Tag an dem er Dir das Leben schenkte und sei es nur das physische das tut der vernüftige Christ nicht, das ist sicher kein Freudentag an dem man Feiern sollte, die Schöpfung des Herrn. Sehr warscheinlich sollten sich auch die Eltern nicht freuen und möglichst ja kein Festmahl machen an einem solchen Tag, das wäre sicher eine fatale Sünde. Freunde einladen zu einem guten Essen wäre an diesem Tag wohl das aller schlimmste was man machen könnte.

Du musst aufpassen, was du schreibst, weil du offensichtlich das nicht gemacht hast:
Gnu hat geschrieben: wenn er die Bibel daraufhin durchforscht hat, was sie zum Thema Geburtstag schreibt.


kingschild hat geschrieben: Wenn Du meinst ich sei total auf dem Irrweg dann bringe mal Belege vom Wort her und die Anweisung des Herrn Jesus über ein gutes Essen am Tage deiner Geburt.

Nein, das werde ich nicht tun. Damit halte ich dich nur vom Bibellesen ab. Du hast den heiligen Geist, der dich beim Lesen der Bibel in die Wahrheit führt.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon renato » So 16. Sep 2012, 20:55

bigbird hat geschrieben:Liebe Leute

Ob alter oder neuer Bund - das Doppelgebot der Liebe gilt in beiden - und deshalb bitte ich euch einmal mehr um eine sachliche Diskussion, ohne einander an den Karren zu fahren.

bigbird, Admin



Du hast vollkommen recht, das Doppelgebot der Liebe wurde bei Mose und von Jesu gepredigt, nur Mose Gott handelte oft dagegen und Jesus Gott immer dafür
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » So 16. Sep 2012, 22:08

Gnu hat geschrieben:Wenn du nicht mehr sachlich argumentieren kannst, dann bist du unter einer Macht, die dich zur Ironie zwingt.


Ich wüsste nicht was ich sachlich gegen argumentieren könnte zu einer Aussage das ein Christ nicht mehr Geburtstag feiern soll ..erst recht nicht wenn es unbelegt und ohne Auslegung in den Raum geworfen wird.


Nein, das werde ich nicht tun. Damit halte ich dich nur vom Bibellesen ab. Du hast den heiligen Geist, der dich beim Lesen der Bibel in die Wahrheit führt.


Wenn Du es ernst meinst mit Deiner Aussage über den Geburtstag, dann sollte ein wenig mehr folgen als eine Behauptung und wenn es ernst zu nehmen ist diese Aussage, dann muss sich auch die Auslegung nicht verstecken, bis dahin kann ich sie nicht ernst nehmen.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » Di 18. Sep 2012, 08:07

kingschild hat geschrieben: Wenn Du es ernst meinst mit Deiner Aussage über den Geburtstag, dann sollte ein wenig mehr folgen als eine Behauptung und wenn es ernst zu nehmen ist diese Aussage, dann muss sich auch die Auslegung nicht verstecken, bis dahin kann ich sie nicht ernst nehmen.

Ich gebe dir einen Hinweis: Weshalb verschweigt die Bibel den Tag der Geburt aller Gottesmänner?
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon imhotep » Di 18. Sep 2012, 10:02

Weihnachten feiert ja nicht die Geburt eines "Gottesmannes", sondern das Wunder der Menschwerdung Gottes selber. Und über dieses Ereignis steht in den Evangelien sehr viel. Sogar die Engel feierten mit, und wir sollen es auch. Die Wahl des Datums ist eine ziemlich lausige Ausrede, es nicht zu tun. Kein einziges der 366 möglichen Daten ist frei von unschönen geschichtlichen oder heidnischen Konnotationen. Wir gedenken ja auch anderer Meilensteine im Wirken von Jesus, welche kalendarisch eindeutiger sind. Warum nicht seiner Geburt?
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon kingschild » Di 18. Sep 2012, 12:29

Gnu hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben: Wenn Du es ernst meinst mit Deiner Aussage über den Geburtstag, dann sollte ein wenig mehr folgen als eine Behauptung und wenn es ernst zu nehmen ist diese Aussage, dann muss sich auch die Auslegung nicht verstecken, bis dahin kann ich sie nicht ernst nehmen.

Ich gebe dir einen Hinweis: Weshalb verschweigt die Bibel den Tag der Geburt aller Gottesmänner?


Gnu wenn es explizit verboten wäre ein Fest zu feiern, dann würde sich die Bibel zu dem Thema äussern.

Jetzt sind wir aber vor lauter halten der Gebote bei einem Gebot angelangt, das auf Grundlage vom persönlichen zusammenreimen gewisser Eindrücke zusammenkam. Vielleicht hat Dich ja noch ein selbsternannter Prediger in Deiner Meinung bestärkt, es sei etwas von dieser Welt. Ich empfehle Dir solche mp3 Predigten auf den Müll zu entsorgen und mit Deinen Freunden eine gutes Essen zu geniessen, damit schadest Du Dir weniger und übst dabei noch die Gastfreundschaft, die Bruderliebe, den Austausch unter Brüdern und Schwestern usw., gegen solches ist das Wort nicht.

Der Grund warum die Daten nicht in der Bibel stehen hat wohl eher damit zu tun, das Geburtstagdaten von einzelnen Menschen nicht unnötig dieses Buch füllen sollen. Für was sollte es die Bibel erwähnen, wann der eine oder andere geboren wurde, das wäre unnütz, den deren Geburtstage feiern wir heute nicht mehr. Sonst müssten wir nur noch feiern und könnten uns den von Christus gegebenen Auftrag zuwenig widmen.

Daraus abzuleiten das die Eltern des David, Mose, usw. kein Nachbarn einluden zum Geburtstag Ihres Kindes, das ist doch weit hergeholt und selbst wenn diese es nicht taten, zu glauben es wäre jetzt uns nicht erlaubt den Tag unserer Geburt zu feiern oder meintwegen zu gedenken und mit Freunden ein gutes Essen zu geniessen ist doch ein wenig absurd. Jedes Leben das Gott erschafft ist wertvoll und warum sollten wir das nicht feiern und damit meine ich ja nicht das wir uns besaufen, sondern das wir einen schönen Tag mit Freunden und/oder Verwandten verbringen. Gerade ein Christ der das wahre Leben gefunden hat, der hat noch mehr Grund zu feiern, das kostbare Geschenk, das Gott im machte, als er Ihm das Leben schenkte und das fing am Tag der Geburt an.

Was den Geburtstag des Herrn anbelangt, warum sollten wir an diesem, seiner nicht speziell gedenken und mit anderen Menschen zusammen kommen, ungeachtet ob wir jetzt das genaue Datum wissen oder nicht. Wir gedenken seiner Geburt und seines Todes und das dieser Tag jetzt auf diesen Heidnischen Tag fällt so sei Dir gesagt, Christus ist stärker als alles und ein Christ feiert ja nicht das Heidnische Fest sondern er gedenkt des Herrn Geburt und tut seinem Nächsten wieder etwas gutes. Klar ist das ganze zum Kommerz verkommen aber du kannst es ja auch schlicht feiern und im stillen etwas gutes tun oder meinetwegen etwas was Du nicht jeden Tag tust. Wie gesagt wenn Dich aber Dein Gewissen plagt und Du nicht frei bist, so meide In.

Jeder Tag wird wohl noch von einem Abergläubischen Heiden verehrt oder verunreinigt irgendwo auf dieser Welt in einem Schrein oder Tempel und deshalb wird doch unser gedenken an den Herrn oder unser Gebet am Morgen nicht beeinflusst oder getrübt. Wenn der Satanist nebenan sein Messe feiert beeinflusst dies mein geistiges Leben nicht, selbst wenn dieser von Wahn und Blindheit ergriffene glaubt, das es so sei.

Absondern von der Welt ist gut aber solches ist damit sicher nicht gemeint und wenn die Absonderung dann soweit führt, das eine kleine Gruppe (Sekte) von einzig treuen sich zurückzieht, davon haben wir schon einiges davon gelesen und gesehen, wo das endet. Es wird der Tag kommen wo wir dann wählen müssen Zahl oder nicht aber bis dahin wissen wir, wir sind nicht von hier aber wir leben hier und unser Auftrag ist bei unseren Verwandten, Freunden und anderen Menschen, welche das Heil und die frohe Botschaft nicht kennen, noch nicht kennen oder eben kennen zu sein.

Was die Aussage angeht, das die Vollzahl der Heiden eingegangen ist, das liegst Du fehl, wir stehen sicher näher als auch schon diesem Ereignis aber unser Auftrag geht bis zu dem Tag wo wir sterben oder der Herr wiederkommt. Bis zu diesem Tag ist nichts vollzählig.

Was die Allianzen anbelangt so gibt es Dinge und Entscheide die mir manchmal unbegreiflich scheinen, das es überhaupt möglich ist aber deshalb alle Brüdern oder Schwestern als auf dem falschen Dampfer zu sehen, das ist falsch. Die welche die falschen Entscheidungen treffen liegen falsch und das heisst nicht das der Herr sie noch zur rechten Zeit zur Erkenntnis leiten kann. Dort können wir Stellung nehmen und vom Wort her auslegen und beten das die Erkenntnis wächst.

Aus allen Völkern gilt. Aus allen Denominationen wird der Herr sein Volk sammeln und bereiten und ich lese nichts von kleinen Splittergruppen oder einzelnen Kämpfern, welche verbohrt mit eigenen Dogmen sich als allein erlöste irgend wo zurückziehen in Ihre eigenen vier Wände oder sonstwo oder das Gott einem einzigen wahren Prediger einer solchen Gruppe die alles erlösende Botschaft ünd Erkenntnis übergibt und das alle welche dieser nicht folgen, eh auf der Titanic befinden. Solche Spaltungen verursachen nur Irrlehrer aber keine Gottesmänner.

Es gibt die Anti Christlichen lehren welche ich als gefährlich und irreführend erkannt habe aber nicht alle aus diesen Denominationen werden verloren gehen, denn über all finde ich solche die das Leben kennen und zur rechten Zeit die Erkenntnis bekommen werden oder das Leben noch finden werden zur rechten Zeit.

Jede Lehre welche aber Christus vom Zentrum wegrückt und irgendwelche Gebote in den Vordergrund rückt, hält zwar vielleicht viele Gebote, vordergründig macht es sogar den Anschein das man so mehr Gebote hält als einer aus Gnade lebender aber in Tat und Wahrheit, wird es beim Schein bleiben.

Darum das Gebot Christi, bleibt in mir dann klappt es auch mit viel Frucht aber nicht weil wir gut sind, sondern weil er gut ist zu uns. So bleibt die Ehre allein beim Herrn, welcher uns allen das Leben schenkte und mit uns ans Ziel gelangen wird mit den schnellen und langsamen, mit den stärkeren und den schwächeren.

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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » Di 18. Sep 2012, 21:46

imhotep hat geschrieben: Wir gedenken ja auch anderer Meilensteine im Wirken von Jesus, welche kalendarisch eindeutiger sind. Warum nicht seiner Geburt?

Ich finde keinen schriftlichen Auftrag dazu, und die letzten paar Male, als ich es aus Tradition doch noch tat, haben mich überzeugt, dass es besser ist, davon abzustehen.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » Di 18. Sep 2012, 22:10

kingschild hat geschrieben: Gnu wenn es explizit verboten wäre ein Fest zu feiern, dann würde sich die Bibel zu dem Thema äussern.

Es ist nicht explizit verboten, den eigenen Geburtstag zu feiern. Die Bibel erwähnt ungefähr drei Geburtstagsfeiern. Diese kennen und nachher noch meinen eigenen Geburtstag feiern ist mir nicht möglich. Ich sehe den Grund, den eigenen Geburtstag nicht zu feiern, darin, dass ich dann nur mein eigenes Fleisch feiere, nicht Christus in mir. Diesen könnte ich ja bestenfalls am Tag der Wiedergeburt feiern. Es handelt sich beim Geburtstagfeiern somit um eine Form des Götzendienstes, Gott Ego wird gefeiert.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon parepidimos » Mi 19. Sep 2012, 08:10

Gnu hat geschrieben:Ich finde keinen schriftlichen Auftrag dazu ...

Gibt es noch andere die den Eindruck nicht los werden, dass dieser Thread den Zenit seiner Nützlichkeit längstens hinter sich hat?
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Laodicea » Mi 19. Sep 2012, 09:59

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wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon renato » Mi 19. Sep 2012, 10:06

parepidimos hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Ich finde keinen schriftlichen Auftrag dazu ...

Gibt es noch andere die den Eindruck nicht los werden, dass dieser Thread den Zenit seiner Nützlichkeit längstens hinter sich hat?



Ich würde sagen, dass der Thread mit dem Thema Halten der Gebote Jesu sehr sehr wichtig ist auf dem Weg zum wahren Christsein, doch einige SchreiberInnen sich in Nebensächlichkeiten verstrickten, diese ellenlang weiterführten.

Wennschon sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren, diese in Erinnerung rufen. Jesus wäre sicher dankbar dafür.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon yotham » Mi 19. Sep 2012, 18:09

Ich gebe Para...irgendwas recht. Der Thread hat das Zenit errreicht.

für mich schön: das Halten der Gebote ist ein Dauerthema. Nicht schön war der Schluss.
Akzeptanz von anderen Lehrmeinungen (willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein) ist kleingeschrieben. Das war wohl ein Lehrstück zum Thema christliche Nächstenliebe. Das hat schon Zwingli das Leben gekostet.
Ich denke, die Bibel verlangt die Akzeptanz von anderen Meinungen, auch wenn sie nicht Mainstream oder in unserem Falle der Lehrmeinung der EV, was auch immer das ist, entspricht.

Ein Freund von mir hat es so gesagt, hätte ich das Christentum vor dem Messias gekannt, hätte ich nie an den Messias geglaubt. Ghandi hat was ähnliches gesagt. :oops:
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon xp » Mi 19. Sep 2012, 20:55

renato hat geschrieben:,,,Ich würde sagen, dass der Thread mit dem Thema Halten der Gebote Jesu sehr sehr wichtig ist...


Niemandem sollten Gottes Gebote eine stroherne Epistel sein, denn wie der Glaube ohne Werke tot ist, so ist auch der Glaube ohne Gehorsam tot. Glückselig, die seine Gebote tun...(weil der heilige Geist sie dafür befähigt) Rö.7,12 .3,31 1.Joh.2,3-6
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Gnu » Do 20. Sep 2012, 07:52

parepidimos hat geschrieben: Gibt es noch andere die den Eindruck nicht los werden, dass dieser Thread den Zenit seiner Nützlichkeit längstens hinter sich hat?

Ich habe diesen Eindruck für das ganze Forum und die ganze Welt.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon imhotep » Do 20. Sep 2012, 08:34

yotham hat geschrieben:Ein Freund von mir hat es so gesagt, hätte ich das Christentum vor dem Messias gekannt, hätte ich nie an den Messias geglaubt. Ghandi hat was ähnliches gesagt. :oops:

Ich danke Gott dass ich nicht so bin wie jener dort drüben ... :roll:
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Seltsamer » Do 20. Sep 2012, 17:49

Selbstüberhebung und daraus folgende Selbstgefälligkeit ist eine Sünde:
imhotep hat geschrieben:
yotham hat geschrieben:Ein Freund von mir hat es so gesagt, hätte ich das Christentum vor dem Messias gekannt, hätte ich nie an den Messias geglaubt. Ghandi hat was ähnliches gesagt. :oops:

Ich danke Gott dass ich nicht so bin wie jener dort drüben ... :roll:

Da hat der Freund von yotham doch Recht, wenn ich dein „Zwischenruf“ lese, lieber imhotep. Er glaubt an Messias, du aber kaum.

Was Mahatma Ghandi über Christentum gesagt haben soll, hab keine Ahnung. Zur unserem Thema hat er sehr kluges gesagt: „Welche Methoden, solche auch Ergebnisse“, als er den Lenin über Kommunismus antwortete. Manchmal bekomme ich den Eindruck, das Christentum hat sehr vieles mit dem Kommunismus gemeinsames, sobald das Christentum sich als Ideologie darstellt…
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Thelonious » Do 20. Sep 2012, 18:58

Guten Abend!

Anscheinend ist zu diesem Thema (jedenfalls im aktuellen Teilnehmerkreis, im gegenwärtigen Status) tatsächlich alles "erschöpfend" gesagt.

Um weitere Wiederholungen und Abschweifungen zu vermeiden schliesse ich hier, zumindest vorläufig. Sollten doch noch neue Sichtweisen benannt werden wollen, so möge man mir eine PN zukommen lassen, ich eröffne dann gern wieder.

VG
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Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Hermann » Mi 24. Feb 2016, 10:45

So dürften die Frühbischöfe der Kirche gesprochen haben, als ihnen Übersetzer mitteilten, dass es bei den zehn Geboten keine eindeutige Tempus-Zuordnung gibt: In der Ursprache sind Futur undi die "Befehlsform" ein und dasselbe. Anstatt die kluge Philosophie, die da in der Sprache versteckt ist, zu integrieren, hat man sich für die s.o.-Metalität entschieden. Evtl. Begründung: Wenn der Bauer um 130 n. Chr. seinem Knecht gesagt hätte: "Du wirst heute die Wiese mähen!" hätte es nicht so pflichtbetont und knallhart geklungen wie "Du sollst..." Und: In meiner bevorzugten Übersetzung wäre die Allversöhnungslehre mit eingebaut worden; und das war den Herren wohl auch nicht recht. Das Maß an Liebe, das die andere Formulierung aufweist, war wohl auch "zuviel Gutmenschentum"
Nämlich: Wenn wir erkennen, dass wir nicht für die Sünden sondern durch sie von Gott getrennt werden, würde dem ganzen Glaubensleben eine wunderbare, erzieherische Dynamik verliehen werden. Die Geschichte des Christentums wäre anders verlaufen (Kreuzzüge!!), wenn damals die Weichen anders gestellt worden wären.
Was denkt Ihr?
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Mariette M. » Mi 24. Feb 2016, 11:30

Hermann hat geschrieben: dass es bei den zehn Geboten keine eindeutige Tempus-Zuordnung gibt: In der Ursprache sind Futur undi die "Befehlsform" ein und dasselbe.

Ja, das ist bekannt.

Und nun die Frühbischöfe.... hmmm...
schau mal in die Vulgata, die lateinische Übersetzung aus dem 4. Jh. - ich denke, das ist frühbischöflich genug? Da lesen wir unter 2 Mose 20,13...
Non occides.
14 Non mœchaberis.
15 Non furtum facies.
16 Non loqueris contra proximum tuum falsum testimonium.
17 Non concupisces domum proximi tui, nec desiderabis uxorem ejus, non servum, non ancillam, non bovem, non asinum, nec omnia quæ illius sunt.

Lauter Futurformen....
.... dumm gelaufen, nicht wahr?

Keineswegs hat man sich für eine böse Mentalität entschieden.

Was das Ganze nun aber mit
Hermann hat geschrieben:Und: In meiner bevorzugten Übersetzung wäre die Allversöhnungslehre mit eingebaut worden;

zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. :?:
Hermann hat geschrieben: Nämlich: Wenn wir erkennen, dass wir nicht für die Sünden sondern durch sie von Gott getrennt werden,

Häh?? Für die Sünden von Gott getrennt?? Behauptet doch keiner!
Hermann hat geschrieben:Was denkt Ihr?

Dass wir es hier einmal mehr mit einem nicht ganz zu Ende gedachten Christentumsbashing Marke Hermann zu tun haben?

Natürlich ist der Glaube zur Erziehung, Erbauung und Bezieung da! Keiner sagt was anderes....

lg Mary
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon lionne » Mi 24. Feb 2016, 11:31

Die Bibel sagt in Kolosser 2, 8: „Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.“

>>> Wahre Weisheit entspringt nicht der Philosophie und Ideen von Menschen.

Gruss lionne
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Hermann » Mi 24. Feb 2016, 12:22

Mary, die Vulgata ist aber nicht die Urform der Hl. Schrift!! Luthers großes Manko war, dass er mangels Sprachkenntnissen die latinisierte Bibel nutzen musste. Aber natürlich gehörst Du - gemessen an Lionne etwa- hier zu den aufgeklärten Christen, die eben in der Lage sind, sich substanziell eigene Gedanken zu machen.
Zum Thema Sünde: Du hast mich offenbar missverstanden; es ist doch ein Riesenunterschied, ob man dem Sündigen eine Psychodynamik unterstellt und durch das Sündigen ein quasi "automatischer Strafvorgang" passiert oder sich eine Kirche, besonders die rkK (und Deine hat sich da wohl nichts Eigenes ausgedacht) anmaßt, einen gestuften Sündenkatalog zu erstellen, dessen Perversierung dann noch durch Ablass und "Zehn-Rosenkränze-Beten" passiert ist. Geschiedenen die Teilnahme an der Messe zu verweigern....muss ich denn noch die unapppetitlichsten Auswüchse diese Denkens erwähnen? Scheiden-Müssen ist doch schon Strafe genug.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon kingschild » Mi 24. Feb 2016, 12:54

Hermann hat geschrieben: Was denkt Ihr?


Allversöhnung wäre ein breiter Weg, Christus hat etwas ganz anderes gelehrt.

Joh 3:7 Laß dich’s nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden!

Umkehr ist zwingend, wenn man das Reich Gottes sehen will, nicht eine Option. Genau gleich hält es sich mit den Geboten.

Mt 5:48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Unvollkommenheit führt nicht ans Ziel und Menschlicher Glaube, das infolge Übersetzungsfehlern oder Deutungsfehlern, eine anderes Evangelium oder gar ein breiter Weg entstehen könnte, das den gelüsten des Menschen mehr genehm wäre, das führt definitiv nicht näher zum Ziel, sondern weiter Weg vom Ziel.

Wer ans Ziel will, der darf umkehren. Wer es aber unterlässt, kommt nicht ans Ziel und so ist auch das darf, eine bindende Notwendigkeit, für alle die ans Ziel gelangen möchten.

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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Mariette M. » Mi 24. Feb 2016, 13:14

Hermann hat geschrieben:Mary, die Vulgata ist aber nicht die Urform der Hl. Schrift!!

Das habe ich auch nicht gesagt. Sie ist jedoch eine der ersten Übertragungen und zeigt, wie die "frühbischöflichen" Übersetzer die Sache gesehen haben, nicht? Sie haben sich GEGEN die Befehlsform und FÜR die Zukunftsform entschieden.
Hermann hat geschrieben:Zum Thema Sünde: Du hast mich offenbar missverstanden; es ist doch ein Riesenunterschied, ob man dem Sündigen eine Psychodynamik unterstellt

Wer macht das? Du meinst in dem Sinn, dass Mensch eben garnicht anders kann?

Zu deinen weiteren Aussagen:
Hermann hat geschrieben:und durch das Sündigen ein quasi "automatischer Strafvorgang" passiert

Nicht Strafe. Entfremdung und Bruch der Beziehung.
Hermann hat geschrieben:oder sich eine Kirche, besonders die rkK
Schatz... in diesem Forum die RKK zu kritisieren hat schon fast was Erheiterndes...
Hermann hat geschrieben:(und Deine hat sich da wohl nichts Eigenes ausgedacht)

Die Orthodoxie ist gerade in diesen Fragen deutlich anders und treuer der apostolischen Lehre als die römische Kirche. Man sieht, dass Du da ziemlich frei von Wissen bist. Schade. Diese Dinge
Hermann hat geschrieben:gestuften Sündenkatalog
Hermann hat geschrieben:Ablass und "Zehn-Rosenkränze-Beten"

kennt meine Kirche beispielsweise nicht.
Jedoch, um nun doch deine letzte Falschaussage nicht stehen zu lassen...
Hermann hat geschrieben:Geschiedenen die Teilnahme an der Messe zu verweigern....

Das stimmt natürlich nicht. Kein Geschiedener wird von der RKK wegen der Scheidung von der Messe ausgeschlossen. Erst der erneute Eheschluss hat den Ausschluss von der Kommunion (nicht der Messe) zur Folge.
Dass meine Kirche unter gegebenen Umständen sogar einer erneuten Heirat zustimmt, und dass die Eheleute natürlich zu den Sakramenten kommen können, dürfte jedoch auch Dir bekannt sein.

lg Mary
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Hermann » Mi 24. Feb 2016, 14:03

Mary, okay, die Kritik an der Behauptung der Kirche, die kirchl. Ehen seien "von Gott" und nicht -wie man gerade noch akzeptieren könnte- v o r Gott geschlossen, scheint bei Dir einigermaßen auf Verständnis zu stoßen.offenbar ist Deine Kirche da "evangelischer".
Nur zur Vulgata: Was hilft denn Deine Kopie zur Wahrheitsfindung weiter, wenn dann später allerorten die Soll-Form an die Stelle des Futurs getreten ist? Dann würde man die kirchliche Akzentveränderung -um nicht zu sagen Verzerrung- eben einfach nur zeitlich anders ansetzen müssen, hier inkl. wohl Deiner Kirche
"Allversöhnungslehre"- du kannst mich gerne verbessern, heißt doch u.a., dass es niemals eine Ewige Verdammnis für irgendjemand geben dürfte, oder? Denn die von mir gemeinte Psychodynamik -wieder hast Du sie mißverstanden- meint, dass auch der hartnäckigste, lieblose Mensch irgendwann merken muss, dass seine Haltung am ersten ihm selbst schadet.
Noch mal Psychodyn.: Es ist eine schlichte Ausweitung des "Was Du säst. wirst du ernten, " die hinter meinem Sündenverständnis liegt: Wer den Freund bestiehlt, bestiehlt letztlich sich selbst, weil er die "Menschheitsfamilie", zu der ers selbst gehört, geschwächt hat.
Bei allem ist mir gerade aufgefallen, dass Du mir seit längeren sympathischer bist als so ziemlich alle anderen User. Das hat Gründe, die ein intuitiv begabter Mensch wie ich nochmal näher erkunden möchte... :) (Einschränkung: Jes ist mir weltsichtmäßig zwar näher, aber eben menschlich fühle ich da weniger. )
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon toemu » Mi 24. Feb 2016, 14:58

Tach,

Hermann hat geschrieben:Mary, die Vulgata ist aber nicht die Urform der Hl. Schrift!! Luthers großes Manko war, dass er mangels Sprachkenntnissen die latinisierte Bibel nutzen musste.

Luther war „Doctor Theologiae“.
"Luther dagegen bemühte sich wie die Humanisten um eine möglichst direkte Übersetzung der hebräischen und griechischen Urtexte."

Nur so zur Information.

LG
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Mariette M. » Mi 24. Feb 2016, 15:02

Hermann hat geschrieben:Mary, okay, die Kritik an der Behauptung der Kirche, die kirchl. Ehen seien "von Gott" und nicht -wie man gerade noch akzeptieren könnte- v o r Gott geschlossen, scheint bei Dir einigermaßen auf Verständnis zu stoßen.offenbar ist Deine Kirche da "evangelischer".

Ja, das ist sie... und nicht nur da.
Hermann hat geschrieben: Nur zur Vulgata: Was hilft denn Deine Kopie zur Wahrheitsfindung weiter, wenn dann später allerorten die Soll-Form an die Stelle des Futurs getreten ist? Dann würde man die kirchliche Akzentveränderung -um nicht zu sagen Verzerrung- eben einfach nur zeitlich anders ansetzen müssen,

Ja... das heisst dann aber, dass Du es eben nicht den "Frühbischöfen" anlasten kannst und schon gar nicht dem Christentum an sich. Einverstanden?

Hermann hat geschrieben: "Allversöhnungslehre"- du kannst mich gerne verbessern, heißt doch u.a., dass es niemals eine Ewige Verdammnis für irgendjemand geben dürfte, oder?

Nun, immerhin gibt es auch die Bibelstelle 1 Tim 2,3
In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Retter,
4 denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen.

Diesen Vers nehmen Christen ganz ernst (ausser sie hängen einem Herrn namens Calvin an...)
So hat auch mein geschätzter Johannes Chrysostomos schon damals über Matthäus 25 gepredigt:" Denn ICH habe für euch ein Königreich vorbereitet, doch das Feuer habe ICH nicht für euch, sondern für den Teufel und seine Engel bereitet. Doch wenn ihr euch selbst in das Feuer hinabstürzt, müsst ihr euch selbst anklagen."
Hermann hat geschrieben: Denn die von mir gemeinte Psychodynamik -wieder hast Du sie mißverstanden- meint, dass auch der hartnäckigste, lieblose Mensch irgendwann merken muss, dass seine Haltung am ersten ihm selbst schadet.
Noch mal Psychodyn.: Es ist eine schlichte Ausweitung des "Was Du säst. wirst du ernten, " die hinter meinem Sündenverständnis liegt: Wer den Freund bestiehlt, bestiehlt letztlich sich selbst, weil er die "Menschheitsfamilie", zu der ers selbst gehört, geschwächt hat.

Ja, das bin ich ganz bei Dir. Die Sünde entfernt uns von uns selbst am meisten, dann vom Mitmenschen und von Gott. DAS ist die Folge der Sünde, nicht eine von Gott auferlegte Strafe.
So versteht übrigens die Kirche die Beichte auch immer als Heilung und Wiederherstellung der Beziehung... zu Gott, und zur Gemeinschaft.
Hermann hat geschrieben:Bei allem ist mir gerade aufgefallen, dass Du mir seit längeren sympathischer bist als so ziemlich alle anderen User. Das hat Gründe, die ein intuitiv begabter Mensch wie ich nochmal näher erkunden möchte... :) (Einschränkung: Jes ist mir weltsichtmäßig zwar näher, aber eben menschlich fühle ich da weniger. )

Das ist schön. Bin gespannt, auf welche Gründe Du da stösst ;)
(My educated guess: Wir sind wohl beide Menschen in einem gewissen Alter und mit einer gewissen Lebenserfahrung...)
lg Mary
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Hermann » Mi 24. Feb 2016, 15:06

toemu hat geschrieben:Tach,

Hermann hat geschrieben:Mary, die Vulgata ist aber nicht die Urform der Hl. Schrift!! Luthers großes Manko war, dass er mangels Sprachkenntnissen die latinisierte Bibel nutzen musste.

Luther war „Doctor Theologiae“.
"Luther dagegen bemühte sich wie die Humanisten um eine möglichst direkte Übersetzung der hebräischen und griechischen Urtexte."

Nur so zur Information.

LG
Thomas


Ja, er "bemühte" sich. Aber er konnte das Hebräische in sehr unzureichender Weise, griechisch war er fitt..
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon lionne » Mi 24. Feb 2016, 15:56

Hermann hat geschrieben:(...) Aber natürlich gehörst Du - gemessen an Lionne etwa- hier zu den aufgeklärten Christen, die eben in der Lage sind, sich substanziell eigene Gedanken zu machen. (...)
:lol: :roll: :roll:
Definiere zuerst mal 'aufgeklärte Christen! :roll:
Versuch' es erst gar nicht, mich beleidigen zu wollen oder mich provozieren zu wollen! >>> Ich weiss, wer ich bin! :) :baby:
Gruss lionne
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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Hermann » Mi 24. Feb 2016, 18:48

Schön, Lionne, wenn Du dem antiken, philosophischen Grundsatz gefolgt bist und ihn offenbar auch ins Leben ungesetzt hast: "Erkenne, wer Du bist."
Ich habe vor einiger Zeit genau an dem Punkt den wichtigsten Prüfstein für Glauben festgemacht: "Der Glaube, der einen zum erfüllten Menschsein führt, ist der Richtige für den Betreffenden!"

So haben wir -in gewisser Weise- keine Meinungsverschiedenheit. Vielleicht, ja,...hat dieser Weg zu etwas verschiedenen Punkten geführt.

Menschen sind eben verschieden.
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Re: Halten der Gebote im neuen Bund Jesu

Beitragvon Thelonious » Mi 24. Feb 2016, 20:39

'n Abend,

ich habe hiermit zusammengeführt.

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Re: Gebote? Am besten mit "erhobenem Zeigefinger!"

Beitragvon Johelia » Mi 24. Feb 2016, 21:41

Thelonious hat geschrieben:'n Abend,

ich habe hiermit zusammengeführt.

Thelonious - Senior-Mod.


Danke Thelo, das passt gut zusammen.
Es war schon damals bei der Threaderöffnung klar dass ein "Gstürm" geben wird. :mrgreen:

@Hermi
Hermann hat geschrieben:Ich habe vor einiger Zeit genau an dem Punkt den wichtigsten Prüfstein für Glauben festgemacht: "Der Glaube, der einen zum erfüllten Menschsein führt, ist der Richtige für den Betreffenden!"
Darum bin ich ja so glücklich über meinen fundamentalen Glauben.

Hermann was du in deinen Philosophien immer vergisst ist, dass nicht jeder Glaube zum Vater führt und eine Ewigkeit bei angenehmen Temperaturen nach sich zieht.

Grüsse Johel
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