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Gibt es eine solche Bibelstelle?

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Remo » Fr 10. Jun 2016, 21:26

Hallo miteinander

Ich suche eine Bibelstelle, die besagt, dass ein Mensch aus sich selbst heraus etwas vollbringen kann, was vor Gott Bestand hat und vor ihm "zählt".

Meine Frage kommt daher, dass ich auffallend häufig auf Verse stosse, die eben sagen, dass ein Mensch aus sich selbst heraus nichts zuwege bringt, was vor Gott für das ewige Leben (das Heil) zählen würde. Immer ist es Gott, der den Mensch erst fähig macht, etwas solches zu bewirken. Sogar der Glaube hätte seinen Ursprung gerade nicht in uns selbst, sondern in Christus (Hebräer 12,2). Ebenso Liebe, Gehorsam, Geduld, Hoffnung und vieles mehr (Gal 5,20). So grossartig ich diese Botschaft finde, so sehr frage ich mich, ob die Bibel nicht doch auch eine andere Auffassung überliefert. Darum meine obige Frage.

Danke Euch!

Remo
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Johelia » Fr 10. Jun 2016, 22:44

Sali Remo

schön dass du mal wieder da bist. :]

Ich sehe das so, dass man zwischen dem Mosaischen- und dem neuen Bund im Blut Jesu unterscheiden sollte.
In NT ist es sogar wichtig anzuschauen an wen die Briefe gerichtet sind. Juden oder "Grichen". Mann sollte das nich wild vermischen.

Remo hat geschrieben:Ich suche eine Bibelstelle, die besagt, dass ein Mensch aus sich selbst heraus etwas vollbringen kann, was vor Gott Bestand hat und vor ihm "zählt".

Wenn du "nur" etwas suchst das Bestand hat und Gott anerkennt dann gibt es gibt es schon solche Stellen.
Suchst du aber Stellen die Besagen, dass wir unsere Rettung "erwirken" können, liegst du auf dem Holzweg, Sorry.

Das Mosaische Gesetz war zum Beispiel sehr stark darauf ausgerichtet, dass Mensch durch Werksgerechikeit versucht alle 613 Gesetze/Gebote (Mitzwot) einzuhalten und so möglichst frei von Sünde zu bleiben.
Die extreme Komplexität der verschachtelten Gesetze betrachtend, war das praktisch unmöglich. Daher musste der Priester auch Jahr für Jahr die Tilgung der Sünde bewirken.

So gesehen war es nicht einmal nach dem Mosaischen Gesetz möglich selbst die Sündenfreiheit zu erwirken.

Da nun Mensch bewiesenermassen niemals Gerechtigkeit vor Gott erarbeiten konnte, bedurfte es dem Blut Jesus, aufdass die Sünde der Menschen durch GNADE und Gnade allein hinweggekommen wurde.


Rö3,10 wie geschrieben steht: "Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;

Gal 3,11 Dass aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn "der Gerechte wird aus Glauben leben".

Eph 2,8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.

Röm 11,6 Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.



Das Tun der Gebote tun wir zur Ehre Gottes, weil ER uns unverdient aus reiner Gnade errettet hat.
Werksgerechtigkeit ist dabei keine Option oder Möglichkeit.

ALLEIN JESUS ist unsere Rettung. :praisegod: :jump: :praise: :praise:

Liebe Grüsse

Johel
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Lepitoptera » Sa 11. Jun 2016, 02:09

Also, dass man sich den Himmel nicht verdienen kann, das finde ich ebenfalls sehr eindeutig beschrieben. Dennoch wird doch auch immer wieder von den Werken eines Menschen geschrieben und dies ist etwas, das mich immer wieder verunsichert. Da ich Gott ja liebe und deshalb erstens seinem Willen gehorchen möchte, zweitens aber für ihn auch gute Werke vollbringen möchte. An den Früchten soll ja der Glaube erkannt werden. Wenn das stimmt, dass ich aber nichts aus eigener Kraft heraus zu tun vermag, macht es auf der einen Seite aber wie irgendwie keinen Sinn. Wenn ich also gar nicht in der Lage bin alleine gute Werke vollbringen zu können, warum werde ich später dann anhand von meinen Werken beurteilt oder belohnt oder was auch immer?? Wie kann mich denn Gott beurteilen oder belohnen für etwas, das ich eh aus eigener Kraft nie hätte bewirken können? Der Lohn für eine gute Tat müsste dann doch an Jesus oder den Heiligen Geist gehen, aber nicht an mich...(?) Verstehe ich also nicht.

Gerade Pastoren rufen uns doch beispielsweise oft auf, uns in der Gemeinde einzusetzen, uns in ihren Dienst zu setzen oder das Evangelium anderen zu verkündigen. "Wer" genau tut denn den Dienst? Ich oder der Heilige Geist? Da ich mich zum Beispiel wegem Beruf keiner Gemeinde fest anschliessen kann, zerbreche ich mir immer wieder den Kopf darüber, wo denn ICH in den Dienst Gottes treten könnte. Und ehrlich gesagt habe ich keinen Plan, wo Gott mich einsetzen möchte. Und wenn ich aus eigener Kraft heraus ja ohnehin nichts zu tun vermag, müsste ich deshalb ja zuerst ganz klar vom Heiligen Geist hören können und einen Auftrag von ihm bekommen, damit ich diesen Dienst dann mit der Kraft des Heiligen Geistes überhaupt ausführen könnte. Ich finde dies total verwirrend. Und öfters sitze ich da und versuche irgendwie herauszuspüren, was Gott denn von mir möchte, welchen Dienst er für mich haben könnte, erhalte aber keine Antwort. Dann bin ich noch mehr verunsichert und mein Selbstwert rauscht in den Keller!

Wie ist es denn bei euch? Was tut ihr im Dienste Gottes? Wie seid ihr zu diesem Dienst gekommen? Habt ihr da eine konkrete Anweisung von Gott erhalten oder habt ihr euch einfach wo eingesetzt und engagiert? Und denkt ihr, dass es der Heilige Geist ist und nicht ihr selbst, der den Dienst ausführt?

Liebe Grüsse
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon kingschild » Sa 11. Jun 2016, 17:51

Remo hat geschrieben:Hallo miteinander

Ich suche eine Bibelstelle, die besagt, dass ein Mensch aus sich selbst heraus etwas vollbringen kann, was vor Gott Bestand hat und vor ihm "zählt".

Meine Frage kommt daher, dass ich auffallend häufig auf Verse stosse, die eben sagen, dass ein Mensch aus sich selbst heraus nichts zuwege bringt, was vor Gott für das ewige Leben (das Heil) zählen würde. Immer ist es Gott, der den Mensch erst fähig macht, etwas solches zu bewirken. Sogar der Glaube hätte seinen Ursprung gerade nicht in uns selbst, sondern in Christus (Hebräer 12,2). Ebenso Liebe, Gehorsam, Geduld, Hoffnung und vieles mehr (Gal 5,20). So grossartig ich diese Botschaft finde, so sehr frage ich mich, ob die Bibel nicht doch auch eine andere Auffassung überliefert. Darum meine obige Frage.

Danke Euch!

Remo


Hallo Remo

Einige Stellen wurden dir bereits dargelegt aber und die sind alle konform mit den Aussagen Christi in dieser Sache:

Joh 15:4 Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.

Es geht also immer um das Teamwork und nicht um das selber wollen.

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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon kingschild » Sa 11. Jun 2016, 18:05

Lepitoptera hat geschrieben: Wenn das stimmt, dass ich aber nichts aus eigener Kraft heraus zu tun vermag, macht es auf der einen Seite aber wie irgendwie keinen Sinn. Wenn ich also gar nicht in der Lage bin alleine gute Werke vollbringen zu können, warum werde ich später dann anhand von meinen Werken beurteilt oder belohnt oder was auch immer?? Wie kann mich denn Gott beurteilen oder belohnen für etwas, das ich eh aus eigener Kraft nie hätte bewirken können?


Hallo Lpitoptera

Die Ehre gehört immer Gott. Dennoch kann eine Mensch sich demütig Gott unterordnen, nach seinem Willen fragen und sich eben als Werkzeug von Gott sehen, wenn gutes getan wird. So bleibt die Ehre bei Gott. Der Mensch kann aber auch hochmütig handeln, nicht nach dem Willen Fragen und wenn er etwas gutes tut, sagen bin ich nicht gut. So bleibt die Ehre nicht bei Gott und das wäre keine gute Frucht.


Wie ist es denn bei euch? Was tut ihr im Dienste Gottes? Wie seid ihr zu diesem Dienst gekommen? Habt ihr da eine konkrete Anweisung von Gott erhalten oder habt ihr euch einfach wo eingesetzt und engagiert? Und denkt ihr, dass es der Heilige Geist ist und nicht ihr selbst, der den Dienst ausführt?


Manchmal schenkt Gott einem offene Türen und dort sollte man dann das Werk tun wozu man die Fähigkeiten erhalten hat.

Grundsätzlich musst Du es aber so sehen ohne Gott könnten wir ja nicht mal einen Atemzug tun und somit ist alles was wir tun, sofern es eben mit Gottes Worten konform ist nicht aus uns selbst getan, wenn wir am Ende den damit ehren der uns die Kraft gab, es zu tun.

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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Remo » So 19. Jun 2016, 15:54

Guten Tag miteinander

Eure Antworten haben mir Wertvolles und im guten Sinne "Anstössiges" beschert. Habt vielen Dank dafür!

Johelia hat geschrieben:Wenn du "nur" etwas suchst das Bestand hat und Gott anerkennt dann gibt es gibt es schon solche Stellen. Suchst du aber Stellen die Besagen, dass wir unsere Rettung "erwirken" können, liegst du auf dem Holzweg, Sorry.


Ich meine wirklich Taten, aufgrund derer ein Mensch ins Reich Gottes kommt, die also gewissermassen "Schätze im Himmel" sind. Dabei, so frage ich mich immer wieder, bringen die Menschen die Kraft und den Geist zu solchen Taten vollständig aus sich selbst heraus auf? Das heisst, nicht der Heilige Geist, nicht Christus, nicht Gott selbst wirkt in uns, sondern der Mensch fängt es an und vollbringt es. Das widerspräche natürlich der Gnade, aus der wir sind und leben und leben werden. Die Sache ist nun eben die, dass mir ein solches Handlungsvermögen des Menschen - meinerseits! - schon aus reiner Logik unmöglich erscheint. Wie sollte das denn gelingen, ein Werk zu tun, das die Gnade in einem gewissen Masse überflüssig macht? Dann wären Menschen genauso mächtig und schöpferisch wie Gott selbst. Wenn mir etwas Gutes gelingt - auch profane Dinge wie Sport, um meine Gesundheit zu stärken, oder die Arbeit, mit der ich meiner Brötchen verdiene - so führe ich das wie aus einem Reflex heraus auf Gottes Gaben und sein Wirken für mich und in mir zurück. Woher sonst? Ich habe nichts, was nicht Gott mir geschenkt hätte. Oder was meint Ihr?

Kingschild hat geschrieben:Joh 15:4 Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.


Gerade diese Stelle hat es mir aufgrund des Gesagten sehr angetan. Dazu las ich auch schon die Auslegung, wonach wir ohne Christus nur zum Nichtigen fähig sind. Natürlich kann jedeR von uns eine ganze Menge Dinge tun, weil wir - aus Gnade - das natürliche, biologische Leben erhalten haben. Aber etwas, das mit "Frucht bringen" wohl gemeint ist? Nein, das wäre doch ganz schön anmassend?

Vielleicht hilft auch diese Überlegung weiter: "Am Anfang schuf Gott ..." (Genesis 1) und "Am Anfang war das Wort ..." (Johannes 1) legt doch nahe, dass Gott der Ursprung von allem ist. Es gibt nichts, was vor ihm war. Also hängt auch der Mensch von Gott als Quelle von allem ab. Zu sagen, jemand könne aus eigener Kraft etwas tun, leugnet Gott als Ursprung und Quelle allen Seins, oder nicht?

Liebe Grüsse
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon kingschild » So 19. Jun 2016, 17:22

Remo hat geschrieben:
Gerade diese Stelle hat es mir aufgrund des Gesagten sehr angetan. Dazu las ich auch schon die Auslegung, wonach wir ohne Christus nur zum Nichtigen fähig sind. Natürlich kann jedeR von uns eine ganze Menge Dinge tun, weil wir - aus Gnade - das natürliche, biologische Leben erhalten haben. Aber etwas, das mit "Frucht bringen" wohl gemeint ist? Nein, das wäre doch ganz schön anmassend?


Hallo Remo

Das siehst du richtig wir alle haben Gaben von Gott erhalten, für unser Leben hier auf Erde und so können wir damit sicher auch etwas tun. Wenn wir aber dabei vergessen, dass alles von Gott kommt, dann überheben wir uns gewaltig. Zudem legte Jesus auch immer Wert auf eine Frucht die nicht vergehen wird und wir wissen alles was auf dieser Erde passiert, wird einmal der Vergessenheit angehören und somit wird also nur die Frucht etwas gelten die auch im neuen Himmel und der neuen Erde existiert. Wie wir ja wissen, können wir solche Frucht gar nicht aus uns selbst erzeugen und so bleibt die Ehre immer beim Schöpfer, aller Dinge.

Vielleicht hilft auch diese Überlegung weiter: "Am Anfang schuf Gott ..." (Genesis 1) und "Am Anfang war das Wort ..." (Johannes 1) legt doch nahe, dass Gott der Ursprung von allem ist. Es gibt nichts, was vor ihm war. Also hängt auch der Mensch von Gott als Quelle von allem ab. Zu sagen, jemand könne aus eigener Kraft etwas tun, leugnet Gott als Ursprung und Quelle allen Seins, oder nicht?


Demut ist wenn wir erkennen das wir ohne Gott ja keinen Atemzug tätigen könnten und jeder der darüber hinaus geht überhebt sich zumindest Gewaltig. Der Überhebung liegt immer die Sünde zu Grunde und wer Sünde tut, der tut bestimmt nichts grosses oder etwas das Bestand haben könnte für die Ewigkeit. Wenn wir aber demütig und treu bleiben, so tun wir die Werke des Vaters, die in Ewigkeit bestehen werden.

Von dem her gesehen alles was von der Welt geehrt wird, wird vergehen, die Werke des Vater aber die werden Bestand haben in Ewigkeit.

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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Johelia » So 19. Jun 2016, 20:09

Sali Remo,

Schön dass ich im guten Sinne "Anstössig" sein durfte. :lol:
Ja ich glaube, dass wir hier schon einen wichtigen Kernpunkt angestossen haben. 8-)

Remo hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Wenn du "nur" etwas suchst das Bestand hat und Gott anerkennt dann gibt es gibt es schon solche Stellen. Suchst du aber Stellen die Besagen, dass wir unsere Rettung "erwirken" können, liegst du auf dem Holzweg, Sorry.


Ich meine wirklich Taten, aufgrund derer ein Mensch ins Reich Gottes kommt, die also gewissermassen "Schätze im Himmel" sind.

Stopp, da muss ich kurz unterbrechen:
Wie ich in meiner vorherigen Post andeutete, unterscheide ich klar zwischen "Errettet werden" und Taten als Schätze im Himmel. In deinem Satz scheinst du das zu vermengen.

"Errettet werden" sehe ich als eine Tat Gottes nach seiner Wahl, die ER schon zu Anbeginn der Zeiten getroffen hat. ER hat das Ende vor dem Beginn gesehen und so die Seinen erwählt, weil ER schon gesehen hat welche Früchte aus dem Einzelnen erwachsen werden.
Errettung resultierend aus Taten eines Menschen, ist wie ich vorher beschrienen habe nicht möglich, sonst wäre es nicht mehr aus Gnade.

Die Schätze im Himmel sehe ich unabhängig von Errettung.

Remo hat geschrieben:Dabei, so frage ich mich immer wieder, bringen die Menschen die Kraft und den Geist zu solchen Taten vollständig aus sich selbst heraus auf? Das heisst, nicht der Heilige Geist, nicht Christus, nicht Gott selbst wirkt in uns, sondern der Mensch fängt es an und vollbringt es.

Wie gesagt findet Errettung (ewiges Leben ja/nein) aus Erwählung durch Gott und Akzeptanz von Jesus durch den Erwählten statt. Aus Gnade werden dem Erwählten die Sünden vergeben.

Da Gott hat einem jeden Menschen den völlig freien Willen zugestanden hat, kann Gott hier nur Umstände schaffen, die eine positive Wahl des Einzelnen für Gott begünstigen.
Jeder Mensch muss jedoch selbst frei entscheiden ob er dem Ruf Gottes folgen will oder nicht.

Remo hat geschrieben:Das widerspräche natürlich der Gnade, aus der wir sind und leben und leben werden. Die Sache ist nun eben die, dass mir ein solches Handlungsvermögen des Menschen - meinerseits! - schon aus reiner Logik unmöglich erscheint. Wie sollte das denn gelingen, ein Werk zu tun, das die Gnade in einem gewissen Masse überflüssig macht?

Richtig, darum ist Werksgerechtigkeit zur Erwirkung von Errettung ja auch nicht möglich,

Remo hat geschrieben:Dann wären Menschen genauso mächtig und schöpferisch wie Gott selbst.

Da schiesst du etwas übers Ziel hinaus.

Remo hat geschrieben:Wenn mir etwas Gutes gelingt - auch profane Dinge wie Sport, um meine Gesundheit zu stärken, oder die Arbeit, mit der ich meiner Brötchen verdiene - so führe ich das wie aus einem Reflex heraus auf Gottes Gaben und sein Wirken für mich und in mir zurück. Woher sonst? Ich habe nichts, was nicht Gott mir geschenkt hätte. Oder was meint Ihr?

Genau.

Vergessen wir aber nicht die Werke als „Schätze im Himmel“ die die Bibel von uns verlangt. Diese werden nach der Errettung aus reiner Selbstlosigkeit für Gott von uns Menschen gewirkt.

Was diese „Schätze im Himmel“ jedoch bewirken, ist auch eine spannende Diskussion.

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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon bigbird » Mi 22. Jun 2016, 15:40

Ähem - ich hab das jetzt nicht genau gelesen, aber hat jemand eine Bibelstelle gefunden, nach der gefragt wurde - oder diskutiert ihr bloss? 8-) :lol:

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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Kernbeisser » So 31. Jul 2016, 09:55

Remo hat geschrieben:Ich suche eine Bibelstelle, die besagt, dass ein Mensch aus sich selbst heraus etwas vollbringen kann, was vor Gott Bestand hat und vor ihm "zählt".


Hi Remo

Jeder Bibeltext steht in einem Kontext. Es geht um Gott, der über allem steht, und in allen wirkt. Die Idee, dass wir uns irgendwie ganz unabhängig von Ihm aufstellen können, würde uns in letzter Konsequenz aus der Position eines Geschöpfs in die Position von Gott versetzen. Das ist auch das Problem mit der (unbiblischen) Lehre eines «Freien Willens».

Die Antwort in einem biblischen Kontext kann also nicht das Gefälle Schöpfer/Geschöpf aus den Angeln hieven, und soll das vielleicht auch nicht. Belassen wir nun Deine Frage innerhalb des biblischen Kontexts, dann gibt es durchaus solche Bibelstellen. Hier zum Beispiel:

Ungläubige können Gottes Anforderung erfüllen

«Denn wenn die Nationen, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was das Gesetz fordert, so sind diese (die das Gesetz nicht haben) sich selbst Gesetz…»
Röm 2:14-15

Gläubige müssen selbst zusehen

«Gemäss der mir von Gott gegebenen Gnade lege ich als weiser Werkmeister den Grund, ein anderer aber baut darauf weiter. Ein jeder aber gebe Obacht, wie er darauf baue!»
1Kor 3:10

Gott richtet übrigens nie nach Glauben, sondern immer nur nach Werken. Es geht konkret um Dinge, die wir im Leben verüben. Dass wir als Glaubende eine zusätzliche Erwartung haben, und eine ganz neue Grundlage erhielten, das ist eine Segnung und Berufung, die zusätzlich gilt. Glauben ist nie ein Ersatz für gesunde Vernunft.

Ganz positiv könnte man auch erkennen, was Paulus an Timotheus schreibt:

«Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft und der Liebe und der gesunden Vernunft gegeben»
2Tim 1:7

«Gesunde Vernunft» (gr. sophrosune) ist das womit der Glaubende zuversichtlich und in Abhängigkeit von Gott doch selbst entscheiden muss. Ich denke, wir sind von beidem abhängig: Gott steht über allem und wir sind von Ihm abhängig. Selbst jedoch müssen wir unser Leben gestalten und dürfen ohne Furcht (und in Vertrauen auf Ihn) einfach jeden Tag den nächsten Schritt wählen.

Wahrer Glaube erkennt man daran, dass man Gott zutraut, auch allfällige Fehlschritte wieder zu korrigieren. So heisst es in Psalm 23:

«Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.»
Ps 23:3

Um Seines Namens willen! – das ist Ausdruck von Vertrauen, Erkenntnis und Erfahrung in einem. Gott steht auch über meine Fehltritte. Der beste Beweis dafür? Jesus Christus.

Gruss
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«In der Gnade leben, heisst: Als Beschenkte leben.»
Richard Imberg, aus «In Christo»
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon maria139 » So 31. Jul 2016, 20:27

Hallo Remo

Mir kommt da insbesondere Römer 2, 6 und 7 in den Sinn.Welcher geben wird einem jeden nach seinen Werken. Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, welche mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben.

lg Maria
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Johelia » So 31. Jul 2016, 23:16

SAli Kernbeisser

Kernbeisser hat geschrieben:Das ist auch das Problem mit der (unbiblischen) Lehre eines «Freien Willens».

Gott richtet übrigens nie nach Glauben, sondern immer nur nach Werken.


Das sind zwei massiv ultimative Aussagen, die keinen weiteren Raum für andere Glaubensrichtungen offen lässt.

Kannst du denn solche Aussagen auch entsprechend massive biblisch begründen?

Grüsse

Johel
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Re: Gibt es eine solche Bibelstelle?

Beitragvon Kernbeisser » Mo 1. Aug 2016, 12:15

Johelia hat geschrieben:SAli Kernbeisser

Kernbeisser hat geschrieben:Das ist auch das Problem mit der (unbiblischen) Lehre eines «Freien Willens».

Gott richtet übrigens nie nach Glauben, sondern immer nur nach Werken.


Das sind zwei massiv ultimative Aussagen, die keinen weiteren Raum für andere Glaubensrichtungen offen lässt.

Kannst du denn solche Aussagen auch entsprechend massive biblisch begründen?

Grüsse

Johel



Hallo Johel

Oh ja, das geht. Sonst hätte ich das nicht geschrieben.

Freier Wille

Es gibt in der Bibel keinen Ausdruck wie «freier Wille». Es ist ein Konstrukt. Leider kann ich dazu keine Bibelstelle zitieren, eben weil es den Ausdruck nicht gibt.

Die Idee eines «absolut freien Willens» steht in direktem Widerspruch mit der Schrift, in der gesagt wird, dass Gott Selbst alles bewirkt nach dem Ratschluss Seines Willens (Eph 1:11).

Ein Freier Wille ist ein Konstrukt, welches die Himmel- und Hölle-Lehre dazu benutzt, Gott von der Verantwortung für Seine Schöpfung rein zu waschen und die Verantwortung dem Geschöpf in die Schuhe zu schieben. Salopp ausgedrückt: «Wir haben eben einen freien Willen, und wenn wir nicht glauben wollen, dann sind wir eben selbst Schuld, wenn wir in der Hölle landen». Die Lehre des freien Willens hat einen direkten Zusammenhang mit der Lehre einer Hölle.

Die Idee eines wirklich 100% freien Willens ist der Schrift fremd. Nur Gott hat diesen alles übersteigenden Wille. Nur Er kann wirklich frei sein, wir sind bereits begrenzt durch die Schöpfung von der wir teil ausmachen. Deshalb steht in der Bibel nur etwas davon, dass Gott alles nach dem Ratschluss Seines Willens bewirkt. Dagegen steht für den Menschen, dass der Mensch zwar denkt, Gott aber lenkt (Spr 16:9, 21:1).

Gott richtet nach Werken

Erstaunt es, dass Gott nach Werken richtet? An jeder einzelnen Stelle, wo von einem Gericht die Rede ist, wird nach Werken gerichtet, ganz unabhängig davon was gerade gerichtet wird (z.B. Joh 5:28-29, Mt 25:31-46, Ofb 20:11-15). Das gilt sogar für die Gläubigen, wenn sie vor der Preisrichterbühne des Christus erscheinen (1Kor 3:10-15).

Dass Gott etwa nach Glauben richten würde, wird durch die Himmel- und Hölle-Lehre suggeriert. Da geht es lediglich darum, dass man glaubt, und mein Glauben entscheidet sozusagen, ob Gott mich für würdig erachtet. Rettung ist in letzter Instanz durch meinen Glauben.

Die Verwirrung ist gleich auf mehreren Ebenen: Hier wird Glaube zu einem Werk gemacht, zu etwas, was ich zu «leisten» habe, damit Gott mich annimmt (ein krasser Gegensatz zum Evangelium). Wer nicht gerettet werden will (dieses Glaubenswerk sozusagen nicht machen will oder kann), der wird für ewig verloren sein. Glaube ist der Schlüssel zur Rettung, und dieser Glaube ist ein Werk, was der Mensch zu vollbringen hat, ansonsten Gott leider an Händen und Füssen gebunden ist und nicht mehr retten kann. Ist das nicht erstaunlich? Die Bibel spricht ganz anders, wie oben angedeutet.

Gruss
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