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Buddha auf den Bergen

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 12:29

Was meint ihr dazu?


Buddha auf dem Berg


Eine Gruppe junger Alpinisten hat in Norditalien einen mächtigen Buddha auf einen Berggipfel gesetzt. Grund für die kuriose Installation: Mit der Aktion wollen die Bergführer gegen die zahlreichen katholischen Gedenktafeln, Kreuze, Grabsteine und religiösen Statuen protestieren, die in der Lombardei die Bergwege säumen. "Wer hier die Berge besteigt, hat das Gefühl, einen Kreuzweg zu machen. Dabei bemühen sich Alpinisten gerade darum, bei ihrem Aufstieg keine Spuren zu hinterlassen und sich wie ein Schatten auf den Gipfeln zu bewegen", sagte einer der Organisatoren.

Der Buddha auf dem Piz Badile im Val Masino ist 1,30 Meter hoch und 20 Kilogramm schwer. Seit einigen Tagen thront er in über 3300 Metern Höhe zwischen Lombardei und dem Schweizer Kanton Graubünden, berichteten italienische Medien. Er soll erst dann wieder Richtung Tal gebracht werden, "wenn da oben keine Heiligenstatuen, sondern nur noch Fels und Eis sind", hieß es.

Einheimische Priester reagierten wütend auf die Initiative: "Unsere Berge dürfen nicht von anderen Religionen verunreinigt werden, die nicht zu unserer Kultur gehören. Die Buddhas sollen in Nepal bleiben", erklärte Don Augusto Azzalini.

[Quelle: http://www.dw-world.de/dw/briefs/0,1574,1725172,00.html oder: http://www.netzeitung.de/reise/360393.html]


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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon elena » Sa 1. Okt 2005, 12:43

Für mich geht das in Ordnung - für mich ist das OK.

Ich finde das steht ihnen zu.Denn sowohl in Italien als auch in der Schweiz herrschen Meinungs- und Religionsfreiheit.

Gott hat uns von Anfang an den freien Willen gegeben.

Ob das mit unserer Kultur übereinstimmt ist wohl eine andere Frage.

Die Zeit wird kommen, wo nicht nur die Kruzifixe aus den Klassenräumen entfernt worden sind,sondern auch noch die Kreuze auf den Gipfeln unserer Berge.


mfg,
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 12:57

Ich finde, das Bildergeschmäus gehört samt und sonders weggeräumt.

Das zweite Gebot (von der RKK nicht in den Katechismus übernommen!) heisst nämlich:

Original: 2. Mose 20, 4 - 6 (Uebersetzung Schlachter 1951)

Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch dessen, das in den Wassern, unterhalb der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
Also, liebe einheimische Priester, dann exportiert doch eure Ikonen auch gleich nach Nepal.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 13:06

Eine Gruppe junger Alpinisten hat in Norditalien einen mächtigen Buddha auf einen Berggipfel gesetzt. ... Dabei bemühen sich Alpinisten gerade darum, bei ihrem Aufstieg keine Spuren zu hinterlassen
:D
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon LordAlm » Sa 1. Okt 2005, 14:04

Jesaja 24, 19-22

Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen. c 20Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, daß sie fallen muß und nicht wieder aufstehen kann.
a: Jer 48,43-44; Am 5,19 b: 1. Mose 7,11 c: 2. Petr 3,10

21Zu der Zeit wird der HERR a das Heer der Höhe heimsuchen in der Höhe und b die Könige der Erde auf der Erde, 22daß sie gesammelt werden als Gefangene im Gefängnis und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit heimgesucht werden.

Jetzt werdet ihr fragen: Was hat das mit dem Buddha zu tun?

Hallo Enggi,
was bedeutet für dich ein Kreuz? Ist das Bildergeschmäus? Wo hat Jesus für dich gelitten und ist gestorben? Willst du das Symbol "Kreuz" den Christen nehmen? Wenn du die Bibel liest, machst du dir keine Bilder im Geist? Wie kannst du ohne Bilder leben? Schön langweilig dein Leben, dann geh doch gleich blind durch die Gegend!

Im Übrigen war das eine Protestreaktion und zugleich eine Erpressung und Drohung. Alles muss weg, was mit Jesus zu tun hat, so hat es schon in den Schulen angefangen. Es wird eine Zeit kommen, wo bekennende Christen wieder verfolgt werden.

Gottes Segen LA
Nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Morlog » Sa 1. Okt 2005, 14:36

Original von Shakyamuni
Was meint ihr dazu?


Einheimische Priester reagierten wütend auf die Initiative: "Unsere Berge dürfen nicht von anderen Religionen verunreinigt werden, die nicht zu unserer Kultur gehören. Die Buddhas sollen in Nepal bleiben", erklärte Don Augusto Azzalini.
[Quelle: http://www.dw-world.de/dw/briefs/0,1574,1725172,00.html oder: http://www.netzeitung.de/reise/360393.html]




götzen dahin wo sie gehören :D
grundsätzlich kann man nichts ausschliessen.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Echse » Sa 1. Okt 2005, 14:58

Original von Shakyamuni
Was meint ihr dazu?




Gefällt mir natürlich nicht, weil ich das, was er verkörpert überhaupt nicht mag.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Morlog » Sa 1. Okt 2005, 15:04

Original von Echse
Original von Shakyamuni
Was meint ihr dazu?




Gefällt mir natürlich gar nicht und ich weiss nicht, was mit dieser Götzenstatue passieren würde, wenn ich eine solche hier auf dem Berg sehen würde...






EChSe

du weist doch was das at in dem fall vorschreibt :D
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 16:26

Original von Morlog
götzen dahin wo sie gehören :D

was meinst du mit "götzen"? der buddha war kein gott und ist auch kein falscher gott. er hat nie den anspruch erhoben ein gott zu sein. er ist viel mehr als das. und eine buddhastatue ist nur metall - kein "götze"...

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Tüddel » Sa 1. Okt 2005, 16:29

Wir haben gerade Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht genug, um einander zu lieben.
(Jonathan Swift, engl. Schriftsteller, 1667-1745)
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.
(Schiller, Mein Glaube)
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 16:37

Zitat von Shakyamuni
er hat nie den anspruch erhoben ein gott zu sein. er ist viel mehr als das.
Wenn es irgendeinen Sinn haben soll, dann kann nichts mehr als Gott sein. Da diese Aussage aber keinen Sinn in sich selbst hat, sind damit irrationale Absichten verknüpft und irrationale Absichten werden das eigene Karma kaum befördern.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon jeremia » Sa 1. Okt 2005, 16:39

Original von Shakyamuni
Original von Morlog
götzen dahin wo sie gehören :D

was meinst du mit "götzen"? der buddha war kein gott und ist auch kein falscher gott. er hat nie den anspruch erhoben ein gott zu sein. er ist viel mehr als das. und eine buddhastatue ist nur metall - kein "götze"...




mehr? weniger?
wen interessiert das schon ;)
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon jeremia » Sa 1. Okt 2005, 16:45

übrigens ist einen buddha auf einen berg in den alpen stellen typisch europäisch-dummes denken! genauso wie früher das kreuz ungefragt exportiert wurde, beginnen jetzt (europäische) möchtegernbuddhisten ihr ego in form einer buddhastatue zu importieren. diese aktion ist kindischer pseudoprotest, der einem echten buddhisten wie einem echten christen nicht mal ein lächeln kostet!
jeremia

ps.: empört zu sein, dass in den alpen heiligefiguren und kreuze zu finden sind, ist in etwa genauso blöd wie wenn ich zornig werde weil in frankreich französisch gesprochen wird.
wie alt waren denn die alpinisten? 15?
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Tüddel » Sa 1. Okt 2005, 16:51

Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.
(Erasmus von Rotterdam, niederländ. Theologe u. Humanist, Gegner Luthers)

Oder das Christentum kann ohne Feinbilder nicht überleben.
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Schoham » Sa 1. Okt 2005, 18:05


Oder das Christentum kann ohne Feinbilder nicht überleben.


Das hast du aber Fein gesagt. :D

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 18:12

Original von jeremia
übrigens ist einen buddha auf einen berg in den alpen stellen typisch europäisch-dummes denken! genauso wie früher das kreuz ungefragt exportiert wurde, beginnen jetzt (europäische) möchtegernbuddhisten ihr ego in form einer buddhastatue zu importieren. diese aktion ist kindischer pseudoprotest, der einem echten buddhisten wie einem echten christen nicht mal ein lächeln kostet!

ich glaube nicht, dass diese herren buddhisten waren. ein buddhist würde keine buddhastatue für seinen protest gebrauchen und dazu sind buddhisten i.d.R. sehr tolerant. zumindest stört man sich nicht an irgendwelchen bildchen. dieser protest war auch imho eher protest von einigen bergsteigern, die dadurch die berge verschandelt sehen. ich persönlich denke auch, dass so etwas nicht umbedingt schön ist, aer alles wieder abzubauen wär sauteuer...
was ich aber viel interessanter finde ist der protest einiger christen in dem gebiet. darum ging es mir eigentlich.

Original von Scardanelli
Wenn es irgendeinen Sinn haben soll, dann kann nichts mehr als Gott sein. Da diese Aussage aber keinen Sinn in sich selbst hat, sind damit irrationale Absichten verknüpft und irrationale Absichten werden das eigene Karma kaum befördern.

ich will meine eigenen taten nicht "befördern" :? ;)
mir bleibt der sinn deines postings ein wenig verschlossen (wenn wir schonmal grade beim sinn sind *g*), vieleicht kannst du das ein wenig ausführen?
abgesehen davon - die sichtweise der buddhisten ist nunmal ein wenig anders - da kannst du dich auf den kopf stellen, sie wird so bleiben ;) die göttliche existenzebene (die manche als nicht mehr als eine gefühlslage deuten) ist zwar über der menschlichen, aber die götter sind eben nunmal nicht befreit. das sieht man zb. an jahwe, der eifersucht, rachsucht etc. hegt, während ein buddha diese negativen gefühle überwunden hat.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 18:27

Zitat von Shakyamuni
aber die götter sind eben nunmal nicht befreit. das sieht man zb. an jahwe, der eifersucht, rachsucht etc. hegt, während ein buddha diese negativen gefühle überwunden hat.
Wenn Gott etwas überwindet, dann hat dies allgemeine Bedeutung. Wenn aber ein Mensch etwas überwindet, dann hat es nur für diesen eine Bedeutung und was diese dann überhaupt bedeutet, ist zweifelhaft, weil es ja nur aus seinem vereinzelten Empfinden gekommen ist. Was ein Mensch überwindet, ohne das es Gott überwunden hat, hat genau den Belang dieser Vereinzelung.
Buddha hat ein in ihm vereinzeltes Problem überwunden und das sei ihm gegönnt. Es geht nur Buddha etwas an.
Buddhastatuen dienen aber auch der Erbauung, als ginge von diesen Teilen eine Kraft aus. Sie werden berührt und dann wird darauf gehofft. So wird dann in diese Vereinzelung Hoffnung gesetzt.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 18:38

@ Shakyamuni,
aber die götter sind eben nunmal nicht befreit. das sieht man zb. an jahwe, der eifersucht, rachsucht etc. hegt, während ein buddha diese negativen gefühle überwunden hat.
Götter sind sicher nicht frei, es sei denn, sie befreien sich selbst und das hat Gott getan. Damit Freiheit überhaupt Geltung hat, muss sie von Gott ausgehen und nicht vom Menschen.
Freiheit muss zuerst in Gott entwickelt sein, und das kann kein Mensch leisten, dieses Zuerst, weil etwas nur dann wahr ist, wenn es seine völlige Tiefe erreicht hat und die kann nur in Gott gesetzt sein. Das ist ganz einfache Logik, durch und durch vernünftig und mehr, als jedes Zungenreden. (Letzteres an andere Adresse)
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Schoschannah » Sa 1. Okt 2005, 18:49

Damit Freiheit überhaupt Geltung hat, muss sie von Gott ausgehen und nicht vom Menschen.


Was wäre die buddistische Antwort darauf? Ich weiss, dass buddhistische Philosophie dieser Ansicht nicht ist, und dass sie diese Behauptung nicht im Geringsten überzeugend fände.

Freiheit, jetzt als persönliche Ansicht, kann nur dann von GOtt ausgehen, wenn und insofern es den freien Menschen gibt. Da beisst sich die Katze in den Schwanz.

LG

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könne den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

(Franz Kafka)






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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon jeremia » Sa 1. Okt 2005, 18:55

Original von Shakyamuni
[
was ich aber viel interessanter finde ist der protest einiger christen in dem gebiet. darum ging es mir eigentlich.



das ist kein religiöses problem, bzw. religiöser protest, sondern ein kulturelles problem.
es dringt etwas fremdes ein und wird bekämpft. das allerdings könnte bedeuten, dass in diesem fall christsein vor allem eine sache des brauchtums ist. diese "christen" erfahren jetzt (obwohl diese alpinisten das sicher so nicht meinten), wie es ist, wenn etwas anderes eindringt und missioniert! ;)
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Domenicus » Sa 1. Okt 2005, 19:17


Ich glaube, wenn ich Buddhist wäre, dann würde mich diese Aktion extrem nerven. Denn schließlich haben die Bergsteiger den Buddha nicht aus Überzeugung dort auf dem Berg aufgerichtet, sondern als Protest gegen das Christentum. Meine Religion wäre dadurch für andere Zwecke misbraucht worden, und das ist nicht ok.
And shepards we shall be,
For thee my Lord for thee,
Power hath descended forth from thy hand,
Our feet may swifly carry out thy command,
So we shall flow a river forth to thee,
And teeming with souls shall it ever be,
IN NOMINE PATRIS ET FILII ET SPIRITUS SANCTI!
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 19:40

Original von Scardanelli
Wenn Gott etwas überwindet, dann hat dies allgemeine Bedeutung. Wenn aber ein Mensch etwas überwindet, dann hat es nur für diesen eine Bedeutung und was diese dann überhaupt bedeutet, ist zweifelhaft, weil es ja nur aus seinem vereinzelten Empfinden gekommen ist.

nun das empfinden eines gottes ist ebenso vereinzelt. um zu wissen, dass das empfinden des buddhas allgemeingültig war, muss man ein wenig über buddhismus und die buddhologie wissen. der budhha hat seine erkenntniss nicht aus sich. die erkenntniss / seine lehre (der dhamma) ist auch ohne das auftreten eines buddhas vorhanden. ebenso wie die schwerkraft vorhanden ist, auch wenn sich keiner dieser bewusst ist. der buddha hat dieses dhamma nur erkannt und lehrt es den menschen, die es noch nicht erkannt haben. sie können es ebenso erkennen und arahats werden (menschen, die aufgrund der lehre eines buddhas erwacht sind). der historische buddha, siddharta gautama, war ein sammasambuddha, also ein erwachter (= buddha), der aus mitgefühl den dhamma lehrt. also ist es auch sache der anderen menschen geworden und nicht allein seie erkenntniss geblieben (da es ja arahats gab und auch weiterhin gibt). es hätte auch die lehre so erkennen und sie anderen menschen nicht lehren können (wie es ein pratyekabuddha tut). es gab in der vergangenheit unzählige buddhas und das dhamma ist von dem einzelnen unabhängig. weil das dhamma auch nicht an einen einzelnen menschen gebunden ist, ist die freiheit die aus ihm entspringt auch nicht menschenwerk.
die werke des jüdischen gottes jahwe sind sogar so begrenzt, dass es nur ein volk gibt (die israeliten), die von ihm auserwählt sind. auch in den schriften der christen wird wieder eine minderheit angesprochen, indem man nur wenigen das paradies zuspricht und die mehrheit ewig verdam.mt werden soll. das dhamma dagegen kann jeder erreichen und es gibt im buddhismus die vorstellung, dass alle lebewesen (! - nicht nur menschen) befreit werden. wenn das nicht allgemeingültig ist!
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 20:31

Original von LordAlm

Hallo Enggi,
was bedeutet für dich ein Kreuz? Ist das Bildergeschmäus? Wo hat Jesus für dich gelitten und ist gestorben? Willst du das Symbol "Kreuz" den Christen nehmen? Wenn du die Bibel liest, machst du dir keine Bilder im Geist? Wie kannst du ohne Bilder leben? Schön langweilig dein Leben, dann geh doch gleich blind durch die Gegend!

Im Übrigen war das eine Protestreaktion und zugleich eine Erpressung und Drohung. Alles muss weg, was mit Jesus zu tun hat, so hat es schon in den Schulen angefangen. Es wird eine Zeit kommen, wo bekennende Christen wieder verfolgt werden.

Gottes Segen LA
Ich will niemandem nichts :D wegnehmen, aber Jesus starb nicht an einem Kreuz mit kunstvollen Verzierungen an den Balkenenden, und dass man ihm an allen Strassenecken Denkmäler aufstellt („dass er mir nur schön da oben am Kreuze angenagelt bleibt, denn wenn er aufersteht, so könnte er mir noch gefährlich werden“), oder lieber noch als Baby in den Armen seiner Mutter („jö wie herzig und ungefährlich so ein Jesulein doch ist“), wollte er sicher auch nicht. Er will durch den Heiligen Geist in uns wohnen, dazu braucht er keine Symbole an den Schulhauswänden. Die Verfolgung wird sicher kommen, ist eigentlich schon da (diesmal von innen her) aber nicht gegen die, welche Bilder benötigen, sondern genau gegen die Bilderlosen. Die Stupa auf dem Säntis muss übrigens auch wieder verschwinden, dafür sorge ich noch.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon jeremia » Sa 1. Okt 2005, 20:38

@enggi!
man nennt es paranoia und ist mit fluctine, risperdal und seroxat gut therapierbar :Dich würde aber auch eine psychotherapie machen.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Mr. X » Sa 1. Okt 2005, 21:07

"Unsere Berge dürfen nicht von anderen Religionen verunreinigt werden, die nicht zu unserer Kultur gehören.

Wie traurig, der Glaube an Gott wird schon als Kulturgut gehandelt. 8-) - Wenn das alles ist?

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Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von grosser Güte. Psalm 103,8
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon jeremia » Sa 1. Okt 2005, 21:11

wenn´s nur kultur ist, dann ist es wahrhaft traurig. allerdings dass religio auch den kulturellen aspekt innehat ist völlig normal.
der religiöse mensch drückt sich aus - kultur entsteht.
was sucht ihr den lebenden bei den toten?
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 22:32

Original von jeremia
@enggi!
man nennt es paranoia und ist mit fluctine, risperdal und seroxat gut therapierbar :Dich würde aber auch eine psychotherapie machen.
Psychotherapie :?
Ich brauche keine Dämonen, habe schon meine eigenen. ;)
Und gleich einen Cocktail von drei Chemikalien fresse ich auch nicht so schnell. :shock:
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 22:35

@Shakyamuni,
nun das empfinden eines gottes ist ebenso vereinzelt.
Sicher, nur kommt eine Empfindung als solche nicht aus ihrer Vereinzelung heraus, dazu muss ihr das Denken beispringen um die Empfindung aus ihrer Vereinzelung zu befreien und dabei die Herrschaft anzutreten. Das Denken überwindet das Empfinden, weil es dieses als beschränkt erkennt. Damit wird auch die Form der Empfindung überwunden, ihre Vereinzelung und alle ihre Attraktionen als diese herabgesetzt.
um zu wissen, dass das empfinden des buddhas allgemeingültig war, muss man ein wenig über buddhismus und die buddhologie wissen.
Muß man nicht, denn Allgemeingültiges kann nur aus Gott kommen. „Gott“ ist der Begriff für das Allgemeine. Es müsste hier erwiesen werden, ob das behauptete Allgemeingültige in sich lebendig ist, oder nur abstrakt, ob es in sich bestimmt ist und zwar zum Leben hin, heißt, ob es real ist.
der budhha hat seine erkenntniss nicht aus sich. die erkenntniss / seine lehre (der dhamma) ist auch ohne das auftreten eines buddhas vorhanden.
Aus wem hat er sie dann? Und wenn diese Erkenntnis nicht an die Person gebunden ist, wo ist sie dann, ich meine konkret, nicht phantasiert.
der buddha hat dieses dhamma nur erkannt
Das ist ja nicht weiter schlimm, aber seine Grenze. Und dann fragt es sich, welches Vermögen hat etwas erkannt?
der historische buddha, siddharta gautama, war ein sammasambuddha, also ein erwachter (= buddha),
Es ist eine Sache, wenn das einer von sich sagt und eine andere, wenn man das über einen anderen aussagt. Letzteres ist ein Stochern im Ungewissen und damit die stärkste Form von Glauben.
Ich persönlich wünsche keinem Menschen das Leid, welches Erleuchtung mit sich bringt. So etwas wäre unhöflich.
weil das dhamma auch nicht an einen einzelnen menschen gebunden ist, ist die freiheit die aus ihm entspringt auch nicht menschenwerk.
Wenn du nicht angeben kannst, es nicht begreifen kannst, wessen Werk das ist, dann ist es solange Menschenwerk.
die werke des jüdischen gottes jahwe sind sogar so begrenzt, dass es nur ein volk gibt (die israeliten),
Erleuchtet ist derjenige, der vor seiner eigenen Hautüre kehrt.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 23:06

Original von Scardanelli
Ich persönlich wünsche keinem Menschen das Leid, welches Erleuchtung mit sich bringt. So etwas wäre unhöflich.
Ich bin zwei Jahre lang auf einem Zafu herum gesessen und frage mich seitdem, warum ich von einem Tag auf den anderen damit aufgehört habe!

Zwei Sätze von Scardi, und meine Frage hat sich erledigt :D !

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 23:47

Original von Scardanelli
Allgemeingültiges kann nur aus Gott kommen. „Gott“ ist der Begriff für das Allgemeine.

"gott" ist kein begriff für das allgemeine. es ist das christliche gottesbild, dass du damit meinst. in unseren breitengraden wird das wort "gott" insbesondere für den christlich jüdischen gott benutzt. also allgemeingültig ist der begriff sicher nicht. du kannst hier nur proklamieren, dass deine vorstellung des christlichen gottes allgemeingültig ist, aber ernst zu nehmen ist das nicht.



Aus wem hat er sie dann? Und wenn diese Erkenntnis nicht an die Person gebunden ist, wo ist sie dann, ich meine konkret, nicht phantasiert.

der buddha hat den dhamma erkannt. der dhamma findet sich überall in der welt und ist die ordnung schlechthin. wen man ihn erkennt, kann man sich aus der leidvollen welt befreien, weil man die absoluten grundlagen der welt kennt. wenn du dich ein wenig näher mit dem dhamma beschäftigt hast, wirst du merken, dass man auch als christ diese grundlagen anerkennen kann und sie sehr gut nachvollziehbar sind. ich habe das gefühl, dass du den buddhismus noch nicht so kennst, deswegen fällt es dir schwer aus meinen ganzen fragmenten, die ich in den beiträgen geben kann, etwas ganzes zu schaffen. kann dir gerne ein paar gute bücher empfehlen wenn du willst.

Ich persönlich wünsche keinem Menschen das Leid, welches Erleuchtung mit sich bringt. So etwas wäre unhöflich.

im gegenteil es hebt das leiden auf.. was meinst du damit? wieso sollte erwachen leiden bringen?




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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » Sa 1. Okt 2005, 23:50

Original von William Penn
Original von Scardanelli
Ich persönlich wünsche keinem Menschen das Leid, welches Erleuchtung mit sich bringt. So etwas wäre unhöflich.
Ich bin zwei Jahre lang auf einem Zafu herum gesessen und frage mich seitdem, warum ich von einem Tag auf den anderen damit aufgehört habe!

Zwei Sätze von Scardi, und meine Frage hat sich erledigt :D !

du hast zazen gemacht? sicher das sog. christliche "zen", oder? die meditation ist nur ein von insgesammt 8 elementen des erwachens
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 23:59

Kein christliches Zen!

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » So 2. Okt 2005, 00:04

ich kann mich nur wiederholen. selbst dogen zenji hat immer gesagt, dass man die anderen elemente des achtfachen pfades nicht vernachlässigen sollte. sonst bringt zazen in der tat weniger.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Enggi » So 2. Okt 2005, 00:07

Original von Shakyamuni
ich kann mich nur wiederholen. selbst dogen zenji hat immer gesagt, dass man die anderen elemente des achtfachen pfades nicht vernachlässigen sollte. sonst bringt zazen in der tat weniger.
Du meinst also, Buddha entweder ganz oder dann gar nicht?
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon William Penn » So 2. Okt 2005, 00:07

Original von Shakyamuni
ich kann mich nur wiederholen. selbst dogen zenji hat immer gesagt, dass man die anderen elemente des achtfachen pfades nicht vernachlässigen sollte. sonst bringt zazen in der tat weniger.
So haben wir das auch aufgefaßt - aber das rechte Maß zu finden ist auf jedem Weg das Hauptproblem ...

... auch in der Nachfolge Christi. Siehst du ja hier im Forum besonders deutlich!

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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » So 2. Okt 2005, 00:12

Original von Enggi
Original von Shakyamuni
ich kann mich nur wiederholen. selbst dogen zenji hat immer gesagt, dass man die anderen elemente des achtfachen pfades nicht vernachlässigen sollte. sonst bringt zazen in der tat weniger.
Du meinst also, Buddha entweder ganz oder dann gar nicht?

nicht umbedingt, weil man z.B. die ethik gut leben kann ohne zu meditieren, aber meditation ohne grundlage bringt wenig oder nervt nur ;) leider wird oft nur meditiert - besonders hier im westen. ich denke da ähnlich wie wp - auf das maß kommt es an :D
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Morlog » So 2. Okt 2005, 00:34

Original von Shakyamuni
aber meditation ohne grundlage bringt wenig oder nervt nur ;)



und ein wenig hart auf dem boden eine matte ist da wohl angebracht. :D
grundsätzlich kann man nichts ausschliessen.
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » So 2. Okt 2005, 01:00

@Wow William,
du bist hier also tatsächlich beleckt, das klingt mir ja sehr interessant. Keine Ahnung was „Zafu herumgesessen“ ist, es klingt auf jeden Fall gewichtig und geheinmisvoll.:respekt:
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Shakyamuni » So 2. Okt 2005, 01:08

zafu nennt sich das meditationskissen im zazen (sitzmeditation) des japanischen zen buddhismus :D
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Re: Buddha auf den Bergen

Beitragvon Scardanelli » So 2. Okt 2005, 01:28

@Shakyamuni,
"gott" ist kein begriff für das allgemeine.
Aber sicher doch.
"gott" ist kein begriff für das allgemeine. es ist das christliche gottesbild, dass du damit meinst.
Bilder gehören in die Anschauung, ich meine aber das Denken und das hat gar keine Bilder.
du kannst hier nur proklamieren, dass deine vorstellung des christlichen gottes allgemeingültig ist, aber ernst zu nehmen ist das nicht.
Es liegt hier an dir, was du ernst zu nehmen in der Lage bist. Dafür bin ich nicht verantwortlich.
der buddha hat den dhamma erkannt. der dhamma findet sich überall in der welt und ist die ordnung schlechthin.
Erkennen kann man nur das, was bestimmt ist. Wie ist „dhamma“ also bestimmt?
Was die Ordnung überall in der Welt ist, also die Ordnung schlechthin, dafür kann man kurz und bündig Gott sagen. Erkennen, oder begreifen meint dann diese Ordnung in ihr selbst so zu haben. Wahrhaft erkennen ist nur was es an ihm selbst ist. Nur "Ordnung" zu sagen, ist nicht begreifen, nicht erkennen.
wenn du dich ein wenig näher mit dem dhamma beschäftigt hast, wirst du merken, dass man auch als christ diese grundlagen anerkennen kann und sie sehr gut nachvollziehbar sind.
Bestimmt ist das möglich, denn du hast ja schon zumindest implizit „Gott“ gesagt. Es fragt sich nur, bis zu welcher Tiefe an ihm selbst dhamma da mithalten kann.
ich habe das gefühl, dass du den buddhismus noch nicht so kennst, deswegen fällt es dir schwer aus meinen ganzen fragmenten, die ich in den beiträgen geben kann, etwas ganzes zu schaffen.
Stimmt, ich kenne den Buddhismus kaum, weshalb ich ihn nehme wie ein Kind. Ich weiß aber was er leisten muss.
kann dir gerne ein paar gute bücher empfehlen wenn du willst.
Das wäre nett.
im gegenteil es hebt das leiden auf.. was meinst du damit? wieso sollte erwachen leiden bringen?
Wenn man nun erwacht ist, dann steht man am Ziel und steht dann eben nur noch so herum. Langeweile ist leidvoll. Und deshalb ist in diesem Erwachen auch kein Ernst, denn entweder der Erwachte langweilt sich oder er wird Bodhisattvas.
Völliges Erwachen ist die Spitze gegenüber dem Schlafen und auf seiner Spitze kehren sich vermittelte Begriffe in ihr Gegenteil. Die Wahrheit des völligen Erwachens ist der Schlaf, in den sich das völlige Erwachen kehrt.
Niemand kann erwachen, wenn er nicht zuvor geschlafen hat und ist kein Schlaf mehr im Erwachen, dann ist nur noch Schlaf, eine sinnlose Abstraktion, die gar keine Realität hat.
Im völligen Erwachen ist keine Vernunft, es ist eine leere Vorstellung.
Es ist eine gewisse Mode in wohl allen Religionen, mit hochtrabenden Vorstellungen aufzutrumpfen. Es wird da viel heiße Luft verblasen und das mit ernster Stirn.
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