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gestohlene gnade

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Moderator: firebird

gestohlene gnade

Beitragvon balpha » Di 21. Aug 2007, 20:35

In mitten deines Angesichts 8-)
erleuchtet meine Seele
ein Funken Glück - ein Tröpfchen nichts
Gunst, die ich dir stehle

Im Kerne deines Herzens
dort, wo ich glücklich bin
Trotz Leid und allen Schmerzen
verharr´ ich zutiefst drin

Ich kann nicht weg - ich kann nicht fliehn
Ich denke stets an dich
Es bleibt der Fleck, der sauber schien
du klettest dich an mich

du lässt nie los, denn du liebst mich
Gekauft ist meine Seele
du lässt uns wahrlich nie im Stich
Gunst, die ich dir stehle
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Re: gestohlene gnade

Beitragvon balpha » Fr 31. Aug 2007, 17:52

Gibt es unter euch denn etwa Christen, die nicht aus Egoismus Christen sind, sondern sich jetzt gerade bereit erklären würden hinaus zu gehen um das Evangelium zu verkünden? Warum sitzt du vor deinem PC und bist nicht auf der Strasse oder sonst irgendwo? Jeder Gedanke, den wir an uns selbst verschwenden, ist gestohlene Gnade. Bekennt sich sonst noch jemand zum Dieb oder bleibe ich alleine der Meinung, dass ein Leben als Christ keinen Sinn macht, wenn nicht missioniert wird?
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Re: gestohlene gnade

Beitragvon Crossover » So 2. Sep 2007, 11:38

Hallo Balpha,

ich denke du erwartest hier sehnlich eine Antwort. Hab auch schon zweimal was geschrieben und zum Glück festgestellt, dass es Mist ist, bevor ich auf "Beitrag erstellen" geklickt hab.

Meine Mum sagt immer: "Geschenkt ist geschenkt, Wiederholen ist gestohlen." Wir stehlen keine Gnade, wenn wir an uns selbst denken.
Nach einem Streit verzeihen wir uns manchmal, aber beim nächsten Streit nutzen wir die alten Fehltritte nochmals als Vorwurf. Das wäre gestohlene Gnade.

Missionsarbeit ist wieder ein anderes Thema. Ich habe manchmal das Gefühl, dass selbsternannte Missionare teils weitaus egoistischer sind, als "Indoorchristen", und mit ihrem Bibelgenerve viel mehr Menschen vor´m Glauben abschrecken, als sie dann rekrutieren. Auch sehe ich die Gefahr, mehr zum Glauben überredet zu werden, als vom heiligen Geist berührt zu sein.
Im Informationszeitalter scheint mir sich die Missionsarbeit wesentlich zu verändern. Du hast doch sicherlich selbst schon Jugendliche erlebt, die es vorziehen anonym im Internet Glaubensfragen zu klären, statt in einer Gemeinde. So ein Stilles-Kämmerlein-Glaube kann sehr stark werden. Eine persönliche Beziehung mit Gott wird zwangsläufig aufgebaut, ein Phänomen dessen Fehlen man hingegen bei vielen Kirchgängern beobachten muss.
Von dem Moment an, wenn jemand vor sich selbst und vor Gott erklärt, dass er gläubig ist beginnt schon seine Missionsarbeit. Der heilige Geist lässt niemanden unberührt, egal wo man sich beifndet, es werden sich durch den eigenen Glauben immer wieder Situationen ergeben, in denen man missioniert und wenn es nur eine Vorbildfunktion in religionsunabhängigen Bereichen ist.
Das Evangelium zu verkünden, kann in der ersten Welt nicht mehr Hauptgrundlage der Missionsarbeit sein, dazu ist das Evangelium viel zu zugänglich geworden. Vor allem erkenntnistheoretische, moralische Fragen und Missverständnisse müssen geklärt werden.

LG
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Re: gestohlene gnade

Beitragvon balpha » So 2. Sep 2007, 13:46

Vielen Dank für deine Antwort.. endlich mal eine Reaktion.. viele lesen Gedichte mit der Einstellung:"der musste sich einfach mal die Seele auskotzen".. und das stimmt ja auch teilweise.. aber dann stellt man es bestimmt nicht ins Netz:P

Du hast doch sicherlich selbst schon Jugendliche erlebt, die es vorziehen anonym im Internet Glaubensfragen zu klären, statt in einer Gemeinde. So ein Stilles-Kämmerlein-Glaube kann sehr stark werden.


Ich erlebe es nicht unbedingt, dass Jugendliche ins Internet gehen statt in die Kirche. Aber ich erlebe, wie Jugendliche nichts mehr mit der Kirche zu tun haben wollen - egal welcher Konfession sie angehören. Und was mich im letzten Jahr überrascht hat, war die Tatsache, dass Freikirchen an Jugendlichen verlieren.. Ich denke, dass Gottesdienste hier einfach so strukturiert sind, dass dem heiligen Geist gar kein Platz mehr bleibt. Alles ist auf die Minute genau durchgeplant.. und dann erwarten wir, dass Gott wirkt, unsere Lücken füllt.. ich sage immer: Wir erwarten, dass Gott den Turm zu Babel fertigbaut für uns :tongue:
Ein anderer Grund Glaubensfragen nicht in der Kirche ausdiskutieren zu wollen, ist die Angst schräg angeschaut zu werden - wie z.B. bei mir.. irgendwann heisst es immer: "Glaubst du eigentlich noch an Gott?" da gehe ich lieber in irgendwelche Foren um Antworten zu erhalten :)) auch wenn die mich selten zufriedenstellen.. aber hey, immerhin keine Blicke:D
Ja klar heisst Missionieren heute etwas anderes als vor 100 Jahren. Vor allem hier in Europa, wo die Fakten das Sagen haben. Ich denke bloss, dass sich Christen auf eine so komische Art outen.. tun wir aber nichts, ist das ja auch nicht in Ordnung. Im Internet zu missionieren, ist aber nicht einfacher. Im Gegenteil: Willst du nichts mehr hören, ist es viel einfacher auszuweichen - Kennen wir jedoch jemanden persönlich, haben wir viel mehr Möglichkeiten; gerade, wenn wir diese Personen täglich sehen, leuchtet es mir nicht ein, wieso man gerade bei solchen Menschen Halt macht und z.T. sogar verschweigt, dass man Christ ist. Das ist für mich das Egoistische. Geht einer auf die Strasse um zu missionieren.. soll er doch, er hält es für das Richtige. Er ist damit vielleicht sogar effizienter als jene, die zu Hause hocken und ihre eigenen Glaubensfragen diskutieren.. diese Fragen werden wir ja sowieso nie voll und ganz beantworten können.. aber Menschen sterben und gehen verloren.. spätestens da sollten sich alle Gläubigen einig sein. Wenn die Kirche wieder das Retten von Menschen im Vordergrund hat, anstatt über sich selbst zu sprechen, dann sieht auch die Jugend wieder einen Sinn im Kirchengang (ist ja schrecklich, klingt wie Stuhlgang..)
Was ich zum Ausdruck bringen will ist, dass die sogenannte "Freikirche" kein Stück besser ist als alle anderen, die sich auf der traditionellen Ebene bewegen. Ich wünsche mir einfach eine Kirche, die etwas für die Menschen tut, statt sich selbst zu bemitleiden.

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