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Nochmal: welke Blätter (ein Gedicht von mir)

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Moderator: firebird

Welke Blätter (ein Gedicht von mir)

Beitragvon Regina » Mo 16. Dez 2002, 14:31

Gedanken angesichts welker Blätter

Welke Blätter liegen am hartgefrorenen Boden,
die der Gärtner noch nicht weg gerächt,
die hat der Wind kreuz und quer herum geweht.

Plötzlich rauscht es nicht mehr in den Bäumen,
man kann nicht mehr unter Blättern träumen,
sondern muss das Laub wegräumen.

Plötzlich hallt mein Schritt so leer,
mich hält nichts nicht mehr,
ich gehe dahin......
hab noch das Blätterrauschen in meinem Sinn.

Jetzt höre ich nur das Zwitschern der Vögel,
die hier geblieben,
die nicht mitgeflogen in den warmen Süden.

Ich bleibe stehen und lausche,
höre auf ihre traurigen Weisen,
kann diese plötzliche Schwermut nicht begreifen.

Und so stehe ich da und summe leise,
vor mich hin eine tränenvolle Weise,
den Blättern zu ihrer letzten Reise.

Ich sing´, vor mich hin,
mir wird das Herz schwer,
vor Sehnsucht nach der warmen Sonne,
nach des Sommers Sonnenwonne.

Ich gehe meines Wegs......
mit müden Beinen,
hebe sie an wie im Traum,
muss dauernd nach den braunen,
welken Blättern schau’n,
an dem kahlen grossen Baum.

Ich hab zu lange festgehalten,
an meinen Gedanken,
kann nicht dagegenhalten........

E s ist wie eine Illusion,
wie eine Seifenblase,
die irgendwann zerplatzt......
meine Seifenblase.......
meine liebe kleine Seifenblase.......

Ich werde mir aber nie mehr Seifenblasen-Gedanken machen,
sondern werde lieber mehr vom Frühling träumen,
mir wünschen, dass der Winter nicht zu lange dauert........
ich werde der Sonne entgegen seh’n und auf festem Wege geh’n.

Nein, ich werde nicht weinen;
und ich werde mich auch nicht,
den ganzen Winter vergraben,
in meiner kleinen Höhle der Erinnerungen.


Regina H., Nürnberg der 15.12.2002


Hoffe, dass Euch das zweite auch gefällt?

Regina
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Die welken Blätter (das zweite Gedicht von mir)

Beitragvon Regina » Mo 16. Dez 2002, 14:38

Die welken Blätter

Der Wind....., er fegte über die Bäume hinweg.....
Riss ihnen die Blätter von den Ästen.....
Und im tosenden Wehen des Windes,
wirbelte er sie wild umher.

Und die Blätter, sie wussten, sie welken,
sterben, vergehen, würden bald vergessen sein......
zertrampelt und zerstampft von tausend Füssen,
die von der Schönheit bunter Blätter nichts wissen,
von Leuten, welche die Natur nicht genießen.

Eben..... so tot wie die welken Blätter,
so starr und bewegungslos sind die Wörter......
auf meinem Schreibpapier.

Ohne Gefühl,
ohne Farbe,
ohne Sinn,
nutzlos und ohne Ziel,.
in dem allgemeinen Laubgewühl.

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein,
klamm ist es und kalt, es ist erstarrt das Zeitgefühl.

Doch plötzlich bricht schwach die Sonne hervor,
strecken sich die letzten Blätter der Bäume zu ihr empor.
Sie werden vom letzten warmen Lichtstrahl beschienen,
scheinen wie in Gold getaucht, ehe sie ihr Leben ausgehaucht.

Ich fühle mit, mit diesen Blättern,
denn ich weiss wie es ist, hin und her gerissen,
losgerissen und umhergewirbelt zu sein,
schwach und kraftlos als müsste ich vergehen........
und als würde es keiner bemerken,
mich niemand vermissen.

Denn nämlich, gerade in den Zeiten größter Schmerzen,
dann wenn ich denke, daß alles aus ist und ich friere,
da bricht wie ein wärmender Sonnenstrahl Hoffnung hervor,
und ich hebe meinen Blick zum Himmel empor,
denn ich weiß: Gott hat für mich ein offenes Ohr!


Regina H., Nürnberg der 15.12.2002

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Re: Die welken Blätter (das zweite Gedicht von mir)

Beitragvon Taube » Di 17. Dez 2002, 07:24

Doch plötzlich bricht schwach die Sonne hervor,
strecken sich die letzten Blätter der Bäume zu ihr empor.
Sie werden vom letzten warmen Lichtstrahl beschienen,
scheinen wie in Gold getaucht, ehe sie ihr Leben ausgehaucht.
Doch, bedenke Regina, durch die gelichteten Äste bekommt nun auch der Boden Sonnenlicht geschenkt. Der Boden, der doch so lange im Schatten gestanden hat, vom so grossen Baum. So hat alles auch eine tiefere Gerechtigkeit.



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Re: Die welken Blätter (das zweite Gedicht von mir)

Beitragvon Taube » Di 17. Dez 2002, 07:28

Und die Blätter, sie wussten, sie welken,
sterben, vergehen, würden bald vergessen sein......
zertrampelt und zerstampft von tausend Füssen,
die von der Schönheit bunter Blätter nichts wissen,
von Leuten, welche die Natur nicht genießen.
Aber das Wunder ist, dass diese Blätter nicht einfach verloren sind, sondern den Grund bilden, für die Nahrung der nächstfolgenden Generation. Auch unseren Vorfahren sind in gewisser Weise die Nahrung von uns. Hoffentlich wir eine gesunde Nahrung für unsere Nachkommen!



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Ja, da hast Du recht!

Beitragvon Regina » Di 17. Dez 2002, 09:39

Danke für den Hinweis! Was Du ansprichst, ist eine Tatsache, die leider meist ausser acht gelassen wird. Ja, Du hast recht. ;)

Lieber Gruß von Regina
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Re: Neues Leben

Beitragvon Taube » Mi 18. Dez 2002, 06:57

Noch was, wenn man genauer schaut, sieht man an den kahlen Ästen der meisten Bäume schon die ersten Ansätze der neuen Knospen. Das neue Leben ist also schon wieder vorbereitet - aber es braucht zuerst noch eine Ruhezeit.



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Re: Neues Leben

Beitragvon Regina » Mi 18. Dez 2002, 07:12

Natürlich, da hast Du recht!Trotzdem stirbt jedes einzelne Blatt und vergeht und kehrt nie zurück! Die abfallenden Blätter können den nachfolgenden nicht sagen, wie es ist abzufallen und zu vergehen und die neuen Blätter können sich das in der tragweite auch gar nicht vorstellen. Aber Du hast natürlich recht, Leben und Tod, Tod und Leben sind genauso nahe beieinander wie Glück und Leid, Freude und Trauer.

Lieber Gruß von Regina
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Re: Neues Leben

Beitragvon Taube » Mi 18. Dez 2002, 20:16

Da bin ich auf noch ein schönes Gedicht gestossen mit dem gleichen Thema. Leider ist es nicht von mir.


von Selma Meerbaum-Eisinger mit 15 Jahren... (3 Jahre bevor sie im SS-Arbeitslager Michailowska starb)


Welke Blätter

Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr,
sondern rauschet leise, leise
wie die tränenvolle Weise,
die ich sing´, vor Sehnsucht schwer.
Unter meinen müden Beinen,
die ich hebe wie im Traum,
liegen tot und voll von Weinen
Blätter von dem grossen Baum.



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woooooooowwwwwww

Beitragvon Regina » Mi 18. Dez 2002, 21:00

Heyyyyyy, Taube!!!

Wo hast Du das denn aufgegabelt? Wooooooowwwwww, ist ja nicht zu fassen.... Das hört sich ja meinem ziemlich ähnlich an! *baff erstaunt bin*

Menno und ich dachte, ich schreibe mal was geniales und einzigartiges und dann muss ich lesen, dass es etwas ähnliches schon jemand anders geschrieben hat!

Das erstaunt mich nun aber wirklich sehr! Verrätst Du mir ´wo Du das her hast?

Hm, ich bin echt aus dem Häuschen.... Also echt.... Mir fehlen die Worte, bin fast sowas wie geschockt. :shock: :?

Hey, mal ehrlich, ich kannte die Zeilen nicht, die Du hier reingestellt hast.

Naja, da sieht man mal, dass andere Leute ähnliche Gedanken haben. :)

Aber mal ehrlich, ich finde das gar nicht lustig, denn da kann nan ja denken ich hätte abgekupfert.... aber sowas tue ich nicht!

Gruß von Regina :? :? :? :? :? :? :? :? :? :? :?
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Re: welke Blätter

Beitragvon Taube » Do 19. Dez 2002, 08:12

Liebe Regina


Das glaube ich Dir schon, dass Du das Gedicht nicht gekannt hast.

Die Symbolik der welken, fallenden Blätter ist doch sehr stark verbunden mit Düsternis, Tod und Sterben. Das Thema des zur Erde gehörenden Menschenleibes ist darin doch so offensichtlich enthalten.


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Re: welke Blätter

Beitragvon Taube » Fr 20. Dez 2002, 07:38

Schaue mal den folgenden Link, Regina


http://www.selbsthilfe-missbrauch.de/Gedichte/GabiWwB.htm



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Booooaahhhhh ich werde ohnmächtig!!! das gibts doch nicht!

Beitragvon Regina » Fr 20. Dez 2002, 07:58

Horch amol, dess darf ja wohl net wahr sein? ich krieg nen Koller! ich kenne weder den Link noch das gedicht - könnte das sogar schwören - und doch sind die Worte wieder ähnlich, fast identisch wie meine! Ich werd verrückt, sowas habe ich noch nie erlebt? Ich bin baff erstaunt, aber auch regelrecht verunsichert!!! Verunsichert deshalb, weil ich das Gedicht, dessen Link Du reingestellt hast, liebe Taube wirklich NICHT kenne und vorher noch nie gesehen habe. Langsam kriege ich Beklemmungen und Angst.... Das ist ja absolut mysteriös!!!! *heul*

Gruß von einer zutiefst erschrockenen und erschütterten

Regina
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