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Gesegnetes Leid

BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 07:01
von Schoham
In ihrem Tagebuch schreibt die niederländische Jüdin Etty Hellesum, die 1941 ins Lager Westerbork eingewiesen, im Oktober 1943 nach Auschwitz abtransportiert und im November 1943 dort ermordet wurde: "In aller Regel empfindet der westliche Mensch das Leiden als etwas, das nicht zum Leben gehört. Und deshalb kann er keine positiven Kräfte aus dem Leiden schöpfen." Sie selber aber hat es getan: "Ich werde mich nicht entziehen; was in diesem Leben auch auf mich einstürmen mag, werde ich nach besten Kräften verarbeiten. - Ich werde versuchen, etwas von der Liebe, der echten Menschenliebe, die in mir ist, auszustrahlen, wo ich auch sein werde." Eine ihrer letzten Eintragungen - sie starb noch nicht dreissig Jahre alt - ist ein Gebet, in dem es heisst:" Du hast mich so reich gemacht, mein Gott, lass mich auch mit vollen Händen davon austeilen. Mein Leben ist zu einem ununterbrochenen Zwiegespräch mit dir geworden...Abends, wenn ich im Bett liege und in dir ruhe, rinnen mir manchmal die Tränen der Dankbarkeit übers Gesicht, und das ist mein Gebet. Mir ist, als würde mein innerer Reichtum immer grösser."
Verfasser unbekannt

Re: Gesegnetes Leid

BeitragVerfasst: Do 10. Jun 2010, 11:38
von alegna
Liebe Schoham
gerne nehme ich mir nun Deine Ermutigung doch zu Herzen und wage es, deshalb benutze ich den von Dir eröffneten Thread, weil es gerade gut passt hierzu :))

Getragen fühle ich mich
von Dir Herr
auch in der Leidenszeit
Denn gerade jetzt
hälst Du mich
in Deiner Hand.
Du gabst als Erbe
mir Dein Leid
damit ich überwinde das
was Du überwunden hast.

Was ist mein Leiden
gegen das was Du
für mich gelitten hast?

Jan 2000 Verfasser bekannt