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Die schönsten Lobpreisgebete

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Moderator: firebird

Gebete

Beitragvon John-Paul » Mi 9. Jun 2004, 23:37

Hallo,

erstaunlicherweise fand ich keinen Thread, in dem die schönsten Lobpreisgebete gesammelt werden. Ich fände es schön, wenn wir hier einige sammeln könnten. Vielleicht könnten wir ja auch unsere Gedanken zu den geposteten Gebeten zusammentragen.

Ich mache gleich einmal den Anfang mit dem Hymnus "Adoro te devote" von Thomas von Aquin, der auch im Originaltext wunderschön ist (die Musik als Midi-File findet Ihr hier: http://hymnal.fc2web.com/hymn/sspx/rh101.htm):

Adoro te devote, latens Deitas,
Que sub his figuris vere latitas:
Tibi se cor meum totum subjicit,
Quia te contemplans, totum deficit.

Visus, tactus, gustus in te fallitur,
Sed auditu solo tuto creditur:
Credo quidquid dixit Dei Filius,
Nil hoc verbo Veritatis verius.

In cruce latebat sola Deitas,
At hic latet simul et humanitas:
Ambo tamen credens, atque confitens,
Peto quod petivit latro poenitens.

Plagas, sicut Thomas, non intueor,
Deum tamen meum te confiteor:
Fac me tibi semper magis credere,
In te spem habere, te diligere.

O memoriale mortis Domini,
Panis vivus vitam praestans homini:
Praesta meae menti de te vivere,
Et te illi semper dulce sapere.

Pie pellicane, Jesu domine,
Me immundum munda tuo sanguine:
Cujus una stilla salvum facere
Totum mundum quit ab omni scelere.

Jesu, quem velatum nunc aspicio,
Oro, fiat illud, quod tam sitio:
Ut te revelata cernens facie,
Visu sim beatus tuae gloriae. Amen.


Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,
doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.
Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;
er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.

Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz,
hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz.
Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier;
wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: "Du mein Herr und Gott!"
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod!
Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
daß er deine Wonnen koste immerzu.

Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein;
wasch in deinem Blute mich von Sünden rein.
Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld,
bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.

Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,
stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:
laß die Schleier fallen einst in deinem Licht,
daß ich selig schaue, Herr, dein Angesicht.
Amen


Gruß

JP
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Re: Gebete

Beitragvon Kaleko » Mi 9. Jun 2004, 23:54

John-Paul,
danke für dieses Lied ! Wie freue ich mich darauf; ...lass den Schleier fallen einst in deinem Licht, dass ich selig schaue, Herr dein Angesicht. Amen.... Mit diesen Worten gehe ich nun schlafen.
Gute Nacht auch Dir.

Es Grüessli vo de Kaleko
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Re: Gebete

Beitragvon birchermuesli » Do 10. Jun 2004, 09:44

lieder texte gibts auch im treat Music
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 10. Jun 2004, 12:19

Hier noch eine wunderschöne Liebeserklärung an Christus von Johannes Scheffler (alias Angelus Silesius, 1624-1677). Inhaltlich ist es offensichtlich von Augustinus inspiriert. Ganz besonders die dritte bis fünfte Strophe sprechen mir aus der Seele.


Ich will dich lieben, meine Stärke,
Ich will dich lieben, meine Zier,
Ich will dich heben mit dem Werke
Und immerwährender Begier.
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
Bis mir das Herze bricht.

Ich will dich lieben, o mein Leben,
Als meinen allerbesten Freund,
Ich will dich lieben und erheben,
Solange mich dein Glanz bescheint,
Ich will dich lieben, Gottes Lamm,
Das starb am Kreuzesstamm.

Ach, daß ich dich so spät erkannte,
Du hochgelobte Schönheit du!
Und ich nicht eher mein Dich nannte,
Du höchstes Gut und wahre Ruh!
Es ist mir leid und bin betrübt,
Daß ich so spät geliebt.

Ich lief verirrt und war verblendet,
Ich suchte dich und fand dich nicht,
Ich hatte mich von dir gewendet
Und liebte das geschaffne Licht.
Nun aber ists durch dich geschehn,
Daß ich dich hab ersehn.

Ich danke dir, du wahre Sonne,
Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht,
Ich danke dir, du Himmelswonne,
Daß du mich froh und frei gemacht.
Ich danke dir, du güldner Mund,
Daß du mich machst gesund.

Erhalte mich auf deinen Stegen
Und laß mich nicht mehr irre gehn,
Laß meinen Fuß in deinen Wegen
Nicht straucheln oder stille stehn.
Erleucht mir Leib und Seele ganz,
Du starker Himmelsglanz.

Gib meinen Augen süße Tränen,
Gib meinem Herzen keusche Brunst,
Laß meine Seele sich gewöhnen,
Zu üben in der Liebe Kunst.
Laß meinen Sinn, Geist und Verstand
Stets sein zu dir gewandt.

Ich will dich lieben, meine Krone,
Ich will dich lieben, meinen Gott,
Ich will dich lieben ohne Lohne
Auch in der allergrößten Not.
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
Bis mir das Herze bricht.


Gruß

JP

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Re: Gebete

Beitragvon WeißesLicht » Do 10. Jun 2004, 12:22

Gott, du mein Herr und Diener!
Gott, du mein König und Knecht!
Gott, du mein Ein und Alles!
Gott, du mein Alles und Nichts!
Gott, du mein Anfang und Ende!
Gott, du mein......
Gott, du...du....
du mein Alpha und Omega!!!

Alles bist du,
doch wenn ich von dir zu reden beginne,
werden alle meine Worte und Namen für dich zu einem Nichts.

Alles bist du,
doch wenn ich von dir zu reden beginne,
ist alles, was ich sage, nicht genug,
sind alle Namen, die ich für ich habe, ein Nichts,
Nichts, Nichts, Nichts.........

Nichtig werden meine Namensgebungen für dich,
denn du bist so ganz anders, als alle meine Vorstellungen von dir.
Nichtig werden meine Namensgebungen für dich,
denn ich kann dich nur umschreiben, nicht beschreiben.
Denn du umfängst mich, nicht ich dich.
Du bist mit allem und allen eins,
aber alles und alle müssen erst noch mit dir eins werden.

Nichtig wird alles, wenn du dich zeigst,
nichtig und das ist richtig!

Denn du bist du.
Du bist, der du bist.
Du warst, der du warst.
Du wirst sein, der du sein wirst....
Nicht Namen, sondern Amen!
Unfassbar, unbegreiflich, unbenennbar, unendlich, unbeschreibbar,
Namenloser Träger aller Namen,
Alles in allen und allem,
namenloser Allnamen.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 10. Jun 2004, 12:40

@ WL:

Das ist schön. Ist doch von Dir, oder?

Gruß

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Re: Gebete

Beitragvon prim_ass » Do 10. Jun 2004, 12:48

Auf die Gefahr hin, für phantasielos gehalten zu werden, aber mir gefallen die Psalmen sehr.

Zum Beispiel dieses Schmuckstück geht mir stets sehr nah:

42,2 Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott!
42,3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?
42,4 Meine Tränen sind mein Brot geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott?
42,5 Daran will ich denken und vor mir ausschütten meine Seele, wie ich einherzog, in der Schar sie führte zum Hause Gottes, mit Klang des Jubels und Dankes - ein feierlicher Aufzug.
42,6 Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und stöhnst in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen [für] das Heil seines Angesichts.
42,7 Mein Gott, aufgelöst in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar.
42,8 Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen.
42,9 Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
42,10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: `Warum hast du mich vergessen? Warum muß ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?
42,11 Wie Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?
42,12 Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.
prim_ass
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 10. Jun 2004, 13:23

@ prim_ass:

Danke für den schönen Psalm.

JP
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 10. Jun 2004, 13:30

Ich liebe auch den Beginn der "Bekenntnisse" des Augustinus, der ebenfalls einige Psalmen-Zitate verwendet:


"Groß bist Du, Herr, und hoch zu rühmen" (Ps 144,3). "Groß ist Deine Macht, Deine Weisheit ist ohne Grenzen" (Ps 146,5). Und ein Mensch ist es, der Dein Lob verkünden will, ein winziger Teil Deiner Schöpfung, der Mensch, der da wandelt unter der Last seiner Sterblichkeit "und unter dem Zeugnis seiner Sünde und unter dem Zeugnis, daß Du Dich dem Stolzen widersetzest" (1. Petr 5,5; Jak 4,6). Und doch unternimmt es der Mensch, Dich zu preisen, jenes winzige Etwas aus Deiner Schöpfung. Du selbst ermunterst ihn, daß es ihm eine Freude ist, Dich zu preisen; denn Du hast uns auf Dich hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.


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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 10. Jun 2004, 14:40

Original von kleinsterplanet
Original von John-Paul
Schon die Wunschvorstellung eines Nirvana in dem von Dir geposteten Gedicht ist mir völlig fremd und mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren, so daß ich persönlich Schwierigkeiten habe, das Gedicht emotional nachzufühlen.


Ja, das Seltsame; ja, das Fremde; ja DIE Bedrohung,
und ja, ja, ja all das hat NICHTS mit Jesus Christus, unserem Herrn, zu tun! Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja soviel ist SICHER!
Es LEBE das Christentum...: Ding Dang Dong. AMEN und Halleluja! Lebendigkeit ist sonst nicht mehr im Fluss, nicht mehr in Bewegung - LEBENDIGKEIT bleibt ausschließlich christlich. Dies war DIE Kirchenpredigt. :P

Bist Du ganz sicher, daß es wirklich das ist, was ich sagen wollte?

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Re: Gebete

Beitragvon WeißesLicht » Fr 11. Jun 2004, 07:00

Original von prim_ass
Auf die Gefahr hin, für phantasielos gehalten zu werden, aber mir gefallen die Psalmen sehr.




ja! Die mag ich auch sehr! Es ist eine wunderschöne Sprache

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

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Re: Gebete

Beitragvon Kaleko » Di 15. Jun 2004, 23:13

Durch die Themen, die mich in den letzten Tagen angesprochen haben hier im Forum, dachte ich manchmal an folgendes Gebet - Lied:

"Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart.
Ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch auch ich geliebet ward.
Ich will anstatt an mich zu denken,
in´s Meer der Liebe mich versenken.

Wie bist du mir so zart gewogen
und wie verlangt dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen
neigt sich mein Alles auch zu dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
du hast mich, ich hab dich erlesen.

Ich fühl´s du bist´s, dich muss ich haben;
ich fühl´s ich muss für dich nur sein;
nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
mein Platz ist nur in dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen,
drum folg ich deinen sel´gen Zügen.

O Jesu, dass dein Name bliebe
im Grunde tief gedrücket ein;
möcht deine süsse Jesuliebe
in Herz und Sinn gepräget sein.
Im Wort im Werk und allem Wesen,
sei Jesu und sonst nicht´s zu lesen."

(Gerhard Terstegen, 1697 - 1769) Es Grüessli vo de Kaleko
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Do 17. Jun 2004, 11:41

Hallo Kaleko,

danke für das wunderschöne Gebet, in dem mir besonders die dritte Strophe aus dem Herzen spricht.

Gruß

JP
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Re: Gebete

Beitragvon Perle » Fr 18. Jun 2004, 10:14

Mich spricht der Text dieses alten Kirchenliedes sehr an:

Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach dir
Mein Gott und mein König, o neig dich zu mir
Still liegt meine Seele in Demut gebückt
Und harrt bis dein Leuchten sie stärkt und erquickt

Besprengt mit dem Blute, darf freudig ich nahn
Du hast ja gerufen, geöffnet die Bahn
Kein Nebel, kein Schleier soll trüben dein Licht
Ich fass dich im Glauben und lasse dich nicht

Dein herrliches Antlitz gibt Leben und Kraft
Es ist meine Sonne, die Heilung mir schafft
Dein Antlitz geht vor mir und zeigt mir den Weg
Dein Antlitz erleuchtet den dunkelsten Steg

Ich suche dein Antlitz, mein Herz ist bereit
Herr, wohne und wandle in mir allezeit
Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach dir
Mein Gott und mein König, o neig dich zu mir
JAHWE ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
JAHWE ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?
Psalm 27,1
Perle
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Re: Gebete

Beitragvon Perle » Fr 18. Jun 2004, 10:23

Und dieses Lied hab ich vor einem Jahr geschrieben:

Wie schön bist du
den meine Seele liebt
so herrlich und majestätisch
voll Sanftheit und Zärtlichkeit
ja, wie schön bist du

Jesus, lass mich erkennen
wie sehr du mich liebst
wie gross deine Güte ist
komm ergreif mich und besitz mich
denn nur du sollst mein Schatz sein
wo mein Herz zu finden ist

Wie schön bist du
den meine Seele liebt
offenbare dich mir und erfülle mich Herr
dass ich Frucht bringe für dich
ja, wie schön bist du!
JAHWE ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
JAHWE ist meines Lebens Kraft,
vor wem sollte mir grauen?
Psalm 27,1
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Re: Gebete

Beitragvon engelslicht » Di 22. Jun 2004, 08:44

Und wenn ich bete,denke ich Gott ist mir nahe. Mit ihm zu reden ist wunderbar ,es umgibt mich dann ein tiefer Frieden. Er hat immer Zeit Egal! Wann! Er ist Liebe für mich,er schenkt mir Licht im dunkel. Beten muss man von Herzen ,nur dann spürt man Gottes nähe.Beten ist so viel mehr Worte können es nich fassen... Amen
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Re: Gebete

Beitragvon Kaleko » Mi 23. Jun 2004, 15:13

Original von Perle
Mich spricht der Text dieses alten Kirchenliedes sehr an:

Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach dir
Mein Gott und mein König, o neig dich zu mir
Still liegt meine Seele in Demut gebückt
Und harrt bis dein Leuchten sie stärkt und erquickt





Salü Perle

Dieser Vers erinnert mich daran, dass Gebet auf aramäisch "slotha" heisst. "slotha" kommt von "sla" und das wiederum heisst; fangen, einfangen auch Falle stellen.
So bedeutet Gebet also; Seinen Geist ausrichten, aufstellen, so dass er Gottes Gedanken einfangen kann.

Ich suche Dein Antlitz, mich dürstet nach Dir
mein Gott und mein König, o neig Dich zu mir.


Hier richte ich meinen Geist (meine Sinne) auf Gott aus.

Still liegt meine Seele in Demut gebückt
und harrt bis Dein Leuchten sie stärkt und erquickt.


Und hier warte (harre) ich, bis ich Gottes Licht (auch Erkenntnis) eingefangen habe und diese mich stärkt und erquickt.

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Re: Gebete

Beitragvon Perle » Mi 23. Jun 2004, 15:21

Ja, Kaleko, dass hast du sehr schön beschrieben.

Genauso erleb ich´s auch in meinen Gebetszeiten.

Gottes Geist erquickt meine Seele auf´s wunderbarste!



Grüessli :)

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vor wem sollte ich mich fürchten?
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vor wem sollte mir grauen?
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Re: Gebete

Beitragvon Kaleko » Mo 14. Feb 2005, 23:25

Der Mensch vor dem allwissenden Gott
Ein Psalm Davids.


Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
(es ist dir bekannt, wörtlich: du prüfst es; oder: du misst es.)
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge -
du, Herr, kennst es bereits.
Du umschließt mich von allen Seiten
und legst deine Hand auf mich.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
Nehme ich Flügel des Morgenrots
und lasse mich nieder am äußersten Meer,
auch dort wird deine Hand mich ergreifen
und deine Rechte mich fassen.
Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken,
statt Licht soll Nacht mich umgeben»,
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag,
die Finsternis wäre wie Licht.
Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln,
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand,
in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet,
als noch keiner von ihnen da war.
Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken,
wie gewaltig ist ihre Zahl!
Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand.
Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.
(Käme ich bis zum Ende: Text korr.; H: Erwachte ich.)
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich und erkenne mein Denken!
Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt,
und leite mich auf deinem ewigen Weg!

Es Grüessli und gueti Nacht und vieleicht lebt dieser Thread ja wieder auf, das wäre schön.
Kaleko

Nachtrag: Aus dem Psalm 139
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » So 8. Jan 2006, 22:29


Du höchster, mächtigster, guter Herr, Dir sind die Lieder des Lobes,
Ruhm und Ehre und jeglicher Dank geweiht; Dir nur gebühren sie,
Höchster, und keiner der Menschen ist würdig, Dich nur zu nennen.

Gelobt seist Du, Herr, mit allen Wesen, die Du geschaffen,
der edlen Herrin vor allem, Schwester Sonne,
die uns den Tag heraufführt und Licht mit ihren Strahlen,
die Schöne, spendet; gar prächtig in mächtigem Glanze:
Dein Gleichnis ist sie, Erhabener.

Gelobt seist Du, Herr,
durch Bruder Mond und die Sterne.
Durch Dich sie funkeln am Himmelsbogen
und leuchten köstlich und schön.

Gelobt seist Du, Herr,
durch Bruder Wind und Luft
und Wolke und Wetter,
die sanft oder streng, nach Deinem Willen,
die Wesen leiten, die durch Dich sind.

Gelobt seist Du, Herr,
durch Schwester Quelle:
Wie ist sie nütze in ihrer Demut,
wie köstlich und keusch!

Gelobt seist Du, Herr,
durch Bruder Feuer,
durch den Du zur Nacht uns leuchtest.
Schön und freundlich ist er am wohligen Herde,
mächtig als lodernden Brand.

Gelobt seist Du, Herr,
durch unsere Schwester, die Mutter Erde,
die gütig und stark uns trägt
und mancherlei Frucht uns bietet
mit farbigen Blumen und Matte.

Gelobt seist Du, Herr,
durch die, so vergeben um Deiner Liebe willen
Pein und Trübsal geduldig tragen.
Selig, die´s überwinden im Frieden:
Du, Höchster, wirst sie belohnen.

Gelobt seist Du, Herr,
durch unsern Bruder, den leiblichen Tod;
ihm kann kein lebender Mensch entrinnen.
Wehe denen, die sterben in schweren Sünden!

Selig, die er in Deinem heiligsten Willen findet!
Denn Sie versehrt nicht der zweite Tod.
Lobet und preiset den Herrn!
Danket und dient Ihm in großer Demut!

(Franz von Assisi)
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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Di 21. Mär 2006, 00:35


Laß blind mich, Herr, die Wege gehen, die deine sind.
Will deine Führung nicht verstehen, bin ja dein Kind.
Bist, Vater der Weisheit, auch Vater mir.
Führst durch Nacht mich auch, führst doch zu dir.

Herr, laß gescheh´n, was du willst, ich bin bereit.
Auch wenn du nie mein Sehnen stillst in dieser Zeit.
Bist ja du der Herr der Zeit, das Wann ist dein.
Das ew´ge Jetzt, einst wird es mein.

Mach alles wahr, wie du es planst in deinem Rat.
Wenn still du dann zum Opfer mahnst, hilf auch zur Tat.
Laß überseh´n mich ganz mein kleines Ich,
daß ich, mir selber tot, nur leb´ für dich.

(Edith Stein)

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Re: Gebete

Beitragvon John-Paul » Mo 27. Aug 2007, 11:39


Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Herren,
Gottes und Marien Sohn
dich will ich lieben, Dich will ich ehren,
meiner Seele Freud und Kron.

Alle die Schönheit Himmels und der Erden
ist gefaßt in dir allein
Keiner soll immer lieber mir werden
als du, liebster Jesu mein.

Schön ist der Monde, schöner ist die Sonne,
schön sind auch die Sterne all.
Jesus ist feiner, Jesus ist reiner
als die Engel allzumal.

Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen
in der frischen Jugendzeit,
sie müssen sterben, müssen verderben,
Jesus bleibt in Ewigkeit.

Schönster Herr Jesu, bei uns gegenwärtig
durch dein Wort und Sakrament,
Jesu, dich bitt ich: Herr sei uns gnädig
jetzt und auch am letzten End.


(Unbekannt, Münster 1677)
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Re: Gebete

Beitragvon Tirza » Mo 26. Nov 2007, 01:51

Am Ende

dieses langen Tages
lege ich ab
Bücher
Briefe
Akten
Schlüssel
Schuhe
Kleider
und die Uhr

Am Ende
dieses langen Tages
lege ich auf Dich
Ängste
Sorgen
Mühen
Lust
Trauer
Sehnsucht
und meine Schuld

Am Ende
dieses langen Tages
lege ich mich
ganz und gar
still und geborgen
mein guter Gott
in Deinen Schutz
und Frieden

Johannes Hansen



Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist neu jeden Morgen! Gross ist deine Treue, o Herr! Klagel. 3. 22 -23
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Re: Gebete

Beitragvon adaja » Di 27. Nov 2007, 06:13

In dieser kalten Zeit
lass unsre Herzen brennen:
Lass in der Liebe stehn,
die deinen Namen nennen.
In dieser müden Zeit
gib Kraft zu neuem Werke:
Wo unser Herz verzagt,
sei du, Herr,
unsere Stärke!

Lindolfo Weingärtner,
evangelischer Pfarrer
(Santa Catarina/Brasilien)

Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden, die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen. In Barmherzigkeit für jeden Menschen.Frere Roger
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Re: Gebete

Beitragvon adaja » Do 29. Nov 2007, 04:02

Augustinus

Herr, du bist groß und hoch zu loben;
groß ist deine Macht,
deine Weisheit ist ohne Ende.
Und dich zu loben wagt der Mensch,
ein winziger Teil deiner Schöpfung,
der Mensch, der dem Tod verfallen ist,
der weiß um seine Sünde und weiß,
dass du dem Hoffärtigen widerstehst;
und dennoch, du selbst willst es so:
wir sollen dich loben aus fröhlichem Herzen;
denn du hast uns auf dich hin geschaffen,
und unruhig ist unser Herz,
bis es Ruhe findet in dir.
Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden, die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen. In Barmherzigkeit für jeden Menschen.Frere Roger
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Die schönsten Lobpreisgebete

Beitragvon John-Paul » Mo 30. Mär 2009, 13:00

Verbe égal au Très-Haut, notre unique espérance,
Jour éternel de la terre et des cieux,
De la paisible nuit nous rompons le silence:
Divin Sauveur, jette sur nous les yeux!

Répands sur nous le feu de ta grâce puissante;
Que tout l'enfer fuie au son de ta voix;
Dissipe le sommeil d'une âme languissante,
Qui la conduit à l'oubli de tes lois! Gieße über uns aus Deiner mächtigen Gnade Feuer;

O Christ, sois favorable à ce peuple fidèle
Pour te bénir maintenant rassemblé;
Reçois les chants qu'il offre à ta gloire immortelle;
Et de tes dons qu'il retourne comblé!

(Jean Racine)



Übersetzung:

Wort, dem Höchsten gleich, unsere einzige Hoffnung,
Ewiges Licht der Erde und des Himmels,
Wir brechen die Stille der friedlichen Nacht:
Göttlicher Erlöser, lass Deine Augen auf uns sehen!

Gieße über uns aus Deiner mächtigen Gnade Feuer;
Die ganze Hölle fliehe beim Klang Deiner Stimme;
Vertreibe den Schlaf einer matten Seele,
Der sie dazu bringt, Deine Gesetze zu vergessen!

O Christus, sei diesem treuen Volk gewogen,
das nun zu Deinem Lobe versammelt ist;
Nimm die Lieder an, die es zu Deinem unsterblichen Ruhm darbringt;
Und möge es zurückkehren erfüllt von Deinen Gaben!


(Genial vertont von Gabriel Fauré als "Cantique de Jean Racine"; siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=7WpPBym_n2Y)
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John-Paul
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