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Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Evangelisch-reformierte Kirchen, lutherische Kirche, anglikanische Kirche

Moderator: bigbird

Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Ihr » Fr 28. Mai 2010, 06:58

Ich hatte dieses Thema im technischen Teil eröffnet, wo es bald als "geklärt" deklariert und geschlossen wurde. Aber es scheint mir vor allem eine nicht-technische Brisanz zu haben, weshalb ich hier nochmals eröffne. Laut Auskunft von Matthias Bachmann lag der Grund dafür, dass die langjährige Einbindung des Forums auf dem Portal der reformierten Landeskirche gestrichen wurde in den "mehrheitlich irritierten Rückmeldungen unserer User über den Inhalt der Foren (zu evangelikal und zu wenig tolerante Diskussionsteilnehmer)."

Hier meine Reaktion auf diese Begründung an Herrn Bachmann:
Ihr hat geschrieben:Grüezi Herr Bachmann,

die Eigenheiten des Forums und seiner Teilnehmer sind mir wohlbekannt. Und ehrlich gesagt hat es mich von Seiten ref.ch erfreulich mutig gedünkt, seiner Leserschaft diese Dialogmöglichkeit während all dieser Jahre zuzutrauen. Um so bedauerlicher empfinde ich die Kehrtwende. Ist eine Alternative in Vorbereitung? Denn es ist ja nicht nur das Livenet-Forum, welches landeskirchlichen Einfluss nötig hätte, sondern auch die reformierte Basis, welcher die Auseinandersetzung mit anderen, inner-protestantischen Ansichten nur guttun kann, auch wenn sie bisweilen irritiert.

Freundliche Grüsse

-- "Ihr"


Der geneigte Leser wird bemerken, dass sich hier "Toleranz" einmal mehr mit sich selber schwertut. Es immer einfach, sich diese selber zuzusprechen und von anderen einzufordern. Wie weit her es damit aber tatsächlich ist zeigt sich erst, wenn man selber etwas tolerieren sollte, was einem nicht in den Kram passt. Und hier ist bei ref.ch scheinbar Fehlanzeige, und das ist schade.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 07:31

Stimmt, Toleranz ist ein gutes Stichwort. Aber da gibt es auch eine andere Seite, man kann ja bekanntlich auf beiden Seiten des Pferdes herunterfallen.

Wie wäre es, wenn auch Livenet etwas toleranter wäre. Wie oft wird da von Seniormoderatoren darauf hingewiesen, dass es sich hier um ein Forum handelt, welches auf dem Allianzbekenntnis aufbaut, obwohl Livenet selbst weitere Bekenntnisse anerkennt. Meinst Du es sei immer lustig, wenn ich als Landeskirchler immer wieder mal begründen muss, dass die Landeskirchen auch Christen sind. Wie oft kann man hier auch lesen, dass in der Landeskirche Pfarrer sind, die angeblich nicht glauben, dass es in den Landeskirchen auch Gläubige gibt. Dass die Landeskirchen anders sind, weiss man, aber muss dann alles andere, gerade falsch sein. Nur schon das Wort "liberale Theologie" ist ein Schlagwort, das gerne in Verbindung mit der Landeskirche im abschätzigen Sinne verwendet wird.

editiert

Gruss Taube


PS
Der Thread http://forum.livenet.ch/viewtopic.php?f=199&t=18928&start=0#p681279 zeigt schon auch auf, dass hier ab und zu das Gefühl herrscht, nicht ganz akzeptiert zu werden, wenn man in der Landeskirche ist.
Zuletzt geändert von bigbird am Fr 28. Mai 2010, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unerlaubtes gelöscht
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Gnu » Fr 28. Mai 2010, 08:31

In der Reformierten Landeskirche haben sie wohl ein Problem mit den „Wiedergeborenen”, die den Heiligen Geist für sich gepachtet haben.

Werden wir in Zukunft auf Mitglieder wie Johncom und Thelonious und Zorro und parepidimos und so weiter verzichten müssen, oder schaffen diese den Sprung nach Livenet oder Jesus?
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 08:38

Vor einiger Zeit noch im alten Forum ist mir ein Link auf einen Thread geändert worden, den ich von ref.ch hatte. Wenn ich nun den ref.ch-Threadlink nehme, gäbe es noch mehr Verwirrung wurde mir gesagt. Anscheinend ist der ref.ch Zugang doch nicht allen geheuer gewesen im Team von Livenet.

War vielleicht auch eine ungenügende Kommunikation zwischen livenet.ch und ref.ch in der Vergangenheit, dass dieser ref.ch Zugang gelöscht wurde.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 08:49

Taube hat geschrieben:Vor einiger Zeit noch im alten Forum ist mir ein Link auf einen Thread geändert worden, den ich von ref.ch hatte. Wenn ich nun den ref.ch-Threadlink nehme, gäbe es noch mehr Verwirrung wurde mir gesagt. Anscheinend ist der ref.ch Zugang doch nicht allen geheuer gewesen im Team von Livenet.
Ungeheuerlich war das sicher nicht :mrgreen: das Problem ist halt, dass man sich über den Link plötzlich auch noch bei ref.ch einloggen musste. Persönlich komme ich immer über livenet.ch ins Forum - wenn ich dann auf einen Link von jesus.ch gehe, müsste ich mich nochmals einloggen, um den Text zu lesen. Und dann ein drittes Mal über ref.ch. So ist es doch je nach Bedeutung des Links am einfachsten, ihn auch über livenet.ch laufen zu lassen.

Du sagst auch noch wegen "Verwirrung". Es gab oft bei gewissen Usern Verwirrung, wenn sie plötzlich in einem "anderen" Forum landeten. Obwohl es ja genau das Gleiche ist, ob über Livenet.ch und jesus.ch - und ja, wenn dann noch ref.ch dazu kommt, ist die Verwirrung noch grösser.

Bitte, lieber Täuberich, also keine falschen Andeutungen oder ... gäll!

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 09:02

Taube hat geschrieben:Meinst Du es sei immer lustig, wenn ich als Landeskirchler immer wieder mal begründen muss, dass die Landeskirchen auch Christen sind. Wie oft kann man hier auch lesen, dass in der Landeskirche Pfarrer sind, die angeblich nicht glauben, dass es in den Landeskirchen auch Gläubige gibt. Dass die Landeskirchen anders sind, weiss man, aber muss dann alles andere, gerade falsch sein.


Ich denke, dass für die Reformierten die meisten Freikirchler so fremd sind, wie auch umgekehrt. Natürlich sind Landeskirchler auch Christen. Ich behaupte mal, dass es in den Landeskirchen (ref und kath) bedeutend mehr Menschen hat, die zwar zur Kirche gehören, aber nie hingehen, geschweige denn ihr Leben bewusst christlich leben. Ich denke, das liegt in der Natur der Sache, das müssen die Landeskirchler stehen (ich bin auch Mitglied der ref. Landeskirche).
Umgekehrt müssen auch die Freikirchler akzeptieren, dass es auch in den Landeskirchen engagierte Christen gibt.

Und natürlich gibt es auch Pfarrer unterschiedlichster Färbung. Es gibt solche, die nicht an die Auferstehung Jesu glauben, und solche, die innerlich davon leben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 09:03

Liebe Bigbird, es ist keine falsche Andeutung, sondern es war so. ...und wenn schon der Zugang über ref.ch da ist, muss man halt auch hinter diesen Sachen stehen, zumal es auch vorgekommen ist, dass man plötzlich auf jesus.ch geleitet wurde. Gab es dann keine Verwirrung? ...da wird aber nicht geändert.

Der Vorwurf falsch Andeutung zu machen, ist meines Erachtens verfehlt und unfair.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Zorro » Fr 28. Mai 2010, 09:04

Gnu hat geschrieben: Werden wir in Zukunft auf Mitglieder wie Johncom und Thelonious und Zorro und parepidimos und so weiter verzichten müssen, oder schaffen diese den Sprung nach Livenet oder Jesus?


Dann geht der Zorro nun über jesus.ch ins Forum :D Früher besuchte ich immer wieder auch die Homepage von ref.ch, das ist nun halt vorbei :lol:

Die Nachricht von "ihr" ist sehr gut geschrieben, Kompliment! :applause:
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 09:12

Taube hat geschrieben:Liebe Bigbird, es ist keine falsche Andeutung, sondern es war so
Liebe Taube, ich weiss leider nicht, wie es genau war - abgesehen davon, dass ich hier nicht über Modmassnahmen diskutieren möchte.

...und wenn schon der Zugang über ref.ch da ist, muss man halt auch hinter diesen Sachen stehen, zumal es auch vorgekommen ist, dass man plötzlich auf jesus.ch geleitet wurde. Gab es dann keine Verwirrung? ...da wird aber nicht geändert.
dochdoch, es gab da auch Verwirrungen (hab ich ja vorher schon geschrieben). Ich habe ab und zu Mails oder PN von Usern bekommen, die verwirrt dastanden und nicht begriffen, warum sie plötzlich in einem "ganz anderen" Forum waren. Wie gesagt, ich weiss nicht, ob und wie oft so ein Link geändert wurde, und mit welcher Begründung. Immerhin ist jesus.ch viel bekannter und häufiger benutzt worden als ref.ch

Der Vorwurf falsch Andeutung zu machen, ist meines Erachtens verfehlt und unfair.
Liebe Taube, es ist ganz sicher nicht meine Absicht, unfair zu sein. Es ist mir so rübergekommen, dass du ausdrücken wolltest, dass wir grundsätzlich und bewusst den Zugang über ref.ch "herabwürdigen" wollten. Das ist aber nicht so. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in all den Jahren irgendeine diesbezügliche Diskussion unter Moderaten gehabt hätten. Aus meiner Sicht hatte es eher "Seltenheitswert", wenn jemand über ref.ch ins Forum kam.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 09:14

Zorro hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Werden wir in Zukunft auf Mitglieder wie Johncom und Thelonious und Zorro und parepidimos und so weiter verzichten müssen, oder schaffen diese den Sprung nach Livenet oder Jesus?


Dann geht der Zorro nun über jesus.ch ins Forum :D Früher besuchte ich immer wieder auch die Homepage von ref.ch, das ist nun halt vorbei :lol:
Lieber Zorro
Ich bin froh, dass du den Weg zu uns weiterhin findest! :))

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Zorro » Fr 28. Mai 2010, 09:17

bigbird hat geschrieben: Lieber Zorro
Ich bin froh, dass du den Weg zu uns weiterhin findest! :))

bigbird


Liebe BigBird
Ich fühle mich gebauchpinselt :D
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 09:19

Zorro hat geschrieben:
bigbird hat geschrieben: Lieber Zorro
Ich bin froh, dass du den Weg zu uns weiterhin findest! :))

bigbird


Liebe BigBird
Ich fühle mich gebauchpinselt :D
ZORRO



:mrgreen: Hihi, ich wollte dir nicht zu nahe treten! Aber einen Helden können wir schon brauchen bei uns!

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 09:20

bigbird hat geschrieben:...
Ich denke, dass für die Reformierten die meisten Freikirchler so fremd sind, wie auch umgekehrt. Natürlich sind Landeskirchler auch Christen. Ich behaupte mal, dass es in den Landeskirchen (ref und kath) bedeutend mehr Menschen hat, die zwar zur Kirche gehören, aber nie hingehen, geschweige denn ihr Leben bewusst christlich leben. Ich denke, das liegt in der Natur der Sache, das müssen die Landeskirchler stehen (ich bin auch Mitglied der ref. Landeskirche).
Umgekehrt müssen auch die Freikirchler akzeptieren, dass es auch in den Landeskirchen engagierte Christen gibt.


Ich bin einverstanden, dass grosse Fremdheit immer noch besteht. ...da sollte auch viel mehr gemacht werden.

Allerdings sind da drei Anmerkungen zu machen:

1. Ich kenne zwar nur die Synoden der reformierten Zürcher Landeskirche, aber dort hat es auch eine evangelikale Fraktion.
2. Es gibt auch Gemeinden, welche gespalten sind in ein eher evangelikales und ein eher liberaleres Lager. Da wurde auch geschaut, dass ein Pfarrer mit evangelikaler Ausrichtung und ein anderer gewählt wurden. So konnte man den Frieden wieder herstellen.
3. An einigen Orten ist auch die Landeskirchen an Projekten der Allianzwochen beteiligt.

Also die Landeskirche ist doch auch so flexibel, dass sie sich an Situationen anpassen kann. Die freikirchlichen Gemeinden haben da natürlich den Vorteil, das sie als kleinere Gemeinden auch verschiedene Richtungen haben. Auch in dieser Hinsicht ist man hier ja auch konfrontiert: Vor allem charismatische Richtungen werden auch hier angegriffen. Allen täte auch etwas Charismatisches (und auch Mystisches) gut. So ist es schön, wenn ich mal auch andere Gottesdienste besuche. Lange waren mir auch die orthodoxen Kirchen sehr fremd.

Also gibt es doch auch einige gute Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Kirchen. Auch Alphalive Kurse wurde ja von einigen Landeskirchgemeinden angeboten. Wenn man diese Möglichkeiten vermehrt in Anspruch nehmen kann, ist vielleicht eine Aufweichung der Fremdheit möglich.

Natürlich gehören viele Menschen zur Landeskirche, welche den Kontakt fast ganz abgebrochen haben, dass es jetzt viele Austritte gibt, finde ich auch gut. Wer nichts mehr von der Kirche will, soll den Mut haben auszutreten. Dann kann man auch wieder unbelasteter aufeinander zu gehen. Merkwürdigerweise haben nämlich auch die Wiedereintritte zugenommen, dies zwar im kleineren Rahmen.

Gruss Taube


PS
An unsere deutschen Freunde: Vielfach ist mir aufgefallen, dass in Deutschland die Fronten zwischen Landeskirchen und Freikirchen viel härter sein können. Ich war ja recht lange in Deutschland. Hier in der Schweiz habe ich doch den Eindruck, dass es moderater zu und her geht. Abgrenzungen sind aus meinen Erfahrungen viel weniger hart.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Lichtenberg » Fr 28. Mai 2010, 09:26

Taube hat geschrieben:Stimmt, Toleranz ist ein gutes Stichwort. Aber da gibt es auch eine andere Seite, man kann ja bekanntlich auf beiden Seiten des Pferdes herunterfallen.

Wie wäre es, wenn auch Livenet etwas toleranter wäre. Wie oft wird da von Seniormoderatoren darauf hingewiesen, dass es sich hier um ein Forum handelt, welches auf dem Allianzbekenntnis aufbaut, obwohl Livenet selbst weitere Bekenntnisse anerkennt. Meinst Du es sei immer lustig, wenn ich als Landeskirchler immer wieder mal begründen muss, dass die Landeskirchen auch Christen sind. Wie oft kann man hier auch lesen, dass in der Landeskirche Pfarrer sind, die angeblich nicht glauben, dass es in den Landeskirchen auch Gläubige gibt. Dass die Landeskirchen anders sind, weiss man, aber muss dann alles andere, gerade falsch sein. Nur schon das Wort "liberale Theologie" ist ein Schlagwort, das gerne in Verbindung mit der Landeskirche im abschätzigen Sinne verwendet wird.

Muss man sich da wundern, wenn so ein Link von ref.ch auf das Forum Livenet gestrichen wird? Es hat wahrscheinlich wenig mit Toleranz zu tun, sondern eher damit, dass sich vielleicht etwas stillere Christen der Landeskirche verarscht vorkommen, wenn ihre Beiträge immer wieder abgewertet werden. Vielleicht sollten sich die Moderatoren Kingschild und Grasy auch mal überlegen, wie sie mit anderen Christen umgehen. Auch sie könnten von anderen Moderatorenkollegen oder Administratoren etwas lernen.

Gruss Taube



PS
Der Thread http://forum.livenet.ch/viewtopic.php?f=199&t=18928&start=0#p681279 zeigt schon auch auf, dass hier ab und zu das Gefühl herrscht, nicht ganz akzeptiert zu werden, wenn man in der Landeskirche ist.


Ein schöner und nachdenklich stimmender Beitrag, Taube.

Wenn man das alles in einem deutungsintensiven Rahmen belässt, so hat jedes christliche Forum seinen ureigensten Schreibethos. Eingebunden in diesem dann der jeweils vorherrschende konfessionelle "Userszyklus".
So auch das Forum von Livenet.
Ein Foren - Spiegel also auch der christlichen Ideengeschichte im Abbild seiner unendlichen Glaubensvielfalt, von den Mitgliedern der verschiedensten Kirchen und Konfessionen hier öffentlich wahrgenommen, also dann auch von den Userinnen und Usern aus den unterschiedlichsten christlichen "Glaubensschichten".

Meine persönliche Meinung dazu:

Das Livent - Forum ist eine christliche Plattform vorwiegend evangelikaler Christen, die vorwiegend evangelikales Gedankengut verbreiten. Natürlich.
In der Natur des Sache liegt es dann, das sich in diesen Foren dann ebenfalls wieder fundamantale Christen der verschiedensten Glaubensströmungen einfinden, dazu Sektierer aller Sorten und Arten sowie sonst nirgendwo wahrgenommene christliche Fanatiker, die in der Öffentlichkeit so niemals Gehör finden würden.
Also ist das Livenet - Forum auch immer ein Ort der religiösen Fronten, der christlichen Bunkermentalitäten und der, eigentlich niemals wirklich beendeten, unterschwelligen christlichen Glaubenskriege und schon recht seltsamer militanter Glaubenskrieger.

Es ist also nicht leicht, für die Verantwortlichen dieses Forums, die oft doch etwas verwilderten Glaubensdiskurse unter Kontrolle zu halten und das Ganze nicht in hässliche christliche Nahkämpfe ausarten zu lassen. So weit, so gut, manchmal.
Nur hat dadurch das Livenet - Forum ein gewissen Ruf erlangt, und das im gesamten deutschsprachigen Raum, manchmal auch schon auf europäischer Ebene, der nicht nur düster und finster ist, sondern der auch schon zum Anlauf und Bezugspunkt vieler weltanschaulicher Foren wurde, die nun nicht gerade christlich zu nennen sind.
Als Beispiel dann für christlichen Fanatismus, für christlichen Extremismus, für das christliche Gestern im Jetzt und Heute, und nicht zuletzt auch für die lieblose Unduldsamkeit und die permanente Streitsucht unter den Christen selbst.
Also eindeutig als Negativbeispiel für das Christentum, so zum Beispiel der Buddhismus Thread, der im Internet für so einiges "Aufsehen" sorgte.

Ich schrieb weiter oben von einem Schreibethos. Und genau diese christliche Ethik in der Eigenverantwortlichkeit dem Evangelium gegenüber, das ein jeder Christ verkündet zu haben aber viele Christen eben niemals hatten, hier liegt dann das Problem.
Ich weiß nicht wohin das führt, aber, jetzt einmal als maßgebliches Beispiel - Mission, Mission im Sinne des Evangeliums, im Sinne eines Jesus Christus, also Mission für und zu den "Heiden" hin, christliche Überzeugungsarbeit in der "Selbstwahrhaftigkeit", glaubhafte Mission dann wieder im Wort, in der Sprache, in Vorbildsein seiner eigenen - Schreibethik, das fand und las ich hier sehr, sehr selten.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 09:27

Liebe Taube
Ich bin mit allem einverstanden, was du im letzten Beitrag geschrieben hast.

"Ironie on"
Wir wissen ja schon wie, gäll. Wenn nur alle andern es so machen täten :mrgreen: Dann hätten Freikirchen und Landeskirche keine Probleme miteinander.
"Ironie off"

Anders gesagt, es mönschelet überall - die einen wie die andern wollen Recht haben :cry: dann wir gemeckert oder gar gekämpft ... Der Ehrlichkeit halber muss man doch sagen, dass die Schwierigkeiten dann halt oft dann auftauchen, wenn es ans praktische geht: WIE soll gebetet werden. Welche Art Lieder singen? usw.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Zorro » Fr 28. Mai 2010, 09:30

bigbird hat geschrieben: :mrgreen: Hihi, ich wollte dir nicht zu nahe treten! Aber einen Helden können wir schon brauchen bei uns!


Wenigstens als Symbolik :oops:

Ich hoffe einfach, dass du mir nie dein Z auf den Bauch ritzt mit deinem Schwert!

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Mein Degen ist stumpf, nur Gottes Wort hat eine scharfe Klinge. :ugeek:

Ich habe gegenüber des ref.ch Portals auch mein Bedauern geäussert, dass die Verlinkung nicht mehr erwünscht ist. Die Farben bei jesus.ch machen mich ganz wahnsinnig :lol:
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 09:32

Ein Problembereich, der allerdings hier in diesem Zusammenhang nur angedeutet werden soll, ist der Begriff der "Toleranz". Da gibt es doch einige im christlichen Bereich, welche damit Mühe haben: War eigentlich Jesus tolerant oder nicht, das ist immer wieder ein Thema. ...ohne natürlich eine einzige Antwort zu haben. Je nach Verständnis dieses Begriffes, ergibt sich natürlich auch ein unterschiedliches Bild bei der Zusammenarbeit der Kirchen und Gemeinden.

Aber das sollte anderswo wieder einmal angeschaut werden, was in der Bibel unter Toleranz verstanden werden kann.

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » Fr 28. Mai 2010, 09:45

Taube hat geschrieben: Da gibt es doch einige im christlichen Bereich, welche damit Mühe haben: War eigentlich Jesus tolerant oder nicht, das ist immer wieder ein Thema


Ich glaube - eher nicht.
Selbst der oft so vielgepriesene Buddhismus ist nicht tolerant (warst du schon einmal in einem buddhistischen Forum? Mir verging dort oft "Hören" und "Sehen".) Im Kern der jeweiligen Religion dürfte es eigentlich keine wirkliche Toleranz geben, denn dann würde diese an eben dieser Toleranz zu Grunde gehen, würde sich am ende selbst "tolleranzlich" auslöschen.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 09:54

Es ginge hier zu weit über Toleranz zu sprechen. Aber es gibt viele Zeichen in der Bibel, die zeigen, dass Toleranz (nicht zu verwechseln mit Beliebigkeit) nicht unbiblisch ist.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » Fr 28. Mai 2010, 09:56

Taube hat geschrieben:Es ginge hier zu weit über Toleranz zu sprechen.


:lol:

Ein Schelm, wer jetzt böses denkt...
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 10:00

Du solltest mich langsam kennen: Wenn ich so etwas sage, habe ich schon einige Überlegungen gemacht, gäll?
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon bigbird » Fr 28. Mai 2010, 10:31

Zorro hat geschrieben: Die Farben bei jesus.ch machen mich ganz wahnsinnig :lol:
Dann haben wir halt einen wahnsinnigen Helden - jetzt aber fertig OT!

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Mai 2010, 12:22

Lichtenberg hat geschrieben:Im Kern der jeweiligen Religion dürfte es eigentlich keine wirkliche Toleranz geben, denn dann würde diese an eben dieser Toleranz zu Grunde gehen, würde sich am ende selbst "tolleranzlich" auslöschen.


Das ist stets die Gefahr. Eigentlich möchte Jeder den Anderen mit Hinweis auf die "Toleranz" auch beeinflussen und dazu bringen, die eigene Gesamtsicht (Glaube) oder einzelne Glaubensinhalte anzunehmen. Aus Toleranz soll man zuhören, aus Toleranz soll man zustimmen, aus Toleranz mögischst auch noch mitmachen.

Ich sehe gegensätzliche Meinungen, Abweichungen und sogar scharfe Kritik als Gelegenheit, sich vertieft mit dem eigen Glauben auseinander zu setzen.

Leider ist im Glauben nicht alles beweisbar und auch nicht wie es manche gerne hätten, mit Verstand und Vernunft zum wahren Glauben selber zu finden.
Der Glaube hat immer irrationale Komponenten, und unterliegt leicht Täuschungen und Verirrungen.

"Beweisführungen" für oder gegen den christlichen Glauben sind deshalb endlos, und Gegensätze oft unüberbrückbar.

Noch schlimmer ist es, dass die Wissenschaft sich heutzutage mit scheinbarem Durchblick einmischt, auch sie macht viele Selbsttäuschungen die sie natürlich selber nicht sieht.

Es wäre noch viel zu sagen, aber der Eingangssatz oben sagt schon den Kernpunkt.

Natürlich gibt es externe und interne Kämpfe, die Verschiedenheit der Meinungen innerhalb des Christentums bewirken schon allein reichlich Streitmöglichkeiten.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Ihr » Fr 28. Mai 2010, 13:22

Man sollte die Haltung von Ref.ch wohl nicht über-analysieren. Aber Toleranz als Doktrin hat es so an sich, dass sie unweigerlich seltsame Blüten treibt. Da wird ganz selbstverständlich von Ökumene und interreligiösem Dialog geredet, aber jenen Bewegungen, die einem historisch am nächsten stehen zeigt man die kalte Schulter. Die Befürchtung, die ich habe ist dass dies ein kleines Symptom für ein viel grösseres Problem ist: Das landeskirchlich-reformierte Christentum ist sich derart abhandengekommen, dass es seine Familienangehörigen nicht mehr kennt. Toleranz allein ist nämlich nicht in der Lage, Inhalte oder Identitäten zu tragen. Nur wer über letztere verfügt hat einen Anlass zu Toleranz.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 14:14

onThePath hat geschrieben:...
Ich sehe gegensätzliche Meinungen, Abweichungen und sogar scharfe Kritik als Gelegenheit, sich vertieft mit dem eigen Glauben auseinander zu setzen.

Leider ist im Glauben nicht alles beweisbar und auch nicht wie es manche gerne hätten, mit Verstand und Vernunft zum wahren Glauben selber zu finden.
Der Glaube hat immer irrationale Komponenten, und unterliegt leicht Täuschungen und Verirrungen.

"Beweisführungen" für oder gegen den christlichen Glauben sind deshalb endlos, und Gegensätze oft unüberbrückbar.
...

Nein, es ist nicht alles beweisbar im Glauben. Aber soll es das sein? Gerade innerhalb der christlichen Gruppierungen ist dies sehr wichtig zu sehen. Die Unbeweisbarkeit ist doch genau der Punkt der Bedeutung der Toleranz. Weil meine Position eben nicht beweisbar ist, sollte ich doch tolerant sein anderen gegenüber. Es kann zwar hart sein im Diskutieren, aber immer auch im Achten der eigenen Unzulänglichkeiten.

Hier im Thread geht es ja vor allem mal um Toleranz im internen zwischenkirchlichen Bereich der Christenheit. Der interreligiöse Bereich muss gesondert betrachtet werden. sonst kann das Toleranzverständnis bei Christen kaum herausgearbeitet werden.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Taube » Fr 28. Mai 2010, 15:48

Die Zeitung einiger kantonalen evangelisch-reformierten Landeskirchen bringt in ihrer heutigen Ausgabe anlässlich des Christustages das Schwerpunktthema "die Evangelikalen". Einige Portraits über einige evangelikale Gruppierungen sind doch sehr interessant:

http://www.reformiert.info/artikel_7117.html

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Vagabundus » So 30. Mai 2010, 01:38

Ihr hat geschrieben:Ich hatte dieses Thema im technischen Teil eröffnet, wo es bald als "geklärt" deklariert und geschlossen wurde. Aber es scheint mir vor allem eine nicht-technische Brisanz zu haben, weshalb ich hier nochmals eröffne. Laut Auskunft von Matthias Bachmann lag der Grund dafür, dass die langjährige Einbindung des Forums auf dem Portal der reformierten Landeskirche gestrichen wurde in den "mehrheitlich irritierten Rückmeldungen unserer User über den Inhalt der Foren (zu evangelikal und zu wenig tolerante Diskussionsteilnehmer)."

Hier meine Reaktion auf diese Begründung an Herrn Bachmann:
Ihr hat geschrieben:Grüezi Herr Bachmann,

die Eigenheiten des Forums und seiner Teilnehmer sind mir wohlbekannt. Und ehrlich gesagt hat es mich von Seiten ref.ch erfreulich mutig gedünkt, seiner Leserschaft diese Dialogmöglichkeit während all dieser Jahre zuzutrauen. Um so bedauerlicher empfinde ich die Kehrtwende. Ist eine Alternative in Vorbereitung? Denn es ist ja nicht nur das Livenet-Forum, welches landeskirchlichen Einfluss nötig hätte, sondern auch die reformierte Basis, welcher die Auseinandersetzung mit anderen, inner-protestantischen Ansichten nur guttun kann, auch wenn sie bisweilen irritiert.

Freundliche Grüsse

-- "Ihr"



Der geneigte Leser wird bemerken, dass sich hier "Toleranz" einmal mehr mit sich selber schwertut. Es immer einfach, sich diese selber zuzusprechen und von anderen einzufordern. Wie weit her es damit aber tatsächlich ist zeigt sich erst, wenn man selber etwas tolerieren sollte, was einem nicht in den Kram passt. Und hier ist bei ref.ch scheinbar Fehlanzeige, und das ist schade.


Ich als Deutscher kann jetzt nicht so viel zur reformierten Landeskirche sagen. Allerdings kann ich nachvollziehen, dass der Kontakt mit dem Forum gekappt wurde.Ja, dein Argument zur Toleranz und dass es den Landeskirchenmitgliedern möglich sein darf, hier mitzudiskutieren, klingt erstmal plausibel. Allerdings werden es nicht nur ein paar Irritationen gewesen sein, die 1. hier einigen Besuchern aufgefallen sind und 2. sogar gemeldet und als Feedback weitergegeben wurden. Das sollte schonmal zum Nachdenken anregen.Das ist nicht mehr zu unterschätzen und die Kirche musste da reagieren und die Rückmeldungen ernstnehmen. Gelinde gesagt ist das Wort "Irritationen" noch sehr milde ausgedrückt wenn ich hier mit Behauptungen konfrontiert werde wie "dass Menschen von grundauf böse sind", "alle Sünden gleich sind (Massenmord = Kaugummi auf die Straße spucken)" oder "dass es schon fast verwerflich ist, als Gutmensch zu leben wenn man Christ ist da Taten nichts zählen vor Gott."Wenn dann noch persönliche Beleidigungen hinzukommen wie "lauwarme Christen" oder "Irrlehrer" und sowas nichtmal editiert wird, ja dann wird jeder zivilisierete normale Mensch das kalte Grausen kriegen. Da bleibt der Landeskirche tatsächlich nur noch die Möglichkeit, editiert
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » So 30. Mai 2010, 08:35

Vagabundus hat geschrieben:
Ihr hat geschrieben:Ich hatte dieses Thema im technischen Teil eröffnet, wo es bald als "geklärt" deklariert und geschlossen wurde. Aber es scheint mir vor allem eine nicht-technische Brisanz zu haben, weshalb ich hier nochmals eröffne. Laut Auskunft von Matthias Bachmann lag der Grund dafür, dass die langjährige Einbindung des Forums auf dem Portal der reformierten Landeskirche gestrichen wurde in den "mehrheitlich irritierten Rückmeldungen unserer User über den Inhalt der Foren (zu evangelikal und zu wenig tolerante Diskussionsteilnehmer)."

Hier meine Reaktion auf diese Begründung an Herrn Bachmann:
Ihr hat geschrieben:Grüezi Herr Bachmann,

die Eigenheiten des Forums und seiner Teilnehmer sind mir wohlbekannt. Und ehrlich gesagt hat es mich von Seiten ref.ch erfreulich mutig gedünkt, seiner Leserschaft diese Dialogmöglichkeit während all dieser Jahre zuzutrauen. Um so bedauerlicher empfinde ich die Kehrtwende. Ist eine Alternative in Vorbereitung? Denn es ist ja nicht nur das Livenet-Forum, welches landeskirchlichen Einfluss nötig hätte, sondern auch die reformierte Basis, welcher die Auseinandersetzung mit anderen, inner-protestantischen Ansichten nur guttun kann, auch wenn sie bisweilen irritiert.

Freundliche Grüsse

-- "Ihr"



Der geneigte Leser wird bemerken, dass sich hier "Toleranz" einmal mehr mit sich selber schwertut. Es immer einfach, sich diese selber zuzusprechen und von anderen einzufordern. Wie weit her es damit aber tatsächlich ist zeigt sich erst, wenn man selber etwas tolerieren sollte, was einem nicht in den Kram passt. Und hier ist bei ref.ch scheinbar Fehlanzeige, und das ist schade.


Ich als Deutscher kann jetzt nicht so viel zur reformierten Landeskirche sagen. Allerdings kann ich nachvollziehen, dass der Kontakt mit dem Forum gekappt wurde.Ja, dein Argument zur Toleranz und dass es den Landeskirchenmitgliedern möglich sein darf, hier mitzudiskutieren, klingt erstmal plausibel. Allerdings werden es nicht nur ein paar Irritationen gewesen sein, die 1. hier einigen Besuchern aufgefallen sind und 2. sogar gemeldet und als Feedback weitergegeben wurden. Das sollte schonmal zum Nachdenken anregen.Das ist nicht mehr zu unterschätzen und die Kirche musste da reagieren und die Rückmeldungen ernstnehmen. Gelinde gesagt ist das Wort "Irritationen" noch sehr milde ausgedrückt wenn ich hier mit Behauptungen konfrontiert werde wie "dass Menschen von grundauf böse sind", "alle Sünden gleich sind (Massenmord = Kaugummi auf die Straße spucken)" oder "dass es schon fast verwerflich ist, als Gutmensch zu leben wenn man Christ ist da Taten nichts zählen vor Gott."Wenn dann noch persönliche Beleidigungen hinzukommen wie "lauwarme Christen" oder "Irrlehrer" und sowas nichtmal editiert wird, ja dann wird jeder zivilisierete normale Mensch das kalte Grausen kriegen. Da bleibt der Landeskirche tatsächlich nur noch die Möglichkeit, die Mitglieder vor solch gefährlichem und einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdigem Gedankengut zu schützen. Da spielt es keine Rolle dass ein Teil der Diskussionen hart aber im Rahmen des Erträglichen geführt wird.Ich hätte da genauso reagiert, hier werden teilweise Ansichten vertreten die sehr menschenfeindlich sind was nicht tolerierbar ist. Von daher finde ich es richtig, dass sich die Kirche hier nicht tolerant zeigt sondern konsequent reagiert und ihre Mitglieder editiert


Danke, Vagabundus, das ist ein Beitrag, der nicht nur an Deutlichkeit nichts mehr zu wünschen übrig lässt, hier werden auch die Probleme gezielt genannt und definiert, wird endlich einmal das ausgesprochen, was jeder in der Wahrheit hier auch nachlesen, hier im Forum auch nachblättern (in den verschiedensten Threads) und damit auch in der Wahrheit nachvollziehen kann. Das von dir Geschriebene entspricht einfach der Wahrheit. Nicht mehr, aber auch ganz bestimmt nicht weniger.

Ein Dialog scheint hier auch kaum möglich, da hier jede abweichende Meinung in den Mühlen des biblischen Fundamentalismus zermalmt wird, da sich 1/2 Fundis auf das "Opfer" stürzen und es bearbeiten und zermürben anstatt sachlich auf Argumente einzugehen


Das ist nun, leider, der Alltag geworden, im Forum Livenet. Was mich dabei immer wieder am meisten abstieß, der Umgang der evangelikalen Christen mit anderen Christen.

editiert
Danke, für deine offenen Worte und deinen, nur zu wahren, Beitrag, Vagabundus.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon bigbird » So 30. Mai 2010, 09:38

Vagabundus hat geschrieben:Ich als Deutscher kann jetzt nicht so viel zur reformierten Landeskirche sagen.
Ja, manchmal wäre es besser, man würde in einem solchen Fall dann auch wirklich nichts sagen.

Allerdings kann ich nachvollziehen, dass der Kontakt mit dem Forum gekappt wurde.
Gekappt ist nicht ganz richtig, der Linke wurde nach acht (!) Jahren erst bei einer Neugestaltung weggelasen.
Ja, dein Argument zur Toleranz und dass es den Landeskirchenmitgliedern möglich sein darf, hier mitzudiskutieren, klingt erstmal plausibel.
Sie dürfen! Nach wie vor!
Allerdings werden es nicht nur ein paar Irritationen gewesen sein, die 1. hier einigen Besuchern aufgefallen sind und 2. sogar gemeldet und als Feedback weitergegeben wurden. Das sollte schonmal zum Nachdenken anregen.
Mir gibt zu denken, dass du es besser wissen willst als Herr Bachmann, der im Auftrag der Kirche die Frage von Ihr beantwortet hat. Es ist unfair zu behaupten, es sei anders gewesen.
Das ist nicht mehr zu unterschätzen und die Kirche musste da reagieren und die Rückmeldungen ernstnehmen. Gelinde gesagt ist das Wort "Irritationen" noch sehr milde ausgedrückt wenn ich hier mit Behauptungen konfrontiert werde wie "dass Menschen von grundauf böse sind"
... dass alle Menschen Sünder sind, das steht in der Bibel.
"dass es schon fast verwerflich ist, als Gutmensch zu leben wenn man Christ ist da Taten nichts zählen vor Gott."

auch das steht in der Bibel, dass wir nicht durch Werke in den Himmel kommen. Wenn du nun schlussfolgerst, dass ein gutes Leben schlecht sei, kann ich dir nicht helfen.
Wenn dann noch persönliche Beleidigungen hinzukommen wie "lauwarme Christen" oder "Irrlehrer"
... lauwarme Christen und Irrlehrer gibt es überall - dazu habe ich oben etwas geschrieben.

bigbird, Admin
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Vagabundus » So 30. Mai 2010, 12:31

bigbird hat geschrieben:
Vagabundus hat geschrieben:Ich als Deutscher kann jetzt nicht so viel zur reformierten Landeskirche sagen.
Ja, manchmal wäre es besser, man würde in einem solchen Fall dann auch wirklich nichts sagen.

Allerdings kann ich nachvollziehen, dass der Kontakt mit dem Forum gekappt wurde.
Gekappt ist nicht ganz richtig, der Linke wurde nach acht (!) Jahren erst bei einer Neugestaltung weggelasen.
Ja, dein Argument zur Toleranz und dass es den Landeskirchenmitgliedern möglich sein darf, hier mitzudiskutieren, klingt erstmal plausibel.
Sie dürfen! Nach wie vor!
Allerdings werden es nicht nur ein paar Irritationen gewesen sein, die 1. hier einigen Besuchern aufgefallen sind und 2. sogar gemeldet und als Feedback weitergegeben wurden. Das sollte schonmal zum Nachdenken anregen.
Mir gibt zu denken, dass du es besser wissen willst als Herr Bachmann, der im Auftrag der Kirche die Frage von Ihr beantwortet hat. Es ist unfair zu behaupten, es sei anders gewesen.
Das ist nicht mehr zu unterschätzen und die Kirche musste da reagieren und die Rückmeldungen ernstnehmen. Gelinde gesagt ist das Wort "Irritationen" noch sehr milde ausgedrückt wenn ich hier mit Behauptungen konfrontiert werde wie "dass Menschen von grundauf böse sind"
... dass alle Menschen Sünder sind, das steht in der Bibel.
"dass es schon fast verwerflich ist, als Gutmensch zu leben wenn man Christ ist da Taten nichts zählen vor Gott."

auch das steht in der Bibel, dass wir nicht durch Werke in den Himmel kommen. Wenn du nun schlussfolgerst, dass ein gutes Leben schlecht sei, kann ich dir nicht helfen.
Wenn dann noch persönliche Beleidigungen hinzukommen wie "lauwarme Christen" oder "Irrlehrer"
... lauwarme Christen und Irrlehrer gibt es überall - dazu habe ich oben etwas geschrieben.

bigbird, Admin


Nagut, wenn das so ist, über was wird hier eigentlich diskutiert ? Was hat denn Herr Bachmann gesagt ? Vielleicht kann man das mal klarstellen, dann erübrigen sich auch irgendwelche Spekulationen. Ich denke jeder kann sich hier selber davon ein Bild machen, wie tolerant das Forum ist. Ach ja, solange die Wahrheit nicht bewiesen ist, ist es schlichtweg ein Armutszeugnis jemanden mit einer anderen Meinung als Irrlehrer hinzustellen, wie es hier einige tun. Und dass Weke nicht zählen vor Gott ist schlichtweg unbiblisch, im Vorteil wer lesen und noch selbständig denken kann. Ich sage nur:"Selig die, die Gutes Tun, denn ihnen gehört das Himmelreich." Hat ein gewisser Jesus einmal gesagt. editiert Achja, jeder ist Sünder-das ist richtig, da hat die Bibel sogar recht-aber einen Menschen einzig darauf zu reduzieren ist wirklich nur was für Menschen ohne Sinn und Verstand. Das fordert auch die Bibel nicht.
Zuletzt geändert von bigbird am So 30. Mai 2010, 16:50, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Gnu » So 30. Mai 2010, 13:11

Vagabundus hat geschrieben:Nagut, wenn das so ist, über was wird hier eigentlich diskutiert ?

Diese Frage sollte man sich immer als erste stellen, wenn man einen Beitrag schreibt: Worum geht es dem Eröffner des Diskussionsfadens?
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » So 30. Mai 2010, 14:38

Gnu hat geschrieben:
Vagabundus hat geschrieben:Nagut, wenn das so ist, über was wird hier eigentlich diskutiert ?

Diese Frage sollte man sich immer als erste stellen, wenn man einen Beitrag schreibt: Worum geht es dem Eröffner des Diskussionsfadens?


Hierum! Der User - Ihr schrieb, unter anderem dann:

Laut Auskunft von lag der Grund dafür, dass die langjährige Einbindung des Forums auf dem Portal der reformierten Landeskirche gestrichen wurde in den "mehrheitlich irritierten Rückmeldungen unserer User über den Inhalt der Foren (zu evangelikal und zu wenig tolerante Diskussionsteilnehmer)."


Also - zu evangelikal und zu wenig tolerante Diskussionsteilnehmer!

Und ich vertrat und vertrete weiterhin nur die schlichte Meinung, das dieses Forum, also Livenet, den Ruf eines evangelikal dominierten Forums im Internet "genießt". So wie es in der Darlegung von Matthias Bachmann schon geschildert wurde.
Jedes Forum, gerade im weltanschaulich oder religiösen Bereich, hat sich im großen weiten Internet einen Gewissen Ruf "erarbeitet", im Laufe der Zeit und seines Bestehens.
Und das Livenet - Forum hat eben den allgemeinen Ruf im Internet und hier speziell unter den Christen, ein vorwiegend evangelikal besetztes und frequentiertes Forum zu sein.
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 14:40

bigbird hat geschrieben:Und natürlich gibt es auch Pfarrer unterschiedlichster Färbung. Es gibt solche, die nicht an die Auferstehung Jesu glauben, und solche, die innerlich davon leben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist.


Die gibt es wirklich liebe bb?

Was predigen die denn von der Kanzel?

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon Andi69 » So 30. Mai 2010, 15:07

SunFox hat geschrieben:Was predigen die denn von der Kanzel?

die Bergpredigt vielleicht?
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 15:12

Taube hat geschrieben:Es ginge hier zu weit über Toleranz zu sprechen. Aber es gibt viele Zeichen in der Bibel, die zeigen, dass Toleranz (nicht zu verwechseln mit Beliebigkeit) nicht unbiblisch ist.


Hallo liebe Taube, ich will hier auch nicht über Toleranz sprechen, sondern nur etwas über die "biblische Toleranz" vermerken! ;)

Gottes Wort toleriert keinen Unglauben/Irrglauben, sondern nimmt ihn nur als gegeben hin, weil dieser eben auf menschlicher Schwäche beruht!

Es geht nicht darum menschliche Schwäche zu bekriegen, sondern darum diese Schwächen zu Stärke zu führen! Evangelium (Wahrheit) bedeutet Stärkung des Menschens!

Toleranz ist also eine Hinnahme gegebener Umstände, was nicht gleichbedeutend ist mit einer möglichen Veränderung gegebener Umstände auf friedlichem Weg!

Wenn Gott sagt: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich!", ist das dann intolerant?

Ich denke nicht, sondern es ist konsequent, denn letztendlich kann jeder doch selbst entscheiden und die Entscheidungsträger (egal in welche Richtung die Entscheidung geht) sollten sich gegenseitig akzeptieren!

Akzeptanz bedeutet nicht, das man nicht missionieren darf, egal wozu auch immer!

Akzeptanz bedeutet andere Meinung anerkennen, auch wenn man sie für falsch befindet!

Und somit bedeutet Akzeptanz auch in einem christlichen Forum, das durch friedliche Diskussion eine Fehlerbehebung der Wahrheit im Fordergrund stehen sollte! Es ist nicht Sinn eines christlichen Forums, andere mit dogmatischen Behauptungen (weil man es selbst so glaubt) zu erschlagen!

Leider wird in diesem Forum sehr oft viel "geschlagen", was aber jene nicht in die Flucht schlagen sollte, die die friedliche Diskussion lieben!

Akzeptanz sollte also nicht auf eine lästige Duldung hinaus laufen, denn das wäre keine Stärke, sondern Schwäche!

Gut das dieses Forum stark ist, trotz einiger kleiner Schwächen!

Ich schreibe schon wieder viel zu viel! :lol:

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 15:14

Andi69 hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Was predigen die denn von der Kanzel?

die Bergpredigt vielleicht?


Hallo lieber Andi,

ist das predigen der Bergpredigt ohne die Auferstehung Jesu zu akzeptieren christlich?

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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » So 30. Mai 2010, 15:25

SunFox hat geschrieben:
Akzeptanz bedeutet andere Meinung anerkennen, auch wenn man sie für falsch befindet!



Guter SunFox, dein Beitrag ist recht lesenswert, aber das was du über die Akzeptanz hier schreibst, das ist nun wirklich und schlichtweg falsch.
Hier dann die Definition des Wortes - Akzeptanz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz

Also, Akzeptanz ist, unter anderem:

Es wird deutlich, dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht. Darüber hinaus besteht eine aktive Komponente, im Gegensatz zur passiven, durch das Wort Toleranz beschriebener Duldung. Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet demnach einen Gegensatz zur Ablehnung.

Der Akzeptanzbegriff gewinnt einen ersten Bezugsrahmen, indem Akzeptanzsubjekt, Akzeptanzobjekt und Akzeptanzkontext unterschieden werden.


Aber niemals bedeutet - Akzeptanz dann, wie du formuliertest:

Akzeptanz bedeutet andere Meinung anerkennen, auch wenn man sie für falsch befindet!


Das was du vielleicht meinst, guter SunFox, fällt dann unter eine andere Begrifflichkeit, also dann vielleicht - Toleranz.
Hier dann:

Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen.


Also ist auch die Definition von Toleranz, in ihren wörtlichen Definitionsschwerpunkten, nicht unbedingt das, was du hier wohl ausdrücken wolltest.

Grüße, und sowas alles

Lichtenberg
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 15:32

Lieber Lichtenberg,

ich bin so tolerant, das ich auch andere Meinungen akzeptieren kann, auch wenn ich sie für unrichtig einstufe!

Toleranz und Akzeptanz sind Verwandte mit leicht unterschiedlichen Genen!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Beitragvon Lichtenberg » So 30. Mai 2010, 15:44

SunFox hat geschrieben:Lieber Lichtenberg,

ich bin so tolerant, das ich auch andere Meinungen akzeptieren kann, auch wenn ich sie für unrichtig einstufe!

Toleranz und Akzeptanz sind Verwandte mit leicht unterschiedlichen Genen!

Liebe Grüße von SunFox


:lol: :lol: :lol:

SunFox, SunFox, wenn du zu Hause die Milchflasche fallen lässt, dann hat das grüne Humhumdriöh die Schuld, nicht!

Toleranz und Akzeptanz sind Verwandte mit leicht unterschiedlichen Genen!


Hihi, die Wortstämme dafür haben schon durchaus eine sehr unterschiedliche Begriffs - "DNS".
Aber lassen wir das, die inkarnierende Rache für diese "Taten" gehörte schon immer den Schwiegermüttern dieser Welt...
(Unterschwellig, dann, gemeint.)
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Re: Das Forum "zu evangelikal" für Ref.ch

Beitragvon kingschild » So 30. Mai 2010, 16:04

Re: Das Forum "zu evangelikal" für ref.ch?

Da jetzt eine ganze Menge über Toleranz gesprochen wurde frage ich mich wo ist den die Toleranz dem Evangelikalen gegenüber geblieben?

Man müsste die Frage vielleicht anders Formulieren, wer ist tolerant genung um die Meinung von verschiedenen Evangelikalen und Atheisten tragen zu können? War und ist ref.ch so tolerant? Sind einige User hier so tolerant?

Ich höre das Wort Toleranz oft hier aber genau der Thread hier zeigt wie weit die Toleranz gelebt wird von denen die sie fordern.

God bless
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