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Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Fr 28. Feb 2003, 18:49
von Bonizismus
Gegründet vom Ketzer Martin Luther schien die Evangelische Kirche anfangs alles ein bisschen besser zu machen, als die Katholische, was ja auch nicht schwer ist. Doch in den letzten Jahren hat sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass auch die Evangelischen nicht groß anders sind. So dachte man zwar Anfangs es sei einen ganz gute Idee keine Mumie an die Spitze der Kirche zu setzen, doch mittlerweile ist das System der EKD und der Evangelen weltweit so sehr zersplittert, das die Gemeinde vom einen Ende der Stadt nicht mal mehr weiß, was die am anderen Ende tut.
So konnten sich viele kleine fundamentalistische und Bohnenfeindliche Sekten bilden, welche***


*** nicht erlaubter Link gelöscht

Bonizist

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Fr 28. Feb 2003, 19:05
von Scardanelli
Hallo Bonizismus,
nach meinem Dafürhalten ist dies ein strukturelles Problem. Zentral ist die persönliche Rettung. Der Christ zieht sich in sich zusammen und im wesentlichen ist nur noch er und Gott, und der Rest mag in die Hölle fahren.
So hat man hier schon den Anfang der Zersplitterung, weil es nur viele dieser Splitter gibt. Die Abgrenzung ist so ein bestimmender Bestandteil des Glaubens. Die Abgrenzung ist nicht eine Folge, sondern selbst von Wert.
Um sich selbst ganz zu spüren, muss der Christ sich absetzen und am Besten soviel Kontrast herstellen wie möglich und da wird sicher auch nicht davor zurückgeschreckt, die eigenen Schwestern und Brüder für diesen Zweck zu gebrauchen, denn es geht nur um das persönliche Heil.
Nicht wundern, ich übertreibe gerne, weil viele nur noch auf ganz heftige Reize ansprechen, wenn überhaupt.

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Fr 28. Feb 2003, 19:15
von Pumi
Ich bin mir nicht so ganz sicher, in wiefern mein Vorschlag praktikabel sein kann. Aber ich denke es ist einen Versuch wert:
Versuche doch, nicht mit dem Finger auf deine Mitchristen zu zeigen und ihre Fehler in den Vordergrund zu stellen, sondern zeige auf dich selbst und erkläre, was du als bessere Alternative zu bieten hast.
Fehler kannst du bei jeder Kirche, jeder Gruppierung und bei jedem einzelnen Christen finden. Diese Fehler aufzuzeigen hilft aber nur weiter, wenn du einen Vorschlag zur Verbesserung hast.

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Sa 1. Mär 2003, 12:32
von LanghaarDakel
Die Zersplitterheit entsteht, da es kein Oberkommando Vatikan gibt. Doch das individuelle kann man als positiv empfinden, den so hat jeder die Möglichkeiten seinen Glauben auf seine Art auszuleben.
Um die Evangelen zu einigen kann man einen Vatikanimitat einrichten, aber wo bliebe der unterschied zu den Katholiken.

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Mi 28. Mai 2003, 23:58
von Shelton
hallo boni
auch wenn ich dir recht gebe, dass die chr gemeinden besser zusammen arbeiten sollten (wie an anderen orten auch - zb pol gemeinden), muss ich doch fragen:
"wo liegt der unterschied, wenn man jesus auf seinem weg zur linken oder zur rechten folgt?"
(nein das ist jetzt nicht politisch gemeint!)

grüsse
shelton

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Do 29. Mai 2003, 00:21
von Shelton
ey scard
eigentlich wäre es der diskussion förderlich, wenn du deine behauptungen nicht immer als realität hinstellen würdest, aber dann würde ja die provokation flöten gehen. :D
Original von Scardanelli
Der Christ zieht sich in sich zusammen und im wesentlichen ist nur noch er und Gott, und der Rest mag in die Hölle fahren.

dem kann ich so wieder mal nicht zustimmen! ;)
das mit dem zusammenziehen schnall ich erst mal nicht. aber wer in die hölle fährt bestimmt nur einer, der rest ist deine interpretation.
Die Abgrenzung ist so ein bestimmender Bestandteil des Glaubens. Die Abgrenzung ist nicht eine Folge, sondern selbst von Wert.

der erste satz ist ok, steht ja auch so in der bibel. aber abgrenzung ist ein schutz, jesus ist der wert.
von wegen wert: hat es einen wert das immer wieder zu erwähnen? :D
Um sich selbst ganz zu spüren, muss der Christ sich absetzen (....) und da wird sicher auch nicht davor zurückgeschreckt, die eigenen Schwestern und Brüder für diesen Zweck zu gebrauchen, denn es geht nur um das persönliche Heil.

...absetzen vom "weltlichen", ja. wenn man aber auf andere zurück greift, wäre das missbrauch und das ist unchristlich (was nicht ausschliesst, dass es solchen gibt).
"...denn es geht um das persönliche Heil aller!" - so wäre der satz richtig. :P
Nicht wundern, ich übertreibe gerne, weil viele nur noch auf ganz heftige Reize ansprechen, wenn überhaupt.

:D :D :D ich liebe das (meistens). ;)

liebe grüsse
mike

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Do 29. Mai 2003, 11:05
von Scardanelli
Hallo Shelton,
meinen Balken in meinem Auge überwinde ich dadurch, indem ich nicht wage anzunehmen, wer errettet sein wird und wer nicht, denn errettet wird nach Gerechtigkeit und nicht nach Recht. Ich sage nicht, dass jemand an sich falsch sei, sondern allenfalls für sich, also in Details, aber nicht am Ganzen. Was einer am Ganzen ist, das kann ich nicht ermessen. Was einer aber im Besonderen ist, schon.
So meine ich z. B. dass sich Joggeli und Salzstreuer irren, aber ihren Irrtum kann ich als Teil des Ganzen nicht überblicken. Ich weiß wenig bis nichts über dessen Funktion im Zusammenhang. Ich gehe einmal davon aus und dies wohlwollend, dass wir uns bei Gott einmal an der Hand fassen werden, zumal jeder getan hat, wozu er fähig war und dies wohl mit Emphase. Ich werde es aber nicht unterlassen, sie von ihrem Irrtum zu befreien, wiewohl dies nur ein Irrtum von der Klasse sein kann, die ich überblicken kann.

Zum Beispiel ist eine mögliche Irrtumsquelle die hinreichende Interpretation des Satzes: „Ich alleine bin der Weg!“ Mit einer eindeutigen Sicherheit kann man davon jemanden des Schlages von Nataraja und Kübra gar nicht ausschließen. Ich werde mich hüten, ihnen ein Weniger, als von mir zuzugestehen. Am sichersten bin ich, wenn ich annehme und dies wirklich, also nicht nur der Form nach, sie seien weiter als ich gekommen. Dies meine ich als das Gegenteil eines Zusammenziehens, als ein Zusammenziehen der Augenlieder, fest um den Balken vor meinem Auge, damit ich gar nichts mehr sehen kann. Im Besonderen werde ich sie aber weiter kritisieren.

Sachhaltig abgrenzen kann sich der, der die ganze Wahrheit gesehen hat. Dieser würde sich aber gar nicht abgrenzen, sondern vielmehr öffnen. Wer aber von uns hat die ganze Wahrheit gesehen und wenn er sie gesehen hätte, auch verstanden?

Ich denke, lieber Shelton, wir sind uns recht ähnlich!

Re: Die evangelische Kirche

BeitragVerfasst: Do 29. Mai 2003, 14:57
von Shelton
gut gebrüllt löwe! :]
Original von Scardanelli
Ich denke, lieber Shelton, wir sind uns recht ähnlich!

denke ich auch..... :)
es reizt mich halt einfach immer wieder deine "provokationen" zu hinterfragen! ;)

grüsse
mike