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Geometrie und Gott

Moderator: bigbird

Geometrie und Gott

Beitragvon Gnu » Di 9. Jan 2018, 14:18

Im Thread Mathematik und Gott schrieb stewi87
stewi87 hat geschrieben:Der christliche Gott ist drei-einig, dies unterscheidet das Christentum von allen anderen Religionen.
Gott wird gebildet durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.


Da der Begriff Dreieinigkeit nicht in der Bibel steht, handelt es sich um eine philosophische Konstruktion, welche man bildlich zu erklären versucht. Hier will ich einmal folgendes Bild betrachten und darüber philosophieren:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... ch.svg.png
Das Bild sieht einem Dreieck ähnlich, dessen drei Ecken für den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist stehen. Die Seiten des Dreiecks beschreiben eine Zuordnung der Ecken. Die Aussage ist, dass es drei von einander zu unterscheidende Personen sind.

Der Vater ist nicht der Sohn
Der Vater ist nicht der Heilige Geist
Der Heilige Geist ist nicht der Sohn

In der Mitte des Dreiecks ist eine vierte Ecke eingezeichnet, die Gott zugeordnet ist. Ich stelle mir die vierte Ecke räumlich erhöht vor, so dass die Figur von einem flachen Dreieck zu einem räumlichen Tetraeder wächst. Dadurch sind jetzt vier Ecken miteinander verbunden und es entstehen drei neue Seiten, die die Zuordnung Gottes zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist beschreiben. Die Aussage ist, dass alle drei Personen Gott sind.

Der Vater ist Gott
Der Sohn ist Gott
Der Heilige Geist ist Gott.

Gott ist in dieser Darstellung somit nicht Person, sondern Status. Sonst würde die Darstellung sich selbst ad absurdum führen.

Die Schwäche dieses Bildes ist, dass an ihr die Hierarchie nicht ablesbar ist.
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Gnu » Di 9. Jan 2018, 14:41

Um zu zeigen, was die Schwäche des Vergleiches der Sancta Trinitas mit einer geometrischen Figur ist, möchte ich einmal folgendes Gedankenexperiment machen.

Ersetze Gott durch eine vierte Person und die sechs Aussagen wären dann:

Gott ist der Vater
Gott ist der Sohn
Gott ist der Heilige Geist
Der Vater ist nicht der Sohn
Der Vater ist nicht der Heilige Geist
Der Heilige Geist ist nicht der Sohn

Das ergibt einen inneren Widerspruch.
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Thelonious » Di 9. Jan 2018, 15:05

Du konstruierst einen Dissens, wo keiner ist Gnu.

Um es mit den Worten des Westminster Bekenntnisses zu schreiben

In der Einheit der Gottheit sind drei Personen von einem Wesen, einer Macht und Ewigkeit: Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist. Der Vater ist von niemandem weder gezeugt noch ausgehend; der Sohn ist in Ewigkeit vom Vater gezeugt; der Heilige Geist geht in Ewigkeit vom Vater und vom Sohn aus.



Du konstruiert - wie gesagt - simpel Widersprüche, wo keine sind.

Gruß
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Gnu » Di 9. Jan 2018, 17:09

Ich betrachte hier nur geometrische Vergleiche mit theologischen Aussagen, die man glauben muss, weil sie mit Mehrheitsbeschluss für gültig erklärt wurden. Ich gehe davon aus, dass Gott dreieinig ist und versuche, die bestmögliche geometrische Abbildung zu finden, welche keine inneren Widersprüche erzeugt.
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Thelonious » Di 9. Jan 2018, 17:34

Entspricht das dem Wunsch, Gnu, sich von allem ein Abbild zu machen? Ich denke, die Ikonografie hat dafür (bildhafte, nicht geometrische) Beispiele. Ich kann damit insgesamt nix anfangen.

VG
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Johelia » Di 9. Jan 2018, 21:15

Lieber Gnu

Überlebt ihr das Wetter im Süden? 8-) Eine ziemlich intensive Wetterlage bei euch! :shock:

Gnu hat geschrieben:Ich betrachte hier nur geometrische Vergleiche mit theologischen Aussagen, die man glauben muss, weil sie mit Mehrheitsbeschluss für gültig erklärt wurden.

Stimmt. Ich habe dann beschlossen trinitär zu glauben, als ich begriff dass unsere Diskussionen im Prinzip irrelevant sind, weil wir sowieso nicht fähig sind Gott zu sehen wie ER ist.

Gott ist Hyperdimensional und daher von uns Fleischlichen nicht erfassbar. Da können wir lange diskutieren.

Hier ein Video das die Trinität erklärt, anhand der Eigenschaften Gottes und auch die Dimensionalität betrachtet. Das Video gibt eine Beispielerklärung indem einem 2D Männchen ein 3D Würfel gezeigt wird und es aus seiner Perspektive nicht erfassen kann.

Gott hat sich uns in der Bibel auf vielfältige Weise erklärt und das bedeutet für uns, dass Gott Hyperdimensional ist.
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Gnu hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass Gott dreieinig ist und versuche, die bestmögliche geometrische Abbildung zu finden, welche keine inneren Widersprüche erzeugt.

Im Video hatte es einige "hyperdimensionale" Würfel. Die haben mir als geometrische Erklärung gut gefallen.

Äs Grüessli
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Thelonious » Mi 10. Jan 2018, 11:10

Also ich glaube wirklich nicht, das man beschließt trinitär zu glauben. Der Heilige Geist schenkt dieses.

VG
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Lepitoptera » Mi 10. Jan 2018, 12:29

Thelonious hat geschrieben:Also ich glaube wirklich nicht, das man beschließt trinitär zu glauben. Der Heilige Geist schenkt dieses.

VG
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Macht Sinn. Obwohl ich es mit meinem menschlichen Denken auch nicht wirklich auf die Reihe kriege, wie Gott dreifällig, aber doch drei Personen, aber doch nur ein Gott gemäss erstem Gebot sein kann. Aber ich fühle in mir eine grosse Ruhe diesbezüglich. Dass ich an diese Dreieinigkeit einfach glauben kann und darf, obwohl mir das genaue Verständnis fehlt, wie genau das "funktionieren" soll... :praisegod:
Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, das wir verdient hätten (Tod). Gnade ist es, etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmel). Danke Jesus!
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Thelonious » Mi 10. Jan 2018, 16:03

Lepitoptera hat geschrieben:Macht Sinn. Obwohl ich es mit meinem menschlichen Denken auch nicht wirklich auf die Reihe kriege, wie Gott dreifällig, aber doch drei Personen, aber doch nur ein Gott gemäss erstem Gebot sein kann. Aber ich fühle in mir eine grosse Ruhe diesbezüglich. Dass ich an diese Dreieinigkeit einfach glauben kann und darf, obwohl mir das genaue Verständnis fehlt, wie genau das "funktionieren" soll... :praisegod:


So meine ich es auch. WIe gesagt - der Heilige Geist schenkt diesen Glauben bzw. die Gewissheit bezüglich der Dreieinigkeit. Verstehen / begreifen können wir (auch) das nicht, denn das übersteigt eben himmelweit unseren Denkhorizont!

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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Jeshu » Mi 10. Jan 2018, 18:11

Lepitoptera hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Also ich glaube wirklich nicht, das man beschließt trinitär zu glauben. Der Heilige Geist schenkt dieses.

VG
Thelo


Macht Sinn. Obwohl ich es mit meinem menschlichen Denken auch nicht wirklich auf die Reihe kriege, wie Gott dreifällig, aber doch drei Personen, aber doch nur ein Gott gemäss erstem Gebot sein kann. Aber ich fühle in mir eine grosse Ruhe diesbezüglich. Dass ich an diese Dreieinigkeit einfach glauben kann und darf, obwohl mir das genaue Verständnis fehlt, wie genau das "funktionieren" soll... :praisegod:


Hi Lepitoptera!
Einfacher wird es zu verstehen, wenn man die Trinität nicht so erklärt, dass sie aus "drei Personen" bestehe.

Während Gott und Sein Sohn jeweils ein eigenes Ich-Bewusstsein haben (also "Person" sind), hat dies der Heilige Geist für mich nicht. Sondern der Heilige Geist ist allein Wesen, Charakter, Liebe, Wissen - also alles das, was Gott ausmacht.
Und dieses "Wesen" hat Gott Seinem ersten Sohn komplett und perfekt übertragen, bzw. "vererbt" - so wie auch wir Eigenschaften von unseren Eltern weitervererbt bekommen.

In beiden ist also derselbe Heilige Geist, dasselbe Denken und Fühlen.
Damit werden Gott und der Sohn im gemeinsamen Sein und Wirken, als auch in der Machtausübung nahezu identisch. Dabei bleibt der Ursprung jedoch immer Gott.

"Geometrisch gesehen" sind für mich Gott und der Sohn also zwei Kreise, die sich überschneiden und die "Schnittmenge" ist der Heilige Geist.
"Er" wird damit automatisch zum Höchsten, ist sich dessen aber nicht "selbst" bewusst - das sind sich nur Gott und Sein Sohn. Ihres Höchsten Geistes bewusst.
Und den können sie dann zu uns senden.

LG
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Gnu » Mi 10. Jan 2018, 18:28

Johelia hat geschrieben:Lieber Gnu

Überlebt ihr das Wetter im Süden? 8-) Eine ziemlich intensive Wetterlage bei euch! :shock:
Ja, danke es ist sehr wechselhaft aber im Raum Mendrisio mehrheitlich warm und trocken. Regnet es aber, dann horizontal.

Gnu hat geschrieben:Ich betrachte hier nur geometrische Vergleiche mit theologischen Aussagen, die man glauben muss, weil sie mit Mehrheitsbeschluss für gültig erklärt wurden.

Stimmt. Ich habe dann beschlossen trinitär zu glauben, als ich begriff dass unsere Diskussionen im Prinzip irrelevant sind, weil wir sowieso nicht fähig sind Gott zu sehen wie ER ist.
Ich bin zum Ergebnis gekommen, dass Gott trinitär ist, aber anders als das Dogma es lehrt. Wie genau, bin ich noch am Abklären. Die Dreiheit ist aus Sicht der Bibel begründbar. Welche theologische Schule die beste ist, kann ich momentan noch nicht sagen.

Gott ist Hyperdimensional und daher von uns Fleischlichen nicht erfassbar. Da können wir lange diskutieren.

Hier ein Video das die Trinität erklärt, anhand der Eigenschaften Gottes und auch die Dimensionalität betrachtet. Das Video gibt eine Beispielerklärung indem einem 2D Männchen ein 3D Würfel gezeigt wird und es aus seiner Perspektive nicht erfassen kann.

Gott hat sich uns in der Bibel auf vielfältige Weise erklärt und das bedeutet für uns, dass Gott Hyperdimensional ist.
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Gnu hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass Gott dreieinig ist und versuche, die bestmögliche geometrische Abbildung zu finden, welche keine inneren Widersprüche erzeugt.

Im Video hatte es einige "hyperdimensionale" Würfel. Die haben mir als geometrische Erklärung gut gefallen.

Äs Grüessli
Johel :praise:

Ich habe das Video angeschaut. Die Schlussbegründung, weshalb drei und nicht mehr muss ich aber nochmals repetieren.
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Re: Geometrie und Gott

Beitragvon Jeshu » Sa 13. Jan 2018, 16:19

Gnu hat geschrieben:
Die Dreiheit ist aus Sicht der Bibel begründbar. Welche theologische Schule die beste ist, kann ich momentan noch nicht sagen.


Liebes Gnu,
die "Schule von Jesus Christus" ist die Beste. Von Gottes Menschensohn, der unser Meister ist. Er hat die Trinität in der Bibel mehr oder weniger in Joh. 14 erklärt:

8 Spricht zu ihm Philippus: HERR, zeige uns den Vater, so genügt uns.
9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater?
10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke.
11 Glaubet mir, daß ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.

.....
22 Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: HERR, was ist's, daß du dich uns willst offenbaren und nicht der Welt?
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

also zusammen im einheitlichen Heiligen Geist. Wie sonst?

Die Frage ist nun nur noch, wo sich der Satan in der Trinitäts-"Geometrie" am Liebsten ansiedelt. Außerhalb der Trinität in unserem Geist natürlich.
Das heißt, des Satans Geist wird einfach falsche "Teilmenge" des Heiligen Geistes.

Leider können wir das Eine vom Anderen nur schwer unterscheiden.
Darauf baut er.

LG
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