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Liebe und Besitz

Moderator: bigbird

Liebe und Besitz

Beitragvon livia » Fr 29. Jan 2010, 23:10

Ich würde gern einmal eine (bzw. mehrere) Fragen in den Raum stellen und vielleicht traut sich ja einer, hierauf zu antworten. Ich würde mich jedenfalls freuen.

Ist es richtig, das was man liebt, allein besitzen zu wollen? Also ist es Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) allein "besitzen" möchte? Oder ist es eher Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) loslassen kann und wenn man diesen "teilen" kann?

Was zeugt von größerer Liebe? Festhalten oder Loslassen? Oder kann man das so gar nicht sagen?

Hat ein Loslassen mit Gleichgültigkeit zu tun? Oder eher mit Liebe? Und hat ein Festhalten nur mit Unsicherheit und Eigennutz zu tun?

Warum sind Menschen eifersüchtig? Ist Eifersucht immer als "schlecht" zu beurteilen?

Könnte man generell sagen, dass es besser ist, loszulassen?

Welche Erfahrungen bzw. Empfindungen habt Ihr damit?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Such_Find » Fr 29. Jan 2010, 23:32

Etwas, was heute richtig und gut für mich ist, das kann morgen das falsche und schlecht für mich sein.

Ein Festhalten mag jetzt richtig sein, das Loslassen aber in 5 Stunden. Kommt aber auch auf die Motivation an wieso man festhält/loslässt.

Die Frage ist für mich deshalb erstmal: Was ist die lebendige Motivation?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon ImHermes » Sa 30. Jan 2010, 00:16

Echte Liebe zeichnet sich doch dadurch aus, dass man den oder die andere(n) nicht verlieren möchte. Dies äussert sich als ein festhalten.

Wenn man aber den Partner/die Partnerin schätzt und ehren will, räumt man ihr/ihm Freiheiten ein weil man gegenseitig vertrauen kann.

Ich denke es ist die Mischung zwischen festhalten im Sinne von "die Person nicht zu verlieren wollen" und loslassen um das Vertrauen zu zeigen (hat ja auch was mit ehren zu tun, denn man schätzt den freien Willen am Partner/an der Partnerin).

Und trotzdem soll man den Partner auch nicht loslassen, wenn man vor Gott tritt. Dies kann im einzelnen Gebet für den/die andere sein oder aber gemeinsames Gebet.


Gruss
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Schoham » Sa 30. Jan 2010, 00:39

Ob man wirklich liebt wenn man etwas nur für sich selbst haben will? Wenn ich einen Menschen liebe dann möchte ich das es ihm gut geht. Freue mich wenn er von andern geliebt wird. Liebe ist verschenken - ein Teilen von dem was man lieb hat. Festhalten kann niemals Liebe sein. Liebe kann nur in vollkommener Freiheit gelebt werden. Loslassen kann Liebe und Gleichgültigkeit sein. Der Liebende ist sich bewusst das Liebe ein geben und nehmen ist das auf dem Boden von Freiheit gedeiht. Darum lässt er los. Doch auch der Gleichgültige lässt los weil es ihm nichts bedeutet. Der Liebende wird die Gabe haben dem Geliebten auf mancherlei Weise zu zeigen wie viel er ihm bedeutet. Wird ihm nachgehen und um ihn werben und ihm zeigen wie wertvoll er ihm ist. Dann wieder wird er aber auch loslassen können und wollen wenn seine Liebe nicht erwidert wird. Wenn er spürt das es richtig ist sich zurückzunehmen. Dies alles braucht Feingefühl - oder eben wahre Liebe um immer wieder aufs neue das grad richtige zu tun. Der Eifersüchtige hat Angst nicht an erster Stelle zu stehen in der Gunst des Menschen den er liebt. Ich meine schon das Eifersucht unter uns Menschen nicht etwas gutes ist. Weil wir Menschen einander nicht besitzen sollen. Wir alle Gott gehören. Nur Er allein das Recht hat - mit Eifer uns zu sich zu ziehen - darum weil Er das Leben ist und wir nur durch Ihn leben können. Liebe die Menschen innig wenn sie es wollen und wenn nicht dann lass sie los. Es sind schmerzhafte Empfindungen loszulassen was man von Herzen lieb hat und es sind auch wohltuende Empfindungen loszulassen was man nicht halten kann. Das Beste - das Liebste - das Grösste und Herrlichste bleibt uns für ewig: Unser HERR und Gott - unser Schöpfer.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Sandra73- » Sa 30. Jan 2010, 00:47

Liebe livia :umarm:

Immer wieder passiert es uns in Beziehungen, dass so etwas wie "Besitzenwollen" in den Emotionen aufkommen. Das hat wohl mit der Urangst vor dem Verlassenwerden oder Eifersucht zu tun.
Grundsätzlich aber denke ich, dass man vor allem dann liebt, wenn man auch loslassen kann. Dem Anderen die Freiheit lässt, und ihn nicht an sich bindet. Denn dann wird es zum Druck, und letztlich erstickt dies die Liebe und die Beziehung, die Freundschaft.
Ein Mensch kann nie jemandem "gehören". Das würde heissen, dass der Eine über den Anderen verfügen könnte. Das hat weder mit Liebe noch mit Freundschaft etwas zu tun.
Das Freilassen, dem Gegenüber/Partner/Freund die Freiheit lassen, Freund zu sein, zu lieben....ist sehr wichtig in meinen Augen.

Denn Liebe basiert auf Freiwilligkeit und lässt sich nicht fordern.
Nächstenliebe ja - aber nicht eine Liebe in einer Beziehung.
Je mehr jemand fordert von mir, desto mehr ziehe ich mich auch zurück, denn ich möchte freiwilliug geben, nicht erzwungen oder verordnet, nicht auf Druck oder Forderung.

Dies aber, dieses Loslassen, das braucht Mut und Vertrauen in den Anderen.
Und wie oft haben wir verlernt zu vertrauen. Wie oft sind wir alle schon verletzt und verlassen worden.
Die Angst davor lässt uns in Beziehungen oftmals so fordernd handeln, aus Angst heraus und aus Verletzungen heraus.
Dies ist ein Problem das uns Menschen in Beziehungen zu schaffen macht.

Loslassen heisst aber nicht, keine verbindliche Abmachungen zu treffen oder launenhaft umzugehen in einer Beziehung!
Denn Loslassen hat mit Respekt vor dem Anderen und der Beziehung zu tun.

Soweit mal,
herzliche Grüsse,
Sandra
"Werfet Euer Vertrauen nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat."
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon pirate23 » Sa 30. Jan 2010, 02:29

Ist es richtig, das was man liebt, allein besitzen zu wollen?

Nur wenn man Schmerzen mag...

Was zeugt von größerer Liebe? Festhalten oder Loslassen? Oder kann man das so gar nicht sagen?

Ich glaub es ist eher wie Ping Pong: Erst hat der eine den Ball, dann hat der andere den Ball, und solange jeder den Ball zurück spielt, kann man diesen Zustand als "Festhalten" betrachten.

Warum sind Menschen eifersüchtig?

Weil sie glauben dass ihre Auswahl begrenzt ist, und sie den anderen deshalb idealisieren.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon livia » Sa 30. Jan 2010, 09:22

Ich danke Euch allen für Eure wirklich wertvollen Gedanken und Antworten!

Eifersucht ist wohl wirklich niemals ein Beweis für eine echte und große Liebe. Eher im Gegenteil. Es steckt Angst darin und Gefühle der Minderwertigkeit und wie pirate sagt "der begrenzten Auswahl".


such_find hat geschrieben:Die Frage ist für mich deshalb erstmal: Was ist die lebendige Motivation?


Das ist eine gute Frage.

Was wäre denn für Dich eine "lebendige" Motivation?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Sa 30. Jan 2010, 09:28

Dem Beitrag von Sandra kann ich mich voll anschliessen, vor allem
Sandra73- hat geschrieben:Immer wieder passiert es uns in Beziehungen, dass so etwas wie "Besitzenwollen" in den Emotionen aufkommen. Das hat wohl mit der Urangst vor dem Verlassenwerden oder Eifersucht zu tun.

finde ich als den Anfang des Besitzenwollens. Diese Urangst des Verlassenwerdens, des Liebesverlustes führt mich immer wieder zum Besitzenwollens. Die Angst vor dem Verlust führt zur Eifersucht. Die Eifer-Sucht verstehe ich als eine Art Krankheit, die uns Menschen immer wieder Beziehungen zerstören lässt.

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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Sa 30. Jan 2010, 09:29

livia hat geschrieben:Eifersucht ist wohl wirklich niemals ein Beweis für eine echte und große Liebe. Eher im Gegenteil. Es steckt Angst darin und Gefühle der Minderwertigkeit und wie pirate sagt "der begrenzten Auswahl".

Genau
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Sa 30. Jan 2010, 10:18

Nun, ich denk, grad wenn es so um die Beziehungsdinge geht, da kommt eben auch zentral sogar das rein, was Pirate immer so sagt, die Macht und die Ohnmacht, die Abhängigkeit und Unabhängigkeit. In der Tendenz will man aber auch auf beiden Seiten besitzen - also wäre eine Liebe ohne Besitzdenken eben schon das, wo es alles rausfallen würde aus dem Kreislauf von Dominanzstreben und Unterwürfigkeitsgesten.
Was erfreulich ist. Ausser man will der Natur allein frönen, denn die, denk ich, diktiert das Besitzdenken ja regelrecht. Selbst in einer Vielehe (im AT ja nicht grad selten) - der Mann will das Privileg von vielen behalten (Besitzdenken) und die Frau den Versorger, der wenigstens manchmal für sie da ist (Besitzdenken). Wenn in einer Beziehung, die enger gestrickt ist, das Besitzdenken aufkommt, dann meist doch auch von allen Seiten - einmal die, die abhängig ist (Hilfe, ich werd verlassen und meine Bedürfnisse nicht mehr gestillt) und die, die unabhängig ist auch (ich brauch das Gefühl der Dominanz, das stärkt das Selbstwertgefühl und ich hab genug Auswahl - halt all die Menschen, die sich abhängig fühlen von mir (meist Frau, Kind etc./manchmal auch Mann/manchmal wechselseitig, je nachdem, wer grad "Oberwasser" hat und wer grad weniger ungestillt ist von den Bedürfnissen her - halt diese Spielchen, die so oft die moderne Kernfamilie zum Gefängnis machen können und zum Horrortrip für alle Beteiligten manchmal sogar) - hier ist das Brauchen nicht auf das einzelne Gegenüber bezogen, sondern Unabhängigkeit vom Menschen wird gebraucht, eben Abhängigkeit vom Dominanzgefühl, das Sicherheit und Zufriedenheit und Sattheit bietet etc.).
Es ist, rein von der Natur her, alles mit viel Abhängigkeiten verbunden, von allen Seiten oft, offen oder subtiler.

Nun - wie wird man so richtig unabhängig, das ist eine interessante Frage.
Ich versuch ja in letzter Zeit so ein wenig Pirates Gedankengängen zu folgen, daher klingt das alles etwas in die Richtung, ausdruckstechnisch. :mrgreen:
Also - wie kann man nun richtig unabhängig werden, wenn man entweder von Dominanz an sich oder dem Unterwürfigsein unter den dominanten Part andererseits abhängig ist?
Falls es geht, und ich hoffe das, dann wäre das so richtig "freie Liebe".
Also ganz ohne Eifersucht (man hat keine Angst mehr vor ungestilltem Hunger, egal ob der auch kommt, und er kommt ja manchmal, der ungestillte Hunger, einfach keine Angst mehr davor) und ganz ohne das Wohlgefühl durch die Unabhängigkeit vom anderen und das Machtgefühl durch die Dominanz (dass man genauso glücklich ist, wenn man praktisch alle verliert, die man "unter" sich hat).
An dem Punkt ist glaub ich ganz viel möglich. So richtig freie Liebe ist möglich - und etwas anderes ist dann auch möglich, nämlich, dass man sich aus den Augen verliert, weil einen nichts mehr bindet, also letztlich gar nichts mehr. Wenn man völlig frei ist von Bindungsangst und Verlustangst und null Eifersucht spürt und null Vermissen, wenn jemand nicht da ist (ist ja schon ein Zeichen von Abhängigkeit) und null abhängig vom Wohlgefühl der Dominanz über den anderen und einfach völlig frei - und dann hat man sich noch gern, dass man trotz der totalen Unabhängigkeit gern Zeit miteinander verbringt - dann ist das freie Liebe.
Aber wer ist so frei? Jemand von euch so - also so völlig frei?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Sa 30. Jan 2010, 11:00

Tjorven hat geschrieben:...So richtig freie Liebe ist möglich - und etwas anderes ist dann auch möglich, nämlich, dass man sich aus den Augen verliert, weil einen nichts mehr bindet, also letztlich gar nichts mehr. Wenn man völlig frei ist von Bindungsangst und Verlustangst und null Eifersucht spürt und null Vermissen, wenn jemand nicht da ist (ist ja schon ein Zeichen von Abhängigkeit) und null abhängig vom Wohlgefühl der Dominanz über den anderen und einfach völlig frei - und dann hat man sich noch gern, dass man trotz der totalen Unabhängigkeit gern Zeit miteinander verbringt - dann ist das freie Liebe.
Aber wer ist so frei? Jemand von euch so - also so völlig frei?

Nein, kaum jemand ist so frei. Aber das ist auch nicht nötig. Zu einer freien Liebe gehört eben auch ein Bewusstsein, dass diese Urangst des Verlassenwerdens in allen Menschen existiert. Deshalb ist es auch wichtig, dass ich dem Andern sagen kann, Du ich bin jetzt ein wenig eifersüchtig, es geht mir gerade nicht gut; ich weiss nicht wie ich mit dem umgehen kann. So kann nämlich auch die Urangst Raum gewinnen ohne einfach verdrängt werden zu müssen, wenn das offen und liebevoll auf den "Tisch kommt", wird die Freiheit und die Liebe nicht gefährdet.

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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Sa 30. Jan 2010, 11:06

ImHermes hat geschrieben:....loslassen um das Vertrauen zu zeigen ...

Kannst Du das noch ein wenig genauer erläutern? Das Loslassen hat nur die Funktion, Wertschätzung und Vertrauen zu beweisen?

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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon livia » Sa 30. Jan 2010, 11:29

Tjorven hat geschrieben:Aber wer ist so frei? Jemand von euch so - also so völlig frei?


Ich bin nicht so frei....und will es auch gar nicht sein, glaub ich.

Denn dann bleibt wirklich nicht mehr viel, wenn jeder so völlig frei ist in einer Beziehung. Wenn mir einer sagen würde: "es ist so schön mit dir zusammen" und "es ist so schön auch ohne dich". Welchen "Wert" hat dann Ersteres noch?

Sagt einer: "ich möchte nicht mehr ohne dich sein, denn ich fühle mich unvollständig ohne dich", finde ich das schön.

Sagt einer: "ich kann nicht mehr ohne dich sein oder leben...", dann finde ich es ungesund. Also wenn einer sich einen Anderen (und nur diesen) zu Allem macht. Dann fängt es an, ungesund zu werden. Oder krankhaft.

Ich glaube auch, so wie Taube geschrieben hat, dass diese Urangst des Verlassenwerdens in jedem steckt eigentlich. In Manchen halt mehr - in Manchen weniger. Dahinter steckt im Grunde die Angst, nicht geliebt zu werden. Und nach Liebe sehnt sich doch jeder, oder?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon alegna » Sa 30. Jan 2010, 11:42

livia hat geschrieben:.
Ist es richtig, das was man liebt, allein besitzen zu wollen? Also ist es Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) allein "besitzen" möchte? Oder ist es eher Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) loslassen kann und wenn man diesen "teilen" kann?

Liebe kann niemals heissen, besitzen wollen, Liebe heisst, loslassen können.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Sa 30. Jan 2010, 12:45

Ja, nu, "es ist schön mit Dir - genauso schön ist es aber auch ohne Dich" - seufz, der Satz kommt mir noch bekannt vor, den hab ich schonmal gehört. :shock: :|

Ich denk ja immer mal wieder so dran - an diese Abhängigkeit/Unabhängigkeits-Sache - wie das alles so wirklich zusammenpasst und was man da am besten macht - so dass keiner allzu viele ungestillte Bedürfnisse hat und all sowas. Es ist ja oft so, dass einer mehr braucht als der andere - also egal in welcher Beziehung. Fängt an bei Eltern und Kind, oft braucht da das Kind mehr, ist abhängiger, ausgelieferter auf jeden Fall.

Ich selbst weiss es auch nicht, wie man so richtig auf gesunde Weise eben unabhängig wird, ich bastel innerlich noch, wie es am besten alles zusammenpassen würd.
Vielleicht muss man einfach auch nur jemand treffen, wo es alles klar wird und man nicht mehr basteln muss an dem Umgehen mit ungestillten Bedürfnissen (jetzt mal so als Stellvertreterwort für alles mögliche, da gibt es ja genug zwischenmenschliche Dinge, die schön sind, wenn sie da sind, und die auch durchaus nähren irgendwie) - wo alles manchmal von selbst funktioniert.
Aber ich will mal nicht blauäugig sein und daher überleg ich schonmal an den Schwierigkeiten herum - allein schon weil ich meinen unbegrenzten Hunger kenne (Leugnen zwecklos, das Raubtier in mir ist heftig am Hungrigsein, hihi, aber es ist auch geübt im aushalten, keene Angst - das besonders als Beruhigung für die, denen ich schonmal "Groar" und so hier geschrieben hab, war natürlich nur Spass, äh, und weil Leugnen des Magengrummelns zwecklos ist :mrgreen: ) und das totale Ausgelaugtsein (Horrorgefühl, wenn extrem), wenn das was ich so brauch dabei so ganz ungestillt bleibt zudem. Dann dreh ich am Rad - so frei bin ich eben nicht. Aber ich wär gern wenigstens etwas freier. Aber um so ganz und grenzenlos frei zu sein - da muss man eben genauso glücklich auf einer einsamen Insel sein (nicht nur einen Tag - man müsste auch 10 Jahre allein auf einer Insel leben können ohne irgendwen zu vermissen, weil man eben so frei ist von allem und allen... - wenn man das mit der Unabhängigkeit so konsequent durchziehen will...) wie mit jemand zusammen - oder auch dass es mit jedem Menschen gleich schön ist und man niemanden mehr jemals vermisst. Irgendwie kommt mir das alles auch sehr komisch vor - dass es Liebe sein soll, wenn man jemand nullkommagarnichtmehr vermisst jemals - aber wenn man ständig eben unabhängig sein will und so gar nicht mehr einen Hauch von Eifersucht oder Neid fühlen will (also es als so verachtenswerten Zug ansieht, dass man nicht einen kleinen Hauch davon fühlen will - ich selbst seh ja das Gefühl nicht als total verachtenswert an, denn Gefühle sind einfach nur und zeigen auf etwas, vielleicht sogar etwas, was schief ist, innen oder aussen oder beides, nur Gefühle wild ausleben und womöglich andere dabei schaden, über normale Grenzen hinaus sogar - das ist schlimm, das ist z.B. grad an Eifersucht schlimm - wenn man es wild oder hysterisch oder auf gemeine Weise dann auslebt, ungerecht wird etc. - Gefühle haben allein ist nie schlimm, einfach nur sie haben erstmal, das Ausleben, wenn es lieblos und übertrieben und schädigend wird, das ist schlimm und kann schon zerstörend wirken, manchmal sogar für ganz Unbeteiligte) - wenn man das will, sowas so gar nicht mehr fühlen - dann muss man doch sogar fast sagen, dass man genauso glücklich ist, immer, egal mit wem man grad ist.
Aber komisch kommt mir das natürlich auch vor, diese Haltung oder wenn man das so fühlt.
Ich überleg immer hin und her, was wohl am ehesten noch gesund und frei einfach macht - und wo es vielleicht auch Bindungsangst/reines Dominanzstreben oder ähnliches spiegelt, wo jemand so gänzlich frei sein will.
Oder wo es eben auch gesünder macht, wenn man unabhängiger wird.
Ich find es eigentlich recht verwirrend oft, gibt ja auch noch so viele Beziehungsarten, zu Männern etwas anders oft als zu Freunden oder dann auch Geschwistern oder Eltern etc. etc. - aber von den Grundthemen her dann doch sehr ähnlich (Eifersucht etwa ist ja nicht nur Mann/Frau-Thema - fängt oft schon früh an unter Geschwistern etc. etc. - und auch da verständlich und nicht nur "böse" - wie gesagt, die Gemeinheiten im Ausleben sind schlimm oft, aber das Grundgefühl kann auf etwas hinweisen. Etwa bevorzugen Eltern manchmal ein Kind, manche sind sogar offen damit und sagen offen "Ich mag Dich nicht, ich mag Deinen Bruder viel lieber als Dich" - und Eifersucht deutet dann auf etwas, was einfach schmerzhaft ist und normal ist - eben nur die Frage, wie man dann damit umgeht - grad als Kind erstmal nicht einfach zum Beispiel (so ein Kind sollte man als Aussenstehender dann auch besser ernstnehmen mit seinen Ängsten und nicht sagen "Du böses schlimmes Kind, hast ganz böse Eifersucht in Dir" - liebloses Verhalten dann kann man als solches benennen, aber nicht die Gefühle, die weisen doch nur auf etwas, und dann sollte man es ernstnehmen...).
Alles also eigentlich sehr grundlegende Themen - Beziehungen hat man ja von Geburt an - aber dann doch wieder graduell anders. Verwirrlich, zuweilen... :tongue:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon tiktak » Sa 30. Jan 2010, 15:19

livia hat geschrieben:
Denn dann bleibt wirklich nicht mehr viel, wenn jeder so völlig frei ist in einer Beziehung. Wenn mir einer sagen würde: "es ist so schön mit dir zusammen" und "es ist so schön auch ohne dich". Welchen "Wert" hat dann Ersteres noch?

Verliert das erste an Wert,wenn es auch alleine schön ist?
Meiner Erfahrung nach-nein!
Denn wenn es nur schön ist,mit dem andren zusammen sein,dann ist man schon in ner Abhängigkeit!
Freilich schmeichelt es einem,wenn der andre solche Worte sagt ;) :)
Aber wenn man dann eine Weile zu sammen lebt- sind auch die Momente des alleine seins,ohne dem andren-etwas schönes,ich denke -dass jeder Mensch diese Momente braucht und auch will.

Sagt einer: "ich möchte nicht mehr ohne dich sein, denn ich fühle mich unvollständig ohne dich", finde ich das schön.

Ja klingt auch schön....aber wie lange denkt er so-oder sagt er das?
Wenn man sich so umsieht in der Welt,zeigt das leider was andres!
So lange man verliebt ist,sagt man sowas,aber dann?
Frag mal nen Geschiedenen,ob er nach der Scheidung noch immer das Gefühl hat ohne denn andren unvollständig zu sein (vor allem,wenn ein Krach voran ging)

Aber es ist ja nicht nur in ner Partnerschaft so,sondern auch zwischen Elternteil und Kind,wenn die Kinder erwachsen werden und ausser Haus gehn(ausziehn) ist auf einmal so ein Leeregefühl da,aber da bedarf es nun mal das Los-lassen,genau so,wie wenn ein PartnerKind/Elternteil durch Tod aus dem Leben gerissen wird!
Der sich emotional zu sehr abhängig gemacht hat,wird mehr darunter leiden,als jener,der freier/unabhängig lebte
Ich weiss,das klingt jetzt hart-ist aber so-
möglicherweise hat Paulus folgende Aussage auch so gemeint:
Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; 30 und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; 31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht. 32 Ich möchte aber, dass ihr ohne Sorge seid.

LG
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon pirate23 » Sa 30. Jan 2010, 15:21

Taube hat geschrieben:Diese Urangst des Verlassenwerdens, des Liebesverlustes führt mich immer wieder zum Besitzenwollens.

Nur dummerweise merkt das der Partner. Dann wird er sich fragen, welche versteckten Persönlichkeitsdefizite für diese Angst wohl verantwortlich sind. Und irgendwann wird es ihn in die Flucht schlagen.


livia hat geschrieben:Denn dann bleibt wirklich nicht mehr viel, wenn jeder so völlig frei ist in einer Beziehung. Wenn mir einer sagen würde: "es ist so schön mit dir zusammen" und "es ist so schön auch ohne dich".

Der Trick liegt wohl darin, dass man sich zuerst glücklich und zufrieden fühlen muss, und sich dadurch dann andere Leute zu einem hingezogen fühlen. Sobald man sein Wohlbefinden von einzelnen ausgewählten Personen abhängig macht, ist man verloren.


Tjorven hat geschrieben:Selbst in einer Vielehe (im AT ja nicht grad selten) - der Mann will das Privileg von vielen behalten (Besitzdenken)

Meiner Meinung nach hatte "Ehe" in der Bibel rein wirtschaftliche Funktion, und mit sonstigen Gefühlen nur am Rande was zu tun. Und in Wirklichkeit sind Frauen doch genauso polygam wie Männer, die reden eben bloß seltener drüber, weil sie Angst vor gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nachteilen haben.

Also - wie kann man nun richtig unabhängig werden, wenn man entweder von Dominanz an sich oder dem Unterwürfigsein unter den dominanten Part andererseits abhängig ist?

Man ist doch nicht von "Unterwürfigkeit" abhängig, sondern die Unterwürfigkeit ergibt sich aus der Abhängigkeit. Man will etwas haben, was der andere hat, und das man nur sehr schwer von irgendwo anders her bekommen kann. Also spielt man nach seinen Regeln.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Sa 30. Jan 2010, 16:29

Ja, von der Funktion des Unterwürfigseins, so meinte ich das (was man damit erreichen will - bewusst glaub ich eher selten, unbewusst sicher oft). Aber eben von der Dominanz (von dem, was sie einem gibt) ist man ja auch abhängig. Und wenn sich viele von dem dominanten Part unterdrückt oder erniedrigt fühlen oder ihre Bedürfnisse so gar nicht gestillt bekommen in irgendwelchen Dingen, die sie brauchen, dann werden sie doch irgendwann flüchten und dann ist es auch vorbei mit der vermeintlichen Dominanz. Alles also Angst, verborgen oder offen - egal auf welcher "Seite".
Und was nun - damit es nicht so ist?
Das ist ja eben die Liebe, die ich meine - eine Hoffnung auf eine Form von Liebe, die quasi beyond solchen Macht-Gefangenschaften ist. So richtige Freiheit - aber eben nicht in der Gleichgültigkeit endend - was an der noch, wenn pur, Liebe sein soll, das ist eben auch die Frage. Ich denk das "mit Dir oder ohne Dich - ist mir alles gleich" oder dass man eben jemand so gar nie ansatzweise vermisst etc. kann eben auch, je nach Situation und wie gemeint, kann eben auch heissen, dass man mindestens kurz vor der Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen steht. Mindestens kann es auf extreme Bindungsangst auch hinweisen. Und dann eben darauf, dass die Gleichgültigkeit schon an die Tür klopft.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Sa 30. Jan 2010, 17:50

pirate23 hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Diese Urangst des Verlassenwerdens, des Liebesverlustes führt mich immer wieder zum Besitzenwollens.

Nur dummerweise merkt das der Partner. Dann wird er sich fragen, welche versteckten Persönlichkeitsdefizite für diese Angst wohl verantwortlich sind. Und irgendwann wird es ihn in die Flucht schlagen.
...

...oder er ist so reif, dass es ihm selber bewusst wird, dass auch in ihm diese Urangst existiert! Das ist der Punkt, wo die Liebe eben weiter gehen kann.

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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon pirate23 » Sa 30. Jan 2010, 20:59

Tjorven hat geschrieben:Und wenn sich viele von dem dominanten Part unterdrückt oder erniedrigt fühlen oder ihre Bedürfnisse so gar nicht gestillt bekommen in irgendwelchen Dingen, die sie brauchen, dann werden sie doch irgendwann flüchten

Außer sie wissen selbst nicht, was sie eigentlich brauchen... Wenn man den Leuten zum Beispiel irgendwas total Abstraktes verkauft, was für sich allein betrachtet gar keinen Sinn ergibt, sondern je nach Bedarf jede beliebige Bedeutung annehmen kann, dann hat man sozusagen die Joker-Karte. Dann kann man die Leute unter Umständen vielleicht sogar 2 Jahrtausende lang an sich binden, ohne dass jemals einer misstrauisch wird.

Alles also Angst, verborgen oder offen - egal auf welcher "Seite".

Das wäre dann eine gegenseitige Abhängigkeit, wo abwechselnd immer nur einer von beiden die Kontrolle hätte. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennen wir sowas "Freundschaft" (im kleinen Rahmen) oder "Diplomatie" (im größeren Rahmen).

Das ist ja eben die Liebe, die ich meine - eine Hoffnung auf eine Form von Liebe, die quasi beyond solchen Macht-Gefangenschaften ist.

Gleichberechtigung klingt zwar schön, scheint aber in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht besonders attraktiv zu sein. Logisch. Niemand gibt 20 Euro für ein Brot aus, wenn er genau das gleiche Brot zwei Ecken weiter auch für 2 Euro bekommen kann.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Sa 30. Jan 2010, 21:14

Was ist denn attraktiv?
Dominanz und Unterwurf? Ist das wirklich richtig attraktiv für die meisten Menschen?
Mich macht es jedenfalls nicht glücklich? Dich denn? Oder die meisten? Denkst Du?

:?:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Such_Find » Sa 30. Jan 2010, 23:55

livia hat geschrieben:
such_find hat geschrieben:Die Frage ist für mich deshalb erstmal: Was ist die lebendige Motivation?


Das ist eine gute Frage.

Was wäre denn für Dich eine "lebendige" Motivation?

„Wenn Du ein Schiff bauen willst,
so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen,
Werkzeuge vorzubereiten,
die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben,
sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“

Antoine de Saint-Exupery


Holz besitzen wollen, oder es geben, beides ist falsch wenn man nichts mit dem Holz anzufangen weiss oder es es zweckentfremdet.


Wenn man sich die Bibel anschaut, spezieller die Apostelgeschichte und Paulusbriefe, dann fällt auf wie wichtig es da ist das man den "Geist" Gottes empfängt, und das obwohl es wohl kaum das ist worauf Menschen aus sind, die wollen zuerst das Holz zusammenbauen. Wenn sie dann vor dem Gebilde aus Holz stehen wollen sie das Gott diesem Gebilde einen Sinn gibt.

Den einen Beweger zu bekommen und als solchen zu nutzen, der bewiesen hat das er ewig Leben einhauchen kann, aus dem dürfte die lebendige Motivation entspringen. [/nur-Theorie]
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon pirate23 » Di 2. Feb 2010, 00:25

Tjorven hat geschrieben:Was ist denn attraktiv?

Alles was schwer zu haben ist, du kennst doch den Spruch:
"Willst du was gelten, mach dich selten" :lol:

Dominanz und Unterwurf? Ist das wirklich richtig attraktiv für die meisten Menschen?

Sogar beim Salsatanzen muss der Mann die Frau führen, obwohls da doch um nichts weiter geht als bloß ums Tanzen. Woran liegt das?
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon tiktak » Di 2. Feb 2010, 00:40

pirate23 hat geschrieben:Sogar beim Salsatanzen muss der Mann die Frau führen, obwohls da doch um nichts weiter geht als bloß ums Tanzen. Woran liegt das?

Muss gar nicht! Denn ein aufeinander eingespieltes Tanzpaar(Profis)bedürfen keiner Führung mehr,da sitzt jeder Griff,jede Bewegung ;)
Und selbst wenn der Mann resp.die Frau führt,hat das mit Dominanz oder Unterwerfung nichts zu tun!
Und das selbe kann auch bei einem Ehepaar sein oder in ner Beziehung,dass beide Partner so auf einander eingespielt sind,dass keiner sich unterwirft oder dominiert!
Meine Nachbarn sind so ein Ehepaar,da geht ein Griff in den andren,die harmonieren so gut,dass es schon irgendwie unglaublich ist :mrgreen: und einer lässt da auch den andren seinen Freiraum-Luft zu atmen-keine Eifersucht,weil volles vertrauen usw.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon tiktak » Do 4. Feb 2010, 04:09

pirate23 hat geschrieben:Sogar beim Salsatanzen muss der Mann die Frau führen,....

Für Jack S.
http://www.youtube.com/watch?v=MPtPag7U_dY
The best....
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon heuschrecke » Do 4. Feb 2010, 10:27

Wenn mir einer sagen würde: "es ist so schön mit dir zusammen" und "es ist so schön auch ohne dich". Welchen "Wert" hat dann Ersteres noch?



Oh mein Gott..bei dieser Aussage kommen bei mir sämtliche Traumas hoch, die mir Männer zugefügt haben. :shock: ;)

Ich find's schlicht zum Kotzen solche Sprüche. Bei mir bewirkt das ein Gefühl der Ueberflüssigkeit. Dann sag' ich schnell mal..na dann zieh doch Leine! Der Witz ist ja, dass sowas nur mit einem ruhenden Pol funktionieren kann. Denn wenn der Andere auch ganz frei nach Lust und Laune lebt, würde man zu keinem einzigen Zeitpunkt zusammentreffen. Ich kenne diese Art der Freiheitsliebe in-und auswendig. Hab' mich ständig in solche Männer verliebt , die ganz gern mit mir und auch ohne mich leben konnten. Pffffffffff.. nur ja keine Verpflichtungen eingehen und erst recht keine Verantwortung übernehmen. Nein danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Mir wäre ein Mann willkommen, der mich besitzen will und sich für mich verantwortlich fühlt! Ganz ehrlich. Ich habe mir auch immer gewünscht, dass ein Partner voll hinter und neben mir stehen würde und ich für immer und ewig die Beste und Erstgestellte für ihn wäre und umgekehrt natürlich auch. Aber eben...die fühlen sich ja alle stets eingeengt. :roll: Nunja...von mir nicht mehr..denn ich bin auf Abstand gegangen. Die sollen ihre Freiheit haben, aber echte Nähe und Verbundenheit bekommen die von mir auch nie wieder! Seit 15 Jahren dürfen mich diese freiheitssüchtigen Vögel nur noch aus der Ferne bewundern und darüber sinnieren, warum ich wohl alleine bin.Das hat schon Einigen schlaflose Nächte beschert. Heute ist es ja gang und gäbe , dass man auch nur noch Lebensabschnittspartner hat und sich halt einfach "auseinander lebt"und dann das Ausgediente wieder "loslässt". Wie geschwollen man eine nackte Sauerei formuliern kann, erstaunt mich immer wieder. . :lol:

Amen
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Garfield » Do 4. Feb 2010, 16:54

Hallo zusammen,

ich bin neu hier in diesem Forum und vielleicht ist es unpassend, einfach so mitten in eine Diskussion einzusteigen. Doch ich finde es ist ein interessantes Thema, über das ich bisher noch nicht so nachgedacht habe.
Also ich finde grundsätzlich ist es für mich so, dass wenn man jemanden liebt man auch mit dieser Person zusammensein möchte. Man möchte, dass die andere Person Interesse und Wertschätzung zeigt und auch gerne Zeit mit einem verbringt. Man möchte Verbindlichkeit und Verlässlichkeit und auch Treue in einer Beziehung.
Ich würde das noch nicht als ein "besitzen wollen" definieren, sondern als etwas ganz normales und gesundes, wenn man liebt.
Besitzansprüche an den anderen zu haben finde ich weniger gut. Das heisst für mich, dass ich den anderen für mich besitzen will, bzw. eine gewisse Macht über den anderen ausüben will. Ich denke, dass das kontraproduktiv für die Liebe ist. Wer will oder kann jemanden lieben, wenn das gefordert wird. Liebe heisst für mich auch immer den anderen los- bzw. freizulassen.
Liebe ist für mich also kurz gefasst, Interesse, Wertschätzung, Respekt zu einem Gegenüber (natürlich gegenseitig) aber immer auf freiwilliger Basis. Den anderen besitzen zu wollen ist menschlich , aber für mich keine wirkliche Liebe.
So empfinde ich auch die Liebe Gottes zu mir, sie zieht mich nah zu ihm, weil er mich liebt, aber sie zwingt mich nicht und will auch nicht über mich herrschen. Seine Liebe wirbt um mich.

Liebe Grüsse Garfield
Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon alegna » Do 4. Feb 2010, 17:19

Garfield hat geschrieben:Den anderen besitzen zu wollen ist menschlich , aber für mich keine wirkliche Liebe.
So empfinde ich auch die Liebe Gottes zu mir, sie zieht mich nah zu ihm, weil er mich liebt, aber sie zwingt mich nicht und will auch nicht über mich herrschen. Seine Liebe wirbt um mich.

Hallo Garfield
ein grosses Hallo erstmal hier im Forum. Es macht nichts einfach einzusteigen in ein Thema, ist doch okey und gut so, also, keine Scheu.

Was Du geschrieben hast kann ich voll unterstützen, das hast Du sehr treffend geschrieben :))
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Schoham » Do 4. Feb 2010, 17:31

Garfield hat geschrieben:
... und will auch nicht über mich herrschen.


Judas nennt Jesus: unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. Was anderes als herrschen tut denn ein HERR?

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Taube » Do 4. Feb 2010, 17:46

Garfield hat geschrieben:...
Man möchte, dass die andere Person Interesse und Wertschätzung zeigt und auch gerne Zeit mit einem verbringt.
...

Ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich meinerseits hoffe, dass Du nicht nur wegen der vielen Vögel hier ins Forum gekommen bist!


Ich konzentriere mich nur mal auf diesen Satz und frage Dich zurück: Liebst Du also, damit Du geliebt und geschätzt wirst? Ist Liebe nicht erst dann Liebe, wenn sie an keine Voraussetzungen und keine Erwartungen klammert?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon tiktak » Do 4. Feb 2010, 19:30

Schoham hat geschrieben:
Garfield hat geschrieben:
... und will auch nicht über mich herrschen.


Judas nennt Jesus: unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. Was anderes als herrschen tut denn ein HERR?

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Ps. 8,10

Aber jemand der liebt,will nicht herrschen über andre ;)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon pirate23 » Do 4. Feb 2010, 19:35

heuschrecke hat geschrieben:Hab' mich ständig in solche Männer verliebt , die ganz gern mit mir und auch ohne mich leben konnten.

Da seht ihrs...

Mir wäre ein Mann willkommen, der mich besitzen will

Aber leider würdest du so einen nicht attraktiv finden.

Ich habe mir auch immer gewünscht, dass ein Partner voll hinter und neben mir stehen würde und ich für immer und ewig die Beste und Erstgestellte für ihn wäre

Sagt dein rationaler, gesellschaftlich konditionierter, logisch arbeitender Verstand.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Garfield » Do 4. Feb 2010, 20:11

Taube hat geschrieben:Ich konzentriere mich nur mal auf diesen Satz und frage Dich zurück: Liebst Du also, damit Du geliebt und geschätzt wirst? Ist Liebe nicht erst dann Liebe, wenn sie an keine Voraussetzungen und keine Erwartungen klammert?


Hallo Taube,
Ich denke nicht, dass ich liebe, damit ich geliebt und geschätzt werde, sondern es ist umgekehrt ich liebe, weil ich geliebt und geschätzt werde. Es ist schwierig zu lieben, wenn man selber nicht geliebt und geschätzt wird. Gott allein denke ich hat so eine bedinungslose Liebe, da er uns ja sogar schon geliebt hat, als wir noch in Feindschaft zu ihm standen. Nur mit seiner Hilfe kann ich so bedingungslos lieben wie er liebt.

Liebe Grüsse Garfield
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Naqual » Do 4. Feb 2010, 20:11

livia hat geschrieben:Ist es richtig, das was man liebt, allein besitzen zu wollen? Also ist es Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) allein "besitzen" möchte? Oder ist es eher Liebe, wenn man etwas (einen Menschen) loslassen kann und wenn man diesen "teilen" kann?


Wenn zwei sich lieben besitzt jeder bereits vom anderen etwas. Denn jeder hat von sich dem anderen etwas gegeben.
Wenn man jedoch besitzen möchte, dann will man dem anderen etwas nehmen, was einem dieser von sich aus geben sollte.

Wenn jemand liebt, möchte er diese Liebe bewahren. Der Wunsch es zu bewahren ist Folge der schon woanders erfahrenen Unsicherheit. Man hat erlebt, wie vieles wieder verschwindet oder verblasst, auch Geliebtes. Den anderen besitzen zu wollen entspringt dem Wunsch die Liebe zu bewahren, von daher intensiviert das Besitzenwollen teils sogar das GEFÜHL der Liebe. Aber es ist nur ein "Wir beide mit einem großen Ich und kleinem Du", denn das "besitzen" zielt auf das Erhalten, nicht auf das Geben.
Eine schöne Steigerung wäre jetzt doch: ich möchte, dass der andere mich besitzt! Und gleichzeitig: ich möchte dass der andere will, dass ich ihn besitze und auch das ganz arg!

Vermutend könnte man vielleicht sagen: es geht hier nicht so wirklich darum ob "Liebe und Besitz" richtig oder verkehrt ist. Sondern mit welcher Einstellung man es gemeinsam nutzt. ;)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Do 4. Feb 2010, 20:17

@Jack Sparrow:

Mir wäre ein Mann willkommen, der mich besitzen will

Aber leider würdest du so einen nicht attraktiv finden.

Alles hat nun mal seinen Preis ... :-)

Ich habe mir auch immer gewünscht, dass ein Partner voll hinter und neben mir stehen würde und ich für immer und ewig die Beste und Erstgestellte für ihn wäre

Sagt dein rationaler, gesellschaftlich konditionierter, logisch arbeitender Verstand.

Genauso müsste der rationale logisch arbeitende Verstand dann jedoch auch sagen, dass kein Mensch das Recht hat, eine derartige Erwartung an einen anderen Menschen heran zu tragen? Leute mit einer solchen Erwartungshaltung schreien ja geradezu danach, Enttäuschungen erleben zu müssen. Aber anstatt aus einer Enttäuschung zu lernen, drischt man dann oftmals lieber mit Vorwürfen auf einen solchen "Missetäter/Versager" ein. :roll:

Als ich mich mit meiner jetztigen Lebenspartnerin auf eine partnerschaftliche Beziehung einliess, vergewisserte ich mich darüber, wie sie das denn mit Besitzansprüchen so sehen würde. Das war für mich eine wichtige Frage, welche ich geklärt haben musste, bevor ich bereit war, zu einer eventuell lebenslänglichen Partnerschaft ja zu sagen.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Garfield » Do 4. Feb 2010, 20:22

tiktak hat geschrieben:
Judas nennt Jesus: unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. Was anderes als herrschen tut denn ein HERR?


Hallo tiktak,
ja es ist wahr, Jesus ist der Herrscher, aber er herrscht niemals über meinen freien Willen hinaus. Ich kann ihn lieben oder ich kann es bleiben lassen. Ich habe die freie Wahl, in dem Sinne ist er kein Herrscher. Er liebt mich und lädt mich ein, ihn freiwillig zu lieben. Er ist kein Herrscher im weltlichen Sinn, sondern ein Herrscher, der sich demütigte, sein Leben für dich und mich gab und damit mehr als bewiesen hat, dass er ein vollkommener Herrscher ist.

Liebe Grüsse Garfield
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Do 4. Feb 2010, 20:24

@Naqual:

Vermutend könnte man vielleicht sagen: es geht hier nicht so wirklich darum ob "Liebe und Besitz" richtig oder verkehrt ist. Sondern mit welcher Einstellung man es gemeinsam nutzt. ;)

Ich vermute mal, dass du richtig vermutest. :-)
Wenn die Zwei dann halt über eine gewisse Zeit unterschiedliche Einstellungen entwickelt haben sollten, so kann dies leicht zu einem schwerwiegenden, die Partnerschaft dauerhaft belastenden Problem führen.
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Do 4. Feb 2010, 20:57

Erwachsene Männer und Liebe.
Eine Versuchsanordnung in der romantische Gören wie ich irgendwie keinen Platz haben - so scheinet mir, wenn ich das so auf mich wirken lass. :mrgreen:


Soll man eigentlich alles schonmal genau bereden, bevor man sich verliebt?

Irgendwie verliebt man sich doch vor dem Abstecken von Zielen und Plänen und Grenzen und derlei.
Wahrscheinlich ist das alles zu erwachsen für mich, wenn man sich hinterher erst verlieben soll. Wohl wirklich so.

Nur Pirate macht mir Hoffnung. Der sagt so romantische Dinge wie Selbsthypnose und so knuffelige Sachen. Aach, schmacht. :)) :angel: :tongue:


Luv, meinereiner.




:umarm: (an alle und ohne Vorwarnung diesmal)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon heuschrecke » Fr 5. Feb 2010, 09:35

pirate23 hat geschrieben:
heuschrecke hat geschrieben:Hab' mich ständig in solche Männer verliebt , die ganz gern mit mir und auch ohne mich leben konnten.

Da seht ihrs...

Das WAR einmal..heute lassen mich diese Typen kalt. Denn ich habe das Spiel durchschaut und finde es nur noch langweilig und hohl.

Mir wäre ein Mann willkommen, der mich besitzen will

Aber leider würdest du so einen nicht attraktiv finden.

Nein. Ich kenne Männer, die genauso sind, wie ich mir das vorstelle und die ich sehr attraktiv finde, nur leider sind die altersmässig Jenseits von dem, was ich als gesund empfinde. :lol: Ich will weder Mutter noch Tochter sein, sondern Partnerin.

Ich habe mir auch immer gewünscht, dass ein Partner voll hinter und neben mir stehen würde und ich für immer und ewig die Beste und Erstgestellte für ihn wäre

Sagt dein rationaler, gesellschaftlich konditionierter, logisch arbeitender Verstand.


Nein, das sagt mein Herz! Mein Verstand sagt, dass es ganz enfach wenige Menschen/Männer gibt, die meine WErte teilen. Da ist die Auswahl einfach arg beschränkt und ein Treffer käme einem göttlichen Wunder gleich. :lol:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon heuschrecke » Fr 5. Feb 2010, 10:15

Genauso müsste der rationale logisch arbeitende Verstand dann jedoch auch sagen, dass kein Mensch das Recht hat, eine derartige Erwartung an einen anderen Menschen heran zu tragen?

Warum denn nicht? Wenn ich selbst geben kann, was ich auch vom Partner erwarte?

Leute mit einer solchen Erwartungshaltung schreien ja geradezu danach, Enttäuschungen erleben zu müssen.
Stimmt. Denn solche Erwartungen scheinen in der heutigen tief gefallenen pervertierten Welt für die grosse Mehrheit wirklich eine Ungeheuerlichkeit zu sein. :roll:

Aber anstatt aus einer Enttäuschung zu lernen, drischt man dann oftmals lieber mit Vorwürfen auf einen solchen "Missetäter/Versager" ein.

Erstens war das mehr als bloss eine Enttäuschung. Ich war tief verletzt und meine Wunden sind, so wie ich mich gerade selbst analysiere, noch immer nicht ganz verheilt. (und diese seelischen Dolchstösse sind z.T. mehr als 20 Jahre her)

Zweitens habe ich daraus gelernt: ich habe eingesehen, dass die Grundwerte unbedingt übereinstimmen müssen, damit was Gutes, Gesundes und Fruchtbares daraus entstehen kann.


Als ich mich mit meiner jetztigen Lebenspartnerin auf eine partnerschaftliche Beziehung einliess, vergewisserte ich mich darüber, wie sie das denn mit Besitzansprüchen so sehen würde. Das war für mich eine wichtige Frage, welche ich geklärt haben musste, bevor ich bereit war, zu einer eventuell lebenslänglichen Partnerschaft ja zu sagen.

Wenn ihr das Beide gleich seht, ist doch alles in Ordnung.
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