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Liebe und Besitz

Moderator: bigbird

Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 12:25

@"Tjorven"
Erwachsene Männer und Liebe.
Eine Versuchsanordnung in der romantische Gören wie ich irgendwie keinen Platz haben - so scheinet mir, wenn ich das so auf mich wirken lass. :mrgreen:

Du: Es gibt auch Frauen, die irgendwann mal erwachsen werden. ;-)


Soll man eigentlich alles schonmal genau bereden, bevor man sich verliebt?

Nicht bevor, aber wenn's dann mal passiert ist, unbedingt. :)

Nur Pirate macht mir Hoffnung. Der sagt so romantische Dinge wie Selbsthypnose und so knuffelige Sachen. Aach, schmacht. :)) :angel: :tongue:


Im Zustand der Verliebtheit, lebt man auf Wolke 17. Ist eine Wolke der Richtige Boden für eine Beziehung, die ein Leben lang halten soll?- Überleg doch mal:
Je mehr man abcheckt, je mehr verringert man das Risiko eines bösen Erwachens. ;-)

:umarm: (an alle und ohne Vorwarnung diesmal)

Da haben sich doch eh schon alle daran gewöhnt ... :roll: ;)
Aber wenn du darauf stehst und ich dir damit eine Freude machen kann:
:umarm: :umarm: :umarm: (das reicht jetzt aber wieder mal für 'ne Weile, gelle? ;) )
Schöns Tägli! wolfi
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Wolfi
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 13:15

Du, Wolfi, meinst Du ernsthaft, dass "erwachsen" bedeutet, dass man immer misstrauischer wird und Menschen nur noch abcheckt bevor man sich auf sie einlässt (emotional)?
Das klingt hochgradig deprimierend für mich.
Nicht dass ich nicht auch misstrauisch bin - aber ich mag es nicht an mir, dass ich noch so misstrauisch bin.
Sobald mir jemand sagt, dass er Gefühle für mich zulassen könnte, aber erst muss ich quasi einen Fragebogen mit 42 Fragen ausfüllen und dann muss es die und die Übereinstimmungen geben, sonst "Tschüssi" - sobald das der Fall wäre, da wär es klar für mich, dass derjenige offensichtlich nicht wirklich Interesse daran hat MICH kennenzulernen und sich auf mich einzulassen und auch dass es keine wirkliche Verliebtheit ist, die zu Liebe werden kann.
Verstehst Du das?

Also - wenn sowas Erwachsensein bedeuten würd, dann werd ich nicht erwachsen werden und wenn jemand dies dann bescheuert findet oder mich grässlich finden muss deshalb, dass ich nicht "erwachsen" bin - dann muss ich eben damit leben.

Nein, ich möcht das wirklich mal wissen - kannst Du mir das sagen?
Dieses: dass ich das ganze Szenario vom "Abchecken" so deprimierend, aber so richtig tief deprimierend, find - kannst Du das gar nicht nachvollziehen?
Ich hab halt Sehnsucht danach geliebt zu werden (und wer nicht?), aber das Gefühl wirklich ernsthaft geliebt zu sein ist dann nunmal so überhaupt nicht existent, wenn man erstmal "abgecheckt" wird. In dem Fall kann man noch gemocht werden, freundschaftlich, kumpelhaft, respektmässig etc. etc. - aber nicht so richtig geliebt.
Vielleicht kann ich das grad nicht so auf den Punkt bringen was ich mein - kannst Du es trotzdem nachvollziehen?


(Ich denk mir das so, dass es eine Beziehung sein kann, die sicher stabil sein kann und natürlich mit Gefühlen auch, aber richtig richtig tiefe Liebe wär das nicht in meinem Empfinden, wenn so: ich hab den Standpunkt und die Ansprüche und Du, jetzt abgecheckt, hast die Standpunkte und Ansprüche und nun schauen wir ob das kompatibel ist. Das klingt eigentlich sehr starr und unflexibel für mich, sehr rigoros und misstrauisch.
Liebe ist für mich, wenn man sich so gern hat, dass man aufeinander zu geht, von beiden Seiten möglichst, dass man versucht den anderen zu verstehen, von seiner Sicht aus alles zu sehen auch. Vereinfachend - man trifft sich in der Mitte von dem, wo man aufeinander zugegangen ist. Nehmen wir mal den Fall, wenn einer Kinder will und der andere nicht - entweder trennt man sich dann wieder, nach dem Motto: wir passen dann halt nicht zusammen - oder man liebt sich eben so sehr, dass jeder versucht den anderen zu verstehen, es eine Annäherung im Verstehen und Nachempfinden gibt und dann fällt es einem von beiden vielleicht nicht mehr so schwer dem anderen nachzugeben - gut, in dem Fall müsste es zumindest eine Seite sein, aber lustig wäre ja bald, wenn nun das Ansinnen dort genau umgekehrt wird dann, nach dem Einfühlen in den anderen, einfach weil man sich so sehr im anderen regelrecht befunden hat gegenseitig. Ja, das wär Liebe für mich. Und Lösungen finden sich letztlich, trotz Schmerz und vielleicht auch Streit hier und da, sicher immer, wenn man wirklich liebt auf die Weise.
So, jetzt nenn mich blauäugig.
Kannst gern machen, hab aber grüne Augen. :)) :mrgreen: )
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 14:49

Hallo "Tjorven" (obwohl ich deinen anderen Namen passender fand)
Du, Wolfi, meinst Du ernsthaft, dass "erwachsen" bedeutet, dass man immer misstrauischer wird und Menschen nur noch abcheckt bevor man sich auf sie einlässt (emotional)?

Misstrauischer?- Ich weiss nicht?- Man glaubt vielleicht nicht mehr einfach nur, sondern man will vielleicht etwas mehr auch irgendwie belegt haben. ;-)

Das klingt hochgradig deprimierend für mich.

Kann ich gut nachvollziehen, da ich mit jemandem, der dies auch so sah wie du, verheiratet war. ;-)

Nicht dass ich nicht auch misstrauisch bin - aber ich mag es nicht an mir, dass ich noch so misstrauisch bin.

Ist prüfend denn = misstrauisch?- Und wenn dem so wäre: Ist Misstrauen in dieser Welt denn nicht gerechtfertigt?- ;-)

Sobald mir jemand sagt, dass er Gefühle für mich zulassen könnte, aber erst muss ich quasi einen Fragebogen mit 42 Fragen ausfüllen und dann muss es die und die Übereinstimmungen geben, sonst "Tschüssi" - sobald das der Fall wäre, da wär es klar für mich, dass derjenige offensichtlich nicht wirklich Interesse daran hat MICH kennenzulernen und sich auf mich einzulassen und auch dass es keine wirkliche Verliebtheit ist, die zu Liebe werden kann.
Verstehst Du das?

Klar verstehe ich deine Denkweise, nur: Meinst Du, einer, der nicht wirklich an dir interessiert ist, würde sich die Mühe eines derart grossen Fragebogens machen? ;-)

Also - wenn sowas Erwachsensein bedeuten würd, dann werd ich nicht erwachsen werden und wenn jemand dies dann bescheuert findet oder mich grässlich finden muss deshalb, dass ich nicht "erwachsen" bin - dann muss ich eben damit leben.

Vielleicht überdenkst du's ja noch mal ... :pray:

Ich hab halt Sehnsucht danach geliebt zu werden (und wer nicht?), aber das Gefühl wirklich ernsthaft geliebt zu sein ist dann nunmal so überhaupt nicht existent, wenn man erstmal "abgecheckt" wird. In dem Fall kann man noch gemocht werden, freundschaftlich, kumpelhaft, respektmässig etc. etc. - aber nicht so richtig geliebt.
Vielleicht kann ich das grad nicht so auf den Punkt bringen was ich mein - kannst Du es trotzdem nachvollziehen?

Ich kann es vollkommen nachvollziehen (du sprichst ja kein religiöses Kauderwelsch ;) ). Stell dir vor, du beantwortest diesen Fragebogen und der Andere will nichts mehr, als mit dir zusammen sein weiteres Leben zu verbringen; das wiegt dann doch weit mehr, als eine Wolke des Verliebtseins?! -


(Ich denk mir das so, dass es eine Beziehung sein kann, die sicher stabil sein kann und natürlich mit Gefühlen auch, aber richtig richtig tiefe Liebe wär das nicht in meinem Empfinden, wenn so: ich hab den Standpunkt und die Ansprüche und Du, jetzt abgecheckt, hast die Standpunkte und Ansprüche und nun schauen wir ob das kompatibel ist. Das klingt eigentlich sehr starr und unflexibel für mich, sehr rigoros und misstrauisch.

Entschuldige, aber wenn du schaust, was in dieser uns zur Verfügung stehenden Welt alles am laufen ist, dann ist doch ein gewisses Misstrauen durchaus mehr als gerechtfertigt. Und Jemand, der's ehrlich meint, dem dürfte dann m.E. ein Fragebogen auch keine Mühe bereiten. :)

Liebe ist für mich, wenn man sich so gern hat, dass man aufeinander zu geht, von beiden Seiten möglichst, dass man versucht den anderen zu verstehen, von seiner Sicht aus alles zu sehen auch. Vereinfachend - man trifft sich in der Mitte von dem, wo man aufeinander zugegangen ist.

Falsch: Man lässt sich sein Leben und beschliesst, den weiteren Weg gemeinsam zu gehen.

Nehmen wir mal den Fall, wenn einer Kinder will und der andere nicht - entweder trennt man sich dann wieder, nach dem Motto: wir passen dann halt nicht zusammen

Das käme dem Idealfall schon sehr nahe. :-) Es ist doch etwas sehr Grundsätzliches, wie dieser Punkt betrachtet wird, oder etwa nicht?

- oder man liebt sich eben so sehr, dass jeder versucht den anderen zu verstehen, es eine Annäherung im Verstehen und Nachempfinden gibt und dann fällt es einem von beiden vielleicht nicht mehr so schwer dem anderen nachzugeben - gut, in dem Fall müsste es zumindest eine Seite sein, aber lustig wäre ja bald, wenn nun das Ansinnen dort genau umgekehrt wird dann, nach dem Einfühlen in den anderen, einfach weil man sich so sehr im anderen regelrecht befunden hat gegenseitig. Ja, das wär Liebe für mich. Und Lösungen finden sich letztlich, trotz Schmerz und vielleicht auch Streit hier und da, sicher immer, wenn man wirklich liebt auf die Weise.
So, jetzt nenn mich blauäugig.
Kannst gern machen, hab aber grüne Augen. :)) :mrgreen: )

Ja, ich nenn Dich trotz deiner zweifellos äusserst attraktiven grünen Augen blauäugig. Übrigens: Ich bin blauäugig. ;-)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Naqual » Fr 5. Feb 2010, 14:56

Wolfi hat geschrieben:Hallo "Tjorven" (obwohl ich deinen anderen Namen passender fand)


:D Geht mir auch so. Wobei die indianische Art der Namensgebung hier seine Vorzüge hätte, ich würde Tjorven nämlich "kräftig schlagendes Herz" (Beating Heart) nennen.

:umarm:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 15:03

@Naqual:
"kräftig schlagendes Herz"

den Namen merk ich mir ... :-) 8-)
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 15:07

Nur erschtmal eine Sache:
Ich verstehe ja Prüfungen des Gegenübers und sogar auch Misstrauen - grad wenn man im Vertrauen enttäuscht wurde, dann sowieso.
Aber ich mag es ja eben bei mir schon nicht, wenn ich noch sehr misstrauisch bin - warum sollte ich es dann bei anderen völlig knorke finden, wenn ich es auch bei mir doof finde - wenn man sich schon liebt mein ich - nicht überall - nicht in jeder Situation mit Fremden - ich mein jetzt unter zwei Menschen, die sich schonmal wirklich wenigstens ansatzweise gern haben.
Bei gänzlich Fremden ist es ja nun auch anders - dafür schnackt man dann ja auch erstmal. Ich mein jetzt nicht Liebe auf den ersten Blick und dann nur noch Wölkchen.
Ich mein mit Verliebtheit jetzt so eine Situation, wo man sich schon etwas kennt und wirklich sehr verliebt ist und nicht nur ein "Interessantfinden" da ist - wenn dann noch Fragebögen kämen - dann wär das schrecklich für mich irgendwie.

Hm, hab noch viele Gedanken, aber man muss immer so aufpassen, was man schreibt, damit es auch richtig rüberkommt.

Hmmm.

Hmmmmmmmmm.


Also - ich mein auch nicht mit dem "Fragebogen" so eine Situation, wo man einfach nur redet. Z.B. würd ich allein schon fragen, was jemand mit Verliebtheit meint - wenn er das Wort sagt - damit man einfach weiss, was jemand für Gefühle oder Gedanken oder Zustände oder Absichten verbindet mit Worten und Äusserungen. Dat ist aber nicht abchecken für mich. Das ist Reden.
Verstehst Du? Abchecken ist was Kaltes - wo man dann, wenn der andere nicht "genügt" in fixen Dingen, wo man keinen Millimeter auch nur abweichen will oder drüber nachdenken, nichtmal ansatzweise, eben Tschüss sagt.
Das ist so traurig dann. Wenn man schonmal jemanden lieb fand und mehr Gefühle möglich gewesen wären - aber dann wird in die Wüste geschickt, einfach irgendwie weil der andere den Ansprüchen nicht genügt. Das mein ich mit deprimierend.
Reden ist normal. Normal reden, wie man was meint oder wie man empfindet über die Dinge. Und dann - vielleicht eben sich reinversetzen in den anderen.
Das ist doch schön. Grad wenn eben dann gegenseitig.

:))
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 15:17

Naqual hat geschrieben:
Wolfi hat geschrieben:Hallo "Tjorven" (obwohl ich deinen anderen Namen passender fand)


:D Geht mir auch so. Wobei die indianische Art der Namensgebung hier seine Vorzüge hätte, ich würde Tjorven nämlich "kräftig schlagendes Herz" (Beating Heart) nennen.

:umarm:



Du bist ja lieb.
Wär schön, wenn es immer so wäre oder wenn es auch körperlich so wär.
Hab eigentlich eine leichte Herzinsuffizienz. Es pumpt eher schwach. Aber ich hoffe es wird stärker werden. Ich glaub man kann mit mehr Mut und mehr Hoffnung auch ein wenig seinen Körper beeinflussen. Hab mehr Hoffnung als früher. :))


Hm - muss mir noch einen Namen für Dich überlegen... :))
"Starker kräftiger Baum, der beim müden Wandernden, der anlehnt, eine schöne weiche sanfte Borke hat" oder so vielleicht - so spontan - muss mir noch was überlegen, hihi.

Luv, die Bäumeumarmerin.

:umarm:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 15:23

Hallo Kräftig Schlagendes Herz:

Nur erschtmal eine Sache:

okay, okay ... :-)

Ich verstehe ja Prüfungen des Gegenübers und sogar auch Misstrauen - grad wenn man im Vertrauen enttäuscht wurde, dann sowieso.

Na also ...
Aber ich mag es ja eben bei mir schon nicht, wenn ich noch sehr misstrauisch bin - warum sollte ich es dann bei anderen völlig knorke finden, wenn ich es auch bei mir doof finde - wenn man sich schon liebt mein ich - nicht überall - nicht in jeder Situation mit Fremden - ich mein jetzt unter zwei Menschen, die sich schonmal wirklich wenigstens ansatzweise gern haben.
Bei gänzlich Fremden ist es ja nun auch anders - dafür schnackt man dann ja auch erstmal. Ich mein jetzt nicht Liebe auf den ersten Blick und dann nur noch Wölkchen.
Ich mein mit Verliebtheit jetzt so eine Situation, wo man sich schon etwas kennt und wirklich sehr verliebt ist und nicht nur ein "Interessantfinden" da ist - wenn dann noch Fragebögen kämen - dann wär das schrecklich für mich irgendwie.

Lies noch mal, was du da geschrieben hast: Kommt es dir nicht auch selber etwas wuffelig vor?- Hmmm?
Ich denke, im Inneren spürst du, dass du etwas in deiner Herangehensweise ändern musst, aber noch sträubst du dich ein wenig dagegen. :-)

Hm, hab noch viele Gedanken, aber man muss immer so aufpassen, was man schreibt, damit es auch richtig rüberkommt.

Hmmm.

Hmmmmmmmmm.

Keine Bange; du bringst das wunderschön rüber, finde ich... :-)

Also - ich mein auch nicht mit dem "Fragebogen" so eine Situation, wo man einfach nur redet.

Hallo?- Zu einem Fragebogen überlegt man sich doch auch etwas und redet nicht einfach nur so dahin, oder?! ;)

Z.B. würd ich allein schon fragen, was jemand mit Verliebtheit meint - wenn er das Wort sagt - damit man einfach weiss, was jemand für Gefühle oder Gedanken oder Zustände oder Absichten verbindet mit Worten und Äusserungen. Dat ist aber nicht abchecken für mich. Das ist Reden.

Ach so?- Und warum machst du da einen Unterschied?

Verstehst Du? Abchecken ist was Kaltes - wo man dann, wenn der andere nicht "genügt" in fixen Dingen, wo man keinen Millimeter auch nur abweichen will oder drüber nachdenken, nichtmal ansatzweise, eben Tschüss sagt.
Das ist so traurig dann.

Tja, kann durchaus sein... Gerade vorgestern habe ich wieder mal bei einer solchen Person, die mir mal deswegen ein Nein beschert hatte, besucht. Wir haben immer noch eine wunderschöne und grenzenlose (ausser jenen, die wir selber steckten) Beziehung mit- und zueinander ... :)

Wenn man schonmal jemanden lieb fand und mehr Gefühle möglich gewesen wären - aber dann wird in die Wüste geschickt, einfach irgendwie weil der andere den Ansprüchen nicht genügt. Das mein ich mit deprimierend.

Diese Deprimierung ist nichts weiter, als das Resultat eigener höher gesteckten Erwartungen. Aber sind denn die eigenen Erwartungen derart wichtig? ;)

Reden ist normal. Normal reden, wie man was meint oder wie man empfindet über die Dinge. Und dann - vielleicht eben sich reinversetzen in den anderen.
Das ist doch schön. Grad wenn eben dann gegenseitig.

Also wenn du jetzt hier bei mir wärst, ich würde dich echt drücken dafür, wie du hier deine Gedanken preis gibst.
:umarm:
lg, wolfi
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 15:34

Soll ich mal was zu den Kindern sagen?
Ich hab nie Kinder gewollt von mir aus, aber immer geahnt, dass, wenn ich jemand wirklich lieben kann und es auch gegenseitig ist mit allem (so richtig war das nu bei mir noch nicht so), dass ich dann wohl vielleicht schon mir vorstellen könnt Kinder zu haben. Soll heissen - von mir selbst aus nicht unbedingt, aber wenn da ein Gegenüber ist, dann kommt dadurch der Wunsch auf, könnt ich mir gut vorstellen. Ich hab immer das Gefühl gehabt, dass sowas durch die Beziehung zu einem Gegenüber aufkommen müsste und eben nicht, dass sowas durch das eigene Selbst (erstmal mit sich alleine) aufkommt. Ohne Beziehung - warum sollte man das wünschen? Mit Beziehung - dann hat man jemand, der dafür das Gegenüber ist, ohne den würd so ein neues Wesen ja auch nie in die Existenz kommen - und ab da kann der Wunsch aufkommen.
So wär die Frage nie im Leben für mich vorher abcheckbar - sondern kommt eh erst mehr durch die Beziehung so richtig auf.
Bei mir ist das so jedenfalls. Dass durch die Liebe und die Beziehung erst vieles, eben auch das, Thema wird, wozu es nunmal auch zweier Menschen bedarf (und nicht nur eines Menschen - der das Thema eben vorher mit sich allein entscheidet oder so).
Ich kenn jemanden, die mit jemand verheiratet ist, der keine Kinder zeugen kann und sie liebt ihn sehr und es war kein Problem für sie, war es wirklich nicht (ich kenn sie gut, seit meiner Geburt...), obwohl sie auch nichts gegen Kinder gehabt hätte, wär auch schön für sie gewesen.
Es war aber auch so ok - einfach weil die Liebe so stark war und ist.
Es ging ihr um den Menschen, den Mann selbst, der ihr wichtig ist.
Nicht um Lebensentwürfe und solche Dinge.
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 15:54

Wolfi hat geschrieben:
meinereiner hat geschrieben:Wenn man schonmal jemanden lieb fand und mehr Gefühle möglich gewesen wären - aber dann wird in die Wüste geschickt, einfach irgendwie weil der andere den Ansprüchen nicht genügt. Das mein ich mit deprimierend.

Diese Deprimierung ist nichts weiter, als das Resultat eigener höher gesteckten Erwartungen. Aber sind denn die eigenen Erwartungen derart wichtig? ;)


lg, wolfi



Ach, Wolfi, das ist sooo viel Text und ich muss jetzt los, hebb grad so wenig Zeit, aber würd am liebsten alles kommentieren oder erklären.
Seufz.

Jedenfalls - das oben, was ich jetzt mal nur zitiert hab, das hab ich mal als Beispiel genommen, wo ich eben wirklich nicht genau auf die Formulierung aufgepasst hab. Dat nervt mich dann selbst - wenn es so unklar alles formuliert ist.
Ich meinte: "man wird dann in die Wüste geschickt, weil man selbst den Ansprüchen des anderen nicht genügt" - also wenn die Abcheckung so abläuft, so rigoros.
Aber ist nur ein Detail - Dir geht es ja auch nicht nur um Details - Du willst ja am liebsten, dass ich nicht mehr so romantische und illusionäre Vorstellungen hab, oder? So dünket mir ein wenig. :mrgreen:
Aber ich versteh schon - da denkt man dann immer schnell, dass jemand eine rosarote Brille aufhat und dann entweder sich selbst damit ins Knie schiesst oder fies wird zum Gegenüber, wenn die Brille mal abgesetzt wird. Ich versteh das ja.
Aber da ist auch was Behaltenswertes für mich drin - in dem Romantischen.
Ich glaub ich nehm das Wort auch ein wenig zur Übertreibung - ich bin nicht kitschig-romantisch. Aber einfach als Gegenwort zum - so extrem nüchtern-rationalem Bewerten. Wenn man mal etwas prüft wie der andere etwas meint, dann ist das ja noch normales Reden eben - aber wenn es eben eher kalte Beurteilungen ergibt - dann wird es so schnell eisig einfach von der ganzen Grundatmo irgendwie.
Und die Atmo deprimiert dann irgendwie. Das meinte ich.
Verstehst Du ungefähr.

Hmmmm.

:?:



Schüchtern (bin ich ja schon): :umarm:
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Re: Liebe und Besitz

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 16:39

@Tjorven (oder wie auch immer)
Und die Atmo deprimiert dann irgendwie. Das meinte ich.
Verstehst Du ungefähr.

Hmmmm.

:?:


Aber ja doch. :-)
Nur, lass dir sagen: Man lernt dann auch, gewisse Dinge anders zu betrachten und von daher auch anders zu gewichten. ;-)


Schüchtern (bin ich ja schon): :umarm:

Meinst du etwa ich nicht?- ;)
lg, wolfi
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