HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

Das Herz und der Bauch

Moderator: bigbird

Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » So 31. Jan 2010, 19:11

Ihr Lieben,

angeregt durch einen Beitrag Tjorvens und durch den Gesprächsverlauf in einem anderen Thread, in dem wir leider völlig OT waren, würde ich hier gern mit Euch über das Herz reden und darüber, was Ihr darunter versteht, dem Herzen zu folgen und ob es immer richtig ist oder auch falsch sein kann und über Herz- und Bauchgefühle würde ich gerne mit Euch reden und wie verlässlich sie sind oder auch nicht.

Welche Gedanken habt Ihr dazu?

Ich bin ja eine Verfechterin, dem Herzen zu folgen und glaube, dass man es auch nur kann im Grunde. Jeder folgt doch seinem Herzen. Die Frage ist einfach, woher kommt das, was da im Herzen ist? Wie ist es dort hineingekommen? Und warum schlagen unsere Herzen teilweise so unterschiedlich?

Ich glaube, dass auch Gedanken eine ungeheure Macht haben, und ein Herz in die eine oder andere Richtung treiben können. Also dass man mit seinen Gedanken so ein Herz auch in gewisser Weise steuern kann und ihm Richtung geben kann. Da gibt es ja eine wunderbare Stelle in der Bibel (in den Sprüchen glaub ich), in der es sinngemäß heißt, dass man acht haben soll auf seine Gedanken, denn sie können das ganze Leben bestimmen. Für mich heißt Leben = Herz. Also können unsere Gedanken unser Herz und wie es fühlt bestimmen. Insofern halte ich es für wichtig, seine Gedankenwelt ein stückweit in den Griff zu bekommen, was mir leider nicht, oder noch nicht, immer gelingt. Oder man muss sich bewusst entscheiden welche Gedanken man hat und zulässt und welche nicht...naja und dann gibts ja da noch den Bauch..... :)) Und das Zusammenspiel von Bauch und Herz....
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Savonlinna » So 31. Jan 2010, 19:28

Hallo Livia.

in besagtem Thread hast Du Folgendes bezüglich "Herz" geschrieben (das Wort ist von mir gefettet).


livia hat geschrieben:
Andi69 hat geschrieben:Auch für Pat Robertson gilt Matthäus 12,36.


Ja, schon...am Tage des Gerichts....nur - kommt er, dieser Tag des Gerichts? Wann wird er sein?

Ich glaube leider, dass auch viele Christen oder Gläubige das in ihren Herzen ebenso glauben, nur es sich niemals wagen würden, es so laut und deutlich auszusprechen, wie Pat Robertson.


Was hast Du hier genau unter "Herz" verstanden?
Jeder benutzt das ja anders. Von Haus aus ist es ein körperliches Organ.

Wenn man dem Herzen folgen soll, wie Du sagst, dann müsen diese Christen eben ihrem Herzen folgen. Und dann ist auch jener Prediger seinem Herzen gefolgt.
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

Rumi (1207-1273)
Savonlinna
Abgemeldet
 
Beiträge: 2972
Registriert: Di 26. Feb 2008, 10:20
Wohnort: Hamburg

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Tjorven » So 31. Jan 2010, 19:41

Ich hab ja bereits geschrieben, wie ich das verstehe...

Also - daran anknüpfend würd ich es so verstehen eben, dass das Herz sich mit den Dingen verbindet, das Verbindende ist oder sein kann, Dinge hereinlässt und hinausströmen lässt.
Wenn man seinem Herzen folgt, dann kann man also durchaus Destruktivem oder eben auch "positiveren" Dingen folgen. Daher muss man eben auf seine Gedanken achten (die fliessen auch ins Herz) und auf seine Gefühle achten (die fliessen auch ins Herz). Ich selbst würd nicht so dem vertrauen, dass es immer gut ausgeht, wenn man seinem Herzen folgt - ich würd nur sagen, dass man seinem Herzen folgen sollte, aber zugleich gut drauf aufpassen soll und es achten und pflegen und auf es aufpassen, eben auch womit man es füllt. Folg immer Deinem Herzen - würd ich auch sagen. Weil man sonst reiner Kopfmensch ist und das kann kühl im Herzen werden, es kann eng dort werden - oder man ist nur noch Bauchmensch und das kann so irrational und wild werden, dass man unzugänglich und unberechenbar wird und das Herz kann so eher brennen und schmerzen, aber nicht gesund und tapfer schlagen.
Also - folg immer Deinem Herzen, aber pfleg es auch.

Ich würd sagen - wenn jemand beispielsweise einem Hassprediger aus wilder und irrationaler, vielleicht wütender Entschlossenheit folgt - dann würd ich sagen er folgt seinem Bauch (weil er solche Gefühle in sich hat).
Wenn er seine Ansichten auch in seinem Herzen hat - dann hiesse das er ist kontrollierter, aber hat sein Herz mit solchen Gedankengängen und Ansichten gefüllt schon - daher.

So seh ich das - aber bin natürlich noch voll im Prozess und so... :))

Luv. :))
Tjorven
Member
 
Beiträge: 137
Registriert: So 20. Dez 2009, 22:51

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon doro » So 31. Jan 2010, 19:43

Liebe livia

Als ich deinen Beitrag angefangen habe zu lesen, hab ich mir überlegt: "Hmm, aber das Herz sollte sich doch auch vom Verstand reinreden lassen." Und dann hast du das ja selber auch erwähnt. :)

Ich sage nicht pauschal oder so, dass man seinem Herzen nicht folgen sollte. Aber in den Herzen der Menschen kann so viel sein, das verkehrt ist. Wünsche, Begierden, Charakterzüge, die so positiv nicht sind. Und ich glaube, es ist richtig, wenn ein Herz sich da korrigieren lässt.

Jesus sagt ja, dass die selig sind, die reinen Herzens sind. Das heisst: es gibt auch unreine Herzen. (Vermutlich betrifft uns das alle in bestimmten Punkten.) Sollen die Menschen, die unreinen Herzens sind, auch ihren Herzen folgen?

Ich sehe irgendwie einen Widerspruch zwischen dem "seinem Herzen folgen" und dem "die Gedankenwelt zügeln".

Was sind deine Gedanken hierzu?

lg, doro

Ps: Merke grade, dass wir fürs Erste alle zu ähnlichen Ergebnissen kommen, glaubs.
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » So 31. Jan 2010, 20:23

Puhh,hier gehts ja schon heiss her...mir ist auch heiss...von der Badewanne, in die ich mal eben schnell gehüpft bin zum Aufwärmen...jetzt seh ich aus (so rot) wie ein gekochter Hummer glaub ich...fühl mich jedenfalls so.... :shock:

Zum Thema:

Savonlinna hat geschrieben:Was hast Du hier genau unter "Herz" verstanden?
Jeder benutzt das ja anders. Von Haus aus ist es ein körperliches Organ.


Für mich ist das Herz das, was einen Menschen in seinem Leben antreibt und was ihn ausmacht. Alle Gefühle, Gedanken und Taten eines Menschen entspringen aus dem Herzen. Daher steht für mich das Herz für den Menschen.

Wenn man dem Herzen folgen soll, wie Du sagst, dann müsen diese Christen eben ihrem Herzen folgen. Und dann ist auch jener Prediger seinem Herzen gefolgt.


Ja, das stimmt. Er ist seinem Herzen gefolgt, dieser P. Robertson. Ebenso wohl auch ein Hitler und ein Pol Pot und ein David Koresh, aber auch ein Gandhi, eine Mutter Teresa, eine Savonlinna und eine Livia. Sie alle sind ihren Herzen gefolgt. Aus Manchen kommt unvorstellbar Schreckliches und aus Manchen kommt Wunderbares und Gutes.

Warum?

Ich weiß es nicht. Ich will das aber nicht entschuldigen, all das Furchtbare, nur weil es ebenso aus den jeweiligen Herzen kommt wie die guten Dinge, die aus anderen (guten und liebenden) Herzen entspringen.

Ich glaube, dass es liebende Herzen gibt. Und dass es böse Herzen gibt. Und die Frage ist einfach, woher kommt das nun, was da im Herzen ist?

Wenn ein liebendes Herz etwas Gutes tut, eine Liebes-Tat zum Beispiel, dann möchte ich dies sagen und mich freuen darüber oder meiner Freude darüber kund tun. Und wenn ein böses Herz etwas Böses und (in meinen Augen) Unrechtes tut, so möchte ich sagen dürfen, dass es unrecht ist und schlecht. So habe ich diesen Robertson empfunden bzw. diesen Glauben vieler Christen, die bei jeder Katastrophe gleich den strafenden und rächenden Gott verkündigen. Es ist dieser Glaube, den ich als schlecht empfinde - auch wenn ich weiß, dass die Menschen, die so glauben, teilweise gar nicht anders können und auch nur ihren Herzen folgen. Und doch sage ich, dass ich es schlecht finde. Sonst müsste man ja, wenn man das weiterspinnt, sogar einen Hitler entschuldigen.

Natürlich gibt es auch Abstufungen. Nicht jedes Herz ist nur gut oder nur schlecht. Ich glaube, dass wir durch unsere Gedanken es schon mitbestimmen können, in welche Richtung unser Herz geht. Worauf wir eher nicht so viel Einfluss haben ist all das, was uns im Leben widerfährt. All die Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit, all das Schlimme oder auch das Schöne, das macht auch etwas mit unserem Herzen, glaube ich und es kann auch eine Macht haben, der man sich nicht leicht entziehen kann.

Es gibt aber Herzen, deren Gesinnung es ist, nach der Liebe zu streben. Und diese Herzen sind GUT für mich. Und die Früchte dieser Herzen sind gut. Und die Saat dieser Herzen ist gut. Und auch wenn sie noch nicht perfekt sind, so sind sie doch auf dem guten Weg.
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Savonlinna » So 31. Jan 2010, 21:26

livia hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben:Wenn man dem Herzen folgen soll, wie Du sagst, dann müsen diese Christen eben ihrem Herzen folgen. Und dann ist auch jener Prediger seinem Herzen gefolgt.

Ja, das stimmt. Er ist seinem Herzen gefolgt, dieser P. Robertson. Ebenso wohl auch ein Hitler und ein Pol Pot und ein David Koresh, aber auch ein Gandhi, eine Mutter Teresa, eine Savonlinna und eine Livia. Sie alle sind ihren Herzen gefolgt. Aus manchen kommz unvorstellbar Schreckliches und aus Manchen kommt Wunderbares und Gutes.


Danke. Ich versuche im Moment Deine Begrifflichkeit zu verstehen.
Bisher hatte ich Dich so verstanden, dass man stets seinem Herzen zu folgen habe. Und dass Du nur das in Ordnung findest, wenn man das tut. Und bisher meinte ich, Du meist damit: der inneren Stimme folgen, die einem sagt, welchen Weg man zu gehen habe. War das meist so gemeint?

Und diese innere Stimme kann einem nicht sagen, man solle den Weg eines Hitler folgen oder P. Robertson, nach meiner Begrifflichkeit. "Trieb" und "innere Stimme" sind schon mal ganz verschiedene Sachen für mich.

Ich zum Beispiel - gänzlich entgegengesetzt wie Du mich in dem anderen Thread eingeschätzt hast - bin ein von heftigen Gefühlen heimgesuchter Mensch. Ich stehe fast immer unter Strom, kann ganze Nächte nicht schlafen, wenn mich etwas aufwühlt; und mich wühlt alle Nase lang etwas auf.

Darum ringe ich darum, erst Abstand zu gewinnen und nicht den erstbesten Müll in das Forum zu stellen, der mich gerade beherrscht. Gelingt nicht immer, leider. Aber immer öfter. ;)
Ich bin seit langem misstrauisch geworden gegenüber den erstbesten Gefühlen, die ich habe. Sie sind nicht die innere Stimme. Die kristallisiert sich erst heraus, wenn der Sturm der Gefühle sich gesetzt hat. Allerdings war er notwendig, damit in mir erst mal so richtig alles "hochgepustet" wird. Und bis die innere Stimme das alles sortiert hat, das kann eine Weile dauern.

Im Zweifelsfall kann sie sich aber auch rasch und akut äußern. Man lernt mit der Zeit zu unterscheiden, ob man von einem Gefühl oder der inneren Stimme glenkt wird. "Gefühl" im Sinne von "Trieb".

Ja, und dann gibt es noch den "Verstand" und die "Vernunft" und den "Bauch" und den "instinkt". Manches davon wird mitunter synonym benutzt.
Wenn ich Regie mache, brauche ich den "Bauch". Da ist keine Zeit für Grübeleien, man muss sekundenschnell reagieren können, wenn ein Schauspieler etwas nicht hinkriegt. Man muss ihm helfen mit seinem "Bauchgefühl". Das trainiert sich mit der Zeit. Es ist auch der Bauch oder der Instinkt, der einen ins Wasser springen lässt, wenn jemand da reingefallen ist. Man ist im Wasser, bevor man überhaupt registrirt hat, dass da jemand reingefallen ist.

Es gibt so wahnsinnig viele Schichten in einem.

Oft benutzt Du Herz auch synonym mit "Liebe". Aus Liebe heraus handeln.
Aber die, die uns vor der Hölle warnen, meinen ja auch, dass sie es aus Liebe tun.
Und die Mutter, die ihrem Sohn keine Partnerin erlaubt, tut es auch aus Liebe.
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

Rumi (1207-1273)
Savonlinna
Abgemeldet
 
Beiträge: 2972
Registriert: Di 26. Feb 2008, 10:20
Wohnort: Hamburg

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Vagabundus » So 31. Jan 2010, 21:35

Livia:
Für mich ist das Herz das, was einen Menschen in seinem Leben antreibt und was ihn ausmacht. Alle Gefühle, Gedanken und Taten eines Menschen entspringen aus dem Herzen. Daher steht für mich das Herz für den Menschen.


Ich stimme dir voll zu. Dazu gehört auch das Gewissen, und der Charakter-sie bilden das Herz. Ich denke von grundauf ist das Herz gut (Baby). Danach wird es geformt durch die Umwelt, und eigene Entscheidungen. Und Gott, der uns ins Gewissen redet das Gute zu tun. Solange wir ihn hören wollen.

Ja, das stimmt. Er ist seinem Herzen gefolgt, dieser P. Robertson. Ebenso wohl auch ein Hitler und ein Pol Pot und ein David Koresh, aber auch ein Gandhi, eine Mutter Teresa, eine Savonlinna und eine Livia. Sie alle sind ihren Herzen gefolgt. Aus Manchen kommt unvorstellbar Schreckliches und aus Manchen kommt Wunderbares und Gutes.


Tja, die Menschen sind oftmals frei in ihren Entscheidungen und doch kommen so unterschiedliche Resultate dabei raus. Wer sich dem Bösen verschreiben will, schafft es auch sein Herz so zu formen, ebenso der der Gutes will. Es gibt traurige Ausnahmen, etwa Kindersoldaten in Afrika.Deren Herz wird verformt, von aussen, sie haben darauf keinen Einfluss. Und so gibt es Abstufungen, denn die Umwelt formt etwas mit. Ich kann mir vorstellen, dass uns Gott nach unserem Tod den Spiegel vorhält, uns in unser Herz blicken lässt. Und das kann für manche die Hölle sein, für andere der Himmel. Das hat gar nichts mit Glauben zu tun, sondern nur mit dem Herzen, und wie man es formt.


Ich weiß es nicht. Ich will das aber nicht entschuldigen, all das Furchtbare, nur weil es ebenso aus den jeweiligen Herzen kommt wie die guten Dinge, die aus anderen (guten und liebenden) Herzen entspringen.

Ich glaube, dass es liebende Herzen gibt. Und dass es böse Herzen gibt. Und die Frage ist einfach, woher kommt das nun, was da im Herzen ist?


Durch unsere eigenen Entscheidungen kommt es. Zumindest soweit uns die Umwelt das zulässt, in einigen Fällen leider auch die Umwelt (Kindersoldaten)

Wenn ein liebendes Herz etwas Gutes tut, eine Liebes-Tat zum Beispiel, dann möchte ich dies sagen und mich freuen darüber oder meiner Freude darüber kund tun. Und wenn ein böses Herz etwas Böses und (in meinen Augen) Unrechtes tut, so möchte ich sagen dürfen, dass es unrecht ist und schlecht. So habe ich diesen Robertson empfunden bzw. diesen Glauben vieler Christen, die bei jeder Katastrophe gleich den strafenden und rächenden Gott verkündigen. Es ist dieser Glaube, den ich als schlecht empfinde - auch wenn ich weiß, dass die Menschen, die so glauben, teilweise gar nicht anders können und auch nur ihren Herzen folgen. Und doch sage ich, dass ich es schlecht finde. Sonst müsste man ja, wenn man das weiterspinnt, sogar einen Hitler entschuldigen.


Für Kindersoldaten gibt es eine Entschuldigung, für Hitler nicht, er hat sich bewusst für das Böse entschieden, und gegen Gott, die Liebe und die Menschen. Bei diesen Christen von denen du sprichst kann es unterschiedlich sein. manche wurden zu sehr durch ihgre Umwelt manipuliert und können da kaum raus, andere entscheiden sich bewusst für so eine Ansicht und das Böse. Letzere sind nicht zu entschuldigen.

Natürlich gibt es auch Abstufungen. Nicht jedes Herz ist nur gut oder nur schlecht. Ich glaube, dass wir durch unsere Gedanken es schon mitbestimmen können, in welche Richtung unser Herz geht. Worauf wir eher nicht so viel Einfluss haben ist all das, was uns im Leben widerfährt. All die Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit, all das Schlimme oder auch das Schöne, das macht auch etwas mit unserem Herzen, glaube ich und es kann auch eine Macht haben, der man sich nicht leicht entziehen kann.

Genau das ist der springende Punkt. Eigene Verantwrtung vs. äussere Einflüsse.

Es gibt aber Herzen, deren Gesinnung es ist, nach der Liebe zu streben. Und diese Herzen sind GUT für mich. Und die Früchte dieser Herzen sind gut. Und die Saat dieser Herzen ist gut. Und auch wenn sie noch nicht perfekt sind, so sind sie doch auf dem guten Weg.


Sehe ich genau wie du, livia. Ich erzähle dir mal was, aus meinem Leben. Ich habe eine Freundin-sie ist die Liebe meines Lebens. Diese Freundin, sie hat ein liebendes herz und lebt danach. Mein Leben hat sie daurch total verändert-zum Guten. Ich spüre ihre Liebe, die in ihrem Herzen ist. Sie hat sich bewusst dafür entschieden. Obwohl sie früher negativ durch ihre Umwelt geprägt wurde. Sie hat es geschafft. Sich bewusst für das größte was es gibt entschieden: die Liebe-und somit Gott, ganz ohne Formeln und Dogmen. Sie hat erkannt, was der Sinn unseres Lebens ist.Fast jeder hat die Möglichkeit, so zu lieben. Dann wäre die Welt besser. Ich glaube Gott sieht, wonach das herz strebt-und da spielt der Glaube dann keine Rolle mehr. Wenn die Richtung Liebe heisst, dann sind wir mit Gott, und er mit uns. Immer und bedingungslos.
Wegbleiben ! Wegbleiben !
Benutzeravatar
Vagabundus
Member
 
Beiträge: 122
Registriert: Sa 19. Sep 2009, 00:11

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » So 31. Jan 2010, 22:36

livia hat geschrieben:was Ihr darunter versteht, dem Herzen zu folgen und ob es immer richtig ist oder auch falsch sein kann und über Herz- und Bauchgefühle würde ich gerne mit Euch reden und wie verlässlich sie sind oder auch nicht.

Welche Gedanken habt Ihr dazu?


Das Herz kann sich genauso täuschen wie unser Hirn. Da ich Optimist bin, gehe ich davon aus, dass beide wohl eher richtig als verkehrt liegen. Aber die Fehler natürlich einen immer ganz schön wurmen können und insofern mehr auffallen.

Das Hirn meint immer, es sei Herr im Hause. Tatsächlich ist es das Herz.
Wir machen uns da meist ziemlich was vor.

Wichtig finde ich einfach, dass man oftmals Uneinigkeit im Herz selbst hat, und die gehört da nicht hin. Man ist aber gewöhnt die Widersprüche im Herzen unerkannt wirken zu lassen: wenig beachtet von einem selbst.
Widersprüche im Hirn lassen sich schneller lösen, da ist man gefühlsmäßig nicht so 1000proz beteiligt.

Das Herz hat seinen Vorteil im Augenblick: im hier und jetzt wo wir LEBEN sollten. Das finde ich wichtig, wenn auch nicht einfach als Bürger der westlichen Welt.
Der Verstand hat den Vorteil im Abwägen, im Springen von Vergangenheit zu Zukunft, im Vergleichen, im Planen.

Das Herz vermag allerdings auch wahrzunehmen, "intuitiv" zu erfassen. Dem Hirn (jedenfalls meinem) immer ein Dorn im Auge: da man nicht so wirklich konkret "belegen" kann. Und trotzdem kann das Herz oftmals Dinge sehen, die sonst nicht bemerkbar wären auf normale Art.

Wenn Du mich fragst, auf was man hören sollte, Herz oder Hirn? hm, Schwer zu sagen. Kommt immer drauf an. ;)
Vielleicht sollte man beide immer in einen Gleichklang bringen, bevor man sich entscheidet?
Mein Vorschlag: Gedanken haben immer dann Macht, wenn sie mit den Gefühlen im Einklang sind und die Gefühle an einem Strick ziehen.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon tiktak » Mo 1. Feb 2010, 00:16

Was das Thema betrifft, teile ich meine Sichtweise und Erfahrung mit der Aussage von Doro
LG
Zuletzt geändert von bigbird am Mo 1. Feb 2010, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: OT entfernt!
tiktak
Gesperrt
 
Beiträge: 5671
Registriert: Di 28. Apr 2009, 22:23

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Tjorven » Mo 1. Feb 2010, 01:29

Ich glaub, dass man sehr schnell ins Sublimieren verfallen kann, wenn man den Bauch völlig ausblendet und nur noch in dem Dualismus "Herz" oder "Hirn" denkt.
So wenig ich Trinitarier bin, so sehr glaub ich dass es ein Dreigestirn ist, das am wirksamsten ist, wenn es zusammenwirkt.
Ich hab das Leben in mir als erstes im Bauch gefühlt. Wo etwas von innen gegen die Bauchdecke trat. Wie ein ewig unterdrücktes Gefühl, wie etwas, das immer nicht leben wollte, aber jetzt doch wollte. Im Bauch, sehr heftig. Ich denke, der sollte nicht ignoriert werden. Das Hirn auch nicht und auf seine Gedanken sollte man achten. Und das Herz kann verbinden. Das ist so wichtig, daher so wichtig, dass man aufpasst womit man sich füllt oder verbindet. Das Blut fliesst hinein und wieder hinaus. Das Leben fliesst und das nach oben und nach unten und es fliesst und fliesst. Das Herz bubbert. Das ist was Schönes.

Luv und Jutnacht. :))
Tjorven
Member
 
Beiträge: 137
Registriert: So 20. Dez 2009, 22:51

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Mo 1. Feb 2010, 07:12

tiktak hat geschrieben:Seinem Herzen? Ich denk eher,dass sein Denken/seine Realität geprägt ist vom Inhalt der Bibel und daraus ist eine Schlussfolgerung entstanden,welche er kundtat


Meinte ich doch. Das Herz wird gefüllt oder man füllt es bewusst mit Dingen, wie z.B. Dogmen, Bibelversen oder mit irgendeinem Gedankengut, indem man sich damit beschäftigt, man kultiviert vielleicht bestimmte Gedanken und lässt andere gar nicht zu (warum auch immer - vielleicht geht es auch manchmal nicht anders - ich weiß es nicht) und somit entsteht da ein Gebräu, der Inhalt des Herzens eben und diesem folgt man dann. Daher würde ich schon sagen, dass man oder jeder im Grunde seinem Herzen auf eine Art folgt. Und das ist bestimmt nicht immer gut.

Es kommt im Grunde darauf an, mit was man sein Herz "füttert".

doro hat geschrieben:Ich sage nicht pauschal oder so, dass man seinem Herzen nicht folgen sollte. Aber in den Herzen der Menschen kann so viel sein, das verkehrt ist. Wünsche, Begierden, Charakterzüge, die so positiv nicht sind. Und ich glaube, es ist richtig, wenn ein Herz sich da korrigieren lässt.


Ja. So ist es. Nur - von was lässt man sich korrigieren?

Ich würde sagen: Von der Liebe. :))
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Schoham » Mo 1. Feb 2010, 11:11

livia hat geschrieben: ..von was lässt man sich korrigieren?


Das liebende Herz von der Liebe die Sich am Kreuz in Seiner herrlichsten Form offenbart hat.

Das böse und rebellische und verstockte und unnachgiebige Herz vielleicht durch eine feste Hand - vielleicht aber ist auch das umsonst...vielleicht wird es weiterhin Gott lästern und Ihm nicht die Ihm zukommende Ehre erweisen.
Schoham
My home is my castle
 
Beiträge: 10315
Registriert: Di 12. Jul 2005, 15:47

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » Mo 1. Feb 2010, 20:07

doro hat geschrieben:Als ich deinen Beitrag angefangen habe zu lesen, hab ich mir überlegt: "Hmm, aber das Herz sollte sich doch auch vom Verstand reinreden lassen." Und dann hast du das ja selber auch erwähnt. :)

Ich sage nicht pauschal oder so, dass man seinem Herzen nicht folgen sollte. Aber in den Herzen der Menschen kann so viel sein, das verkehrt ist. Wünsche, Begierden, Charakterzüge, die so positiv nicht sind. Und ich glaube, es ist richtig, wenn ein Herz sich da korrigieren lässt..


Hi Doro,
mir gefällt hier das "Korrigieren des Herzens", da das Herz sowohl für die Gottesnähe, als auch die Gottesferne die Ursache zu sein scheint. Die innere Triebfeder, die uns die Richtung vorgibt.

Einfach ein Gedanke:
Das Herz ist nicht einfach "ein Stück". Eher ein Sammelbecken der unterschiedlichsten und vielfältigsten Gefühle, die hier potentiell jederzeit auftauchen können. Unser Selbst scheint darin zu bestehen, welche Gefühle schneller und leichter auftauchen oder auch gar nicht. Die Regelmäßigkeit hierin scheint das zu sein, was wir als unsere "eigene Persönlichkeit/Selbst" empfinden.

Das Herz zu korrigieren bedeutet dann auch eine andere Person zu werden. Ein tiefer Eingriff, wenn man an sich hängt.

Wie korrigiert man dann? :mrgreen:

Livia hat hier in fröhlich die Liebe gebracht.
Weil das Herz vorzüglich darauf anspringt und die Liebe die "zu korrigierenden Gefühle" neu einbetten kann im Herzen. In der Liebe zu den anderen erhält auch das Ich hier eine andere Funktion.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon pirate23 » Di 2. Feb 2010, 00:36

Herz und Bauch klingt schon wieder so esoterisch, also ändern wir das mal in "rechte Gehirnhälfte" und "linke Gehirnhälfte". Die eine Seite ist für das Emotionale zuständig, und die andere Seite für das Rationale.

Wenn man nun sehr wenig Zeit zum Reagieren hat, zum Beispiel bei Lebensgefahr oder bei Reizüberflutung oder wenn die logische Gehirnhälfte sonst schon mit irgendwas anderem beschäftigt ist, dann übernimmt die emotionale Seite die Kontrolle.

Wenn man mehr Zeit zum Nachdenken hat, irgendwas in Wörter fassen muss oder zu wenig neue Reize von außen kommen, dann arbeitet dagegen eher die logische Seite.
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon doro » Di 2. Feb 2010, 01:14

Hallo zusammen :))

@Livia:
Livia hat geschrieben:Ja. So ist es. Nur - von was lässt man sich korrigieren?

Ich würde sagen: Von der Liebe.

Was meinst du mit Liebe? Die Liebe, die im Herz eh schon drin ist? Dann korrigiert sich ja das Herz durch das Herz. Ohne "Input" von aussen.

Hmm, ich frage mich, ob ich nicht eher formulieren würde: ich lasse mich (mein Herz) aus Liebe (zu Gott, zu den Menschen) korrigieren (von Gott, von den Menschen).

@Naqual:
Naqual hat geschrieben:mir gefällt hier das "Korrigieren des Herzens", da das Herz sowohl für die Gottesnähe, als auch die Gottesferne die Ursache zu sein scheint. Die innere Triebfeder, die uns die Richtung vorgibt.

Ja, das denke ich auch, dass das Herz dafür verantwortlich ist.

Ich merke, dass ich glaubs an dem Punkt anstehe: glaubt ihr, dass das Herz sich selber auf eine komplett gute Schiene bringen kann? Also, so dass es nachher vollkommen rein ist?
Denn ich glaube es nicht.

Unser Selbst scheint darin zu bestehen, welche Gefühle schneller und leichter auftauchen oder auch gar nicht. Die Regelmäßigkeit hierin scheint das zu sein, was wir als unsere "eigene Persönlichkeit/Selbst" empfinden.

Das finde ich einen sehr interessanten Gedanken. :)
Wobei ich mich frage, ob wir wirklich nur aus Gefühlen bestehen. Machen uns einzig und allein unsere Gefühle aus? Ich glaube es eher nicht.

Das Herz zu korrigieren bedeutet dann auch eine andere Person zu werden. Ein tiefer Eingriff, wenn man an sich hängt.

Das stimmt.

Livia hat hier in fröhlich die Liebe gebracht.
Weil das Herz vorzüglich darauf anspringt und die Liebe die "zu korrigierenden Gefühle" neu einbetten kann im Herzen. In der Liebe zu den anderen erhält auch das Ich hier eine andere Funktion.

Das heisst, die Liebe wäre das Muttergefühl, das oberste, das alle anderen einbetten muss?
Das Herz korrigieren wäre also rein auf der Gefühlsebene?

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Stevie Sunshine » Di 2. Feb 2010, 02:53

Tjorven hat geschrieben:Ich glaub, dass man sehr schnell ins Sublimieren verfallen kann, wenn man den Bauch völlig ausblendet und nur noch in dem Dualismus "Herz" oder "Hirn" denkt.
So wenig ich Trinitarier bin, so sehr glaub ich dass es ein Dreigestirn ist, das am wirksamsten ist, wenn es zusammenwirkt.
Ich hab das Leben in mir als erstes im Bauch gefühlt. Wo etwas von innen gegen die Bauchdecke trat. Wie ein ewig unterdrücktes Gefühl, wie etwas, das immer nicht leben wollte, aber jetzt doch wollte. Im Bauch, sehr heftig. Ich denke, der sollte nicht ignoriert werden. Das Hirn auch nicht und auf seine Gedanken sollte man achten. Und das Herz kann verbinden. Das ist so wichtig, daher so wichtig, dass man aufpasst womit man sich füllt oder verbindet. Das Blut fliesst hinein und wieder hinaus. Das Leben fliesst und das nach oben und nach unten und es fliesst und fliesst. Das Herz bubbert. Das ist was Schönes.

Luv und Jutnacht. :))



Jo, mien Deern, da sechste wat.
Ich weiss auch nicht, warum immer diese starke Tendenz zum Dualismus vieles beherrscht. Analog zu Herz und Hirn kommt man dann auf die Idee mit links und rechts im Jehirn - dabei isses doch alles dreigeteilt, Bauch und Herz und Hirn. Oder auch Hirnstamm und limbisches System und Neokortex im Gehirn. Natürlich nicht so völlig analog, aber nur so als Gedankenansatz.
So - und nu husch, husch ins Körbchen mit Dir, Dir fallen schon die Augen zu.

:baby:
Ich bin für Liebe.
Stevie Sunshine
Wohnt hier
 
Beiträge: 1163
Registriert: Mo 20. Aug 2007, 13:29
Wohnort: Herz

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Stevie Sunshine » Di 2. Feb 2010, 02:58

pirate23 hat geschrieben:Herz und Bauch klingt schon wieder so esoterisch, also ändern wir das mal in "rechte Gehirnhälfte" und "linke Gehirnhälfte". Die eine Seite ist für das Emotionale zuständig, und die andere Seite für das Rationale.

Wenn man nun sehr wenig Zeit zum Reagieren hat, zum Beispiel bei Lebensgefahr oder bei Reizüberflutung oder wenn die logische Gehirnhälfte sonst schon mit irgendwas anderem beschäftigt ist, dann übernimmt die emotionale Seite die Kontrolle.

Wenn man mehr Zeit zum Nachdenken hat, irgendwas in Wörter fassen muss oder zu wenig neue Reize von außen kommen, dann arbeitet dagegen eher die logische Seite.




Du Knuddelhase hast womöglich sogar jene Schmetterlinge lediglich oberhalb des Halses oder unterhalb des Bauchnabels. Aber bloss nicht in die esoterischen Jefilde in der Midde, wa? Piratchen, horch doch mal in den Bereich Deines mittleren Rumpfes hinein. Was plätschert und bumpert und schmetterlingt denn da?
Horch und sag. :)) :)) :))
Ich bin für Liebe.
Stevie Sunshine
Wohnt hier
 
Beiträge: 1163
Registriert: Mo 20. Aug 2007, 13:29
Wohnort: Herz

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon tiktak » Di 2. Feb 2010, 05:53

Stevie Sunshine hat geschrieben:
Piratchen, horch doch mal in den Bereich Deines mittleren Rumpfes hinein.

Was plätschert und bumpert und schmetterlingt denn da?
Horch und sag. :)) :)) :))

:shock: Gase :?: :?: :shock: :oops:
tiktak
Gesperrt
 
Beiträge: 5671
Registriert: Di 28. Apr 2009, 22:23

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Di 2. Feb 2010, 06:31

pirate23 hat geschrieben:Herz und Bauch klingt schon wieder so esoterisch


:lol: hihihi....na Du hast mir hier ja gerade noch gefehlt.... :)) Ne - wirklich, schön dass Du da bist pirate :umarm:
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Di 2. Feb 2010, 07:43

doro hat geschrieben:Was meinst du mit Liebe? Die Liebe, die im Herz eh schon drin ist? Dann korrigiert sich ja das Herz durch das Herz. Ohne "Input" von aussen.


Ich glaube, dass es eine Willensentscheidung ist, zu lieben. Man entscheidet sich bewusst dazu. Ob Liebe eh schon im Herzen vorhanden ist, weiß ich jetzt nicht. Könnte vielleicht schon sein. Aber in erster Linie ist es eine Entscheidung, den Weg der Liebe zu gehen. Man kann sich entscheiden, einen Menschen zu lieben oder nicht. Hört sich vielleicht krass an. Das bedeutet aber nicht, dass man alles an diesem gut und richtig zu finden hat.

Eine neue Arbeitskollegin, die mich letzte Woche echt nervte, war so eine kleine Herausfoderung. Ich war etwas wütend auf sie, weil sie so negativ war und ich merkte, wie sich in mir negative Gedanken festsetzen wollten. Ich überlegte mir schon verschiedene "Strategien" wie ich ihr begegnen könnte und oder sie mir vom Hals schaffen könnte, dass sie mich nicht so bedrängt in "meinem" Büro (mal extrem formuliert jetzt). Über das Wochenende kam ich zu einem anderen Entschluss. Nämlich dem, ihr in Liebe zu begegnen. Ich dachte plötzlich, dass sie ein armer Mensch ist, der Probleme hat und ganz bestimmt nicht mit Absicht böse oder nervig sein will. Sie hat Defizite, so wie viele (und auch ich selbst) sie habe. Das ist mir klar geworden. Gestern versuchte ich dann, als sie wieder in meinem Büro stand, das Gespräch auf eine ganz andere, positive Richtung zu lenken und hab sie Einiges gefragt und sie ernst genommen in ihren Sorgen etc. Naja, um es kurz zu machen, es war plötzlich ein gutes Gespräch und sie hat mich nicht mehr genervt und wir haben sogar gelacht. Vielleicht hat sie auch gemerkt, dass ich ihr wohgesonnen bin. Keine Ahnung. Jedenfalls freu ich mich darüber.
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » Di 2. Feb 2010, 09:19

doro hat geschrieben:Ich merke, dass ich glaubs an dem Punkt anstehe: glaubt ihr, dass das Herz sich selber auf eine komplett gute Schiene bringen kann? Also, so dass es nachher vollkommen rein ist? Denn ich glaube es nicht.


Hi Doro,
da ist natürlich schon fast eine Suggestivformel eingebaut: "das Herz sich selbst vollkommen machen kann?". ;) Dann kann man natürlich nur noch erschrocken verneinen, weil ein Ja einen zu Gott erheben täte.

Wenn Gott im Herzen eines Menschen nun schon wirkt?
Wenn ich bei dem Bild bleibe, dass das Herz ein Sammelbecken für verschiedenartigste Gefühle ist: so sind die "göttlichen" auch schon da.
Die Frage ist, welchen man den Vorzug gibt.
Die Bibel arbeitet hier mit einer didaktischen Vereinfachung: hört man auf den Teufel oder auf Gott?

Wobei ich mich frage, ob wir wirklich nur aus Gefühlen bestehen. Machen uns einzig und allein unsere Gefühle aus? Ich glaube es eher nicht.

Ich auch. Da sind noch: Gedanke, Erinnerung, Vorstellung, Wahrnehmung, Wollen. Vielleicht noch mehr.
An all dem ist das "Herz" aber massivst beteiligt (selbst bei der Wahrnehmung, die ja eigentlich Äußeres pur in uns selbst abbilden sollte).
Bei all dem spielt aber auch die "Gewohnheit" eine Rolle. Auch hier beschreiben wir uns Selbst aus dem Konstanten heraus, Änderungen verunsichern das Selbstbild.


Weil das Herz vorzüglich darauf anspringt und die Liebe die "zu korrigierenden Gefühle" neu einbetten kann im Herzen. In der Liebe zu den anderen erhält auch das Ich hier eine andere Funktion.

Das heisst, die Liebe wäre das Muttergefühl, das oberste, das alle anderen einbetten muss? Das Herz korrigieren wäre also rein auf der Gefühlsebene?


Denke das ist eine Frage, was man unter Herz versteht. Wenn man das Herz als Sammlung möglicher Gefühle und die Neigung bestimmte zu bevorzugen versteht:
dann wäre es ersteinmal nur auf der Ebene des Herzens möglich. Allerdings unter Einflüssen außerhalb des Herzens: z.B. können wir ja mit Gedanken und Wollen Gefühle aktivieren. Livia hat ja ein Beispiel gebracht mit ihrer nervigen Kollegin. Der Clou war, dass sie sich nicht einfach selbst befehlen konnte, "ich liebe jetzt die Kollegin", sondern dass sie Gefühle hervorgerufen hat mit ihrem Wollen aus der der Überlegung heraus. Sie erzeugte Mitgefühl und Verständnis und lebte sich hier ein.
Sie war dann "anders drauf" gegenüber der Kollegin als wie gewohnt.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Di 2. Feb 2010, 19:35

Naqual hat geschrieben:...sondern dass sie Gefühle hervorgerufen hat mit ihrem Wollen aus der der Überlegung heraus


Und das geht eben auch anders herum. Man kann auch das Negative wollen, indem man die negativen Gefühle kultiviert, ihnen Nahrung gibt und diese im eigenen Herzen andauernd bewegt. Und wenn man das immer weiter macht, dann kann sich im schlimmsten Fall Hass entwickeln, der einen innerlich auffrisst.

Ich bin wirklich überzeugt davon, dass wir mit unseren Gedanken ganz viel steuern können. Uns selbst und wie wir über eine Sache oder über einen Menschen denken, ob wir ihn lieben oder hassen. Die Gedanken haben so viel Macht - und diese steuern letztlich unser Herz und damit unser ganzes Leben. Alles einfach. Daher finde ich diese Bibelstelle "hab acht auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein ganzes Leben" (oder so ähnlich) wirklich wahr.

Es ist an uns, zu entscheiden, ob wir lieben oder hassen.Und je nachdem, wie wir uns entschieden haben, so wird auch unser Herz "ticken".

Eine Korrektur kann nur bedingt durch aussen erfolgen, glaube ich. Was nutzt es einem Herzen, das letztlich nicht (aus eigener Entscheidung) bereit ist zu lieben, eine Ansammlung von Geboten, die es einzuhalten hat? Ein mechanisches Einhalten von Geboten ohne die Liebe, ist sinnlos und dient keinem. Am Wenigsten dient es dazu, ein liebendes Herz dadurch zu bekommen. Die Liebe (oder: zu lieben) muss gewollt werden und gelebt werden und durchscheinen von innen aus dem Menschen heraus, so dass dieser dann im Grunde keine Gebote mehr von Aussen braucht. Er hält sie automatisch, weil er sich IN der Liebe befindet und diese lebt. Weil er einmal eine Entscheidung getroffen hat. Für die Liebe.
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon d.l.i.g » Di 2. Feb 2010, 19:48

Ich spüre sehr intensiv dein momentanes Empfinden, welches hinter deinen Worten und Taten steckt, ich freue mich sehr für dich Livia.

Du hast wahrlich die ursprungskraft der göttlichen Liebe erfahren und auch in Bezug zu deiner Arbeitskollegin angewendet.

Auch du wirst geliebt Livia :umarm:

lg d.l.i.g
d.l.i.g
Member
 
Beiträge: 190
Registriert: Do 12. Jun 2008, 09:11

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Di 2. Feb 2010, 21:42

d.l.i.g. hat geschrieben:Auch du wirst geliebt Livia


:)) :umarm:
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon doro » Mi 3. Feb 2010, 01:14

Hallo, ihr Lieben,

@Livia: Also, dass Liebe auch eine Willensentscheidung ist, sehe ich auch so. Ich glaube, Liebe ist nicht bloss ein Gefühl, sondern eben auch eine Entscheidung, eine Haltung, die unabhängig ist von der aktuellen Gefühlslage... Nicht, dass Liebe nicht auch ein Gefühl wäre...
Aber eben, nicht nur: einen Freund und angenehmen Zeitgenossen zu lieben ist nicht sooo schwer. Aber jemanden zu lieben, den man nicht sooo absolut sympathisch findet dagegen schon eher... Und da muss man sich manchmal bewusst dazu entscheiden.

@Naqual:
Naqual hat geschrieben:
doro hat geschrieben:Ich merke, dass ich glaubs an dem Punkt anstehe: glaubt ihr, dass das Herz sich selber auf eine komplett gute Schiene bringen kann? Also, so dass es nachher vollkommen rein ist? Denn ich glaube es nicht.


Hi Doro,
da ist natürlich schon fast eine Suggestivformel eingebaut: "das Herz sich selbst vollkommen machen kann?". ;) Dann kann man natürlich nur noch erschrocken verneinen, weil ein Ja einen zu Gott erheben täte.

Recht so. :D
Wobei ich wirklich an dem Punkt angestanden bin, weil ich nicht sicher bin, wie für euch dieses Korrigieren aussieht. Ich jedenfalls möchte darin auf Gottes Hilfe bauen. Du sprichst dann ja auch von Gottes Wirken:

Wenn Gott im Herzen eines Menschen nun schon wirkt?
Wenn ich bei dem Bild bleibe, dass das Herz ein Sammelbecken für verschiedenartigste Gefühle ist: so sind die "göttlichen" auch schon da.
Die Frage ist, welchen man den Vorzug gibt.
Die Bibel arbeitet hier mit einer didaktischen Vereinfachung: hört man auf den Teufel oder auf Gott?

Wobei der Teufel bei dir ja eher bloss ein imaginiertes, ein vorgestelltes, Wesen ist. (Bei mir nicht, aber das hast du dir vielleicht bereits gedacht.)

Also, im Menschen sei also Teuflisches und Göttliches bereits vorhanden? Und man müsse dann auf das Göttliche in sich hören und diesem den Vorzug geben?
Wird Gott damit nicht ein wenig zu sehr verinnerlicht?

Bzw.: Was meinst du mit "göttlichen Gefühlen" genauer?

Wobei ich mich frage, ob wir wirklich nur aus Gefühlen bestehen. Machen uns einzig und allein unsere Gefühle aus? Ich glaube es eher nicht.

Ich auch. Da sind noch: Gedanke, Erinnerung, Vorstellung, Wahrnehmung, Wollen. Vielleicht noch mehr.
An all dem ist das "Herz" aber massivst beteiligt (selbst bei der Wahrnehmung, die ja eigentlich Äußeres pur in uns selbst abbilden sollte).
Bei all dem spielt aber auch die "Gewohnheit" eine Rolle. Auch hier beschreiben wir uns Selbst aus dem Konstanten heraus, Änderungen verunsichern das Selbstbild.

Damit bin ich einverstanden und ich finde, das hast du auch gut beschrieben. Ich glaube zum Beispiel, dass der Mensch auch sehr stark ein historisches Wesen ist. Das wäre dann in der Erinnerung (an vergangene Erfahrungen, etc.) und der Gewohnheit enthalten.

Vielleicht gehört auch noch die soziale Ebene dazu? Also, die Gemeinschaft oder Gesellschaft als auch identitätsstiftend.

Denke das ist eine Frage, was man unter Herz versteht. Wenn man das Herz als Sammlung möglicher Gefühle und die Neigung bestimmte zu bevorzugen versteht:
dann wäre es ersteinmal nur auf der Ebene des Herzens möglich. Allerdings unter Einflüssen außerhalb des Herzens: z.B. können wir ja mit Gedanken und Wollen Gefühle aktivieren.

Hmm, dann ist es aber doch nicht mehr nur auf der Ebene des Herzens, oder? Wenn es ja den Einfluss von ausserhalb braucht. ;)
Oder aber man fasst das Herz so auf, dass es quasi unser "Selbst" ist. Dasjenige, das auch Gedanken und Wollen aktiviert, bzw. wohl auch beinhaltet. Ich merke, dass ich das glaubs eher so auffasse...

@Livia:
livia hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:...sondern dass sie Gefühle hervorgerufen hat mit ihrem Wollen aus der der Überlegung heraus


Und das geht eben auch anders herum. Man kann auch das Negative wollen, indem man die negativen Gefühle kultiviert, ihnen Nahrung gibt und diese im eigenen Herzen andauernd bewegt. Und wenn man das immer weiter macht, dann kann sich im schlimmsten Fall Hass entwickeln, der einen innerlich auffrisst.

Ja, das denke ich auch.

Ich bin wirklich überzeugt davon, dass wir mit unseren Gedanken ganz viel steuern können. Uns selbst und wie wir über eine Sache oder über einen Menschen denken, ob wir ihn lieben oder hassen. Die Gedanken haben so viel Macht - und diese steuern letztlich unser Herz und damit unser ganzes Leben. Alles einfach. Daher finde ich diese Bibelstelle "hab acht auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein ganzes Leben" (oder so ähnlich) wirklich wahr.

Absolut, ja! Gedanken können sehr zerstörerisch sein, gegen andere, gegen sich selbst, gegen Gott. Natürlich, Gott kann man nicht zerstören, aber die eigene Beziehung zu ihm.
Deswegen kann es wichtig sein, sein Denken über etwas oder jemanden zu ändern. Gar nicht so einfach, aber ein wichtiger Punkt auch in der Seelsorge, so wie ich sie erlebt habe.
Und weil das Denken so wichtig ist, finde ich es auch wichtig, mich mit Gott und mit Seinem Wort zu beschäftigen.

Eine Korrektur kann nur bedingt durch aussen erfolgen, glaube ich. Was nutzt es einem Herzen, das letztlich nicht (aus eigener Entscheidung) bereit ist zu lieben, eine Ansammlung von Geboten, die es einzuhalten hat? Ein mechanisches Einhalten von Geboten ohne die Liebe, ist sinnlos und dient keinem. Am Wenigsten dient es dazu, ein liebendes Herz dadurch zu bekommen.

Das macht aber die Gebote deswegen nicht sinnlos. Aber vielleicht hast du das auch nicht gemeint?
Was ist, wenn ich aus eigener Entscheidung und aus Liebe mich an Gottes Willen zu orientieren beginne?

Das andere habe ich oben schon angetönt: wenn Gedanken unser Tun bestimmen, dann ist es auch wichtig, womit man sich gedanklich beschäftigt. Ich denke gerne über Gott nach und über Sein Wort. Und es tut auch meinem Handeln gut.

Und das dritte noch: ich weiss aus eigener Erfahrung, dass Veränderung von aussen, durch Jesus, möglich ist. Ich brauchte, was die Liebe betrifft, erst mal grundlegende Veränderung, ich würd sogar sagen: Umkrempelung, durch Jesus. Und Er hat es mir geschenkt. :praise: (Was natürlich nicht heisst, dass ich nicht immer noch auf dem Weg wäre und nicht immer noch meine zig Fehler habe. Aber vieles ist wirklich ganz anders seit diesem Tag.)
Oder Paulus: den brachte auch ein klares Einwirken von aussen, von Jesus, zu Veränderung.

In Jesus haben (und brauchen) wir Vergebung für unsere Verfehlungen. Und wir haben in Ihm auch Hilfe auf dem Weg, auf dem wir eben noch nicht vollkommen sind. Dafür bin ich dankbar.

Die Liebe (oder: zu lieben) muss gewollt werden und gelebt werden und durchscheinen von innen aus dem Menschen heraus, so dass dieser dann im Grunde keine Gebote mehr von Aussen braucht. Er hält sie automatisch, weil er sich IN der Liebe befindet und diese lebt. Weil er einmal eine Entscheidung getroffen hat. Für die Liebe.

Ja, klar... Wir sollen immer mehr in der Liebe uns vorwärts bewegen. Dann werden wir auch immer mehr das Gebot der Nächsten- und Gottesliebe halten ohne Anstrengung; weil es uns entspricht* und wir es wollen.

In der Bibel steht, dass Gott die Liebe ist. Wenn wir in der Liebe sein sollen, sollen wir also in Gott sein.
Und wenn Gott die Liebe ist, so ist Er die verlässlichste Quelle für Rat auch in Bezug auf die Liebe und wir sollten von Ihm lernen wollen.

So, jetzt habe ich irgendwie ziemlich viel geschrieben. :D Ich wünsche euch mal eine gute Nacht! :))

lg, doro

*) Nicht im Sinne eines "Joa, find ich noch cool". Sondern tiefer.
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon SunFox » Mi 3. Feb 2010, 08:37

livia hat geschrieben:Ich bin ja eine Verfechterin, dem Herzen zu folgen und glaube, dass man es auch nur kann im Grunde. Jeder folgt doch seinem Herzen. Die Frage ist einfach, woher kommt das, was da im Herzen ist? Wie ist es dort hineingekommen? Und warum schlagen unsere Herzen teilweise so unterschiedlich?


Liebe livia, ich denke ein wichtiger Faktor ist bisher dazu noch nicht genannt worden (hab nicht alles bisherige gelesen hier), und das ist die genossene Erziehung!

5.Mose 11,1.2: "So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Ordnungen, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang. Und erkennt heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, nämlich die Erziehung durch den HERRN, euren Gott, dazu seine Herrlichkeit, seine mächtige Hand und seinen ausgereckten Arm,"

Dazu die Verse 16-19: "Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an, und dass dann der Zorn des HERRN entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, sodass kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat. So nehmt nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand und macht sie zum Merkzeichen zwischen euren Augen und lehrt sie eure Kinder, dass du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst."

Und 5.Mose 31,12.13: "Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun und dass ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen."

Matthäus 7,11: "Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!"

2.Korinther 12,14: "Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern."

Epheser 6,4: "Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn."

Ich sehe in dem menschlichen Herz, so wie es die Bibel anspricht, das was einen Menschen im gesammten ausmacht, sein denken, sein fühlen, sein sich geben, alle seine guten und schlechten Angewohnheiten und dieses wird in der Kindheit von den Eltern zum großen Teil beeinflußt!

Kinder entwickeln sich aller Regel dahingehend, wie ihr Umfeld ist und dieses ist wissentschaftlich sogar belegt! Ist das Elternhaus übermäßig sehr streng, dann reizen die Eltern die Kinder oft zum Zorn gegen sich selbst und die Folge ist, das diese Kinder sehr früh aus dem Elternhaus ausbrechen, eine weitere Folge ist die, das die Kinder unbewußt meistens genauso streng mit ihrem Nachwuchs umgehen, man hat es nicht anders gelernt!

Genauso schlimm ist eine zu allzu nachlässige Erziehung der Eltern (ich meine eine vermeintliche Liebe die an den Tag gelegt wird: "Meine Kinder sollen es gut haben!") , denn wenn die Kinder alles bekommen was sie wollen, dann sind sie es auch später gewohnt alles haben zu wollen, man erzieht sich irgendwo kleine Egoisten heran!

Wie die Eltern die Kinder erziehen, so ist auch später aller Regel nach ihr Herz, eben ihr Sinn ausgerichtet!

Kinder die in einem Trinkerhaushalt aufwachsen, greifen selbst aller Regel früh nach dem Alkohol, man kennt es halt nicht anders!

Diese Kinder haben es in ihrem späteren Leben ungleich schwerer ein Leben im Sinne Gottes hinzubekommen, als wie Kinder die in einem vernünftigem Mass der Ausgewogenheit von ihren Eltern in der Liebe Gottes erzogen werden!

Eltern formen das Herz der Kinder entscheidend mit, also die guten wie die schlechten Eigenschaften werden geprägt in der Kindheit!

Was in der Kindheit verkehrt läuft, das holt sie im späteren Leben wieder ein!

Diese "Herzensmissbildungen" sind dann oft nur durch Umfeldveränderung zu korrigieren, dann wenn man sich selbst sagt, das es das was man bisher erlebt hat nicht gewesen sein kann!

Ein gutes Herz erzeugt gute Herzen, ein schlechtes Herz erzeugt schlechte Herzen!

Spätere Umwandlungen sind ein schwerer Weg! Eltern sollten sich also sehr darüber im klaren sein, wie sich das Herz des Kindes entwickeln wird und auch darüber wird der HERR einst mal Rechenschaft von den Eltern haben wollen wird, besonders von den Gläubigen!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29428
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Taube » Mi 3. Feb 2010, 08:44

doro hat geschrieben:Hallo, ihr Lieben,

@Livia: Also, dass Liebe auch eine Willensentscheidung ist, sehe ich auch so. Ich glaube, Liebe ist nicht bloss ein Gefühl, sondern eben auch eine Entscheidung, eine Haltung, die unabhängig ist von der aktuellen Gefühlslage... Nicht, dass Liebe nicht auch ein Gefühl wäre...
Aber eben, nicht nur: einen Freund und angenehmen Zeitgenossen zu lieben ist nicht sooo schwer. Aber jemanden zu lieben, den man nicht sooo absolut sympathisch findet dagegen schon eher... Und da muss man sich manchmal bewusst dazu entscheiden.

Diese Antwort möchte ich als Anlass zum Weiterdenken nehmen. Obwohl ich den Thread "durchgeackert" habe, muss ich noch einige Statements durchdenken. Vielleicht ist das Folgende auch nicht ganz neu und schon gesagt wurde.

Adorno schrieb mal: "Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen."

Ich habe bei mir immer auch den Eindruck, dass wir nicht nur Gefühlen oder nach dem Verstand im Leben folgen, sondern auch alle die Sinne wirken mit: ein gutes Parfum, jemand der gut kocht oder schön Musik spielt löst etwas aus, was nicht nur Gefühl oder Verstand ist. Wir nehmen etwas Sinnliches wahr, bevor das Gefühl kommt. Es kann also sein, dass es die Musik ist, die mit ihren Klängen etwas in uns auslöst und folgen den Klängen. Natürlich kann ich sagen, dass die Klänge Gefühle auslösen, aber sie können auch nur ein Interesse an interessanten Klängen auslösen, dem wir folgen.

Herz, Kopf, Ohr, Auge, etc. sind Sachen, denen wir folgen, sie wirken auch zusammen und aufeinander ein.

Ich habe es auch schon erlebt, dass ich jemand nicht so sympathisch (Gefühl) gefunden habe, habe ich aber diejenige Person besser gekannt und sie verstanden habe (Verstand), ändern sich die Gefühle. Es kann auch auch umgekehrt sein. Wenn Doro sagt, dass es schwieriger ist, jemanden nicht so sympathischen zu lieben, frage ich mich, ob es nicht selten vorkommt, dass vielleicht eine positive Änderung im Verstand stattgefunden hat als Auswirkung der positiven Gefühle. Es kommt doch vor, dass man den Eindruck hat, dass zwei Menschen nicht zusammen passen, dennoch lieben sie sich und können es auch begründen (Verstand), warum sie positive Gefühle zueinander haben trotz negativen geringer gewerteten Züge.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Taube » Mi 3. Feb 2010, 08:52

SunFox hat geschrieben:Liebe livia, ich denke ein wichtiger Faktor ist bisher dazu noch nicht genannt worden (hab nicht alles bisherige gelesen hier), und das ist die genossene Erziehung!

Was meinst Du genau mit "Erziehung": Ist das jetzt auf der Verstandesebene oder auf der Gefühlsebene - oder beides? Sind es die gesellschaftlichen Werte, welche Einfluss haben auf Gefühle und Verstand oder sind es die individuellen Zugänge zu Herzen, Kopf und Bauch, welche aus der Erziehung kommen. Das wird in den Bibelstellen nicht ganz klar.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » Mi 3. Feb 2010, 13:34

doro hat geschrieben:Wobei ich wirklich an dem Punkt angestanden bin, weil ich nicht sicher bin, wie für euch dieses Korrigieren aussieht. Ich jedenfalls möchte darin auf Gottes Hilfe bauen. Du sprichst dann ja auch von Gottes Wirken:


Hi Doro,
Das Korrigieren des Herzens ist ein vielschichtiger Vorgang.
Grob gesagt sehe ich zwei Wege: einen von innen heraus, den anderen von außen.
Beide gehören zusammen und können nur gemeinsam geübt werden. Fehlt ein Teil geht die "Sache in die Hose".
Von außen: Jesus sagt zum Reichen Jüngling: willst Du vollkommen sein, so verkaufe alles was Du hast und gib es den Armen. Anders ausgedrückt: durch unser Tun (äußeres Handeln) verändern wir uns selbst. Es wirkt auf uns zurück. Z.B. wenn wir sehen, wie der Beschenkte sich freut und wir uns darüber freuen.
Also wird das eigene Herz dadurch korrigiert, dass wir Nächstenliebe praktizieren.
Von innen: die Ursache ist ja stets in uns: wir haben es aber in der Hand, unsere Gefühle und Gedanken zu beeinflussen. Wir können "gute Gefühle/Gedanken" aktivieren, aber auch "schlechte Gefühle/Gedanken" hervorbringen und pflegen.

Es ist ein Unterschied einen Liebesroman zu lesen oder ein Horrorbuch von Steven King. Ja, es gibt sogar Filme, die so gemacht sind, dass man z.B. dabei, dass eine Person erschlagen wird, innere Genugtuung empfindet, einfach weil man vorher intensiv die Lage des Opfers der Person gesetzt wurde. So etwas beeinflusst, zumindest auf Dauer und mit vielen Wiederholungen.
Die Pflege der Gedanken und Gefühle in unserem Inneren sind wie die Öllampen der 10 Jungfrauen, die im Gleichnis Jesu auf den Bräutigam warten. Es hat etwas mit Achtsamkeit/Wachsamkeit zu tun. Wobei es nichts nützt Gedanken oder Gefühle nicht zuzulassen und zu verdrängen. Wir sind zumindest erst einmal was wir sind und da sollte man sich selbst nicht anlügen sondern gelassen sich selbst betrachten können. Wichtiger ist es, dass die Kraft aus der Liebe Gottes kommt. Also nicht Gefühle verdrängen, sondern sich auf "edle Gefühle" konzentrieren. Beispiel Livia mit der Kollegin (die muss mal wieder herhalten): man sucht Gemeinsamkeit und Verständnis mit der anderen.

Wobei der Teufel bei dir ja eher bloss ein imaginiertes, ein vorgestelltes, Wesen ist. (Bei mir nicht, aber das hast du dir vielleicht bereits gedacht.)

:D Dachte ich mir, ja.
Bei mir ist der Teufel bereits in uns drin und wirkt dort. Bei Dir kommt er von außen hinein und wirkt auch dort. Beim Teufel muss ich an den "alten bzw. fleischlichen Menschen" in der Formulierung des Paulus denken.
Insofern können wir trotz unterschiedlicher Vorstellungen zu gleichen oder ähnlichen Ergebnissen kommen.

Also, im Menschen sei also Teuflisches und Göttliches bereits vorhanden? Und man müsse dann auf das Göttliche in sich hören und diesem den Vorzug geben?
Wird Gott damit nicht ein wenig zu sehr verinnerlicht?

Was befürchtest Du? - Wenn Jesus sagt: der Vater ist in mir und ich bin in ihm, dann hast Du (auch) eine Verinnerlichung. Eine die Jesus die Kraft gab. Er ist der Meister, wir die Lehrlinge. Der Sinn eines solchen Verhältnisses ist, dass der Lehrling vom Meister lernt und es so macht wie dieser. Paulus: "wir in Christus", an anderer Stelle: "Christus in uns".
Zum anderen ist jede religiöse Erfahrung, auf die wir uns für längere Zeit berufen in unserem Glaubensleben in ihrer Eindrücklichkeit nur als "innere Erfahrung" vorstellbar.
Wenn Gott unser geistiger Vater ist, dann haben wir auch "göttliche geistige Gene" in uns. Und hier können wir sie auch finden.

Wichtig ist allerdings, dass man NICHT meint, es gehe NUR über Innerlichkeit. Wir sind ja auch handelnde Wesen, die selbst das Tun anderer erfahren.
Eher so wie beim Ein- und Ausatmen. Wer nur eins macht, läuft irgendwann blau an. Das geht einfach nicht so recht auf.
Bzw.: Was meinst du mit "göttlichen Gefühlen" genauer?

Alle Gefühle, die aus der Perspektive Gottes heraus zum Guten führen:
Gott ist die liebende Verantwortung für ALLE /Alles was er geschaffen hat.
(nichtgöttliche Gefühle ist das Verhaftetsein in der eigenen Perspektive: nur durch seine eigenen Augen sehen können, nur den Schmerz oder Freude am eigenen Fleisch in sich zu haben)


Vielleicht gehört auch noch die soziale Ebene dazu? Also, die Gemeinschaft oder Gesellschaft als auch identitätsstiftend.

Unbedingt! Ein ganz wichtiger Gedanke, dem ich gerne zustimme (quasi die Herzensbildung von "außen" weiter oben).
Wir haben hier ja den "Leib Christi" als Bild für die Gemeinde. Wo jeder quasi als Körperteil seine Funktion für den gesamten Körper ausübt. Macht ein Körperteil was anderes, leidet der ganze Körper. - Darüber hinaus aber auch die Verantwortung für die ganze Welt ("Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden").
Genau genommen könnte man bereits bei Ehepaar und Familie anfangen, sich über die Stadt hocharbeiten zu Ländern usw. In jedem hat man eine soziale/religiöse Verantwortung.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon pirate23 » Mi 3. Feb 2010, 16:30

Taube hat geschrieben:Sind es die gesellschaftlichen Werte, welche Einfluss haben auf Gefühle und Verstand oder sind es die individuellen Zugänge zu Herzen, Kopf und Bauch, welche aus der Erziehung kommen. Das wird in den Bibelstellen nicht ganz klar.

Sowas passiert, wenn man Herz, Kopf, Bauch, Gefühle, Verstand, Götter, Heilige Geister, sonstige Geister, Seelen, Teufel und Dämonen einfach nach dem Zufallsprinzip zusammen mischt, den Satz dann nochmal kräftig durchschüttelt, hier und da eine Messerspitze Bibelstellen einfügt und das Ergebnis dann wie eine bewiesene biologische Theorie behandelt, obwohl man am Ende des Abschnitts schon gar nicht mehr so genau weiß, was man am Anfang des Abschnitts eigentlich gemeint hat.

Ich habe es auch schon erlebt, dass ich jemand nicht so sympathisch (Gefühl) gefunden habe, habe ich aber diejenige Person besser gekannt und sie verstanden habe

Oder aber diejenige Person hat im Laufe der Zeit ihr Verhalten dir gegenüber verändert, so dass sich als Reaktion darauf auch deine Gefühle verändert haben.

Wenn Doro sagt, dass es schwieriger ist, jemanden nicht so sympathischen zu lieben, frage ich mich, ob es nicht selten vorkommt, dass vielleicht eine positive Änderung im Verstand stattgefunden hat als Auswirkung der positiven Gefühle.

Also ich halte "Liebe" für eine Abhängigkeit von bestimmten körpereigenen Chemikalien, und das ist für den Organismus auf jeden Fall negativ. Auch glaub ich nicht, dass man sich "willentlich" dazu entscheiden kann, bestimmte Gefühle zu haben.

Wenn ich mir einen Hammer auf den Daumen schlag, dann muss ich nicht zu meiner Hand sagen, dass sie jetzt doch bitte weh tun soll. Das tut sie automatisch als Reaktion auf den Reiz, der durch den Schlag des Hammers ausgelöst wurde. Genauso hängt es auch nicht von meinen "Willensentscheidungen" ab, welche Gefühle mein Nachbar in mir auslöst, sondern vom Verhalten meines Nachbarn.

Was ich "Willensentscheidung" nenne, ist in Wirklichkeit eine in Worte gefasste Rechtfertigung, die mein Gehirn erst anfertigt, nachdem mein Körper bereits auf den Reiz reagiert hat. Das heißt zuerst fühle ich eine bestimmte Art von Gefühl, und danach kann ich entscheiden, ob ich es "Liebe" nennen will oder nicht...
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » Mi 3. Feb 2010, 17:34

pirate23 hat geschrieben:Also ich halte "Liebe" für eine Abhängigkeit von bestimmten körpereigenen Chemikalien, und das ist für den Organismus auf jeden Fall negativ.


Hi Pirate,
alter Idealist, undercover tätig als Super-Materialist! ;)

Die Liebe ist nicht einfach Folge von körpereigenen Chemikalien und Außeneinflüssen. Das kann gelegentlich so sein, muss aber absolut nicht, das "Gegenteil" kommt genauso häufig vor:
Mit in mir selbst entstandenen Gefühlen der Liebe erzeuge ich die körpereigenen Chemikalien erst. Das geht auch völlig ohne Außenreize.

Darüber hinaus ist die Liebe in der Lage, die materialistische Verhaftung an unseren Körper zu überwinden. Beispiel: der Körper wird über Schmerz und Assoziation des Schmerzes in meinem Bewusstsein mich von Handlungen abhalten, die sehr unangenehm sein könnten. De facto ist es aber möglich, sich für eine geliebte Person sogar zu opfern. Und nicht nur das: dies ist sogar möglich aus einem Reflex heraus unter Umgehung des Denkapparates (!).
Wir stehen mit der Welt in einem permanenten Wechselverhältnis, aber wir können über die "Welt" herrschen (so der Auftrag Gottes in der Bibel) und wir sind alles andere als willenlose Einheiten, die nur noch auf materielle Einflüsse von außen reagieren würden.
Dass die Beherrschung alles andere als leicht ist, weiß ein Pirate nach wochenlanger männlicher Geselligkeit auf hoher See und einem ungewohnten Blick auf eine holde Weiblichkeit am Hafen aber :mrgreen: sicher zuzugeben.

Auch glaub ich nicht, dass man sich "willentlich" dazu entscheiden kann, bestimmte Gefühle zu haben.

Doch kann man und das ist auch ausreichend empirisch abgesichert.
Man kann es nur nicht direkt durch einen Befehl wie "ich muss jetzt Angst haben".
Du musst dann zumindest die Vorstellung von etwas willentlich erzeugen, das Dir Angst machen kann. Mindestvorausetzung ist also allenfalls, dass Du das Gefühl, das Du erzeugen willst, schon einmal gefühlt hast. (Sonst braucht man Hilfe von außen)

Bei der Liebe sehe ich es ein wenig anders. Bei Doro ist ja schon etwas angeklungen in der Formulierung "Liebe ist AUCH ein Gefühl".
Liebe kann das Gefühl der Freude für den anderen sein, aber auch das Leid des anderem im eigenen Selbst. Liebe kann das freudige Gefühl sein, ganz nah beim anderen sein zu können (und sei es "nur" geistig)
Liebe bedeutet immer, dass das "Ich" zu einem "Wir" wird. Zwei (oder mehr) werden eins. Liebe verbindet immer und ist im Inneren des Menschen der Wunsch/das Streben nach dem Guten für das Wir.
Das läuft auch dann, wenn wir es nicht so bezeichnen: wenn ich z.B. ein Spende Richtung Haiti veranlasse: mich kümmert das Leid des anderen, dass ich in mir selbst (teilweise) vorstellen kann und es nicht möchte. Und ich auch möchte, dass wäre ich in der Situation, mir jemand hilft der kann. - In diesem Moment mache ich die Menschen in Haiti (gedanklich in mir) mit mir zum "Wir".
(Anmerkung für Pirate: womit Deinem Hang die Existenz der Selbstlosigkeit anzuweifeln, Genüge getan wird. Das Selbst wird nicht völlig selbst-los sondern neu positioniert, orientiert zum "Wir")
Die Liebe Gottes ist dann (funktional betrachtet) das umfassendste "Wir", von der Intensität ganz zu schweigen. :]
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Naqual » Mi 3. Feb 2010, 17:49

Taube hat geschrieben:Adorno schrieb mal: "Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen."

:D Ich weiß, was er meint und es hat durchaus auch was.

Aber so beim drüber nachdenken. Neeh, so 1000proz gehts nicht auf.
Wenn ich einen Zwillingsbruder hätte, der mir einschließlich meiner Erfahrungen und Launen absolut gleich wäre: er würde mich zu Tode langweilen und eher ein Gefühl von "jetzt möchte ich lieber mal getrennt sein" hervorrufen. ;) (Wobei man natürlich anderseits verbunden bleibt)
Es ist ja auch möglich, jemanden zu lieben, einfach weil er anders ist!
Also eher, wie geht man mit Anderssein um?
Wenn jemand ein Künstler ist (ich gar nicht), dann bewundere ich im anderen das, was ich selbst nicht kann und genieße es.
Wenn jemand ein andere Meinung hat, dann kann er mich zu neuen Gedanken und Ideen anregen.
Wenn jemand aus einer völlig anderen Kultur stammt: auch. Seine Erfahrungen sind spannend anzuhören, man lernt viel bei. Ist erstaunt über das Andersartige.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon livia » Mi 3. Feb 2010, 18:11

pirate23 hat geschrieben:Auch glaub ich nicht, dass man sich "willentlich" dazu entscheiden kann, bestimmte Gefühle zu haben.


Das vielleicht nicht. Es kann gut sein, dass bestimmte "Spontan-Gefühle" ersteinmal aufkommen bei einer Person oder einer Begebenheit. Diese können positiv (Freude, Begeisterung, Mitleid...) oder negativ (Wut, Enttäuschung, Verletzung...) sein. Die Frage ist halt, will man bei seinen ersten Spontan-Gefühlen bleiben und diese sich verfestigen lassen (vorallem wenn sie negativ sind) oder ist man bereit, diese zu hinterfragen - oder durch die Brille der Liebe zu sehen?

Zur Liebe, oder zu lieben, dazu kann man sich auf jeden Fall willentlich entscheiden. Hat man dies getan, dann wird man die Person oder Begebenheit sich nocheinmal ansehen vor dem geistigen Auge und diese nun unter dem Gesichtspunkt der Liebe betrachten - und - sehr wahrscheinlich wird man zu einem anderen Ergebnis kommen. Man programmiert sich (sein Herz) dadurch um in gewisser Weise und sieht nun alles (oder Vieles) in einem anderen Licht. Im Licht der Liebe sozusagen :)) . Und die sich daraus ergebenden Gefühle sind genauso echt, wie die ersten Spontan-Gefühle - auch wenn sie anders sind. Und damit kommt dann das zum Tragen, was Naqual so schön ausgedrückt hat:

Naqual_der_Weise hat geschrieben:Mit in mir selbst entstandenen Gefühlen der Liebe erzeuge ich die körpereigenen Chemikalien erst. Das geht auch völlig ohne Außenreize.
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon pirate23 » Do 4. Feb 2010, 19:21

Naqual hat geschrieben:Mit in mir selbst entstandenen Gefühlen der Liebe erzeuge ich die körpereigenen Chemikalien erst. Das geht auch völlig ohne Außenreize.

Bei Bedarf kann man sich sogar einreden, dass Zitronen nach Pfirsisch schmecken. Solche Selbsthypnosen sind ziemlich praktisch, zum Beispiel wenns grad keine echten Pfirsische zu kaufen gibt, man aber unbedingt einen essen will...

Darüber hinaus ist die Liebe in der Lage, die materialistische Verhaftung an unseren Körper zu überwinden.

Leider weiß ich nicht, was man unter "materialistische Verhaftung an einen Körper" versteht. Das muss ein sprachliches Problem sein: Der Ausdruck "mein Körper" lässt es einfach so aussehen, als ob ich und mein Körper zwei verschiedene Dinge wären.

Dass die Beherrschung alles andere als leicht ist, weiß ein Pirate nach wochenlanger männlicher Geselligkeit auf hoher See und einem ungewohnten Blick auf eine holde Weiblichkeit am Hafen aber :mrgreen: sicher zuzugeben.

Meine Gefühle müsste ich nur dann beherrschen, wenn sich neben der holden Weiblichkeit eine betrunkene, 180 kg schwere Männlichkeit mit Baseballschläger befindet. Ansonsten halte ich das Unterdrücken von Gefühlen allerdings für ungesund, heuchlerisch und absolut nicht erstrebenswert.

Liebe verbindet immer

Ich glaube Angst verbindet immer. Aber womöglich sind "Liebe" und "Angst" auch nur verschiedene Namen für die gleiche Sache, das wäre ja wirklich schrecklich :lol:

(Anmerkung für Pirate: womit Deinem Hang die Existenz der Selbstlosigkeit anzuweifeln, Genüge getan wird.

Wenn man sich zuerst schlecht, nach getaner Handlung aber besser fühlt, dann würde ich diese Handlung nicht unbedingt als "selbstlos" bezeichnen.
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Eirene » Do 4. Feb 2010, 22:08

Mit dem Herzen "zu hören" bedeutet,
es gibt keine Missverständnisse,
Missverständnisse entstehen nur im Kopf.
Mit dem Herzen hörst du das nicht Gesagte, die wahre Botschaft.
Mit dem Herzen "zu sehen" bedeutet,
hinter die Kulissen und Masken der Menschen zu blicken
Mit dem Herzen siehst du das Göttliche in deinen Mitmenschen.
Mit dem Herzen "zu fühlen" bedeutet,
es gibt kein Ego mehr das Spiele spielt.
Mit dem Herzen fühlst du nur Liebe.
Mit dem Herzen "zu denken" bedeutet,
immer und in jedem Moment im Einklang mit dem Universum
und den göttlichen Gesetzen zu sein.
Mit dem Herzen zu denken macht unser Leben einfach.
Wenn dein Hören, Sehen, Fühlen und Denken auf der Herzensebene verankert ist,
wirst du von dort auch agieren, antworten, Bezug nehmen …
Auf der Herzensebene anderen Menschen zu begegnen, bedeutet auch, dass es kein Werten, kein Urteilen, kein Verurteilen gibt.
Auf der Herzensebene leben wir unser göttliches Potential, hier IST ALLES GUT.
Hier erlebst du die Realität der allumfassenden göttlichen Liebe.
Erlaube einfach, dass diese Reine Liebe von dir aus zu jedem Menschen fließen möge. Denn der größte Hunger der Menschen ist der nach Liebe.

Diese Gedanken beinhalten eigentlich ALLES, was das HERZ/Seele betrifft, nicht meine eigenen Gedanken - selbst einmal zugesandt erhalten, sie passen einfach hierher.
Eirene
Member
 
Beiträge: 234
Registriert: Do 19. Nov 2009, 23:50

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon tiktak » Fr 5. Feb 2010, 06:23

Hallo Eirene!
Diese deine Worte sind sicher sehr schön, nur bitte, zeig mir die Menschen,die auch im realen Leben jeden Tag so denken und leben! Die sind wahrscheinlich in der Minderheit!

Mit dem Herzen siehst du das Göttliche in deinen Mitmenschen

Auch bei nem Adi oder Sadam....?

immer und in jedem Moment im Einklang mit dem Universum

Wer lebt so?

bedeutet auch, dass es kein Werten, kein Urteilen.....gibt

Das hört sich eher nach Gleichgültigkeit an...

Menschen (vor allem Philosophen) reden oft so vieles,man schreibt oft romantische Gedichte usw.-weiss,wies gehn sollte,redet über Liebe und Weisheiten,als auch Erkanntes-aber im Alltag sieht alles ganz anders aus ;)
tiktak
Gesperrt
 
Beiträge: 5671
Registriert: Di 28. Apr 2009, 22:23

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 16:21

Stevie Sunshine hat geschrieben:
Tjorven hat geschrieben:Ich glaub, dass man sehr schnell ins Sublimieren verfallen kann, wenn man den Bauch völlig ausblendet und nur noch in dem Dualismus "Herz" oder "Hirn" denkt.
So wenig ich Trinitarier bin, so sehr glaub ich dass es ein Dreigestirn ist, das am wirksamsten ist, wenn es zusammenwirkt.
Ich hab das Leben in mir als erstes im Bauch gefühlt. Wo etwas von innen gegen die Bauchdecke trat. Wie ein ewig unterdrücktes Gefühl, wie etwas, das immer nicht leben wollte, aber jetzt doch wollte. Im Bauch, sehr heftig. Ich denke, der sollte nicht ignoriert werden. Das Hirn auch nicht und auf seine Gedanken sollte man achten. Und das Herz kann verbinden. Das ist so wichtig, daher so wichtig, dass man aufpasst womit man sich füllt oder verbindet. Das Blut fliesst hinein und wieder hinaus. Das Leben fliesst und das nach oben und nach unten und es fliesst und fliesst. Das Herz bubbert. Das ist was Schönes.

Luv und Jutnacht. :))


Jo, mien Deern, da sechste wat.
Ich weiss auch nicht, warum immer diese starke Tendenz zum Dualismus vieles beherrscht. Analog zu Herz und Hirn kommt man dann auf die Idee mit links und rechts im Jehirn - dabei isses doch alles dreigeteilt, Bauch und Herz und Hirn. Oder auch Hirnstamm und limbisches System und Neokortex im Gehirn. Natürlich nicht so völlig analog, aber nur so als Gedankenansatz.
So - und nu husch, husch ins Körbchen mit Dir, Dir fallen schon die Augen zu.

:baby:




@Naqual


Hier der Text zur Amygdala.

Jene ist ein Teil des limbischen Systems.


:))




(Ich denk, dass man eher im Bauch (subjektiv) fühlt, was der Hirnstamm produziert, im Hirnbereich, was die Neokortex so produziert und im Herzen kommt das limbische System viel zum Tragen. So fühlt man ja auch Angst z.B. im Herzen. Und nicht hinten im Hirn. So ist natürlich vieles nur im Hirn, aber eben auch ganz im Körper überall gefühlt und empfunden und wahrgenommen. So hat pirate an anderer Stelle mit der Selbsthypnose gar nicht so unrecht, aber das ist nichts Schlimmes, ausser man weiss es nicht und macht das nicht so bewusst, dann ist man darin oft noch fremdbestimmt - es ist einfach der Entscheid entweder zu lieben und zu verbinden und zu versöhnen zum Beispiel oder eben ohne Beeinflussung des Systems des Selbst alles laufen zu lassen. Oft wird man dann mehr vom "Reptiliengehirn" bestimmt, wenn man so alles laufen lässt und vermeintlich frei und unabhängig ist auf die Weise. Oder man hört nur noch auf Neokortex und der Rumpf und grad das Herz wird, bildlich, in die Tonne gekloppt oder kalt oder beides.)
Tjorven
Member
 
Beiträge: 137
Registriert: So 20. Dez 2009, 22:51

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Wolfi » Fr 5. Feb 2010, 16:30

@Tjorven alias Stevie Sunshine alias Stark Schlagendes Herz:
Verfällst du jetzt auch in das Syndrom, wo man Selbstgespräche führt? :shock:

:-))

Also wenn's dich interessiert: Meine Partnerin und ich haben uns spontan aus dem Bauch heraus dafür entschieden, Richtung Zürich aufzubrechen und uns einfach reinzuziehen, was da auf uns zukommen mag. :-)
Ist ja auch bloss für einen Abend und nicht für den Rest des ganzen Lebens. ;)

Wenn Herz und Bauch mal entschliesst, übereinstimmen zu wollen, dann ist auch dafür Raum vorhanden.
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon Tjorven » Fr 5. Feb 2010, 16:38

Nee, das war ne Ausnahme, weil ich als Stevie Tjorvens Mama bin und sie beruhigen muss, sie drehte grad am Rad.
Aber normalerweise mach ich das nicht und es geht immer mehr in Richtung EINSSEIN!
:jump: :jump: :jump: :jump:




(Ich hoffe ihr zieht euch nicht alles rein, was euch entgegenkommt oder so, wer weiss, was da kommen mag...
Immer schon die Waage halten zwischen Filtern und leicht hypnotischer Ganzheitlichkeit, öhhhh, oder so ;) - dann kann man am ehesten ein bubberndes Herz behalten. Und Wolfi muss doch sein bubberndes Herz behalten. Ich bin dafür jedenfalls.)

:))
Tjorven
Member
 
Beiträge: 137
Registriert: So 20. Dez 2009, 22:51

Re: Das Herz und der Bauch

Beitragvon pirate23 » Fr 5. Feb 2010, 18:48

Eirene hat geschrieben:Mit dem Herzen siehst du das Göttliche in deinen Mitmenschen

Das seh ich noch nichtmal mit den Augen. Könnte natürlich daran liegen, dass ich mir nicht ganz sicher bin, wie sowas Göttliches denn wohl aussehen mag. Womöglich kommt mir mal was Göttliches auf der Straße entgegen, und ich fahr einfach weiter, weil ichs einfach nicht erkannt hab.

tiktak hat geschrieben:
immer und in jedem Moment im Einklang mit dem Universum

Wer lebt so?

Also bei mir hat sich das Universum bis jetzt noch nicht beklagt. Wahrscheinlich freut es sich immer mich zu sehen.

Tjorven hat geschrieben:es ist einfach der Entscheid entweder zu lieben und zu verbinden und zu versöhnen zum Beispiel

Ich befürchte, dass verschiedene Menschen gelegentlich sogar total gegenteilige Wörter verwenden, obwohl sie die gleiche Art von Gefühl beschreiben wollen. Aber es heißt ja auch öfters, dass Wörter nur 10 % der Kommunikation ausmachen. Das heißt es ist zu 90 % irrelevant, ob jemand nun gerade von Liebe oder von Hass redet, oder ob er sich offiziell nun für dieses oder für jenes "entschieden" hat...

Oft wird man dann mehr vom "Reptiliengehirn" bestimmt

Wer oder was "bestimmt" hier denn wen? Wenn das 90:10-Verhältnis stimmt, dann besteht jeder Mensch zu 90 % aus seinem Repitiliengehirn, und nur zu 10 % aus diesen logisch-rational-gesellschaftlich-religiös-ethisch-moralischen Nervenzentren, die er so gern seinen "Verstand" nennt.
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46


Zurück zu Philosophieren über Gott und die Welt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |