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Unsterbliche Seele

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Moderator: kingschild

Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Mo 8. Okt 2018, 11:39

onThePath hat geschrieben:Wenn man aber davon ausgeht, dass seine Persönlichkeit, die er aufgrund seines Denkvermögens aufgebaut hat, als Geist ohne irdischen Körper weiterleben wird, spätestens nach der Auferstehung, dann kann es auch nicht grundsätzlich falsch sein wenn man sagt, der Mensch ist Geist.

Man kann das so sagen, und auch dir sage ich, dass wir uns nicht an der sprachlichen Rafinesse Madame „Grammatik“stoßen sollten.

Nur zum Überdenken:

- Was ist der Mensch ohne Geist
- Was ist der Mensch ohne Seele?
- Was ist der Memsch ohne Leib?

Ohne Geist würde m.E. das personale Ich fehlen. Unser jetziger Körper ist, wie du richtig sagst nicht ewig. An der Möglichkeit der Organtransplantation oder des Bluttausches sehen wir, dass das rein Stoffliche bis zu einem gewissen Grade sogar austauschbar ist.

Aber was unmöglich ist, wäre einen Geist auszutauschen. Das geht vielleicht in sog. Science Fiction Filmen, aber nicht in der von Gott geschaffenen Realitat.

Geist bildet das individuelle Personlichkeitemerkmal des Menschen, der nicht austauschbar ist. Man ist damit vor Gott als sein ebenbildliches Gegenüber identifiziert und damit bekannt, und das jeder einzelne Mensch für sich.

Ich sage das deshalb, weil man mit derselben sprachlichen Unsauberkeit sagt, jemand „habe“ den Heiligen Geist in sich. Das ist Blödsinn, denn den HG kann wiederum nur Gott haben, es wird nur sprachlich so ausgedrückt, aber es ist eine andere Sache damit gemeint. „Gott in uns“ meint also etwas anderes, nicht dass wir damit Gott sind.

Die Frage ist aber nach der Seele, jetzt wird’s schwieriger. Kann man „Seele“ mal näher definieren, außer das wir eine sind? Wusstet ihr, dass auch Gott sagt, er habe eine Seele? Ich übergebe an die Runde.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Mo 8. Okt 2018, 14:19

Helmuth hat geschrieben:Habatom, ich habe dir bereits von der sprachlichen Unschärfe geschrieben. Eben das ist nun der falsche Weg über das „ist“ und „hat“ zu philosophieren. Dass der Mensch Geist ist/hat muss vorausgesetzt werden und wird somit als Prämisse gesetzt.

Beleg: 1 Korinther 2,11, wo Paulus sagt der Geist „in ihm“. Hier z.B. die sprachliche Unschärfe. Was bedeutet „in ihm“? Das sollten wir zunächst nicht analysieren sondern mal existentiell akzeptieren, eben als ein Wort Gottes.

Dass er eine lebendige Seele ist belegt 1 Mose 2.7. Auch hier steht hebr. „Er wurde“. Lassen wir die Grammatik und nehmen wir das ebenso als existentiell gegeben.

Und ich sagte der menschliche Geist ist individuell, d.h. persönlich. Man kann meinen Geist vom deinem unterscheiden, schon anhand unserer hier damit verbundenen User-Namen.

Und auch Gottes Geist existiert, zig Mal belegt durch die Schrift.

Somit weiter erst mit den Basics.



Und wenn es dann gilt diese Basics sich vor Augen zu halten, sollten wir auch den von dir angeführten Bibelvers aus 1. Korinther 2,11 im Zusammenhang betrachten und nicht aus einem einzigen, vom Kontext isolierten, Bibelvers unsere Ableitungen treffen.

1. Korinther 1
10 Uns aber hat Gott es offenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
11 Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.
12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.


Mit "Uns" spricht Paulus von den Menschen, die durch eine Bekehrung/Wiedergeburt
den Geist Gottes erst empfangen haben.

- bei Paulus war es das Damaskuserlebnis, wo ihm Jesus erschien und er dann später durch Handauflegung den heiligen Geist erhielt -- ... insofern spricht man auch davon: Vom Saulus (mit dem Geist der Welt) zum Paulus (mit dann Gottes Geist)

Und jetzt wird hier von einem Geist der Welt in Vers 12 gesprochen und von einem Geist aus Gott.


Es gibt also zwei "Geister" - die grundsätzlich den Geist des Menschens (sein Denkvermögen) bestimmen.

Gehen wir hierin konform?
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Mo 8. Okt 2018, 18:03

Habatom hat geschrieben:Es gibt also zwei "Geister" - die grundsätzlich den Geist des Menschens (sein Denkvermögen) bestimmen.

Gehen wir hierin konform?

Jain. Nicht so.

Wieder die sprachliche Unschärfe. Ich hatte nie zwei Geister, nur einen, doch der wurde erneuert. Es heißt auch "wiedergeboren". Bedenke: Immer die Sprache! Babel lässt grüßen (1 Mose 11,7) ;)

Gott gibt jeden Menschen einen, und damit meinte ich nur einen Geist, wenn nicht kann er nur bellen. :D

Ohne Geist wäre er kein Mensch oder höchstens debil. Gehen wir da konform? Auch wenn ein Mensch nicht an Gott glaubt, hat er einen Geist. Das meine ich mit "Basics". Und Paulus beschränkt sich in 1 Kor 2.11 nicht auf Gläubige. Die Aussage ist zuerst allgemein gehalten, danach erst differenziert er.

Du denkst schon zu "theologisch", denk weniger "theo", sondern mehr logisch. ;)
(hoffe du hast auch ein wenig Humor, sonst is ja fad)

Wenn zwei Geister in dir wären, wäre das ein Kennzeichen von Besitzergreifung durch Dämonen. Was sich aber ändert ist unser Sinn, aber der Geist Helmuth ist immer noch der Geist Helmuth, nur halt wiederhergestellt, quasi "repariert".

Doch nun zur Seele: Diese ist unverändert geblieben. Meine Seele kann sich nicht ändern, da sie eine andere Funktion hat, sagen wir mal so.
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 05:43

Guten Morgen Helmuth,



Eine sprachliche Unschärfe wird uns im Deutschen bezüglich dieser Zusammenhänge jetzt nicht mehr beschweren können.


Auf Dein"Jein" hin, bezüglich meiner Ableitung aus der Bibel, das hier der Geist Gottes unterschieden wird von den "Geistern" dieser Welt, dann zu folgern, das "unser" Geist hier nur erneuert werden muss, würde bedeuten, das wir von Beginn der Schöpfung schon einen Geist besaßen, der mit seinem Körper in Unschuld vor Gott wandelte und dann aber plötzlich - aus heiterem Himmel - hier dann trotzdem in Schuld und Sünde fiel. Als er dem Gebot Gottes in Eden ungehorsam wurde.

Warum hätte ihn Gott jetzt aber aus Eden verweisen sollen und ihm dem Zugang zum Baum des Lebens (Jesus Christus) versperren wollen?

Eine einfache Erneuerung seines Geistes/Seelenzustandes hätte doch ausgereicht?


Aber lass mich selbst eine Behauptung aufstellen und du magst dann prüfen, ob es sich (logischer weise dann) so verhalten könnte.


Die Seele existiert nur in Verbindung von Körper und Geist.

Ist der Körper gelenkt von einem Geist der von Gott ist, befindet sich die Seele im Einklang mit dem was Gott aus diesem Leben des Menschen machen will. Und der Mensch kann Kraft des in ihm wohnenden heiligen Geistes freudig in den Willen Gottes mit einstimmen.

Waren hier nun Adam und Eva schon in diesem Zustand - ihrer Seele - als das sie hier freudig dem Willen Gottes nur zuzustimmen geneigt gewesen wären?
Kannten sie schon den Unterschied zwischen dem, was es bedeutet sich gegen Gott zu entscheiden und ihren Weg allein gehen zu müssen?


Nein - sie waren vor und sie waren nach dem Sündenfall noch nicht in der Lage das Gute tun zu können.

Weil erstens sie es noch nicht kannten, das Böse. Und zweitens sie von ihrer Natur aus so geschaffen waren, das sie sich am Gebot Gottes reiben mussten und Eva nur der Verführung der Schlange erlegen konnte.

Ist der Körper und der Geist des Menschen dann vom Geiste her nicht von Gottes Geist geprägt, sondern von den Geistern dieser Welt, ist seine Seele in einem "unseeligen" Zustand. Und der Mensch muss hier erst sein altes Leben verlieren, damit dann neuer Wein (Geist) in einen neuen Schlauch (Körper) gelangen kann.

Ein Körper, der sich der Sünde begraben weiß, und dessen Geist durch Gottes Geist bestimmt wird und erleuchtet ist.

(Seele gleich Ausdruck zwischen dem Körper des Menschens und dem Verstand des Menschens der hier was sein Denkvermögen anbelangt immer nur entweder von Gottes Geist erfülllt/geprägt sein kann oder von Geisten dieser Welt bestimmt wird)
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Di 9. Okt 2018, 07:11

Habatom hat geschrieben:Guten Morgen Helmuth,

Dir auch! :praise:

Habatom hat geschrieben:Ist der Körper gelenkt von einem Geist der von Gott ist, befindet sich die Seele im Einklang mit dem was Gott aus diesem Leben des Menschen machen will. Und der Mensch kann Kraft des in ihm wohnenden heiligen Geistes freudig in den Willen Gottes mit einstimmen.

Dem stimme ich zu und daran können wir weiter anknüpfen nach Bedarf.

Habatom hat geschrieben:Die Seele existiert nur in Verbindung von Körper und Geist.

So hätte ich das auch immer gesehen. Daraus folgt, fehlt eines der Komponenten, existiert die Seele nicht weiter. Beim Geist ist das anders, der ist bei Gott für immer bekannt. Er exisitert also im Unterschied zur Seele und Körper davon auch unabhängig.

Ich sehe es weiter so: Mit deiner natürlichen Zeugung beginnt deine Existenz, egal ob du nun sündigst oder nicht. Wie die Sünde in den Menschen kommt ist eine andere Sache, lassen wir das, sonst geraten wir zu OT, Tatsache istm wir exisiteren.

In einem sündigen Leib erleben wir neben Freude auch Schmerzen, Kummer, Krankheit und all das Elend. Das denke ich ist die Haupt-Funktion der Seele, das bewusste Erleben. Um aber etwas zu erleben benötigener wik eine Körper.

Es ist also das Bewusstsein dabei mit im Spiel. Ein toter Körper spürt nichts. Den Beweis kann ich natürlich nicht bringen, weil ich noch nie tot war, aber nehmen wir das mal an.

Du musst bei Bewusstsein sein, damit du deinen Seelenzustand in dir auch merkst. Darum habe ich zuvor das Bewusstsein ins Spiel gebraucht.

Unter Bewusstsein verstehe ich in diesem Zusammenhang aber etwas anders als z.B. Erkenntnis, also sagen wir physiologische Wahrnehmung. Dazu dienen unsere Sinne. Es gibt keine optische Wahrnehmung ohne die Augen, kein akustische ohne die Ohren und keinen Schmerz ohne die Rezeptoren, die über den ganzen Körper verteilt sind.

Insoferne ist die Seele streng an den Körper gekoppelt.
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Di 9. Okt 2018, 10:23

Auch wenn ich den Philosophieclub kurz unterbreche, aber die Threadfrage von GNU lautete, ob die Seele unsterblich sei bzw. ob sie präexistent sei.
Gnu hat geschrieben:Ich frage mich, wenn die Seele unsterblich ist, hatte sie dann eine Präexistenz vor der Schöpfung? Gibt es überhaupt etwas, das einen Anfang und kein Ende hat?

Es gibt ja den Streit zwischen Adventisten und Zeugen Jehovas einerseits und dem Rest der Christen andererseits, was die Bibel mit Seele meint.

Je nach Lehrer und Denomination glaubt man an eine ewige Seele oder eben nicht.

Lieber GNU
Nicht sterbliche Seele impliziert überhaupt keine Präexistenz. Wenn Gott leben gibt existiert es. Niemand wird dir mehr dazu erklären können als es das Wort Gottes den Menschen beschreibt und damit wollen sich Kinder Gottes begnügen. Selbstverständlich soll und darf man zu dem Wort Gottes Nachdenken und sich austauschen, wer jedoch auf Menschenlehren (=Philosophie) schaut, der bekommt auch nur dort, von der Welt, Antworten, selbstverständlich gespickt mit sogenannten "Belegstellen" (Verslipick's) aus dem Wort Gottes.. wer will kann fast jede eigene, selbstgefällige Lehre mit der Bibel begründen. Die Bibel hingegen, legt sich in allem selbst aus:
2. Petrus 1,19 Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf welches zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, welche an einem dunklen Orte leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen; 20 indem ihr dies zuerst wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist.
21 Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste.

2 1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volke, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, welche verderbliche Sekten nebeneinführen werden und den Gebieter verleugnen, der sie erkauft hat, und sich selbst schnelles Verderben zuziehen.
Wer das Gesetz predigt, auch nur Teile davon, der verleugnet den Gebieter in Allem, ob's ihm passt oder nicht.

Lies doch einfach die Bibel, unvoreingenommen, langsam, unter Gebet, demütig, glaube es, und sei dankbar für das was du mehr und mehr verstehen kannst und beschäftige dich nur mit der Schrift und nicht mit den Sekten und Irrlehren und Philosophen dieser Welt.
Beide von dir genannten christlich getünchten Systeme des Adventismus und der Wachtürmler sind von unten.
Letztere darf man nicht einmal wie einen Bruder grüssen, wenn du gehorsam leben willst. Gott wird diese gerecht richten.
2. Johannes 1.7 Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht Jesum Christum im Fleische kommend bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist. 8 Sehet auf euch selbst, auf daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen. 9 Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des Christus, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet ihn nicht ins Haus auf und grüßet ihn nicht. 11 Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.


und Erstere sind sowieso zum Gericht aufgezeichnete, Unverständige und sind unter dem Fluche:
Galater 3.1 O unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als [unter euch] gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde? 2 Dies allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen, oder aus der Kunde des Glaubens? 3 Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geiste angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleische vollenden? 4 Habt ihr so vieles vergeblich gelitten? Wenn anders auch vergeblich? 5 Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, ist es aus Gesetzeswerken oder aus der Kunde des Glaubens? 6 Gleichwie Abraham Gott glaubte, und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde. 7 Erkennet denn: die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne. 8 Die Schrift aber, voraussehend, daß Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen würde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft zuvor: "In dir werden gesegnet werden alle Nationen". 9 Also werden die, welche aus Glauben sind, mit dem gläubigen Abraham gesegnet. 10 Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!" 11 Daß aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn "der Gerechte wird aus Glauben leben". 12 Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: "Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben". 13 Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!") –; 14 auf daß der Segen Abrahams in Christo Jesu zu den Nationen käme, auf daß wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben.
Solche haben offensichtlich und biblisch belegt den Geist nicht und von solchen würde ich mich nie in irgendetwas belehren lassen. Wolken ohne Wasser. Zweimal erstorben, fruchtleer.

Geist und Seele mit dem Skalpell bearbeiten zu wollen mündet in Philosophie (Epher 2,8).
Das Wort auf uns selbst anwenden, dazu braucht es etwas dass schärfer ist als ein Skalpell bzw. ein zweischneidiges Schwert:
Hebräer 4,11 Laßt uns nun Fleiß anwenden, in jene Ruhe einzugehen, auf daß nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle.
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;
13 und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.


Wie bereits geschrieben wendet die Schrift Geist und Seele sehr oft synonym an aber wie oben belegt nicht nur! .. so ich auch. Dass sie nicht aufhört zu existieren ist auch klar.
Klar werden muss eigentlich nur, ob im Ewigkeitsbereich des Himmels bei Gott oder in der Ewigen Gottferne, also im mit Schwefel ewig brennenden Feuersee. Da muss ich nichts deuteln.
Daran dass der menschliche Geist den jeder Mensch hat und/oder die Seele nicht prä-existiert, muss ich auch nichts deuteln, einzig Gott, der Sohn Gottes, der Herr Jesus, ist Ewig ohne Anfang ohne Ende.

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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Di 9. Okt 2018, 10:37

Ich komme im Moment oder überhaupt auch nicht mit einer klaren Unterscheidung von Seele und Geist klar.

Ich erinnere mich daran, wie viele abenteuerliche Bestandteile des Menschen die Esoteriker bestimmen wollen. Da hat man dann noch mehr Probleme als mit den Begriffen Seele und Geist. Damit habe ich bisher genug Probleme.

Auch über den Zustand des Geistes vor dem Sündenfall zu spekulieren, bringt bisher gar nichts. Womit will man es untermauern?

KoS, die Adventisten und die ZJ können sagen was sie wollen. Sie spekulieren ja auch und erklären es zur Wahrheit. Das kann mich nicht gefangen nehmen.

Eine vernünftige Bibelsoftware ? Könnte ich auch gebrauchen.

LG, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Di 9. Okt 2018, 11:04

Hallo onthepath

Du musst das auch gar nicht als irgend Lehrgebäude unterscheiden oder irgendwelche Lehrsätze daraus machen! Unser Blick ist doch so oft viel zu stark beeinflusst vom irdischen Denken, so dass wir uns lieber an dem Freuen dass wir haben und verstehen. Manches muss man halt einfach in Demut vor dem Herrn stehen lassen und nur auf Ihn hoffen. Er schenkt uns immer da Licht wo wir es direkt benötigen.
Hebräer 4 spricht ja gerade davon, dass nicht wir das Wort auseinandernehmen sollen, sondern das Wort UNS beurteilt! Unser Verständnis für das Wort wird aus glaubendem Fleiss und nach Gnade Gottes zunehmen.

Wenn auch der Gesamtzusammenhang bei den angeschriebenen Hebräern anders lag als jetzt bei uns, so können wir doch aus...
Hebräer 4,9 Also bleibt noch eine Sabbathruhe dem Volke Gottes aufbewahrt. 10 Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken, gleichwie Gott von seinen eigenen. 11 Laßt uns nun Fleiß anwenden, in jene Ruhe einzugehen, auf daß nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle. 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; 13 und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben. 14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten; 15 denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. 16 Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.

.. sehen, dass wir mit Allem zu Seinem Thron der Gnade zutreten sollen.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 15:19

Hallo KoS,

wenn du der Meinung bist das Helmuth und ich philosophische Gedanken austauschen, wie wir uns denn Seele vorstellen können, anhand der vor uns liegenden Quellen des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes, dann tust du mir Unrecht, wenn du behauptest ich "predige" hier das Gesetz.
Es ist mir, und auch Helmut denke ich, vielmehr ein Anliegen aus der Gesamtheit der Schrift, aus der Gesamtschau von Gottes Wort zu einer Erkenntnis zu gelangen, in der wir dann auch eine biblische gesunde gute und rechte Lehre aufrichten können.

Und wenn Du sagst "manches muss ich einfach in Demut vor dem Herrn stehen lassen" dann gehe ich zwar mit dir überein, das wir nicht in alle Tiefen des Wortes Gottes vordringen können.
Aber ich gehe nicht mit dir überein, das wir nicht zu einem grundlegenden Verständnis von Gottes Wort bezüglich Geist und Seele finden können.

Hebräer 4 spricht dann von der Ruhe Gottes, in die wir gelangen sollen, nicht mehr aus unserem Fleiß heraus das zu tun, was wir denken, was wir tun sollen.

Sondern davon, das Gott selbst in und durch uns das wirkt, was er tun will. Und wir werden darin, in dem was Gott tut, stille sein.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Di 9. Okt 2018, 15:22

KoS hat geschrieben:Geist und Seele mit dem Skalpell bearbeiten zu wollen mündet in Philosophie (Epher 2,8).

Nicht so wenn der Heilige Geist es scheidet, wie du ja deutlich mit der Stelle aus Hebräer 4,12 nachfolgend belegt hast.

KoS hat geschrieben:Wie bereits geschrieben wendet die Schrift Geist und Seele sehr oft synonym an aber wie oben belegt nicht nur! .. so ich auch.

Da stimmen wir überein, du drückst es so aus, ich sprach von der sprachlichen Unschärfe. Oft sagt man z.B. Seele und meint den Geist vice versa, das ist sogar biblisch belegbar.

KoS hat geschrieben:Dass sie nicht aufhört zu existieren ist auch klar.

Sie, d.h. gemeint ist die Seele nehme ich an. Nun, dir vielleicht, mir nicht. also klär uns auf.

Ich war einfach schon mal dazu geneigt die Begriffe einfach synonym zu gebrauchen, wäre da nicht diese zitierte Hebräer 4,12 Aussage. Und ich finde diese Aussage ungemein offenbarend.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 15:30

Helmuth hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:Guten Morgen Helmuth,

Dir auch! :praise:

Habatom hat geschrieben:Ist der Körper gelenkt von einem Geist der von Gott ist, befindet sich die Seele im Einklang mit dem was Gott aus diesem Leben des Menschen machen will. Und der Mensch kann Kraft des in ihm wohnenden heiligen Geistes freudig in den Willen Gottes mit einstimmen.

Dem stimme ich zu und daran können wir weiter anknüpfen nach Bedarf.

Habatom hat geschrieben:Die Seele existiert nur in Verbindung von Körper und Geist.

So hätte ich das auch immer gesehen. Daraus folgt, fehlt eines der Komponenten, existiert die Seele nicht weiter. Beim Geist ist das anders, der ist bei Gott für immer bekannt. Er exisitert also im Unterschied zur Seele und Körper davon auch unabhängig.

Ich sehe es weiter so: Mit deiner natürlichen Zeugung beginnt deine Existenz, egal ob du nun sündigst oder nicht. Wie die Sünde in den Menschen kommt ist eine andere Sache, lassen wir das, sonst geraten wir zu OT, Tatsache istm wir exisiteren.

In einem sündigen Leib erleben wir neben Freude auch Schmerzen, Kummer, Krankheit und all das Elend. Das denke ich ist die Haupt-Funktion der Seele, das bewusste Erleben. Um aber etwas zu erleben benötigener wik eine Körper.

Es ist also das Bewusstsein dabei mit im Spiel. Ein toter Körper spürt nichts. Den Beweis kann ich natürlich nicht bringen, weil ich noch nie tot war, aber nehmen wir das mal an.

Du musst bei Bewusstsein sein, damit du deinen Seelenzustand in dir auch merkst. Darum habe ich zuvor das Bewusstsein ins Spiel gebraucht.

Unter Bewusstsein verstehe ich in diesem Zusammenhang aber etwas anders als z.B. Erkenntnis, also sagen wir physiologische Wahrnehmung. Dazu dienen unsere Sinne. Es gibt keine optische Wahrnehmung ohne die Augen, kein akustische ohne die Ohren und keinen Schmerz ohne die Rezeptoren, die über den ganzen Körper verteilt sind.

Insoferne ist die Seele streng an den Körper gekoppelt.




Die Seele ist streng an den Körper gekoppelt - richtig -

und zwar wie eine silberner Strick (Prediger 12), wie eine Saite die auf ein Musikinstrument gespannt ist. Der Klangkörper des Musikinstrumentes ist der Körper.
Die Saite darauf ist die Seele. Und der Geist ist es der /von aussen diese Instrument anspielt ( und hier unterscheidet die Bibel nun teuflische Geister und den heiligen Geist von Gott) der diese Saite zum klingen bringt und wir eine Äußerung des ganzen Menschens nun erleben.

Prediger 12
[b]Denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus[/b], und die Klagenden ziehen umher auf der Straße;

- 6 bevor die silberne Schnur zerreißt

die Saite zerreist, auf der entweder der Teufel (Johannes spricht hier nur von Kindern des Teufels oder Kindern Gottes) oder Gottes Geist spielt


und die goldene Schale zerspringt und der Krug am Quell zerbricht und das Schöpfrad zersprungen in den Brunnen fällt.

Hier wird vom körperlichen Tod gesprochen...


7 Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat.


Der Körper zergeht.
Der Geist dieses Menschen der zu Gott kehrt - sei es nun ein "unsauberer - dämonischer Geist" ... sei es der heilige Geist... verlässt den Körper.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Di 9. Okt 2018, 16:27

Helmuth hat geschrieben:
KoS hat geschrieben:Geist und Seele mit dem Skalpell bearbeiten zu wollen mündet in Philosophie (Epher 2,8).

Nicht so wenn der Heilige Geist es scheidet, wie du ja deutlich mit der Stelle aus Hebräer 4,12 nachfolgend belegt hast.

In Hebräer 4 geht's aber gar nicht um Seele oder Geist! Es geht um die unsere Gesinnung unserer Herzen und das einzige Mittel dazu: das Wort Gottes. Wirksam wird es qualitativ vergleichend dargestellt als etwas, was der Mensch gerade niemals vermag. Es ist mathematisch ausgedrückt eine angewandte, umgekehrt proportionale Bildersprache. Jeder der an sich das Mark vom Bein trennen will, soll es (besser nicht) versuchen, soll sich aber nicht beklagen, dass der Knochen tot ist, bevor sein Versuch abgeschlossen sein wird..

KoS hat geschrieben:Dass sie nicht aufhört zu existieren ist auch klar.

Sie, d.h. gemeint ist die Seele nehme ich an. Nun, dir vielleicht, mir nicht. also klär uns auf.

Entweder man glaubt der Schrift oder man bleibt ungehorsam:
Offenbarung 6.9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, welche geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
Die geschlachtet sind... Kenne kein Wesen das geschlachtet wurde und noch lebt. Diese Seelen tun es aber, auch nach ihrem Tod.

Desgleichen hier:
Offenbarung 20.4 Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.
Kenne auch keinen enthaupteten der wandelt, deren Seelen waren aber offensichtlich quicklebendig.

Tod heisst nicht Bewegungsstarre, oder Nichtexistenz. Im biologischen ja, nicht bezüglich des ganzen Menschen.
Tod = Trennung. Es gibt auch Tote die sind nicht lebendig-weshalb wohl schreibt die Bibel einen solchen Satz, weisss das der Heilige Geist als Inspirator Johannes nicht besser? nein, sie werden halt als tot bezeichnet weil diese sie keinen Leib haben. Der Leib wiederum ist aber auch nicht fixe Bedingung um biblisch als lebendig zu gelten, Bsp. Adam bis Genesis 2,7a; Off 20,5. Es gibt auch solche die sind tot, jedoch quicklebendig am sündigen Epheser 2,1 usw.
Man darf da einfach keine allgemeingültige Regel im Sinne einer mathematischen Formel oder eines Schnittmengenbildes suchen. Das was klar ist : Der Mensch ist nicht dreieinig, sondern man kann ihn in 2 Hauptbestandteile einteilen (menschlich gesehen):
Dem stofflichen und dem nichtstofflichen Teil.

Ich kopiere dazu später was ein, was man dann ja wie alles am Wort selber prüfen kann.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Di 9. Okt 2018, 16:42

KoS hat geschrieben:
Offenbarung 6.9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, welche geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
Die geschlachtet sind... Kenne kein Wesen das geschlachtet wurde und noch lebt. Diese Seelen tun es aber, auch nach ihrem Tod.

Ich kenne aber auch keine geschlachtete Seele, wie soll das gehen? Schlachten kann man nur den Körper, ansonsten fließt ja kein Blut. Kein Mensch kann also nur meine Seele schlachten, es sei denn man meint hier damit einfach den Menschen in seiner Gesamtheit.

Jesus sagte z.B. wir sollen nicht die fürchten, die eben (nur) den Leib töten können, und uns ansonsten nichts anhaben können, sondern nur Gott, der über beides verfügt, Seele als auch Leib. Matth. 10.28.

Es muss schon auf den Sprachgebrauch geachtet werden, ansonsten verfällt man in eine Widersinnigkeit von Aussagen.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 17:00

Hallo Kos,


Das Kapitel 4 im Hebräerbrief ist lang und beginnt mit der Ruhe von den toten Werken - den Versuchen aus eigener Kraft und Anstrengung vor Gott gerecht zu werden.
Nach dieser Ruhe sind wir dann aufgerufen zu trachten.

Und dann kommen erst die von dir aufgegriffenen Verse:

Hebräer 4
11 Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle!

12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;

13 und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.


Das heißt, am Wort Gottes, am Worte der Bibel erkennen wir, was wir tun. Warum wir es tun. Was letztendlich den Geist ausmacht. Was die Seele ausmacht.

Gott ist dann weiter in der Lage seinen Geist von uns zu nehmen, so wie David betet: Nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.

Aber David betet auch:
Psalm 142
4 Als mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Auf dem Weg, den ich wandle, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.
5 Schau zur Rechten und sieh: ich habe ja niemanden, der etwas von mir wissen will. Verloren gegangen ist mir jede Zuflucht, niemand fragt nach meiner Seele.
6 Zu dir habe ich um Hilfe geschrien, HERR! Ich habe gesagt: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen.
7 Horche auf mein Schreien, denn ich bin sehr schwach. Rette mich vor meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!


Er spricht von SEINEM Geist --- denn Gottes Geist kann nicht ermatten...
Und er spricht in Psalm 51 von Gottes Geist.


7 Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. 8 Siehe, du hast Lust an der Wahrhei4 im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun.
9 Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee.
10 Lass mich Fröhlichkeit und Freude hören, so werden die Gebeine jauchzen, die du zerschlagen hast.
11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld!
12 Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist!

13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir!

14 Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!


Der Geist seiner Heiligkeit hilft also seinem Geiste (Verstande) auf, fest zu werden.
Heilsfreude ist die Folge von der Anwesenheit von Gottes Geist, von Gottes Heiligkeit.
Und Gottes Geist stützt den Menschen in seinem Denkvermögen, dann guten willens auch das tun zu können, was der Mensch als gut erkannt hat.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 17:13

KoS hat geschrieben:Tod = Trennung. Es gibt auch Tote die sind nicht lebendig-weshalb wohl schreibt die Bibel einen solchen Satz, weisss das der Heilige Geist als Inspirator Johannes nicht besser? nein, sie werden halt als tot bezeichnet weil diese sie keinen Leib haben. Der Leib wiederum ist aber auch nicht fixe Bedingung um biblisch als lebendig zu gelten, Bsp. Adam bis Genesis 2,7a; Off 20,5. Es gibt auch solche die sind tot, jedoch quicklebendig am sündigen Epheser 2,1 usw.
Man darf da einfach keine allgemeingültige Regel im Sinne einer mathematischen Formel oder eines Schnittmengenbildes suchen. Das was klar ist : Der Mensch ist nicht dreieinig, sondern man kann ihn in 2 Hauptbestandteile einteilen (menschlich gesehen):
Dem stofflichen und dem nichtstofflichen Teil.

Ich kopiere dazu später was ein, was man dann ja wie alles am Wort selber prüfen kann.



Du führst für die Behauptung, "der Leib wiederum ist aber auch nicht fixe Bedingung um biblisch als lebendig zu gelten" 1. Mose 2,7 und Offenbarung 20,5 an.

1. Mose 2,
7 da bildete Gott, der HERR, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.


Was auf den nackten unmündigen Menschen verweist, der aus Staub vom Erdboden (Körper) gemacht ist und von Gott Atem des Lebens (Nefesch) eingehaucht bekam.

Dieser nackte unmündige Mensch entscheidet sich nun für den Weg der Schlange. Wird dadurch zum Knecht der Schlange/des Teufels, dadurch das er sich von diesen Gedanken hat verführen und binden lassen.


Aus dieser Bindung muss Gott ihn dann erst wieder herausholen, anfänglich über den Weg des Gesetzes unter Mose bis hin zu Christus, in der Gnade und Wahrheit geworden sind, insofern er frei davon ist, durch das Gesetz - durch das Halten von Geboten - Gott gerecht zu werden.

Trotzdem ist das Gesetz nicht aufgehoben. Sondern wir erfüllen es in Christus. Dort wo wir unsere Geschwister Lieben. (Jesus sprach hier vom Neugebot: Liebet einander wie ich euch geliebt habe).


Die Seele ist also die mehr oder weniger wohl klingende (Gitarren)Saite eines Hohlkörpers (Gitarre), auf der entweder Gott am Ende sein Lied spielt. Oder auf die der Teufel Einfluss genommen hat.

Insofern heißt es auch, das der Körper vergeht. Der Geist aber zu Gott geht.


Die Seele ist das, was zu Lebzeiten jetzt Körper und Geist verbindet. Und welche vor Gott nach unserem irdischen Ableben mit einem neuen Auferstehungsleib überkleidet wird.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Di 9. Okt 2018, 17:38

Hallo Habatom

Du unterscheidest die Verwaltungen Gottes nicht, sie werden auch 'technisch' Dispensationen genannt.
David lebte unter der Verwaltung des Gesetzes.
Ich lebe in der sog. Verwaltung der Gnade. In dieser sog. Gnadenzeit (Gnade gabs immer, habe ich alles bereits geschrieben) wird bei der Bekehrung der Glaubende in den Geist/mit Geist getauft 1. Kor 12,13; biologisch unspürbar - geistlich voll real.
Der Geist ist gekommen nach Kreuz und Auferstehung zu Pfingsten APG 2 und hat Wohnung genommen in mir (Joh 14,23).
Der Geist Gottes wird NIE von mir genommen werden!
Ich kann in seiner nach aussen hin sichtbaren und nach innen gerichteten Wirkung den Geist Gottes dämpfen, bis hin zur Löschung, d.h. der Geist Gottes muss sich zuerst mit mir und vorhandener Sünde beschäftigen (zur Busse treiben Rö 2,4)

Verwaltungen:
Epheser 3.1 Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Nationen – 2 (wenn ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, 3 daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden wie ich es zuvor in kurzem beschrieben habe, 4 woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus – 5 welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste: 6 daß die aus den Nationen Miterben seien und Miteinverleibte und Mitteilhaber [seiner] Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium,

1. Timotheus 1,3 So wie ich dich bat, als ich nach Macedonien reiste, in Ephesus zu bleiben, auf daß du etlichen gebötest, nicht andere Lehren zu lehren,
4 noch mit Fabeln und endlosen Geschlechtsregistern sich abzugeben, die mehr Streitfragen hervorbringen, als die Verwaltung Gottes fördern, die im Glauben ist...

Kolosser 1,24 Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleische, was noch rückständig ist von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung,
25 deren Diener ich geworden bin nach der Verwaltung Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden:
26 das Geheimnis, welches von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist, 27 denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses sei unter den Nationen, welches ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit; 28 den wir verkündigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, auf daß wir jeden Menschen vollkommen in Christo darstellen;


'Mein Geist' ist nicht Verstand. Das ist Eisegese. Mein Geist arbeitet aber sehr eng mit meinem Verstand zusammen. Ebenso wie mein geist vom innewohnenden Geist Gottes geleitet wird, wenn ich Ihn lasse. 1. Kor 14,14.
Ein körperlich versehrter als sog. geistig behinderter Mensch, kann sehr wohl in seinem Geist vom Geist Gottes berührt/geführt werden, unterschätze das nicht.

Zur Wirkung des Wortes muss man nur unvoreingenommen und langsam lesen und man merkt dann, dass es nicht primär um Seele/Geist geht sondern um Gedanken, Gesinnung und Herz. Diese werden schonungslos dargelegt wie ein scharfes Schwert dass Seele und Geist trennen könnte bzw. Mark vom Bein, was beides wir nicht können und auch nicht probieren müssen.


PS: Hebräer spricht sws. die damals lebenden ungläubigen Juden in Jerusalem an, die den Herrn kannten, Ihn mind. sahen oder direkt von ihm wussten (teilhaftig gewesen) und dennoch aus Unglauben herausd das Wort nicht unterschieden und deshalb gewarnt wurden, Jerusalem zu verlassen das wenig später kpl. zerstört werden wird, was ja auch geschah. Der Brief hat sehr viel Belehrung für uns aber keine direkte Lehre an Christen.

Habatom hat geschrieben:Ich kenne aber auch keine geschlachtete Seele, wie soll das gehen? Schlachten kann man nur den Körper, ansonsten fließt ja kein Blut. Kein Mensch kann also nur meine Seele schlachten, es sei denn man meint hier damit einfach den Menschen in seiner Gesamtheit.
Das möchte ich ja Helmuth damit aufzeigen.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 17:43

Wobei ich mich jetzt selbst relativieren muss, wenn ich schrieb, das die Seele im Himmel überkleidet wird und zum anderen darauf verwies, das die Seele nur untrennbar mit dem Körper verbunden und hier einer Saite eines Musikinstrumentes gleicht, die zerreisst, wenn Körper und Geist voneinander geschieden werden.

Der Geist zu Gott geht. Der Körper zur Erde wird.


Die Seelen in Offenbarung - die dahin geschlachtet worden um ihres Zeugnisses wegen - weil sich sich zu Gott bekannten - umfassen dann den ganzen Menschen - der durch den Geist Gottes dann bei Gott sein wird im Himmel (noch heute wirst du mit mir im Paradies sein).


Zur Auferstehung selbst schreibt Paulus im 1. Korintherbrief:

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.

-- Jesus wurde zuerst auferweckt ..vor rund 2000 Jahren...

21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. ,

In Adam (wörtlich übersetzt - aus Lehm/Materie gemacht --von der Erde genommen)der am Gebot Gottes scheiterte in Eden - sterben alle Menschen.

Das heißt, betrachte ich nur den alten Adam - den natürlichen Menschen, bestehend aus Körper und Lebensodem - dann muss dieser natürliche Mensch sterben. Der Mensch atmet aus, stirbt und der Körper zerfällt.

In Christus nun wird dieser alte Adam - mit dem wir auf die Welt kommen - lebendig.
Ohne Christus ist er seinen Begierden ausgeliefert. Wie auch schon Adam und Eva nicht anders konnten als sich am Gebot Gottes zu reiben und unter der Verführung der Geister dieser Welt (Siehe Epheser 6) dann in Trennung (ausserhalb Edens) gerieten und Verfehlungen begangen (gesündigt hatten dann). Sünden, die dann zum Tode führten letztendlich.


23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. 25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7).
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 17:45

Hallo Kos,


was willst du mir eigentlich sagen und wo ist meine Argumentation falsch?


Liest du das, was ich schreibe?
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 17:58

KoS hat geschrieben:Hallo Habatom


David lebte unter der Verwaltung des Gesetzes.
Ich lebe in der sog. Verwaltung der Gnade.
......
Der Geist Gottes wird NIE von mir genommen werden!
Ich kann in seiner nach aussen hin sichtbaren und nach innen gerichteten Wirkung den Geist Gottes dämpfen, bis hin zur Löschung, d.h. der Geist Gottes muss sich zuerst mit mir und vorhandener Sünde beschäftigen (zur Busse treiben Rö 2,4)

....

Zur Wirkung des Wortes muss man nur unvoreingenommen und langsam lesen und man merkt dann, dass es nicht primär um Seele/Geist geht sondern um Gedanken, Gesinnung und Herz. Diese werden schonungslos dargelegt wie ein scharfes Schwert dass Seele und Geist trennen könnte bzw. Mark vom Bein, was beides wir nicht können und auch nicht probieren müssen.

.



Wir leben unter der Gnade Gottes, wenn wir denn seine Kinder sind, das ist richtig.
Bedeutet dies nun, das das Gesetz aufgehoben ist? Nicht mehr gilt?

Weiterhin schreibst du, das du den Geist Gottes löschen kannst ..--

Das klingt so, als ob du über den Geist Gottes verfügen könntest --- ?

Dieses ist aber nicht der Fall. Denn der Geist Gottes hilft unserem Geiste/Denkvermögen auf - und hier ist es unabhängig wie schlau/dumm/behindert zu bist.


Wir wiederum sollen dann das Wort Gottes ergreifen wie ein Schwert:

Epheser 6
17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.


Also nicht nur entsprechend Psalm 1 über die Ordnungen Gottes nachsinnen, sondern dann auch das Wort Gottes als Schwert ergreifen.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Di 9. Okt 2018, 18:06

KoS hat geschrieben:Hallo Habatom



PS: Hebräer spricht sws. die damals lebenden ungläubigen Juden in Jerusalem an, die den Herrn kannten, Ihn mind. sahen oder direkt von ihm wussten (teilhaftig gewesen) und dennoch aus Unglauben herausd das Wort nicht unterschieden und deshalb gewarnt wurden, Jerusalem zu verlassen das wenig später kpl. zerstört werden wird, was ja auch geschah. Der Brief hat sehr viel Belehrung für uns aber keine direkte Lehre an Christen.

.



Hallo Kos,


wenn ich solche Aussagen von dir lese, das der Hebräerbrief uns Christen keine klare Lehre vor Augen halten könnte, weil der Schreiber sich identifiziert mit seinen Brüdern nach dem "Fleische", die noch an den Geboten festhalten und Offenbarungen von Engeln einen höheren Stellenwert einräumten als Christus selbst - als das Wort Gottes selbst -, Christus, der höher ist als alle Engel..

dann erkenne ich nur, das du vieles noch in einem falschen Lichte siehst,
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Di 9. Okt 2018, 19:52

Na, ihr zwei, viel zum Teil hochtrabende Worte, aber nix zum Thema. Naja, immer kann die Salbung nicht herunterrinnen. :lol:
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Mi 10. Okt 2018, 21:46

Habatom hat geschrieben:
KoS hat geschrieben:Hallo Habatom



PS: Hebräer spricht sws. die damals lebenden ungläubigen Juden in Jerusalem an, die den Herrn kannten, Ihn mind. sahen oder direkt von ihm wussten (teilhaftig gewesen) und dennoch aus Unglauben herausd das Wort nicht unterschieden und deshalb gewarnt wurden, Jerusalem zu verlassen das wenig später kpl. zerstört werden wird, was ja auch geschah. Der Brief hat sehr viel Belehrung für uns aber keine direkte Lehre an Christen.

.

Hallo Kos,
wenn ich solche Aussagen von dir lese, das der Hebräerbrief uns Christen keine klare Lehre vor Augen halten könnte, weil der Schreiber sich identifiziert mit seinen Brüdern nach dem "Fleische", die noch an den Geboten festhalten und Offenbarungen von Engeln einen höheren Stellenwert einräumten als Christus selbst - als das Wort Gottes selbst -, Christus, der höher ist als alle Engel..
dann erkenne ich nur, das du vieles noch in einem falschen Lichte siehst,

Der Hebräerbrief ist über und über voller wichtiger Belehrung, aber direkt geschrieben an Hebräer vor dem Fall Jerusalems und nicht an Christen als deren Lehre. Ich unterscheide halt laufend alles was ich aus der Bibel selbst als zu unterscheiden finde. Man müsste halt auch klarlegen was Lehre ist und was Belehrung, was Anwendung. Ich kann für mich aus dem Hebräerbrief nutzbringende Anwendungen machen und erst durch diesen Brief vieles des Herrn im Lichte des Alten Testament's verstehen.

PS: löschen meint wie ich es dort bereits bewusst darlegte, die Wirkung des Geistes Gottes aus mir nach aussen hin dämpfen (trüben) bis hin zum Löschen (gar nicht sichtbar sein); klar?
1. Thessalonicher 5.19 Den Geist löschet nicht aus;
steht in meiner Bibel..
dazu dortige Fussnote: O. unterdrücket, dämpfet nicht
Wer sündigt kann kaum aus sich selbst eine Wirkung des Heiligen Geistes proklamieren..., oder? Deshalb alle erkannte Sünde sofort bekennen.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 05:41

KoS hat geschrieben:PS: löschen meint wie ich es dort bereits bewusst darlegte, die Wirkung des Geistes Gottes aus mir nach aussen hin dämpfen (trüben) bis hin zum Löschen (gar nicht sichtbar sein); klar?
1. Thessalonicher 5.19 Den Geist löschet nicht aus;
steht in meiner Bibel..
dazu dortige Fussnote: O. unterdrücket, dämpfet nicht
Wer sündigt kann kaum aus sich selbst eine Wirkung des Heiligen Geistes proklamieren..., oder? Deshalb alle erkannte Sünde sofort bekennen.



Wir sind beim Thema Seele - ist sie unsterblich oder nicht.

Wir waren dabei uns darüber auszutauschen, was unter Seele überhaupt verstanden wird und können festhalten, das aus der griechischen Übersetzung des neuen Testamentes der Begriff Seele (Psyche) eine ganz andere Prägung erlebt hat, woraus sich dann grundsätzlich verschiedene Erklärungsmodelle - was der Mensch überhaupt ist.

Hat er eine unsterbliche Seele in sich? - hat er einen göttlichen Funken in sich? - hat er gleichzeitig das Potential in sich, sich zum Guten und zum Bösen zu entwickeln und bedarf er hier nur der entsprechenden "Förderung" -? -- Woraus sich das Humanistische Menschenbild entwickelt hat, das der Mensch von Grund auf gut ist.

Wir als Christen wissen aber aus dem alten und neuen Testament, das der Mensch weder mit der Ausgangssituation startet, sich in eine gute oder eine böse Richtung hin entwickeln zu können, noch von Grund auf gut (göttlich - mit unsterblicher reiner Seele - die dann nur im Laufe des Lebens getrübt wird und von Geburt an schon durch eine "Erbsünde" oder Erblast eingeschränkt war.


Wir wissen als Christen, das der Mensch von Grund auf Böse ist. Das er aus seiner Natur heraus - als der (alte) Adam - als den Gott ihn aus Erde geformt hat - gar nicht in der Lage ist, Gottes Gebote zu halten.
Sich hier am Gebot Gottes reiben muss, wenn er dazu gereizt wird (von der Schlange in Eden anfangs) dieses Gebot - das ihm etwas verwehrt bleiben soll - dann als Einschränkung seiner Entwicklung annehmen muss.

Und wenn wir nun den Begriff Seele betrachten, dann taucht er hier in den Basics, die die Bibel uns im 1. Buch Mose (in der Genesis - Schöpfungsgeschichte) vermitteln tut, gar nicht isoliert auf.

Es wird vom Körper (Leib - aus Erde geformt) gesprochen, der wieder zu Staub zerfällt. Und es wird vom Geist gesprochen, der von Gott gegeben wird und wieder zu Gott geht. Und es wird davon gesprochen, das Gott den Körper anfangs mit seinem Lebensatem belebte - auf das der Körper zu einer LEBENDIGEN Seele wurde.

Noch nicht zum Tode verurteilt!
Betrachte ich hier Adam und Eva (den Menschen an sich - geschaffen als Mann und Frau) isoliert vor dem Sündenfall.

In dem Moment nun, wo der Mensch als lebende Seele nun dem Teufel (der Schlange) glaubt, unabhängig von Gott das Leben zu gestalten und festzuhalten sucht, erfährt er darin eine Trennung von Gott. Die die Bibel Sünde (Trennung) nennt.
Und die später zur ersten Schuld führte, als das von Kain vergossene Blut Abels zum Himmel um Sühnung (Wiedergutmachung) schrie.

In der Trennung von Gott, in dem Versuch und der Notwendigkeit nun ausserhalb Edens für eigene Nahrung und Nachwuchs zu sorgen erfährt der Mensch dann den Fluch der Schuld (der sich dann anhäufenden Sünden, die sich erst aus der Trennung von Gott ergeben) . Schuld die nach Wiedergutmachung (Rache) schreit und eine Gewaltspirale dann in Gang gesetzt hat.

Wie kommt nun der Mensch aus diesem ("Seelenverfinstertem) Zustande unter der Herrschaft des Satans (der ihn hier mit dem Gift der Sünde immer wieder zu Boden wirft - in die Ferse sticht .. dort wo er vom Wege Gottes, von den Geboten Gottes abkommt. Sie übertritt.

Zu dem "seeligen" Zustand, wieder mit Gott versöhnt zu sein, Vergebung seiner Sünden zu erfahren und getauft mit dem heiligen Geist (Johannes der Täufer taufte mit Wasser ((alter Bund - Vergebung der Sünden durch Buße (Abwendung von der Sünde und Hinwendung zu Gott) und Jesus Christus taufte mit dem heiligen Geist (nach der Umkehr von den alten Sünden mit dann der Hinwendung zu Gott, in Vergebung der Sünden dann der Empfang des heiligen Geistes.


Und mit diesem heiligen Geiste , lieber KoS, sind wir dann versiegelt, insofern das nun Gott selbst an und mit uns arbeitet und wir dann aufgefordert sind diesem Geiste die Entwicklungsspielräume zu geben, die Gott uns auch dann aufzeigen tut.

Wir müssen dann nur noch unseren Willen in seinen Willen legen.

Aber den Geist selbst kann niemand töten oder auslöschen.
Wir können allenfalls noch tot in unseren Sünden sein, dann haben wir den heiligen Geist aber noch nicht empfangen sondern - wie es in Apostelgeschichte 8,16 heißt:

16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Do 11. Okt 2018, 07:32

Kinder, mit eich geht nix weide! :mrgreen:

Wenn wir untersuchen, in welchem Sinne Seele in den 563 gefundenen Stelle (ELB Bibel Suchfunktion) gebraucht wird stellen ich grundsätzlich zwei Bedeutungen fest:

1) Seele ist eine Bezeichnung für den gesamten Menschen, zwei Beispiele:
1Mo 2, 7 hat geschrieben:Und JHWH Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.

Hesekiel 18, 4 hat geschrieben:Siehe, alle Seelen sind mein; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes: Sie sind mein; die Seele, welche sündigt, die soll sterben.

Wenn man z.B. vom Sterben der Seele spricht kann nicht gemeint sein, dass nur ein Teil stirbt und der Körper z.B. bliebe am Leben. Die Seele ist ein Ausdruck für den Menschen in seiner Gesamtheit.

1) Die Seele als Teil der Persönlichkeit:
Jona 2, 8 hat geschrieben:Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich JHWH, und zu dir kam mein Gebet in deinen heiligen Tempel.

Lk 12, 19 hat geschrieben:und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre; ruhe aus, iß, trink, sei fröhlich.

Der überwiegende Gebrauch ist aber 1) als Gesamtpersönlichkeit. Also ist die Seele grundsätzlich ein Synonym für "Mensch".

Inwieferne wir überhaupt eine Trennung vornehmen müssen, kann nun hinterfragt werden. Denn auch für 2) könnte man ohne weiteres deuten, dass die Seele nur für das "ich" steht.

D.h. konkret:

Seele = der lebende Mensch, oder umgekehrt wie schon in 1 Mose 2.7:
Mensch = die lebende Seele.
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 08:42

Helmuth hat geschrieben:Kinder, mit eich geht nix weide! :mrgreen:

Wenn wir untersuchen, in welchem Sinne Seele in den 563 gefundenen Stelle (ELB Bibel Suchfunktion) gebraucht wird stellen ich grundsätzlich zwei Bedeutungen fest:

1) Seele ist eine Bezeichnung für den gesamten Menschen, zwei Beispiele:
1Mo 2, 7 hat geschrieben:Und JHWH Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.

Hesekiel 18, 4 hat geschrieben:Siehe, alle Seelen sind mein; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes: Sie sind mein; die Seele, welche sündigt, die soll sterben.

Wenn man z.B. vom Sterben der Seele spricht kann nicht gemeint sein, dass nur ein Teil stirbt und der Körper z.B. bliebe am Leben. Die Seele ist ein Ausdruck für den Menschen in seiner Gesamtheit.

1) Die Seele als Teil der Persönlichkeit:
Jona 2, 8 hat geschrieben:Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich JHWH, und zu dir kam mein Gebet in deinen heiligen Tempel.

Lk 12, 19 hat geschrieben:und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre; ruhe aus, iß, trink, sei fröhlich.

Der überwiegende Gebrauch ist aber 1) als Gesamtpersönlichkeit. Also ist die Seele grundsätzlich ein Synonym für "Mensch".

Inwieferne wir überhaupt eine Trennung vornehmen müssen, kann nun hinterfragt werden. Denn auch für 2) könnte man ohne weiteres deuten, dass die Seele nur für das "ich" steht.

D.h. konkret:

Seele = der lebende Mensch, oder umgekehrt wie schon in 1 Mose 2.7:
Mensch = die lebende Seele.




Einen schönen guten Tag Helmuth,


inwieweit du der Meinung bist, ob es mit anderen weiter geht oder nicht steht hier nicht zur Debatte. Darüber hinaus bitte ich dich hier nicht persönlich zu werden und andere geringer zu schätzen als Dich selbst.

Desweiteren bringst du nun weiter keine neuen Gedanken in diese Diskussion hinein. Sprichst mal von "wir" mal von "ich".
Reihst Bibelstellen aneinander um dann zu deinem persönlich Schluß zu gelangen,
das es hinterfragt werden sollte, ob man die Seele so darstellen kann, wie ICH es bereits getan habe.

Wenn du dann hier die Diskussion also bereichern möchtest, dann gehe Du auch auf einzelne Aussagen von den Teilnehmern dieses Forums ein, insofern das du direkt dann auch auf ihre Erklärungen eingehst.

Das die Seele dann einfach nur für das Individuum der Person steht, kann man natürlich pauschal sagen. Bloss hilft uns diese Erkenntnis nicht weiter, in der Frage ob dann das Individuum (Seele) unsterblich ist oder nicht.


Wenn du meine Ausführungen gelesen hättest zuletzt, hättest du aber schon genug Ansatzpunkte, wann denn nun etwas unsterblich ist und wann nicht.
Denn diesbezüglich wird nur der Geist in Genesis erwähnt, der zu Gott geht. Nicht der Körper. Die Seele umfasst dann die ganze Person auch mit, insofern das wir im Himmel durch den Geist Gottes und dem Auferstehungsleib auch als Seelen befunden werden.
Wenn wir die Seele hier als den "silbernen Strang" verstehen (entsprechend Prediger 12,6) der als eine Art Bindeglied Körper und Denkvermögen/Geist miteinander in Beziehung/Verbindung hält.


Desweiteren sollten wir uns als Christen auch vor Augen halten, das wir mit einem neuen Auferstehungsleib (einem neuen Körper) vor Gott erscheinen (entsprechend den Ausführungen von Paulus im 1. Korintherbrief, 15 (Vers 12-34).


Unser jetziger irdischer Leib vergeht. Die Seele - als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die die Individualität mit bestimmt aber nicht darstellt.
Vielmehr das Ich - gestaltet - denn Bewußtsein ist ansonsten etwas, was sich aus dem Denk/Wahrnehmungsvermögen unseres Verstandes ableiten lässt, in Reflektion seiner eigenen Erinnerungen/Erfahrungen.
Insofern ist der Gedanke, das wir ein Individuum sind, nicht der Seele geschuldet, sondern unserem reflektierendem Denkvermögen.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 09:02

Also ich habe nicht den Eindruck, dass es etwas bringt, die Unterscheidung von Seele und Geist.

Man versteht, was wichtig ist:
Der Leib stirbt, wird ersetzt durch einen himmlischen Auferstehungsleib.
Die individuelle Persönlichkeit des Menschen lebt nach dem Tod weiter in diesem Auferstehungsleib.

Und das allerwichtigste:
Nur wenn der Mensch gerettet ist, wird sein Weiterleben nach dem Tod gut.

Wir brauchen nur zu verstehen, wie wir uns verhalten müssen im Leben, um gerettet zu sein für ein Leben in der Welt Gottes.

LG, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Do 11. Okt 2018, 09:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Do 11. Okt 2018, 09:22

onThePath hat geschrieben:Man versteht, was wichtig ist:
Der Leib stirbt, wird ersetzt durch einen himmlischen Auferstehungsleib.
Die individuelle Persönlichkeit des Menschen lebt nach dem Tod weiter.

Erlaube mir einen Vergleich. Ein PC-Programm arbeitet nur, wenn der PC ON ist. Crashed der PC geht nix mehr. Tot. Aber man könnte zuvor das Programm als SW gespeichert haben. Später kann es auf einem wesentlich schnelleren PC mit mehr Leistung jederzeit wieder zum Laufen gebracht werden und es läuft dort sogar wesentlich besser.

So in etwa sehe ich das. Das biblische Bild dazu ist das Buch des Lebens. Dort ist sowas wie mein Geistes-Datensatz in der Gesamt Datenbank Gottes abgelegt und inkludiert auch alle meine Taten. Und lebendig werde ich wieder im Rahmen eines neuen Körpers. Dazwischen ist Power OFF.

onThePath hat geschrieben:Und das allerwichtigste:
Nur wenn der Mensch gerettet ist, wird sein Weiterleben nach dem Tod gut.

Amen. Im Grunde genommen muss man dazu nicht mehr wissen.

PS: An meiner derzeitigen Sichtweise - Seele = Bewusstsein - konnte bislang niemand etwas Gegenteiliges belegen. Dann halte ich es wie man es mit Theorien so handhabt. So gilt bis zu deren Widerlegung oder Verbesserung.
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 09:59

onThePath hat geschrieben:
Wir brauchen nur zu verstehen, wie wir uns verhalten müssen im Leben, um gerettet zu sein für ein Leben in der Welt Gottes.

LG, otp




Hallo Onthepath,


Deine Sätze vor dieser letzten Aussage kann ich unterstreichen.


Des weiteren geht es jetzt aber nicht darum zu verstehen, wie wir uns verhalten - MÜSSEN -

-- denn wir sind nicht errettet worden wegen unserer guten Werke - sondern aus Gottes Gerechtigkeit heraus, das er ein stellvertretendes Opfer für unsere Sünden akzeptiert hat (Jesus Christus - für uns gestorben) akzeptiert hat, woraus uns - die wir unsere Hoffnung darauf setzen, dann Vergebung für unsere Sünden/Übertretungen empfangen.

Und wir werden dann das tun können, was Gott für gut heißt, weil

1. uns keiner mehr für unsere Sünden verdammen kann, weil wir dort, wo wir unsere Sünden bekennen, von Gott auch Vergebung und Reinigung davon erfahren.

1. Johannes 1,
9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit
.

2. Gott durch seinen Heiligen Geist uns dann dazu erst befähigt, den anderen zu lieben, und aus dieser Liebe heraus dann darin auch nicht mehr anderen Schuld zufügen. Nicht mehr die Rechte anderer verletzten. Weil wir uns an dem, was wir haben, genügen lassen können. Uns von Gott versorgt wissen.


Es geht dann nur noch darum, wie wir uns verhalten wollen. Und das tut der mündige Mensch dann in Verantwortung, insofern er weiß, das alles was er tut, er einmal vor Gott auch zu verantworten hat.

Prediger 11,
9 Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit! Und lebe nach dem, was dein Herz wünscht und wonach deine Augen ausschauen! Doch wisse, dass um all dieser Dinge willen Gott dich zur Rechenschaft ziehen wird!


Wer also (im Glauben auch etwas zu empfangen von Gott) den Namen des Herrn (und das ist Jesus Christus - sich an ihn wendet) anruft, wird errettet werden.

Apg 2,21 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden."
Röm 10,13 "denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden".


Wer also seine Hoffnung auf Jesus Christus setzt, wird nicht enttäuscht werden.

Und wer sich hier schon sicher ist, weil er schon errettet ist
der hat dann auch die Heilsgewißheit und lebt so, wie es Gott gefällt.

Und steht wieder auf, auch wenn er (mal) fällt.

Spr 24,16 Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.


siebenmal - sprich jeden Tag in der Woche ... kann dies immer wieder mal passieren
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 10:10

Helmuth hat geschrieben:
So in etwa sehe ich das. Das biblische Bild dazu ist das Buch des Lebens. Dort ist sowas wie mein Geistes-Datensatz in der Gesamt Datenbank Gottes abgelegt und inkludiert auch alle meine Taten. Und lebendig werde ich wieder im Rahmen eines neuen Körpers. Dazwischen ist Power OFF.



Das würde bedeuten, du wärest fremdgesteuert. Alles wäre schon vorherbestimmt und es muss für dein Leben so kommen, wie Gott es vor Erschaffung der Welt schon in seine "Datenbank" eingegeben hat.

Gott gab dem Menschen aber einen Willen sich so oder so zu entscheiden. Und Gott greift hier letztendlich auch nicht ein, wenn sich ein Mensch weigert, sein Vertrauen und seine Hoffnungen auf Gott zu setzen.

Auf der anderen Seite hilft er denen, die sich ihm zu wenden. Und diese hat Gott schon im Vorfeld dann auch dazu bestimmt, im Buch des Lebens zu stehen. Nicht weil Gott schon weiß, wie sich ein Mensch letztendlich entscheiden wird.

Sondern weil Gott sich Menschen gezielt heraus sucht, die er zur Kindschaft und zum Ruhm seines Namens herausheben will - aus der Welt.

Matthäus 11
25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast.
26 Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.


und ergänzend dazu:
Epheser 1
3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus,
4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.
5 Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
6 zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.
7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade,
8 die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht.
9 Er hat uns das Geheimnis seines Willens bekannt gemacht, entsprechend dem [Ratschluss], den er nach seinem Wohlgefallen gefasst hat in ihm,
10 zur Ausführung in der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist
11 — in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens, 12 damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben.
13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung,
14 der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 10:25

Helmuth,

Ich gehöre zu der Gruppe der Christen, die eben nicht an den Zustand des Seelenschlafes glauben. Im Endeffekt wäre das aber auch nur ein vorübergehender Zwischenzustand bis zur Auferstehung.

Nur Menschen, die mit einem entsprechenden Grenzgebiet konfrontiert sind, müssen sich Gedanken dazu machen.

Die Problematik ist dann die, ob dämonische Einwirkungen nur von gefallenen Engeln stattfinden, oder wie verschiedene Seelsorger den Eindruck bekamen, auch durch bösartige Verstorbene. Natürlich zeigt sich das Problem nur in schweren Fällen. Damit muss sich nicht Jeder auskennen oder zurechtfinden.

Der Wissensstand darüber kann nicht konfliktfrei aufgelöst werden. Ergibt also auch kein brauchbares Ergebnis, ob der Mensch nach dem Tod sofort kontinuierlich weiterlebt.

Jede wilde Spekulation darüber verbietet sich auch wegen der Lehren des Spiritismus. Die dummerweise Jenseitskontakte herstellen und auch noch eigene Lehren vom Leben nach dem Tod und ihrem Himmel verbreiten.

LG, otp
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 18:06

onThePath hat geschrieben:Helmuth,

Ich gehöre zu der Gruppe der Christen, die eben nicht an den Zustand des Seelenschlafes glauben. Im Endeffekt wäre das aber auch nur ein vorübergehender Zwischenzustand bis zur Auferstehung.


LG, otp



Mit Vermutungen und Annahmen, ob es sich in bestimmten Fragen nun so oder so verhält, will uns Gott durch sein Wort nicht abspeisen. Insofern das es hier klare Erkenntnisse zu gibt. Auch wenn nicht jeder immer gleich sofort hier schon alles auf dem Schirm hat.

Von Daniel im AT heißt es in Daniel 12,
13 Du aber, Daniel, geh dem Ende entgegen, und ruhe, bis du aufstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!

Dieses Ruhe betrachte ich mittlerweile auch ein Ruhen zu Lebzeiten - wie die Ruhe von den eigenen Werken von der im Hebräerbrief gesprochen wird. Aber wohl auch eine Ruhe im Scheol/Totenreich.

Anzunehmen ist, das mit dem Tod für uns die Zeit stehen bleibt - weil wir uns nicht mehr im Zeitstrom befinden. Die Bibel spricht hier vom Scheol/Totenreich - in dem kein Wollen, kein Denken, kein Wünschen, kein Wahrnehmen herrscht. Absolute Stille für dich und um dich herum.

Das bedeutet die Zeit vergeht in einem Augenblick - sofort - weil keine Ereignisse stattfinden oder von dir verarbeitet werden, die dich Zeit empfinden ließen. Du bist ausserhalb von Raum und Zeit. Wobei du dann nur noch Seele bist. Ein Abbild deiner Identität ohne Geist (der geht zu Gott - wenn es der heilige Geist ist..hier sofort mit dir --- noch heute wirst du mit mir im Paradies sein).

Bist du nicht im heiligen Geist befunden, geht es ins Totenreich wo Gott dich am Ende der Tage wieder hervor holt.



Bin ich nicht gläubig geworden und getauft worden auf Erden, ist der 2. Tod für mich dann der ewige Tod in der Trennung von Gott in Ewigkeit. Weil ich dann den ersten Tod auf Erden erst mit meinem körperlichen Ableben auf Erden erlebe.

Christen brauchen insofern keinen Angst vor dem 2. Tod zu haben. Weil sie hier auf Erden schon zu Lebzeiten in der Taufe einen 1.Tod erlebt haben. Und ihr 2. Tod dann der Tod des Körpers auf Erden ist. Vor dem sie sich dann auch nicht fürchten brauchen, weil sie dann wissen, sofort im Himmel bei Gott zu sein.

Verdeutlicht wird dieses im Gleichnis vom Reichen Mann und dem armen Lazarus.

Lazarus war gerecht - in ihm wurde keine Schuld vor Gott gefunden und er wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen.

Der reiche Mann jedoch, der seinen Reichtum dem Armen vorenthielt (siehe diesbezüglich die Wehrufe Jesu über die Reichen dieser Welt die den Lohn der Armen vorenthalten - ihnen berechtigte Ressourcen vorenthalten) wachte in Qualen im Hades auf. Sein 2. Tod. Der dann für ihn ewig ist. Den ersten Tod hatte er zu Lebzeiten erlebt.


Also noch mal zusammengefasst:

Gläubige aus dem AT werden aus dem Scheol - in denen ihre "Seele" ruht -
am Ende der Tage wieder hervorgeholt und finden sich dann auch im Buch des Lebens wieder.

Gläubige, die durch den heiligen Geist eine Bekehrung/Wiedergeburt erlebt haben und dann hier schon auf Erden zu Lebzeiten einen 1. Tod in der Taufe mit dem heiligen Geist (durch Jesus Christus) erlebt haben, sind nach dem Tod direkt bei Gott und können von dort auch Anteil nehmen an insofern es in Offenbarung 6 heißt:
Offb 6,10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann, heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?

Für diese ist also die Zeit auf Erden noch nicht abgelaufen. Sie sind nicht im Scheol werden nicht erst zum jüngsten Gericht vor Gott erscheinen.

Ungläubige dann, die Sterben zu Lebzeiten, wandern in den Scheol und "ruhen" dort, bis sie von Gott wieder emporgeholt werden zum Gericht der Werke und wachen dann entweder im Hades auf oder finden sich noch im Buch des Lebens wieder.

Soweit zumindest meine vorläufige Erkenntnis darüber. Für Fehlschlüsse oder andere aus der Bibel ableitbare und begründete Annahmen bin ich dann immer dankbar.
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 19:34

Mit Vermutungen und Annahmen, ob es sich in bestimmten Fragen nun so oder so verhält, will uns Gott durch sein Wort nicht abspeisen. Insofern das es hier klare Erkenntnisse zu gibt. Auch wenn nicht jeder immer gleich sofort hier schon alles auf dem Schirm hat.


Lieber Habatom
Siehst du wohl zu diesem Thema in der Bibel klarere Antworten als ich. Und ich empfinde, du spekulierst darüber mit vielen Worten.

Die darfst du dann auch behalten, wenn du zuviel Gewissheit hast, weil Fragen dazu dennoch weiter gestellt werden, weil es doch nicht so klar ist.



lg, otp
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Do 11. Okt 2018, 21:04

Hallo Onthepath,


kannst du mit den Begrifflichkeiten: 1. Tod und 2. Tod - wie sie in der Bibel erwähnt werden, etwas anfangen?
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Helmuth » Fr 12. Okt 2018, 08:23

Habatom hat geschrieben:Das würde bedeuten, du wärest fremdgesteuert. Alles wäre schon vorherbestimmt und es muss für dein Leben so kommen, wie Gott es vor Erschaffung der Welt schon in seine "Datenbank" eingegeben hat.

Du ziehst das Thema immer in eine andere Richtung. Ich bleibe bei der Seelenthematik. Schwierig genug.


onThePath hat geschrieben:Ich gehöre zu der Gruppe der Christen, die eben nicht an den Zustand des Seelenschlafes glauben. Im Endeffekt wäre das aber auch nur ein vorübergehender Zwischenzustand bis zur Auferstehung.

Es ist auch "Glauben" hier das völlig falsche Wort. Glauben tue ich an Jesus, das Glaube! Alles andere ist eine Auffassung oder eine Meinung. Nur was ist ein Seelenschlaf? Der Begriff verdient zuerst eine Definition deinerseits, um überhaupt darüber zu reden.

Ich sagte schon, vieles wird begrifflich nur unterschiedlich gebraucht.

Meine begriffliche Meinung: Die Seele schläft nicht, sie ist tot - sich ihrer unbewusst - doch sie kommt wieder zum Leben durch die Auferstehung. Dann SIND wir wieder.

An diese Auferstehung sollen wir glauben, das Zwischenstadium ist akademisch intererresant aber nicht glaubensrelevant, zumal es in meiner Denkwelt ein "Nichts" bedeutet. Ich bin blbisch gesprochen im "Totenreich". Und schon wieder ein Begriff mit mehreren Bedeutungen. 8-)
Herzliche Grüße
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Fr 12. Okt 2018, 10:23

Habatom hat geschrieben:Hallo Onthepath,


kannst du mit den Begrifflichkeiten: 1. Tod und 2. Tod - wie sie in der Bibel erwähnt werden, etwas anfangen?


Hallo, Habertom

Mir ist schon klar, was dort in der Bibel erklärt wird.

LG, otp
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Fr 12. Okt 2018, 15:46

onThePath hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:Hallo Onthepath,


kannst du mit den Begrifflichkeiten: 1. Tod und 2. Tod - wie sie in der Bibel erwähnt werden, etwas anfangen?


Hallo, Habertom

Mir ist schon klar, was dort in der Bibel erklärt wird.

LG, otp



Und - den ersten Tod schon erlebt...-?
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon onThePath » Fr 12. Okt 2018, 16:47

Sind wir hier in einem " Ungläubigen" - Forum ?
Oder mache ich den Eindruck, missioniert werden zu müssen ?
Mache ich auf dich so einen ungläubigen Eindruck ?
Hast mir vielleicht noch nicht deinen Brief und Siegel gegeben, ich sei ein Christ ?

:-P
Aber wenn du möchtest kannst du ja deine Sicht davon nochmal erklären.

LG, otp
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon Habatom » Fr 12. Okt 2018, 21:19

Hallo Onthepath,


ich war heute abend auf einem Konzert von Manfred Siebald (nicht unbedingt mehr meine Musik, aber einen wichtigen Gedanken konnte ich mitnehmen....).

Etwas was unser Thema - und hier sind wir im weiteren und engeren Sinne immer noch beim Thema "Unsterblichkeit".


Was ich in meinem letzten Beitrag nämlich missen ließ ist der Fakt, das Jesus ja auch davon sprach, das einige von den dort Anwesenden Menschen den Tod nicht schmecken würden, bis sie Jesus sehen werden:

Mt 16,28 Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.

Und das galt damals wie heute.

Und das bedeutet, das Du auch heute noch nicht den ersten Tod (für Christen die Taufe mit dem heiligen Geist - denn Jesus tauft mit heiligem Geist) erlebt haben musst um zu Lebzeiten dann schon Jesus zu sehen, wie er in Herrlichkeit und Kraft wiederkommt. Als Messias dann.


Und es gab auch zu Jesus Zeiten schon Menschen, wie Lazarus, die den Tod nicht geschmeckt haben (den leiblichen Tod, aus dem es dann normalerweise für die meisten Menschen erst ein Erwachen vor und bei Gott gibt). Und auch die entschlafenen Heiligen, die aus ihren Gräber kamen und von vielen gesehen wurde, als der Vorhang im Tempel zerriss, nachdem Jesus am Kreuz gestorben war.
Auch sie sahen im Prinzip den ersten Tod (ihren leiblichen Tod) nicht. Da es im Moment des Sterbens für sie keine Zeit mehr gibt und sie quasie aus ihrer Sicht sofort wieder ins Leben gerufen werden - bzw. zu Jesu Tod hier gerufen worden sind.

Wenn ich dich also gefragt habe, ob du schon den ersten Tod (das wäre dann die Taufe) erlebt hast - um dann auch Heilsgewissheit haben zu können, dann darf ich dir jetzt vergewissern, das du auch noch Jesus sehen könntest - wenn er wieder kommt auf Erden als Messias.

ein schönen Abend und eine gute Nacht noch,
wünsche ich Dir.
Habatom
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Sa 13. Okt 2018, 18:58

Ich möchte meine Abschrift hier einsetzen aus einem Buch von Charles C. Ryrie, "Die Bieb verstehen", Kapitel 32, ab Seite 230
Ch. C. Ryrie ist zwar Calvinist (!)... dennoch lese ich sein Buch und finde ich seine Ausführungen zu Seele Geist hilfreich und weiterführend. (Prüfet alles und behaltet das Gute!).
Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, dass Seele nicht ein biologisches, irdisches, oder geistliches "ETWAS" ist, welches man isoliert betrachten kann.
Man muss durch Glauben unter Gebet und in Demut eineiges stehen lassen bis es einem der Geist Gottes zeigt, zu Seiner Zeit nicht nach meinem Willen. Dran bleiben - immer.


Wer ist der Mensch?
I. Das Wesen des Menschen

a) Einheit in der Zweiheit

Als Gott Adam erschuf, nahm er Staub vom Erdboden und blies seinen Lebens-
odem in ihn, um ihn zu einem lebendigen Wesen zu machen (IMo 2,7). Der
Mensch ist also in zwei Schritten erschaffen und doch eine Einheit, ein Lebewesen.
Während der stoffliche Anteil dem Ackerboden entnommen war, stammte das Leben
selbst aus dem Atem Gottes. Der stoffliche und der nichtstoffliche Anteil stel-
len gemeinsam eine Einheit dar. Der sichtbare Anteil des Menschen besteht aus
vielen verschiedenen Facetten: Blutgefäßen, Gehirn, Muskeln, Haaren usw. Das
selbe gilt für den unsichtbaren Anteil: Seele, Geist, Herz, Wille, Gewissen usw.
Ohne die Einheit des menschlichen Wesens aber könnte ihre Vielfalt nicht funk--
tionieren. „Aus biblischer Sicht ist der Mensch ein Wesen von großer Vielfalt, den
noch muß seine Einheit gewahrt bleiben. Diese ist sogar eine besondere Betonung
der Bibel" (G. C. Berkouwer: Man: The Image of God [Grand Rapids:Eerdmans 1952], S.200).

An der zweifachen Natur des Menschen besteht kein Zweifel. Der Mensch ist eine
Einheit aus Materie und Nichtmaterie, wobei beide nicht voneinander geschie-
den werden können. Der leibliche Tod ist die Trennung von Körper und Geist (Jak2,26).
Die biblische Dichotomie hat nichts mit der Theorie Piatos zu tun, wonach
der Körper vergänglich ist, die Seele aber bereits vor ihrer Menschwerdung in der
reinen Form der Idee in der Himmelswelt existierte, weshalb sie nicht geschaffen
und unsterblich ist, ein Teil der Gottheit. Die biblische Dichotomie bedeutet gewiß
nicht, daß der Leib das Gefängnis der Seele wäre, welche beim Tod befreit wird,
um in die Himmelswelt zurückzukehren oder in einem anderen Körper wieder
Fleisch zu werden. Die biblische Dichotomie unterscheidet sich radikal vom plato
nischen Dualismus.


b) Keine Trichotomie (Dreiteilung)

Aristoteles entwickelte die Zweiteilung Piatos weiter, indem er die Seele in
(a) eine Tierseele (den Atem) und
(b) die Vernunftseele (das Denken) teilte.

Diese Unterscheidung wurde durch Thomas von Aquin und die römisch
katholische Kirche weiterentwickelt. Unter dem Einfluß der Griechen meinten
manche frühchristlichen Autoren, die Trichotomie ließe sich aus mehreren neute-
stamentlichen Stellen belegen. Mit ihnen schließen sich viele heutige Autoren die
ser Theorie an.
Die populäre Trichotomie (der Mensch bestehe aus Körper. Seele und Geist) er-
hebt den Geist über die Seele und Geist und Seele zusammen über den Körper. Der
Körper bestimme demnach die Beziehung zu sich selbst, die Seele die Beziehung
zur Welt, der Geist aber zu Gott. Den Geist und alles Geistliche sollen wir unter-
stützen, Seele und Leib aber sind verwerflich. Diese Vorrangstellung ist unverein-
bar mit dem gleichzeitigen Versuch der populären Trichotomie, eine Analogie zwi-
schen der Dreieinheit Gottes und der Dreiteilung des Menschen zu bilden. Die drei
Personen der Trinität sind jedenfalls gleichwertig, die Teile des Menschen wären
dies nicht. Welcher Person der Trinität entspräche dann der Körper? Die Tricho-
tomie, ob in ihrer populären oder formellen Variante, ist weder logisch noch bi-
blisch noch durch den Vergleich mit der Trinität zu belegen.
Wie deuten wir nun die Stellen, die gewöhnlich als Beleg für die Trichotomie
zitiert werden?

Hebräer 4,12 scheint die Seele vom Geist zu scheiden und damit die Dreiteilung
des Menschen zu befürworten. Freilich sagt dieser Vers nicht, das Wort Gottes
würde Seele und Geist voneinander trennen, es heißt vielmehr, das Wort dringt
durch, um Seele wie Geist zu eröffnen und damit das Innerste des Menschen bloß
zulegen. Die Aussage des Verses liegt darin, daß vor dem Wort Gottes nichts ver-
borgen bleibt.

Nach 1. Thessalonicher 5,23 scheint der nichtstoffliche Anteil des Menschen aus
Seele und Geist zu bestehen. Nach dem Trichotomismus bedeuten Geist, Seele und
Leib in diesem Vers die Teile des Menschen, nach dem Dichotomismus stehen sie
stellvertretend für den ganzen Menschen. Würden diese drei Ausdrücke die Einzel
teile des Menschen bedeuten, welche Rolle spielen dann Herz, Sinn, Wille und
Gewissen? Warum führt Paulus sie in seiner Liste nicht an? Die Betonung dieses
Verses liegt auf der Vollständigkeit der Heiligung.
1. Korinther 15,44 scheint eine Unterscheidung zu treffen zwischen dem jetzigen
(einem seelischen) Leib und dem (geistlichen) Auferstehungsleib. Dies bedeutet
freilich nicht, der Geist wäre der Seele überlegen. Johannes sieht im Himmel die
Menschen als „Seelen".(Offb 6,9; 20,4).

Der Geist kann an der Beschmutzung des Fleisches teilhaben (2Kor 7,1). Nach
dem Trichotomismus könnten nur Fleisch und Seele beschmutzt werden, nicht aber
der Geist. Die fleischliche Lust führt Krieg gegen die Seele (IPetr 2,11). Nach der
Trichotomie müßte das Fleisch gegen den Geist kämpfen oder die Seele gegen den
Geist. Wie kann der Herr uns gebieten, ihn aus ganzer Seele zu lieben, wenn die
Seele auf die Weit ausgerichtet ist und nicht auf Gott (Mk 12,30)? Nach der
Trichotomie müßte hier stehen: „Aus ganzem Geist." Der Geist aber kommt in die
sem Gebot überhaupt nicht vor. In Hebräer 10,38 wird sogar Gott eine Seele zuge-
schrieben.

Der Mensch hat zwei Bereiche: einen stofflichen und einen nichtstofflichen. Je-
der der beiden ist wieder eine Vielfalt für sich. Die vielen Facetten des stofflichen
und die vielen Facetten des nichtstofflichen Bereiches ergeben gemeinsam die Ein-
heit eines Menschen. Der Mensch ist Vielfalt in der Einheit.


II. Die Vielfalt des unsichtbaren Menschen

Der Mensch ist wie ein Diamant mit vielen Facetten. Diese Facetten sind keine ge-
trennten Substanzen, sie sind einzelne Sichtflächen des Ganzen. Sie mögen sich äh-
neln oder überlappen, dennoch sind sie unterschiedlich. Es sind nicht Teile des
Ganzen, sondern Facetten, Aspekte, Sichtflächen der Gesamtheit.

a) Die Seele

Die Grundbedeutung des hebräischen Wortes nephesch ist „Leben". Es bezeichnet
den Menschen, wie er ursprünglich als lebendiges Wesen (Seele) geschaffen wurde
(1.Mo 2,7). Derselbe Begriff wird für andere Lebewesen verwendet (1,20-21.24.30;
3.Mo 17,11). Beachten wir auch 2. Mose 21,23 und Josua 2,13. In diesem Sinne
sprechen auch wir von einem Menschen als einer Seele.
Das Lebensprinzip Seele verläßt beim leiblichen Tod den Körper (1.Mo 35,18; Jer 15,2),
aber auch der Leichnam wird Seele genannt .(3.Mo 21,11; 4Mo 6,6; 9,6).
Im Alten Testament führt die „Seele" keine eigene, vom Körper getrennte Existenz,
womit wieder die Ganzheit des Menschen betont ist. „Bei dieser überaus reichen
Verwendung von n. [nephesch, Seele] für Leben bleibt zu beachten, daß der n. nie
die Bedeutung eines im Unterschied zum leiblichen Leben unzerstörbaren Daseins-
kerns zukommt, der auch getrennt von ihm existieren könnte" (Hans Walter Wolff:
nthropologie des Alten Testaments [München: Chr. KaiserVerlag 1973], S. 40).

Die Seele ist auch das Zentrum etlicher geistlicher und gefühlsmäßiger Erlebens-
formen. Zu diesen gehören Mitgefühl (Hi 30,25); Verzweiflung (Ps 43,5); Betrüb
nis(2Kön 4,27); Haß (2Sam 5,8); Liebe (Hl 1,7; 3,1-4) und Trauer (Jer 13,17).

Im Neuen Testament wird das Wort Seele (psyche) grundsätzlich ähnlich, doch
mit einigen Abwandlungen gebraucht. Es bezeichnet den gesamten Menschen
(Apg 2,41; 27,37), kann aber auch nur den nichtstofflichen Bereich des Menschen
meinen (Mt 10,28). Es benennt zugleich Menschen im Übergangsstadium zwischen
Tod und leiblicher Auferstehung (Offb 6,9).

Die Seele spielt vor allem bei der Erlösung eine wichtige Rolle (obwohl natür-
lich die Erlösung auch den Leib betrifft). Die wichtigsten Stellen sind Hebräer
10,39; 13,17; Jakobus 1,21; 1. Petrus 1,9.22; 2,11.25.

Zusammenfassung: Die Seele kann den ganzen Menschen meinen, lebendig oder
nach dem Tod; sie kann auch nur den nichtstofflichen Anteil des Menschen be-
zeichnen, vor allem seine Gefühle und Empfindungen; zugleich ist sie Ansatzpunkt
für Wiedergeburt und geistliches Wachstum.
Zuletzt geändert von KoS am Sa 13. Okt 2018, 19:04, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüsse, KoS
KoS
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Re: Unsterbliche Seele

Beitragvon KoS » Sa 13. Okt 2018, 18:59

b) Der Geist

Das Wort Geist (ruach und pneumä) bezeichnet nur den unsichtbaren Anteil des
Menschen, während die Seele auch den stofflichen Bereich umfassen kann. Der
Mensch ist eine Seele, er ist aber nie ein Geist - er hat einen Geist.
Der Geist stammt von Gott, und jeder Mensch hat einen Geist (4.Mo 16,22; Hebr
12,9). Es ist nicht biblisch, daß der Mensch keinen Geist hat, ehe er bei der
Erlösung den Heiligen Geist bekommt.

(vgl. 1 Kor 2,11; Hebr 4,12; Jak 2,26).
Der Geist als Facette des nichtstofflichen Menschen ist das Zentrum verschiede
ner Fähigkeiten, Gefühle und Tätigkeiten. Dazu gehören das Denken (Jes 29,24),
das Erinnern (Ps 77,7), Demut (Mt 5,3), Trauer (IMo 26,35), Betrübnis (Joh 13,21),
Eifersucht (4.Mo 5,14), Überheblichkeit (Spr 16,18) und Zerknirschtheit (Ps 34,19).

Weil der Geist falsche Gefühle verursachen kann, müssen wir ihm als
Christen besondere Aufmerksamkeit zollen (Ps 51,10; 2Kor 7,1).

Obwohl Seele und Geist dieselben Tätigkeiten und Gefühle umschreiben können,
scheint ein Unterschied und sogar Gegensatz zwischen Seele und Geist zu be-
stehen, vor allem bei Paulus. Darum betont er das Geistliche so stark (IKor 2,14;
3,1; 15,45; Eph 1,3; 5,19; Kol 1,9; 3,16). Wie läßt sich das erklären? „Als Paulus
Christus fand, wurde die Gotteserfahrung für ihn zum bestimmenden Faktor, nicht
nur für sein Gottesbild, sondern für sein gesamtes Leben. Weil Paulus Jude war,
prägte und beeinflußte seine Haltung zu Gott jeden seiner Gedanken. In seiner
christlichen Erfahrung wurde die psyche, seine rein menschliche Lebenshaltung,
unwesentlich; das pneuma dagegen, das seinen Ursprung bei Gott hat und dem
Menschen eingepflanzt wurde, erhielt zentrale Bedeutung. Der Schlüssel zum Ver-
ständnis liegt darin, daß Paulus das Wort psyche kaum verwendet ... Seine Er-
kenntnis des Heiligen Geistes wurde zum Fundament seiner Anthropologie, womit
das pneuma die Führungsrolle erhielt" (W. David Stacey: The Pauline View of Man
[London: Macmillan 1956], S 126-127).

Zusammenfassung:
Der Geist bezeichnet nicht den gesamten Menschen, sondern
seinen nichtstofflichen Anteil mit verschiedenen Funktionen und Empfindungen.
Im paulinischen Denken erhält das geistliche Leben den absoluten Vorrang.


c) Das Herz


Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament nimmt das Herz eine wesentliche
Stellung ein. Es kommt etwa 955mal vor und steht für Zentrum und Sitz des Le
bens, sowohl des leiblichen als auch des seelischen. Nur relativ selten ist das Kör
perorgan Herz gemeint (2.Sam 18,14; 2Kön 9,24).
Weit häufiger bezieht es sich auf den inneren Menschen,
die Quintessenz der vielen Persönlichkeits-Facetten.

Folgende Bedeutungen sind die häufigsten:
1. Das Herz als Sitz der Vernunft. Das Herz kann erkennen (5Mo 8,5) und die
Kenntnis des Wortes Gottes bewahren (Ps 119,11), es ist die Quelle böser Gedan-
ken und Handlungen (Mt 15,19-20), es schmiedet Gedanken und Pläne (Hebr 4,12),
es kann trügerisch sein (Jer 17,9).
2. Das Herz als Sitz des Gefühlsiebens. Das Herz liebt(5.Mo 6,5), es ist Ursprung
von Selbstvorwurf (Hi 27,6), es freut sich und ist fröhlich (Ps 104.15; Jes 30,29),
es kann trauern (Neh 2,2; Rom 9,2), es hegt Wünsche und Begierden (Ps 37,4), es
kann erbittert sein (73,21).
3. Das Herz als Sitz des Willens. Das Herz sucht (5Mo 4.29), es kann sich gegen
jemanden wenden (2Mo 14,5), es kann verstockt sein (8.15; Hebr 4,7), es kann sich
entscheiden(2.Mo 7,22-23), es kann unbeschnitten sein (Jer 9,25; Apg 7,51).
4. Das Herz als Sitz des geistlichen Lebens. Mit dem Herzen glaubt der Mensch
zur Errettung (Rom 10,9-10). Im Herzen des Gläubigen wohnt der Vater (1.Petr.
3,15), der Sohn (Eph 3,17), und der Heilige Geist (2Kor 1.22). Das gläubige Herz
soll rein sein (ITim 1,5; Hebr 10,22) und sich beschneiden lassen(Rom 2,29).


d) Das Gewissen

Das Gewissen ist jene innere Stimme, die den Menschen dazu drängt, zu tun, was
er für richtig hält. Das Gewissen sagt uns nicht, was richtig und falsch ist.
Es treibt uns nur, das in unseren Augen Richtige zu tun. Man kann mit gutem
Gewissen etwas Falsches tun, weil man richtig und falsch verwechselt hat (Apg 23,1).

Das Gewissen kommt nur im Neuen Testament vor. Seine Funktionen werden im
Alten Testament dem Herzen zugeschrieben (z. B. ISam 24.6; Hi 27.6).
Im Neuen Testament begegnen wir dem Gewissen am häufigsten in den Paulusbriefen.
Johannes verwendet ebenfalls das Wort Herz (siehe 1 Jo 3,19-21).
Das Gewissen des Unerlösten kann ihm Zeugnis für die Wahrheit geben (Job 8,9;
Rom 2,15). Es kann aber auch ein falscher Führer sein, obwohl dies für den
Betreffenden nicht erkennbar ist (Apg 23,1; ITim 4,2; Tit 1,15; Hebr 10,22).
Das Gewissen ist wie eine Alarmanlage mit Wackelkontakt. Es mag ihren Zweck
erfüllen, ist aber nicht verläßlich.
Das Gewissen des Christen überredet ihn in verschiedenen Lebensbereichen, das
Rechte zu tun.
(1) Es drängt ihn dazu, der Regierung gehorsam zu sein (Rom 13,5).
(2) Es treibt ihn dazu, einen ungerechten Arbeitgeber zu ertragen (IPetr 2,19).
(3) Das Gewissen eines schwachen Bruders, das ihm nicht gestattet, Götzenop
ferfleisch zu essen, muß vom starken Bruder respektiert werden (IKor 8,7.10.12).
(4) Das Gewissen wird als Zeuge für die Tiefe und Wahrhaftigkeit unserer geist-
lichen Hingabe beschworen (Röm 9,1; 2Kor 1,12; 4,2).


e) Sinn, Gesinnung und Verstand


Wie das Gewissen gehört die Gesinnung vor allem ins Neue Testament. Im Alten
Testament wird sie wieder durch das Herz vertreten. Sinn, Gesinnung und Vernunft
umfassen Wahmehmungs- und Verständnisgabe, Gefühle sowie Urteils- und Ent-
scheidungsvermögen. phroneo, nous und synesis sind die wichtigsten neutesta-
mentlichen Wörter.

Der Sinn des Unerlösten ist verworfen(Rom 1,28), nichtig (Eph 4,17), befleckt (Tit
1,15), verblendet (2Kor 4,4) und verfinstert (Eph 4,18). Außerdem fehlt dem Un-
gläubigen die Unterscheidungsgabe, die als synesis bezeichnet wird (Rom 3,11).

Der Verstand des Gläubigen ist besonders wichtig für sein geistliches Wachstum.
Gott verwendet ihn, um seine Wahrheit kundzutun (Lk 24,45; IKor 14,14-15). Ein
gottgeweihtes Leben braucht einen erneuerten Sinn (Rom 12,2). Sinn und Verstand
dienen dazu, in Zweifelsfragen Entscheidungen zu treffen (14,5), nach Heiligkeit zu
streben (IPetr 1,13), den Willen des Herrn zu verstehen (Eph 5,17) und den Herrn
zu lieben (Mt 22,37). Jeder unserer Gedanken muß unter den Gehorsam Christi ge-
fangengenommen werden (2Kor 10,5).


f) Das Fleisch

Zwar bedeutet Fleisch auch Muskelgewebe (Lk 24,39) oder den stofflichen Anteil
des Menschen (IKor 15,39; Hebr 5,7), als Facette des unsichtbaren Wesens bedeu-
tet es aber die Neigung zu Sünde und Gottfeindlichkeit (Rom 7,18; IKor 3,3; 2Kor
1,12; Gal 5,17; Kol 2,18; 2Petr 2,10; IJo 2,16). Das Fleisch versucht Gläubige wie
Ungläubige in seine Gewalt zu bekommen.


g) Der Wille

Die Bibel hat wesentlich mehr über den Willen Gottes als den des Menschen zu sa-
gen, und selbst das wenige, was sie sagt, ist unsystematisch. Der Wille des Gläubi-
gen kann auf das Richtige oder deis Falsche gerichtet sein (Rom 7,15-25; ITim 6,9;
Jak 4,4). Vielleicht ist der Wille eher eine Ausdrucksform der anderen Persönlich
keits-Facetten, nicht ein eigener Bereich des menschlichen Wesens.
Dies sind die Facetten des unsichtbaren Anteils des Menschen, durch den er sich
selbst ehren oder aber den Herrn verherrlichen und ihm dienen kann.
Liebe Grüsse, KoS
KoS
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Registriert: Mi 3. Okt 2018, 15:41

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