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Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

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Moderator: kingschild

Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » So 19. Okt 2008, 15:43

Enggi hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Nichts anderes tut doch Christus in uns. Er stellt den Zustand vor dem Sündenfall wieder her. Freilich ist es nicht mehr derselbe, sondern nun auf einer höheren Stufe.

Wann wird das sein? Ich merke bis jetzt weder an mir, noch an anderen Christen, noch an irgendjemandem, den ich sonst noch kenne, einen Zustand, wie er vor dem Sündenfall gewesen ist; also muss das in der Zukunft sein, oder?


Erlöst zu sein, bedeutet doch von dem erlöst zu sein, was nach dem Sündenfall kam.
Logisch, oder?
(christlicher9 Glauben heißt an die Erlösung durch J.Chr. glauben. Also nehmen wir den Gedankeninhalt "ich bin frei" in unser Denken auf. Dieser Gedanke wird angefochten von unseren bisherigen Erfahrungen der Unfreiheit. Also entsteht in uns ein Geisteskampf. Der Kampf des Geistes Gottes gegen das Fleisch. Je mehr der Geist Gottes durch festhalten im Glauben in uns erstarkt, umso mehr werden wir die Freiheit erfahren.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » So 19. Okt 2008, 15:59

Kommt wieder zurück zum Thema...

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon onThePath » So 19. Okt 2008, 16:21

jes_25913 hat geschrieben:Die Erlösung in allen anderen Religionen läuft nicht anders ab, als im Christentum.
Nirgendwo befreit der Mensch sich selbst. Man kann aber auch sagen: Immer nur befreit der Mensch sich selbst. Das scheint ein Paradox zu sein, ist es aber nicht.
Jeder wird nur durch Glaube und Liebe an das erlöst, was nicht seine gegenwärtiges Menschsein ausmacht. Das ist das Gemeinsame aller Erlösungslehren.
Ob man nun etwas "das Höhere Selbst", "Atma" "Nirvana" oder "Christus" nennt, ist völlig gleich, da alles die "ewige Existenz" das "pure Leben" meint, gegenüber dem vergänglichen und leidvollen, in dem sich der Mensch befindet.



Gemeinsam ist allen ernst zu nehmenden Religionen, dass der Mensch erlösungsbedürftig ist.
Der Mensch muß sich ändern, sonst gibt es negative Konsequenzen. Um das zu erkennen, muß der Mensch seine Irrtümer "Illusionen" über sich erkennen. Er muß erkennen, was ihn von Gott trennt, und diese Trennung überwinden.

Aber es ist nicht damit gesagt, dass alle Religionen gleich fähig dazu seien. Irrtümer schleichen sich in Religionen ein, und einer davon ist der Reinkarnationsglaube.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Johncom » So 19. Okt 2008, 16:53

jes_25913 hat geschrieben:Die Erlösung in allen anderen Religionen läuft nicht anders ab, als im Christentum.
Nirgendwo befreit der Mensch sich selbst. Man kann aber auch sagen: Immer nur befreit der Mensch sich selbst. Das scheint ein Paradox zu sein, ist es aber nicht.
Jeder wird nur durch Glaube und Liebe an das erlöst, was nicht seine gegenwärtiges Menschsein ausmacht. Das ist das Gemeinsame aller Erlösungslehren.
Ob man nun etwas "das Höhere Selbst", "Atma" "Nirvana" oder "Christus" nennt, ist völlig gleich, da alles die "ewige Existenz" das "pure Leben" meint, gegenüber dem vergänglichen und leidvollen, in dem sich der Mensch befindet.



onThePath hat geschrieben:Gemeinsam ist allen ernst zu nehmenden Religionen, dass der Mensch erlösungsbedürftig ist.
Der Mensch muß sich ändern, sonst gibt es negative Konsequenzen. Um das zu erkennen, muß der Mensch seine Irrtümer "Illusionen" über sich erkennen. Er muß erkennen, was ihn von Gott trennt, und diese Trennung überwinden.

Aber es ist nicht damit gesagt, dass alle Religionen gleich fähig dazu seien. Irrtümer schleichen sich in Religionen ein, und einer davon ist der Reinkarnationsglaube.


.... sagen die einen. Die anderen sagen, Irrtum ist ein Messiasglaube. Irrtum ist immer, was der andere glaubt. Irrtum ist nie was man selber glaubt.

Aber wie dem auch sei, es ist auch Irrtum zu glauben, daß die Vorstellung von Reinkarnation eine so große Rolle spielt in Buddhismus oder Hinduismus. Reinkarnation ist dort eher überlieferter Volksglauben. Was genau reinkarniert, kann nicht von jedem gleich verstanden werden, dafür ist unser Köpfchen zu sehr auf Ursache-Wirkung Denken beschränkt.

Lehrende Vertreter in Hinduismus und Buddhismus empfehlen eher, sich nicht mit diesen Reinkarnationstheorien zu beschäftigen. Das Motivist doch: Wie überlebt mein kleines 'Ich', wann werde ich belohnt ? Was kann 'ich' erreichen ? Das ist doch alles selbsüchtiges Wünschen. Diese Selbstsucht hält uns davon ab, völlig und ganz 'Gott ergeben' zu sein. Der erlöste Mensch ist der von seiner Selbssucht Erlöste. Der lebt jetzt schon ( oder wieder ) in Unschuld.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon chrystal » So 19. Okt 2008, 17:30

Johncom hat geschrieben: Der erlöste Mensch ist der von seiner Selbssucht Erlöste. Der lebt jetzt schon ( oder wieder ) in Unschuld.


Nur eine kleine, aber wichtige Korrektur - der erlöste Mensch lebt mit sich und Gott "im Reinen" - Unschuld und Reinheit sind wesentlich verschieden - im letzteren ist Begierde aus Erkenntnis der Ursachen und Folgen überwunden worden - im ersteren Fall gibt es darüber noch kein Bewußtsein.
Unschuldig ist man daher immer nur ohne Bewußtsein.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » So 19. Okt 2008, 17:49

Johncom hat geschrieben:Lehrende Vertreter in Hinduismus und Buddhismus empfehlen eher, sich nicht mit diesen Reinkarnationstheorien zu beschäftigen. Das Motivist doch: Wie überlebt mein kleines 'Ich', wann werde ich belohnt ? Was kann 'ich' erreichen ? Das ist doch alles selbsüchtiges Wünschen. Diese Selbstsucht hält uns davon ab, völlig und ganz 'Gott ergeben' zu sein. Der erlöste Mensch ist der von seiner Selbssucht Erlöste. Der lebt jetzt schon ( oder wieder ) in Unschuld.


Auf gut Deutsch die Reinkarnation währe völlig überflüssig und der Tod tritt nicht ein bei dem der sich schon jetzt aus Selbstsucht befreit hat. Johncom du wärst der erste und gemäss Bibel würdest Du mit Deiner letzten Aussage schon wieder Anteil haben an der Sünde Sold.

Also als Christ kann man auf jeden Fall die Reinkarnation zu Grabe tragen was aber bei den anderen Religionen noch überigbleiben würde wenn man diesen Passus streichen würde dann würden wohl die Fundamente gewaltig stürzen.

Das Verlangen wieder mit Gott Gemeinschaft zu haben und dies auch in Ewigkeit ist für mich nichts Selbstsüchtiges und ich möchte es auch nicht ablegen. Es ist ein Grundbedürfnis das ich als Gott gewohlt ansschaue und ich glaube dies ist auch der Wille des Vaters das er seine Schöpfung erhalten möchte.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jesusjünger » So 19. Okt 2008, 18:03

Ein Trost könnte Dir sein, dass Du Dich mal mit den Nahtoderlebnissen beschäftigst.
Da siehst Du bei manchen Erlebnissen, dass der Erleber in diesem Zustand verstorbenen Angehörigen begegnete.
In den Schriften Sundar Singhs findest Du doch auch solche Fälle!


@jes_25913:

Ich verstehe nicht, warum diese Stelle bei Sadhu Sundar Singh, dich nicht genau wie mich dazu führt, den Reinkarnationsgedanken aufzugeben.

Beschreibt doch SSS genau was mit Seelen und Geistern passiert, die reinkanieren wollen. Gott will ihnen helfen, sich an die Geisteswelt zu gewöhnen, und erklärt ihnen, dass sie Mächten dem unteren Teil der Geisteswelt, der Hölle heißt, erlegen sind, wenn sie unbedingt reinkanieren wollen.

Gruß
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Ab dem 18.11.2009 habe ich meinen Nicknamen
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon onThePath » So 19. Okt 2008, 18:21

christosamaj hat geschrieben:[Beschreibt doch SSS genau was mit Seelen und Geistern passiert, die reinkanieren wollen. Gott will ihnen helfen, sich an die Geisteswelt zu gewöhnen, und erklärt ihnen, dass sie Mächten dem unteren Teil der Geisteswelt, der Hölle heißt, erlegen sind, wenn sie unbedingt reinkanieren wollen.
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Auf welcher Seite steht das ?

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Johncom » So 19. Okt 2008, 18:49

Johncom hat geschrieben:Lehrende Vertreter in Hinduismus und Buddhismus empfehlen eher, sich nicht mit diesen Reinkarnationstheorien zu beschäftigen. Das Motivist doch: Wie überlebt mein kleines 'Ich', wann werde ich belohnt ? Was kann 'ich' erreichen ? Das ist doch alles selbsüchtiges Wünschen. Diese Selbstsucht hält uns davon ab, völlig und ganz 'Gott ergeben' zu sein. Der erlöste Mensch ist der von seiner Selbssucht Erlöste. Der lebt jetzt schon ( oder wieder ) in Unschuld.


kingschild hat geschrieben:Auf gut Deutsch die Reinkarnation währe völlig überflüssig und der Tod tritt nicht ein bei dem der sich schon jetzt aus Selbstsucht befreit hat. Johncom du wärst der erste und gemäss Bibel würdest Du mit Deiner letzten Aussage schon wieder Anteil haben an der Sünde Sold.


An der Sünde Sold Anteil haben. Meinst wahrscheinlich, ich mach mich sündig mit dieser Aussage ? Nun gut, so denken oder glauben manche Menschen halt. - Nein, Du hast mich nicht verstanden. 1) Die Vorstellung von Reinkarnation ist nicht überflüssig. Nicht für die, denen sie ein Hoffnungs-Fundament gibt. 2) Natürlich tritt der körperliche Tod bei jedem ein. Aber ich möchte sagen ( nicht predigen oder ähnlich ), der selbstlose Mensch ist jetzt schon tot. Der heilige und unterschiedslos liebende Mensch. Er ist tot für die Welt, und er hat jetzt das 'ewige Leben'.

kingschild hat geschrieben:Also als Christ kann man auf jeden Fall die Reinkarnation zu Grabe tragen was aber bei den anderen Religionen noch überigbleiben würde wenn man diesen Passus streichen würde dann würden wohl die Fundamente gewaltig stürzen.


Vieles würde anders, wenn ... Aber alles ist wie es ist, somit stürzen keine Fundamente. Und warum sollen sie stürzen ? Lass den anderen Religionen doch ihren Glauben, sie lassen Dir Deinen ja auch.

kingschild hat geschrieben:Das Verlangen wieder mit Gott Gemeinschaft zu haben und dies auch in Ewigkeit ist für mich nichts Selbstsüchtiges und ich möchte es auch nicht ablegen. Es ist ein Grundbedürfnis das ich als Gott gewohlt ansschaue und ich glaube dies ist auch der Wille des Vaters das er seine Schöpfung erhalten möchte.


Warum hast Du jetzt keine Gemeinschaft mit Gott ? Was meinst Du mit Ewigkeit ? Warum sollte die Schöpfung auseinanderbrechen ?

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » So 19. Okt 2008, 20:10

Johncom hat geschrieben:An der Sünde Sold Anteil haben. Meinst wahrscheinlich, ich mach mich sündig mit dieser Aussage ?


Vieles würde anders, wenn ... Aber alles ist wie es ist, somit stürzen keine Fundamente. Und warum sollen sie stürzen ? Lass den anderen Religionen doch ihren Glauben, sie lassen Dir Deinen ja auch.


Warum hast Du jetzt keine Gemeinschaft mit Gott ?

Gruß


Ich habe lediglich gesagt was die Bibel über solche Aussagen sagt und so gesehen kannst Du ja selbst beurteilen ob Du glauben möchtest das du das Ziel verfehlst oder glauben das Du richtig stehst mit Deiner Erkenntnis. Dem Schöpfer glauben oder sich selbst das kann jeder für sich selbst entscheiden.

Beim Christentum ist ein zentraler Punkt die Auferstehung zum Leben. Beim Hinduismus ist dies der Kreislauf der Reinkarnation und beim Buddhismus die Findung des Nirwanas. Wenn dies kein Gewicht hat dann frage ich mich warum Menschen überhaupt solche Fleisches und Geistesübungen machen. Jeder kann glauben was er will auch wenn ich sage das ohne Reinkarnation und Nirwana die Stützpfeiler von Buddhismus und Hinduismus brechen würde.

Das vereint sein mit dem Vater das ist ein wesentlicher Bestandteil meines Glaubens und wenn ich den einfach weglassen würde dann würde ich das wichtigste streichen, die Beziehung zu Gott.

Deshalb löse ich mich auch nicht von diesem Verlangen.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Johncom » So 19. Okt 2008, 21:48

kingschild hat geschrieben:
Ich habe lediglich gesagt was die Bibel über solche Aussagen sagt und so gesehen kannst Du ja selbst beurteilen ob Du glauben möchtest das du das Ziel verfehlst oder glauben das Du richtig stehst mit Deiner Erkenntnis. Dem Schöpfer glauben oder sich selbst das kann jeder für sich selbst entscheiden.

Beim Christentum ist ein zentraler Punkt die Auferstehung zum Leben. Beim Hinduismus ist dies der Kreislauf der Reinkarnation und beim Buddhismus die Findung des Nirwanas. Wenn dies kein Gewicht hat dann frage ich mich warum Menschen überhaupt solche Fleisches und Geistesübungen machen. Jeder kann glauben was er will auch wenn ich sage das ohne Reinkarnation und Nirwana die Stützpfeiler von Buddhismus und Hinduismus brechen würde.

Das vereint sein mit dem Vater das ist ein wesentlicher Bestandteil meines Glaubens und wenn ich den einfach weglassen würde dann würde ich das wichtigste streichen, die Beziehung zu Gott.

Deshalb löse ich mich auch nicht von diesem Verlangen.


Nein, löse Dich nicht aus diesem Verlangen. Sei wenn es geht aber tolerant zu den Mitmenschen, die auf ihre Weise eine Beziehung zu Gott haben.

Du sagst, im Christentum ist ein zentraler Punkt die Auferstehung zum Leben ... und ich sage ja, aber vor dem 'Leben' muss das Alte erst sterben. Nein, der zentrale Punkt im Sinne eines gewünschten Ziels ist im Hinduismus Moksha, übersetzt: Erlösung. In einigen Teilen des Hinduismus, in den theistischen Strömungen, glaubt man auch an ein paradisisches Weiterleben der Seele in Gottesnähe. Wie z.B. die Vaishnavas, die sich wünschen, nach einem Dharma gemässen Leben auf den 'Planeten' Krishna Loka gehoben zu werden. In den meisten hinduistischen und buddhistischen Gesellschaften geht man von Wiedergeburt aus, also man 'glaubt' nicht an sie. Genauso wie die Blumen nächstes Jahr wiederkommen, wie sich die Natur ständig erneuert ... sieht man, das Leben geht weiter. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit sieht oder fühlt man: Die Welt dreht sich und nie kommt irgendwas zu Ende. Ob oder wo oder warum genau diese 'Einzelseele' sich wann und wo wieder inkarniert, darüber haben sie auch keine Klarheit. Und solche Neugierigkeiten werden auch von den Hindu-Schriftgelehrten nicht gefördert.

'Fleisches und Geistesübungen' ... ? Du meinst Yoga oder Meditation, im heutigen Hinduismus und im Buddhismus eher ein Luxus für die, die Zeit haben, die nicht 10 Stunden arbeiten. Oder erst im verdienten Ruhestand. Im Buddhismus gibt es flächendeckend das Angebot des Klosterlebens, das heisst aber gleichzeitig Entsagung: keine Heirat, kein Besitz. Sicher ist das Ziel spiritueller Übungen, alles Weltliche zu überwinden. Und anders als für die Hindus ( afaik ) ist der Mahayana Buddhist angemahnt, Allen zu dienen. In dem Sinne, daß wenn er dann Erlösung gefunden hat, sie weiterzugeben.
'So long as space remains, so long as sentient beings remain, I will remain, in order to help, in order to serve, in order to make my own contribution'.

Also Reinkarnation ist nicht der Stützpfeiler von Buddhismus und Hinduismus. Moksha, Mukti, Nirvana, Erlösung ... das ist was sich der östliche Mensch wünscht wie auch der westliche, ewigen Frieden in Gott.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Mo 20. Okt 2008, 09:50

Wir werden uns wahrscheinlich so lange “streiten” und missverstehen, solange uns nicht klar ist, was Erlösung konkret zu bedeuten habe, um überhaupt Erlösung zu sein.
Da ich als lebendiges Wesen nicht allein existiere, sondern mitten unter lebendigen Wesen gibt es ein Problem. Ich kann dann nämlich nicht nur aus mir selbst heraus leben, aus dem was ich tun möchte.
Bei diesem Tun werde ich nämlich durch den Willen der anderen gestört, die am liebsten auch nur das tun möchten, was sie tun wollen. Es kommt also zu Interessenkonflikten.
Da mich also der (das) andere stört, egal ob Mensch, Gott, Tier, Pflanze oder sonst was, ich gleichzeitig aber auch alles dieses liebe (auf es angewiesen bin) , scheint es keine Möglichkeit zur Lösung der Konflikte zu geben.
Was soll also Erlösung sein? Wie könnte sie aussehen?
Man müsste eigenes Wollen und Abhängigkeiten aufgeben können. Das aber ist nur möglich wenn damit meine Existenz nicht gefährdet wird. Verstehe ich mich als ein allein zeitliches Wesen, wie der Materialist, ist es völlig unmöglich, mein Wollen und meine Abhängigkeiten aufzugeben, da mich beides erst konstituiert.
Begreife ich mich aber als ewiges Wesen, dann kann ich beides aufgeben und mich der Dynamik des Lebens (und das Leben ist immer ständige Veränderung) überlassen.
Das ist das Ziel, das alle echten Erlösungsreligionen gemeinsam haben. Da nun einige älter sind als die christliche, setzten sie woanders an, um dieses Ziel zu erreichen ( im Yoga bsw. bei der Atmung in best. Körperhaltungen usw. , im Buddhismus bei der Analyse der irdischen Existenz ).
Alle sind erfolgreich im Sinne, dass sie dem angestrebten Ziel näher kommen. Dann, wenn der Einzelne restlos alles bejaht, ihm die Positivität “in Fleisch und Blut” übergegangen ist, dann erst ist er völlig erlöst, und dann erhält er einen physischen Leib, der nicht mehr starr und deshalb vernichtet werden kann, sondern einen neuen Leib, der unverzichtbar ist. Von diesem Auferstehungsleib wussten die vorchristlichen Religionen noch nicht.
Das Ziel eines Christen ist es also nicht, nach dem Tod in die geistige Welt einzugehen (in den sogenannten “Himmel”, der nicht mit dem “Himmelreich, das nahe herbeigekommen ist” zu verwechseln ist), sondern zur totalen Lebensbejahung zu kommen, wie das auch das Ziel der anderen Religionen ist. Die Erlösung geschieht nicht mit dem physischen Tod des Christen, auch wird sie nicht durch diesen vollendet.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon onThePath » Mo 20. Okt 2008, 10:03

Das Ziel eines Christen ist es also nicht, nach dem Tod in die geistige Welt einzugehen (in den sogenannten “Himmel”, der nicht mit dem “Himmelreich, das nahe herbeigekommen ist” zu verwechseln ist), sondern zur totalen Lebensbejahung zu kommen, wie das auch das Ziel der anderen Religionen ist. Die Erlösung geschieht nicht mit dem physischen Tod des Christen, auch wird sie nicht durch diesen vollendet.


Eigentlich sollen wir in einer finsteren Welt, in der so viel geistige Finsternis herrscht, uns nach dem Licht orientieren, an Gottes Wesen und Willen. Wenn wir nur Gott wollen, dann verändern wir uns in das schöne geistige Wesen, das mit Gott nach dem Tod Gemeinschaft haben kann. Mit dem Tod ist der Mensch aber vollendet.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Mo 20. Okt 2008, 10:22

onThePath hat geschrieben:
Das Ziel eines Christen ist es also nicht, nach dem Tod in die geistige Welt einzugehen (in den sogenannten “Himmel”, der nicht mit dem “Himmelreich, das nahe herbeigekommen ist” zu verwechseln ist), sondern zur totalen Lebensbejahung zu kommen, wie das auch das Ziel der anderen Religionen ist. Die Erlösung geschieht nicht mit dem physischen Tod des Christen, auch wird sie nicht durch diesen vollendet.


Eigentlich sollen wir in einer finsteren Welt, in der so viel geistige Finsternis herrscht, uns nach dem Licht orientieren, an Gottes Wesen und Willen. Wenn wir nur Gott wollen, dann verändern wir uns in das schöne geistige Wesen, das mit Gott nach dem Tod Gemeinschaft haben kann. Mit dem Tod ist der Mensch aber vollendet.
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Das kann nicht sein. Denn dann gäbe es eine andere Ursache von Sünde und Heil. Die Sünde besteht aber nicht darin, dass wir am falschen Ort sind. Ein Ortswechsel ist für unsere Persönlichkeit belanglos. Das ändert nichts an uns.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon onThePath » Mo 20. Okt 2008, 10:32

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Das Ziel eines Christen ist es also nicht, nach dem Tod in die geistige Welt einzugehen (in den sogenannten “Himmel”, der nicht mit dem “Himmelreich, das nahe herbeigekommen ist” zu verwechseln ist), sondern zur totalen Lebensbejahung zu kommen, wie das auch das Ziel der anderen Religionen ist. Die Erlösung geschieht nicht mit dem physischen Tod des Christen, auch wird sie nicht durch diesen vollendet.


Eigentlich sollen wir in einer finsteren Welt, in der so viel geistige Finsternis herrscht, uns nach dem Licht orientieren, an Gottes Wesen und Willen. Wenn wir nur Gott wollen, dann verändern wir uns in das schöne geistige Wesen, das mit Gott nach dem Tod Gemeinschaft haben kann. Mit dem Tod ist der Mensch aber vollendet.
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Das kann nicht sein. Denn dann gäbe es eine andere Ursache von Sünde und Heil. Die Sünde besteht aber nicht darin, dass wir am falschen Ort sind. Ein Ortswechsel ist für unsere Persönlichkeit belanglos. Das ändert nichts an uns.


Ich dachte, meine Aussage "Mit dem Tod ist der Mensch aber vollendet" sei leicht zu erkennen in der von mir beabsichtigten Bedeutung:

Der Mensch bleibt so, wie er zum Zeitpunkt seines Todes ist. Hat er sein Leben verschwendet mit Äußerlichkeiten und egoistischen Begierden, oder ist er innerlich gewachsen in das Ebenbild Christi ?

Mit dem Tod ist das Verändern beendet. Der Ortswechsel offenbart unser Wesen. Ändern an ihm können wir dann nichts mehr. Das werden die Einen mit tiefem Bedauern und Schmerz feststellen, die anderen mit tiefer Freude, dass sie im Glauben gelebt haben.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » Mo 20. Okt 2008, 11:48

Johncom hat geschrieben: Mit der gleichen Selbstverständlichkeit sieht oder fühlt man: Die Welt dreht sich und nie kommt irgendwas zu Ende. Ob oder wo oder warum genau diese 'Einzelseele' sich wann und wo wieder inkarniert, darüber haben sie auch keine Klarheit. Und solche Neugierigkeiten werden auch von den Hindu-Schriftgelehrten nicht gefördert.

Also Reinkarnation ist nicht der Stützpfeiler von Buddhismus und Hinduismus. Moksha, Mukti, Nirvana, Erlösung ... das ist was sich der östliche Mensch wünscht wie auch der westliche, ewigen Frieden in Gott.

Gruß


Das schöne im Christentum ist das der Christ weiss das er umgekehrt ist und die Beziehung zum Vater steht. Den der heilige Geist bezeugt und gibt Zeugnis über Vater und Sohn.

Die Bibel sagt auch das der Kreislauf der Natur weiterbestehen wird bis das Jesus wiederkehrt das ist was wir auch sehen. Aber die Entscheidung für oder gegen Gott kann ein Mensch nur dann machen wenn er auf dieser Welt weilt, danach ist es zu spät.

Zudem sagt die Bibel auch das fleischliche Übung ohne Beziehung zum Vater nicht das ist was der Vater wünscht. Klar kann man auch dies glauben oder nicht aber an der Tatsache das seine Worte stehen bis in Ewigkeit daran wird sich nichts änderen auch wenn wir falsch glauben.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Mo 20. Okt 2008, 14:51

onThePath hat geschrieben:

Ich dachte, meine Aussage "Mit dem Tod ist der Mensch aber vollendet" sei leicht zu erkennen in der von mir beabsichtigten Bedeutung:

Der Mensch bleibt so, wie er zum Zeitpunkt seines Todes ist. Hat er sein Leben verschwendet mit Äußerlichkeiten und egoistischen Begierden, oder ist er innerlich gewachsen in das Ebenbild Christi ?

Mit dem Tod ist das Verändern beendet. Der Ortswechsel offenbart unser Wesen. Ändern an ihm können wir dann nichts mehr. Das werden die Einen mit tiefem Bedauern und Schmerz feststellen, die anderen mit tiefer Freude, dass sie im Glauben gelebt haben.

lg, oTp

Lieber oTp,
wenn Du das so meinst, kann ich Dir ( zum Teil ) zustimmen. Nur "vollendet" sind wir deshalb trotzdem noch lange nicht. Denn wir sollen Jesu Bild gleichgestaltet werden, und wir sollen einen auferstehungsleib empfangen. Kann ein Christ sagen, dass er jetzt bereits oder am Ende seines Lebens wie Jesus geworden ist?
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jesusjünger » Mo 20. Okt 2008, 22:48

onThePath hat geschrieben:
christosamaj hat geschrieben:[Beschreibt doch SSS genau was mit Seelen und Geistern passiert, die reinkanieren wollen. Gott will ihnen helfen, sich an die Geisteswelt zu gewöhnen, und erklärt ihnen, dass sie Mächten dem unteren Teil der Geisteswelt, der Hölle heißt, erlegen sind, wenn sie unbedingt reinkanieren wollen.
christosamaj


Auf welcher Seite steht das ?

lg, oTp



Sadhu Sundar Singh, Gesammelte Schriften von Friso Melzer

S. 212-213: 5. Schrift, 2. Kapitel "Was geschiedt beim Tode?",

und auch Seite 128: 3. Schrift, 2. Kapitel "Der Hinduismus" II. Seelenwanderung und Erlösung 2. Abschnitt.

Es steht nicht wörtlich da, sondern ist aus dem Zusammenhang der beiden Betrachtungen SSS deutlich erkennbar. SSS drückt es etwas vorsichtiger aus.


christosamaj
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Psalm 23, 1

Ab dem 18.11.2009 habe ich meinen Nicknamen
von "christosamaj" in "jesusjünger" geändert.

LG jesusjünger
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Johncom » Di 21. Okt 2008, 08:11

kingschild hat geschrieben:Das schöne im Christentum ist das der Christ weiss das er umgekehrt ist und die Beziehung zum Vater steht. Den der heilige Geist bezeugt und gibt Zeugnis über Vater und Sohn.

Die Bibel sagt auch das der Kreislauf der Natur weiterbestehen wird bis das Jesus wiederkehrt das ist was wir auch sehen. Aber die Entscheidung für oder gegen Gott kann ein Mensch nur dann machen wenn er auf dieser Welt weilt, danach ist es zu spät.


Oh Klingschild, was hat das jetzt mit dem Thema 'Reinkarnation' zu tun ? ( Sollte ein Lokal-Moderator nicht auch darauf achten, beim Thema zu bleiben ? )

1) Ob umkehren 'schön' ist, da bin ich nicht sicher. Es gibt auch einen Kampf, das Alte will nicht einfach gehn, das ist schmerzhaft. Das Neue muß auch gut begossen werden damit es wächst. Aber Umkehren ist befreiend, sehr wahr !

2) Der jeweils erste und der zweite Satz in den beiden Abschnitten haben keinen richtigen Zusammenhang. Der heilige Geist bezeugt und gibt Zeugnis über Vater und Sohn ? Bestimmt würde es viel zum Guten ändern in der Welt der aktiven Christen, wenn sie wüssten was sie sagen. Wenn sie den heiligen Geist 'haben', brauchen sie nicht solche Sätze zu bauen.

kingschild hat geschrieben:Zudem sagt die Bibel auch das fleischliche Übung ohne Beziehung zum Vater nicht das ist was der Vater wünscht. Klar kann man auch dies glauben oder nicht aber an der Tatsache das seine Worte stehen bis in Ewigkeit daran wird sich nichts änderen auch wenn wir falsch glauben.


Sagst Du nochmal was 'fleischliche Übung' ist ? Danke.

Gruß
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » Di 21. Okt 2008, 13:49

Johncom hat geschrieben:
Oh Klingschild, was hat das jetzt mit dem Thema 'Reinkarnation' zu tun ? ( Sollte ein Lokal-Moderator nicht auch darauf achten, beim Thema zu bleiben ? )

1) Ob umkehren 'schön' ist, da bin ich nicht sicher. Es gibt auch einen Kampf, das Alte will nicht einfach gehn, das ist schmerzhaft. Das Neue muß auch gut begossen werden damit es wächst. Aber Umkehren ist befreiend, sehr wahr !

2) Der jeweils erste und der zweite Satz in den beiden Abschnitten haben keinen richtigen Zusammenhang. Der heilige Geist bezeugt und gibt Zeugnis über Vater und Sohn ? Bestimmt würde es viel zum Guten ändern in der Welt der aktiven Christen, wenn sie wüssten was sie sagen. Wenn sie den heiligen Geist 'haben', brauchen sie nicht solche Sätze zu bauen.


Sagst Du nochmal was 'fleischliche Übung' ist ? Danke.

Gruß


Ja Johncom das von mir zitierte ist auch ein Grund, wieso ich nicht, an die Reinkarnation glaube und somit voll und ganz in der Thematik.

Wer Umkehr erlebt hat der weiss ob es schön ist oder nicht. Ja es muss begossen werden aber möglichst nicht mit dem eigenen Ich. Bist Du jetzt nicht sicher oder ist es wahr oder ist es mühsam für dich?

Das Du das, was in der Bibel steht nicht so erkennst wie ich das ist mir bewusst.

Fleischliche Übung ist für mich wenn jemand durch seinen Willen und gewisse Techniken sei es Yoga, Götzenanbetung, eigene Vorstellungen und Regeln usw. oder was auch immer soweit dem irdischen Absagen möchte das er das Nirwana erreicht oder als besserers Geschöpf/Mensch Reinkarniert. Es können auch Gebetsleiern sein die sowohl in Jüdischen, Christlichen, Muslimischen und Buddisthischen Religionen vorkommen. Wobei natürlich die einen auch nicht die Reinkarnation erhoffen, sondern das ewige Leben mit Gott.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Naqual » Di 21. Okt 2008, 15:07

Unabhängig davon, ob die Reinkarnation real ist oder nicht (im christlichen Kulturkreis glauben dies ja auch nur Leute, die über eigene Erinnerungen verfügen), kann man folgendes feststellen:

Die Frage als solche wird nie richtig geprüft, sondern mit Unwillen behandelt.

Der Unwille hat seinen Grund:
a) ich selbst wäre auf einmal für mein Leben verantwortlich (bevor ich endgültig bei Gott bin)
b) ich bin nicht bereit, für die Folgen meines Tuns geradezustehen und müsste damit rechnen, immer wieder damit konfrontiert zu werden (zur eigenen Vervollkommnung)
c) der bequeme Gedanke würde entfallen, dass man selbst gar nichts tun muss, Gott macht ja schon alles für einen. (was in den einfachen Dingen des Lebens schon nicht aufgeht)
d) der bequeme Gedanken entfiele, dass nach meinem Tod Gott mich schlagartig so verändert, dass ich ins Himmelreich passe (Die Frage, warum er das dann nicht bei unserer Geburt schon erledigt hat, wird auch gar nicht erst gestellt)
e) uns die Gerechtigkeit Gottes - wenn man ehrlich mit sich selbst ist - völlig egal ist. Wir wollen seine Gnade mehr nicht. (Die Reinkarnation ist in Sachen Gerechtigkeit unschlagbar)

Prüfet aber ALLES und das Gute behaltet! Es steht nicht geschrieben: Prüfet nur das, was ihr glauben wollt. Denn bereits hier ist ein großer Fehler, der auch außerhalb der Reinkarnationsfrage immer wieder begangen wird.

Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.

Und es ist zu befürchten, dass wir im Christentum viele theologischen Verrenkungen gemacht haben, damit unsere Seele es nun wirklich bequem hat.
Die krasseste Form davon ist es zu meinen, man käme aus einem Glauben ohne Tun in den Himmel (man sei eigentlich schon vorher drin und handele nur noch aus Dankbarkeit). Da lacht doch ein kleines Teufelchen. Und sein Name ist Ego.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Robby » Di 21. Okt 2008, 15:17

Naqual hat geschrieben: Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken


Hi Naqual

Da hast du Recht, sie lässt einem erschrecken. Aber vor allem aus einem Grund: biblisch unhaltbar.


Lieber Gruss
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon onThePath » Di 21. Okt 2008, 15:26

Naqual hat geschrieben:Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.

Und es ist zu befürchten, dass wir im Christentum viele theologischen Verrenkungen gemacht haben, damit unsere Seele es nun wirklich bequem hat.


Die Beschäftigung mit dem Vorhandensein von Dämonen und die Konsequenzen der Gottesferne scheint aber mehr Seelen zu erschrecken, Denn die welche sich da erschrecken liebäugeln oft gerne mit östlichen Lehren und mit der Widergeburt.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Di 21. Okt 2008, 15:37

Naqual hat geschrieben:Unabhängig davon, ob die Reinkarnation real ist oder nicht (im christlichen Kulturkreis glauben dies ja auch nur Leute, die über eigene Erinnerungen verfügen), kann man folgendes feststellen:

Die Frage als solche wird nie richtig geprüft, sondern mit Unwillen behandelt.

Der Unwille hat seinen Grund:
a) ich selbst wäre auf einmal für mein Leben verantwortlich (bevor ich endgültig bei Gott bin)
b) ich bin nicht bereit, für die Folgen meines Tuns geradezustehen und müsste damit rechnen, immer wieder damit konfrontiert zu werden (zur eigenen Vervollkommnung)
c) der bequeme Gedanke würde entfallen, dass man selbst gar nichts tun muss, Gott macht ja schon alles für einen. (was in den einfachen Dingen des Lebens schon nicht aufgeht)
d) der bequeme Gedanken entfiele, dass nach meinem Tod Gott mich schlagartig so verändert, dass ich ins Himmelreich passe (Die Frage, warum er das dann nicht bei unserer Geburt schon erledigt hat, wird auch gar nicht erst gestellt)
e) uns die Gerechtigkeit Gottes - wenn man ehrlich mit sich selbst ist - völlig egal ist. Wir wollen seine Gnade mehr nicht. (Die Reinkarnation ist in Sachen Gerechtigkeit unschlagbar)

Prüfet aber ALLES und das Gute behaltet! Es steht nicht geschrieben: Prüfet nur das, was ihr glauben wollt. Denn bereits hier ist ein großer Fehler, der auch außerhalb der Reinkarnationsfrage immer wieder begangen wird.

Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.

Und es ist zu befürchten, dass wir im Christentum viele theologischen Verrenkungen gemacht haben, damit unsere Seele es nun wirklich bequem hat.
Die krasseste Form davon ist es zu meinen, man käme aus einem Glauben ohne Tun in den Himmel (man sei eigentlich schon vorher drin und handele nur noch aus Dankbarkeit). Da lacht doch ein kleines Teufelchen. Und sein Name ist Ego.


Danke, Naqual. Endlich mal was Sachliches und Durchdachtes zum Thema.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Di 21. Okt 2008, 15:39

onThePath hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.

Und es ist zu befürchten, dass wir im Christentum viele theologischen Verrenkungen gemacht haben, damit unsere Seele es nun wirklich bequem hat.


Die Beschäftigung mit dem Vorhandensein von Dämonen und die Konsequenzen der Gottesferne scheint aber mehr Seelen zu erschrecken, Denn die welche sich da erschrecken liebäugeln oft gerne mit östlichen Lehren und mit der Widergeburt.

lg, oTp


Vor Dämonen erschrecken nur die, die an ihre Existenz glauben. Diese können nicht sachlich mit ihnen umgehen.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Robby » Di 21. Okt 2008, 15:46

jes_25913 hat geschrieben: Vor Dämonen erschrecken nur die, die an ihre Existenz glauben. Diese können nicht sachlich mit ihnen umgehen.


Hi Jes

Sachlich mit Dämonen umgehen? Was sagt uns die Bibel über Dämonen? Wie ist Jesus mit Dämonen verfahren?


Lieber Gruss
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Di 21. Okt 2008, 16:07

Robby hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben: Vor Dämonen erschrecken nur die, die an ihre Existenz glauben. Diese können nicht sachlich mit ihnen umgehen.


Hi Jes

Sachlich mit Dämonen umgehen? Was sagt uns die Bibel über Dämonen? Wie ist Jesus mit Dämonen verfahren?


Lieber Gruss
Robby


Hi Robby,
Jesus kannte die Wahrheit. Ich will jetzt mal ein Wort gebrauchen, das nicht abwertend gemeint ist, aber gut zwischen Gläubigen (die noch viele irrtümliche Vorstellungen haben) und solchen unterscheidet, die schon gewisse Einsichten haben. Deshalb will ich in Anlehnung an das Paulus-Wort erstere als "Milchtrinker" bezeichnen. Also, die meisten Christen sind noch Milchtrinker und haben deshalb ein irrtümliches Verständnis von "Dämonen".
Liebe Grüße,
jes
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Robby » Di 21. Okt 2008, 16:14

jes_25913 hat geschrieben: Hi Robby,
Jesus kannte die Wahrheit. Ich will jetzt mal ein Wort gebrauchen, das nicht abwertend gemeint ist, aber gut zwischen Gläubigen (die noch viele irrtümliche Vorstellungen haben) und solchen unterscheidet, die schon gewisse Einsichten haben. Deshalb will ich in Anlehnung an das Paulus-Wort erstere als "Milchtrinker" bezeichnen. Also, die meisten Christen sind noch Milchtrinker und haben deshalb ein irrtümliches Verständnis von "Dämonen".
Liebe Grüße,
jes


Dann bist du einer, der in Sachen Dämonen feste Speise geniesst? Oder wie soll ich das verstehen? Vielleicht denken wir ja dasselbe über Dämonen, wie sie in der Bibel beschrieben sind.
Sorry für leichtes OT, aber die Definition interessiert mich noch.


Lieber Gruss
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon jes_25913 » Di 21. Okt 2008, 16:28

Robby hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben: Hi Robby,
Jesus kannte die Wahrheit. Ich will jetzt mal ein Wort gebrauchen, das nicht abwertend gemeint ist, aber gut zwischen Gläubigen (die noch viele irrtümliche Vorstellungen haben) und solchen unterscheidet, die schon gewisse Einsichten haben. Deshalb will ich in Anlehnung an das Paulus-Wort erstere als "Milchtrinker" bezeichnen. Also, die meisten Christen sind noch Milchtrinker und haben deshalb ein irrtümliches Verständnis von "Dämonen".
Liebe Grüße,
jes


Dann bist du einer, der in Sachen Dämonen feste Speise geniesst? Oder wie soll ich das verstehen? Vielleicht denken wir ja dasselbe über Dämonen, wie sie in der Bibel beschrieben sind.
Sorry für leichtes OT, aber die Definition interessiert mich noch.


Lieber Gruss
Robby


Nach dem Sündenfall ist der Mensch in ein disharmonisches Verhältnis zur Harmonie gekommen. Das bewirkte nicht nur Störungen im Gefüge der Umwelt (wie Kriege, Mord, Totschlag etc.) sondern auch im Innermenschlichen (Krankheiten, Konflikte, Tod). Also alles Dinge, die schlimm genug sind. Besessene sind Menschen deren innere Konflikte so gross geworden sind, dass die zusammenhaltende Kraft der Seele, diese Teilkräfte nicht mehr bändigen kann. Deshalb machen diese Kräfte mit dem Menschen "was sie wollen".
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Robby » Di 21. Okt 2008, 16:40

jes_25913 hat geschrieben: Besessene sind Menschen deren innere Konflikte so gross geworden sind, dass die zusammenhaltende Kraft der Seele, diese Teilkräfte nicht mehr bändigen kann. Deshalb machen diese Kräfte mit dem Menschen "was sie wollen".


Hmm. Das klingt etwas technisch.
Ich lehne mich da lieber an diese Definition, dass Dämonen wirklich existierende Wesen sind, also nicht nur ein Gedanke im Kopf eines Menschen. Über die Gestalt macht die Bibel jedoch keine Aussagen.

Also dann back to topic.


Lieber Gruss
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » Di 21. Okt 2008, 17:47

Naqual hat geschrieben:
Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.


Den guten Kampf zu kämpfen und das Kreuz auf sich nehmen ist zuweilen ganz sicher kein bequemer Weg.

Ja meine Seele würde durchaus erschrecken wenn ich als Lohn für meine Kampf als heilige Kuh oder Ratte reinkarnieren müsste und zudem sehe das niemand diesem Kreislauf je entkommen könnte. Mein gerrechter Himmlischer Vater hat mir etwas geschenkt das ich liebend gerne annehme und ich freue mich auf den Tag wo er mir meine irdischen Tränen abwischt und bin im sehr dankbar das er mich nicht hunderte von Reinkarnationen durchleben lässt. Da bin ich froh das ich einen liebenden Vater habe der die Schwachheit meiner selbst kennt und mir seine Gnade schenkt.

Selbsterlösung wird nie klappen, der einzige der sowas dem Menschen einredet ist derjenige dem es schon einmal gelang den Menschen zu motivieren, den eigenen Weg abseits vom göttlichen Weg zu beschreiten.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Enggi » Di 21. Okt 2008, 17:58

Naqual hat geschrieben:(Die Reinkarnation ist in Sachen Gerechtigkeit unschlagbar)

Der Gedanke ist zwar nur in Klammer, also nicht zentral. Aber etwas ist doch unmoralisch am Karma, welches durch Reinkarnation verewigt wird:

Wenn ein Ehemann seine Frau schlägt, verursacht das Gesetz von Ursache und Wirkung des Karma, dass er in ein nächstes Leben wiedergeboren wird, in welchem er dann eine Frau ist, die von ihrem Mann geschlagen wird. Dieser Ehe­mann (der von seinem Karma zum Frauenschläger bestimmt wurde) muss wiederum in seinem nächsten Leben als Frau wiederkommen, die von ihrem Mann geschlagen wird; ein Mörder muss beim nächsten Mal als Opfer eines Mörders wiederkommen und so weiter und so fort, ohne Ende. Anstatt das Problem des Bösen zu lösen, setzen Karma und Reinkarnati­on es in einer unendlichen Wiederkehr fort. Quelle: Horst Koch

Und noch ein eigener Gedanke dazu: Wenn die Erleuchteten aus dem Kreislauf ausscheiden, so verarmt die Gesamtmenge des im Kreislauf verbleibenden guten Karma, so dass die reinkarnierende Schöpfung immer schlechter wird. Am Schluss bleibt noch eine Art autogene Hölle.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Naqual » Di 21. Okt 2008, 18:40

kingschild hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:
Die Beschäftigung mit der Reinkarnation läßt die eigene Seele erschrecken (unabhängig davon, ob es die Reinkarnation gibt oder nicht). Wenn man es prüft, erkennt man aber gleichzeitig sein eigenes Ego, das um einen bequemen Weg kämpft.


Ja meine Seele würde durchaus erschrecken wenn ich als Lohn für meine Kampf als heilige Kuh oder Ratte reinkarnieren müsste und zudem sehe das niemand diesem Kreislauf je entkommen könnte.


Also gibst Du zu, dass Du deswegen gut bist und in der Liebe des Vaters sein willst, weil Du Lohn dafür erwartest. (Auf die Art wird selbst der Glaube zu einem Werk im Sinne der Werksgerechtigkeitskritik)

Schon mal überlegt, wie toll es wäre, wenn man die Liebe Gottes durch sich wirken lässt, um dieser selbst Willen? Ohne gleich Forderungen zu stellen. Einfach weil man es toll findet, wie Gott liebt und ihm Rahmen seiner Möglichkeiten und mit Gottes Hilfe dies für sein Leben auch realisiert?

Warum Kühe und Ratten? Glaubst Du an hinduistische Comics? Oder denkst Du, das wäre Dein Los, müsste Gott die Reinkarnation bei Dir anwenden?
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Naqual » Di 21. Okt 2008, 19:14

Enggi hat geschrieben:Der Gedanke ist zwar nur in Klammer, also nicht zentral. Aber etwas ist doch unmoralisch am Karma, welches durch Reinkarnation verewigt wird:
Wenn ein Ehemann seine Frau schlägt, verursacht das Gesetz von Ursache und Wirkung des Karma, dass er in ein nächstes Leben wiedergeboren wird, in welchem er dann eine Frau ist, die von ihrem Mann geschlagen wird. Dieser Ehe­mann (der von seinem Karma zum Frauenschläger bestimmt wurde) muss wiederum in seinem nächsten Leben als Frau wiederkommen, die von ihrem Mann geschlagen wird; ein Mörder muss beim nächsten Mal als Opfer eines Mörders wiederkommen und so weiter und so fort, ohne Ende. Anstatt das Problem des Bösen zu lösen, setzen Karma und Reinkarnati­on es in einer unendlichen Wiederkehr fort. Quelle: Horst Koch


Ich bin auch nicht der gläubige Fachmann für das hinduistische Karma. Aber verstanden hast Du (bzw. Hr. Koch) das System nicht (die Mechanismen sind ein wenig anders). Ist aber auch nicht so wichtig.

Nimm das "Karma" und vergleiche es inhaltlich mit der (von mir abgelehnten, aber christlich weit verbreiteten) "Erbsünde".
Karma könntest Du "europäisiert" und auf unsere jetzige Lebenszeit bezogen so definieren: Alles was wir wirken haftet unserem Selbst an, über den Moment hinaus. Wenn ich regelmäßig sündige bestimmte ich damit die Bedingungen unter denen ich später lebe. (Das ist bekanntlich empirisch ausreichend bestätigt)
Eine mögliche christliche Sicht ist nun diese, dass mit einem einzigen Tod das Karma entnommen wird und wir ins Reich Gottes eingehen ohne unser Wirken. Was bleibt dann von Dir übrig, wenn Du nicht mehr wirken kannst wie Du bist? Denke bitte mal über diese Frage nach.


Enggi hat geschrieben:Und noch ein eigener Gedanke dazu: Wenn die Erleuchteten aus dem Kreislauf ausscheiden, so verarmt die Gesamtmenge des im Kreislauf verbleibenden guten Karma, so dass die reinkarnierende Schöpfung immer schlechter wird. Am Schluss bleibt noch eine Art autogene Hölle.


Du hast zwei Denkfehler drin. Die Lebenden sind nicht als geschlossenes System vorgestellt. Sondern die Erleuchteten wirken fort - wenn auch nicht mehr als Menschen. - Zum anderen müsstest Du erklären, warum das Böse stärker ist als die Liebe. Das Böse gewinnt bekanntlich nur immer kurzfristig. Auf Dauer setzt sich die Wahrheit, die Liebe, usw. immer durch. Auch wenn es manchmal dauert...
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon kingschild » Di 21. Okt 2008, 20:43

Naqual hat geschrieben:
Also gibst Du zu, dass Du deswegen gut bist und in der Liebe des Vaters sein willst, weil Du Lohn dafür erwartest. (Auf die Art wird selbst der Glaube zu einem Werk im Sinne der Werksgerechtigkeitskritik)

Schon mal überlegt, wie toll es wäre, wenn man die Liebe Gottes durch sich wirken lässt, um dieser selbst Willen? Ohne gleich Forderungen zu stellen. Einfach weil man es toll findet, wie Gott liebt und ihm Rahmen seiner Möglichkeiten und mit Gottes Hilfe dies für sein Leben auch realisiert?

Warum Kühe und Ratten? Glaubst Du an hinduistische Comics? Oder denkst Du, das wäre Dein Los, müsste Gott die Reinkarnation bei Dir anwenden?


Das erste ist deine Interpretation, jedoch wenn es so wäre dann müsste ich Dir recht geben. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen das mein Vater im Himmel einen besseren Plan für uns Menschen hat und mir davor grauen würde wenn der Menschliche Plan der Reinkarnation Wirklichkeit wäre. Du sprichst von Forderungen, ich spreche von einem Geschenk das ich vom Vater erhalten habe und auch dankend angenommen habe, eines das überfliessend ist.

Ich liebe Gott für das was er ist und weil ich weiss das sein Wille und Weg das beste ist, für alle Menschen. Aber eine andere Frage wie kann die Liebe Gottes in mir wirken wenn ich meinem Bruder etwas von Reinkarnation verkünde obschon dies meinem Geist entspringt und nicht seinem Wort? Wenn es stimmt das sich die Liebe mit der Wahrheit freut, was ich glaube, dann ist dies nicht möglich.

Die Heilige Kuh und die Ratten Tempel sind Realität, schön wenn es nur Comics wären. Mein Los wird es sicher nicht sein, dem Aberglauben habe ich längst abgesagt und glaube den Worten von Jesus die bieten mehr Hoffnung und Gewissheit, als ein Los und Spekulationen über eine Reinkarnation.

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon pirate23 » Di 21. Okt 2008, 23:49

Enggi hat geschrieben:Aber etwas ist doch unmoralisch am Karma

"Karma" bedeutet nichts weiter als "Aktion". Wenn du mir das nicht glaubst, dann schau in ein Sanskrit-Wörterbuch. Und Aktionen erzeugen nichts weiter außer Re-Aktionen. Das ist nicht buddhistisch oder hinduistisch, das ist einfach nur physikalisch.


Naqual hat geschrieben:Nimm das "Karma" und vergleiche es inhaltlich mit der (von mir abgelehnten, aber christlich weit verbreiteten) "Erbsünde".

Im Buddhismus nennt man sowas "Samsara". Das wird zumindest ebenfalls für so leidvoll gehalten, dass man sich möglichst davon "erlösen" sollte.
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Enggi » Mi 22. Okt 2008, 00:21

pirate23 hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Aber etwas ist doch unmoralisch am Karma

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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon mikeg » Mi 22. Okt 2008, 06:31

@ Enggi,
Jetzt haben wir den Salat... Du hast ALLE fröhlichen Smileys verbraucht. :(
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Johncom » Mi 22. Okt 2008, 07:47

kingschild hat geschrieben:Ja Johncom das von mir zitierte ist auch ein Grund, wieso ich nicht, an die Reinkarnation glaube und somit voll und ganz in der Thematik.

Wer Umkehr erlebt hat der weiss ob es schön ist oder nicht. Ja es muss begossen werden aber möglichst nicht mit dem eigenen Ich. Bist Du jetzt nicht sicher oder ist es wahr oder ist es mühsam für dich?

Das Du das, was in der Bibel steht nicht so erkennst wie ich das ist mir bewusst.

Fleischliche Übung ist für mich wenn jemand durch seinen Willen und gewisse Techniken sei es Yoga, Götzenanbetung, eigene Vorstellungen und Regeln usw. oder was auch immer soweit dem irdischen Absagen möchte das er das Nirwana erreicht oder als besserers Geschöpf/Mensch Reinkarniert. Es können auch Gebetsleiern sein die sowohl in Jüdischen, Christlichen, Muslimischen und Buddisthischen Religionen vorkommen. Wobei natürlich die einen auch nicht die Reinkarnation erhoffen, sondern das ewige Leben mit Gott.


Wirklich, da bist Du falsch informiert ! In den östlichen Religionen geht man zwar oft von der Reinkarnationsvorstellung aus, aber Inkarnation selbst ist nie Ziel oder Wunsch oder Hoffnung, genau das Gegenteil: Das Zurückgehen in den Ursprung, in Gott.

Also gut, daß Du 'Fleischliche Übung' jetzt irgendwie definiert hast. Damit ist natürlich auch eingeschlossen das Fasten. Beten ? Wohl auch, denn zum Beten gehört ja auch eine Willensentscheidung. Auch das Bibelstudium setzt Willen vorraus. Exerzitien sind demnach Gebetsleiern ... gut, daß das mal gesagt wird. Des sonntägliche Gang zur Kirche, sich hinsetzen ... aufstehn zum Gebet, Lobpreis singen, wieder hinsetzen - fleischlich. :?

Nein, ich 'glaube' auch nicht an Reinkarnation, ich halte es aber für möglich daß einiges dran ist. Umkehr ... ich gehe täglich in die Umkehr. Aber nicht immer 'passiert' sie, das ist nicht in meiner Hand.

Gruß
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Re: Warum ich nicht an Reinkarnation glaube ...

Beitragvon Naqual » Mi 22. Okt 2008, 09:11

pirate23 hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Aber etwas ist doch unmoralisch am Karma

"Karma" bedeutet nichts weiter als "Aktion". Wenn du mir das nicht glaubst, dann schau in ein Sanskrit-Wörterbuch. Und Aktionen erzeugen nichts weiter außer Re-Aktionen. Das ist nicht buddhistisch oder hinduistisch, das ist einfach nur physikalisch.


Naqual hat geschrieben:Nimm das "Karma" und vergleiche es inhaltlich mit der (von mir abgelehnten, aber christlich weit verbreiteten) "Erbsünde".

Im Buddhismus nennt man sowas "Samsara". Das wird zumindest ebenfalls für so leidvoll gehalten, dass man sich möglichst davon "erlösen" sollte.


Hi Pirate,

Danke für den Hinweis zu Samsara.

Ich war etwas zu kurz in meiner Anmerkung zu Karma und Erbsünde.
Erbsünde und Karma sind zwei verschiedene (nicht übereinstimmende) Erklärungsmuster für Ursache und Wirkung.
Erbsünde ist der fiktive Gedanke, dass ein real existierender Adam als Urvorfahre uns die ganze Schose eingebrockt hat (auf Kosten des Gedankens, dass Adam und Eva gleichnishaft aktuelle Aspekte unseres eigenen Verhaltens sind). Also wir wären - in allen wesentlichen Bezügen - bestimmt von den Taten anderer und dieser Wirkzusammenhang wurde biologisch bis zum heutigen Tag vererbt.
Interessanterweise geht der heutige Papst (!) in eine andere, moderatere Richtung:
Erbsünde ist der Umstand, dass wir gesellschaftlich in eine bestimmte Situation hineingeboren werden, die unser sündhaftes Sein bestimmt (also der "genetische Aspekt" wird aufgelöst).
Anders ausgedrückt: die kath. Kirche (die die Erbsünde dogmatisch entwickelt hatte) nähert sich nun in Riesensprüngen dem jahrtausendealten "Karma"-Verständnis.
Wir sind gut beraten, religöse Vorstellungen anderer Kulturkreise nicht einfach abfällig abzutun. Hier gibt es auch viele sehr tiefe Weisheiten.
(Prüfet aber ALLES und das Gute behaltet!)
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