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Lohnt es sich noch zu glauben?

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Moderator: kingschild

Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » So 4. Jan 2009, 23:05

Ich weiss nicht ob mir jemand von euch eine Antwort auf meine Frage geben kann. Ich bin neu in diesem Forum und ich sehne mich nach Gemeinschaft mit wiedergeborenen Christen die Jesus wirklich nachfolgen wollen, keine religiösen Knochen.
Vor vielen Jahren habe ich Jesus als meinen Erlöser angenommen und ich weiss, dass er mein Lebensretter ist. Leider habe ich in diesen Jahren Erfahrungen mit Gemeinden und Christen gemacht, welche mich sehr zerbrochen haben. Da ich eine Person bin, die ein sehr geringes Selbstbewusstsein hat durch die Familiengeschichte, habe ich die Bestätigung in den Menschen gesucht, somit auch in den Christen. Mir ist bewusst, dass ich auf Jesus schauen muss und nur er mich erfüllen kann, aber trotzdem wurde ich immer wieder durch Christen beeinflusst, die mein Handeln verurteilten und kritisierten (ein Christ darf so vieles nicht). Mein Ziel ist es, Gott von ganzem Herzen zu lieben und zu folgen, aber mein grösstes Problem ist, dass ich immer wieder dort scheitere, wenn ich aus dem Alten raus will und meine Gewohnheiten und Fehler verändern will. Ich seh dann nur, wie schlimm ich eigentlich bin. Ich gebe zu, ich kann mich noch nicht akzeptieren, obwohl ich weiss, dass Gott mich liebt und alle Christen es mir einreden. Ich kann es auch anderen Leuten sagen, dass Gott sie liebt, aber ich für mich selber kann es einfach nicht glauben. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, es funktioniert einfach nicht. Bitte kommt nicht mit Sprüchen wie, sag dir jeden Tag diesen Bibelvers, wie toll du bist, wie sehr Gott dich liebt, blabla. Ich weiss alles im Kopf, aber mein Herz akzeptiert es nicht und schreit.
Heute habe ich ausgesprochen, dass ich Gott besser absage und zwar aus dem Grund, dass ich mein jetztiges Christenleben, wie ich bin und Gott kenne, nicht mehr leben kann. Ich weiss aber, dass ich Gott von ganzem Herzen liebe. Wieso kann ich nicht annehmen und glauben das er mich liebt? Ist mein Herz so voller Gerümpel, dass es Satan und seinen Lügen mehr glaubt als Gottes Wort? Vielleicht versteht ihr mich auch nicht, aber ich will endlich raus aus diesem elenden Kreislauf, der sich dauernd wiederholt.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon sugi » So 4. Jan 2009, 23:15

Hallo edelstein, las dich mal fest :umarm:

Danke für deine Worte! Sie sind ehrlich, offen und sie kommen bei mir an. Bei den einen oder anderen Sachen bin ich sogar sehr ähnlich wie du... Das annehmen ist so eine Sache..sich auf Menschen zu verlassen ebenfalls..oder eben die Aufmerksamkeit oder Anerkennung zu suchen. Schlussendlich bist nur du gefragt.

Dass du Gott absagen willst, kommt nur von daher, was du erlebtest...lass dich nicht unterkriegen, du weisst schon in so vielen Dingen bereits die Antwort..
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » So 4. Jan 2009, 23:26

Sugi,
vielen Dank für`s fest drücken :]
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 23:28

edelstein hat geschrieben:Ich weiss aber, dass ich Gott von ganzem Herzen liebe.

Was liebst du denn was du Gott nennst...?

Was muß ich lieben damit ich "edelstein" lieben würde...?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » So 4. Jan 2009, 23:34

Such_Find hat geschrieben:Was liebst du denn was du Gott nennst...?

Was muß ich lieben damit ich "edelstein" lieben würde...?


wie meinst du das? kannst du das ein bisschen genauer erläutern?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Sandra73- » So 4. Jan 2009, 23:37

Lieber edelstein,

auch :umarm: von mir!
Ja, so schön dass Du ehrlich schreibst was Dich bewegt.
Du liebst Gott von herzen und das spürst Du....Deine Sehnsucht ist es, Gott zu begegnen und in ihm endlich leben zu können. Du willst nicht diesem Gott absagen, den Du liebst und nach dem Du Dich sehnst, davon bin ich überzeugt. Aber vielleicht dem Gottesbild, oder den bildern, die Dich innerlich immer wieder zerbrochen haben?
Die nicht frei machen?
Die Dir nicht helfen, Dich anzunehmen?
Oder der Gedanke, wenn ich nicht "gut" sein kann, das und jenes annehmen und leisten kann, versage ich als Christ und sage also besser ab, um mich nicht mit dem Versagen weiter zu konfrontieren?
Ich weiss es nicht, das sind nur schnelle Spekulationen. Aber ich klnnte es mir vorstellen, dass es in deinem Herzen vielleicht so aussehen könnte.

Das Annehmen, akzeptieren...ja das ist oft so schwer. und doch das einzige was Jesus von uns möchte ist, dass wir ehrlich zu ihm kommen und ihm unser Herz schenken.
Mit all den Lasten drin und Fragen.

Wir sind alle so schlecht, dass wir Jesu Gnade brauchen, und alle so wertvoll, dass er uns seine Liebe und Gnade schenken will. Allen ausnahmslos! Denn wenn das für jemanden nicht gälte, dann wäre das Evangelium hinfällig.

Vielleicht hilft es Dir, mal all die Verbote und Bilder, wie ein Christ sein sollte um nicht zu versagen, oder um zu "passen", einfach hinter Dir zu lassen und einfach als DU, so wie Du jetzt bist, mit allen Gedanken und Gefühlen....zu Jesus zu kommen?
Einfach ihn kennenlernen, vertraut mit ihm werden, mit ihm reden und ihn Dein Freund sein lassen. Und nach und nach Vertrauen fassen.
Und dann langsam auch Vertrauen in seine Liebe fassen, sodass Du Dich Schrittchen für Schrittchen besser annehmen kannst?

Mal herzliche Grüsse,
Sandra
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » So 4. Jan 2009, 23:50

@ Sandra:

Bei dem mit den Gottesbildern, da könntest du Recht haben. Diese Seite habe ich noch nie bewusst angeschaut, dass es an den falschen Vorstellungen liegen könnte. Doch das hat sich in all den Jahren so fein zusammengewebt, wie kann man das einfach weglegen bzw, stehenlassen und nicht mehr beachten? Ich komme mir dabei wie eine Verräterin Gott gegenüber vor, weil es zieht mir ja den Boden unter den Füssen weg, das ganze christliche Fundament dass ich in all den Jahren aufgebaut habe. Theoretisch weiss man immer so viel, aber es ins Praktische umzusetzen, dies fällt so schwer. Wobei, das Böse fällt nicht schwer zu machen, nur das Gute, wie Paulus schon sagte: Das Gute was ich tun will, tu ich nicht, aber das Böse, dass ich nicht tun will, tue ich (meine Übersetzung).
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 23:51

edelstein hat geschrieben:
Such_Find hat geschrieben:Was liebst du denn was du Gott nennst...?

Was muß ich lieben damit ich "edelstein" lieben würde...?


wie meinst du das? kannst du das ein bisschen genauer erläutern?

Es gibt vieles was Menschen an "edelstein" sehen, dieses könnten sie lieben, dies könnten sie dann "Ich liebe 'edelstein'" nennen.
Wenn du dich aber nicht in dem erkennen kannst was die lieben dann lieben die dich auch nicht, die lieben irgendwas was sie "edelstein" nennen - aber du nicht.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Sandra73- » So 4. Jan 2009, 23:59

edelstein hat geschrieben:@ Sandra:

Bei dem mit den Gottesbildern, da könntest du Recht haben. Diese Seite habe ich noch nie bewusst angeschaut, dass es an den falschen Vorstellungen liegen könnte. Doch das hat sich in all den Jahren so fein zusammengewebt, wie kann man das einfach weglegen bzw, stehenlassen und nicht mehr beachten? Ich komme mir dabei wie eine Verräterin Gott gegenüber vor, weil es zieht mir ja den Boden unter den Füssen weg, das ganze christliche Fundament dass ich in all den Jahren aufgebaut habe. Theoretisch weiss man immer so viel, aber es ins Praktische umzusetzen, dies fällt so schwer. Wobei, das Böse fällt nicht schwer zu machen, nur das Gute, wie Paulus schon sagte: Das Gute was ich tun will, tu ich nicht, aber das Böse, dass ich nicht tun will, tue ich (meine Übersetzung).


Hm....ich hoffe ich verstehe Dich nicht falsch jetzt. Sonst korrigiere mich bitte.
Ja ich denke ich kann etwas nachfühlen wie Du das meinen könntest, mit dem Fundament wegziehen und sich wie ein Verräter vorkommen.
Ich meinte ja auch nicht einfach auf einen Schlag alles über Bord werfen im Sinne von das Kind mit dem Bade ausschütten. Mehr einfach, wenn wieder irgendwas hochkommt...es mal hinterfragen. Und vielleicht eben mal auf die Seite legen. Und einfach mal mit Jesus innerlich "spazierengehen" und z. B. ihn fragen, "hey Jesus, wie meinst du das denn nun wirklich, bitte lass mich mit deinen Augen sehen" oder sowas.
Vielleicht wäre es auch gut, zuerst einmal für Dich zu klären was denn alles wirklich zum Glaubensfundament gehört und was angelernte Dogmatik und Vorstellungen und "christliche Ettikette" ist.

Jesu Tod und Auferstehung für unsere Erlösung ist nun mal sicher das Fundament das Du nicht hinterfragen sollst ;)

Was sind das denn so für Dinge die Du meinst mit dem Fundament?
Gebote?

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon SunFox » Mo 5. Jan 2009, 00:07

Hallo lieber edelstein,

darf ich mit einer Gegenfrage antworten? :)

Ich tue es einfach mal! ;)

Was macht es lohnenswert nicht zu glauben?

Was ist es für ein Vorteil, wenn man nicht glaubt?

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Mo 5. Jan 2009, 14:37

Such_Find hat geschrieben:Es gibt vieles was Menschen an "edelstein" sehen, dieses könnten sie lieben, dies könnten sie dann "Ich liebe 'edelstein'" nennen.
Wenn du dich aber nicht in dem erkennen kannst was die lieben dann lieben die dich auch nicht, die lieben irgendwas was sie "edelstein" nennen - aber du nicht.


Ich sehe was du sagen willst, aber ich kann es nicht in Worte umsetzen bzw. weiss nicht, ob ich es so verstehe, wie du es meinst. Meinst du, dadurch das ich mich nicht liebe, erkenne ich auch nicht die Liebe von Gott und den Menschen zu mir? Wenn ich also anfange, mich zu lieben, dann kann ich erkennen, dass Gott mich liebt? Meinst du es ungefähr so?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Mo 5. Jan 2009, 14:46

SunFox hat geschrieben:
Was macht es lohnenswert nicht zu glauben?

Was ist es für ein Vorteil, wenn man nicht glaubt?

Liebe Grüße von SunFox


Hallo SunFox,
Gar nichts, es lohnt sich nicht, nicht an Jesus zu glauben. Aber lohnt es sich zu glauben, wenn man sieht, dass das was Gott sagt und das eigene Leben zwei verschiedene Sachen sind? Es gibt keinen Vorteil, nicht zu glauben. Der Glaube, den ich bis jetzt hatte, hat mich einfach runter gezogen. Ich weiss auch, dass ich mich ziemlich paradox anhöre :?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Mo 5. Jan 2009, 15:02

Sandra73- hat geschrieben:
Was sind das denn so für Dinge die Du meinst mit dem Fundament?
Gebote?

Liebe Grüsse,
Sandra


Ich merke einfach, dass diese Art wie ich glaube mich fertig macht. Ich will sie nicht mehr und ich hasse sie. Ich raffe einfach nicht mehr wie ich glauben soll. Vielleicht sehe ich den Glauben auch verdreht, weil ich mich selber nicht liebe.
Weisst du den, dass du bedingungslos von Gott geliebt bist? Kannst du das ohne Probleme annehmen? Meine Eltern liebten mich nicht, ohne Bedingung, darum ist es so schwer für mich, Gottes Liebe anzunehmen. Dabei will ich es doch, ich sehne mich danach :cry:
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon doro » Mo 5. Jan 2009, 15:22

Liebe edelstein

Das ist ein schöner Nick, den du gewählt hast! Er zeigt gut, was du bist. Besonders auch in Gottes Augen: du bist wie ein Edelstein, geliebt von Gott und wertvoll für Ihn. Ich weiss, dass du das weisst vom Verstand her. Aber in dein Herz dringt es nicht richtig durch. Deshalb hast du nicht wirklich Gewissheit und Frieden darüber/deswegen. So habe ich dich verstanden.
Ich habe das Gefühl, dir ein bisschen nachfühlen zu können. Mir ging es auch schon ähnlich. Wenn du magst, kann ich mehr erzählen.

Ich wollte dich fragen, wie die Beziehung zu deinen Eltern ist. Dann habe ich gesehen, dass du selber schon geschrieben hast, dass diese Beziehung zu den Eltern nicht gut ist/war. Oft hängt das Verhältnis zu den Eltern wohl auch mit dem Bild, das wir von Gott - als unserem Vater - haben, und der Beziehung zu Ihm zusammen. Kannst du ev. Parallelen erkennen an Eigenschaften, die deine Eltern hatten und die du Gott auch zuschreibst? Vielleicht Eigenschaften, die gar nicht oder nicht gänzlich auf Gott zutreffen.

Hast du eine Gemeinde oder einen Hauskreis oder so etwas, wo du solche Dinge mal anbringen könntest und Christen dir zuhören und mit dir beten? Eventuell würde dir das helfen. Ich finde es aber jedenfalls gut, dass du dein Anliegen ins Forum geschrieben hast.

So will ich dich auch noch herzlich willkommen heissen hier! :))

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Mo 5. Jan 2009, 15:55

Hallo doro,
nein seit etwa sechs Jahren gehe ich nicht mehr in eine Gemeinde. Ich habe es hin und wieder mal probiert, aber wenn ich dann Dinge hörte, wie: Du musst den zehnten bezahlen um Gottes Segen zu bekommen, man muss muss muss etc., dann reichte es mir wieder für eine Weile. Letztens wagte ich mich wieder einmal in einen Hauskreis, der jedoch nach kurzer Zeit auseinanderbrach, weil die Leute mit den Leitern nicht zufrieden waren (die Stühle seien zu unbequem, es sei eine kalte Atmosphäre etc.). Der eigentliche Grund war jedoch, dass ein Ehepaar den vorherigen Leiter besser fand, bei ihm sei alles liebevoller gewesen. Ich fühlte mich jedoch sehr wohl und angenommen bei dem Leiter- Ehepaar. Es zeriss mir das Herz, als ich erfuhr, wegen welchen Lapalien dieser Hauskreis auseinanderging und seither ist mir das Zusammensein mit solchen Christen wieder total vergangen.
Du siehst, es ist nicht so einfach für mich. :shock:
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon doro » Mo 5. Jan 2009, 16:18

Hallo edelstein

Stimmt, das klingt nicht einfach. Ich habe auch festgestellt, dass in Zeiten, in denen es mir nicht so gut geht, ich mich ziemlich unter Druck gesetzt fühle von so Aussagen, die quasi den "Ernst der Sache" betonen. Wo ich eigentlich mehr Zuspruch brauche allgemein und, dass Gott mich liebt. Aber das ist wohl individuell verschieden und da muss(te) ich lernen, damit umgehen zu können. Man braucht nicht immer dasselbe. Weiss nicht, ob du verstehst, was ich meine. Der eine braucht vielleicht gerade Ermahnung, der andere Ermutigung. Es ist wohl bei beidem nicht gut, wenn man immer nur das eine hört.
Ich weiss, dass man sich sehr unter Druck gesetzt fühlen kann. Und es tut mir leid, dass du durch viele solcher "Du musst"-Aussagen verletzt wurdest.

Dass der Hauskreis auseinander gefallen ist, ist wirklich schade - wo du doch einen Ort gefunden hast, an dem du dich wohl gefühlt hast. Könntest du dich ev. an das damalige Leiterehepaar wenden? Ev. könntet ihr wieder etwas anfangen, vielleicht halt auch im kleinen Rahmen.

Ich wünsche dir Gottes reichen Segen und dass Er dir seine Liebe erweist. Kennst du die Jahreslosung? Der Vers ist jetzt natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Aber er lautet:

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
(Lukas 18,27b)


Vielleicht hast du das Gefühl, völlig blockiert zu sein. Ich glaube jedoch fest daran, dass Gott Wege findet, so dass du wieder aus dem Tal auf die Höhe kommst. Möge Er dich führen.

lg, doro
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Schoham » Mo 5. Jan 2009, 17:16

edelstein hat geschrieben: ..das ganze christliche Fundament dass ich in all den Jahren aufgebaut habe.


Ein Lied für dich Edelstein:

zum hören…

…und zum Lesen

Sei ganz herzlich willkommen.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Such_Find » Mo 5. Jan 2009, 18:48

edelstein hat geschrieben:
Such_Find hat geschrieben:Es gibt vieles was Menschen an "edelstein" sehen, dieses könnten sie lieben, dies könnten sie dann "Ich liebe 'edelstein'" nennen.
Wenn du dich aber nicht in dem erkennen kannst was die lieben dann lieben die dich auch nicht, die lieben irgendwas was sie "edelstein" nennen - aber du nicht.


Ich sehe was du sagen willst, aber ich kann es nicht in Worte umsetzen bzw. weiss nicht, ob ich es so verstehe, wie du es meinst. Meinst du, dadurch das ich mich nicht liebe, erkenne ich auch nicht die Liebe von Gott und den Menschen zu mir? Wenn ich also anfange, mich zu lieben, dann kann ich erkennen, dass Gott mich liebt? Meinst du es ungefähr so?

Das meinte ich jetzt nicht. Ich fragte mich was du liebst was du "Gott" nennst ... kann Gott sich in dem erkennen was du liebst?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Mo 5. Jan 2009, 19:49

Such_Find hat geschrieben:Das meinte ich jetzt nicht. Ich fragte mich was du liebst was du "Gott" nennst ... kann Gott sich in dem erkennen was du liebst?


Ich liebe Jesus Christus, weil er für meine Sünden am Kreuz gestorben ist, am dritten Tag auferstanden und dann an der Seite des Vaters im Himmel Platz genommen hat. Gott Jesus Christus ist mein Erlöser, mein Retter, mein Bräutigam, mein Weg zum Vater, meine grösste Liebe!
Willst du den wissen was ich unter dem Begriff Gott verstehe? Ich erkenne nicht ganz den Sinn deiner Fragen!
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon sugi » Mo 5. Jan 2009, 21:53

edelstein hat geschrieben:seit etwa sechs Jahren gehe ich nicht mehr in eine Gemeinde. Ich habe es hin und wieder mal probiert, aber wenn ich dann Dinge hörte, wie: Du musst den zehnten bezahlen um Gottes Segen zu bekommen, man muss muss muss etc., dann reichte es mir wieder für eine Weile. Letztens wagte ich mich wieder einmal in einen Hauskreis, der jedoch nach kurzer Zeit auseinanderbrach, weil die Leute mit den Leitern nicht zufrieden waren (die Stühle seien zu unbequem, es sei eine kalte Atmosphäre etc.). Der eigentliche Grund war jedoch, dass ein Ehepaar den vorherigen Leiter besser fand, bei ihm sei alles liebevoller gewesen. Ich fühlte mich jedoch sehr wohl und angenommen bei dem Leiter- Ehepaar. Es zeriss mir das Herz, als ich erfuhr, wegen welchen Lapalien dieser Hauskreis auseinanderging und seither ist mir das Zusammensein mit solchen Christen wieder total vergangen.
Du siehst, es ist nicht so einfach für mich. :shock:

Hi edelstein, erwartest du insgeheim etwas von Christen? Oder kommst du einfach nicht damit klar, wenn du siehst, wie sie unehrlich sind, und keinen Deut besser? Was geht in dir dann ab? An wen gehen dann deine Fragen, die dich bewegen? Du sagst, du liebst Jesus, dann schaue auf dieses Vorbild, was nur einer sein kann. Nicht die Menschen, sondern Jesus! Ja, man tut Dinge, die man nicht tun sollte, aber denoch tut. Was machen wir nun damit? Wie gehen wir mit dem um? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich immer und immer wieder zu Jesus gehe, Er mir helfen wird..und so habe ich es auch erfahren. Er sagt: Werfet alle Sorgen auf mich, denn ich sorge für euch. Was für eine schöne Zusage. Ich kann dich vertsehen, dass es dich traurig macht, wenn du von anderen Christen Dinge miterlebst, die dich nur noch zum nachdenken bringen, aber wie wäre es, wenn du einfach dadrüber hinweg siehst, und wieder auf Jesus blickst? Nicht an Dingen stehen bleibst, die dich nur selbst auf deinem Weg abhaltet? Wer das schlussendlich tun will, weisst du! Wer unser Zerstörer ist, weisst du auch. Lass dich nicht von Menschen beirren, denn sie sind nicht besser.... Schaue nur auf Jesus. Denn da wirst du das Licht erkennen.....und Seine Liebe erfahren. Und ich bin mir sicher, dass Gott dir ein paar liebe Geschwister schenken wird......

Wenn du meine Gedanken hören willst: Ich gehe seit längerer Zeit nicht mehr in eine Gemeinde..ich halte das schon gar nicht mehr aus..ich habe aber nichts gegen andere Christen, es ist mein Weg! Nach aussen sieht dass dann aber nicht gut aus, wenn sie hören, ich gehe in keine Gemeinde. Aber ich weiss, dass Jesus in mein Herz sieht, und dass ich meine erste Liebe Ihm schenken will. Und dafür alles gebe. Nein, es geht nicht immer schnell, es braucht Zeit und Geduld. Ich kenne das, es heisst immer, was man nicht tun darf, aber jeder tut es denoch...denn keiner ist besser. Und vormachen muss man sich nichts, denn sonst belügt man nicht nur sich selbst... Schaue auf Jesus, Er war unser Vorbild..und halte dich an Seinem Mantel fest, und bleibe nicht stehen, wenn du zurückgehalten wirst.

Tut es dir eigentlich weh, wenn du hörst, dass wegen banalen unbequemen Stühlen einen Hauskreis aufgegeben wird, der Grund aber ein anderer war, oder macht es dich wütend. Das wären noch zwei verschiedene Reaktionen die man haben könnte..und beide haben verschiedene Hintergründe..!

So, jetzt habe ich aber viel geschrieben, es geht ja eigentlich um dich :)
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon wahrheit48 » Di 6. Jan 2009, 18:16

edelstein hat geschrieben:Hallo doro,
nein seit etwa sechs Jahren gehe ich nicht mehr in eine Gemeinde. Ich habe es hin und wieder mal probiert, aber wenn ich dann Dinge hörte, wie: Du musst den zehnten bezahlen um Gottes Segen zu bekommen, man muss muss muss etc., dann reichte es mir wieder für eine Weile. Letztens wagte ich mich wieder einmal in einen Hauskreis, der jedoch nach kurzer Zeit auseinanderbrach, weil die Leute mit den Leitern nicht zufrieden waren (die Stühle seien zu unbequem, es sei eine kalte Atmosphäre etc.). Der eigentliche Grund war jedoch, dass ein Ehepaar den vorherigen Leiter besser fand, bei ihm sei alles liebevoller gewesen. Ich fühlte mich jedoch sehr wohl und angenommen bei dem Leiter- Ehepaar. Es zeriss mir das Herz, als ich erfuhr, wegen welchen Lapalien dieser Hauskreis auseinanderging und seither ist mir das Zusammensein mit solchen Christen wieder total vergangen.
Du siehst, es ist nicht so einfach für mich. :shock:

Liebe Edelstein,
ich kenne das auch, ich kenne auch die "Mitchristen" mit ihren Auszeichnungen und Nahkampfspangen, ich kenne das liebe "christliche Pflegepersonal", das so gerne meinen "geistlichen" Puls kontrolliert. Weil aber auch ich meine "Macken" habe, um deretwillen mein Herr Jesus Christus ans Kreuz gegangen ist, gelingt es mir (nicht immer!) über die Runzeln und Flecken der anderen hinweg zu sehen.
Grundsätzlich ist Leitung, sind Leiter, in Gemeinden oder christlichen Kreisen von Gott verordnet, sind auch für jede/jeden von uns deshalb gut! Sie sind mit Gaben gesegnet zu unserem geistlichen Nutzen, zu unserer Auferbauung wie zu unsere Ermahnung: zum "Zurechtbringen".
Es mag selbsternannte Leiter, Lehrer, Seelsorger usw. geben, die das Geschäft des Glaubens wie ein weltliches Unternehmen betreiben, von Gott nicht in den Dienst gerufen, nur aus eigener Überzeugung handelnd, schade.
Letztendlich ist aber erst einmal für Dich wichtig: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, dass ich eine persönliche Beziehung zu IHM habe. Dass ich IHM meine Schuld gegenüber IHM bekannt habe und dass ich gewiss bin, dass er mir deshalb durch sein Leiden und Sterben die Vergebung aller Schuld bewirkt hat. Folge: ich bin ein Kind Gottes, erberechtigt für die Herrlichkeit bei Gott. Das heißt: durch das Sterben des Gottessohnes für Dich ganz persönlich, ist Dir der Lohn SEINES Leidens und Sterbens schon gewiss.
Und nun komme ich zu unseren Unzulänglichkeiten, Fehlern, vor denen wir, solange wir auf der Erde sind ("im Fleisch sind") nicht frei sein werden! Nur in Jesus Christus sieht uns der Vater im Himmel so, wie wir vor IHM bestehen könnten. Wir selbst sind nach wie vor nicht so! Aber es betrübt uns, dass wir immer noch falsch handeln, reden, denken. Solange wir deshalb betrübt sind, ja überhaupt: solange uns dies nicht einerlei ist, sind wir in der Gnade. So wir unsere Sünden bekennen, ist ER gerecht und treu (seiner Zusage) und vergibt uns.
Lass Dich nicht entmutigen, denn der Glaubende hat seinen Lohn bereits gewiss!
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Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon jes_25913 » Do 8. Jan 2009, 11:13

edelstein hat geschrieben:
Sandra73- hat geschrieben:
Was sind das denn so für Dinge die Du meinst mit dem Fundament?
Gebote?

Liebe Grüsse,
Sandra


Ich merke einfach, dass diese Art wie ich glaube mich fertig macht. Ich will sie nicht mehr und ich hasse sie. Ich raffe einfach nicht mehr wie ich glauben soll. Vielleicht sehe ich den Glauben auch verdreht, weil ich mich selber nicht liebe.
Weisst du den, dass du bedingungslos von Gott geliebt bist? Kannst du das ohne Probleme annehmen? Meine Eltern liebten mich nicht, ohne Bedingung, darum ist es so schwer für mich, Gottes Liebe anzunehmen. Dabei will ich es doch, ich sehne mich danach :cry:


Lieber Edelstein,
meinst Du, dass Du von Gott nur geliebt wirst, wenn Du seine Liebe empfinden kannst? - Dass er Dich, wie jeden anderen Menschen auch liebt, hat er ja am Kreuz gezeigt. Er hat aber weder eine spezielle Liebe zu mir noch zu Dir, sondern alle Menschen sind eben in seine Liebe eingeschlossen.
Oder ist Dein Problem eher, dass Du Dich in der Gemeinschaft, in der Du Dich bewegst, abgelehnt fühlst und Dich dann auch selbst ablehnst?
Wenn Du schon von Deinen Eltern Ablehnung erfahren musstest, dann hast Du natürlich so ein Grundmuster in Dir.
Dann, nehme ich an, ist es bei Dir so, dass Du Dich zwar gern ändern möchtest, aber nicht weißt wie? Du möchtest so sein, dass Du Dich selbst lieben kannst und von anderen akzeptiert wirst?

Grundsätzlich: Du musst es keinem Menschen recht machen. Sei Du selbst!
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon mikeg » Do 8. Jan 2009, 14:10

@ Alle
Mal ein ganz anderer Ansatz...

Der Titel dieses Threads dünkt mich merkwürdig.
Kann es sich beim Glauben jemals um ein "sich lohnen" handeln? Wer die Frage nach dem lohnen stellt, der hat in meinen Augen schon verloren bevor er richtig angefangen hat.

Man glaubt doch, weil man glauben möchte oder weil man eben dieses Weltbild hat. Glaube ist ein Gefühl dass aus unserem tiefsten Inneren kommt, wie bspw. auch die Liebe.

Wenn der Glaube an Gott nicht von Innen kommt, dann ist er nicht echt. Dann glaubt man nur zu glauben, oder man macht sich (und anderen) etwas vor. Ich selbst habe genau diesen Prozess durchgemacht, und heute bin ich froh, dass ich ehrlich mit mir selbst war, und mich entschieden habe.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Do 8. Jan 2009, 14:53

jes_25913 hat geschrieben:Lieber Edelstein,
meinst Du, dass Du von Gott nur geliebt wirst, wenn Du seine Liebe empfinden kannst? - Dass er Dich, wie jeden anderen Menschen auch liebt, hat er ja am Kreuz gezeigt. Er hat aber weder eine spezielle Liebe zu mir noch zu Dir, sondern alle Menschen sind eben in seine Liebe eingeschlossen.
Oder ist Dein Problem eher, dass Du Dich in der Gemeinschaft, in der Du Dich bewegst, abgelehnt fühlst und Dich dann auch selbst ablehnst?
Wenn Du schon von Deinen Eltern Ablehnung erfahren musstest, dann hast Du natürlich so ein Grundmuster in Dir.
Dann, nehme ich an, ist es bei Dir so, dass Du Dich zwar gern ändern möchtest, aber nicht weißt wie? Du möchtest so sein, dass Du Dich selbst lieben kannst und von anderen akzeptiert wirst?

Grundsätzlich: Du musst es keinem Menschen recht machen. Sei Du selbst!


Hallo jes_25913,
es ist mir schon klar das es Momente gibt ,wo man Gott nicht spürt oder fühlt. Darum geht es mir auch gar nicht. Mir geht es um diese Gewissheit in meinem Herzen die auch im grössten Sturm um mich herum standhält.Die Gewissheit das ich von Gott geliebt bin . Natürlich fühle ich mich manchmal von Christen abgelehnt . Aber genau das ist ja der Punkt wo ich Veränderung haben möchte. Ich will so glauben , dass mir solche Situationen und auch Menschen nichts mehr aus machen,eben weil ich weiss das ich weiss !
Und genau dein zweitletzter Satz drückt mein Problem aus. Ich weiss nicht wie!! Ich möchte mich lieb haben weil Jesus mich liebt , aber nicht damit andere mich akzeptieren.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Do 8. Jan 2009, 15:09

wahrheit48 hat geschrieben:Liebe Edelstein,
ich kenne das auch, ich kenne auch die "Mitchristen" mit ihren Auszeichnungen und Nahkampfspangen, ich kenne das liebe "christliche Pflegepersonal", das so gerne meinen "geistlichen" Puls kontrolliert. Weil aber auch ich meine "Macken" habe, um deretwillen mein Herr Jesus Christus ans Kreuz gegangen ist, gelingt es mir (nicht immer!) über die Runzeln und Flecken der anderen hinweg zu sehen.
Grundsätzlich ist Leitung, sind Leiter, in Gemeinden oder christlichen Kreisen von Gott verordnet, sind auch für jede/jeden von uns deshalb gut! Sie sind mit Gaben gesegnet zu unserem geistlichen Nutzen, zu unserer Auferbauung wie zu unsere Ermahnung: zum "Zurechtbringen".
Es mag selbsternannte Leiter, Lehrer, Seelsorger usw. geben, die das Geschäft des Glaubens wie ein weltliches Unternehmen betreiben, von Gott nicht in den Dienst gerufen, nur aus eigener Überzeugung handelnd, schade.
Letztendlich ist aber erst einmal für Dich wichtig: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, dass ich eine persönliche Beziehung zu IHM habe. Dass ich IHM meine Schuld gegenüber IHM bekannt habe und dass ich gewiss bin, dass er mir deshalb durch sein Leiden und Sterben die Vergebung aller Schuld bewirkt hat. Folge: ich bin ein Kind Gottes, erberechtigt für die Herrlichkeit bei Gott. Das heißt: durch das Sterben des Gottessohnes für Dich ganz persönlich, ist Dir der Lohn SEINES Leidens und Sterbens schon gewiss.
Und nun komme ich zu unseren Unzulänglichkeiten, Fehlern, vor denen wir, solange wir auf der Erde sind ("im Fleisch sind") nicht frei sein werden! Nur in Jesus Christus sieht uns der Vater im Himmel so, wie wir vor IHM bestehen könnten. Wir selbst sind nach wie vor nicht so! Aber es betrübt uns, dass wir immer noch falsch handeln, reden, denken. Solange wir deshalb betrübt sind, ja überhaupt: solange uns dies nicht einerlei ist, sind wir in der Gnade. So wir unsere Sünden bekennen, ist ER gerecht und treu (seiner Zusage) und vergibt uns.
Lass Dich nicht entmutigen, denn der Glaubende hat seinen Lohn bereits gewiss!
lg w48


Hallo wahrheit48,
danke für deine aufbauende Worte !!
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon edelstein » Do 8. Jan 2009, 15:14

Schoham hat geschrieben:Sei ganz herzlich willkommen.

Vielen Dank Schoham für das Lied, es hat mich sehr berührt.Auch all die Reaktionen auf meine Frage hin hat mich sehr erstaunt und ich möchte Euch allen von Herzen dafür Danken. Es hat einiges in mir bewegt !!
God bless you all
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Schoham » Do 8. Jan 2009, 19:03

edelstein hat geschrieben:Es hat einiges in mir bewegt !!


Ja - Gottes Haus ist lebendig und sein Fundament hält weil
es Jesus Christus ist.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon wahrheit48 » Do 8. Jan 2009, 20:46

mikeg hat geschrieben:@ Alle
Mal ein ganz anderer Ansatz...

Der Titel dieses Threads dünkt mich merkwürdig.
Kann es sich beim Glauben jemals um ein "sich lohnen" handeln? Wer die Frage nach dem lohnen stellt, der hat in meinen Augen schon verloren bevor er richtig angefangen hat.

Man glaubt doch, weil man glauben möchte oder weil man eben dieses Weltbild hat. Glaube ist ein Gefühl dass aus unserem tiefsten Inneren kommt, wie bspw. auch die Liebe.

Wenn der Glaube an Gott nicht von Innen kommt, dann ist er nicht echt. Dann glaubt man nur zu glauben, oder man macht sich (und anderen) etwas vor. Ich selbst habe genau diesen Prozess durchgemacht, und heute bin ich froh, dass ich ehrlich mit mir selbst war, und mich entschieden habe.


O.k. mikeg,
ich muss Dir insoweit recht geben, als dass Glaube, den man unter der Prämisse, dafür "belohnt" zu werden beginnt oder ausübt absoluter Nonsense ist. Das gab es aber, und gibt es heute noch, dass Menschen aus ganz profanen Gründen (Sack Reis, Milchkuh, Anstellung etc.) sich z.B. taufen lassen oder einer christl. Kirche anschließen, hat aber mit Glaube nichts zu tun! Fatal an der Geschichte ist, dass diese Menschen von den Verantwortlichen nicht auf den "Irrtum" hingewiesen werden, weil diese wiederum von der größeren Zahl der "Mitglieder" ja wiederum profitieren mögen ;)
Und es gibt nicht nur Leistungssportler, sondern auch "Leistungschristen", Leute, die daherkommen und Normen für sich und andere aufstellen: "ein Christ tut dies und jenes, aber das auf keinen Fall!" In Rö. 14 beschreibt Paulus das ganz toll. Da kann Jemand, der diese "Normen" nicht schafft schon leicht ins Grübeln kommen. Und wo Leistung gefordert wird, muss ja auch Lohn bezahlt werden, oder etwa nicht?
Du vergleichst den Glauben ganz richtig mit der Liebe: diese fordert nicht, sie gibt sich hin. Liebe erwartet keinen Lohn, sie verströmt sich ... ja sie opfert sich auf. Ja und auch das: Liebe grämt sich über das eigene Versagen gegenüber dem Partner, der Partnerin.
Ich verstehe den Titel eher als Frage nach dem Durchhalten. So als ob sich Jemand in der Wüste zwischen zwei Oasen verlaufen hat. Wie weit ist es noch, bin ich noch auf dem richtigen Weg: lohnt es sich überhaupt weiter zu gehen? Der "Glaubensweg" eines Christen ist nicht immer ein Weg auf "grünen Auen", auf ebenen Wegen, gemütlicher Spaziergang. Nicht umsonst heißt es in der hl.Schrift unter anderem "... wer ausharrt bis ans Ende ...".
Ich erlebe eigenes Versagen, Niederlagen und wollte doch so dankbar sein, weil Gott mich so sehr liebt, dass ER seinen Sohn für mich opferte. Da kommen denn doch Zweifel, wenn man wieder mal auf der Nase liegt, soll ich nochmal aufstehen, soll ich weitergehen?
Bis hierhin zunächst, wenn Du wünschst kann ich gerne "weiterplaudern".
lg. w48
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Such_Find » Do 8. Jan 2009, 22:09

wahrheit48 hat geschrieben:
mikeg hat geschrieben:Der Titel dieses Threads dünkt mich merkwürdig.
Kann es sich beim Glauben jemals um ein "sich lohnen" handeln? Wer die Frage nach dem lohnen stellt, der hat in meinen Augen schon verloren bevor er richtig angefangen hat.
ich muss Dir insoweit recht geben, als dass Glaube, den man unter der Prämisse, dafür "belohnt" zu werden beginnt oder ausübt absoluter Nonsense ist.

Jeder Mensch geht (bzw sollte...) den Weg der seinem Leben(>Werte>Ziele) entspricht d.h. wenn ein Weg sich "nicht lohnt" (zum positiven oder zur Abwendung von negativem) dann geht man den auch nicht (bzw sollte man nicht).

Abraham wusste das JHWH existiert, er hatte ja einige Begegnungen mit ihm, aber das was JHWH gerechtmachenden "Glauben" nennt das beruht auf der Erwartungshaltung Abrahams in die Verheissung (>"sich lohnen").

Ich stimme i.d.F. deshalb hierin NICHT mit euch überein. Glaube ist eine Erwartungshaltung, wer sich von einer Sache kein "sich lohnen" verspricht der macht es auch nicht, der hat Distanz zu dieser Sache.

Wer vom Mittler Mose etwas erwartete(=Glauben) der sah in der Nutzung der Gabe Moses (>Weisung/Gesetz) das Leben (>gelobtes Land).
Wer vom Mittler Jesus etwas erwartet(=Glauben) der sieht in der Nutzung der Gabe Jesus (>"Animus/Geist") das Leben (Reich Gottes: Friede, Freude,...).
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon jes_25913 » Fr 9. Jan 2009, 11:31

edelstein hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Lieber Edelstein,
meinst Du, dass Du von Gott nur geliebt wirst, wenn Du seine Liebe empfinden kannst? - Dass er Dich, wie jeden anderen Menschen auch liebt, hat er ja am Kreuz gezeigt. Er hat aber weder eine spezielle Liebe zu mir noch zu Dir, sondern alle Menschen sind eben in seine Liebe eingeschlossen.
Oder ist Dein Problem eher, dass Du Dich in der Gemeinschaft, in der Du Dich bewegst, abgelehnt fühlst und Dich dann auch selbst ablehnst?
Wenn Du schon von Deinen Eltern Ablehnung erfahren musstest, dann hast Du natürlich so ein Grundmuster in Dir.
Dann, nehme ich an, ist es bei Dir so, dass Du Dich zwar gern ändern möchtest, aber nicht weißt wie? Du möchtest so sein, dass Du Dich selbst lieben kannst und von anderen akzeptiert wirst?

Grundsätzlich: Du musst es keinem Menschen recht machen. Sei Du selbst!



Und genau dein zweitletzter Satz drückt mein Problem aus. Ich weiss nicht wie!! Ich möchte mich lieb haben weil Jesus mich liebt , aber nicht damit andere mich akzeptieren.


Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht. Das wird Dir dann zeigen, was ihm (dem Ideal, das Du anstrebst) entgegensteht. Wenn Du dann alles Entgegenstehende loslässt (in dem es Dir nicht mehr wichtig ist, denn nur was einem wichtig ist, hält man fest), kann sich das Gewollte immmer mehr verwirklichen.
(s. auch meine 4- oder 5-fach gegliederten Ausführungen unter "Glaube - eine systematische Darstellung. Da steht alles ausführlich.)
LG
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon wahrheit48 » Fr 9. Jan 2009, 12:08

jes_25913 hat geschrieben:
edelstein hat geschrieben:

Und genau dein zweitletzter Satz drückt mein Problem aus. Ich weiss nicht wie!! Ich möchte mich lieb haben weil Jesus mich liebt , aber nicht damit andere mich akzeptieren.


Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht. Das wird Dir dann zeigen, was ihm (dem Ideal, das Du anstrebst) entgegensteht. Wenn Du dann alles Entgegenstehende loslässt (in dem es Dir nicht mehr wichtig ist, denn nur was einem wichtig ist, hält man fest), kann sich das Gewollte immmer mehr verwirklichen.
(s. auch meine 4- oder 5-fach gegliederten Ausführungen unter "Glaube - eine systematische Darstellung. Da steht alles ausführlich.)
LG
jes

Na lieber jes_25913,
da sind wir bei der Kraft des positiven Denkens gelandet! Du bewegst Dich auf vermintem Terrain.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon jes_25913 » Fr 9. Jan 2009, 14:19

wahrheit48 hat geschrieben: Na lieber jes_25913,
da sind wir bei der Kraft des positiven Denkens gelandet! Du bewegst Dich auf vermintem Terrain.
lg


Liebe Wahrheit 48,
es sollte selbstverständlich sein, dass ein Christ nur postiv denkt: Alles muss uns zum besten dienen, sagt Paulus, usw. usf.

Wenn andere inzwischen auch gelernt haben postiv zu denken, müssen wir jetzt nicht umschwenken.
Ausserdem habe ich hier nur eine "Funktionsweise" genannt. Willst Du etwa sagen, Glaube führt zu nichts? Den Eindruck hat man allerdings bei vielen Christen.
Die leben in einem solchen Chaos, dass sie mit dem Hintern einreißen, was sie sonst aufbauen wollen.
LG
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Oli4 » Fr 9. Jan 2009, 15:26

jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht.

Hallo jes, mische mich halt schon wieder ein aber wass Du heir postulierst ist reinster Glaube an deinen eigenen Glauben.
Im Glauben ist nicht wesentlich dass Du viel oder wenig, stark oder schwach glaubst sondern dass Du an den richtigen INHALT glaubst und dass ist einzig und alleine JESUS Christius unser Erlöser von unserer Sünde in unserer Veranlagung und Tat.
Glaube an den eigenen (gewollten) Glauben ist etwas hart aber ehrlich ausgedrückt : geistliche Selbstbefriedigung.

Kurz: Glaube exakt an das Geschehene und Verheissene und tue genau das uns Gebotene.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon jes_25913 » Sa 10. Jan 2009, 10:23

Oli4 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht.

Hallo jes, mische mich halt schon wieder ein aber wass Du heir postulierst ist reinster Glaube an deinen eigenen Glauben.
Im Glauben ist nicht wesentlich dass Du viel oder wenig, stark oder schwach glaubst sondern dass Du an den richtigen INHALT glaubst und dass ist einzig und alleine JESUS Christius unser Erlöser von unserer Sünde in unserer Veranlagung und Tat.
Glaube an den eigenen (gewollten) Glauben ist etwas hart aber ehrlich ausgedrückt : geistliche Selbstbefriedigung.

Kurz: Glaube exakt an das Geschehene und Verheissene und tue genau das uns Gebotene.


So wie ich es verstanden habe, wollte edelstein etwas christliches glauben. Also hat ihr Glaube den rechten Inhalt.
Was starken und schwachen Glauben betrifft, hast Du noch nicht gehört, dass Jesus seine Jünger als "Kleingläubige" scholt? Kleingläubig zu sein, bedeutet aber einen schwachen Glauben zu haben. Einen Glauben, bei dem der Unglaube noch überwiegt.
Damit Gottes Wille geschieht, kann der Glaube nicht strak genug sein. Deshalb müssen alle Glaubenszweifel oder alles, was Gott im Wege steht, überwunden werden.

MfG
jes
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon wahrheit48 » Sa 10. Jan 2009, 13:15

jes_25913 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht.


Glaube an den eigenen (gewollten) Glauben ist etwas hart aber ehrlich ausgedrückt : geistliche Selbstbefriedigung.

Kurz: Glaube exakt an das Geschehene und Verheissene und tue genau das uns Gebotene.


So wie ich es verstanden habe, wollte edelstein etwas christliches glauben. Also hat ihr Glaube den rechten Inhalt.
Was starken und schwachen Glauben betrifft, hast Du noch nicht gehört, dass Jesus seine Jünger als "Kleingläubige" scholt? Kleingläubig zu sein, bedeutet aber einen schwachen Glauben zu haben. Einen Glauben, bei dem der Unglaube noch überwiegt.
Damit Gottes Wille geschieht, kann der Glaube nicht strak genug sein. Deshalb müssen alle Glaubenszweifel oder alles, was Gott im Wege steht, überwunden werden.

Hallo jes_25913,
"etwas christliches glauben" ist denn doch zu dürftig, es kommt schon auf den Inhalt an. Dass nur einer Gott ist, glauben z.B. nach Jak.2, 19 auch die Teufel, das wäre ja auch "etwas christliches".
Mit den Starken und Schwachen hast Du schon recht und es ist das Ziel und der Wille Gottes, dass alle Glaubenden erstarken Eph 3,16 Er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen;Der/die Glaubende soll wachsen, dennoch hängt davon nicht die Errettung ab. Sie ist nicht Lohn, sondern "Gabe". Gabe ist nie Lohn, sondern Geschenk. Wenn ich einem Bettler etwas zu Essen gebe, einen Mantel gebe, dann ist das kein Lohn für irgendwelche Anstrengungen seinerseits, sondern Gabe, Geschenk. Und vor Gott sind wir allzumal Bettler, mehr noch: wir waren Feinde Gottes und dennoch hatte er Gedanken des Heils über uns Rö.5, 10a Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren,
Und zudem steht es uns nicht zu, so wir uns für stark halten, auf vermeintlich Schwache im Glauben herab zu sehen, sie gar zu beurteilen: Rö.14, 1-7 Den Schwachen im Glauben aber nehmt auf, doch nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen! Einer glaubt, er dürfe alles essen; der Schwache aber isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst! Denn Gott hat ihn aufgenommen. Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten. Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt Gott Dank. Denn keiner von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst.
Und wieder ist es die Gnade, die alle Glaubenden auch bewahrt, weil ihr Herr sie bewahrt, stehen lässt.
lg.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Oli4 » Sa 10. Jan 2009, 14:04

jes_25913 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht.

Hallo jes, mische mich halt schon wieder ein aber wass Du heir postulierst ist reinster Glaube an deinen eigenen Glauben.
Im Glauben ist nicht wesentlich dass Du viel oder wenig, stark oder schwach glaubst sondern dass Du an den richtigen INHALT glaubst und dass ist einzig und alleine JESUS Christius unser Erlöser von unserer Sünde in unserer Veranlagung und Tat.
Glaube an den eigenen (gewollten) Glauben ist etwas hart aber ehrlich ausgedrückt : geistliche Selbstbefriedigung.

Kurz: Glaube exakt an das Geschehene und Verheissene und tue genau das uns Gebotene.


So wie ich es verstanden habe, wollte edelstein etwas christliches glauben. Also hat ihr Glaube den rechten Inhalt.
Was starken und schwachen Glauben betrifft, hast Du noch nicht gehört, dass Jesus seine Jünger als "Kleingläubige" scholt? Kleingläubig zu sein, bedeutet aber einen schwachen Glauben zu haben. Einen Glauben, bei dem der Unglaube noch überwiegt.
Damit Gottes Wille geschieht, kann der Glaube nicht strak genug sein. Deshalb müssen alle Glaubenszweifel oder alles, was Gott im Wege steht, überwunden werden.

MfG
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Das Problem ist eben das Detail, dass DU postuliertst (nicht was Edelstein glaubt), dass : "Dein Wollen" (Ideal) verwirklicht" zum Glauben werden soll, empfiehlst Du.
Und das ist eben nicht dasjenige was Jesus uns gebietet.
Im übriggen lies meinen Beitrag genauer, denn sich schreibe bewusst dass ZUERST der Inhalt komme, egal ob Glaube gross oder schwach...
(Kannst Du denn schon Berge versetzen) ;) ich nicht, aber ich bemühe mich im RECHTEN Glauben zu wachsen :baby:

Schau doch die Geschehnisse in den Evangelien an. Gibst einen einzigen Protagonisten der starken Glauben an das FALSCHE hat der dafür gelobt wurde ?
Und wieviele sind zu Grossen Glaubensmännern geworden, welche nach und nach den richtigen INHALT des Glaubens erlernen mussten, bevor sie dann wirklich wachsen konnten? Nimm mal den Petrus wie er darbte bis er verstand... oder schau den Paulus an, der hatte sehr grossen Glauben aber an das Falsche. Wie wuchs Er im Glauben als der rechten Inhalt verstand !!
Paulus war mal selber sein solcher: Röm 10,2 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit rechter Erkenntnis.
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Pilgrim » Sa 10. Jan 2009, 19:44

jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht. Das wird Dir dann zeigen, was ihm (dem Ideal, das Du anstrebst) entgegensteht. Wenn Du dann alles Entgegenstehende loslässt (in dem es Dir nicht mehr wichtig ist, denn nur was einem wichtig ist, hält man fest), kann sich das Gewollte immmer mehr verwirklichen.
(s. auch meine 4- oder 5-fach gegliederten Ausführungen unter "Glaube - eine systematische Darstellung. Da steht alles ausführlich.)

Mich dünkt, du machst zuviel nicht erlaubtes “Auditing”….. :jump:
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Enggi » So 11. Jan 2009, 19:03

Pilgrim hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht. Das wird Dir dann zeigen, was ihm (dem Ideal, das Du anstrebst) entgegensteht. Wenn Du dann alles Entgegenstehende loslässt (in dem es Dir nicht mehr wichtig ist, denn nur was einem wichtig ist, hält man fest), kann sich das Gewollte immmer mehr verwirklichen.
(s. auch meine 4- oder 5-fach gegliederten Ausführungen unter "Glaube - eine systematische Darstellung. Da steht alles ausführlich.)

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:lol: Du schiebst ihn in die Scientology-Schublade. Hat er denn "clear" gesagt?
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon Pilgrim » Mo 12. Jan 2009, 20:16

Enggi hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube, dass sich Dein Wollen (Ideal) verwirklicht. Das wird Dir dann zeigen, was ihm (dem Ideal, das Du anstrebst) entgegensteht. Wenn Du dann alles Entgegenstehende loslässt (in dem es Dir nicht mehr wichtig ist, denn nur was einem wichtig ist, hält man fest), kann sich das Gewollte immmer mehr verwirklichen.
(s. auch meine 4- oder 5-fach gegliederten Ausführungen unter "Glaube - eine systematische Darstellung. Da steht alles ausführlich.)

Mich dünkt, du machst zuviel nicht erlaubtes “Auditing”….. :jump:

:lol: Du schiebst ihn in die Scientology-Schublade. Hat er denn "clear" gesagt?

Meine ich schon, dass das "clear" genug gesagt wurde...... :mrgreen:
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Re: Lohnt es sich noch zu glauben?

Beitragvon wahrheit48 » Mo 12. Jan 2009, 20:21

Pilgrim hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Mich dünkt, du machst zuviel nicht erlaubtes “Auditing”….. :jump:

:lol: Du schiebst ihn in die Scientology-Schublade. Hat er denn "clear" gesagt?

Meine ich schon, dass das "clear" genug gesagt wurde...... :mrgreen:[/quote]
Hoi ihr Zwei,
ob aber ihm wirklich alles so clear ist, was er von sich gibt :lol:
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