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Zum Arzt gehen - eine Sünde?

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Moderator: kingschild

Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Mi 22. Apr 2009, 10:04

Oli4 hat geschrieben:Sünde hat ihren Ursprung nicht in der Liebe sondern im rebellischen Dünkel.
Das ist mal die erste grundsätzliche seither immerwährende Voraussetzung und gilt heute noch wie beim ersten Fall wo er aufgetreten ist als alleinige Ursache für die gewarnten Folgen welceh Du und ich täglich zu spüren bekommen.


Sorry, Oli4, da ich nicht bibelgläubig bin, sondern die Bibel allenfalls als Sammlung von Mythen ansehe, kann ich mit deiner Argumentation nichts anfangen.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Oli4 » Mi 22. Apr 2009, 12:14

blakki hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Sünde hat ihren Ursprung nicht in der Liebe sondern im rebellischen Dünkel.
Das ist mal die erste grundsätzliche seither immerwährende Voraussetzung und gilt heute noch wie beim ersten Fall wo er aufgetreten ist als alleinige Ursache für die gewarnten Folgen welceh Du und ich täglich zu spüren bekommen.


Sorry, Oli4, da ich nicht bibelgläubig bin, sondern die Bibel allenfalls als Sammlung von Mythen ansehe, kann ich mit deiner Argumentation nichts anfangen.

a) Was willst Du dann in diesem Christlichen Forum diskutieren ?
Hier sind wir:
* Foren-Übersicht ‹ Gott, das Leben und die Welt ‹ Fragen zum christlichen Glauben ‹ Persönliche Glaubensfragen

b) Ist es nicht meine Argumentation sondern meine (unvollständige, vorläufige) biblische Erkenntniss aus der Schrift.

c) Hast Du überhaupt gelesen und anhand der Bibel auch geprüft, ob es wenigstens biblisch haltbar ist, was ich verzapfe?
Ein solches Studium brächte Dir sehr viel, nicht nur dem Verstand sondern vor allem der Herzenseinsicht. :))
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Mi 22. Apr 2009, 12:37

Oli4 hat geschrieben:a) Was willst Du dann in diesem Christlichen Forum diskutieren ?
Hier sind wir:
* Foren-Übersicht ‹ Gott, das Leben und die Welt ‹ Fragen zum christlichen Glauben ‹ Persönliche Glaubensfragen


Ich bin in diesem Forum, weil jes_25913 eine These in den Raum gestellt hat und mich die Meinung der Christen hierzu interessiert.

Ich kenne Menschen, die ich für überzeugte und gute Christen halte und die trotzdem an Krebs erkrankt sind, folglich ist die These von jes_25913 in meinen Augen nicht haltbar.

b) Ist es nicht meine Argumentation sondern meine (unvollständige, vorläufige) biblische Erkenntniss aus der Schrift.


okay, das ist deine Überzeugung und diese sei dir unbenommen.

c) Hast Du überhaupt gelesen und anhand der Bibel auch geprüft, ob es wenigstens biblisch haltbar ist, was ich verzapfe?
Ein solches Studium brächte Dir sehr viel, nicht nur dem Verstand sondern vor allem der Herzenseinsicht. :))


Ich habe die Bibel mit dem Verstand gelesen und kann *gerade deshalb* nichts damit anfangen :mrgreen:
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Oli4 » Mi 22. Apr 2009, 12:46

blakki hat geschrieben:Ich kenne Menschen, die ich für überzeugte und gute Christen halte und die trotzdem an Krebs erkrankt sind, folglich ist die These von jes_25913 in meinen Augen nicht haltbar.
in meinen Augen auch nicht. Deshalb meine biblischen Erklärungsversuche.

Ich habe die Bibel mit dem Verstand gelesen und kann *gerade deshalb* nichts damit anfangen :mrgreen:

Zuerst musst DU dein Herz einen Spalt weit aufschliessen. Der geprägte Verstand hindert den Menschen oftmals kräftig daran.
Dass Du aber hier bist, lässt hoffen.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Mi 22. Apr 2009, 13:33

Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Ich kenne Menschen, die ich für überzeugte und gute Christen halte und die trotzdem an Krebs erkrankt sind, folglich ist die These von jes_25913 in meinen Augen nicht haltbar.
in meinen Augen auch nicht. Deshalb meine biblischen Erklärungsversuche.


Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.
Ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht, das kurios wirken muss: In GEO EPOCHE Nr. 35 ist ein Bericht über den arabischen Gelehrten Ibn Sina (um 1000n. Chr.), auch Avicenna genannt. Da heißt es “Doch Ibn Sina erweist sich manchmal auch als Pionier. Als Erster (…) weiß (er) bereits um den Einfluss der Psyche auf den Körper.” Kurios in dem Sinne, dass man erst die letzten 50 Jahre das allmählich zu akzeptieren begann und dieses Wissen in vorchristlicher Zeit selbstverständlich war.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Mi 22. Apr 2009, 15:50

jes_25913 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.
Ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht, das kurios wirken muss: In GEO EPOCHE Nr. 35 ist ein Bericht über den arabischen Gelehrten Ibn Sina (um 1000n. Chr.), auch Avicenna genannt. Da heißt es “Doch Ibn Sina erweist sich manchmal auch als Pionier. Als Erster (…) weiß (er) bereits um den Einfluss der Psyche auf den Körper.” Kurios in dem Sinne, dass man erst die letzten 50 Jahre das allmählich zu akzeptieren begann und dieses Wissen in vorchristlicher Zeit selbstverständlich war.


Dass die Psyche eine große Rolle bei Erkrankungen spielen dürfte, dessen bin ich mir sicher.

Da ich jedoch nicht Mediziner bin, kann ich dazu keine Aussage machen, ich nehme an, dass es Forschungen in diesem Bereich gibt.

Du erwähnst hier die vorchristliche Zeit, die Menschen der Antike waren mit Sicherheit nicht unwissender bzw. dümmer als wir.

In der Antike wurde in manchen Gesellschaften eine ziemlicher Körperkult betrieben,ich möchte in diesem Zusammenhang nur die Badekultur der Römer anführen.

Das Christentum hat mit seiner Leibfeindlichkeit und Jenseitsbezogenheit diesen Körperkult verdrängt.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Meta » Mi 22. Apr 2009, 16:42

jes_25913 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Ich kenne Menschen, die ich für überzeugte und gute Christen halte und die trotzdem an Krebs erkrankt sind, folglich ist die These von jes_25913 in meinen Augen nicht haltbar.
in meinen Augen auch nicht. Deshalb meine biblischen Erklärungsversuche.


Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.
Ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht, das kurios wirken muss: In GEO EPOCHE Nr. 35 ist ein Bericht über den arabischen Gelehrten Ibn Sina (um 1000n. Chr.), auch Avicenna genannt. Da heißt es “Doch Ibn Sina erweist sich manchmal auch als Pionier. Als Erster (…) weiß (er) bereits um den Einfluss der Psyche auf den Körper.” Kurios in dem Sinne, dass man erst die letzten 50 Jahre das allmählich zu akzeptieren begann und dieses Wissen in vorchristlicher Zeit selbstverständlich war.


Dummheit ist lernbar. edit da nicht zum Thema und dem Thema nicht dienlich.
:respekt:
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Mi 22. Apr 2009, 17:35

Oli4 hat geschrieben:Zuerst musst DU dein Herz einen Spalt weit aufschliessen. Der geprägte Verstand hindert den Menschen oftmals kräftig daran.
Dass Du aber hier bist, lässt hoffen.


Da frage ich doch zurück:

Für was habe ich dann eigentlich meinen Verstand? :lol:

Ein Christentum der Sorte "bibeltreu" kommt für mich definitiv nicht in Frage, auch wenn ich mein Herz sperrangelweit aufschließe.

Es ist für mich als aufgeklärten Menschen der Neuzeit doch etwas schwierig, mir plötzlich Verhaltensmuster und Denkweisen eines Bürgers einer unbedeutenden römischen Provinz anzueigenen.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Grasy » Mi 22. Apr 2009, 20:24

jes_25913 hat geschrieben:Glaube ist immer konkret. Man kann nicht zu viele Dinge gleichzeitig tun. Jeder Mensch muss wählen, was ihm am wichtigsten ist Am wichtigsten waren Paulus und Timotheus die Erkenntnis, dass Jesus auferstanden und damit das Heil der Welt ist.


Die Erkenntnis? Meinst du nicht den Glauben an Jesus Christus? Wo also steht daß sie durch das was du ihnen beimisst zu wenig Glauben zur Heilung hatten? Nirgendwo steht das jes_25913! Nicht an einer Stelle. Im Gegenteil ich hab hier so das Gefühl daß du Jesu Knecht hier sie so ein wenig runterbutterst aber wir sollten jetzt alle nicht zum Arzt gehen weil wir solche Glaubensriesen wären oder es wäre gar Sünde dort hin zu gehen. Das wird nicht in der Bibel gelehrt. Übermut und Leichtsinn um Wunder zu provozieren wird auch nicht in der Bibel gelehrt. Noch daß jeder die Gabe der Heilung hat!


Aber vielleicht hatte ja sogar Timotheus Magenbeschwerden auf Grund der Botschaft, die sie verbreiteten, weil er sie zu erregend fand? Diese Erregung bei einer so wichtigen Botschaft ist ja nicht schlecht. Sollte sie etwa gedämpft werden?


Sag mal willst du jetzt den Paulus nachträglich belehren er hätte dem Timotheus schlecht geraten. Und wo steht denn daß Timotheus vom Evangelium Magenbeschwerden bekam? Hallo?!
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon wahrheit48 » Mi 22. Apr 2009, 23:50

jes_25913 hat geschrieben:Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.

Sehr geehrter Herr Professor jes_+++++,
nun aber mal Butter bei die Fische: Sie reden hier wie ein Fachmann über "Krebs" und erklären dessen Entstehung mit "psychologischen Ursachen". Ja sind denn die "Psychologen" die Fachleute für "den Krebs" ? Allenfalls hat "Krebs" u.a. auch psychische Ursachen. Klären Sie "Fachmann" mich doch mal auf, wie es zu den bösartigen Entwicklungen menschlicher Zellen kommt, die dann in der landläufigen Bezeichnung "Krebs" bekannt sind. Insbesondere würde mich "Laien" interessieren, welchen Beitrag die menschliche Psyche in diesem ganzen Ablauf leistet? Aber bitte wissenschaftl. anerkannte Fakten und keine Mutmaßungen.
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon wahrheit48 » Do 23. Apr 2009, 00:25

blakki hat geschrieben:
Du erwähnst hier die vorchristliche Zeit, die Menschen der Antike waren mit Sicherheit nicht unwissender bzw. dümmer als wir.

In der Antike wurde in manchen Gesellschaften eine ziemlicher Körperkult betrieben,ich möchte in diesem Zusammenhang nur die Badekultur der Römer anführen.

Das Christentum hat mit seiner Leibfeindlichkeit und Jenseitsbezogenheit diesen Körperkult verdrängt.

Hallo blakki,
wo wollen wir denn mit den "vorchristlichen Zeiten" anfangen? Die "Badekultur der Römer" stellt allehöchstens eine "Modernisierungsmaßnahme" dar, im Vergleich zu den Reinheitsvorschriften der "mosaischen Gesetze", die bereits ca. 7000 v.Chr. existierten. Auch deine Bemerkung zur "Leibfeindlichkeit" des Christentums zeugt nicht gerade davon, daß du die Bibel "mit Verstand" gelesen hast:
Da erfreut Einer eine Hochzeitsgesellschaft, indem er ihr kurzerhand aus der Patsche hilft und Wasser zu Wein werden lässt, da werden über 5000 Leute nicht einfach hungrig auf den Nachhauseweg geschickt, sondern werden vorher verköstigt. Wievielen Kranken, wievielen wg. ihrer Erkrankung aus der Gesellschaft ausgeschlossenen hat der "Begründer" des Christentums real geholfen.
Ja und auch damit hast du recht: in der Antike wurde schon ein ziemlicher Körperkult getrieben, der z.T. sogar soweit ging, daß den Götzen Menschenopfer dargebracht wurden, manchmal sogar die eigenen Kinder. Das wurde durch die mosaischen Gebote verboten.
Nur ein paar kurze, knackige Bemerkungen, ohne jeden Verstand hingekritzelt. Wenn ich mich anstrenge finde ich sicher noch ein paar mehr. Nicht für ungut!
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Oli4 » Do 23. Apr 2009, 07:33

blakki hat geschrieben:Da frage ich doch zurück:

Für was habe ich dann eigentlich meinen Verstand? :lol:

Um Ihn von Jesus erneuern zu lassen! Um dein Sinnen und Trachten auf den Sohn zu lenken und ihm nicht durch überfüttertem Eigensinn fett und träge werden zu lassen..

Ein Christentum der Sorte "bibeltreu" kommt für mich definitiv nicht in Frage, auch wenn ich mein Herz sperrangelweit aufschließe.
Religiöse Menschen denken und sprechen oftmals so, an den Sohn Gottes glaubende geitliche Menschen kümmern Kennzeichnungen Dritter bezüglich ihrer neuen, geschenkten und veränderten Ausrichtung kaum.

Es ist für mich als aufgeklärten Menschen der Neuzeit doch etwas schwierig, mir plötzlich Verhaltensmuster und Denkweisen eines Bürgers einer unbedeutenden römischen Provinz anzueigenen.

Ich denke Du bist im relevantesten aller Dinge des Menschen überhaupt nicht wirklich richtig aufgeklärt.
Deine Denkweise wird NACHHER verändert (genau vor dem haben aber viele Angst! dabei ist es etwas herrliches es zu erleben!)
und dein Verhaltensmuster musst Du aktuell nicht wirklich ändern, Du kannst das gar nicht, Er tut das dann nachher; an, in und mit Dir.

Solange Du aber den kleinsten vorhandenen Willensfunken in Dir dafür verwendest, dein Herzen bewusst in von Gott getrennter Gefangenheit geknechtet zu lassen, solange kannst Du aber nicht wirklich erwarten oder hoffen, dass Gott dein Herzen für Ihn und Seine Wahrheit gewaltsam aufschliessen täte. Gott ist ein Gott der unverdienten Gunst (Gnade) nicht der Gewalt... wenn Ihm diese Gewalt auch gegeben ist.

Auch für diesen Willensenstscheid zu Ihm zu gehen schenkt Er Dir Kraft, nur die minimale Initialzündung aufrecht suchen zu wollen, muss schon aus Dir selbst kommen. Egal ob Stein-, Bronze- oder Neuzeit.

Aber Du hast schon recht, es ist mitunter ein sehr schwieriger Willensentscheid seine gesamte Verantwortung zu erkennen, wahrzunehmen und sie dem Einzigen abzugeben der deren Folgen bereits getragen hat und auch für Dich tun wird und nur auf Dich wartet. Doch ein Fünklein Aufrichtigkeit in die richtige Richtung genügt udn Du wirst Wunder erleben.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Do 23. Apr 2009, 08:57

blakki hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Zuerst musst DU dein Herz einen Spalt weit aufschliessen. Der geprägte Verstand hindert den Menschen oftmals kräftig daran.
Dass Du aber hier bist, lässt hoffen.


Da frage ich doch zurück:

Für was habe ich dann eigentlich meinen Verstand? :lol:

Ein Christentum der Sorte "bibeltreu" kommt für mich definitiv nicht in Frage, auch wenn ich mein Herz sperrangelweit aufschließe.

Es ist für mich als aufgeklärten Menschen der Neuzeit doch etwas schwierig, mir plötzlich Verhaltensmuster und Denkweisen eines Bürgers einer unbedeutenden römischen Provinz anzueigenen.


Lieber blakki,

es ist sicherlich schwierig in der heutigen Zeit aufgrund von Bibellektüre, christlicher Traktate oder Predigten zum Glauben zu kommen.
Ich bin zwar in einem christlichem Elternhaus aufgewachsen, seit meiner Kindheit regelmäßig in die Kirche gegangen, aber bedeutet hatte mir das alles rein gar nichts.
Zum Glauben bin ich durch eine „unsterbliche“ Verliebtheit gekommen. Da aber die Angebetete mich doch nicht haben wollte und ich in Schmerz versank, kam mir plötzlich die Frage: Ist denn das überhaupt Liebe? - Wenn ich sie wirklich liebe, dann muss es mir doch darum gehen, dass sie glücklich wird (und nicht ich), und wenn sie meint es nicht mit mir werden zu können, dann muss ich ihr doch das mit einem anderen wünschen.
Jetzt konnte ich sie loslassen. Das befreite mich von meiner Selbstsucht. Augenblicklich erschien mir auch Jesu Opfertod völlig logisch. Er gab auch sein Leben, damit wir glücklich werden, und da Liebe stärker ist als der Tod (wie schon ein Sprichwort sagt) bereitete mir auch Jesu Auferstehung keine Schwierigkeiten mehr. Erst jetzt konnte ich Jesus mein Leben übergeben und wurde die Bibel für mich immer mehr verständlich.
Man kann aber auch dadurch zum Glauben kommen, dass man sich fragt, was das Grundproblem des menschlichen Daseins ist. Übereinstimmend kommen die bedeutendsten Philosophen und Psychologen darauf, dass es der Tod und die damit verbundene Urangst ist. Aus dieser resultieren alle anderen Probleme. Also könnten doch unsere menschlichen Probleme nur gelöst werden, wenn sich der Tod als Illusion herausstellen würde. Da bietet sich ja die Auferstehung geradezu an! Und alles das, was die materiellen Gesetzmäßigkeiten überschreitet, zeigt dass eben nicht alles der Materie und damit dem Tod unterliegt.
Also gibt es gerade für den gebildeten und denkenden Menschen keinerlei Hindernisse!
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Do 23. Apr 2009, 09:04

Grasy hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube ist immer konkret. Man kann nicht zu viele Dinge gleichzeitig tun. Jeder Mensch muss wählen, was ihm am wichtigsten ist Am wichtigsten waren Paulus und Timotheus die Erkenntnis, dass Jesus auferstanden und damit das Heil der Welt ist.


Die Erkenntnis? Meinst du nicht den Glauben an Jesus Christus?
Grasy, ich denke, Du bringst zuviel durcheinander. Man kann nichts glauben, wofür man nicht bereits irgendwelche Anhaltspunkte hat. Auf Grund des Damaskuserlebnisses glaubte Paulus an Christus. Aber um zu begreifen, welche Bedeutung Christus hat, musste er sich in die Wüste zurückziehen und darüber meditieren. Und da kam ihm die Erkenntnis, dass die Auferstehung die Lösung aller Probleme des Menschen ist.
Wo also steht daß sie durch das was du ihnen beimisst zu wenig Glauben zur Heilung hatten?

Zur wahren Heilung gehört nicht nur Glauben, sondern die Herstellung der Harmonie der Seeleninhalte.
Nirgendwo steht das jes_25913! Nicht an einer Stelle.
Im Gegenteil ich hab hier so das Gefühl daß du Jesu Knecht hier sie so ein wenig runterbutterst aber wir sollten jetzt alle nicht zum Arzt gehen weil wir solche Glaubensriesen wären oder es wäre gar Sünde dort hin zu gehen.
Ich habe ganz das Gegenteil von dem gesagt, was Du behauptest. Wir sind gerade keine Glaubensriesen, ja ich bezweifle, ob wir überhaupt Glauben im Sinne Jesu und der Apostel haben. Ich denke, wir sind oft nur gedankenlose Schwätzer, die überhaupt nicht wissen was Glaube ist und gar kein Interesse haben ihn zu praktizieren.
Dass wir schnell zum Arzt rennen, wie die Welt, scheint mir ein Symptom für jenen Glaubensmangel zu sein.
Ich sehe also bei den heutigen Christen so gut wie gar nicht, dass bei ihnen irgendein Glaube wirksam wäre. Es wird nur behauptet, man glaube… Und das verwechselt man mit irgendeinem „Für-wahr-Halten“, das aber keinen unmittelbaren lebenspraktischen Wert hat.

Das wird nicht in der Bibel gelehrt. Übermut und Leichtsinn um Wunder zu provozieren wird auch nicht in der Bibel gelehrt. Noch daß jeder die Gabe der Heilung hat!


Aber vielleicht hatte ja sogar Timotheus Magenbeschwerden auf Grund der Botschaft, die sie verbreiteten, weil er sie zu erregend fand? Diese Erregung bei einer so wichtigen Botschaft ist ja nicht schlecht. Sollte sie etwa gedämpft werden?


Sag mal willst du jetzt den Paulus nachträglich belehren er hätte dem Timotheus schlecht geraten. Und wo steht denn daß Timotheus vom Evangelium Magenbeschwerden bekam? Hallo?!
Bei Dir muss wohl alles in der Bibel stehen? Ja, warum steht da nichts von der Schweiz? - Man muss etwas vom Leben verstehen, denken, um (biblische) Zusammenhänge zu „sehen“.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Do 23. Apr 2009, 09:05

wahrheit48 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.

Sehr geehrter Herr Professor jes_+++++,
nun aber mal Butter bei die Fische: Sie reden hier wie ein Fachmann über "Krebs" und erklären dessen Entstehung mit "psychologischen Ursachen". Ja sind denn die "Psychologen" die Fachleute für "den Krebs" ? Allenfalls hat "Krebs" u.a. auch psychische Ursachen. Klären Sie "Fachmann" mich doch mal auf, wie es zu den bösartigen Entwicklungen menschlicher Zellen kommt, die dann in der landläufigen Bezeichnung "Krebs" bekannt sind. Insbesondere würde mich "Laien" interessieren, welchen Beitrag die menschliche Psyche in diesem ganzen Ablauf leistet? Aber bitte wissenschaftl. anerkannte Fakten und keine Mutmaßungen.


Nun, grundsätzlich: Wenn Materie nicht der Ursprung aller Dinge ist, dann ist es das Immaterielle. Krankheiten haben laut Bibel ihren Ursprung in der Psyche des Menschen. Also könnten nur Psychologen Fachmänner für Krankheiten sein. Da aber heutige Psychologen oft auch auf einem materielles Weltbild stehen, fehlt ihnen die metaphysische Dimension. Also kämen nur Theologen in Frage. Diese stehen aber auch häufig bewusst oder unbewusst auf materiellen Anschauungen, d.h. sie haben keine übersinnlichen Erkenntnisse.
So viel erst einmal zur Situation.
Ich müsste erst in meinen Aufzeichnungen suchen wo allgemein anerkannte Kapazitäten etwas zu diesem Thema sagen. Etwas habe ich auf die Schnelle gefunden.
Jon Kabat-Zinn, tätig am medizinischen Zentrum der University of Massachusetts und daselbst auch Dozent: “Außerdem scheinen Menschen, die häufig feindselige Gefühle und Zorn empfinden, statistische gesehen zu Herzerkrankungen zu neigen. Menschen, die Gefühle und Wut eher unterdrücken, sind offenbar stärker durch Krebs gefährdet.“
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon cori » Do 23. Apr 2009, 09:45

jes_25913 hat geschrieben: Krankheiten haben laut Bibel ihren Ursprung in der Psyche des Menschen.

Nun, DAS steht aber nicht so in der Bibel! Krankheiten gibt es , weil die Menschen durch den Sündenfall aus dem Zustand der Vollkommenheit rausgefallen sind, körperlich ebenso wie psychisch.
Wir freuen uns über unsere Enkelin

+++ Clara Sofia +++


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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Do 23. Apr 2009, 12:54

wahrheit48 hat geschrieben:Hallo blakki,
wo wollen wir denn mit den "vorchristlichen Zeiten" anfangen? Die "Badekultur der Römer" stellt allehöchstens eine "Modernisierungsmaßnahme" dar, im Vergleich zu den Reinheitsvorschriften der "mosaischen Gesetze", die bereits ca. 7000 v.Chr. existierten. Auch deine Bemerkung zur "Leibfeindlichkeit" des Christentums zeugt nicht gerade davon, daß du die Bibel "mit Verstand" gelesen hast:
Da erfreut Einer eine Hochzeitsgesellschaft, indem er ihr kurzerhand aus der Patsche hilft und Wasser zu Wein werden lässt, da werden über 5000 Leute nicht einfach hungrig auf den Nachhauseweg geschickt, sondern werden vorher verköstigt. Wievielen Kranken, wievielen wg. ihrer Erkrankung aus der Gesellschaft ausgeschlossenen hat der "Begründer" des Christentums real geholfen.


Ich weiss zwar nicht, was die Leibfeindlichkeit mit der Hochzeit von Kanaan zu tun haben soll, aber wenn wir schon mal dabei sind:

Wieso hilft der Begründer des Christentums bei etwas so profanem wie einer Hochzeit, während andere Menschen verhungern? :?:

Ja und auch damit hast du recht: in der Antike wurde schon ein ziemlicher Körperkult getrieben, der z.T. sogar soweit ging, daß den Götzen Menschenopfer dargebracht wurden, manchmal sogar die eigenen Kinder. Das wurde durch die mosaischen Gebote verboten.


Was haben Menschenopfer plötzlich mit Körperkult zu tun? :?:

Wie können die mosaischen Gebote 7000 v.Ch. entstanden sein, wenn die Welt angeblich nur 6000 Jahre alt sein soll?

Ebenso nix für ungut! :mrgreen:
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon thery » Do 23. Apr 2009, 12:58

jes_25913 hat geschrieben:
Liebe thery,
Ich bin so froh, dass Du das so sehen kannst. Das hätte ich nicht erwartet, lass Dich :umarm:

Ich habe mir Deine Geschichte nochmals durchgelesen. Ich denke, Du hast da alles richtig gemacht.


Tja, bin ich doch immer wieder für eine Überraschung gut. :)) Noch vor 5 Jahren habe ich das noch ein bisschen anders gesehen - könnte man glaube ich sogar noch nachlesen. Verstehe ich das richtig, du sagst also: Sünde zum Arzt zu gehen ist es nur bei Krankheit? Nicht bei Unfall oder Gebrechen?

jes_25913 hat geschrieben: Ich möchte nochmals meine Ansichten kurz verdeutlich.
1. Ohne Sündenfall hätte es kein Übel und damit auch keine Krankheiten für den Menschen gegeben. Also ist Sünde Ursache allen Übels.


Da stimme ich dir vollkommen zu.

jes_25913 hat geschrieben: 2. Damit ist auch nur die Befreiung von der Sünde das wahre Heilmittel. Alles andere ist Quacksalberei..


Da eben schon wieder weniger. Zuerst sollte man sich sicher mal Fragen warum bin ich krank geworden. Ich denke auch das man nicht einfach so krank wird. Aber das kann eben ganz viele verschiedene Ursachen haben. Das haben andere ja schon geschrieben darum brauche ich da nicht mehr weiter darauf einzugehen.

jes_25913 hat geschrieben:3. Zur wahren Heilung gehört deshalb Erkenntnis meiner individuellen Sünden, d.h. Fehleinstellungen die jene ganz bestimmte Disharmonie hervorrufen. Denn man gibt als Mensch doch nur dasjenige freiwillig auf, dessen Schädlichkeit man eingesehen hat. Aber selbst dann ist es noch nicht so leicht (s. Menschen, die Süchte haben)
.

Da bin ich wieder vollkommen mit dir einverstanden. Wenn ich das aber erkannt habe und der Krebs ist immer noch da dann scheue ich mich aber dennoch nicht zum Arzt zu gehen und den Krebs behandeln zu lassen.


jes_25913 hat geschrieben:4. Es ist heilsam Krankheiten und alles Übel als Züchtigungen Gottes anzusehen, denn nur dann werde ich als Mensch in mich gehen und bereit sein, meine Fehlhaltungen ans Licht bringen zu lassen. Gehe ich aber (vorschnell) zum Arzt, kann die Krankheit nicht den Blick auf die Ursachen des Übels lenken, d.h. ich bleibe, obwohl „körperlich“ inzwischen „gesund“ seelisch krank. Wenn eine Fehlhaltung aber nicht korrigiert wird, wird sie stärker. Also muss einem solchem Menschen zwangsläufig später ein größeres Übel treffen. Das sind einfache Gesetzmäßigkeiten und haben nichts mit einem Eingreifen Gottes zu tun.


Da kann ich dir soweit auch zustimmen. Es nützt sicher nichts mit irgendwelchen Medikamenten die Symptome bekämpfen zu wollen wenn man nicht bereit ist sich mit den Ursachen auseinander zu setzten. Nur sehe ich eben auch hier nicht alles einfach als Züchtigung Gottes an.


jes_25913 hat geschrieben:5. Wenn man nicht nur ein oberflächlicher Christ bleiben will, erkennt man immer mehr, dass alles Glück (im Sinne von Freude, Erfüllung), das man bisher im Äußeren (bei Menschen und „Dingen“) suchte, Illusion ist. Man gibt ja deshalb das entsprechende Suchen, Streben, Kämpfen, Festhalten, Verteidigen, Beleidigt- und Gekränktsein auf. Seine Freude findet man dann immer mehr im voraussetzungslosen Glück, also dem, was von allem Äußeren unabhängig ist, dem Ewigen. Diese Freude hebt allgemein immer mehr - weil sie wie ein Sauerteig den Leib durchdringt - alle seelische und damit auch alle „körperliche“ Krankheit auf.

Liebe Grüße,
jes



Auch da kann ich dir vollkommen zustimmen - bis auf den letzten Satz. Die Krankheiten werden aber auch dann nicht einfach verschwinden. (Siehe erster Sündenfall).

Liebe Grüsse von thery
thery
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon wahrheit48 » Do 23. Apr 2009, 13:00

jes_25913 hat geschrieben:
wahrheit48 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Ich habe nie behauptet, dass ein Christ nicht an Krebs erkrankt. Trotzdem hat Krebs psychologische Ursachen.

Sehr geehrter Herr Professor jes_+++++,
nun aber mal Butter bei die Fische: Sie reden hier wie ein Fachmann über "Krebs" und erklären dessen Entstehung mit "psychologischen Ursachen". Ja sind denn die "Psychologen" die Fachleute für "den Krebs" ? Allenfalls hat "Krebs" u.a. auch psychische Ursachen. Klären Sie "Fachmann" mich doch mal auf, wie es zu den bösartigen Entwicklungen menschlicher Zellen kommt, die dann in der landläufigen Bezeichnung "Krebs" bekannt sind. Insbesondere würde mich "Laien" interessieren, welchen Beitrag die menschliche Psyche in diesem ganzen Ablauf leistet? Aber bitte wissenschaftl. anerkannte Fakten und keine Mutmaßungen.


.... Krankheiten haben laut Bibel ihren Ursprung in der Psyche des Menschen....

Nu ist gut! Schluss mit dem pseudochristlichen Geschwalle: wo steht das? Bitte um Angabe der Bibelstelle(n).
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon thery » Do 23. Apr 2009, 13:15

jes_25913 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Zuerst musst DU dein Herz einen Spalt weit aufschliessen. Der geprägte Verstand hindert den Menschen oftmals kräftig daran.
Dass Du aber hier bist, lässt hoffen.


Da frage ich doch zurück:

Für was habe ich dann eigentlich meinen Verstand? :lol:

Ein Christentum der Sorte "bibeltreu" kommt für mich definitiv nicht in Frage, auch wenn ich mein Herz sperrangelweit aufschließe.

Es ist für mich als aufgeklärten Menschen der Neuzeit doch etwas schwierig, mir plötzlich Verhaltensmuster und Denkweisen eines Bürgers einer unbedeutenden römischen Provinz anzueigenen.


Lieber blakki,

es ist sicherlich schwierig in der heutigen Zeit aufgrund von Bibellektüre, christlicher Traktate oder Predigten zum Glauben zu kommen.
Ich bin zwar in einem christlichem Elternhaus aufgewachsen, seit meiner Kindheit regelmäßig in die Kirche gegangen, aber bedeutet hatte mir das alles rein gar nichts.
Zum Glauben bin ich durch eine „unsterbliche“ Verliebtheit gekommen. Da aber die Angebetete mich doch nicht haben wollte und ich in Schmerz versank, kam mir plötzlich die Frage: Ist denn das überhaupt Liebe? - Wenn ich sie wirklich liebe, dann muss es mir doch darum gehen, dass sie glücklich wird (und nicht ich), und wenn sie meint es nicht mit mir werden zu können, dann muss ich ihr doch das mit einem anderen wünschen.
Jetzt konnte ich sie loslassen. Das befreite mich von meiner Selbstsucht. Augenblicklich erschien mir auch Jesu Opfertod völlig logisch. Er gab auch sein Leben, damit wir glücklich werden, und da Liebe stärker ist als der Tod (wie schon ein Sprichwort sagt) bereitete mir auch Jesu Auferstehung keine Schwierigkeiten mehr. Erst jetzt konnte ich Jesus mein Leben übergeben und wurde die Bibel für mich immer mehr verständlich.
Man kann aber auch dadurch zum Glauben kommen, dass man sich fragt, was das Grundproblem des menschlichen Daseins ist. Übereinstimmend kommen die bedeutendsten Philosophen und Psychologen darauf, dass es der Tod und die damit verbundene Urangst ist. Aus dieser resultieren alle anderen Probleme. Also könnten doch unsere menschlichen Probleme nur gelöst werden, wenn sich der Tod als Illusion herausstellen würde. Da bietet sich ja die Auferstehung geradezu an! Und alles das, was die materiellen Gesetzmäßigkeiten überschreitet, zeigt dass eben nicht alles der Materie und damit dem Tod unterliegt.
Also gibt es gerade für den gebildeten und denkenden Menschen keinerlei Hindernisse!



Auch da kann ich dir zustimmen lieber jes - nur das in der Bibel der Tod nicht als Illusion beschrieben wird sondern als Tatsache: Wir müssen sterben.


Liebe Grüsse von thery
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon wahrheit48 » Do 23. Apr 2009, 13:17

blakki hat geschrieben:
wahrheit48 hat geschrieben:Hallo blakki,
wo wollen wir denn mit den "vorchristlichen Zeiten" anfangen? Die "Badekultur der Römer" stellt allehöchstens eine "Modernisierungsmaßnahme" dar, im Vergleich zu den Reinheitsvorschriften der "mosaischen Gesetze", die bereits ca. 7000 v.Chr. existierten. Auch deine Bemerkung zur "Leibfeindlichkeit" des Christentums zeugt nicht gerade davon, daß du die Bibel "mit Verstand" gelesen hast:
Da erfreut Einer eine Hochzeitsgesellschaft, indem er ihr kurzerhand aus der Patsche hilft und Wasser zu Wein werden lässt, da werden über 5000 Leute nicht einfach hungrig auf den Nachhauseweg geschickt, sondern werden vorher verköstigt. Wievielen Kranken, wievielen wg. ihrer Erkrankung aus der Gesellschaft ausgeschlossenen hat der "Begründer" des Christentums real geholfen.


Ich weiss zwar nicht, was die Leibfeindlichkeit mit der Hochzeit von Kanaan zu tun haben soll, aber wenn wir schon mal dabei sind:

Wieso hilft der Begründer des Christentums bei etwas so profanem wie einer Hochzeit, während andere Menschen verhungern? :?:

Zum Leib gehört nun mal auch "Essen und Trinken" und am zweiten herrschte Mangel bei jener Hochzeit, während von hungernden Menschen nirgends die Rede war.Wüsste nicht daß außerhalb der Hochzeitsgesellschaft von Hungernden zu lesen wäre :-P

Ja und auch damit hast du recht: in der Antike wurde schon ein ziemlicher Körperkult getrieben, der z.T. sogar soweit ging, daß den Götzen Menschenopfer dargebracht wurden, manchmal sogar die eigenen Kinder. Das wurde durch die mosaischen Gebote verboten.


Was haben Menschenopfer plötzlich mit Körperkult zu tun? :?:

Finden wir das nicht pervers, wenn einerseits dem (eigenen) Körper mit allerlei "Wohltaten" gehuldigt wird, während andere Körper ins Feuer geworfen werden?

Wie können die mosaischen Gebote 7000 v.Ch. entstanden sein, wenn die Welt angeblich nur 6000 Jahre alt sein soll?

Du hast Recht, ich habe mich um einen Tausender vertan, sorry.
lg
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Do 23. Apr 2009, 13:20

jes_25913 hat geschrieben:Lieber blakki,
es ist sicherlich schwierig in der heutigen Zeit aufgrund von Bibellektüre, christlicher Traktate oder Predigten zum Glauben zu kommen.
Ich bin zwar in einem christlichem Elternhaus aufgewachsen, seit meiner Kindheit regelmäßig in die Kirche gegangen, aber bedeutet hatte mir das alles rein gar nichts.
Zum Glauben bin ich durch eine „unsterbliche“ Verliebtheit gekommen. Da aber die Angebetete mich doch nicht haben wollte und ich in Schmerz versank, kam mir plötzlich die Frage: Ist denn das überhaupt Liebe? - Wenn ich sie wirklich liebe, dann muss es mir doch darum gehen, dass sie glücklich wird (und nicht ich), und wenn sie meint es nicht mit mir werden zu können, dann muss ich ihr doch das mit einem anderen wünschen.
Jetzt konnte ich sie loslassen. Das befreite mich von meiner Selbstsucht. Augenblicklich erschien mir auch Jesu Opfertod völlig logisch. Er gab auch sein Leben, damit wir glücklich werden, und da Liebe stärker ist als der Tod (wie schon ein Sprichwort sagt) bereitete mir auch Jesu Auferstehung keine Schwierigkeiten mehr. Erst jetzt konnte ich Jesus mein Leben übergeben und wurde die Bibel für mich immer mehr verständlich.
Man kann aber auch dadurch zum Glauben kommen, dass man sich fragt, was das Grundproblem des menschlichen Daseins ist. Übereinstimmend kommen die bedeutendsten Philosophen und Psychologen darauf, dass es der Tod und die damit verbundene Urangst ist. Aus dieser resultieren alle anderen Probleme. Also könnten doch unsere menschlichen Probleme nur gelöst werden, wenn sich der Tod als Illusion herausstellen würde. Da bietet sich ja die Auferstehung geradezu an! Und alles das, was die materiellen Gesetzmäßigkeiten überschreitet, zeigt dass eben nicht alles der Materie und damit dem Tod unterliegt.
Also gibt es gerade für den gebildeten und denkenden Menschen keinerlei Hindernisse!


Lieber jes,

danke für deine ausführliche Antwort, die mir von der Argumentation und deinen Gründen her sehr gefallen hat.

Wie ich oben anführte, ist mein Nichtglauben vorwiegend dadurch begründet, dass ich die Bibel nicht wörtlich nehmen kann, da dies nach meiner Ansicht sofort zu unlösbaren Konflikten mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen führt.

Ich erwähne nur die Genesis, das Alter der Erde, die Sinflutgeschichte, die sich zum Teil widersprechenden Evangelisten und die Morallehre von Paulus.

(Bitte nicht im Detail darauf eingehen, das alles wurde schon eingehend diskutiert).

Ich sehe die Geschichten der Bibel allenfalls als Mythen.
Ich achte die Bibel und die Menschen die das anders sehen, gehe aber davon aus, dass die Bibel keine göttlichen Weisheiten enthält bzw. göttlich inspiriert ist.

Wäre dies der Fall, würde nicht jeder die Bibel anders auslegen und es gäbe nicht die Vielzahl der christichen Glaubengemeinschaften und Sekten, die sich untereinander spinnefeind sind.

Ich sehe die Geschichten der Bibel aus Mythos, somit komme ich mit den Naturwissenschaften nicht in Konflikt, es spielt für mich dann auch keine Rolle, ob Adam und Eva biologisch tatsächlich gelebt haben und ich muss mich auch nicht verbiegen, um die Sklaverei, der in der Bibel nicht widersprochen wird, zu rechtfertigen.

Das sind meine persönlichen Ansichten, die natürlich subjektiv sind.

Du sprichst in deinen Ausführungen ferner die Angst vor den Tod und dem danach an.

Ich kann hier nur für mich sprechen, ich habe definitiv keine Angst vor dem Tod, außer vor dem Leiden, das damit verbunden sein könnte.

Ich gehe davon aus, dass ich nach dem Tod da bin, wo ich vor meiner Geburt war, d. h. nichtexistent.

Der Tod gehört für mich zum Leben einfach dazu, durch den Tod wird Platz für neues Leben.

Liebe Grüsse
blakki
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Grasy » Fr 24. Apr 2009, 02:04

jes_25913 hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Glaube ist immer konkret. Man kann nicht zu viele Dinge gleichzeitig tun. Jeder Mensch muss wählen, was ihm am wichtigsten ist Am wichtigsten waren Paulus und Timotheus die Erkenntnis, dass Jesus auferstanden und damit das Heil der Welt ist.


Die Erkenntnis? Meinst du nicht den Glauben an Jesus Christus?
Grasy, ich denke, Du bringst zuviel durcheinander. Man kann nichts glauben, wofür man nicht bereits irgendwelche Anhaltspunkte hat.


Auf's erste geht es denke ich sehr wohl um den Glauben (den Paulus hatte und gepredigt hat). Wenn zudem Paulus keine Anhaltspunkte bezüglich Heilung hatte von wem bitte stammt denn dann 1.Kor 12? Und wer war noch mal der eine da der hinab zum Jüngling ging welcher aus dem Fenster fiel und tot aufgehoben wurde (Apg 20:9-10)?


Dass wir schnell zum Arzt rennen, wie die Welt, scheint mir ein Symptom für jenen Glaubensmangel zu sein.


Findest du es geht uns zu gut oder wo ist das Problem? Du könntest ebenso sagen "...weil wir alle in den Supermarkt laufen um uns was zu essen holen...". Ja wenn du in 'nem armen Land lebst und nicht weißt woher deine Kinder morgen noch Brot bekommen sollen dann ist Not und wir dürfen uns im Glauben an den Herrn wenden. Wenn ich aber zu Essen habe brauche ich doch nicht so tun als ob darin Not wäre und um Hilfe rufen, sondern kann statt dessen danken für das was da ist und ziemlich sicher auch Menschen von meinem momentanen Wohlstand abgeben die eben nicht haben. Ja ich kann ihnen vielleicht sogar helfen an medizinische Versorgung zu kommen. Weißt du wieviele Menschen in armen Ländern blind sind? Auch Lepra ist noch nicht ausgerottet. Aber es ist uns hier möglich durch wenig Mittel sowohl vielen Blinden als auch Leprakranken zu helfen. Jetzt stell dir mal vor da betet ein Leprakranker um Heilung und am nächsten Tag steht prompt einer mit 'nem wirksamen Medikament vor der Tür mit dem Hinweis daß er morgen wieder käme und er nichts dafür bezahlen müsse (was er sich eh nicht leisten könnte) weil irgend welche aus dem Westen sich die Zeit nahmen um ein klein wenig zu spenden. Oder wenn es in Europa irgendwann mal bergab gehen sollte und wir dann die jenigen wären die hungern und du zu Gott rufst damit du dich und deine Lieben ernähren kannst und es würde jemand anklopfen und dir sagen er meinte du könntest vielleicht den Leib Brot gut gebrauchen, würdest du ihm die Tür vor der Nase zuschlagen und warten bis Gott ein Brot auf den Tisch beamt? Wir können doch Gott nicht vorschreiben wie er uns helfen soll?


Bei Dir muss wohl alles in der Bibel stehen?


Es würde schon reichen wenn in der Bibel steht daß es eine Sünde wäre wenn man zum Arzt geht. Tut es aber nicht.


Mfg,
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon wahrheit48 » Fr 24. Apr 2009, 09:03

jes_25913 hat geschrieben:
Ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht, das kurios wirken muss: In GEO EPOCHE Nr. 35 ist ein Bericht über den arabischen Gelehrten Ibn Sina (um 1000n. Chr.), auch Avicenna genannt. Da heißt es “Doch Ibn Sina erweist sich manchmal auch als Pionier. Als Erster (…) weiß (er) bereits um den Einfluss der Psyche auf den Körper.” Kurios in dem Sinne, dass man erst die letzten 50 Jahre das allmählich zu akzeptieren begann und dieses Wissen in vorchristlicher Zeit selbstverständlich war.


Hallo jes_25913,
ich finde es zudem auch kurios, daß die "vorchristliche Zeit" bis zu Avicenna/Ibn Sina (um 1000 n. Chr.) gerechnet werden soll, wie du dies tust. Es würde mich wundern, wenn erst um 1000 nach Chr. die Zusammenhänge von Psyche und Körper gewusst worden wären, selbst wenn dies in GEO so behauptet worden sein sollte. Die alten Griechen und Römer, in wirklich vorchristlicher Zeit, waren diesbezüglich auch nicht ganz ohne Wissen.
Und kurios finde ich zudem, daß du für deine "christliche" These bei einem muslimischen "Gelehrten" gräbst ;), der von George Sarton als „der berühmteste Wissenschaftler des Islam und vielleicht aller Zeiten“ bezeichnet wird. Sarton wiederum ist interessanterweise Begründer der Zeitschrift „Isis“ und des jährlich erscheinenden Journal „Osiris“, das wie die Schwesterzeitschrift Isis eine offizielle Publikation der HSS ist.
Und klingelt es da nicht bei den Namen Isis und Osiris? Schließt sich da nicht vielleicht ein Kreis vorchristlicher Götterkulte mit nachchristlichem Mystizismus? Aber eine weitere Diskussion hierzu wäre dann sicher OT.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:32

cori hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben: Krankheiten haben laut Bibel ihren Ursprung in der Psyche des Menschen.

Nun, DAS steht aber nicht so in der Bibel! Krankheiten gibt es , weil die Menschen durch den Sündenfall aus dem Zustand der Vollkommenheit rausgefallen sind, körperlich ebenso wie psychisch.
Doch liebe Cori, genau das steht in der Bibel, und genau beim Sündenfall! (Man darf aber nicht bei den unverstandenen Worten hängen bleiben, sondern muss verstehen was geschehen ist).
Du wirst mir zustimmen, dass das Erkennen der Tiere eine geistig (“intellektuell”) - seelische Tätigkeit ist. Und genau das tat der Mensch im Paradies. Er gab sich dem Begreifen von Gottes Schöpfung hin.
Bis er an einem punkt kam, wo`s nichts mehr zu erkennen gab. Das erschreckte ihn und machte ihn ganz konfus. Und daraus entstand der Tod!
Schau noch mal hier nach.
Zitat von da: „Dieser bisher stattgefundene Prozess zeigt sich ihm im Bild der Schlange. (Es ist ganz klar, dass es sich hier um einen inneren Vorgang handelt und die Schlange hier nicht eine physisch greifbare Schlange ist. Aber alle Schlangen sind physischer Abbilder lebendiger Kraftrichtungen, Bilder kanalisierter Energie, psychisch ausgedrückt: der Triebe.)

Da nun das Erkennen auf tieferes ausgerichtet ist, kommt es wieder an eine Grenze, und zwar der zwischen Erkennbaren und (vorläufig) Nichterkennbarem, nämlich der zwischen dem Geschaffenen an sich und dem Schaffenden, oder anderes ausgedrückt zwischen Form und Energie (die formlos ist).

Da der Mensch nichts anderes tat und „wollte“ als erkennen steht er nun dem Unerkennbaren gegenüber. Sein Erkenntnistrieb stößt also auf eine „Mauer“. Der Erkenntnistrieb wird ohnmächtig. Die Urangst und damit der Tod waren „geboren“. Das beendete den Zustand der Harmonie mit Gott (Paradies).“

LG
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:34

thery hat geschrieben:
Auch da kann ich dir vollkommen zustimmen - bis auf den letzten Satz. Die Krankheiten werden aber auch dann nicht einfach verschwinden. (Siehe erster Sündenfall).

Liebe Grüsse von thery

Liebe thery,
Beim Sündenfall fiel der Mensch in die Illusion (Lüge). Wahrheit hebt die Illusion und damit den Sündenfall auf.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:39

thery hat geschrieben:Auch da kann ich dir zustimmen lieber jes - nur das in der Bibel der Tod nicht als Illusion beschrieben wird sondern als Tatsache: Wir müssen sterben.


Liebe Grüsse von thery
Die „Tatsache des Todes“ ist erst durch die Illusion eingetreten. Damit ist Tod eine Illusion. Tod ist nicht ein „Etwas“, sondern nur eine Disfunktion eines vormals funktionierenden. Wenn ein Auto kaputt geht (= Tod) braucht man es nur reparieren und schon fährt es wieder (= Tod überwunden, aufgehoben). Wir werden nur solange sterben, wie wir nicht die Illusion durchschauen, und sie damit am Leben halten.
Zuletzt geändert von jes_25913 am Fr 24. Apr 2009, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:41

blakki hat geschrieben:
Du sprichst in deinen Ausführungen ferner die Angst vor den Tod und dem danach an.

Ich kann hier nur für mich sprechen, ich habe definitiv keine Angst vor dem Tod, außer vor dem Leiden, das damit verbunden sein könnte.

Ich gehe davon aus, dass ich nach dem Tod da bin, wo ich vor meiner Geburt war, d. h. nichtexistent.

Der Tod gehört für mich zum Leben einfach dazu, durch den Tod wird Platz für neues Leben.

Liebe Grüsse
blakki

Lieber blakki,
Es mag ja sein, dass Du keine Angst vor dem Tod hast. Aber darum geht es nicht. In jedem Mensch ist die Angst vor dem Tod als Triebkraft vorhanden, und zwar als Selbsterhaltungstrieb, aber auch als unersättliche Begierde usw. Die Angst vor dem Tod lässt uns zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden. Der subjektive Mensch findet alles das gut, was seinem eigenen Wünschen, Begierden dient, und alles schlecht, was ihm im Wege steht. Daher gibt es ja soviel Streit, Kriege, Enttäuschungen, Zwang usw.
Dieses ganze menschliche Dilemma würde ewig so weitergehen, wenn der Mensch das nicht durchschauen und so sein Leben ändern könnte.

Was wäre, wenn Du Unrecht hättest in Bezug auf ein Weiterleben? - Dann würde doch diese ganze Sch… auch für Dich weitergehen! Ich kann Dir mit 100%iger Gewissheit sagen, dass es so ist!

Also nicht Augen zu, Ohren zu in dieser Frage hilft uns, sondern nur ein Suchen bis wir völlige Gewissheit haben.

LG
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:45

Grasy hat geschrieben:Findest du es geht uns zu gut oder wo ist das Problem? Du könntest ebenso sagen "...weil wir alle in den Supermarkt laufen um uns was zu essen holen...". Ja wenn du in 'nem armen Land lebst und nicht weißt woher deine Kinder morgen noch Brot bekommen sollen dann ist Not und wir dürfen uns im Glauben an den Herrn wenden. Wenn ich aber zu Essen habe brauche ich doch nicht so tun als ob darin Not wäre und um Hilfe rufen, sondern kann statt dessen danken für das was da ist und ziemlich sicher auch Menschen von meinem momentanen Wohlstand abgeben die eben nicht haben. Ja ich kann ihnen vielleicht sogar helfen an medizinische Versorgung zu kommen. Weißt du wieviele Menschen in armen Ländern blind sind? Auch Lepra ist noch nicht ausgerottet. Aber es ist uns hier möglich durch wenig Mittel sowohl vielen Blinden als auch Leprakranken zu helfen. Jetzt stell dir mal vor da betet ein Leprakranker um Heilung und am nächsten Tag steht prompt einer mit 'nem wirksamen Medikament vor der Tür mit dem Hinweis daß er morgen wieder käme und er nichts dafür bezahlen müsse (was er sich eh nicht leisten könnte) weil irgend welche aus dem Westen sich die Zeit nahmen um ein klein wenig zu spenden. Oder wenn es in Europa irgendwann mal bergab gehen sollte und wir dann die jenigen wären die hungern und du zu Gott rufst damit du dich und deine Lieben ernähren kannst und es würde jemand anklopfen und dir sagen er meinte du könntest vielleicht den Leib Brot gut gebrauchen, würdest du ihm die Tür vor der Nase zuschlagen und warten bis Gott ein Brot auf den Tisch beamt? Wir können doch Gott nicht vorschreiben wie er uns helfen soll?



Mfg,
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Deine Argumentation ist in etwa, wozu brauchen wir Gott, da es uns ohnehin gut geht? - Oder übertragen auf den reichen Jüngling zu dem Jesus sagte „Verkaufe alles was Du hast…“ : Weshalb sollte ich das Gute und die Sicherheit aufgeben nur um erst einmal Unsicherheit und mangelnden Komfort zu erfahren?
Schon Elias beklagte das Hinken auf beiden Seiten. Dieses verwirrt unseren Sinn und hilft uns nicht klar zu sehen.
LG
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon jes_25913 » Fr 24. Apr 2009, 14:55

wahrheit48 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Ich wurde auf etwas aufmerksam gemacht, das kurios wirken muss: In GEO EPOCHE Nr. 35 ist ein Bericht über den arabischen Gelehrten Ibn Sina (um 1000n. Chr.), auch Avicenna genannt. Da heißt es “Doch Ibn Sina erweist sich manchmal auch als Pionier. Als Erster (…) weiß (er) bereits um den Einfluss der Psyche auf den Körper.” Kurios in dem Sinne, dass man erst die letzten 50 Jahre das allmählich zu akzeptieren begann und dieses Wissen in vorchristlicher Zeit selbstverständlich war.


Hallo jes_25913,
ich finde es zudem auch kurios, daß die "vorchristliche Zeit" bis zu Avicenna/Ibn Sina (um 1000 n. Chr.) gerechnet werden soll, wie du dies tust. Es würde mich wundern, wenn erst um 1000 nach Chr. die Zusammenhänge von Psyche und Körper gewusst worden wären, selbst wenn dies in GEO so behauptet worden sein sollte. Die alten Griechen und Römer, in wirklich vorchristlicher Zeit, waren diesbezüglich auch nicht ganz ohne Wissen.
Und kurios finde ich zudem, daß du für deine "christliche" These bei einem muslimischen "Gelehrten" gräbst ;), der von George Sarton als „der berühmteste Wissenschaftler des Islam und vielleicht aller Zeiten“ bezeichnet wird. Sarton wiederum ist interessanterweise Begründer der Zeitschrift „Isis“ und des jährlich erscheinenden Journal „Osiris“, das wie die Schwesterzeitschrift Isis eine offizielle Publikation der HSS ist.
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Hallo w48,
Jetzt betreibst Du aber Haarspalterei. Natürlich ist mir bewusst, dass 1000n.Chr. nicht “vorchristlich” ist. In den alten Zeiten wurde überall auf der Welt Krankheit als geistig-seelisch bedingt angesehen.
Von Georg Sarton und seinen Zeitschriften habe ich noch nie gehört. Kannst Du mir Genaueres sagen?
Was ist der Inhalt dieser, wo bekommt man sie?
LG
jes
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Oli4 » Fr 24. Apr 2009, 15:08

jes_25913 hat geschrieben:
cori hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben: Krankheiten haben laut Bibel ihren Ursprung in der Psyche des Menschen.

Nun, DAS steht aber nicht so in der Bibel! Krankheiten gibt es , weil die Menschen durch den Sündenfall aus dem Zustand der Vollkommenheit rausgefallen sind, körperlich ebenso wie psychisch.
Doch liebe Cori, genau das steht in der Bibel, und genau beim Sündenfall! (Man darf aber nicht bei den unverstandenen Worten hängen bleiben, sondern muss verstehen was geschehen ist).
Du wirst mir zustimmen, dass das Erkennen der Tiere eine geistig (“intellektuell”) - seelische Tätigkeit ist. Und genau das tat der Mensch im Paradies. Er gab sich dem Begreifen von Gottes Schöpfung hin.
Bis er an einem punkt kam, wo`s nichts mehr zu erkennen gab. Das erschreckte ihn und machte ihn ganz konfus. Und daraus entstand der Tod!
Schau noch mal hier nach.
Zitat von da: „Dieser bisher stattgefundene Prozess zeigt sich ihm im Bild der Schlange. (Es ist ganz klar, dass es sich hier um einen inneren Vorgang handelt und die Schlange hier nicht eine physisch greifbare Schlange ist. Aber alle Schlangen sind physischer Abbilder lebendiger Kraftrichtungen, Bilder kanalisierter Energie, psychisch ausgedrückt: der Triebe.)

Da nun das Erkennen auf tieferes ausgerichtet ist, kommt es wieder an eine Grenze, und zwar der zwischen Erkennbaren und (vorläufig) Nichterkennbarem, nämlich der zwischen dem Geschaffenen an sich und dem Schaffenden, oder anderes ausgedrückt zwischen Form und Energie (die formlos ist).

Da der Mensch nichts anderes tat und „wollte“ als erkennen steht er nun dem Unerkennbaren gegenüber. Sein Erkenntnistrieb stößt also auf eine „Mauer“. Der Erkenntnistrieb wird ohnmächtig. Die Urangst und damit der Tod waren „geboren“. Das beendete den Zustand der Harmonie mit Gott (Paradies).“

Hallo jes_25913

Ohne weiters auf deine Vergeistigung der Vorgänge in Eden einzugehen, wie reihst Du denn z.Bsp. Römer 5,12ff ein wo doch eindeutig und x-fach von EINEM Sünder/Sünde zu EINEM Erlöser hin spricht ?
Denn wenn nun, -was ich mutmasslich von Dir entnehme-, die Geschehnisse im Garten Eden das vergeistigte Leben eines jeden einzelnen Menschen darstellt und wir das Propblem unserer persönlichen Sünde geistig wieder korrigieren müssen, ist nun ein jeder sein eigener Christus oder aber gibt es immer wieder neue geistlich persönlich gekreuzigte Christusse? ist Christus auch nur Vergeistlichung psychischer Vorgänge? Und wenn ja, seit wann ist dies so? Schon der Neandertaler, oder erst der Hebräer?

Ich finde diese Frage absolut relevant und meine sie ernst, dass sie eindeutig und unmissverständlich umfassend geklärt zu haben, wenn ich z.Bsp. deine Aussagen oder diejenigen christlichen Evolutionsgläubigen (Tod war vor Adam, Mensch wurde zum verantwortlichen Wesen hin entwickelt und nicht erschaffen) biblisch einreihen will, um erst so wirklich demütig vor Gott in Demut erscheinen zu können und Ihm zuzugestehen, dasss ich, der von Ihm nach seinem perfekten Abbild erschaffen wurde (nicht entwickelt wurde), seine Erschaffungsziele nicht erreicht habe udn mich deshalb vor IHM darüber rechtfertigen muss.


Römer 5,12 Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, worauf sie alle gesündigt haben 13 - denn bis zum Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. 14 Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Bild des Zukünftigen ist. 15 Mit der Übertretung ist es aber nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Übertretung die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen überreich geworden. 16 Und mit der Gabe ist es nicht so, wie es durch den einen kam, der sündigte. Denn das Urteil führte von einem {einem=einerHandlung} zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit. 17 Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. 18 Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis kam, so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. 19 Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten versetzt werden. 20 Das Gesetz aber kam daneben hinzu, damit die Übertretung zunehme. Wo aber die Sünde zugenommen hat, ist die Gnade überreich geworden, 21 damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Hier zeigt Paulus wunderbar die verschiedenen Aspekte der Sünde und ihrer Folge durch EINEN (dem ersten Adam) zum Gegenbild dez Zusammenführens der Gerechtigkeit in EINEM (des letzten Adams).
Mann kann dieses wunderbare und so inhaltsschwere, tiefengestaffelte Bild von Adam, Sünde, Folgen, Tod, Stellung, Rechtfertigung, Leben, Christus etc. förmlich herausfühlen! :praise:

Wie soll das alles einen stringenten Sinn machen und auch nur annähernd innerschriftlich sich erschliessen, wenn es nicht effektiv physisch so gewesen war wie es die Schrift als physischen Vorgang beschreibt und und selbstverständlich auch biblisch basierend geistlich (be)lehrt ?
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Grasy » Fr 24. Apr 2009, 16:32

jes_25913 hat geschrieben:Deine Argumentation ist in etwa, wozu brauchen wir Gott, da es uns ohnehin gut geht?


Das ist doch Quatsch. Das wäre in etwa wie wenn man sagen würde der Strom kommt aus der Steckdose. Wenn wir keinen Mangel haben dann verdanken wir das auch Gott. Wenn wir auf anständige Weise genug zu essen haben, Kleidung, dann ist das von Gott (selbst wenn wir selbst dafür arbeiten gehen) und dafür sollten wir ihm auch danken. Also nicht hingehen und das Essen wegwerfen, damit es uns dann schlecht geht, um dann etwa auf ein Wunder zu warten. Wir können durchaus auch Gott preisen wenn es uns gut geht und nicht nur dann ins Gebet gehen wenn wir körperlichen Mangel erleiden. Wir brauchen auch Krankheit nicht zu provozieren damit wir Wunder sehen dürfen (oder erwarten daß wir bestimmt welche sähen wenn wir einfach leichtfertig handeln und Hilfe von Menschen ausschlagen).


Weshalb sollte ich das Gute und die Sicherheit aufgeben nur um erst einmal Unsicherheit und mangelnden Komfort zu erfahren?


Was soll es denn nützen alles zu verkaufen um es den Armen zu geben wenn die dann sagen: "Wollen wir nicht, wir warten lieber auf ein Wunder und darum soll's uns jetzt mal schlecht gehen."
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Enggi » Fr 24. Apr 2009, 22:02

Grasy hat geschrieben:Enggi das ist doch bitte absurd! Willst du hier jetzt behaupten ein Kind das zu viel in der Sonne gespielt hat sei zu eitel oder zu unzüchtig gewesen und bekam darum Hautkrebs? :o

Es geht nicht um ein Kind, das zu viel in der Sonne gespielt hat, sondern, welche Sünde Gott dazu veranlassen könnte, als Züchtigung (nota bene nach vorausgehender sanfterer Methode, als letzte Massnahme) Hautkrebs als Krankheit zu wählen. Theoretische Fragen führen zu theoretischen Antworten.
Aha. Und woher willst du wissen ob sie zur Züchtigung gedacht war? Ich kannte mal einen in einer Gemeinde, in der das "nicht zum Arzt gehen" eine Weile Thema war. Ja da wurde auch vom Sündigen gepredigt. Ich kannte dort einen Jugendlichen, der starb trotzdem an Krebs. War das Züchtigung? Wenn ja, für wen? Wieviele Menschen sind denn die letzten 2000 Jahre gestorben? Oder besser... wieviele haben überlebt? Hat denn seit dem kein einziger Buße getan?

Ich muss nicht wissen, ob eine Krankheit zur Züchtigung gedacht ist. Ich lese in der Bibel, dass Gott das Befolgen seiner Gebote mit Gesundheit segnet, das Brechen der Gebote aber mit Entzug der Segnung ahndet. Was bedeutet „starb trotzdem an Krebs“? Kennst du die genauen Umstände seiner Familie? Einzelne Tatsachen herausgepflückt helfen niemandem.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Grasy » Sa 25. Apr 2009, 00:48

Enggi hat geschrieben:Ich lese in der Bibel, dass Gott das Befolgen seiner Gebote mit Gesundheit segnet, das Brechen der Gebote aber mit Entzug der Segnung ahndet.


Ich lese in der Bibel daß Gott die Sonne aufgehen lässt über die Bösen und die Guten Menschen (Mt 5) und von Aspaph den es verdross (Psalm 73) oder 'nem Hiob den man sogar in der Aufzählung mit Noah und Daniel wiederfindet (Hes 14). So oder so - was das alles damit zu tun haben soll daß zum Arzt gehen Sünde sein soll ist mir nicht ganz klar.


Was bedeutet „starb trotzdem an Krebs“?


Ich hatte ihn eigentlich als fröhlichen Menschen in Erinnerung als Mitglied einer Pfingstgemeinde in der ich eher Gast war und die (damals noch) von einem Prediger geleitet wurde der selbst Arzt war und das aufgab. So etwas in der Richtung kannte ich vorher nicht. Also daß so viel über Heilung gepredigt wurde und das Thema laufend wieder präsent war. So weit ich mich erinnere hatte diese Gemeinde auch dieses "Bist du krank? Dann hör doch auf zu sündigen!" Programm am laufen. Das habe ich jetzt, viele Jahre später, dort nicht mehr gehört. Mehr will ich dazu jetzt nicht wirklich schreiben. Außer daß ich denke daß die Gemeinde bzw. die Menschen darin durch so manches Tal gegangen aber sie auch letztlich auch von Gott gesegnet ist (wie auch der damalige Prediger heute noch).


Mfg,
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon Enggi » Sa 25. Apr 2009, 05:20

Grasy hat geschrieben:So oder so - was das alles damit zu tun haben soll daß zum Arzt gehen Sünde sein soll ist mir nicht ganz klar.

Ich habe nie geschrieben, dass zum Arzt gehen Sünde sei. Das ist zwar das Thema des Threads, aber mein Standpunkt ist, dass Krankheit eine Züchtigungsmassnahme Gottes ist, wenn die leichteren Massnahmen versagt haben. Dass es dann einen Arzt braucht, ist menschlich, behebt aber das Problem nicht, weil, kaum ist die eine Krankheit gelindert, die nächste kommt, bis der Sünder entweder Busse tut, oder stirbt, meistens, nachdem er zuvor noch zu unerlaubten Hilfsmitteln (Zauberei) gegriffen hat.

So weit ich mich erinnere hatte diese Gemeinde auch dieses "Bist du krank? Dann hör doch auf zu sündigen!" Programm am laufen.

Jetzt müsste man noch wissen, was als Sünde galt.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon blakki » Sa 25. Apr 2009, 10:55

jes_25913 hat geschrieben:Es mag ja sein, dass Du keine Angst vor dem Tod hast. Aber darum geht es nicht. In jedem Mensch ist die Angst vor dem Tod als Triebkraft vorhanden, und zwar als Selbsterhaltungstrieb, aber auch als unersättliche Begierde usw. Die Angst vor dem Tod lässt uns zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden. Der subjektive Mensch findet alles das gut, was seinem eigenen Wünschen, Begierden dient, und alles schlecht, was ihm im Wege steht. Daher gibt es ja soviel Streit, Kriege, Enttäuschungen, Zwang usw.
Dieses ganze menschliche Dilemma würde ewig so weitergehen, wenn der Mensch das nicht durchschauen und so sein Leben ändern könnte.


Lieber jes,

danke für deine Antwort, es ist sehr erfrischend mit dir zu diskutuieren.
(Liebe Mods, ich weiss es ist OT, aber trotzdem!)

Natürlich hindert der Selbsterhaltungstrieb und daran, den Tod zu suchen, dieser Selbsterhaltungstrieb ist fast in der ganzen Natur zu finden.

Wie ich schrieb, habe ich vor dem Tod keine Angst, denn wenn ich tot bin, bin ich nicht mehr.

Was wäre, wenn Du Unrecht hättest in Bezug auf ein Weiterleben? - Dann würde doch diese ganze Sch… auch für Dich weitergehen! Ich kann Dir mit 100%iger Gewissheit sagen, dass es so ist!


Niemand kann wissen, ob es nach dem Tod ein Weiterleben gibt (die Berichte in der
Bibel sehe ich nicht als Tatsachenberichte, sondern als Mythen).

Den Tod sehe ich gleichbedeutend mit Nichtexistenz.

So gesehen war ich bereits tot, dieser Zeitraum umfasst die Zeitspanne von der Entstehung des Universums bis zu meiner Geburt.

Was mich so faziniert ist, dass ich es mir vergönnt ist, während der unendlichen Zeitspanne in der das Universum besteht, für einen winzigen Zeitraum daran teilzuhaben und darüber reflektieren zu können.

Sollte die Existenz mit dem Tod nicht beendet sein, okay, ich lasse mich überraschen, sollte es Gott wirklich geben, kann ich mir nicht vorstellen, dass er mich dann verdammt, nur weil ich zu Lebzeiten Jeans getragen habe, Rockmusik gehört, manchmal klasse Sex hatte und das Leben genoss.

Vielleicht freut er sich daran, dass ich keine Fliegen töte, keinen Regenwurm zertrete und versuche meinen Mitmenschen und sonstigen Mitgeschöpfen mit Achtung entgegenzutrete.

Die Aussagen der monotheistischen Religionen dazu überzeugen mich nicht, ich sehe diese zu sehr vom menschlichen Standpunkt aus geprägt, deutlich wird dies insbesondere im Islam, wo dem Gläubigen ewige Gärten mit Flüssen, Bächen tollen Speisen und Getränken etc. versprochen wird.

Dies ist auf einen Wüstennomaden, der sein kärgliches Dasein fruchten muß, exakt zugeschnitten.

Es gibt auch in der Literatur, speziell der "seriösen" Science-Fiction einige Ansätze, die ich sehr interessant finde (mein Lieblingsautor ist Philip José Farmer, hier der "Flussweltzyklus"), letztendlich überzeigt mich auch das nicht.

Ich glaube definitiv nicht daran, dies ist in etwa vergleichbar mit deiner 100% Sicherheit, dass es nach dem Tod weitergeht.

LG
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon thery » Sa 25. Apr 2009, 11:34

Enggi hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:So oder so - was das alles damit zu tun haben soll daß zum Arzt gehen Sünde sein soll ist mir nicht ganz klar.

Ich habe nie geschrieben, dass zum Arzt gehen Sünde sei. Das ist zwar das Thema des Threads, aber mein Standpunkt ist, dass Krankheit eine Züchtigungsmassnahme Gottes ist, wenn die leichteren Massnahmen versagt haben. Dass es dann einen Arzt braucht, ist menschlich, behebt aber das Problem nicht, weil, kaum ist die eine Krankheit gelindert, die nächste kommt, bis der Sünder entweder Busse tut, oder stirbt, meistens, nachdem er zuvor noch zu unerlaubten Hilfsmitteln (Zauberei) gegriffen hat.

So weit ich mich erinnere hatte diese Gemeinde auch dieses "Bist du krank? Dann hör doch auf zu sündigen!" Programm am laufen.

Jetzt müsste man noch wissen, was als Sünde galt.



Schön, da hätten wir es ja dann wieder, das mit dem Finger auf diejenigen Gläubigen zeigen die Krank sind. Also fasse ich zusammen: Wer krank wird hat gesündigt und keine Busse getan - eine andere Möglichkeit gibt es demnach nicht. Sorry Enggi, aber da kann ich echt nur noch den Kopf schütteln.
Da wird also den Kranken einfach unterstellt das sie nicht Busse tun für ihre Sünden. Freut euch alle die ihr gesund seit denn ihr habt erkannt das nur wer Busse tut gesund bleibt - alle Anderen sind die bösen Sündiger. Und wenn man bei sich selber gerade nichts findet dann kann man ja bei den Vorfahren noch etwas herumstochern gehen - da findet man dann bestimmt noch etwas für das man Busse tun könnte.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon sugi » Sa 25. Apr 2009, 16:37

Enggi sagt nur klar und deutlich wie er es sieht und denkt..was soll er sonst machen? Und ich verstehe ihn komischerweise so halbpatzig teilweise sogar auch ;)
(überhaupt nicht Böse gemeint Enggi)

Thery, schliess doch nicht gleich daraus, dass die Kranken keine Busse taten und die Gesunden schon..was soll das?!?! Das ist nicht korrekt.

Man muss manchmal wirklich auch, um genau das Gegenüber zu verstehen, vllt mehrmals durchlesen..ansonsten nochmals nachfragan, und sonst wenns einem extrem interessiert telefonieren oder persönlich treffen..oder einfach sein lassen 8-)
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon thery » Sa 25. Apr 2009, 20:26

Genau. Und ich schreibe es klar und deutlich wie ich es verstehe.


P.s: Ausserdem ist ja Enggi wohl selber im Stande mir Antwort zu geben. Und wenn ich in einem Forum schreibe will ich nicht unbedingt auch noch telefonieren oder mich mit den Leuten treffen. Und das Thema ist mir zu wichtig als das ich es einfach lasse.
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Re: Zum Arzt gehen - eine Sünde?

Beitragvon kingschild » Sa 25. Apr 2009, 21:10

Und jetzt bitte wieder alles Persönliche aussen vor lassen und ganz nah am Thema bleiben damit ich in Ruhe offline gehen kann ;)

God bless
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