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Kontemplation – schweigendes Gebet

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Moderator: kingschild

Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon kingschild » So 27. Dez 2009, 13:03

Johncom hat geschrieben:Meditation fördert also eher den Weg zur Weisheit und Weisheit ist eine Art, das Leben anzunehmen und zu verstehen. Warum also sollten die Aussagen Jesu nicht meditiert werden und in ihrer 'tieferen' und weisen Substanz verstanden und auch gesehen werden ?


Solange das Verständnis für die Lehre Jesus Christus gefördert wird ist etwas nicht schädlich, wenn aber Jesus Christus zuletzt einfach noch als Anhängsel interpretiert wird, dann hat die Meditation klar das Ziel verfehlt. Der Menschensohn war einzigartig und sein Auftrag hier auf Erden war göttlich um dies heraus zu finden muss man nicht über Ihm meditieren sondern ein schlichtes Ja und das ablegen aller anderen Götter reicht um in diese Fülle eintreten zu können.

Solange der Mensch die anderen Gottheiten im Leben nicht ablegt, wird Ihn die Meditation sicher nicht näher zu Christus bringen. Das aber die anderen Gottheiten ihm das Gefühl geben er habe Christus verstanden das ist so.

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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Johncom » So 27. Dez 2009, 14:14

kingschild hat geschrieben:Solange der Mensch die anderen Gottheiten im Leben nicht ablegt, wird Ihn die Meditation sicher nicht näher zu Christus bringen. Das aber die anderen Gottheiten ihm das Gefühl geben er habe Christus verstanden das ist so.


Wobei Du dann schon klarer definieren solltest, was Du eigentlich meinst mit 'anderen Gottheiten'. :? Ich kenne keine Gottheiten, dann schon gar nicht 'andere' Gottheiten.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon erbreich » So 27. Dez 2009, 21:45

Pred 4,6
Besser eine Handvoll Ruhe,
als beide Fäuste voll Mühsal und Haschen nach Wind!

--------------------------------------------------
Jes 30,15
Denn also spricht Gott, der HERR, der Heilige Israels:
Durch Umkehr und Ruhe könnt ihr gerettet werden,
im Stillesein und im Vertrauen liegt eure Stärke.

--------------------------------------------------
Mt 11,29
Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

--------------------------------------------------

Gruss, erbreich
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Taube » So 27. Dez 2009, 23:08

Johncom hat geschrieben:...
Meditation fördert also eher den Weg zur Weisheit und Weisheit ist eine Art, das Leben anzunehmen und zu verstehen. Warum also sollten die Aussagen Jesu nicht meditiert werden und in ihrer 'tieferen' und weisen Substanz verstanden und auch gesehen werden ?


Aber was ist die Bedeutung der Weisheit im Lichte des ganzen Lebens eines Menschen hier auf der Erde?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Johncom » Mo 28. Dez 2009, 00:02

Taube hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:...
Meditation fördert also eher den Weg zur Weisheit und Weisheit ist eine Art, das Leben anzunehmen und zu verstehen. Warum also sollten die Aussagen Jesu nicht meditiert werden und in ihrer 'tieferen' und weisen Substanz verstanden und auch gesehen werden ?


Aber was ist die Bedeutung der Weisheit im Lichte des ganzen Lebens eines Menschen hier auf der Erde?



Taube, ich würds so probieren: Im Licht der Weisheit erkennt der Mensch die Bedeutung des ganzen Lebens auf der Erde. Und Erkennen auch im Sinne von annehmen, Lieben. Er kann erkennen dass es nicht 'sein' Leben ist. Dass 'sein' Leben nur ein Geborgtes ist, dass nur Gott lebt. Auch im Du .... nur Gott.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Johncom » Mo 28. Dez 2009, 00:41

Erbreichs Anstoss mal aufnehmen 8-)

Psalm 46,11:
Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin !
--------------------------------------------------
Hebräerbrief 4,10
Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen.
--------------------------------------------------
Jesaja 26,3:
Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verläßt sich auf dich.
--------------------------------------------------
Habakuk 2,4
Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
--------------------------------------------------
Psalm 62
Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
--------------------------------------------------
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon erbreich » Mo 28. Dez 2009, 13:24

Hallo alle

Kontemplation - Schweigendes Gebet, so der Name dieses Threads.
Schön sind wir zum Thema Ruhe und Stille der Seele und des Geistes zurückgekehrt.
Ich nehme mal den Faden wieder auf, den ich hier gesetzt hatte. Von den genannten vier Formen der Annäherung an Gott diskutieren wir hier über die vierte, nämlich über contemplatio, eben: Kontemplation, schweigendes Gebet. Schriftlesung (lectio), Vers-Reflexion (meditatio) und Wort- (auch Sprachen-) gebet (oratio) fallen somit nicht in den Bereich des hiesigen Themas.

In einem Lebensjahr Wege christlicher Spiritualität mit Dr.theol. Roland Mahler, dem Leiter des icp (Institut für christliche Psychologie, Therapie und Pädagogik) lernten wir die Kontemplation als den mystischen Weg der christlich-westlichen Tradition kennen. Hierzu ein paar Gedanken aus den entsprechenden Unterlagen:

Dieser Weg (innerhalb der christlichen Religion) ist fast so alt wie das Christentum selbst. Vor allem wegen zum Teil starker Differenzen zu den dogmatischen Ansichten der (katholischen - heute, wie mir scheint, bald mehr der sogenannten freien) Kirche(n) beim Gottesbegriff sind die Kontemplation praktizierenden Christen eine mehr geduldete als geachtete Randgruppe innerhalb des Christentums geblieben (und wie wir auch hier in diesem Thread erleben, sind Verurteilungen und Verteufelungen derselben heute noch gang und gäbe - und Widersprechen offenbar nicht der Nettikette).

Während die allgemeine Lehrmeinung von Gott als Person ausgeht, zu dem man - wie zu einem Menschen - sprechen kann, schliessen die Kontemplativen nicht aus, Gott könne auch als die Weltseele oder das Universum als Ganzes betrachtet werden. Eine wichtige Grundlage liegt auch in der Meinung, der Geist Gottes bzw. das Heilige sitze in jedem Menschen (als "Gottesfünklein" beispielsweise bei Meister Eckehart). Daraus ergibt sich das Ziel der Kontemplation: Das Erlebbarmachen dieses Geistes durch das Aufgeben der Selbstzentriertheit im Dreischritt: Reinigung, Erleuchtung, Seeleneinheit mit Gott. Dem Ziel der Kontemplation kann sich der Mystiker durch verschiedene Methoden nähern, wichtige sind: Die benediktinische Methode (eben: lectio, meditatio, oratio, contemplatio), das Jesusgebet (Rezitation des Namens Jesu bzw. des veränderbaren Satzes Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner, des Sünders) und andere Meditationen. Besonders wurde die christliche Kontemplation geprägt durch: Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Angelus Silesius, Johannes von der Leiter, Hildegard Bingen und viele mehr. Wichtige lebende Lehrer der Kontemplation sind u.a. Pater und Zenmeister Willigis Jäger und Pater Anselm Grün (Buch z.B. Spiritualität von unten).

Im erwähnten Lebensjahr wurde uns auch das zentrierte Gebet nach Thomas Keating vorgestellt. Pater Keating war zwanzig Jahre lang Abt der St. Joseph Abbey, eines Trappistenklosters in Spencer, Massachusetts, und ist jetzt, im Alter von vierundsiebzig Jahren, die führende Persönlichkeit in der interkonfessionellen Bewegung zur Wiederbelebung der christlichen kontemplativen Praxis, "Centering Prayer" (Gebet zur Sammlung, A.d.Ü.). Er ist Mitbegründer des Contemplative Outreach (Verbreitung der Kontemplation A.d.Ü.), einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, christliche Kontemplationspraktiken Laien aus allen Konfessionen zugänglich zu machen; er ist Autor einiger Bücher, wie zum Beispiel Open Mind, Open Heart oder Intimacy with God; beide beschreiben den Prozeß der spirituellen Entwicklung, die durch diese Praktiken unterstützt werden soll.

Keating schreibt zum schweigenden Gebet:

"In diesem Gebet hörst du auf Gott, hörst auf die Stille, die Gottes erste Sprache ist. Deine einzige Aktivität ist generelle Aufmerksamkeit, die du Gott darbringst entweder indem du alle Gedanken loslässt oder indem du zum zentrierenden Wort (z.B. "Jesus") zurückkehrst."

Er schreibt weiter:

"Es mag hart sein, dich vom Wert der inneren Stille zu überzeugen. Aber wenn du auf dem Weg bist, das zentrierende Gebet zu praktizieren, dann ist der einzige Weg der, jeden Gedanken zu ignorieren. Lass es eine Zeit der inneren Stille sein und nichts sonst. In diesem Gebet spricht Gott nicht zu deinen Ohren, zu deinen Gefühlen, zu deinem Kopf oder zu deinem Herz, sondern zu deinem Geist, zu deinem innersten Wesen. Es gibt keinen menschlichen Apparat, um diese Sprache zu verstehen oder zu hören. Eine Art Salbung ereignet sich. Die Früchte dieser Salbung erscheinen später in einer indirekten Art und Weise: in deiner Freundlichkeit, deinem Frieden und deiner Bereitschaft, dich Gott unterzuordnen in allem, was passiert. Darum ist die innere Stille grösser als jede Erkenntnis. Sie erspart dir auch eine Menge Schwierigkeiten. Reiner Glaube ist der sicherste und geradeste Weg zu Gott. Die menschliche Natur will sich an geistliche Erfahrungen dieser oder jener Art erinnern können, um sie sich selbst und anderen erklären zu können. Das Nachdenken über geistliche Erfahrungen ist bis zu einem bestimmten Punkt okay, aber solche Erfahrungen sind nicht so wichtig wie innere Stille. Denke nicht darüber nach während des zentrierenden Gebets. Wenn sie einen eigentlichen Wert haben, werden sie später zu dir zurückkommen. Je tiefer deine innere Stille ist, desto tiefer wird Gottes Werk in dir sein ohne dass du davon Kenntnis nimmst. Reiner Glaube stimmt ein und ergibt sich dem ultimativen Geheimnis so wie ER ist. Nicht wie du denkst, dass Gott ist, oder wie jemand die gesagt hat, dass er ist, sondern so wie Gott selbst wirklich ist."
Ende Zitat.

Gruss, erbreich
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon menora » Mo 28. Dez 2009, 13:41

erbreich hat geschrieben:Hallo alle

Kontemplation - Schweigendes Gebet, so der Name dieses Threads.
Schön sind wir zum Thema Ruhe und Stille der Seele und des Geistes zurückgekehrt.
Ich nehme mal den Faden wieder auf, den ich hier gesetzt hatte. Von den genannten vier Formen der Annäherung an Gott diskutieren wir hier über die vierte, nämlich über contemplatio, eben: Kontemplation, schweigendes Gebet. Schriftlesung (lectio), Vers-Reflexion (meditatio) und Wort- (auch Sprachen-) gebet (oratio) fallen somit nicht in den Bereich des hiesigen Themas.

In einem Lebensjahr Wege christlicher Spiritualität mit Dr.theol. Roland Mahler, dem Leiter des icp (Institut für christliche Psychologie, Therapie und Pädagogik) lernten wir die Kontemplation als den mystischen Weg der christlich-westlichen Tradition kennen. Hierzu ein paar Gedanken aus den entsprechenden Unterlagen:

Dieser Weg (innerhalb der christlichen Religion) ist fast so alt wie das Christentum selbst. Vor allem wegen zum Teil starker Differenzen zu den dogmatischen Ansichten der (katholischen - heute, wie mir scheint, bald mehr der sogenannten freien) Kirche(n) beim Gottesbegriff sind die Kontemplation praktizierenden Christen eine mehr geduldete als geachtete Randgruppe innerhalb des Christentums geblieben (und wie wir auch hier in diesem Thread erleben, sind Verurteilungen und Verteufelungen derselben heute noch gang und gäbe - und Widersprechen offenbar nicht der Nettikette).

Während die allgemeine Lehrmeinung von Gott als Person ausgeht, zu dem man - wie zu einem Menschen - sprechen kann, schliessen die Kontemplativen nicht aus, Gott könne auch als die Weltseele oder das Universum als Ganzes betrachtet werden. Eine wichtige Grundlage liegt auch in der Meinung, der Geist Gottes bzw. das Heilige sitze in jedem Menschen (als "Gottesfünklein" beispielsweise bei Meister Eckehart). Daraus ergibt sich das Ziel der Kontemplation: Das Erlebbarmachen dieses Geistes durch das Aufgeben der Selbstzentriertheit im Dreischritt: Reinigung, Erleuchtung, Seeleneinheit mit Gott. Dem Ziel der Kontemplation kann sich der Mystiker durch verschiedene Methoden nähern, wichtige sind: Die benediktinische Methode (eben: lectio, meditatio, oratio, contemplatio), das Jesusgebet (Rezitation des Namens Jesu bzw. des veränderbaren Satzes Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner, des Sünders) und andere Meditationen. Besonders wurde die christliche Kontemplation geprägt durch: Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Angelus Silesius, Johannes von der Leiter, Hildegard Bingen und viele mehr. Wichtige lebende Lehrer der Kontemplation sind u.a. Pater und Zenmeister Willigis Jäger und Pater Anselm Grün (Buch z.B. Spiritualität von unten).

Im erwähnten Lebensjahr wurde uns auch das zentrierte Gebet nach Thomas Keating vorgestellt. Pater Keating war zwanzig Jahre lang Abt der St. Joseph Abbey, eines Trappistenklosters in Spencer, Massachusetts, und ist jetzt, im Alter von vierundsiebzig Jahren, die führende Persönlichkeit in der interkonfessionellen Bewegung zur Wiederbelebung der christlichen kontemplativen Praxis, "Centering Prayer" (Gebet zur Sammlung, A.d.Ü.). Er ist Mitbegründer des Contemplative Outreach (Verbreitung der Kontemplation A.d.Ü.), einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, christliche Kontemplationspraktiken Laien aus allen Konfessionen zugänglich zu machen; er ist Autor einiger Bücher, wie zum Beispiel Open Mind, Open Heart oder Intimacy with God; beide beschreiben den Prozeß der spirituellen Entwicklung, die durch diese Praktiken unterstützt werden soll.

Keating schreibt zum schweigenden Gebet:

"In diesem Gebet hörst du auf Gott, hörst auf die Stille, die Gottes erste Sprache ist. Deine einzige Aktivität ist generelle Aufmerksamkeit, die du Gott darbringst entweder indem du alle Gedanken loslässt oder indem du zum zentrierenden Wort (z.B. "Jesus") zurückkehrst."

Er schreibt weiter:

"Es mag hart sein, dich vom Wert der inneren Stille zu überzeugen. Aber wenn du auf dem Weg bist, das zentrierende Gebet zu praktizieren, dann ist der einzige Weg der, jeden Gedanken zu ignorieren. Lass es eine Zeit der inneren Stille sein und nichts sonst. In diesem Gebet spricht Gott nicht zu deinen Ohren, zu deinen Gefühlen, zu deinem Kopf oder zu deinem Herz, sondern zu deinem Geist, zu deinem innersten Wesen. Es gibt keinen menschlichen Apparat, um diese Sprache zu verstehen oder zu hören. Eine Art Salbung ereignet sich. Die Früchte dieser Salbung erscheinen später in einer indirekten Art und Weise: in deiner Freundlichkeit, deinem Frieden und deiner Bereitschaft, dich Gott unterzuordnen in allem, was passiert. Darum ist die innere Stille grösser als jede Erkenntnis. Sie erspart dir auch eine Menge Schwierigkeiten. Reiner Glaube ist der sicherste und geradeste Weg zu Gott. Die menschliche Natur will sich an geistliche Erfahrungen dieser oder jener Art erinnern können, um sie sich selbst und anderen erklären zu können. Das Nachdenken über geistliche Erfahrungen ist bis zu einem bestimmten Punkt okay, aber solche Erfahrungen sind nicht so wichtig wie innere Stille. Denke nicht darüber nach während des zentrierenden Gebets. Wenn sie einen eigentlichen Wert haben, werden sie später zu dir zurückkommen. Je tiefer deine innere Stille ist, desto tiefer wird Gottes Werk in dir sein ohne dass du davon Kenntnis nimmst. Reiner Glaube stimmt ein und ergibt sich dem ultimativen Geheimnis so wie ER ist. Nicht wie du denkst, dass Gott ist, oder wie jemand die gesagt hat, dass er ist, sondern so wie Gott selbst wirklich ist."
Ende Zitat.

Gruss, erbreich



noch ein jesuit :o
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Taube » Mo 28. Dez 2009, 13:52

menora hat geschrieben:noch ein jesuit :o


?

Was hast denn Du zu Weihnachten bekommen, ein Buch über Jesuiten?
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon erbreich » Mo 28. Dez 2009, 13:59

Hallo menora
menora hat geschrieben:noch ein jesuit :o

Nee, Buddhist... :lol:

Eine praktische Frage: Wozu meinen ganzen Beitrag zitieren - und erst noch bloss für diese Bemerkung?

Gruss, erbreich
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon menora » Mo 28. Dez 2009, 15:50

erbreich hat geschrieben:Hallo menora
menora hat geschrieben:noch ein jesuit :o

Nee, Buddhist... :lol:

Eine praktische Frage: Wozu meinen ganzen Beitrag zitieren - und erst noch bloss für diese Bemerkung?

Gruss, erbreich

ich zitierte deinen beitrag, damit sich kein anderer angesprochen fühlt.
zwsichen buddist und jesuit sehe ich keinen großen unterschied, sie pilgern alle zum h.vater nach rom :mrgreen:
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon menora » Mo 28. Dez 2009, 15:51

Taube hat geschrieben:
menora hat geschrieben:noch ein jesuit :o


?

Was hast denn Du zu Weihnachten bekommen, ein Buch über Jesuiten?



nein, die verfolgen mich regelrecht :mrgreen:
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon kingschild » Mo 28. Dez 2009, 21:21

Also die Ausgangsfrage scheint insofern geklärt und das beim Thema bleiben klappt nicht so ganz.

Fazit:

Die einen Denken das die Meditation als Mittel legitim ist und einem näher zu Gott führt.

Die andere Gruppe glaubt das man durch Menschliche Techniken eher zu Erfahrungen kommt die einem von Gott wegführen und halten sich an das Gebet wie Christus es lehrte.

Dies ist ein wenig vereinfacht gesagt aber so in etwa dies lese ich aus den Beiträgen.

Wenn jemand jetzt noch Anregungen, Ergänzungen hat dann soll er dies tun, wenn aber daraus wieder keine Diskussion entsteht werde ich definitiv hier schliessen.

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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Johncom » Di 29. Dez 2009, 07:25

kingschild hat geschrieben:Also die Ausgangsfrage scheint insofern geklärt und das beim Thema bleiben klappt nicht so ganz.


Zu dem Thema hattest Du lieber kingschild oben etwas gesagt, kritisches. Ich stellte ein Rückfrage ( So 27. Dez 2009, 13:14 ), aber Du hast sie noch nicht beantwortet.

kingschild hat geschrieben:Wenn jemand jetzt noch Anregungen, Ergänzungen hat dann soll er dies tun, wenn aber daraus wieder keine Diskussion entsteht werde ich definitiv hier schliessen.


Also dieser thread lag einfach brach und offen bis ich am Fr 11. Dez meine Antwort auf einen Beitrag von oTp nach hier rübergezogen habe aus 'Die Bedeutung von Christosamaj' weil sie vom dortigen Thema abwich. Seither wurde eigentlich ganz höflich diskutiert, oder ?
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Johncom » Di 29. Dez 2009, 08:09

erbreich hat geschrieben:Gedanken aus den entsprechenden Unterlagen: Während die allgemeine Lehrmeinung von Gott als Person ausgeht, zu dem man - wie zu einem Menschen - sprechen kann, schliessen die Kontemplativen nicht aus, Gott könne auch als die Weltseele oder das Universum als Ganzes betrachtet werden.


Ist das nicht ein etwas verwirrender Ansatz für den durchschnittlich gebildeten ( oder erzogenen ) Christen ? Weltseele - das klingt ja fast wie Buddhismus oder Hinduismus. Aber von Kindheit auf hört man, soweit in christlichem Umfeld aufgewachsen: Gott will, Gott hat gemacht, Gott hat einen Plan .... Wir lernten auch, Gott als 'Vater' anzusprechen. Als Person.

erbreich hat geschrieben:Dieser Weg (innerhalb der christlichen Religion) ist fast so alt wie das Christentum selbst. Vor allem wegen zum Teil starker Differenzen zu den dogmatischen Ansichten der (katholischen - heute, wie mir scheint, bald mehr der sogenannten freien) Kirche(n) beim Gottesbegriff sind die Kontemplation praktizierenden Christen eine mehr geduldete als geachtete Randgruppe innerhalb des Christentums geblieben (und wie wir auch hier in diesem Thread erleben, sind Verurteilungen und Verteufelungen derselben heute noch gang und gäbe - und Widersprechen offenbar nicht der Nettikette).


Ich nehme an, Du zitierst weiter das Arbeitspapier und was in Klammern steht, ist Deine Anmerkung. Ja, woher genau kommen diese Verurteilungen. Selber denk ich eher, es sind Vorurteile aber ich möchte eben genau diesen negativen Einstellungen auf den Grund gehen und wirklich - genau - erkennen, wo deren Wurzeln liegen.

Das Thema Kontemplation - Meditation - Stille .... sobald es angerissen wird, fliegen die Fetzen. Muss nicht sein, den es die Übung der Stille ist 'fast so alt wie das Christentum selbst' wie gesagt wird. Und die Bibel berichtet wie Moses sich zurückzog auf den Berg um Gott zu begegnen. Jesus ging in die Wüste ... Diese beiden 'Geschehnisse' brachten weltverändernde Ergebnisse.

kingschild hat geschrieben:Die einen Denken das die Meditation als Mittel legitim ist und einem näher zu Gott führt.


Nicht unbedingt das Denken sondern das Lebensgefühl würd ich sagen, oder auch das Gottvertrauen im Lebensgefühl - sagt einem: Gott ist da !! Sehen, hören, stille sein. Den plappernden Geist eine Weile mal wegschicken. Also ist der Ansatz gar nicht, 'näher zu Gott geführt werden' sondern Gott gewahr zu werden.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Naqual » Di 29. Dez 2009, 10:28

kingschild hat geschrieben:Die einen Denken das die Meditation als Mittel legitim ist und einem näher zu Gott führt.

Die andere Gruppe glaubt das man durch Menschliche Techniken eher zu Erfahrungen kommt die einem von Gott wegführen und halten sich an das Gebet wie Christus es lehrte.

Dies ist ein wenig vereinfacht gesagt aber so in etwa dies lese ich aus den Beiträgen.


Wir sind im Bereich "persönliche Glaubensfragen". D. h für mich konkret und alles andere als vereinfacht, es geht darum, welche konkreten Hillfestellungen man für das eigene Glaubensleben erhalten kann über Kontemplation. Dies wäre ein interessantes Thema, das man durchaus sehr PRAKTISCH angehen könnte.
Dazu ist es m.E. bislang nicht gekommen, da Freunde der "Kultivierung innerer Ruhe um vor Gott zu treten", erst einmal in einen ideologischen Rechtfertigungskampf verwickelt werden.
Obwohl Meditation ein fester Bestandteil über die Jahrhunderte christlicher Kirchengeschichte ist (siehe Erbreich) wird nun alles, was mit "in sich gehen" zu tun hat pauschal und undifferenziert verteufelt. Es scheint mehr darum zu gehen, im "Kampf der Kulturen und Religionen" sich von anderen (z.B. Buddhisten) abzugrenzen.
Natürlich gibt es Unterschiede und andere Auffassungen und Haltungen. Aber eben nicht im undifferenzierten Verständnis von "in sich gehen" (und als Esoterik diffamierend), sondern um einiges später (das wäre jetzt aber ein eigenes Thema und hier OT). Und dieses "später" bezieht sich auch weniger auf methodische Fragen (z.B. Meditation), sondern auf inhaltliche ("dogmatische") z.B. im Gottesverständnis.
Niemand wird bestreiten, dass wir heute in einer Kultur der Reizüberflutung leben, in einer Orientierung an äußeren Reizen, die vieles was "im Menschen selbst" ist, in der Wahrnehmung zurückdrängt. Nie war die Notwendigkeit so groß, wieder in sich selbst hineinzuhören, wie in unserer Zeit. Und hier gibt es Hilfestellungen, die ganz praktisch sind.
Diese als "menschliche Techniken" zu diffamieren geht an der Sache selbst vorbei. Eine menschliche Technik wäre es auch, die Hände beim Beten zu falten und den Kopf zu senken und die Augen zu schließen. Und wehe, dies macht auch ein Andersgläubiger wie ein Buddhist! Wir müssten uns ja sofort abgrenzen! Warum eigentlich? Ich käme ja auch nicht auf die Idee einen Kirchengang auf seine "Legitimität" zu prüfen, weil Buddhisten gerne zu Tempeln gehen.

Ich bitte auch zu beachten, dass niemand hier die irrige Ansicht vertritt, bestimmte Meditationstechniken seien heilsrelevant. Sie werden als Hilfestellung betrachtet. Jesus hat nicht nur gepredigt, sondern vorher auch die Massen gesättigt, da ein knurrender Magen wohl ein wenig die Aufmerksamkeit für die Botschaft begrenzt hätte (menschlich-technische Hilfestellung). - Heute ist es eher so, dass wir ein "viel-zu-viel" haben und lernen müssen, wieder "einfacher, bescheidener" zu werden. Lernen müssen, unsere Gedanken nicht die ganze Zeit sprechen zu lassen und so für das Wirken Gottes in uns gar kein Ohr mehr haben können, weil wir die ganze Zeit innerlich "plappern".

Beachten sollte man auch, dass es nicht einfach ein "Meditieren" und "Nichtmeditieren" gibt. Jede Form des Betens z.B. ist bereits eine Form des Meditierens, des In-sich-gehens, die in unterschiedlicher Tiefe erfolgen kann.
In jeder Sekunde unseres Lebens haben wir unterschiedliche Tiefen unseres Bewusstseins - ob wir es wissen oder nicht. Es ist hilfreich, hier einiges bewusster sehen zu können und eben nicht einfach biologischen und psychischen Mechanismen ausgeliefert zu sein.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon erbreich » Di 29. Dez 2009, 13:25

Lieber Johncom
Johncom hat geschrieben:Also ist der Ansatz gar nicht, 'näher zu Gott geführt werden' sondern Gott gewahr zu werden.

Ja, so kann man es sagen. Jörg Zink hat dazu - als 86 jähriger Mann - dieses Jahr ein wertvolles Buch herausgebracht mit dem Titel Gotteswahrnehmung - Wege religiöser Erfahrung". Auf der Umschlagrückseite schreibt Zink folgendes:

"Seit Jahrtausenden machen die Menschen religiöse Erfahrungen. Die Bibel ist ein einziger Bericht von den vielen Formen, in denen Gott die Menschen angesprochen und die Menschen Gott wahrgenommen haben. Dass Gott uns anredet, hat man unter Christen immer gesagt. Was man ausgeblendet hat, ist die Weise, wie ein Mensch die Anrede Gottes hört. Wie er seine Nähe schaut. Wie er berührt wird, getroffen.

Alles aber, was es an Erfahrung gibt, als esoterischen Irrtum zu beschreiben, ist kein Weg zur Wahrheit. Können wir nicht unterscheiden zwischen Wirklichkeit und Träumerei? Die evangelische Theologie hat die religiöse Erfahrung aus ihrem Nachdenken beinahe völlig ausgegrenzt (Anmerkung meinerseits: Die freikirchliche Theologie hat hier in den vergangenen Jahrzehnten bereits einiges an Öffnung erlebt, verbleibt aber bisher in sehr engen Grenzen, über die hinaus nach wie vor alles andere als esoterischer Irrtum abgetan wird). Es wird Zeit, davon zu reden, damit die Lehre der Kirche und die Erfahrung der Menschen zueinander finden und der Glaube seine elementaren Kräfte wiedergewinnt.

Denn die Zeit ist unwiderruflich vorbei, in der man überzeugt sein konnte, was unser Verstand wahrnimmt, sei die ganze Wirklichkeit. Wer die Offenheit der Welt und die Tiefe seiner Seele zusammensehen und verstehen will, muss seinem Glauben viele Fesseln abnehmen, die die Lehre der Kirche ihm angelegt hat."

Ende Zitat.

Johncom hat geschrieben:...von Kindheit auf hört man, soweit in christlichem Umfeld aufgewachsen: Gott will, Gott hat gemacht, Gott hat einen Plan .... Wir lernten auch, Gott als 'Vater' anzusprechen. Als Person.

Ja. Das darf ja auch sein. Gott aber nur so wahrzunehmen, ist eine unzulässige Einschränkung indem diese Vorstellung zu bildhaft, zu konkret gerät. Der gefährliche Schritt zum Idol und damit - wie es der Bibelübersetzer F.H.Baader nennt - zur Idolanbetung ist nicht weit. Gott ist auch, aber nicht nur Person. Gott ist (meiner Überzeugung nach zwingend) auch überpersönlich (elementar, phänomenal) zu denken. Dann hat auch beides seinen Wert und Platz im spirituellen Leben (alles hat seine Zeit): Das gesprochene Gebet zum personalen Gott und das (vorstellungsfreie) Schweigen im inneren Raum des Seins.

Lieber Naqual

Danke für Deinen wertvollen Beitrag.
Naqual hat geschrieben:Wir sind im Bereich "persönliche Glaubensfragen". D. h für mich konkret und alles andere als vereinfacht, es geht darum, welche konkreten Hillfestellungen man für das eigene Glaubensleben erhalten kann über Kontemplation.

Ja, und darüber auszutauschen wäre sehr hilfreich und wertvoll. Nur: Es ist - zumindest für mich - recht schwierig, dies hier in offener Weise zu tun, da ich sehr darauf achtgeben muss, welche Worte ich zur Beschreibung meines Erlebens verwende. Aber ich habe gesagt, dass ich das zuwege bringe, und so will ich es auch versuchen.

Was ich mal ganz primär aus der Kontemplation in den Alltag herüber nehme ist zweifellos eine grössere innere und äussere Ruhe. So wie ich in der Kontemplation lerne mit meinem Körper und seinen vielfältigen Gefühlen, dem ruhelosen Geist und dem bedürftigen Herzen Geduld zu haben und auszuharren, bis sich alles beruhigt und still wird, so nehme ich diese Befähigung auch mit in den Alltag des Familien- und Berufslebens. Ich habe mehr Geduld mit den Menschen und ihren vielfältigen Wünschen, Ansprüchen, Erwartungen und Anforderungen an mich. Grundsätzlich kann ich sagen - und ich habe das schon einmal erwähnt - ,dass diese Dinge in mir zunehmen und fester werden, die die Bibel "Frucht des Geistes" nennt. So erlebe ich, dass die Kontemplation die Reifung der Früchte des Geistes fördert und unterstützt.
Naqual hat geschrieben:Dazu ist es m.E. bislang nicht gekommen, da Freunde der "Kultivierung innerer Ruhe um vor Gott zu treten", erst einmal in einen ideologischen Rechtfertigungskampf verwickelt werden.

Ja, das ist schade, dennoch will ich auch hier ganz bei mir selber bleiben, immerhin bin ich es, der sich in einen solchen Kampf immer wieder auch verwickeln lässt oder sich sogar selber darin verwickelt. Nachdem nun hier die Fronten gesteckt worden sind und das Säbelrasseln ein wenig abgeklungen ist, hoffe ich, dass wir einen kunstruktiven Dialog zum Threadthema führen können.
Naqual hat geschrieben:Ich bitte auch zu beachten, dass niemand hier die irrige Ansicht vertritt, bestimmte Meditationstechniken seien heilsrelevant. Sie werden als Hilfestellung betrachtet.

Sehr wesentlich, ja. Es sind Hilfestellungen, Werkzeuge, Mittel und Methoden, die gewisse Erleichterungen zu bewirken vermögen. Es sind Vorgehensweisen, die uns ermöglichen von unserer Seite her zu tun was immer uns möglich ist um Gottes Wirken an unseren Herzen geschehen zu lassen. Paulus sagte es so:...vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen. (Phil 2,12-13)

Es ist also durchaus eine biblisch fundierte Aussage, dass wir an unserer Rettung mitarbeiten sollen. Paulus sagt sogar, wir sollten sie vollenden, was ich so verstehe, dass das Gnadengeschenk der Erlösung in Christus der Beginn des spirituellen Lebensweges darstellt, den der Mensch dann selber zu gehen und zu vollenden habe.
Naqual hat geschrieben:Heute ist es eher so, dass wir ein "viel-zu-viel" haben und lernen müssen, wieder "einfacher, bescheidener" zu werden. Lernen müssen, unsere Gedanken nicht die ganze Zeit sprechen zu lassen und so für das Wirken Gottes in uns gar kein Ohr mehr haben können, weil wir die ganze Zeit innerlich "plappern".

Ja. Beide Aspekte - die äussere Bescheidung und das innere Schweigen - werden auf dem kontemplativen Weg gefördert.

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon onThePath » Di 29. Dez 2009, 13:49

Das Thema Kontemplation - Meditation - Stille .... sobald es angerissen wird, fliegen die Fetzen. Muss nicht sein, den es die Übung der Stille ist 'fast so alt wie das Christentum selbst' wie gesagt wird. Und die Bibel berichtet wie Moses sich zurückzog auf den Berg um Gott zu begegnen. Jesus ging in die Wüste ... Diese beiden 'Geschehnisse' brachten weltverändernde Ergebnisse.


Johncom,
Du dürftest gemerkt haben, dass weder bei Moses noch bei Jesus ein Reden von Vereinigungsmystik herauskam.
Da kannst Du wirklich nichts hineininterpretieren.

Nach diesen Zitaten müsstest Du sogar aufhören, von Einheitsmystik zu reden.
Du müßtest beachten, dass ein Mensch es nicht aushält, Gott von "Angesicht zu Angesicht" zu sehen.
Du müsstest anerkennen, dass Jesus eine direkte Begegnung mit dem Fürsten dieser Welt hatte, und seine Bibelkenntnis diesen Angriff abwehren konnte.

Nichts, aber auch gar nichts macht die stille Suche nach Gott in der Bibel zum Selbstzweck Erleuchtungsmystik.

lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Naqual » Di 29. Dez 2009, 16:13

erbreich hat geschrieben:Was ich mal ganz primär aus der Kontemplation in den Alltag herüber nehme ist zweifellos eine grössere innere und äussere Ruhe. So wie ich in der Kontemplation lerne mit meinem Körper und seinen vielfältigen Gefühlen, dem ruhelosen Geist und dem bedürftigen Herzen Geduld zu haben und auszuharren, bis sich alles beruhigt und still wird, so nehme ich diese Befähigung auch mit in den Alltag des Familien- und Berufslebens. Ich habe mehr Geduld mit den Menschen und ihren vielfältigen Wünschen, Ansprüchen, Erwartungen und Anforderungen an mich. Grundsätzlich kann ich sagen - und ich habe das schon einmal erwähnt - ,dass diese Dinge in mir zunehmen und fester werden, die die Bibel "Frucht des Geistes" nennt. So erlebe ich, dass die Kontemplation die Reifung der Früchte des Geistes fördert und unterstützt.


Hi Erbreich,

Das gerade Zitierte ist eine sehr gute Zusammenfassung des Wesentlichen!

Vielleicht schaffe ich es ja, etwas persönlicher von der praktischen Seite dranzugehen:

Ich sehe hier zwei verschiedene nutzbringende Möglichkeiten, die ich auch (nicht so regelmäßig, wie man es vielleicht sollte) praktiziere.
1. Aspekt: Kontemplation. Ich nehme mir Zeit, kümmere mich darum, dass ich ungestört bin. Bete zu Gott und leere mich langsam von Gedanken und Gefühlen. Je weniger in einem Gefäß ist, desto mehr kann Gott hier "reingeben".
Am Anfang muss ich mich ein wenig in den Gedanken und Gefühlen treiben lassen, mich mit ihnen beschäftigen, sie hinterfragen, warum sie da sind, was die Ursache ist. Schließlich komme ich dann einen Punkt, wo die Kraft der Gedanken und Gefühle schwindet und man innerlich - wenn man sich Zeit nimmt - zumindest ruhiger wird. Und das genügt auch und ist gut so.

2. Aspekt: "bildhafte Schau". Eigentlich fast das Gegenteil von "Leeren". Ich "fülle" mich, aber mit etwas, was ich so auch will und nicht hilflos meinen Gefühlen als Reaktionen auf Anforderungen von außen ausgeliefert. Konkreteres Beispiel: Mich ärgert etwas, was ein anderer sagt (oder schreibt). Dieses Gefühl wird - selbst wenn ich mir nicht so darüber im klaren bin - meine Gedanken mit steuern.
Wichtige finde ich nun die Liebe Gottes, die aus uns heraus wirken kann. Die kann ich aber in mir konkret machen. Es nützt nichts, zu sich selbst zu sagen: Ärgere Dich nicht. (Genauso sinnlos wie sich selbst zu befehlen sofort einzuschlafen). Allein der Gedanke an Ärger stärkt den Ärger. Wichtiger ist die Liebe Gottes, der ich mich öffnen kann. Bei mir ist es z.B. die Vorstellung von Maria mit dem Kind. Ich stelle mir die Liebe der Mutter zu ihrem Kind vor, versetze mich da gefühlsmäßig hinein und danach versetze ich mich in die Geborgenheit des Kindes. Das sind sehr starke Bilder (Symbole), wo die Gefühle gut mitschwingen. Und man hat dann eine gute Grundlage für weitere Gedanken,Gefühle und Handlungen.

Wahrscheinlich habe ich Dir jetzt ein paar Stichworte gegeben für weitergehende Tipps und Hinweise, auch für mich ;)


Es ist also durchaus eine biblisch fundierte Aussage, dass wir an unserer Rettung mitarbeiten sollen. Paulus sagt sogar, wir sollten sie vollenden, was ich so verstehe, dass das Gnadengeschenk der Erlösung in Christus der Beginn des spirituellen Lebensweges darstellt, den der Mensch dann selber zu gehen und zu vollenden habe.


Bei gleicher Meinung eine andere Perspektive:
Jesus beschrieb das "Reich Gottes" öfter mit dem Gleichnis von den Jungfrauen und dem Bräutigam (Gott). Die Frauen lungerten nicht einfach rum und warteten darauf, dass der Bräutigam sie endlich küsst und zur Frau nimmt. Sie bereiteten sich vor (genug Öl für die Öllampe z.B.). Heiraten ist (im Bilde der damaligen Zeit) eine aufwendige Prozedur, wo die Braut sehr lange beschäftigt ist, sich zurecht zu machen, sich zu schmücken, bereit zu sein für den Bräutigam. Ohne den Willen des Bräutigams (Gott) läuft hier rein gar nichts. Aber gleichzeitig ist die Jungfrau oder Braut nicht davon entlastet, das Ihre zu tun.
In dem Gleichnis Jesu geht es nicht darum, wie schön die Jungfrau aussieht und wie gut gekleidet sie ist, oder ab wieviel Öl in der Kanne sie den begehrten Bräutigam erhält. Es geht - so ist die Gnade Gottes - eigentlich nur um die Aufmerksamkeit der Braut, ihr inneres Wollen.
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon tiktak » Di 29. Dez 2009, 16:31

Naqual

1. Aspekt: Kontemplation. Ich nehme mir Zeit, kümmere mich darum, dass ich ungestört bin. Bete zu Gott und leere mich langsam von Gedanken und Gefühlen. Je weniger in einem Gefäß ist, desto mehr kann Gott hier "reingeben".

Es gibt aber Gläubige,die gerade dann, wenn sie versuchen ins Kämmerlein zu gehn um ruhig und leer zu werden , überhäuft werden von Gedanken,wie meine Wenigkeit :D
Bei mir ist es so, dass ich Erkenntniss ur plötzlich bekomme,zum Beispiel, wenn ich Staubsauge oder Geschirrspüle oder Bad putze, also mein Kopf eher frei, weil ich beschäftigt bin und auf einmal gehts boing!
Aber sobald ich versuche zu meditieren(los lassen) oder bewusst Zeit nehme für Gott-dann schwirren die Gedanken!
Leg ich mich aber einfach nur so hin auf ne Couch (ohne mir vor zu nehmen, jetzt Zeit mit Gott) und lasse den Blick einfach nur so durchs Zimmer schweifen, kommt es mitunter vor, dass ich Erkenntniss bekomme oder einfach einen Gedanken über den ich Sinne!
Meine Meinung und Erfahrung ist auch, dass man nicht gleich beim Bibel lesen sinnen sollte, weil da eben eigenes Gedankengut und Ansichten/Vorstellungen einfliessen können und man denkt dann, es sei Gott -der da zu einem spricht,also das Verständniss schenkt, was ein gewisser Vers / Aussage bedeutet oder wie gemeint ist, sondern lesen und nicht mehr darüber nachdenken!
Und irgendwann, auf einmal kommt das Lichtlein-unerwartet,puff-ganz plötzlich...oder in einer Situation,wo man gar nicht mehr daran denkt, was man gelesen hat!
Ich hoffe, ich habe mich irgendwie verständlich ausgedrückt :oops:
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon kingschild » Di 29. Dez 2009, 17:09

Naqual hat geschrieben:Obwohl Meditation ein fester Bestandteil über die Jahrhunderte christlicher Kirchengeschichte ist (siehe Erbreich) wird nun alles, was mit "in sich gehen" zu tun hat pauschal und undifferenziert verteufelt.


Wir wissen seit dem Threadstart das es in den Kath. und Ref. Kirchen praktiziert wird. Die Frage von Christina war ja lediglich wie es in den Freikirchen aussieht und die sind bei Gott auch ohne Atemübungen usw. Sie finden trotzdem die Gegenwart Gottes sei es im Lobpreis oder in der Stille. Ob es Freikirchen gibt die dies lehren weiss ich nicht aber dort wo ich reingeschaut habe wird anderes gelehrt und ich habe schon an einigen Orten reinsehen dürfen.

Es wurde nie alles verteufelt sondern nicht nur mir als Moderator viel auf, das vorne zwar von Christus gesprochen wurde und hinten oft Buddha und Allversöhnung rauskommt in diesem Thread. Das dieser Eindruck entsteht das ist nicht der Fehler, derer die es feststellen.

Ich persönlich habe gesagt das mir eigentlich gleich ist wie jemand seine Beziehung zu Gott plegt ob in Stille oder laut aber wenn vorne Christus reingeht und hinten Buddha rauskommt dann muss ich hier im Forum reagieren.

Es steht jedem frei zu glauben was er will aber wenn wir beim Christlichen Glauben ständig bei der Buddhistischen Lehre landen dann entsteht der Eindruck das es mehr von Christus wegführt als zu Christus hin und dies wiederum sollte eben nicht der Zweck dieses Thread sein.

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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Taube » Di 29. Dez 2009, 17:24

kingschild hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:Obwohl Meditation ein fester Bestandteil über die Jahrhunderte christlicher Kirchengeschichte ist (siehe Erbreich) wird nun alles, was mit "in sich gehen" zu tun hat pauschal und undifferenziert verteufelt.

Wir wissen seit dem Threadstart das es in den Kath. und Ref. Kirchen praktiziert wird. Die Frage von Christina war ja lediglich wie es in den Freikirchen aussieht ...

Da hast Du natürlich recht, das Anfangsposting wurde ja fast vergessen!

Da kann ich nur sagen, dass auch Freikirchen Kontemplation kennen. Zum Beispiel ist da die evangelisch-methodistische Kirche (EMK), die Kontemplation als Gegenpol zur Aktion sieht:
Als Methodistinnen und Methodisten stehen wir in der Tradition einer kirchli-chen Bewegung, die sich zur Einheit von Glauben und Handeln bekennt und sie je neu zu konkretisieren versucht. In diesem Verständnis wurden und wer-den Menschen in methodistischen Gemeinden zu einem gesunden Rhythmus von Kontemplation und Aktion angeleitet, zu einem Gleichgewicht zwischen einem Glaubensleben in einer lebendigen Beziehung zu bzw. mit Gott und der Übertragung/Übersetzung göttlich-visionärer Erkenntnisse und Erfahrungen in ein verantwortliches gesellschaftliches Handeln.

Quelle: http://www.emk-bildungswerk.de/fileadmi ... ichte..doc

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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Taube » Di 29. Dez 2009, 17:38

...und wenn ich so jesus.ch, das eher freikirchlich ausgerichtet ist, durchschaue, ist das ja auch hier kein so fremdes Thema:

Beten, Hören, Meditieren: Wie alte geistliche Übungen helfen, Gott zu begegnen


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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon Taube » Di 29. Dez 2009, 17:51

Die FEG Solingen hat das Thema sogar etwas vertiefter aufgenommen, sogar mit Fragebogen, ob man ein kontemplativer Typ ist:

http://www.feg-aufderhoehe.de/component/option,com_docman/task,doc_view/gid,25/


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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon erbreich » Di 29. Dez 2009, 17:51

kingschild hat geschrieben:Es wurde nie alles verteufelt sondern nicht nur mir als Moderator viel auf, das vorne zwar von Christus gesprochen wurde und hinten oft Buddha und Allversöhnung rauskommt in diesem Thread... wenn vorne Christus reingeht und hinten Buddha rauskommt dann muss ich hier im Forum reagieren... wenn wir beim Christlichen Glauben ständig bei der Buddhistischen Lehre landen...

Liebes Königskind

Meines Wissens war nur ich es, der zu Beginn so argumentiert hat. Nachdem Du mir klar und deutlich gesagt hast:
kingschild hat geschrieben:Lass einfach die Buddha Verse hier in diesem Thread und nimm diese Ermahnung in Liebe an.

...habe ich mich daran gehalten. Und seither haben die sich hier um eine ernsthafte Diskussion Bemühenden alle auch an Deine Weisung gehalten. Auch Deine Massnahmen (Löschen von Beiträgen) wurden akzeptiert. Ich bitte Dich nun meinerseits, diesen Aspekt loszulassen und nicht wieder hervorzukramen.

Wir haben uns (denke ich - wie seht ihr das, die ihr hier mitredet? - ) darauf geeinigt allgemein über Kontemplation - und wenn mit religiösem Inhalt, dann mit christlichem - zu sprechen und über unsere Erfahrungen damit. Und da kommen gerade jetzt wertvolle Beiträge, wofür ich mich bei allen bedanke.

Gruss, erbreich
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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon kingschild » Di 29. Dez 2009, 18:00

erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Es wurde nie alles verteufelt sondern nicht nur mir als Moderator viel auf, das vorne zwar von Christus gesprochen wurde und hinten oft Buddha und Allversöhnung rauskommt in diesem Thread... wenn vorne Christus reingeht und hinten Buddha rauskommt dann muss ich hier im Forum reagieren... wenn wir beim Christlichen Glauben ständig bei der Buddhistischen Lehre landen...

Liebes Königskind

Meines Wissens war nur ich es, der zu Beginn so argumentiert hat. Nachdem Du mir klar und deutlich gesagt hast:
kingschild hat geschrieben:Lass einfach die Buddha Verse hier in diesem Thread und nimm diese Ermahnung in Liebe an.

...habe ich mich daran gehalten. Und seither haben die sich hier um eine ernsthafte Diskussion Bemühenden alle auch an Deine Weisung gehalten. Auch Deine Massnahmen (Löschen von Beiträgen) wurden akzeptiert. Ich bitte Dich nun meinerseits, diesen Aspekt loszulassen und nicht wieder hervorzukramen.

Wir haben uns (denke ich - wie seht ihr das, die ihr hier mitredet? - ) darauf geeinigt allgemein über Kontemplation - und wenn mit religiösem Inhalt, dann mit christlichem - zu sprechen und über unsere Erfahrungen damit. Und da kommen gerade jetzt wertvolle Beiträge, wofür ich mich bei allen bedanke.

Gruss, erbreich


Du hast es sogar sehr gut verstanden und ich wollte einfach nochmal allgemein hinweisen beim Vorwurf der pauschalen Verteufelung.

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Re: Kontemplation – schweigendes Gebet

Beitragvon kingschild » Di 29. Dez 2009, 18:03

Die FEG Solingen hat das Thema sogar etwas vertiefter aufgenommen, sogar mit Fragebogen, ob man ein kontemplativer Typ ist:

http://www.feg-aufderhoehe.de/component/option,com_docman/task,doc_view/gid,25/



Taube hat geschrieben:Da hast Du natürlich recht, das Anfangsposting wurde ja fast vergessen!

Da kann ich nur sagen, dass auch Freikirchen Kontemplation kennen. Zum Beispiel ist da die evangelisch-methodistische Kirche (EMK), die Kontemplation als Gegenpol zur Aktion sieht:

Als Methodistinnen und Methodisten stehen wir in der Tradition einer kirchli-chen Bewegung, die sich zur Einheit von Glauben und Handeln bekennt und sie je neu zu konkretisieren versucht. In diesem Verständnis wurden und wer-den Menschen in methodistischen Gemeinden zu einem gesunden Rhythmus von Kontemplation und Aktion angeleitet, zu einem Gleichgewicht zwischen einem Glaubensleben in einer lebendigen Beziehung zu bzw. mit Gott und der Übertragung/Übersetzung göttlich-visionärer Erkenntnisse und Erfahrungen in ein verantwortliches gesellschaftliches Handeln.

Quelle: http://www.emk-bildungswerk.de/fileadmi ... ichte..doc

Gruss Taube


Danke Taube für die Beiträge das ist ein guter Schluss und somit ist es nun geklärt.

Hier noch abschliessend die Erklärung von Kontemplativer Haltung und Meditation gemäss Wiki.

Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmt und unterscheidet sich von der Meditation durch die dort angestrebte vollkommene Leere des Geistes.


Falls die Dringlichkeit besteht hier wieder zu öffnen bitte PN an mich mit dem Beitrag.

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