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Was habt ihr für ein Lebensgefühl

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Moderator: kingschild

Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 11:00

pirate23 hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Es geht überhaupt nicht um MICH!!!!!!!!!!!!!!!! :warn:

Du belügst dich selbst.

Sondern es geht um GOTT.

Auch wenn ich sage "ich gehe für meine Großmutter einkaufen", dann tu ich das in Wirklichkeit trotzdem nicht für meine Großmutter. Ich tue es, weil ich es im Moment für das Richtige halte.

Ich sage bloß, dass ich es für meine Großmutter tue, wenn ich mein Verhalten vor anderen Menschen rechtfertigen muss. Um keine Schwäche zeigen zu müssen - nicht ich selbst war für mein Handeln verantwortlich, sondern meine Großmutter.


Ja, ich sehe es wie pirate. Es ist eine Lüge, der man natürlich selbst gerne glaubt, zu sagen, es ginge nicht um einen selbst oder es dürfe nicht um einen selbst gehen. An einen Altruismus in reinster Form glaube ich einfach nicht.

Ein Beispiel.

Vor ein paar Tagen sah ich einen Fernsehbericht über einen Fahrer eines Kältebusses, der in der Winterzeit abend für abend die Obdachlosen anfährt und betreut und für sie da ist usw. Auf die Frage des Reporters, warum er das macht, antwortete er: "Ich war selbst mal obdachlos und es gibt mir ein gutes Gefühl." Das sagt doch alles, oder? Es gibt ihm ein gutes Gefühl, er fühlt sich wohl dabei. Es ist doch auch völlig legitim. Im Grunde geht es (im Letzten) doch um einen selbst. Nur will das keiner wahrhaben. Man hält sich ja selbst für so gut und belügt sich lieber weiter selbst.

Zu sagen oder zu predigen, "es geht um Gott", ist für mich eine leere Floskel.

Ich sage: es geht um die Liebe. Und jemand, der sich selbst nicht lieben kann (oder glaubt es nicht zu dürfen), von dem möchte ich gar nicht geliebt werden. Er kann es auch gar nicht. Die Liebe zu Anderen (und auch zu Gott)setzt eine Selbstliebe und Selbstannahme zwingend voraus. Jemand, der sich selbst nichts Gutes tun kann, ist auch nicht fähig, einem anderen etwas Gutes zu tun.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon alegna » Mi 23. Dez 2009, 11:21

livia hat geschrieben: Die Liebe zu Anderen (und auch zu Gott)setzt eine Selbstliebe und Selbstannahme zwingend voraus.

Du meinst also, Du müsstest erst Dich lieben können bevor Du Gott lieben kannst? Oder meinst Du, Du müsstest erst Dich lieben können, bevor Dich Gott lieben kann? Das ist eine Lüge Livia, denn Gott hat Dich zuerst geliebt.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 11:22

alegna hat geschrieben:
livia hat geschrieben: Die Liebe zu Anderen (und auch zu Gott)setzt eine Selbstliebe und Selbstannahme zwingend voraus.

Du meinst also, Du müsstest erst Dich lieben können bevor Du Gott lieben kannst? Oder meinst Du, Du müsstest erst Dich lieben können, bevor Dich Gott lieben kann? Das ist eine Lüge Livia, denn Gott hat Dich zuerst geliebt.


Was ich meine, steht in meinem obigen Beitrag, alegna. Da habe ich ersteinmal nichts hinzuzufügen.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 11:32

Gott zu lieben bedeutet für mich, die Menschen (den Nächsten) zu lieben und ihnen Gutes zu tun usw. und dies bedeutet wiederum, sich ersteinmal selbst zu lieben und sich selbst etwas Gutes zu tun. Also ohne Selbstliebe ist keine Gottes- oder Menschenliebe möglich.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Sandra73- » Mi 23. Dez 2009, 11:54

Ich denke, Taten der Liebe sind durchaus möglich. Längerfristig aber artet es in Manipulation aus, je weniger wir selbst mit uns eins sind und fähig, zunächst einmal uns selbst anzunehmen.
Aus eigener Erfahrung gebe ich Livia damit Recht.

Die Grenze der eigenen Motivation ist oft sehr fliessend!
Und subtil und von uns unbemerkt.

Was ich jedoch erlebt habe, ist auch Folgendes: Je mehr ich mich Taten der Liebe zuwende und sie aus Liebe zu Jesus tue oder eben auch einfach, weil er es von mir möchte - desto mehr habe ich seine Liebe zu uns verstehen gelernt und tue es immer weniger aus reinem Gehorsam, sondern ich lerne aus seinen Augen zu sehen und tue es von Herzen. Weil es MIR ein Bedürfnis ist!
Aber wenn es beim Gehorsam stehenbleibt, dann ist es oft noch in seelischer Gefangenschaft.
Es kann aber ein Anfang sein, wenn wir nicht stehenbleiben dabei und auch unser Herz der Freiheit öffnen, die uns Jesus Christus schenken möchte!

Und ich spüre den Unterschied inzwischen zwischen dem "ich sollte doch" und der Freiheit, etwas zu tun.
Es ist wirklich ein Unterschied!

Ausserdem mache ich mir in letzter Zeit über Folgendes Gedanken: Dass es so oft diskutiert wird, ob Liebe eine Entscheidung oder eine Emotion ist! Und das artet manchmal in Kampf Diskussion aus!
Aber im Grunde genommen ist es beides und der Unterschied sehe ich auch darin:

Liebe ist eine Emotion
Taten der Liebe drückt sich darin aus, auch ohne diese Emotion zu handeln zu können, aus dem Wissen heraus, das Richtige zu tun. Dies aber in Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, auch wenn das sogenannte Gefühl der Liebe dabei nicht vorhanden sein muss!
Die Emotion kann aus der Tat erwachsen, muss aber nicht zwingend.
Beides aber sind Aspekte der Liebe, der Agape.
Und ich habe aufgehört, sie gegeneinander auszuspielen.

Herzliche Grüsse,
Sandra
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Schoham » Mi 23. Dez 2009, 12:03

livia hat geschrieben: Also ohne Selbstliebe ist keine Gottes- oder Menschenliebe möglich.


Wie sah die Selbstliebe des Sohnes Gottes aus?
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Sandra73- » Mi 23. Dez 2009, 12:09

Ich denke, diese Selbstliebe, die Livia vielelicht meint, heisst nicht, ein "ich muss für mich schauen und schauen dass ich zu meinen Sachen komme", was ein ängstliches um sich sorgen ist.
Sondern das hat mit Annahme, sich Geborgen fühlen in sich selbst, und mit Vertrauen in den eigenen Wert zu tun.
Und dies hat auch Jesus gehabt - ohne das er sich nicht für uns hingeben hätte können.
Denn es hat sein ganzes Vertrauen in den Vater und in seine Berufung gekostet!!
Er hat sich selbst nicht abgelehnt. Hatte keine Komplexe. Hatte nicht die Angst, sein Gesicht und Ansehen zu verlieren vor den Menschen.
Was er fürchtete, war unseren Schmerz, unsere Sünde, tragen zu müssen, und die Gottverlassenheit.
Aber er hat sich da hineinbegeben, in unser Dunkel, damit es für uns hell werde. Ohne Vertrauen in sich, in seine Berufung und den Vater, wäre dies nicht möglich gewesen.

Aber ich denke, ich kann nachvollziehen wie Du es meinst, Schoham.
ich beleuchte es von einem anderen Blickwinkel.

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon NEM » Mi 23. Dez 2009, 12:15

Liebe Livia

Oh La La, da habe ich bei Dir aber in ein Hornissennest gestochen. Aber deswegen wird es nicht weniger wahr.

Ja es stimmt meine Beschreibung stammt aus dem Buch von Rick Warren. Aber ich muss Dir sagen, dass ich in meinem Leben so ungefähr 5 Christliche Bücher gelesen habe. Zwei davon habe ich in diesem Forum bereits erwähnt.

Die restliche Zeit habe ich nur die Bibel gelesen, denn ich bin kein Fan vom Nachplappern der Erkenntnisse anderer.
Denn das führt zu „Religiosität“. Ich bin NICHT religiös sondern GLÄUBIG.

Meine Aussagen stammen direkt aus der Bibel die ich IM Heiligen Geist lese. Du darfst also weiter mit mir diskutieren.

Jesus gab uns das Gebot der LIEBE.

Alegna hat es sehr schön geschrieben:
alegna hat geschrieben:
livia hat geschrieben: Die Liebe zu Anderen (und auch zu Gott)setzt eine Selbstliebe und Selbstannahme zwingend voraus.

Du meinst also, Du müsstest erst Dich lieben können bevor Du Gott lieben kannst? Oder meinst Du, Du müsstest erst Dich lieben können, bevor Dich Gott lieben kann? Das ist eine Lüge Livia, denn Gott hat Dich zuerst geliebt.


Hier geht es nur um eine Frage der Richtung, Göttliche Liebe versus Egoismus. (Halt schon wieder Weiss versus schwarz)

darum,

Ich LIEBE mich, WEIL Gott mich ZUERST GELIEBT hat!!!.

Darum kann ich auch das Gebot: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ auf die LIEBE GOTTES aus beiden Richtungen beziehen.

Lg NEM
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 12:34

Schoham hat geschrieben:
livia hat geschrieben: Also ohne Selbstliebe ist keine Gottes- oder Menschenliebe möglich.


Wie sah die Selbstliebe des Sohnes Gottes aus?


Warum stellst Du mir diese Frage, schoham? Kennst Du die Antwort nicht?
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Savonlinna » Mi 23. Dez 2009, 12:41

livia hat geschrieben:
pirate23 hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Es geht überhaupt nicht um MICH!!!!!!!!!!!!!!!! :warn:

Du belügst dich selbst.

Sondern es geht um GOTT.

Auch wenn ich sage "ich gehe für meine Großmutter einkaufen", dann tu ich das in Wirklichkeit trotzdem nicht für meine Großmutter. Ich tue es, weil ich es im Moment für das Richtige halte.

Ich sage bloß, dass ich es für meine Großmutter tue, wenn ich mein Verhalten vor anderen Menschen rechtfertigen muss. Um keine Schwäche zeigen zu müssen - nicht ich selbst war für mein Handeln verantwortlich, sondern meine Großmutter.


Ja, ich sehe es wie pirate. Es ist eine Lüge, der man natürlich selbst gerne glaubt, zu sagen, es ginge nicht um einen selbst oder es dürfe nicht um einen selbst gehen. An einen Altruismus in reinster Form glaube ich einfach nicht.


Was soll das auch sein: "Altruismus in reinster Form"? Es gibt nichts in "reinster" Form. Wir Menschen sind gespickt mit Widersprüchen. Jeder, der den Menschen auf eine einfache Formel reduzieren will, handelt in der Situation dogmatisch. Ihn interessiert nicht die Reichhaltigkeit menschlichen Verhaltens, sondern er will zeigen, dass er den "Durchblick" hat und Bescheid über alles weiß. Meiner Meinung nach geht es da um Macht. Wer den Durchblick zu haben glaubt, meint, durch "Wissen" Macht zu haben.
"Der Mensch ist altruistisch", "der Mensch ist egoistsch" - das sind so Formeln, die gerne gepredigt werden, damit der andere gar nicht auf die Idee kommt, kompexer wahrzunehmen. Ich halte von diesen Schlagbegriffen überhaupt nichts. Damit will man meist Andersdenkende "erschlagen".


Ein Beispiel.

Vor ein paar Tagen sah ich einen Fernsehbericht über einen Fahrer eines Kältebusses, der in der Winterzeit abend für abend die Obdachlosen anfährt und betreut und für sie da ist usw. Auf die Frage des Reporters, warum er das macht, antwortete er: "Ich war selbst mal obdachlos und es gibt mir ein gutes Gefühl." Das sagt doch alles, oder?


Nein, das sagt gar nicht "alles". Wer aus einem einzigen Satz eines Menschen schließen zu können meint, warum und aus welcher Motivation heraus er handelt, der ist schon auf dem Weg der Simplifizierung. Der kümmert sich nicht mehr wirklich darum, wie es im Menschen aussieht und was der Mensch ist - etwas, was bisher keiner wirklich herausgefunden hat -, sondern nur noch um seine Formeln, mit denne er sich "gut fühlt".


Es gibt ihm ein gutes Gefühl, er fühlt sich wohl dabei.


Er hat das vor der Kamera gesagt. Und es sind Floskeln, die man den Menschen einredet. Weil er sich "wohl" bei etwas fühlt, handele er auch darum, damit er sich wohl fühlt. Das sind so die beliebten Kurzschlüsse, mit denen man sich das Leben einfach macht. Ein paar Formeln, und man muss nicht mehr wirklich den Menschen verstehen.


Es ist doch auch völlig legitim. Im Grunde geht es (im Letzten) doch um einen selbst. Nur will das keiner wahrhaben. Man hält sich ja selbst für so gut und belügt sich lieber weiter selbst.


Woher willst Du wissen, wer sich belügt? Was genau soll das denn heißen "gut sein"? Woran willst Du festmachen, ob der andere sich belügt? Kannst Du so genau in das Innere eines Individuums schauen, um die Prädikate "Lüge" -"Nichtlüge" zu verteilen?
Die meisten Menschen sind keine trainierten Dichter, um ihr Inneres präzise zu beschreiben. Sie benutzen gängige Floskeln, meinen damit aber vielleicht etwas ganz anderes als was der andere daraus schließt. Und wenn jemand sein Urteil schon fertig hat - der oder der belüge sich selbst -, dann wird er aus allem, was der andere sagt, das schließen, was er vorher schon entschieden hat. Er hört gar nicht mehr richtig hin.


Zu sagen oder zu predigen, "es geht um Gott", ist für mich eine leere Floskel.

Das geht mir auch so.


Ich sage: es geht um die Liebe.

Und das ist für mich auch eine Floskel. Unermüdlich gepredigt - und ich weiß nicht, was dahinterstehen soll. Die Leute werfen sich verschiedene Floskeln um die Ohren, und für mich ist das nicht mehr als eine Schneeballschlacht (die auch in eine etwas unangenehmere Schlacht übergehen kann). Meinen tut man bestimmt damit irgendetwas - bis am Ende dann nur die Floskel unermüdlich wiederholt wird.

Wenn jemand sagt: Es geht nicht um "mich", sondern um "Gott", dann kann das so eine Floskel sein, mit der man erreichen will, dass der Mensch sich selber seelisch zerstört. Ich bin leider auch so erzogen worden.
Es kann aber auch ganz anders gemeint sein: dass wir Einzelindividuen gar nicht so individualistisch sind, wie wir uns einbilden, sondern innerlich auch die Belange der ganzen Menschheit vertreten.
Genauso ist die Behauptung "der Mensch handele nur aus egoistischen Gründen" oft eine leere Floskel. Man kann sie gar nicht nachweisen, man will damit aber eine bestimmte Ideologie verbreiten.
Es kann aber auch sein, dass man klarmachen will, dass alles über das "Ich" läuft. Dass man also die Fremdbestimmung abstreifen sollte - sich nicht steuern lassen sollte von Zielen, die einem andere eingeredet haben.

Ich selber halte von dem Gegensatz "Egoismus-Altruismus" rein gar nichts. Das sind alberne Formeln, die nicht viel erklären, sondern nur Mittel sind, dass Menschen sich die Köppe einschlagen können.
Ich halte ebenfalls nichts davon, dass man Menschen - oder gar jungen - einredet, sie sollten eine abstrakte Instanz "lieben" statt sich selbst. Das sehe auch ich als verheerend an.
Aber genauso verheerend ist die gegenteilige Predigt, alles geschehe darum, damit man sich "gut" fühle. Mit so einer Predigt kann man genauso unermesslichen Schaden in der Seele eines Menschen anrichten. Es nützt nichts, wenn man einfach nur die Schlagwörte austauscht.

Und jemand, der sich selbst nicht lieben kann (oder glaubt es nicht zu dürfen), von dem möchte ich gar nicht geliebt werden.

So, wie Du es vermutlich meinst, sehe ich das auch. Aber "sich selbst lieben" und "ich tue alles aus Eigennutz, alles andere ist Selbstbeschwindelung" - dazwischen liegen ja noch Welten. Ersteres ist für die menschliche Reifung unerlässlich. Letzteres ist ist ein gefährlicher dogmatischer Satz, mit denen man Kindern und Menschen genauso schaden kann wie mit dem Satz "Du sollst dich nicht selbst lieben".

Er kann es auch gar nicht. Die Liebe zu Anderen (und auch zu Gott)setzt eine Selbstliebe und Selbstannahme zwingend voraus. Jemand, der sich selbst nichts Gutes tun kann, ist auch nicht fähig, einem anderen etwas Gutes zu tun.

Es gibt aber auch Menschen, die halten diesen künstlichen Widerspruch gar nicht aufrecht. Für die ist es auch kein Widerspruch. Sie handeln einfach. Die Motive sind sowieso meist erst hinterher vom Verstand ausgeklügelt.

In der gestern erschienenen Wochenzeitung DIE ZEIT sind zweil lange Artikel drin über genau dieses Thema. Aufhänger ist die Handlung eines Mannes, der spontan, ohne nachzudenken, einem Epilektiker, der auf die Schienen gefallen war - während schon ein Zug kam - hinterhergesprungen war, ihn zwischen die Schienen riß, ihm mit seinem Körper deckte und den Zug über sich und den Mann rattern ließ. Beide blieben unverletzt. Und der Retter hatte seine zwei Kinder am Gleis stehen.

Darüber grübelt der ZEIT-Artikel: Woher kommen diese spontanen Handlungen, die im Bruchteil von Sekunden entschieden sind, bevor der Verstand einsetzen kann? Warum rettete der Mann den Epileptiker, mit Einsatz seines Lebens?
Ich bin der Meinung, dass solche spontanen Reaktionen - wenn auch im kleineren Maße - jeder an sich selber beobachten kann. Dass er ganz natürlich seine Hand ausstreckt, bevor er überhaupt zum Grübeln kommt, ob er sich dabei" gut fühlt".

Ich glaube, der Verfasser des Artikels hat das Geheimnis irgendwo erwischt: in solchen Momenten unterscheidet man nicht zwischen "Ich" und "Du". Diese Unterscheidungen sind rationaler Natur - dazu ist in dem Moment gar keine Zeit.
Zuletzt geändert von Savonlinna am Mi 23. Dez 2009, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mi 23. Dez 2009, 12:43

@ NEM und die andern

nach dem nun ein text einfach weg war..probier ichs nochmals.
Habe aber mühe zu formulieren und bin nahe an einem Blackout.

Es Geht nicht um Mich.Es geht um Gott oder den Naechsten...?

Cih will mit meiner Fragerei nicht egoistisch sein..
Ich kenne den Zustand das es eben nicht um mich geht...

gewollt ist das so das ich mich wie wegswitsche und zu einem Roboter werde..cih tue alles worum ich von meinen Naechsten gebeten werde und wen cih keine bitte bekomme dann probiere ich rauszuspüren was sie brachen und wollen.In diesen zeiten gebe ich mcih auf und arbeite und beschaeftige mich und denke nichts...es lindert Seelenschmerzen udn auch die sinnlosigkeitsfrage stellt sich nicht.Nur das ganze geht solange bis vor erschöpfung dann gerade NIChts mehr geht.
Ist ein Fehlschuss das ganze

Ungewollt/gezwungenermassen,musste ich für Gottes Sache und für den NAechsten sehr viel tun,in diesem Namen.Das meiste würde ich sagen sind nciht liebevolle schöne Dinge gewesen....im gegenteil Destruktive hoch pie.

ich weiss nicht..ich habe ein verstehensproblem...

lg wave
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 13:01

Hi Savonlinna :)) grüß Dich,


Savonlinna hat geschrieben:Er hat das vor der Kamera gesagt. Und es sind Floskeln, die man den Menschen einredet. Weil er sich "wohl" bei etwas fühlt, handele er auch darum, damit er sich wohl fühlt. Das sind so die beliebten Kurzschlüsse, mit denen man sich das Leben einfach macht. Ein paar Formeln, und man muss nicht mehr wirklich den Menschen verstehen.



Das sehe (oder meine) ich anders bzw. hab es anders gemeint. Ich glaube nicht, dass dieser Kältebusfahrer dies getan hat, um sich wohlzufühlen, also dass seine Motivation, das zu tun ersteinmal nur die war, damit zu rechnen, sich hinterher wohl- oder besser zu fühlen. Aber vielleicht ahnte er es, dass er sich dann besser fühlen könnte :) (wäre doch auch nicht so tragisch, oder?) Nein, er tat es (warum auch immer lassen wir mal dahingestellt sein man kann es nicht ergründen und muss es auch nicht, warum er es tat) und fühlte sich hinterher wohl. Und das ist doch schön. Seine nächsten Angehörigen oder Freunde werden auch einen Nutzen daraus ziehen können, wenn er sich wohl fühlt. Daher halte ich es für ganz wichtig und völlig legitim, wenn (und DASS!) man sich selbst wohl fühlt.

Ich schließe mich Erich Kästner an, der sagte: "Es gibt nichts Gutes - außer man tut es!" Und dieses (für mich sinnlose nichtssagende) Gelaber von wegen "es geht um Gott" und es darf nicht um einen selbst gehen, kann ich wirklich nicht mehr hören - zumindest solang, wie es nur beim Reden bleibt. Selbst wenn einer hundertmal am Tag beteuert er liebt Gott und stellt Gott über alles und es in übergroßen fetten roten Buchstaben in ein Forum schreibt und ich merke es an seinen Taten aber nicht, dann sind das für mich einfach nur leere Worte. Und einem Depressiven solche Worte an den Kopf zu werfen, halte ich für lieblos. Diesem soll ich glauben, er liebt Gott?
----------
Wenn der Kältebusfahrer sich vor laufender Kamera hätte gut darstellen wollen, hätte er vielleicht eher gesagt "die Obdachlosen tun mir so leid und ich möchte ihnen gerne helfen" und nicht "ich fühle mich gut dabei".

Ich hab mal für eine zeitlang am Hauptbahnhof Drogenarbeit gemacht mit einer überkonfessionellen Gruppe. Manche kamen von über 100 km angefahren, um dort zu sein. Da standen wir Samstags (bei teilweise großer Kälte und auch großer Hitze) für viele Stunden und haben den Drogenabhängigen und jedem der bedürftig war, Tee, Kaffee und Lebensmittel, Kleidung usw. gegeben und wir haben zugehört und waren einfach da für diese armen Menschen und wollten ihnen ein stückweit das Gefühl geben, dass sie nicht ganz vergessen sind. Warum ich das tat? Nun, ich erfuhr von dieser Gruppe durch Zufall und hatte es dann stark auf dem Herzen dort mitzumachen, einfach auch aus einer Dankbarkeit heraus vielleicht, weil es mir selbst so gut geht. Hinterher stellte sich regelmäßig ein wirklich gutes Gefühl ein. Ich wusste, dass es gut war, dort gewesen zu sein. Für diese Menschen, aber auch für mich. Auch mit so einem Elend mal konfrontiert zu werden und mal zu sehen, dass es neben dieser satten Gesellschaft auch dieses Elend gibt, war lehrreich für mich und tat also auch gut. Ich sah junge Mädchen, die anschaffen gehen mussten mit ihren leeren Augen dort und es tat mir von Herzen leid und ich erkannte, dass wir, denen es so gut geht, auch eine Verantwortung bis zu einem bestimmten Grad haben. Und auch diese "Erkenntnis" tat mir gut. Und ich bekam sie erst hinterher. Diese Zeit möchte ich nicht missen.
Zuletzt geändert von livia am Mi 23. Dez 2009, 14:36, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Mi 23. Dez 2009, 13:04

wave hat geschrieben:Mein Gefühl und Gott der Hoffnung......warum ein entweder oder?


Ja beides ist da aber jetzt kannst Du entscheiden auf welches Du mehr schauen möchtest. Auf das was Dich hinuter zieht oder auf das was Dich weiterbringt.

was denkts Du was indem Moment mit Dir passiert?
haettest du die Gefühle noch unter kontrolle?

gingest du mit Freude und Frieden an die Tür und denkst Komme ich um so komme ich um...?


Du hast ein prägendes Beispiel gebracht und sicher könnte ich nicht nach einer Woche vielleicht nicht so locker und unverkrampft darüber hinweggehen. Aber jetzt mal angenommen ich kenne denjenigen der das Universum erschaffen hat und ich weiss das mir niemand mehr etwas antun kann, das meine Seele unantastbar ist. Könnte ich dann nicht mit neuer Zuversicht die Türe öffnen, wenn auch mit ein wenig Herzklopfen? Wenn ich vorher bete Dein Wille geschehe und ich nehme was da kommen wird? Ich vertraue das ich in Deinen Armen geborgen bin ob Schmerz und Leid kommt oder gutes?

Mt 10:28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht mögen töten.

Siehst Du auch hier wave habe ich zwei Möglichkeiten entweder ich schaue gebannt auf das was letzte Woche passiert ist oder ich weiss das mir niemand die Seele rauben kann und vertraue darauf das ich in seinen Armen bin, so oder so.

auch dir will ich nicht zu nahe treten....ich will meine Abers ernstnehmen,sonst wird da nichts....
lg wave


Das ist schon o.k.

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon alegna » Mi 23. Dez 2009, 14:16

livia hat geschrieben: Ich wusste, dass es gut war, dort gewesen zu sein. Für diese Menschen, aber auch für mich. Auch mit so einem Elend mal konfrontiert zu werden und mal zu sehen, dass es neben dieser satten Gesellschaft auch dieses Elend gibt, war lehrreich für mich und tat also auch gut. Ich sah junge Mädchen, die anschaffen gehen mussten mit ihren leeren Augen dort und es tat mir von Herzen leid und ich erkannte, dass wir, denen es so gut geht, auch eine Verantwortung bis zu einem bestimmten Grad haben. Und auch diese "Erkenntnis" tat mir gut. Und ich bekam sie erst hinterher. Diese Zeit möchte ich nicht missen.

Eben Livia, ich selbst gehörte mal zu diesem Teil der Gesellschaft, kenne also das Gefühl nirgends hin zu gehören sehr gut, diese Hoffnungslosigkeit, Leere, Frust, Zweifel an allem, etc., den Wunsch lieber Tod zu sein kenne ich auch, ja in diesem Dreck bewegte ich mich mal. Ich gehörte dazu.
Darum kenne ich auch den Unterschied wie es ist wenn man sich von Gott geliebt weiss. Daher weiss ich heute wie sehr sich der Vater um mich sorgt und wie sehr er sich auch um Dich sorgt.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon livia » Mi 23. Dez 2009, 14:40

wave hat geschrieben:Cih will mit meiner Fragerei nicht egoistisch sein..


Bist Du auch nicht, liebe wave :)) . Lass Dir nichts einreden. Es darf und muss um Dich gehen. Endlich einmal vielleicht. Du fühlst Dich nicht wohl und es ist ehrlich und gut, dass Du das offen artikulierst. Deine Fragen sind gut und ehrlich und völlig legitim. Ich glaube, dass sie Dich weiterbringen werden. Ganz bestimmt!

:umarm:

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Schoham » Mi 23. Dez 2009, 16:10

Unser Vorbild ist Jesus. Was wissen wir von Seinem Lebensgefühl? Was hat Er getan? Wo fand Er Sein Glück? Wie sehr hat Er Sich Selbst geliebt? Was hat Er für Sich gemacht? Das ist eine Frage über die es sich lohnt nachzudenken. Was ist Selbstliebe? Was heisst das ganz konkret? Wieviel muss es um mich gehen das ich mich genug liebe? Was muss ich denken - was glauben - was tun damit ich ein gutes Lebensgefühl habe - ein bleibendes? Mich mehr lieben oder mich mehr verleugnen?
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Mi 23. Dez 2009, 19:20

So meine lieben ich habe viele Beiträge gelöscht weil sie mehr als OT waren und wave sicher nicht weiterbringen, sondern hier nur verwirren.

Zum Teil waren es Nachfolgebeiträge aber meistens handelte es sich um persönlich dispute und nichts was dem Thema hilfreich wäre.

Ich hoffe Ihr findet euch wieder und vorallem das Thema Lebensgefühl.

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Mi 23. Dez 2009, 19:44

Tatsache ist das mein Lebensgefühl zuerst einmal stimmen muss, bevor ich weiter helfen kann. Wenn meines nicht stimmt dann muss zumindest die Gewissheit da sein wo man selbst eben Hilfe bekommt und auftanken kann.

Wenn aber ein Mensch die Liebe Gottes erfährt und angenommen ist, akzeptiert ist, umarmt wird und erkennt das hier ein Vater ist der die Tränen abwischt, so sind nicht immer sofort alle Begleitumstände gelöst aber dies gibt eben Kraft um weiter gehen zu können. Dies gibt Kraft nicht auf die Umstände zu schauen sondern auf die Verheissungen.

Klar kann man sich hier auch auf Menschen verlassen aber wenn dann die wieder einmal nicht ganz so reagieren, wie ich es im Moment nötig hätte, dann kommt wieder die grosse Enteuschung und das jammern, ja vielleicht sogar schon wieder das verurteilen. Vielleicht hat der Mensch ja nicht aus nicht Liebe so reagiert, sondern ganz einfach weil er im Moment eben auch mit sich selbst beschäftigt war und eben selbst Hilfe gebraucht hätte.

Darum ist es ja besser, wenn man sich auf den verlässt der selbst keine Hilfe braucht und der im Überfluss geben kann.

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mi 23. Dez 2009, 22:37

@alle

die erste Frage ging ja ums Lebensgefühl.....ob jemand ein gutes hatte von beginn an oder ob es erarbeitet werden musste.Jetzt mal ganz kurz zusammengefasst.

ICh mag mich nicht erinnern das es jemand gaebe der sagte er sei mit einem stabilen und nachhaltigen guten Lebensgefühl aufgewachsen....

Ich ging eigentlich davon aus das es Menschen gibt die als Kind ein stabiles,sicheres und verwurzeltes,vertrauenvolles Lebensgefühl hatten...es dann durch einen Umstand vielleicht verloren haben....
dazu mag ich mich nicht erinnern das hier jemand waere.....

Nun die Antworten darauf...
wie komme ich zu einem Guten Lebensgefühl ?(Gut steht jetzt mal für vieles).

Die einen sagen erarbeiten....

ich glaube die einen aus einer kombination Glauben und arbeit...

die einen nur durch die Gnade Gottes...

warum ich die Ursprungsfrage stellte hat sich ja nun herausgestellt....mein Lebensgefühl ist oftmals nicht gut bis misserabel.

das mal so eine zusammenfassung...
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mi 23. Dez 2009, 22:57

Was tue ich oder tat ich zur verbesserung meines LEbensgefühls bis jetzt....
das was ich schreibe ist nur ein mini Ausschnitt.

Einige JAhre probierte ich es nur mit dem Glauben und mit Methoden eher aus dem charismatischen bereich....es hatte keinen nachhaltige Wirkung auf mein Lebensgefühl das es sich verbessert haette.

Irgendwann wurde mein zustand zu gefaehrlich,dramatisch und ich wollte und will aus dem raus....somit nahm/Nehme ich professionelle Hilfe in anspruch.

Das ist der TEil vom erarbeiten..Der traegt früchte...die rational messbar sind...rein dadurch das ich von Jahr zu Jahr weniger lange sinnlosgkeits und Todeswunschzeiten habe.Und dadurch das ich Gefühle die ich eigentlich nur vom sagen,lesen udn hören kannte auch mal Spüre.Zum Bsp. dankbarkeit..das fühlte ich das erstemal vielleicht vor einigen Monaten...es war schön. Es verblasst dann wieder und wird wieder zu etwas rationalem.
Aber dadurch das es das erstemal da war hoffe ich das es wieder kommt...

somit bin ich eigentlich da
beim Glauben und erarbeiten/lernen.

Beim Glauben da habe ich viele Fragen..weil einige sagen bei mir reichte dies...Gott allein genügt.Ich hab das nicht so erlebt....und nun frage ich mich hab ich etwas falsch verstanden..und waere es tatsaechlich möglich...?

Darum frage ich euch Löcher in den Bauch.

seitdem ich nun da schreibe...geht es besser und die langanhaltende sinnlosigkeitsgefühle sind zu minuten intervallen abgesunken und das vielleicht noch 3-5mal am Tag....und somit ist auch ein ziel erreicht...dieses Gefühl ist für mich das schlimmste und auch das gefaehrlichste....

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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mi 23. Dez 2009, 23:18

von kingsschild
Siehst Du auch hier wave habe ich zwei Möglichkeiten entweder ich schaue gebannt auf das was letzte Woche passiert ist oder ich weiss das mir niemand die Seele rauben kann und vertraue darauf das ich in seinen Armen bin, so oder so.


hmmm...ja irgendwie hab ich ja überlebt und zum richtigen augenblick intuitive gemacht das ich überlebte....vom menschenverstand her gesehen unmöglich und da denke und glaube ich schon das es göttliche hilfe war/ist die mir half.Es stimmt wen es hart auf hart kam...TOd oder Leben..verliess mich gott nicht auch wen cih mcih in diesen Moment kaum aktive an ihn wenden konnte.

Die Seele..nun die ist mir irgendwie schon geraubt....sie ist in x-stücke zerissen worden....sie ist in Pflege.
lange hoffte ich, ich könnte sie wegamputieren und eine Prothese rein tun..das geht leider nicht.Also arbeit,die fetzten zusammennaehen....wundversorgung und narbenpflege.....

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon jes_25913 » Do 24. Dez 2009, 09:20

wave hat geschrieben:Was habt ihr für ein Lebensgefühl?


Nach Jahren der Depression und Jahren des richtigen Lebens, die naturgemäß aus der Depression herausführen mussten, habe ich nun seit Jahren ein tolles Lebensgefühl: heiter, voller Freude, zufrieden.
Es ist mir ein großes Abenteuer zu leben und alles zu entdecken und zu erkennen - im Inneren, wie im Äußeren. Ich fühle mich vital, jung und frisch - obwohl nun nahe an die sechzig! Kurz: ich lebe gern.
Es ist der Himmel auf Erden!
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon jes_25913 » Do 24. Dez 2009, 09:34

wave hat geschrieben:@alle

ICh mag mich nicht erinnern das es jemand gaebe der sagte er sei mit einem stabilen und nachhaltigen guten Lebensgefühl aufgewachsen....

Ich ging eigentlich davon aus das es Menschen gibt die als Kind ein stabiles,sicheres und verwurzeltes,vertrauenvolles Lebensgefühl hatten...es dann durch einen Umstand vielleicht verloren haben....
dazu mag ich mich nicht erinnern das hier jemand waere.....
Liebe wave,
ich hatte eine gute Kindheit und ich erinnere mich gern an sie zurück. Ich lebte in einem bescheidenem Elternhaus mit einfach gestrickten Eltern. Beide waren liebevoll zu mir. Das schöne Leben wäre sicher so weitergegangen, wenn ich nicht mit 14 Jahren den Schock meines Lebens erlebt hätte, der mich völlig aus der Bahn schleuderte. Dann ging es in jeder Hinsicht nur noch bergab...
Nun die Antworten darauf...
wie komme ich zu einem Guten Lebensgefühl ?(Gut steht jetzt mal für vieles).

Die einen sagen erarbeiten....

ich glaube die einen aus einer kombination Glauben und arbeit...

Wahrer Glaube ist Arbeit, denn das Urvertrauen ist ja nicht von vornherein gegeben.
die einen nur durch die Gnade Gottes...
Na ja. Gott ist unsere natürliche, wie auch geistliche Lebensgrundlage. In dem Sinne können wir nichts ohne ihn tun. Seine Kraft steht uns zur Verfügung, aber wir müssen sie in die richtigen Bahnen lenken, damit wir ein Leben gewinnen, das schön und lebenswert ist. Gott selbst aber verhält sich passiv. Wer nur darauf wartet, dass er aus Gnade etwas tue, wird vergeblich warten.

warum ich die Ursprungsfrage stellte hat sich ja nun herausgestellt....mein Lebensgefühl ist oftmals nicht gut bis misserabel.

Das kann ich nachempfinden. Kenne ich sehr gut!

das mal so eine zusammenfassung...
lg wave


Liebe wave, habe Hoffnung! Es wird, ich war auch lange hoffnungslos. Ich hätte niemals gedacht, dass es mir je wieder gut gehen könnte oder sogar so gut, wie jetzt!

Gut auch, dass Du professionelle Hilfe in Anspruch genommen hast. Die meisten Christen sind zu oberflächlich und können deshalb keine wirkliche Hilfe sein, und die Christen, die nicht so oberflächlich sind, leiden vielleicht selbst und wissen nicht, wie herauszulommen.

LG und gesegnete Weihnachten,

jes
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Do 24. Dez 2009, 10:42

Nach Jahren der Depression und Jahren des richtigen Lebens, die naturgemäß aus der Depression herausführen mussten, habe ich nun seit Jahren ein tolles Lebensgefühl: heiter, voller Freude, zufrieden.
Es ist mir ein großes Abenteuer zu leben und alles zu entdecken und zu erkennen - im Inneren, wie im Äußeren. Ich fühle mich vital, jung und frisch - obwohl nun nahe an die sechzig! Kurz: ich lebe gern.
Es ist der Himmel auf Erden!


Danke für deine Berichte.....sie sind hoffnungsvoll..oder ein Beispiel das es sich lohnen könnte den Weg weiter zu gehen...bei dir funktionierte es ....schön geniesse es.....

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Pilgrim » Sa 26. Dez 2009, 14:49

wave hat geschrieben:...sie sind hoffnungsvoll..oder ein Beispiel das es sich lohnen könnte den Weg weiter zu gehen...

Der Psalmist schrieb: "Du (Gott) wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor Deinem Angesicht sind Freuden in Fülle; liebliches Wesen zu Deiner Rechten ewiglich" (Psalm 16:11). Wenn du Beglückung, Freude und Einsicht in dein Leben willst, so sind sie in Gottes Gegenwart gefunden. Wir brauchen nirgendwo anders zu gucken!
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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Sa 26. Dez 2009, 17:17

wave hat geschrieben:
hmmm...ja irgendwie hab ich ja überlebt und zum richtigen augenblick intuitive gemacht das ich überlebte....vom menschenverstand her gesehen unmöglich und da denke und glaube ich schon das es göttliche hilfe war/ist die mir half.Es stimmt wen es hart auf hart kam...TOd oder Leben..verliess mich gott nicht auch wen cih mcih in diesen Moment kaum aktive an ihn wenden konnte.

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Hallo wave

Jeder Mensch wandelt zwischendurch mal in dem finsteren Tal. Und gerade dort spürt man so richtig das es eben aus eigener Kraft nicht mehr geht. Jetzt gibt es Menschen die fallen in diesen Momenten ab und geben der Bitterkeit raum und es gibt Menschen die werden genau durch diese Momente noch näher zu Gott gebracht, sie lernen genau in dieser Schwachheit noch mehr auf ihn zu hoffen, zu vertrauen, zu glauben. Wenn wir in dieser Phase stecken dann ist dies etwas höchst unangenehmes aber wenn wir genau dies Phasen eben überwinden durch seine Kraft wird er ein grosser Vergelter sein, er wird uns geben was der Feind rauben wollte.

Heb 11:6 Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, GOtt gefallen; denn wer zu GOtt kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.

Du hast oben geschrieben das Du glaubst und so bitte das Dir noch mehr zuteil wird genau in dieser Zeit damit Du überwinden kannst mit dem was er Dir schenkt. Die Umstände werden vielleicht kurzfristig nicht rosarot aber du darfst gewiss sein das die vergeltung kommen wird, vertraue Ihm und gib die Hoffnung nicht auf.

Meine Lebensgefühle sind oft so, das ich mich ganz sicher nicht an das irdische klammere und ich freue mich auf das verheissene aber ich weiss Gott hat mir auch dieses Leben gegeben und Aufgaben die mich auch mit Freude erfüllen, aber das irdische wird dem himmlischen Platz machen und auf das schaue ich und somit verblasst vieles. Jeder Tag hat seine Sorge und wenn ich mich nur auf diese kontzentriere dann werde ich zermalmt.

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mo 28. Dez 2009, 19:02

Pilgrim hat geschrieben:
wave hat geschrieben:...sie sind hoffnungsvoll..oder ein Beispiel das es sich lohnen könnte den Weg weiter zu gehen...

Der Psalmist schrieb: "Du (Gott) wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor Deinem Angesicht sind Freuden in Fülle; liebliches Wesen zu Deiner Rechten ewiglich" (Psalm 16:11). Wenn du Beglückung, Freude und Einsicht in dein Leben willst, so sind sie in Gottes Gegenwart gefunden. Wir brauchen nirgendwo anders zu gucken!


liebe pilgrim
ja,ich suche auch bei keinem andern Gott,glück ,freude...
Für mich git es einen Gott und bei dem bleibe ich....

andere MEnschen welche fachgebiete unsers schöpfers studiert haben und ein grösseres verstaendnis haben nehme ich zu hilfe wen es nötig ist...

das reicht vom gaertnerratgeber über rezeptbücher...über grosis fleckenentfernerbuch über gespraeche mit lebenserfahrenen bis hin wens nötig ist zu spezifischen aerzten......
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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Mo 28. Dez 2009, 19:07

kingschild hat geschrieben:
wave hat geschrieben:
hmmm...ja irgendwie hab ich ja überlebt und zum richtigen augenblick intuitive gemacht das ich überlebte....vom menschenverstand her gesehen unmöglich und da denke und glaube ich schon das es göttliche hilfe war/ist die mir half.Es stimmt wen es hart auf hart kam...TOd oder Leben..verliess mich gott nicht auch wen cih mcih in diesen Moment kaum aktive an ihn wenden konnte.

Die Seele..nun die ist mir irgendwie schon geraubt....sie ist in x-stücke zerissen worden....sie ist in Pflege.
lange hoffte ich, ich könnte sie wegamputieren und eine Prothese rein tun..das geht leider nicht.Also arbeit,die fetzten zusammennaehen....wundversorgung und narbenpflege.....

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von kingschild

Hallo wave

Jeder Mensch wandelt zwischendurch mal in dem finsteren Tal. Und gerade dort spürt man so richtig das es eben aus eigener Kraft nicht mehr geht. Jetzt gibt es Menschen die fallen in diesen Momenten ab und geben der Bitterkeit raum und es gibt Menschen die werden genau durch diese Momente noch näher zu Gott gebracht, sie lernen genau in dieser Schwachheit noch mehr auf ihn zu hoffen, zu vertrauen, zu glauben. Wenn wir in dieser Phase stecken dann ist dies etwas höchst unangenehmes aber wenn wir genau dies Phasen eben überwinden durch seine Kraft wird er ein grosser Vergelter sein, er wird uns geben was der Feind rauben wollte.


ja, dem stimm ich zu
ich danke dir für dein schreiben und für deinen einsatzt.


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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Mo 28. Dez 2009, 22:26

wave hat geschrieben:
ja, dem stimm ich zu
ich danke dir für dein schreiben und für deinen einsatzt.


lg wave


Bitte gern geschehen wave ich bete das Du bald Licht sehen kannst und dein Tal hinter Dir lassen kannst. Ich denke das Du das Gespräch suchst auch bei Profis und auch hier wird ein Teil sein zum weitergehen.

Schreibe auch wenn es nur ablenkt und das Problem noch nicht gelöst ist aber es sind vielleicht auch dies ein kurze Pause auf dem anstrengenden Weg denn Du beschreitest.

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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon wave » Di 29. Dez 2009, 09:52

Bitte gern geschehen wave ich bete das Du bald Licht sehen kannst und dein Tal hinter Dir lassen kannst. Ich denke das Du das Gespräch suchst auch bei Profis und auch hier wird ein Teil sein zum weitergehen.

Schreibe auch wenn es nur ablenkt und das Problem noch nicht gelöst ist aber es sind vielleicht auch dies ein kurze Pause auf dem anstrengenden Weg denn Du beschreitest.

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lieber kingschild

danke fürs beten.
Was das hier im Forum anbelangt...hat es 2 hauptsaechliche lager gegeben. In der Art beginnt mich dann der Austausch zu stressen......
aber ich hab doch auch schönes und hilfreiches erlebt und auch antworten bekommen.
Eine Fragestellung die ich in mir trug liess sich nicht wirklich beantworten....es ist der Weg der rein über den glauben gehen soll und wo die einen User vertreten das dies zur HEilung reicht.
gut kommt mir in den Sinn das die User auch nicht das selbe unter geheilt sein verstehen vielleicht.....?
vielleicht waere dies eine Frage wo sich auszutauschen lohnt oder klaerend waehre....

jedenfalls ist es so das ich die tiefe,dunkle Phase die einige Wochen andauerte wiedermal überstanden habe und ich wieder mehr Stabilitaet verspüre....
darüber bin cih hauptsaechlich froh.

lg wave
es spielt zur Zeit nciht wirklich eine Rolle meinerseits und laesst sich
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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon Stevie Sunshine » Di 29. Dez 2009, 13:22

wave hat geschrieben:Was das hier im Forum anbelangt...hat es 2 hauptsaechliche lager gegeben. In der Art beginnt mich dann der Austausch zu stressen......



Hi Du!

Wollt Dir nur mal sagen, dass ich Dich schon versteh, also in so einigem, denk ich.
(Mein zugrundeliegendes Lebensgefühl ist übrigens Trauer, seit ich ein Kind bin schon, und noch immer, aber die Schmerzen sind nicht mehr so stark, die Trauer und auch Sehnsucht ist schon geblieben und es ist ok so, es ist ok.)
Bin ja dereinst mit gar nicht mal so anderen Gefühlen und Fragen ins Forum gekommen, kam nur anders rüber, weil ich ne andere Art hab und so.
Ich versteh auch, dass es stressig ist wie es hier oft abläuft - es artet arg oft in einer Art Ringkampf aus (verbal zumindest) - sie liegen sich oft hier in den Armen und ringen und kämpfen - statt sich einfach mal zu umarmen. Ich mag das einfach oft lieber: :umarm:
Aber manche Leute wollen halt lieber ringen und kämpfen und brauchen das für ihren Kreislauf oder so, wollen Action. Nur wo innendrin schon schmerzbedingt genug Action ist, da mag man aussen lieber Wärme und Verständnis und keine Ringkämpfe.

Zu Deinen Fragen - huuuuh, ich hab halt auch keine Antworten, ich lern nur immer mehr zu vertrauen und immer weiter Geduld haben mit den oft sehr langwierigen Prozessen.
Ich hab auch schon Therapien übrigens hinter mir - allerdings keine sehr aufwendige, nur Gespräche eigentlich, nichts anderes. Hab mich oft gefragt, was das bringt, nur reden - aber was es rückblickend bringt ist, dass ich einfach mehr Mut bekam und auch erstmal mich öffnen konnte und vertrauen, dass ich nicht abgelehnt werde. Wenn man schlimme Schmerzen innen hat, dann sind normale Menschen oft so überfordert, dass sie ablehnend werden und das tut dann weh, weil man so viel braucht. Und dann immer weniger bekommt, weil man so seltsam oft ist.
Ich hab nicht viel Kontakt zu Menschen gehabt und so war es hilfreich einmal wenigstens reden zu dürfen ohne sofort einen verbal übergebraten zu bekommen oder verlassen zu werden, weil man zu anstrengend ist mit seinen Anfällen von Angst und Panik (hatte ich früher, auch viel Heulkrämpfe etc., ist alles besser geworden).
Ich wollt auch immer schauen, wie andere Menschen so klarkommen, aber immer mehr, auch durch dieses Forum, hab ich gemerkt, dass jeder letztlich seinen ganz eigenen Weg geht und es keinen Plan gibt, wo jeder dieselben Schritte macht und dann funktionuggelt alles supi. Würde sich ja auch jeder auf die Füsse treten, hihi. Jeder hat seinen ganz individuellen Plan und alles zu der richtigen Zeit (siehe das Buch Prediger - Alles hat seine Zeit) und wo es bei der einzelnen Person am besten passt.
Mir selbst hat es geholfen, als ich den Mut irgendwann hatte mich total auf die Gefühle in mir einzulassen - keine Antidepressiva mehr und einfach alles fühlen, was da ist (im Bauch hauptsächlich damals, dann im Hals, wie Tritte und Krämpfe im Bauch und dann wie gewürgt werden, ein richtig körperliches starkes Gefühl als ob Du erwürgt wirst - richtige körperliche Schmerzen also und die kamen nachdem ich mich einmal aufs Bett lag und die Arme ausbreitete und "Ja" sagte zu allem, was da kommen mag). Ein paar Monate war das ein Höllentrip. Es kam halt alles hoch, weiss bis heut nicht was es war - aber es war gut, als es besser wurde. War wie ein Wunder. Und ich bin heut noch dankbar.
Aber sowas geht glaub ich wirklich nur zur rechten Zeit - dann, wenn man bereit ist und wenn das überhaupt der Weg für einen ist. Für andere Menschen gibt es wieder ganz andere Wege - jeder ist ja ein ganz eigenes Wesen.

Ich wünsch Dir jedenfalls alles Liebe und viel Mut und Kraft von Gott (der Leben und Liebe ist - das glaub ich jedenfalls) und hoffe, dass Du viel Liebe findest. Liebe ist das Schönste auf der Welt.

Luv, Stevie. :))
Ich bin für Liebe.
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Re: Was habt iht für ein Lebensgefühl

Beitragvon kingschild » Di 29. Dez 2009, 14:47

wave hat geschrieben:Eine Fragestellung die ich in mir trug liess sich nicht wirklich beantworten....es ist der Weg der rein über den glauben gehen soll und wo die einen User vertreten das dies zur HEilung reicht.
gut kommt mir in den Sinn das die User auch nicht das selbe unter geheilt sein verstehen vielleicht.....?
vielleicht waere dies eine Frage wo sich auszutauschen lohnt oder klaerend waehre....

jedenfalls ist es so das ich die tiefe,dunkle Phase die einige Wochen andauerte wiedermal überstanden habe und ich wieder mehr Stabilitaet verspüre....
darüber bin cih hauptsaechlich froh.

lg wave


Hallo wave ich bin froh das es Dir im Moment wieder besser geht.

Die Heilung kommt sicher von Gott allein aber manchmal können wir eben Hilfe von Mitmenschen in Anspruch nehmen die uns weiterbringen auf unserem Weg, solche die uns näher zu seiner Liebe führen oder die einem helfen durchzutragen in den schweren Zeiten. Es ist also sicher wichtig das Du Hilfe holst wenn Du eben noch die Kraft dazu hast.

Was ich einfach weiss und hier spreche ich von mir das alles Gespräch einfach nicht viel nützt wenn es schlussendlich nicht von der Kraft Gottes begleitet wird. Wenn diese Kraft irgendwie nicht wirken kann dann muss man herausfinden wieso ist dies im Moment der Fall, liegt es an mir und meiner Haltung gegenüber Gott, liegt es daran das Gott mir etwas zeigen möchte in diesen schweren Zeiten oder ist es vielleicht ein Prüfung wo ich einfach durchgehe, wo ich eben dadurch wieder näher zu Gott komme.

Das heisst professionelle Hilfe ist sicher notwendig aber wenn der Profi Dir den Weg nicht weisen kann, damit Du in die Kraft Gottes kommst, dann können zuviele Gespräche und Ratschläge einem eben nur verwirren. Gott möchte aber sicher nicht das Du verwirrt wirst, Gott möchte das Du in Freiheit vorwärts gehen kannst.

Was das Forum hier anbelangt ist es ganz normal das es zu verwirrungen kommen kann, denn hier hörst Du die Meinungen von Ungläubigen und Gläubigen die eben ganz unterschiedliche Auffassungen haben wie man das Problem angehen kann oder sollte.

Die Vielfalt zu hören ist sicher nicht schlecht aber man sollte dann auch wissen was einem dann tatsächlich weiterbringt so das man für sich den Weg mit Gott dem Vater findet. Ich habe den Weg direkt zu Ihm vorgezogen aber er lernte mir das es eben nicht immer so gehen muss.

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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon tiktak » Di 29. Dez 2009, 15:35

Kingchild

Was das Forum hier anbelangt ist es ganz normal das es zu verwirrungen kommen kann, denn hier hörst Du die Meinungen von Ungläubigen und Gläubigen die eben ganz unterschiedliche Auffassungen haben wie man das Problem angehen kann oder sollte.

Eben,darum kann sie es ja dann selber ausprobieren,ob ihr so einige diverse Tips nützlich sein kann!
Nur Wissen alleine hilft halt nicht!
Ein Drogensüchtiger oder Alki etc. kommt auch nicht frei, wenn er nur auf Jesus sieht-oder nur auf den Rat hört, was ein Arzt ihm sagt-sondern er muss selber handeln und ja dazu sagen,der Therapie zustimmen und einiges über sich ergehn lassen!
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon alegna » Di 29. Dez 2009, 16:01

tiktak hat geschrieben:Ein Drogensüchtiger oder Alki etc. kommt auch nicht frei, wenn er nur auf Jesus sieht-oder nur auf den Rat hört, was ein Arzt ihm sagt-sondern er muss selber handeln und ja dazu sagen,der Therapie zustimmen und einiges über sich ergehn lassen!

Dem muss ich widersprechen, es gibt genügend Zeugnisse von Menschen denen allein der Glaube an Jesus geholfen hat frei zu kommen von Drogen oder Alkohol, tiktak.
Es braucht manchmal andere Menschen die einem das wieder nahebringen, dass Jesus sie davon befreien kann. Aber Du hast recht es braucht ein ja ich will frei werden, dann wird Jesus auch helfen.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon tiktak » Di 29. Dez 2009, 16:08

alegna hat geschrieben:
tiktak hat geschrieben:Ein Drogensüchtiger oder Alki etc. kommt auch nicht frei, wenn er nur auf Jesus sieht-oder nur auf den Rat hört, was ein Arzt ihm sagt-sondern er muss selber handeln und ja dazu sagen,der Therapie zustimmen und einiges über sich ergehn lassen!

Dem muss ich widersprechen, es gibt genügend Zeugnisse von Menschen denen allein der Glaube an Jesus geholfen hat frei zu kommen von Drogen oder Alkohol, tiktak.
Es braucht manchmal andere Menschen die einem das wieder nahebringen, dass Jesus sie davon befreien kann. Aber Du hast recht es braucht ein ja ich will frei werden, dann wird Jesus auch helfen.

Ich bitte dich mal,genau zu lesen,was ich aussagen wollte-denk halt mal mit!
Du musstest auch ja sagen und widerstehn -oder wurdest du schwups die wups von einer Sekunde zur andren frei-wie ne Freundin von mir nach Gebet?
Dann frag ich mich aber, warum sollte Gott den einen schwups die wups frei machen von ner Sucht,Krankheit, Depression und den andern leiden lassen
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon alegna » Di 29. Dez 2009, 16:15

tiktak hat geschrieben:Ich denke nicht,dass es mit Gott zusammenhängt,warum einer gleich frei wird, ein andrer nicht!

Und was denkst Du denn dann?
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon viper187 » Di 29. Dez 2009, 16:19

alegna hat geschrieben:
tiktak hat geschrieben:Ich denke nicht,dass es mit Gott zusammenhängt,warum einer gleich frei wird, ein andrer nicht!

Und was denkst Du denn dann?


Schlichter Plazeboeffekt. Soweit meine These...
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon tiktak » Di 29. Dez 2009, 18:19

alegna hat geschrieben:
tiktak hat geschrieben:Ich denke nicht,dass es mit Gott zusammenhängt,warum einer gleich frei wird, ein andrer nicht!

Und was denkst Du denn dann?

Ich denke gar nichts-ausser, dass es sicher nicht damit zu tun hat, dass Gott einen heilt und befreit andre nicht...sagt ihr denn nicht, er sei gerecht?
Und wie gesagt, Jesus sagte nicht zu denen, die sich an ihn wendeten um Hilfe, du ja -du nein!
Ich verfolge seit Jahren solche Fälle,aber woran es leigt, ich weiss es nicht!

Was mir an meiner (ehemaligen )Freundin, die plötzlich befreit worden ist von Alk und rauchen auffiel,ist-das sie,seit sie fanatisch gläubig ist, furchtbar Pharisäerisch wurde und andre runter macht und auch lieblos wurde,ihre Meinung zählt seit dem, und die andren haben ja keine Ahnung-also überheblich und unzugänglich für andre Ansichten! Und sie ist kein Einzelfall
Somit wurde sie das eine Laster los,aber naja...
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon alegna » Di 29. Dez 2009, 19:24

tiktak hat geschrieben:Ich verfolge seit Jahren solche Fälle,aber woran es leigt, ich weiss es nicht!

Es liegt vielleicht daran, dass Gott nicht immer so heilt wie erwartet, nicht immer sofort, ja manchmal auch erst viiiiiiiel später.
Jemand anders hier im Forum hat mal etwas geschrieben was ich sehr schön fand. Wenn jemand um Heilung betet, sollten wir nicht fragen: und wurdest Du geheilt, sondern wie hat Gott Dich berührt bei Deiner Bitte um Heilung? Wäre es wert mal drüber nachzudenken tiktak.
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Re: Was habt ihr für ein Lebensgefühl

Beitragvon Naqual » Di 29. Dez 2009, 20:29

tiktak hat geschrieben:.... dass Gott einen heilt und befreit andre nicht...sagt ihr denn nicht, er sei gerecht?


Nun, solang man kein klares Verständnis von Gerechtigkeit hat, lässt sich dies ja auch leicht sagen und es wird immer irgendwie stimmen.
Was mich interessieren würde: wie schaut eine klare Definition der Gerechtigkeit Gottes belegbar in der Bibel genau aus?
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