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Kann man alles von jeder/jedem hören?

Theater, Tanz, bildende Kunst, Kleinkunst, Architektur,

Moderator: firebird

Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Mi 31. Okt 2018, 15:45

Hallo,

Musik ist mir sehr, sehr wichtig. Oftmals gefallen mir Stücke, wenn ich mir aber dann die Infos zum Interpreten/zur Interpretin anschaue, finde ich etwas, was (Lebensweise., konkrete Aussagen (hier: negative) zum Christentum, esoterische Ansätze usw. usw.) mir absolut nicht "in den Kram passt". Dann erlaube ich mir quasi selbst nicht mehr, diese (mich zuvor - wie gesagt -) sehr ansprechende Musik zu hören. Kann diese dann einfach nicht mehr geniessen

Geht Euch das auch so? Oder könnt Ihr evtl. die Musik vom Musikschaffenden besser trennen, als wie es bei mir der Fall ist)?

Das wurde mir übrigens noch mal ganz besonders bewusst, als ich diesen post von Gnu las.

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Okt 2018, 16:20

Tja, das ist bei mir auch eine Entscheidungsfrage. Ich versuche zumindest auf andere Musikschaffende auszuweichen.

Da ist z.B John McLauhlin, ein wunderbarer Jazz-Gitarrenspieler. Ausgerechnet auch Einiges von seiner toll besetzten Mahavishnu Band gefällt mir. Die Stücke haben oft sogar hinduistische Titel. Ich habe diese Titel jahrelang gar nicht mehr gehört. Aber neulich schon, wobei die Musik mir immer noch gefällt.

Gehe damit fast wie mit Alkohol um. Man hat's aber geht besser fast nicht dran. Und gerade wenn man zu viel Sehnsucht entwickelt: besser nicht. So liegt der Alkohol jedenfalls nur rum.

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Mi 31. Okt 2018, 16:24

Ja, das ist auch ein gutes Beispiel, lieber oTP. Aufgrund meiner vorgenannt geschilderten Selbstkontrolle würde ich persönlich eher die Finger weg lassen. Überlege mir aber eben auch selbst, ob das nicht auch ein Stück weit überzogen ist. Denn was ist die Motivation dahinter? Klar, wenn Aussagen des Liedes/des Interpreten konkret versus Jesus sind, dann sollte/darf man sich das nicht antun.


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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Mi 31. Okt 2018, 17:23

Auf das Gewissen hören, wäre mein Vorschlag. Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, dann würde ich diese Musik nicht mehr hören, denn dann handle ich ja gegen mein Gewissen. Aber diesbezüglich möchte ich gerne unterscheiden von Leuten, die mir mit ihrer persönlichen Meinung einfach ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Davor distanziere ich mich. Ich kann sehr gut Musik hören von Nicht-Christen. Dies beeinflusst mich kein Stück in meinem Glauben zu Jesus Christus. Manchmal kommen mir Gedanken wie, oje, diese scheinen noch sehr auf der Suche zu sein, mehr in Form eines Bedauerns. Ich habe sogar schon für solche Bands gebetet. Für mich gibt es keinen Grund sie jedoch nicht mehr zu hören. Aber natürlich gäbe es irgendwo eine Grenze. Wenn sie satanistisch wären oder zum Mord an Christen oder Juden beispielsweise aufrufen würden oder Jesus Christus verunglimpflichen würden etc, dann würde mir mein eigenes Gewissen sagen, dass ich mir dies nicht mehr anhören möchte. Und nicht, weil mir dies jemand eingetrichtert hätte.
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Mi 31. Okt 2018, 18:22

Diese Antwort kann ich gut nachvollziehen, Tamahia. Vielen Dank also!

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Mi 31. Okt 2018, 18:23

Lieber Theolonius

Musik zuhören ist immer ungeistlich. Geistlich wäre geistliche Texte der Anbetung, des Lobes oder des Dankes selber (mit)sprechen oder (mit)singen; grundsätzlich.
Nun ABER, Schokolade Essen ist ebenso ungeistlich weil irdisch, Schlafen ist auch irdisch, Arbeiten auch, Autofahren ebenso, usw. usf.
Darf oder soll ich jetzt grundsätzlich nicht mehr Essen, Schlafen, Musik hören, arbeiten oder Auto fahren? Nein, sicher nicht. Einiges irdisches muss ich ja tun, anderes darf ich.
Die Schrift unterscheidet geistliche, irdische und weltliche Dinge.
Ich darf bloss nie irdische Dinge nicht mit geistlicher Tätigkeiten verwechseln und soll nie den weltlichen Dingen nachgehen (weltlich= aus dem menschlichen Weltsystem, meint gegen- bzw. un-göttliche Dinge).
Wo dann der Übergang von Irdischem zum Weltlichem (dem Fleisch dienend) liegt, ist dann jeweils nach Situation zu prüfen und selbstverantwortlich zu entscheiden.

Ich höre gerne Musik, heute meist Klassik. Es gibt viel Klassik-Komponisten die waren völlig gottlose Menschen. In der Klassik höre ich die Gottlosigkeit kaum. Beim Gesang wird's mir dann enger. Verstehe schlecht englisch aber wenn ich sehr sehr selten Rockmusik aus meiner gottlosen Jugendzeit höre, dann merke ich schnell, dass mir das nicht besonders gut tut, gerade wenn man unverstandene Texte nachsingt/summt welche oft bösen Inhalts sind.
Es sind ja zumeist Erinnerungen des Fleisches die geweckt werden und dienen so nur dem Fleisch und nicht dem Herrn. Man soll sich halt von gar nichts gefangen nehmen lassen. Selbstprüfung ist immer gut.

Gewisse Musik höre ich sws. nur wenn ich alleine bin, sicher nie mit einem Bruder. Wenn ich dann auch den geistlichsten Komponisten und geistlichsten Interpreten auflege und stundenlang mich darin vertiefe; wer glaubt denn das mich das geistlicher machen täte? Ich nicht. Ich weiss sehr gut, dass mich auch solches ganz schnell wegführen kann von dem was ich eigentlich tun könnte: Im Garten arbeiten, der Frau helfen, mit Kindern spielen, Eltern besuchen, in der Bibel lesen, einem Bruder telefonieren usw.

Grundsätzlich finde ich für Wiedergeborene gibt Römer 13 diesbezüglich gute geistliche Hilfestellung. Einfach das Essen auf solche Gebiete erweitern und die Zusammenhänge beachtend dann selber urteilen.
Vers 23 ist selbstverständlich und ausschliesslich auf irdische Dinge bezogen, sicher nie auf weltliche Dinge oder gar sündige Taten.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Mi 31. Okt 2018, 18:32

Liebe Tamy

Letzhin habe ich zum Gewissen gelesen, dass es eine innere menschliche Instanz ist, die vom Falschen hin zum Richtigen hinweist, aber leider einen Wackelkontakt hat.
Es spricht manchmal an, manchmal nicht. Gut 'gewartet' wird es immer zuverlässiger funktionieren :D

PS: Z.Bsp. hämmernde Rockbeats u.ä., mittellaut während längerer Dauer gehört, wird jeden Menschen verändern. Frage der Dauer und der Zeit.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Mi 31. Okt 2018, 19:14

Lieber KoS

Ah ja? Zu was denn?

1. Timotheus 4

1 Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, 2 verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. 3 Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben. 4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; 5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.


Hier steht zwar nicht explizit Musik, aber kann ich genauso gut einsetzen anstelle von Speisen. Musik ist keine Erfindung der Menschheit. Auch die Musik hat Gott geschaffen. Schwingungen und Harmonie sind ein Urprinzip des Universums. Töne sind akustische Schwingungen. Licht ist elektromagnetische Schwingungen. Ohne dies gäbe es gar keine Musik. Ich darf Musik geniessen mit Danksagung. Ich finde sie ein riesiges Geschenk Gottes. Und ja, wenn du dich durch Rockmusik schlecht beeinflusst fühlst, dann musst du persönlich die Finger davon lassen.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Mi 31. Okt 2018, 19:43

Liebe Tamy

Mein obiger 2. Pt. hat mit 1. nichts zu tun, pardon.
Pt 2: > Dasselbe kannst du selbstverständlich mit barocken Orgelorgien erreichen oder von mir aus mit 48h-Nonstop Enya-Klängen, logisch, hab's nur nicht geschrieben.

zu Pt 1: Das Gewissen ist gut, aber einfach nie absolut und leider auch oft irreführend.


weiteres, unabhängiges PS:
Gott hat nicht die Musik geschaffen, die erfindet der Mensch selber. Er hat die Möglichkeit der akustischen Kommunikation geschaffen. Der Mensch ist geschaffen um verantwortlich zu entscheiden.
Schon ganz früh in der Bibel sieht man Entwicklung angedeutet (Jubal, aus der Linie Kains).
Es gibt halt auf Erden nichts Neues unter der Sonne.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Mi 31. Okt 2018, 20:42

Nichts für ungut KoS. Völlig richtig, dass wir in Verantwortung vor unserem Herrn leben und handeln sollen. Keine Frage. Aber bei dir fällt mir eine Aussage von Hans Peter Royer ein.

Der Weg zum Leben ist schmal, aber es gibt Christen, die ihn zusätzlich noch enger und schmäler machen wollen.


Ich bin Gott dankbar, für die Freiheit, die er mir in Christus geschenkt hat. Mein Herz würde diese niemals missbrauchen wollen. Aber Freude, die er mir in seinem Geschenk der Freiheit schenkt, lasse ich mir von niemandem rauben. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm gut tut und was nicht.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Okt 2018, 21:14

Hallo, KoS

Klar kann Rockmusik, besonders oft gehört, im Zusammenhang mit anderen Dingen einen Mensch verändern. Ein gut funktionierendes Gewissen und ein gut funktionierendes Gespür für seine eigenen Vorgänge im Kopf hilft, auch Musik nicht zum Schaden werden zu lassen.
Ich höre z.b. gerne dichte Klanggewebe, wie etwa von den Byrds oder McLaughlin. Oder entsprechendes von Circle of Dust, irgendwie christliche Industriell Rock. Aber nur ab und zu. Hilft mir dann zb bisweilen im Umgang mit Schmerz und Ohnmachtsgefühlen. Oder wenn etwas "fieberhaft" und ringend in mir arbeitet.


LG, otp
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Gnu » Do 1. Nov 2018, 07:53

Gutes Thema, ich könnte sehr viel schreiben, verheddere mich aber gerne, weil ich zu viel in einen einzelnen Beitrag packen würde.

Bitte warten... :comeon:

Zwischenantwort auf die Themenfrage: Nein, man kann nicht alles hören.
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Do 1. Nov 2018, 09:57

Liebe Tamy
Tamahia hat geschrieben:Nichts für ungut KoS. Völlig richtig, dass wir in Verantwortung vor unserem Herrn leben und handeln sollen. Keine Frage. Aber bei dir fällt mir eine Aussage von Hans Peter Royer ein.
Der Weg zum Leben ist schmal, aber es gibt Christen, die ihn zusätzlich noch enger und schmäler machen wollen.


Du hast mich offensichtlich nicht verstanden oder einfach wegen meinem bewusst gesetzten Kontrapunkt falsch eingeschätzt. (Oben im Beitrag habe ich übrigens Römer 13 geschrieben, meinte natürlich Römer 14., pardon)
Ich habe jahrzehntelange persönliche Erfahrung im drogenartigen Zudröhnen mit Musik jeglicher Couleur und mein Fleisch liesse sich heute noch flugs mitreissen lassen, wenn ich es nicht im Tode halte.
Heute geniesse ich das Neue Leben in der mir gut tuenden Freiheit Christi, dabei auch Musik im Masse als Genuss für die Seele zu hören, aber auch nicht zu mehr.


PS: Viele Vorträge von HPR schätze ich, echt. Er hatte aber leider 2 schlimme Irrlehren drauf welche man jedoch nur selten hörte. Wer viel herumreist und letztlich auch davon lebt, ist immer solchen Gefahren durch Gruppen und ihre Lehren ausgesetzt. "Wir sollen nicht viele Lehrer sein", belehrt Jakobus den Leser. Das Wort Gottes bewahrheitet sich bei uns allen, in allen Bereichen, - immer -, seien es seelische, irdische, biologische, geistliche, natürliche, fleischliche oder andere Bereiche. Es gibt laufend alles zu unterscheiden um gesund zu bleiben oder es zu werden. Der Herr hilft dabei immer.


Römer 13.11 Und dieses noch, da wir die Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist, daß wir aus dem Schlaf aufwachen sollen; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir geglaubt haben: 12 Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen. 13 Laßt uns anständig wandeln wie am Tage; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen{*}, nicht in Streit und Neid; 14 sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an, und treibet nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste.

{*} Strong Nr. 766 ἀσέλγεια (aselgeia) : Zügellosigkeit
Herkunft: aus enthaltsam, mäßig; Das Adj. aselgés bezeichnet einen, der keine Zügel anerkennt, der das tut, was immer seine wechselhafte und unkontrollierbare Verdorbenheit befiehlt
Bedeutung: die ungezügelte Lust: Schwelgerei, Üppigkeit, Zügellosigkeit, Maßlosigkeit, Unenthaltsamkeit.

Das Wort Gottes schreibt uns dies alles hin, weil es mindestens latent noch da ist. Jetzt entscheide ich selbst wozu.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Do 1. Nov 2018, 10:14

onThePath hat geschrieben:Hallo, KoS
Klar kann Rockmusik, besonders oft gehört, im Zusammenhang mit anderen Dingen einen Mensch verändern. Ein gut funktionierendes Gewissen und ein gut funktionierendes Gespür für seine eigenen Vorgänge im Kopf hilft, auch Musik nicht zum Schaden werden zu lassen.
Ich höre z.b. gerne dichte Klanggewebe, wie etwa von den Byrds oder McLaughlin. Oder entsprechendes von Circle of Dust, irgendwie christliche Industriell Rock. Aber nur ab und zu. Hilft mir dann zb bisweilen im Umgang mit Schmerz und Ohnmachtsgefühlen. Oder wenn etwas "fieberhaft" und ringend in mir arbeitet.
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Lieber otp
Ich kann das gut verstehen und kenne das bisweilen auch ähnlich. Bei mir war das extrem ausgeprägt in der Zeit vor meiner Bekehrung.
Bei geistlichen Dingen die in mir nagen, suche ich heute jedoch ganz bewusst die Ruhe und Stille, auch die Stille in der Natur, bin da auch privilegiert. Musik würde mich da extrem schnell auf alte, falsche Pfade führen.
Seit meiner Jugendzeit bin ich z.Bsp. begeistert von perfekter Audio-Elektronik (v.a. der Technik wegen). Ich wollte meinen Beruf dahin ausüben, was nicht klappte, heute bin ich irgendwie froh darüber. Zu kaufen wüsste ich heute vieles und könnte es mir eher leisten, aber die Vernunft hält mich davon ab (und meine Frau :D ). Vielleicht wie bei einem Automechaniker, der dann den Occasions-Maserrati doch nicht kauft, weil er einfach zu schnell wäre. Der Golf tut's ja auch und schnell fahren kann auch der. Beim Motorrad kam ich auch zu genau dem Punkt der Entscheidung und verkaufte. Hat mit Geistlichkeit nichts zu tun, aber die Seele kann krank werden durch solches, falsch behandeltes. Das Wort und der Geist hilft jedoch auch da hinein; sich selber prüfend am Wort, IHM alles hinzulegen. Der Herr hilft uns in allem.
Liebe Grüsse, KoS
KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon onThePath » Do 1. Nov 2018, 10:42

KoS,
Da haben wir Berührungspunkte. Ich interessierte mich seit meiner Jugend für Rundfunktechnik war begeistert von gutem Klang und baue mir Computer selbst zusammen. Damals baute ich mir auch einfache UKW Sender und unterhielt mich verbotener Weise mit meinen Freunden über UKW.

Als ich im jungen Alter eine radikale Veränderung brauchte, strich ich komplett alle Musik, die in mir Verbindung zur Vergangenheit erwecken könnte. Rockmusik ließ mich auch nicht innerlich zur Ruhe kommen. Das spürte ich deutlich. Bei den Beatles ist es meist immer noch so, dass ich ihre Musik meide. Damals mied ich alle bisherige Rockmusik und suchte andere Musikerfahrungen. Dadurch fiel es mir leichter, mich innerlich zu verändern und Vergangenheit abzuschütteln und zu bewältigen. Ich achtete tatsächlich darauf, wie jedes Musikstück in mir wirkte.

Nun habe ich mir zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren recht gute Lautsprecher gekauft. Die beleidigen wenigstens nicht die Ohren und bringen Freude am Musikklang.

LG otp
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Columba » Do 1. Nov 2018, 12:28

Tamahia hat geschrieben:Nichts für ungut KoS. Völlig richtig, dass wir in Verantwortung vor unserem Herrn leben und handeln sollen. Keine Frage. Aber bei dir fällt mir eine Aussage von Hans Peter Royer ein.

Der Weg zum Leben ist schmal, aber es gibt Christen, die ihn zusätzlich noch enger und schmäler machen wollen.


Ich bin Gott dankbar, für die Freiheit, die er mir in Christus geschenkt hat. Mein Herz würde diese niemals missbrauchen wollen. Aber Freude, die er mir in seinem Geschenk der Freiheit schenkt, lasse ich mir von niemandem rauben. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm gut tut und was nicht.

Liebe Grüsse
Tamy


Richtig! Wichtig ist, dass sich jeder geistlich in die Lage bringt, selber zu entscheiden (klar mit Hilfe Gottes und Mitmschen) und zu handeln. Meist wird aber schnell gesetzlich gedacht: Man will es irgendwo schwarz auf weiss lesen, so kann auch Bibelmissbrauch entstehen. Die Freiheit, die Christus schenkte, wird so auch missachtet.

Gerade in der Musik sieht man das oft.

Rock, der satanisch ist; Barockmusik, die überschwemmt; Richard Wagner, der die Nazis beeinflusste; Romantik, die Gefühlsduselei bringt. Gleichermassen war früher die leichte Bläsermusik der Heilsarmee verpönt, aber heute bleibt man unkritisch, wenn fromme, aber elend seichte Worship-Musik dröhnt im Gottesdienst, die auf ganz wenigen Akkorden aufbaut. Diese kann genau so schlechten Einfluss haben auf einzelne Leute.

Jeder soll doch selber seine Urteilskraft schärfen und auch schauen, was ihm wirklich gut tut, und ihn ablenkt oder sogar süchtig macht. Diese Urteilskraft wollten doch Jesus und alle biblischen Männer und Frauen uns mitgeben auf unseren persönlichen, geistlichen und geistigen Weg.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon firebird » Do 1. Nov 2018, 13:07

Hallo zusammen,

auch Firebird hat Ohren um Musik zu hören und er tut dies erst noch gerne. Das Spektrum der Musik die mir gefällt ist breit. Es beginnt bei Orgelmusik von J.S.Bach, geht weiter mit Strauss & Co. auch Ländlermusik ist dabei, Schlager, oder Country und so weiter und sofort.

Vor wenigen Wochen sprach eine christliche Kursleiterin aus: Gott ist der Herr aller Klänge!

Wow, das war ein Paukenschlag!! Eine Wohltat für einen Firebird der es sehr hasst, wenn besonders "geistliche" Christen, den schmalen Weg noch schmäler machen.

In 1. Korinther 10 Vers 23 steht: Alles ist erlaubt, doch es ist nicht alles nützlich.

So wie ich Paulus verstehe, geht es um das was für ein Leben als Christ nützlich ist.

Harmonien, Stimmen oder Rythmen, so alles was zur Musik gehört, das hat seine Auswirkung aufs Gemüt. Mein Gemüt kann durch Musik zur Ruhe kommen. Wenn mein Gemüt traurig und niedergeschlagen ist, kann es durch Musik aufgeheitert werden. Durch Musik komme ich zu Entspannung. Beschwingte Musik kann mich auch zur Arbeit motivieren. Dies alles sehe ich als nützlich um meinen Weg als Christ zu gehen.

Was Musik auch sehr häufig macht, es weckt Sehnsüchte oder alte Erinnerungen. Wie ich hier lese, weckt dann eine bestimmte Musik bei manchen Christen Erinnerungen an ihr früheres gottloses Leben. Bei manchen Menschen sind bestimmte Musikstilrichtungen mit bestimmten Lebensabschnitten oder bestimmten Erlebnissen verknüpft. Wenn beim Hören von Musik alte destruktive Erinnerungen auftauchen, die einen schlechten Einfluss haben, dann ist es besser dass man die Finger von solcher Musik lässt.

Wie von Tamahia schon angetönt, ist es eine persönliche Entscheidung, die jeder nur für sich zu entscheiden hat.

Auch für mich gibt es eine Blacklist bei der Musik.

Freundlicher Gruss
Firebird
Echt barmherzig sein kann ich nur, wenn ich weiss, dass ich selbst auf Barmherzigkeit angewiesen bin.

Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Helmuth » Do 1. Nov 2018, 13:24

Thelonious hat geschrieben:Geht Euch das auch so? Oder könnt Ihr evtl. die Musik vom Musikschaffenden besser trennen, als wie es bei mir der Fall ist?

Ich behaupte ich kann das heute.

Es gab eine Zeit da verabscheute ich als Christ das Wiener Lied (ich bin Wiener), was ich früher aber geliebt hatte, weil es zu sehr Lügen transportiert und dem Geist des Weingenusses verschrieben ist, war früher kein Problem war-

Doch dann haben ein Bruder und ich begonnen mehrere Lieder umzutexten und sie derart evangelistisch auf öffentlichen Veranstaltungen vorzutragen. Das war eine tolle Zeit.

Ebenso kann ich heute auch zu New York von Frank Sinatra mitsingen. Statt New York setzte ich My Lord ein und auf einmal gilt die Anbetung dem richtigen.

Oder der Song Halleluja, der 1979 im Songkontest in Jeruslamen hochgekommen ist. Was für ein schönes Lied! Das singe ich heute noch gerne mit meinem Text, Halleluja bleibt natürlich.

Musik ist für mich eine Gabe Gottes an die Menschen. Und wie bei allen Gaben gibt es drei Gebrauchsanwendungen:

- Gebrauch
- Kein Gebrauch
- Missbrauch

Viele weltliche Musiker machen wirklich ausgezeichnete Musik und ich könnte in ihr zerfließen. Unlängst hörte ich Schuberts Unvollendete und zerrann dabei. Aber auch moderne Musiker schaffen das bei mir. Leider widmen sie ihre Gabe entweder dem eigenen Ego oder den Dämonen und entsprechend sind auch die Texte der Sänger.

Die Musik selbst kann nichts dafür, wenn man sie profan missbraucht. Aber kennt jemand z.B. Ron Kenoly oder Don Moen? Die drehen den Spieß um.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Do 1. Nov 2018, 14:08

Lieber KoS

Alles kann man ja in Zügellosigkeit ausleben. Man kann dies beim Lesen, beim Fernsehen, beim Sportmachen, im Ausgang, im Essen, im Alkohol etc und natürlich auch in der Musik. Aber bitte dies nicht einfach anhand der Quantität beurteilen. Was sagst du denn zu einem Berufsmusiker oder zu einem Tontechniker? Mehr oder weniger sind sie den ganzen Tag mit Musik beschäftigt. Diese dröhnen sich ja auch nicht einfach mit Musik zu. Ich habe keine Ahnung, was du in deiner Jugendzeit beispielsweise für (schlechte, zügellose?) Erfahrungen gemacht hast. Solchem Quatsch habe ich mich glücklicherweise nie hingegeben und dafür bin ich enorm dankbar, dass in mir schon gar nicht dieser jugendliche Drang gewesen war. Nebst meinem Beruf ist Musik mein Leben und eines der allergrößten Geschenke Gottes an mich. Deshalb, sei bitte nachsichtig, dass ich etwas empfindlich reagiere. Ich wollte dir nichts unterstellen und wenn ich dich falsch verstanden, tut es mir leid. In meinem Leben gibt es keinen grösseren Segen als die Musik. Und sie führt mich in nichts Negatives. Wie es auch Firebird schreibt, Musik kann in vielerlei sogar sehr heilsam sein. Und ja, wie gesagt, es gibt immer Menschen, die Dinge in Exzessen, Negativem und Missbrauch betreiben müssen. Aber daran, finde ich, sollte man nicht den Massstab ansetzen, was gut oder schlecht sein sollte. Römer 13,11-13 kann ich absolut gerecht werden.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Do 1. Nov 2018, 15:17

Liebe Tamy

Missverstanden zu werden kommt oft vor. Ich bin ganz sicher weder dein Beurteiler noch dein Gewissen, wo auch (??), kenne dich ja nicht mal. Wenn du
Römer 13,11-13
gerecht werden kannst, super!

Musik ist schön und ich geniesse sie ebenso gerne, ich glaube jedoch nur an ein einziges wirkliches, heilsames Mittel der Seele. Musik kann mich dabei begleiten und erfreuen, aber nicht heilen, es stände sonst im Wort.
Matthäus 9.22 Jesus aber wandte sich um, und als er sie sah, sprach er: Sei gutes Mutes, Tochter; dein Glaube hat dich geheilt. Und das Weib war geheilt von jener Stunde an
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Do 1. Nov 2018, 15:50

Lieber KoS

Bitte reduziere Jesus Christus nicht auf einen Bibelvers. Wir haben es hier mit dem lebendigen Gott zu tun, der nicht bloss in einem Buch lebt. Natürlich entsprechen all diese Verse der Wahrheit, aber hältst du es auch für möglich, dass Gott auch noch andere Mittel und Wege nutzen kann? Die Musik hat in meinem Leben einen ganz entscheidenden Anteil an der Heilung meiner Psyche beigetragen und sie tut es heute noch. Wenn ich zurück schaue, dann darf ich immer wieder erkennen, was mir Gott seit der Kindheit an immer wieder ans Herz gelegt hat und zwar die Musik. Und er hat sie mir immer wieder ans Herz gelegt, wenn ich wieder drohte im Elend zu versinken. Sie ist meine Berufung, meine Gabe von ihm, die ich in grösster Dankbarkeit annehme und auslebe und ihn darin auch verherrlichen will. Sollte er eines Tages etwas anderes für mich haben, dann tue ich etwas anderes, aber bisweilen ist es unverändert geblieben. Gott ist in der Musik. Er ist involviert. Es ist seine Gabe, die er mir geschenkt hat. Und deshalb gehört letztendlich auch alle Ehre ihm. Mein Glauben ist winzig klein, aber das Objekt (Jesus Christus) an das ich glaube, ist riesig gross. Ich habe daran geglaubt, dass Jesus mich heilen kann. Und er hat es weitgehend auch getan, weil ich ihm vertraut und an ihn geglaubt habe. Aber er hat Dinge dazu benutzt, wie beispielsweise die Musik. Er ist sehr kreativ unser Gott (wenn er einen Esel benutzen kann, um zu sprechen, dann kann er auch Musik als Heilungsprozess benutzen) und er ist lebendig. Bibelverse zitieren ist sicher gut und wichtig, aber ich finde es ebenso wichtig ein Zeugnis dafür zu sein, was ich persönlich mit Christus erlebt habe. Denn das sollten wir ja sein! Ein Zeugnis für sein Wirken!

Liebe Grüsse
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Gnu » Do 1. Nov 2018, 16:25

Helmuth hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Geht Euch das auch so? Oder könnt Ihr evtl. die Musik vom Musikschaffenden besser trennen, als wie es bei mir der Fall ist?

Ich behaupte ich kann das heute.

Es gab eine Zeit da verabscheute ich als Christ das Wiener Lied (ich bin Wiener), was ich früher aber geliebt hatte, weil es zu sehr Lügen transportiert und dem Geist des Weingenusses verschrieben ist, was früher kein Problem war ...


Da kommt mir schon wieder der Kabarettist Georg Kreisler in den Sinn, mit seinem „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ ;)

Erinnern möchte ich auch an meinen Beitrag im Thema Nostalgie: viewtopic.php?f=125&t=22153&p=854623#p854623 :angel:
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon KoS » Do 1. Nov 2018, 17:30

Liebe Tamy

Bitte reduziere du mich nicht auf einen Bibelvers(christen).. Der HERR IST der LOGOS und zu diesem fleischgewordenen Herrn, der zu uns im Sohne geredete hat, habe ich eine innige Beziehung und ich hörte IHN seit meiner Bekehrung noch nie anders als durchs Wort zu mir ins Herzen zu reden. Alles was ich höre und sich nicht mit dem Wort deckt ist nicht von Gott. Mein Mittel zur Sicherheit in den letzten Tagen.
Auch nur aus seinem Wort weiss ich überhaupt eine Silbe von Ihm, von Gott, von Schöpfung und Himmel.
Er ist mein Glaubensgut, durch Sein Wort und an Ihn als Person glaube ich, weil es die Schriften bezeugen und mich dazu auffordern.

Leiden, Schmerz, Nöte, Drangsal sind leider zur gefallenen Schöpfung mitgehörend. Wir sollen dennoch nur auf IHN hinschauen, er hilft in allen Leiden, Schmerzen, Nöten, Drangsalen. Er nimmt vielleicht auch auch uns schmerzende Dinge gänzlich weg; reinste Gnade ohne Verheissung dazu. Heilung ist ja nicht immer nur ein Zustand ohne Leiden oder Schmerzen.
Paulus und Petrus wissen dazu einiges zu berichten.
Philipper 27 Wandelt nur würdig des Evangeliums des Christus, auf daß, sei es daß ich komme und euch sehe, oder abwesend bin, ich von euch höre, daß ihr feststehet in einem Geiste, indem ihr mit einer Seele mitkämpfet mit dem Glauben des Evangeliums, 28 und in nichts euch erschrecken lasset von den Widersachern; was für sie ein Beweis des Verderbens ist, aber eures Heils, und das von Gott. 29 Denn euch ist es in Bezug auf Christum geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, 30 da ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen und jetzt von mir höret.

Er hilft mir jeden Tag da hindurch, immer. Er macht am Ende alles gut, ER, der Herr Jesum, nicht weil ich ich bin sondern weil Er Er ist.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Do 1. Nov 2018, 18:33

Lieber KoS

Ich bin sehr froh zu hören, dass du kein Buchstaben-Christ bist und du etwas von dir persönlich geschrieben hast. So wie du gehe auch ich gemeinsam mit unserem Herrn durchs Leben, durch Leid, Schmerz, Trauer, aber auch durch viel Freude.

Mein Zeugnis widerspricht nicht dem Wort Gottes. Es würde dann widersprechen, wenn ich die Musik zu einem Götzen machen würde, was ich nicht tue. Gott ist das Zentrum, aber durch seine Gabe, die er mir geschenkt hat, darf ich ihn darin verherrlichen und ein Licht in dieser Welt sein. Musik ist allgegenwärtig unter den meisten Menschen und mit Musik kann viel erreicht werden. Sie ist ein super Mittel zur Verkündigung des Evangeliums, zur Verherrlichung Gottes, zum Trösten, Aufwecken, Sensibilisieren, zur Freude und Frieden. Nichts widerspricht dem Wort Gottes. Im Gegenteil, ich lese Sätze darin, wie "singt dem Herrn ein neues Lied", von Tänzen, spielen mit Zithern, Harfen, Tamburinen, Rasseln und Zimbeln. Sogar im Himmel wird gesungen, siehe Offenbarung. Heilung kommt von Gott, aber er hat uns viele Dinge geschenkt, die dabei helfen können und wir mit Dank annehmen dürfen.

Liebe Grüsse
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Do 1. Nov 2018, 20:15

Hi,

vielen Dank, dass das Thema so verhältnismässig intensiv aufgenommen wurde.

Ich sehe das noch auf einer anderen Ebene: kann mich (natürlich geistlich gesehen) die falsche Musik (ihr wisst sicherlich, wie ich hierzu "falsche" meine) ggf. quasi verunreinigen.

Falsche Filme sehen? Ja, verunreinigt. Ich denke, da sind wir uns einig.

Falsche Musik hören? Ebenso? Wie gesagt, ich meine hierzu nicht nur offen kontra-christliches.

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon onThePath » Do 1. Nov 2018, 21:05

Hallo, Thelonious

Die aufreizenden Rhythmen tun mir nicht immer gut. Bin ja mit Rock aufgewachsen. Und habe früher diese Musik oft gehört. Wenn ich jetzt davon was höre, merke ich, ob sie mir gerade gut tut oder das Gegenteil bewirkt, mir sogar den Nerv und Energie raubt.

Akustische Musik, besonders mit Flöte dabei tut mir gut und entspannt mich.


Wenn die Texte nicht gerade grausig sind, spricht für mich nichts dagegen, auch weltliche Musik zu hören.
Hauptkriterium ist für mich, ob die Musik mir gerade gut tut.

Leider muss ich sagen, das viele christliche Musik meiner Meinung nach nicht gut gemacht ist, besonders die deutsche, so larifari oder im Schlager-Stil. In Englisch hat man sowieso mehr Auswahl. Von den guten darunter kann ich verschiedenste Musikrichtungen hören. Und es lohnt sich, sich auf viele Texte einzulassen.

lg, oTp
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Helmuth » Do 1. Nov 2018, 21:57

Gnu hat geschrieben:Da kommt mir schon wieder der Kabarettist Georg Kreisler in den Sinn, mit seinem „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ ;)

Danke, du hast mir gerade ein paar amüsante Minuten beschert :applause:
Heast, die Texte san gor net amoi so deppert, man i. ;)

PS: Das Mozart Stück spielte ich selbst schon, aber den Wortschwall würde ich nie hinbekommen. :]

Musik gehört den Christen, wir lassen sie uns vom Teufel nicht stehlen!
Halleluja :praise:

Kennt man Ron Kenoly? Er dreht den Spieß um. Top Sänger und spielt mit absoluten Top-Profimusikern. Ami-like halt. :]

Ich habe erfahren, dass in seiner Band gar nicht alle bekehrt sind. So dreht er also den Spieß um, er lässt sie für Gott spielen. Eine für mich einmalige Evangelisationsmethode. Es dient eben jeder in seiner Gabe.

Einer meiner Favoriten: Ancient of Day
https://www.youtube.com/watch?v=V4dR_zuB3qk

Fantastisch hinischtlich der Anbetung zu Gott und der musikalischen Leistungen.
Herzliche Grüße
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Do 1. Nov 2018, 22:50

Thelonious hat geschrieben:Hi,

vielen Dank, dass das Thema so verhältnismässig intensiv aufgenommen wurde.

Ich sehe das noch auf einer anderen Ebene: kann mich (natürlich geistlich gesehen) die falsche Musik (ihr wisst sicherlich, wie ich hierzu "falsche" meine) ggf. quasi verunreinigen.

Falsche Filme sehen? Ja, verunreinigt. Ich denke, da sind wir uns einig.

Falsche Musik hören? Ebenso? Wie gesagt, ich meine hierzu nicht nur offen kontra-christliches.

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Lieber Thelonious

Ich denke, dass ich diesbezüglich einen inneren Filter oder Warner habe. Wie gesagt, wenn mir ein Text missfällt, dann krampft etwas in mir. Dabei würde es aber betreffend der Stilrichtung keinen Unterschied machen. Die schönste Ballade würde mir genauso gegen den Strich gehen, wie ein hämmernder Rockbeat, wenn der Text für mich nicht stimmt. Geschmacksrichtungen sind extrem verschieden. Diesbezüglich soll jeder das hören, was er mag. Ich beispielsweise würde keinen Rap hören. Ich kann mit diesem Sprechgesang einfach nichts anfangen, selbst wenn der Rapper in seinem Text Jesus Christus vollumfänglich verehren würde. Es würde mir dennoch nicht gefallen.

Ich könnte mir vorstellen, dass wie bei brutalen Filmen, auch brutale Texte einem Menschen zusetzen können. Ich kenne einen Radiomoderator, der sich immer wieder von Gott abwendet. Dazu hört er öfters auch entsprechende Texte von Songs. Ich habe ihm schon Vorschläge geschickt, von Musikstücken mit ermutigenden Texten und ihm ans Herz gelegt, keine Songs mit Texten zu hören, die ihn in seinem Abfall noch bestätigen oder bestärken. Leider hört er nicht auf mich und zieht sich immer wieder diesen Schrott rein. Ich glaube, dass ihn solche Texte zusätzlich auf seinen Abwegen beeinflussen. Deshalb denke ich, dass man geistlich oder zumindest psychisch sehr wohl durch schlechte Texte negativ geprägt oder beeinflusst werden kann und dadurch auch verunreinigt wird.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon firebird » Do 1. Nov 2018, 23:20

Lieber Gnu, lieber Helmuth,

Helmuth hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Da kommt mir schon wieder der Kabarettist Georg Kreisler in den Sinn, mit seinem „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ ;)

Danke, du hast mir gerade ein paar amüsante Minuten beschert :applause:
Heast, die Texte san gor net amoi so deppert, man i. ;)


Wien bleibt Wien!

Aber Züri gits au na!!

http://www.youtube.com/watch?v=6c64LPIagfk


Warum dieses Thema nicht auch mit Humor anpacken? Gute Idee Gnu!

Nüüt für unguet
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Allein bin ich ein schlechtes Team!
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Fr 2. Nov 2018, 21:02

Tamahia hat geschrieben:Ich denke, dass ich diesbezüglich einen inneren Filter oder Warner habe. Wie gesagt, wenn mir ein Text missfällt, dann krampft etwas in mir...


Liebe Tamy,

was Du schreibst, ist absolut richtig.

Ich meinte das aber in einer etwas anderen Usance: wenn der Text (gelinde gesagt) schräg ist (hier: gegen meine Wertvorstellungen), klar, dann ist der Ausknopf sofort dran.

Was ich aber auch meinte: Lied toll, Text okay: alles erst einmal gut. Ich googele Infos zum Interpreten und finde etwas, was meinen christlichen Prinzipien nicht entspricht. Dann war es das mit dem "Genuss" des jeweiligen Liedes, d.h. ich will mir das nicht mehr (quasi) antun.

Ist das für Dich / für Euch nachvollziehbar?

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Helmuth » Fr 2. Nov 2018, 21:25

Thelonious hat geschrieben:Ist das für Dich / für Euch nachvollziehbar?

In der Form nicht. Ich mache ein Gegenbeispiel. Du isst gerne eine bestimmte Speise. Dann siehst wie ein ekelhaftter Kerl sie auch isst. Und danach isst du sie auf einmal nicht mehr?

Passt dieser Vergleich?
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon onThePath » Fr 2. Nov 2018, 21:59

Helmuth hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Ist das für Dich / für Euch nachvollziehbar?

In der Form nicht. Ich mache ein Gegenbeispiel. Du isst gerne eine bestimmte Speise. Dann siehst wie ein ekelhaftter Kerl sie auch isst. Und danach isst du sie auf einmal nicht mehr?

Passt dieser Vergleich?


Deine Wiener Art überrascht mich mal wieder. :lol: Muss bei euch im Land unbedingt mal Urlaub machen. Weiss nur nicht ob ihr kompatibel mit Kölnern umgeht. :D
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Fr 2. Nov 2018, 22:25

Lieber Thelonious

Mir geht es ähnlich wie Helmuth oder Otp. Beispielsweise kann ich einen Film echt toll finden, aber der Schauspieler finde ich in seiner echten Persönlichkeit unsympathisch. Sollte ich mir nun deswegen den Film nicht mehr ansehen? Nehmen wir Tom Cruise. Mit Scientology kann ich nichts anfangen, aber sollte ich deshalb seine Filme nicht mehr ansehen? Haben diese mit Scientology zu tun?

Liebe Grüsse
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Habatom » Fr 2. Nov 2018, 23:32

Tamahia hat geschrieben:Lieber Thelonious

Mir geht es ähnlich wie Helmuth oder Otp. Beispielsweise kann ich einen Film echt toll finden, aber der Schauspieler finde ich in seiner echten Persönlichkeit unsympathisch. Sollte ich mir nun deswegen den Film nicht mehr ansehen? Nehmen wir Tom Cruise. Mit Scientology kann ich nichts anfangen, aber sollte ich deshalb seine Filme nicht mehr ansehen? Haben diese mit Scientology zu tun?

Liebe Grüsse
Tamy



Die Frage bleibt doch immer, was möchte ich hören?

Ich wäre froh, wenn ich hier fröhliches mutmachendes erbauliches hören würde.


Und das geschieht im Kleinen nur als Echo auf mein Handeln und Wirken.


In der Welt werde ich nichts mehr finden, was ich noch hören will. Was mich in meiner Beziehung zu Gott erbaut.


Das einzige was mich hier noch erbaut sind Tiere und Naturgeräusche. Die sind immerhin noch frei von niedrigen bösen Motiven, wie sie 99,99 Prozent aller Menschen hegen und von sich geben.
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Thelonious » Fr 2. Nov 2018, 23:52

Helmuth hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Ist das für Dich / für Euch nachvollziehbar?

In der Form nicht. Ich mache ein Gegenbeispiel. Du isst gerne eine bestimmte Speise. Dann siehst wie ein ekelhaftter Kerl sie auch isst. Und danach isst du sie auf einmal nicht mehr?

Passt dieser Vergleich?


In Deiner Beispielsicht müsste es aber ehen lauten ...Dann siehst wie ein ekelhafter Koch es zubereitet...

Und dann isst Du es sicherlich auch nicht mehr. Oder?

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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Helmuth » Sa 3. Nov 2018, 10:03

Mein Gruß aus Wien, werter Thelo!

Thelonious hat geschrieben:In Deiner Beispielsicht müsste es aber ehen lauten ...Dann siehst wie ein ekelhafter Koch es zubereitet...

Und dann isst Du es sicherlich auch nicht mehr. Oder?

Naja, jetzt müssen wir das genauer ansehen. Ekelhaft ist, wenn er mit dreckigen Händen arbeitet oder verdorbene Speisen verwendet, na klar, das kann er selber (fr)essen. :]

Oder meinst du, dass er ein charakterlich ein ekelhafter Mensch ist? Nun, dann dürfte ich nicht einmal mir selbst jemals etwas mehr kochen. ;)

Ich finde schon, dass man trennen kann. Ein böser Koch kann durchaus gut kochen können, denn das ist seine natürliche Gabe. Als Kochlehrer würde ich ihn vielleicht nicht mehr schätzen.

Zurück zur Musik. Ein Ton auf einer Trompete klingt immer gleich, egal wer das Instrument spelt, sei er nun gut oder schelcht. Willst du nun jeden Geiger bewerten ehe du in ein klassisches Konzert gehst? Hast viel Arbeit vor dir. :]

Beim Text geht es in die geistliche Eben, soweit klar. Schöne Musik untermauert mit satanischem Text will ich nicht, und ebenso brauche ich keine christlichen Texte mit für mich gesprochen"ekelhafter" Musik bzw. abartiger Bühnenpräsentation.

Man vergewaltigt damit die Musik. Ave Maria z.B. ist wunderschön, aber ich gebe dir recht, dass es mich als Marienanbetung auch anwidert. Würde man den Text ändern, die Melodie selbst bleibt göttlich.

Ich glaube, es passt dazu dieser Ausspruch des Paulus:
Röm 14, 14 hat geschrieben:Ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich selbst gemein ist; nur dem, der etwas für gemein achtet, dem ist es gemein.
Herzliche Grüße
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Re: Kann man alles von jeder/jedem hören?

Beitragvon Tamahia » Sa 3. Nov 2018, 14:04

Habatom hat geschrieben:Die Frage bleibt doch immer, was möchte ich hören?

Ich wäre froh, wenn ich hier fröhliches mutmachendes erbauliches hören würde.


Und das geschieht im Kleinen nur als Echo auf mein Handeln und Wirken.


In der Welt werde ich nichts mehr finden, was ich noch hören will. Was mich in meiner Beziehung zu Gott erbaut.


Das einzige was mich hier noch erbaut sind Tiere und Naturgeräusche. Die sind immerhin noch frei von niedrigen bösen Motiven, wie sie 99,99 Prozent aller Menschen hegen und von sich geben.


Echt schade Habatom. Fällt mir dazu auch etwas von Royer ein. Ein Mädchen kam zu ihm und sagte ihm, wie schlecht sie sich fühlen und schämen würde. Royer fragte sie, warum sie so fühlen würde. Sie antwortete, sie hätte einen Freund, der total "geistlich" wäre. Abends würde er zuhause bleiben und die Bibel studieren. Sie würde aber lieber in einem Lokal mit Freunden etwas Trinken gehen. Am Wochenende verbringt er stundenlang in seinem Gebetskreis. Sie würde hingegen lieber Skifahren gehen. Abends würde er sich anderweitig theologisch beschäftigen, sie würde aber lieber in die Disco gehen. Er wäre somit total geistlich und sie total ungeistlich (aus ihrer Sicht). Royer zitierte ihr dann 1. Timotheus 4.4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; 5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

Sie ging dann als glückseliger Mensch weiter. An Bibellesen, Bibelkreis, Beten, Predigten hören etc ist nichts auszusetzen, aber genauso wenig an den schönen Dingen hier auf Erden, die Gott uns zur Freude geschenkt hat, dass wir sie mit Dank geniessen dürfen. Mit Freunden zusammen ein Glas Wein trinken, kann sogar absolut geistlich sein, wenn Jesus dabei Platz hat und darf wirken. Ebenso beim Skifahren oder Tanzen oder Musizieren oder Basteln oder und und...

Aber wenn du in dieser Welt nichts mehr findest, dann kommt von mir offen gesagt dir keine geistliche Anerkennung entgegen, sondern mehr ein Bedauern. Wir sollen in DIESER Welt ein Licht sein. Aber dafür müssen wir hinausgehen und uns unter die Menschen begeben. Mit ihnen reden, ihre Sorgen und Anliegen kennenlernen, sie versuchen zu verstehen, uns auf sie einlassen etc und HÖREN was sie zu sagen haben. Es gibt hier draussen absolut noch sehr viel zu hören. Insbesondere kann man in Musikstücken in ihren Texte durchaus eine Menge hören. Zumindest ich und sicher auch noch andere.

Liebe Grüsse
Tamy

P.s. Ich hoffe sehr, dass ich dich irgendwie missverstanden habe und du mir sagst, dass es du anders gemeint hättest, als ich es verstanden habe.
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