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Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Rat suchen, Rat geben und austauschen über Gesundheit und Krankheit

Moderator: bigbird

Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Beitragvon jesusjünger » So 12. Apr 2020, 23:54

@ alle,

ich bin Asperger Autist.

Ich habe mit einem Problem zu kämpfen: Ich fühle mich von vielem getrennt. Von Menschen, von Gegenständen und anderem. Getrennt-Zu-Sein als was zu erleben, das etwas Endgültiges ist. Dazu kommt ein Problem, dass ich beinahe zwanghaft immerzu in Jahreszahlen denke, was dieses Getrennt-fühlen auch noch verstärkt. Auch Musik verstärkt dieses Getrennt-Blieben-müssen.

Ich lese in der Bibel, viele ABC-Team Bücher und andere Bücher von christlichen Autoren. Ich bete zu Jesus und zum Vater, ich bin in einem Hauskreis und in Seelsorge beim Pastor.

Trotzdem kommt dieses Gefühl dieses Getrennt-Seins immer wieder. Es ist manchmal so schlimm, das ich das Gefühl bekomme, keine Luft mehr zu bekommen und Panik empfinde.

Mein Glaube ist geprägt von dieser Erfahrung. Ich werde vom Hinduismus versucht, der u.a. sagt "alles ist eins" - keine Trennung. Daher beschäftige ich mich mit indischem Christentum und Jesus in Indien. Die Zeugnisse indischer Christen sprechen mich stark an, aber dieses Gefühl dieses Getrennt-Seins bleibt.

Auch hatte ich in der Vergangenheit persönliche Offenbarungen, die mich sehr ermunterten (ich sah stehende Bilder und hörte Stimmen, die mich fragten, oder mich weiterführten, z.B. "Ich bin eine erlöste Lotosblüte". Trotzdem dieses Gefühl dieses Getrennt-Bleiben-Müssens hört nicht auf.

Auch beschäftigt mich, wie sich der Gott der Bibel vorstellt: Ich bin der ich bin. Im Hebräischen steht dort zu dem Zeitwort "sein" und "werden" ein bei- oder mit-sein, bzw. bei- oder mit-sein-werden. Also ein Sein in einer Beziehung zu jemander/jemanden durch alle Zeiten. Als bei und mit Mose, bei und mit dem Volk Israel und bei und mit mir durch Jesus Christus. Und trotzdem fühle ich mich getrennt.

Was sagt die Bibel dazu? Vielleicht kann mir jemand Bibelstellen dazu nennen, die mir noch nicht aufgefallen sind.

Wie geht ihr mit Getrennt-Bleiben um?

LG
jesusjünger
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Psalm 23, 1

Ab dem 18.11.2009 habe ich meinen Nicknamen
von "christosamaj" in "jesusjünger" geändert.

LG jesusjünger
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon Dreieck » Mo 13. Apr 2020, 01:12

Hallo jesusjünger,
Deinem Nick gemäß dies zu Deinem Beitrag ges(t)ellt:

Roemer 8 (ELB 1905):

"Denn die, welche nach dem Fleische sind, sinnen auf das, was des Fleisches ist; die aber, welche nach dem Geiste sind, auf das, was des Geistes ist.
6 Denn die Gesinnung des Fleisches ist der Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden;
7 weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft ist gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie vermag es auch nicht.
8 die aber, welche im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen.
9 Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein"

Das Getrennt-Sein mag also durch die Ueberwindung der/des sich Widerstrebenden aufgehoben werden, evtl. mittels Gebeten.
"Superspreader-Events" - Dank Corona.
Dreieck
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon Johncom » Mo 13. Apr 2020, 01:41

jesusjünger hat geschrieben:@ alle,

ich bin Asperger Autist.


Danke für deine ausführliche Schilderung.

Ich habe mit einem Problem zu kämpfen: Ich fühle mich von vielem getrennt. Von Menschen, von Gegenständen und anderem.


Es kann auch sein, dass du hochintelligent (oder feinfühlig) bist und auch so wäre es verständlich, dass du von allem getrennt bist. Dass du es wahrnimmst.

Dazu kommt ein Problem, dass ich beinahe zwanghaft immerzu in Jahreszahlen denke, was dieses Getrennt-fühlen auch noch verstärkt


Jedes "zwanghafte" Denken könnte, so stelle ich mir vor, sich anfühlen wie die Hölle im Kopf. Hast du es mal mit Sport probiert, joggen, Fahrrad, schwimmen? Oder Kampfsport? Oder Team-Sport?

Trotzdem kommt dieses Gefühl dieses Getrennt-Seins immer wieder. Es ist manchmal so schlimm, das ich das Gefühl bekomme, keine Luft mehr zu bekommen und Panik empfinde.


Für mein Gefühl bist du nicht krank sondern die Gesellschaft. Diese westliche Welt hier: Arbeit, Konsum, funktionieren. Sie integriert dich nicht, sie hat keine Zeit für die besonderen Individuen, zu denen du wahrscheinlich gehörst. Ich kann mir vorstellen, dass es da draußen auch begabte Therapeuten gibt, die deinen Weg begleiten können.

Die Zeugnisse indischer Christen sprechen mich stark an, aber dieses Gefühl dieses Getrennt-Seins bleibt.


Ich war auch ein schwieriger Typ, das war vor 40 Jahren, aber ich war stark, mein Ego war stark ... und machte einen Rucksack-Trip nach Indien, wie ihn viele machten. Und machte Erfahrungen, sehr religiöse Erfahrungen und alles war weg. Ich landete in Frankfurt, hatte so ein Gehörtrauma vom Sinkflug ... und Deutschland war so wie immer, nur ich war ein anderer. :lol:

Bei jedem ist das anders. Um Heilung zu finden muss man nicht woanders hingehen. Manche müssen es.

ich sah stehende Bilder und hörte Stimmen, die mich fragten, oder mich weiterführten, z.B. "Ich bin eine erlöste Lotosblüte". Trotzdem dieses Gefühl dieses Getrennt-Bleiben-Müssens hört nicht auf.


Die Lotosblüte blüht im Dreck, im übel riechenden Sumpf.
Mein Lehrer (oder Therapeut) überlebt die Kriegsjahre im einem japanischen KZ. Er sagte, dort habe er seine 1. Einweihung erfahren. Es war Weihnachten, er und die anderen Kinder hatte gerade holländische Weihnachtslieder gesungen, dann wurden abgerufen zum Arbeiten: bis zum Bauch im Kot stehend mit Schaufeln die Plumpsklos leeren.
Ich meine, alles was heilt ist erstmal die Natur anerkennen, auch den Dreck, besonders den Dreck.
Aus dem blüht dann, wenn Gott will, auch der weiße Lotos.

Auch beschäftigt mich, wie sich der Gott der Bibel vorstellt: Ich bin der ich bin. Im Hebräischen steht dort zu dem Zeitwort "sein" und "werden" ein bei- oder mit-sein, bzw. bei- oder mit-sein-werden. Also ein Sein in einer Beziehung zu jemander/jemanden durch alle Zeiten. Als bei und mit Mose, bei und mit dem Volk Israel und bei und mit mir durch Jesus Christus


Alles Erkennen kommt mit der Zeit.
Danach fällt das in der Zeit denken weg. Alles ist. Immer jetzt.
Die Zeit gehört dem Saturn. 90% der Menschen tragen so ein Ding am -linken- Handgelenk.
Man nennt es Armband-Uhr. 90% der Menschen schauen ständig drauf und meinen, oh jetzt muss ich weiter, sonst habe ich keine Zeit.

Jesus: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.

Wie geht ihr mit Getrennt-Bleiben um?


Je mehr ich mein Getrennt-Sein willkommen heiße, umso mehr werde ich gewahr, dass auch alle anderen unter ihrem Getrennt-Sein leiden. Du, ich, wir alle sind alle getrennt.
Wenige haben die Fähigkeit, sich dessen Gewahr zu werden. Wenigen ist ihr getrenntes Ich bewusst.
Die meisten träumen sich durchs Leben.
Wenn das Getrennt-Sein als Leiden empfunden wird, dann denke ich, lasse dich von einem empfohlenen Therapeuten führen.
Das Leiden ist immer eine Chance zu sehr großem Heil zu kommen. :praise:
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon jes_25913 » Mo 13. Apr 2020, 08:36

Hallo jesusjünger,

es ist notwendig, dass wir uns getrennt fühlen, denn nur so können wir selbstständig denken und handeln. Die Heiligen einer jeden Religion, alle großen, bedeutenden Menschen sind Menschen die, weil sie selbstständig sind, auch am meisten getrennt von den anderen. Diejenigen Menschen, die sich nicht so sehr getrennt fühlen, fühlen sich deshalb so, weil sie das tun, was man tut, denken, wie alle anderen auch denken, Gefühlsurteile fällen, wie andere auch. Aber so können natürlich keine Probleme gelöst werden. Die lösen sich nur, indem wir neue Menschen werden, und dazu muss uns dieses Ideal vor Augen stehen. Die Heiligen sind solche Menschen, die bereits bis zu einem gewissen Grad neue Menschen geworden sind, weil sie sich mit dem Ewigen identifizieren, und sie fühlen sich auf Grund dieser Identifikation mit allem eins, weil das Ewige die Grundlage von allem ist, was ist. Und da sie einen Weg aus der "Masse" der Menschen, also dem "man tut dies", "man tut das" gegangen sind, kennen sie natürlich auch gut den Menschen und können mit den Schwierigkeiten, die der Mensch hat, mitfühlen. So fühlen sie sich auch auf diese Weise nicht getrennt.

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon jes_25913 » Mo 13. Apr 2020, 08:40

@ Johncom.

Hallo Johncom. Welcome back! Schön von Dir, nach so einer langen Zeit, mal wieder etwas zu lesen!

LG,
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon kingschild » Mo 13. Apr 2020, 10:20

jesusjünger hat geschrieben:
Was sagt die Bibel dazu? Vielleicht kann mir jemand Bibelstellen dazu nennen, die mir noch nicht aufgefallen sind.

Wie geht ihr mit Getrennt-Bleiben um?



Hallo jesusjünger

Also mal zuerst: Du bist geliebt von Gott egal, wie die Umstände sind oder wie Du Dich im Moment fühlst. Ob Du Dich getrennt fühlst oder ganz nahe bei Gott sagt Die Schrift: Gott liebt, seine Kinder.

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben so Gefühle aber nicht was uns das Gefühl sagt stimmt, sondern was Gott uns durch die Schrift mitteilt das ist die Wahrheit.

Jeder Christ erlebt auch das der Feind Ihn bei seinen Schwachheiten verunsichern will und er hat ein Ziel er will das wir uns nicht sicher und geborgen fühlen bei Gott, sondern er verbreitet Unsicherheit wo er nur kann.

Bei Dir: Das er Dir eben sagst Du müsstest noch weiter suchen. Nein Du hast die Wahrheit gefunden und musst nicht mehr weiter suchen, sondern im Glauben festhalten, an den Zusagen Gottes mit Ihm zusammen.

Wir gehen alle durch Bewährungsproben. Bleiben wir aber treu bei Gottes zusagen, egal was die Welt uns erzählt, egal was die Irrlehrer verkünden, egal in welchen Umständen wir uns gerade befinden, egal was uns die Gefühle mitteilen wollen, so dürfen wir Wissen Gottes Wort ist ewig und treu.

Wir dürfen uns darauf abstützen und wenn wir dies tun, freut sich der Vater und seine Freude wird dann auch Dich erfüllen.

Keine Hektik in der Suche an falschen Orten, sondern allein Ruhen in Gott durch Christus, denn sein Wort ist ewig und nicht vergänglich.

Heb 11:1 Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.

Hier steht etwas vom nicht sehen, dies betrifft aber auch das Nicht fühlen.

Wenn Gott sagt, das er uns den Frieden gibt und wir Gefühle des getrennt sein erleben, so dürfen wir wissen wenn wir nicht in Sünde leben sondern erlöste sind durch Christus, das dieser Friede immer bei uns ist, gefühlt oder nicht gefühlt.

Der Feind, will uns aber in Unruhe versetzen, in Unfrieden und dort dürfen wir mit dem Wort Gottes im Glaubem dem entgegen treten und sagen, ich lasse es nicht zu.

Wenn Paulus schreibt, das uns nichts von seiner Liebe trennen kann, so ist dies die Wahrheit auch wenn unser Gefühl sagt, ich bin getrennt.

Wenn Jesus sagt:

Mt 28:20 .... Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Und unser Gefühl sagt ich sehe nichts ich spüre nichts, so müssen wir lernen nicht dem Gefühl zu glauben, sondern Christus allein. Wir glauben Gott, nicht dem Gefühl.

Und ja in diesen Kämpfen, gilt folgende Zusage von Christus:

Mt 24:13 Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.

Nicht wir allein können beharren aber mit IHM zusammen können wir den Focus auf sein Wort richten und sagen: Ich halte fest an der Wahrheit auch wenn mein Gefühle mich belügen wollen.

Viel Kraft wünsche ich Dir und viel Nähe vom Herrn. Halte fest an der Wahrheit.

God bless
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon eddy » Mo 13. Apr 2020, 10:37

jesusjünger hat geschrieben:Ich habe mit einem Problem zu kämpfen: Ich fühle mich von vielem getrennt. Von Menschen, von Gegenständen und anderem.

Hallo,
das hat jetzt vielleicht gar nicht so viel mit Dir zu tun, wollte nur mal technisch überlegen, wie es zu Trennung kommt, und wie das aufzuheben ist.

Meinungen bilden. Hat meine eine fertige Meinung über jemanden, dann verneint man die grundsätzliche Möglichkeit des Menschen, sich zu verändern. Natürlich ist es erfahrungsgemäß unwahrscheinlich, auch von einem selber her, trotzdem ist die Möglichkeit einer Veränderung immer gegeben. Mit jemandem den ich für gut meine, bin ich verbunden; von jemandem, den ich für schlecht meine, bin ich getrennt. Aber wenn der dann gut wird, warum habe ich es ihm nicht schon zugetraut und ihn dafür unterstützt...? Man kann die Disziplin aufbringen, sich keine Meinung über andere zu bilden.

Akzeptieren. Naja, eigentlich von allem. Also genauer gesagt, das was jetzt gerade da ist, in diesem Moment da ist, nicht automatisch auch im nächsten Moment (denn sonst würde man wieder die Möglichkeit der Veränderung ausschalten). Mich akzeptieren, die anderen, die Umstände... Normalerweise sagen wir zum Leben ja-und-nein, also etwas mögen wir, etwas nicht, anstatt zum Leben zu sagen ja-und-ja.

Antworten. Hat man alles, was momentan da ist, akzeptiert, dann kann man auch auf alles antworten. Diese Möglichkeit hat man wirklich. Man kann nicht alles verändern oder auf alles praktisch reagieren, aber man kann auf alles antworten. "Verantwortung". Das ist ein interessanter Gedanke: unsere Möglichkeit, auf alles zu antworten, ist unbegrenzt. Ich lese einen Zeitungsartikel über eine italienische oder amerikanische Krankenschwester. Konkret kann ich nichts machen, aber in mir antwortet etwas darauf...
Zuletzt geändert von eddy am Mo 13. Apr 2020, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Beitragvon firebird » Mo 13. Apr 2020, 12:03

Hallo Jesusjünger,

den Threadtitel habe ich leicht verändert, damit die letzten beiden sehr wesentlichen Worte auch noch lesbar sind.

Diese beiden Worte möchte ich gleich aufgreifen. Tatsächlich ist der Glauben an Jesus Christus eine Hilfe. Asperger Autismus kann ein Leben schon sehr einschränken, wie es eben bei manchen psychischen Handicaps auch mehr oder weniger der Fall ist. So wie ich Jesus Christus kenne, ist er nicht so sehr der Heiland der Starken. Also jene Leute, welche nicht wissen wozu sie einen Heiland überhaupt nötig haben.

Vielmehr ist Jesus der Erretter für Kranke oder Handicapierte. Also jene Leute, die ihre Grenzen schnell einmal schmerzlich spüren, Menschen die in ihrer Seele Hunger und Durst haben. Wir brauchen keinen Gott, um eine Theologie zu haben. Wir brauchen nicht einmal eine Bibel, damit wir etwas zu lesen haben. Oder damit wir Texte haben um miteinander darüber zu streiten. Nein Gott ist eine Person, die sich in Jesus Christus und im Heiligen Geist geoffenbart hat. Dadurch, dass Jesus am Kreuz für unsere Sünden bezahlt hat und drei Tage danach auferstanden ist, lebt Jesus Christus heute noch und will unser Freund sein. Einen Freund zu haben ist etwas sehr wertvolles, was längst nicht jeder Mensch hat. Einem Freund können wir etwas anvertrauen. Ein Freund kennt auch Intimes über unser Leben. Bei einem Freund können wir uns darauf verlassen, dass er es nur gut meint. Ein menschlicher Freund kann uns nicht unbedingt absättigen. Aber Jesus Christus als Freund der kann uns sehr wohl absättigen, sodass wir in unserer Seele nicht mehr an Hunger oder Durst leiden.

Ich würde diese Zeilen nicht so schreiben, wenn ich es nicht persönlich erlebt habe. Zwischen 16 und 31 lebte ich immer wieder für längere Zeiten alleine. Manchmal war die Einsamkeit eine Qual. Doch mit der Zeit entdeckte ich, wie erfüllend die Gemeinschaft mit Jesus war. Es gab Zeiten wo ich stundenlang betete, ich sang am Klavier Loblieder, und ich habe ausgiebig in der Bibel gelesen. Gar manche Bücher habe ich gelesen und ich hatte so viele Möglichkeiten mich in geistliche Zusammenhänge zu vertiefen. Wenn auch längst nicht immer, konnte ich an Abenden so abgesättigt und friedlich einschlafen, wie ein Kind das von der Mutter gestillt wurde. Natürlich gab es auch Anfechtungen und Kämpfe. Aber zurückblickend erachte ich diese Zeit dadurch als hilfreich, weil ich durch die Gnade Gottes gelernt habe, mir durch den Glauben helfen zu lassen.

Viel Mut und Zuversicht wünscht dir

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Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Sich getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube hel

Beitragvon Johncom » Di 14. Apr 2020, 05:12

jes_25913 hat geschrieben:@ Johncom.

Hallo Johncom. Welcome back! Schön von Dir, nach so einer langen Zeit, mal wieder etwas zu lesen!

LG,
jes


Hallo Jes!
Aber klar, wir kennen uns ja noch.
Schön dass du dich erinnerst.
:D
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Re: Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Beitragvon onThePath » Di 14. Apr 2020, 10:23

Hallo, Jesusjünger

Auf Entfernung ist es schwer, gut zu raten.
Besser geht das, wenn man einen Mensch persönlich kennt, seine Lebensumstände, seine Verhaltensweisen, seine Stärken und Schwächen, seine Probleme.

Getrennt und einsam fühlt sich wohl jeder mal. Jeder braucht gelebte Gemeinschaft, Beziehung zu anderen Menschen, Menschen die er liebt und mag, und Menschen, die ihn lieben und mögen.

Wie sich deine psychische Besonderheit, Asperger, auf deine Beziehungen auswirkt, kann ich ja auf Entfernung nur erahnen.
Depressionen und Ängste im Umgang mit anderen Menschen führen auch in Richtung Isolation.
Es spielt eine Rolle, ob man froh und unbeschwert sein kann ohne ständige innere Last,die einen niedergedrückt.

Gerade wenn man einsam ist und innerlich belastet, kann der Glaube ein Halt sein. Übersteigerte Erwartungen wären da aber eher hinderlich. Etwa dass man unbedingt einen mystischen Zustand ozeanischen Bewußtseins erleben müsste, um ein für alle mal jedes Gefühl des Getrenntseins los zu werden.
Wer sich selber nicht mag, wird schon Probleme damit haben, ob Gott ihn annimmt und mag.

Es gibt auch Christen, die starke Depressionen haben und dennoch vom Glauben getragen werden.

Wer sich heutzutage unglücklich fühlt, bekommt sehr leicht vom Arzt stimmungsaufhellende Psychomittel, Glückspillen. Das ist sehr bedenklich und löst die ursprünglichen Probleme nicht. Es ist ein Hilfsmittel. Schlimm wird es natürlich, wenn man sein Lebensgefühl mit Drogen aufpuschen möchte. Cannabis wird ja momentan vom Rauschmittel zum Psychopharmaka gemacht. Aber solange man ohne Psychomittel zurecht kommen kann, sollte man an sowas gar nicht denken. Sie haben Nebenwirkungen und sogar Suchtpotential.

Wenn du wegen Asperger psychisch wirkende Medikamente nehmen musst, dann hast du allerdings nur die Wahl, dass du die richtigsten bekommst. Die richtige Auswahl und Menge ist schon kompliziert und kritisch. Da blicken schon die Psychiater nicht richtig durch oder gehen eher verantwortungslos damit um.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Beitragvon Schoham » Fr 17. Apr 2020, 15:41

Der Glaube hilft indem ich glaube.

jesusjünger hat geschrieben:Wie geht ihr mit Getrennt-Bleiben um?


Indem ich dem Wort mehr glaube als meinen Gefühlen und mich dadurch mit unserem Schöpfer eins wissen darf.

Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir!
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Re: Getrennt von allem fühlen - wie kann der Glaube helfen?

Beitragvon jes_25913 » Sa 18. Apr 2020, 09:02

Schoham hat geschrieben:Der Glaube hilft indem ich glaube.

jesusjünger hat geschrieben:Wie geht ihr mit Getrennt-Bleiben um?


Indem ich dem Wort mehr glaube als meinen Gefühlen und mich dadurch mit unserem Schöpfer eins wissen darf.

Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir!
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Hallo Schoham,
auch von Dir hat man lange nichts mehr gehört. Welcome back!

LG,
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