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Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 30. Mai 2019, 16:45
von Lazar
jeig hat geschrieben:
Nebst interessant ist es aber auch mühsam: Auswärts essen? Dann muss man rätseln. :)


Hi Jeig!
Am "Sichersten" sind dabei in der Regel Fischgerichte, Rind- und Hühnerfleisch (unpaniert), normale Kartoffeln, Reis und Gemüse als Beilage, als auch große Salate mit Hühnchenfleisch etc. Leider ist Fett aber ein großer Geschmacksträger, das heißt, die Küchen kochen lieber fetter als fettarm (Butterreis, Bratkartoffeln).
Einen großen Bogen machen sollte man um jegliche Kohlehydratgerichte wie Nudeln mit Sahnesaucen, "Kässpatzen", Schupfnudeln, Pizzas, fettiges Schweinefleisch und Pommes, sämtliche Würste (Currywurst mit Pommes fast ein Desaster) und Mäcci.
Lieber einen Döner holen.
Nichts ist jedenfalls so katastrophal wie sämtliche Weißmehl-Kohlehydrate zusammen mit viel Fett konsumiert, wie zum Beispiel eine Sahnetorte noch dazu als Dessert, das sind echt wahre (unnütze) Bomben. Lieber ein Eis essen.

Beim richtigen/falschen Essen geht es jedenfalls nicht nur um ein "paar Kalorien" hin oder her, sondern um regelmäßig hunderte! Das muss man wirklich wissen... :!:

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 30. Mai 2019, 16:50
von onThePath
Lieber ein Eis essen.


Was? Etwa nur eins ? :mrgreen:

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 30. Mai 2019, 17:10
von Lazar
Und wenn man nur eine Eiskugel dann nur halb so schnell isst wie zwei Eiskugeln? Kommt man genauso gut hin, oTP! ;)

Wie gesagt, ausgerechnet ich will bestimmt Niemandem den Genuss am Essen verderben, aber muss es denn wirklich sein, dass man sich nach einem äußerst reichhaltigen Essen, nachdem man sich ohnehin schon wie kurz vor dem Platzen fühlt, sich trotzdem noch ein Dessert hinterherschiebt? Es geht einem doch nicht wirklich gut danach?

Ich bin jedenfalls aus diesem Grund "Dessert-Verweigerer" oder hab als "Protest" schon einmal eine Tomatensuppe oder einen grünen Salat als "Dessert" bestellt... :))

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 30. Mai 2019, 17:22
von onThePath
Hört sich gut an.

Bei mir sind immerhin Chips und fette Würste gestrichen.

Vormittags esse ich schon mal Nüsse. Wenn ich irgendwas essen möchte. Fühlt sich viel besser an als Schokolade gegessen zu haben.

Ja stimmt. Ein paar Regeln an die man sich hält sind nützlich.

Übrigens, was wäre, wenn ich in die Rechnung ab und zu einen Fastentag einplane ? Aber so, dass der Körper nicht auf Sparflamme schalten kann.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 2. Jun 2019, 11:38
von Lazar
Hi, oTP!
Hör mir bloß mit Chips auf, die haben mir bei der letzten Geburtstagsparty einen ordentlichen Strich durch meine rosa Kalorienrechnung gemacht!
Bestimmt 900 Kalorien extra, bloß weil die Chips- und Erdnussflips-Schüssel direkt vor mir stand und ich sie wie nebenbei vor mich hingefuttert habe. Dann gab's noch Sekt dazu und schwupps war der halbe Tagesbedarf an Kalorien den Bach runter, bzw. zusätzlich drauf.

Aber so schlau bin ich inzwischen auch, dass wenn ich abends zum Essen eingeladen bin, wenigstens tagsüber so wenig wie möglich esse.
BTW zum Thema Snacks: Nüsse sind zwar gesund, haben aber leider auch viele Kalorien. Eine ordentliche Hand voll und Du kannst genauso gut eine Tafel Schokolade essen, oTP.

So "fasten" direkt mache ich nicht, manchmal trinke ich halt den ganzen Tag nur was. Also auch Kaffee mit Milch, O-Saft, ein alkoholfreies Bier oder nen Kefir. Das tut mir mal ganz gut.
Manche Leute fasten regelmäßig einen Tag in der Woche, why not? Das ist für den Körper sehr natürlich. Früher hat man auch nicht immer was zum Essen gefunden.

Aber den ganzen Tag bloß Wasser, Tee oder Gemüse-Brühe? Damit kannst Du mich jagen... :)) - allein schon bei dem Gedanken dran kriege ich sofort Hunger, was eigentlich gar nicht möglich ist, denn ich habe gerade zwei riesige Portionen meines neu erfundenen Abnehm-Lieblingsessen verdrückt:

Spargel, längs geschnittene Rüben und Kartoffeln plus Brokkoli (erst später rein) einfach alles zusammen in einem Topf kochen und dazu gibt es dann entweder Sauce Hollandaise oder Butter (gebräunt). Ist echt lecker...
Wer unbedingt will, kann ja noch Schinken oder Fleisch dazu essen.
Ist ansonsten echt schnell und einfach zu machen :mrgreen:

Herzliche Grüße
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 2. Jun 2019, 13:21
von onThePath
Hallo, Lazar

Muss wohl bewusster mein Essen planen. Da ich trotz 2 Mahlzeiten und morgens problemlos mindestens 4 Stunden nichts essen, nicht abnehme. Dabei habe ich wohl früher das doppelte gegessen. Und dabei war ich mir gar nicht so recht bewusst, wie voll mein Bauch war und wie oft. Inzwischen genieße ich sogar, wenn mein Bauch leer und unbeschwert ist.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 4. Jun 2019, 18:46
von Lazar
Hi oTP,

Doch wenn Du die Kalorien von Essen wüsstest, wäre doch alles sehr viel einfacher?
Eine riesige Paprika - von denen ich oft täglich eine verdrücke, weil sie mich total sättigt, aber kaum Kalorien hat (40-50) - zusammen mit Kräuterquark oder Tsatziki ist für mich neben der Arbeit z.B. perfekt. Dann habe ich vielleicht 300 Kalorien gegessen, aber fühle mich danach "voll" und gesättigt.

Esse ich hingegen eine Riesenportion Spaghetti mit Sauce passiert bei meinem Sättigungsgefühl schlichtweg gar nichts. Ich habe danach genauso Hunger wie zuvor, obwohl ich dabei vielleicht sogar 700 Kalorien oder mehr vertilgt habe.
Wenn ich bei MacDo war, passiert dasselbe. Hunger danach. Kohlehydrat-Kalorien, die meine Zellen spürbar null befriedigen. Wie soll man da dann aufhören zu essen?

Das heißt, Du musst im Prinzip nicht mal weniger essen, vielleicht sogar "mehr" als vorher, also rein volumentechnisch. Denn Gemüse und Salat hat pro 100g gesehen so viel weniger Kalorien als zum Beispiel Nudeln oder Brot, das glaubt man gar nicht.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 6. Jun 2019, 11:29
von onThePath
Hallo Lazar,

Immerhin habe ich das Intervallfasten schon verinnerlicht. Fühle ich mich wohl damit. Fehlen nur noch die Bemühungen abzunehmen.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Sa 8. Jun 2019, 09:36
von Lazar
Hi oTP!
Das ist doch was! Den Magen und das ganze Verdauungssystem an längere Pausen zwischen den Mahlzeiten gewöhnen und dabei vielleicht auch noch an kleinere Mengen. Der freut sich und das lässt Hungerattacken auf Dauer schrumpfen.

Diese Woche hatten wir in der Arbeit zum Beispiel sehr viel Stress, was vor allem die Konzentration anbelangte, und dann kann ich irgendwie instinktiv nicht viel essen.
Drum gabs dann bei mir über die erste Tageshälfte nur eine große Handvoll Walnüsse - in Memoriam oTP :) + 2 Äpfel.
Nüsse und Obst gleichzeitig zu essen, schmeckt erstens sehr gut und unterstützt das Gehirn tatsächlich beim langen intensiven Denken!
Die anderen haben sich alle "zur Beruhigung der Nerven" eine süß-fette Torte reingezogen und Kaffee. Da kannst Du dreimal raten, über was sich der Körper mehr gefreut hat... :mrgreen:

Idee: Kannst Du Deine Nüsse bezüglich Abnehmen nicht auch mit etwas "strecken"?
Also paar Nüsse weniger und stattdessen mit Obst ersetzen?
100g Walnusskerne haben nämlich satte 650 Kalorien, das ist bereits ein Viertel Deines Tagesbedarfs (bei Dir geschätzte 2400-2800 pro Tag).

Ansonsten sind Nüsse in moderaten Mengen sehr zu empfehlen:
https://www.pro-well.de/infothek/lebensmittel/nuesse-power-pur/
Du sollst also auf keinen Fall auf sie verzichten!

Herzliche Grüße
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 16. Jun 2019, 14:28
von jeig
onThePath hat geschrieben:Ob ich mich daran gewöhnen könnte, jeig ?

Lg, otp


Das weiss ich nicht. :D Ich hab viel gelesen von Leuten, die sich daran gewöhnt haben, soll also gehen. Bei mir war es mal einfach ein Test.

Probier es doch mal eine Woche aus :))

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 16. Jun 2019, 14:30
von jeig
onThePath hat geschrieben: Aber so, dass der Körper nicht auf Sparflamme schalten kann.

Lg, otp


Das hört sich nach einer Irrlehre an!

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 16. Jun 2019, 16:42
von onThePath
jeig hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Aber so, dass der Körper nicht auf Sparflamme schalten kann.

Lg, otp


Das hört sich nach einer Irrlehre an!


Was hört sich daran falsch an ?
Bei richtigem Fasten schaltet doch der Körper auf Sparflamme ? Wenn man zb eine Woche fastet, hat man danach schnell wieder das Ursprungsgewicht. Man muss jedenfalls vermeiden, dass durch falsches Fasten und Diäten nicht der Körper seinen Grundumsatz vermindert.

Beim Intervallfasten soll das nicht passieren.

Allerdings ist Sport mit Muskelaufbau wichtig.


Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 16. Jun 2019, 19:09
von jeig
onThePath hat geschrieben:Bei richtigem Fasten schaltet doch der Körper auf Sparflamme ?


Ich weiss nicht, was du mit Sparflamme meinst :? Ich kann es mir zwar vorstellen (darum hört es sich nach Irrlehre an), aber viellicht wäre es sinnvoll, wenn du dein Verständnis von "auf Sparflamme schalten" erklärst. ;)

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 16. Jun 2019, 19:38
von onThePath
Hallo Jeig,
Wenn der Körper während des Fastens oder wegen einer Diät auf Sparflamme schaltet, arbeitet das einer Gewichtsabnahme entgegen. Von diesem Effekt wird ja häufig geredet.

Intervallfasten ist davon anscheinend nicht betroffen.
Der Grundumsatz steigt vor allem durch sportliche Betätigung.

Schlecht ist auch stundenlanges Sitzen. Da sollte man den Körper immer mal wieder ankurbeln durch Bewegung.
Und ein Faktor soll auch die Energieverbrennung durch Wärmeerzeugung sein. Menschen die viel Wärme erzeugen sind im Vorteil.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Mo 17. Jun 2019, 12:12
von jeig
onThePath hat geschrieben:Wenn der Körper während des Fastens oder wegen einer Diät auf Sparflamme schaltet, arbeitet das einer Gewichtsabnahme entgegen. Von diesem Effekt wird ja häufig geredet.


Wenn man von etwas häufig redet, heisst es nicht, dass es korrekt ist ;) Wenn jemand fastet, nimmt er ab, Punkt. Der Körper braucht ja die Energie weiterhin und wenn keine durch Nahrung reinkommt, wird der Körper "Reserven" abbauen.

onThePath hat geschrieben:Intervallfasten ist davon anscheinend nicht betroffen.


Intervallfasten bedeutet: Du isst z.B. während 18 Stunden nichts und während 6 Stunden kannst du essen (geht auch 16:8, 20:4 etc). Der einzige Vorteil, den es meiner Meinung nach hier gibt: Du hast eine klare Struktur. Während 18 Stunden gibt es nichts, fertig. Aber du kannst in der verbleibenden Zeit so über die Stränge schlagen, dass du in ein Kalorienüberschuss kommst. Dann war die Übung für nichts.

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Mo 17. Jun 2019, 13:47
von onThePath
Hallo, jeig.

Nein, die kurze Zeitspanne, in der ich esse, nutze ich nicht aus um mir möglichst viel reinzuhauen.

Ich habe gelernt, wie wohl ich mich fühle ohne vollen Magen und ausgelastete Darmarbeit. Ich habe gelernt, nicht andauernd ein Hungergefühl zu haben. Mein Sättigungsgefühl ist schneller erreicht und hält länger vor.Und ich merke, wenn ich abends zu spät gegessen habe. Aber das bedeutete bisher noch nicht, dass ich automatisch abnehme. Dafür muss ich mehr tun. Sport und drauf achten, womit ich mich ernähre.


Vor Jahren habe ich eine Woche lang mal so gut wie gar nichts gegessen. Prima abgenommen danach. Aber ohne dann merklich mehr als vorher zu essen, war ich ziemlich schnell wieder auf meinem Anfangsgewicht. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass der Körper durch Fasten runterfährt mit seinem Verbrauch und besser Kalorien verwertet.

lg, oTp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Mo 17. Jun 2019, 21:45
von Lazar
oTP hat geschrieben:
Vor Jahren habe ich eine Woche lang mal so gut wie gar nichts gegessen. Prima abgenommen danach. Aber ohne dann merklich mehr als vorher zu essen, war ich ziemlich schnell wieder auf meinem Anfangsgewicht. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass der Körper durch Fasten runterfährt mit seinem Verbrauch und besser Kalorien verwertet.


Hi oTP,
ich fürchte, an die ganze Fasterei mit dem Ziel "Gewichtsabnahme" haben die meisten Menschen ziemlich falsche Erwartungen.
Auch beim Fasten bleibt die Regel ein Kilo pures Fett entspricht in etwa 8000 Kalorien bestehen (das ist viel), aber gerade beim Fasten - also eine plötzlich vehemente Kalorienreduktion, welche immer Alarmstimmung im Körper auslöst - kann außer der "Sparflamme" noch etwas Ungewolltes passieren: dass der Körper als erstes nicht die Fettreserven angreift, sondern die Muskeln. Die ja als aktiveres Gewebe wesentlich mehr Kalorien verbrennen als Fett. Schlecht.

Zusätzlich gibt es drei Dinge, die beim Fasten wegfallen und sehr viel Wasser im Körper binden: Kohlehydrate, Salz und Alkohol (letzteres bei Dir jetzt nicht).
Das heißt, das meiste Gewicht, das man nach einer Woche Fasten verliert, ist Wasser.
Isst man wieder normal, wird es wieder gebunden. Das ist leider die Wahrheit.

HG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 07:34
von onThePath
Hallo Lazer,
Wieviel Sport müsste man denn machen, um beim Fasten dem Abbau von Muskeln zu verhindern ?

Lg otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 08:01
von jeig
Während einer Diät verabschiedet sich der Körper von den Muskeln, die braucht er ja nicht, und die verbrauchen auch unnötig Energie, also bye bye.

Um aber Muskeln zu erhalten, braucht es Eiweiss und Krafttraining.

Und nochmals: Die Sparflammen-Geschichte ist meiner Meinung nach Unsinn.

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 08:39
von onThePath
jeig hat geschrieben: Und nochmals: Die Sparflammen-Geschichte ist meiner Meinung nach Unsinn.



Und warum wird das überall behauptet, wenn das nicht stimmt ?

Schaltet der Körper auf kein Notsparprogramm, wenn er gar nichts mehr an Nahrung bekommt ?


Wir haben nun beim Fasten:

Abbau von Muskeln, was ja auch weniger Energiebedarf bewirkt. Dadurch reduziert sich auch kein Fett.
Gewichtsverlust durch Wasserausscheidung. Was Gewichtsverlust suggeriert.


Was entscheidend ist: Man muss den Körper dazu bringen, das gespeicherte Körperfett zur Energiegewinnung zu verwenden.


lg, oTp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 09:53
von jeig
onThePath hat geschrieben:Schaltet der Körper auf kein Notsparprogramm, wenn er gar nichts mehr an Nahrung bekommt ?


Der Körper braucht aber Energie und wenn er keine bekommt, nimmt er halt eben, was vorhanden ist. Wenn nur noch sehr wenig vorhanden ist, dass wirst du das merken --> Kein Antrieb mehr etc.

Wie sollte denn das Programm aussehen? Eine Kalorie ist nunmal eine Kalorie, da kannst du nichts dran drehen ;)

Und bloss weil etwas "überall" behauptet wird, heisst es nicht, dass es stimmt. Die Esoteriker behaupten auch... 8-)

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 20:55
von Lazar
onThePath hat geschrieben:Hallo Lazer,
Wieviel Sport müsste man denn machen, um beim Fasten dem Abbau von Muskeln zu verhindern ?

Lg otp


Hi oTP!
Der Begriff "Sport" trifft es meiner Ansicht nach nicht wirklich, denn der war vor nicht all zu langer Zeit bei uns Menschen gar nicht nötig. Die Fitness-Industrie boomt, aber trotzdem sind die meisten Menschen nicht schlank und fit. Warum?
Aus der Szene kommen vielleicht ein paar "Angeber-Pumper" hervor und der große Rest macht 1-2 mal pro Woche - oder auch nur pro Monat - im Fitnesscenter "Sport".
Und sonst? Sitzt und liegt man lieber in der Gegend rum. You know what I mean?

Dass Du in Deinem normalen Leben einfach regelmäßig in Bewegung bleibst und dich dabei nicht unnötig völlerst (essen aus purer Ablenkung wegen Stress und weil's halt einfach gut schmeckt - so wie ich z.B. gern), das genügt in der Regel eigentlich.
Ich sag nur Hundebesitzer, lieber Fußgänger und Radlfahrer statt Auto, Treppen statt Rolltreppe. Viele erahnen wohl immer noch nicht, was dies in der großen Summe des Lebens an zusätzlicher Kalorienverbrennung ausmachen kann... sehr viele Kilos!

Also Antwort auf Deine Frage: reduziere Deine Kalorienaufnahme nicht all zu stark, iss dabei so wenig Mehl&Zucker wie möglich und renn dabei viel in der Gegend rum, oder wurschtle Dich durch Deinen Garten... tu so, als wäre alles ganz "normal aktiv". Dann fällt der Körper darauf rein.

Lg
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 21:09
von onThePath
Tja, das hatte ich vor Jahren alles regelrecht im Blut.
Muss mich wieder danach orientieren. Leider ist meine Frau keine die wie ich viel rumlaufen würde. Und kochen tut sie auch eher zuviel...

Aber sie ist meine Beste.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2019, 21:57
von Lazar
jeig hat geschrieben:Während einer Diät verabschiedet sich der Körper von den Muskeln, die braucht er ja nicht, und die verbrauchen auch unnötig Energie, also bye bye.

Um aber Muskeln zu erhalten, braucht es Eiweiss und Krafttraining.

Und nochmals: Die Sparflammen-Geschichte ist meiner Meinung nach Unsinn.


Hi Jeig,
bei meinen "Diäten" hat sich mein Körper bestimmt noch nie von meinen Muskeln verabschiedet. Ich habe aber auch - ganz bewusst - noch nie extrem oder gar über längere Zeit meine Kalorienzufuhr eingeschränkt, sondern immer nur ein wenig, fast unmerklich. Und eben einfach das Richtige gegessen. Sehr viel Salat und Gemüse und Hülsenfrüchte plus tierisches Eiweiß: Eier, Milchprodukte - aber leider auch viel Fleisch und Fisch, was ich nun zum Glück nur noch relativ selten tue.

Bewegung & "Sport" hatte ich in meinem Leben allerdings tatsächlich regelmäßig. Erst seitdem ich darin nachgelassen habe, habe ich ein paar Kilos zugenommen.
Das ist dann halt einfach so, man wird ja zunehmend auch älter und der Stoffwechsel verlangsamt sich dabei insgesamt.
Aber die paar Pfund werden nun wieder gechillt wie immer abgebaut, ich mach mir da keinen "5 Kilos in zwei Wochen-Stress"... das ist totaler Humbug.

Denn der Sparflamme-Modus existiert meines Erachtens sehr wohl.
Der Mensch wurde prinzipiell nicht auf "prall gefüllten Supermarkt" ausgerichtet, sondern auf nacktes Überleben. Das heißt, wer in großen Notzeiten das Meiste an Kalorien aus der Nahrung herausholen und sonst an Energie einsparen konnte, hatte gewonnen. Ist also übriggeblieben und hat sich wiederum vermehrt.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Mi 19. Jun 2019, 11:23
von jeig
Wie kommt man auf so eine Aussage??

Lazar hat geschrieben:tu so, als wäre alles ganz "normal aktiv". Dann fällt der Körper darauf rein.


Der Körper fällt worauf rein?

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Mi 19. Jun 2019, 11:28
von jeig
Lazar hat geschrieben:bei meinen "Diäten" hat sich mein Körper bestimmt noch nie von meinen Muskeln verabschiedet.


Interessant. Und wie hast du deine Muskeln gemessen?

Ich habe aber auch - ganz bewusst - noch nie extrem oder gar über längere Zeit meine Kalorienzufuhr eingeschränkt, sondern immer nur ein wenig, fast unmerklich. Und eben einfach das Richtige gegessen. Sehr viel Salat und Gemüse und Hülsenfrüchte plus tierisches Eiweiß: Eier, Milchprodukte - aber leider auch viel Fleisch und Fisch, was ich nun zum Glück nur noch relativ selten tue.


Ich habe weiter oben geschrieben: Viel Eiweiss während einer Diät für den Muskelerhalt: wichtig.

Denn der Sparflamme-Modus existiert meines Erachtens sehr wohl.


Erklär mir bitte mal, was du darunter verstehst. :geek:

Der Mensch wurde prinzipiell nicht auf "prall gefüllten Supermarkt" ausgerichtet, sondern auf nacktes Überleben.


Der Mensch wurde auch nicht auf Internet ausgerichtet und trotzdem sind wir hier und schreiben in einem Forum. :mrgreen:

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 05:07
von Lazar
onThePath hat geschrieben:Tja, das hatte ich vor Jahren alles regelrecht im Blut.
Muss mich wieder danach orientieren. Leider ist meine Frau keine die wie ich viel rumlaufen würde. Und kochen tut sie auch eher zuviel...

Aber sie ist meine Beste.

Lg, otp


Hi oTP!
Hm, verstehe ... schwierige Konstellation. Du könntest theoretisch also gar nicht wirklich wissen, wieviele Kalorien Du täglich isst, weil Deine Frau für Dich kocht.
Und ihre Unlust auf Bewegung geht auf Dich ebenfalls schleichend über.

Vielleicht klingt das nun ein wenig unromantisch, aber besser wäre es doch für Euch Beide, Deine Frau läuft mehr mit Dir rum, als dass sie für Euch "zu viel kocht".
Sie kann ja trotzdem Deine Beste bleiben und dabei vielleicht sogar ihre Rückenschmerzen ein wenig bessern?

Ich weiß das selber leider aus Erfahrung, dass man einem geliebten Partner nicht unbedingt einen Gefallen damit tut, wenn man sich ihm zu Liebe ihm falsch anpasst.

Herzliche Grüße
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 10:56
von Lazar
jeig hat geschrieben:Wie kommt man auf so eine Aussage??
Lazar hat geschrieben:tu so, als wäre alles ganz "normal aktiv". Dann fällt der Körper darauf rein.

Der Körper fällt worauf rein?

Ganz einfach, dass der Körper gar nicht merkt, dass er ständig nur ein kleines bisschen zu wenig zu essen bekommt und allmählich abnimmt. Das will er nämlich grundsätzlich nicht. Fettreserven waren früher überlebenswichtig!
jeig hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:bei meinen "Diäten" hat sich mein Körper bestimmt noch nie von meinen Muskeln verabschiedet.

Interessant. Und wie hast du deine Muskeln gemessen?

Erstens habe ich meinen Fettanteil gemessen und zweitens: das sieht man - und spürt man auch - ganz deutlich. :))

jeig hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Ich habe aber auch - ganz bewusst - noch nie extrem oder gar über längere Zeit meine Kalorienzufuhr eingeschränkt, sondern immer nur ein wenig, fast unmerklich. Und eben einfach das Richtige gegessen. Sehr viel Salat und Gemüse und Hülsenfrüchte plus tierisches Eiweiß: Eier, Milchprodukte - aber leider auch viel Fleisch und Fisch, was ich nun zum Glück nur noch relativ selten tue.

Ich habe weiter oben geschrieben: Viel Eiweiss während einer Diät für den Muskelerhalt: wichtig.

Diese ständige Eiweißmampferei kann man auch übertreiben, zu viel tierisches Eiweiß ist schlichtweg ungesund. Sport machen erhält die Muskelmasse natürlich genauso. Jetzt esse ich halt statt viel Fleisch lieber Emmentaler (der hat sogar noch mehr Eiweiß als Rindfleisch), mal Fisch, bzw. höchstens noch einmal Fleisch pro Woche. Geht gut. Muskeln sind immer noch da... :mrgreen:
jeig hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Denn der Sparflamme-Modus existiert meines Erachtens sehr wohl.

Erklär mir bitte mal, was du darunter verstehst. :geek:
...........
Der Mensch wurde auch nicht auf Internet ausgerichtet und trotzdem sind wir hier und schreiben in einem Forum. :mrgreen:

Der Körper reagiert einfach auf Signale wie die plötzliche starke Senkung der Nahrungszufuhr und stellt sich evolutionsbedingt auf längere "Notzeiten" wie früher im Winter ein. Er kann Nahrung dann akribischer verwerten, bzw. auch die eigene Darmflora sich darauf einstellen. Musst Du mir ja nicht glauben. Ich rate jedenfalls von allen "Wunder-Crash-Diäten" ab, die sind kontraproduktiv.
Abends vor allem keine Nudeln, oder viel Brot essen (außer man joggt am Morgen), natürlich keine Chips und Alkohol (vor allem Bier) trinken, das wirkt hingegen Wunder!

Tja, frustrierend trotz Internet - sämtliche Infos, die man darin über gesundes Abnehmen abrufen kann, nützen nichts. Die Menschen werden immer dicker, bereits Kinder. Amerikanische Verhältnisse bahnen sich an. Starker Bewegungsmangel ist mitunter die Hauptursache.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 11:15
von onThePath
Hallo Lazar

Meine Frau kann nur kurz und langsam überhaupt gehen. Ist für mich anstrengend, wie mit angezogener Handbremse bewegen.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 16:59
von jeig
Lazar hat geschrieben:Ganz einfach, dass der Körper gar nicht merkt, dass er ständig nur ein kleines bisschen zu wenig zu essen bekommt und allmählich abnimmt.


Das kannst du nicht ganz ernst meinen. Wenn doch, dann ist das Humbug.

Erstens habe ich meinen Fettanteil gemessen und zweitens: das sieht man - und spürt man auch - ganz deutlich.


Wenn du nur den Fettanteil gemessen hast, weisst du genau nichts über deine Musklen ;) Ob die weniger werden oder nicht, spürst du bestimmt nicht. Warum glaubst du, messen Bodybuilder ihre Muskeln?

Der Körper reagiert einfach auf Signale wie die plötzliche starke Senkung der Nahrungszufuhr und stellt sich evolutionsbedingt auf längere "Notzeiten" wie früher im Winter ein.


Und wie will der Körper denn wissen, ob jetzt eine Notzeit anbricht? Wenn ich von heute auf morgen weniger esse, dann kann das genau für ein Tag sein, oder für zwei Stunden. Wie soll der Körper das abschätzen können? Sorry, aber das ist Unsinn. Das müsstest du schon belegen.

Wenn ein Mensch seinem Körper keine Nahrung mehr gibt, nimmt sich der Körper, was vorhanden ist, fertig.

Abends vor allem keine Nudeln


Warum nicht??? Sind die Kohlenhydrate morgens nett und abends böse? :lol:

Tja, frustrierend trotz Internet - sämtliche Infos, die man darin über gesundes Abnehmen abrufen kann, nützen nichts


Weisst du warum? Weil es eine Menge Unsinn im Internet gibt. Und leider gibst du es hier teilweise weiter.

Starker Bewegungsmangel ist mitunter die Hauptursache

Das ist hingegen wahr.

Meine Empfehlung, sehr gutes Buch, interessant zum Lesen und widerlegt wissenschaftlich die Ernährungsirrtümer:

https://www.orellfuessli.ch/shop/home/a ... gKSWPD_BwE

:))

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 20:28
von Lazar
Hi Jeig,
Danke für den Buch-Tipp, aber ich habe mich zwanzig Jahre selber mit Ernährung, Psyche, Stoffwechsel und Diäten beschäftigt. Da vertraue ich lieber weiterhin auf mich selbst, denn da weiß ich, dass es bei mir sicher funktioniert ... :)

Wenn Du dabei der Meinung bist, dass ich trotzdem bloß lauter Humbug rede... nur zu.
Vielleicht kennst Du Dich auch bloß nicht genug mit dem Stoffwechsel aus, denn ja, es ist entscheidend, wann man wieviele Kohlehydrate isst.
Aber mampf Dich abends einfach weiterhin mit Nudeln und Pizza voll und sei glücklich.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Do 20. Jun 2019, 20:49
von Lazar
onThePath hat geschrieben:Hallo Lazar

Meine Frau kann nur kurz und langsam überhaupt gehen. Ist für mich anstrengend, wie mit angezogener Handbremse bewegen.

Lg, otp


Hi oTP,
oje, die Arme. Aber nicht allein wegen der Rückenschmerzen?

Aber das kann ich Dir nachfühlen, mit meinem Dad ist es ähnlich.
50 - 100 Meter gehen, dann eine Weile stehenbleiben oder noch besser hinsetzen. Ächz, das ist echt anstrengend, da braucht man ewig von hier nach da.

Dann musst Du wohl doch ab und zu mal alleine loswalken.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Fr 21. Jun 2019, 10:17
von jeig
Lazar hat geschrieben:Vielleicht kennst Du Dich auch bloß nicht genug mit dem Stoffwechsel aus, denn ja, es ist entscheidend, wann man wieviele Kohlehydrate isst.


Hallo Lazar, das ist richtig: Mit dem Stoffwechsel kenne ich nicht genug aus. Eigentlich gar nicht. Ich kenne die Definition, wie und warum er so und so funktioniert, davon habe ich wirklich keine Ahnung.

So sieht er übrigens aus: http://biochemical-pathways.com/#/map/1

:oops:

Und heute Abend gibt es tatsächlich Pizza!! Juhuuuuuuuu :lol: :lol: :lol:

Tipp: Spare am Tag an Kalorien, dann kannst du sie am Abend geniessen ;)

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Fr 21. Jun 2019, 14:53
von bigbird
Lazar hat geschrieben:
Aber das kann ich Dir nachfühlen, mit meinem Dad ist es ähnlich.
50 - 100 Meter gehen, dann eine Weile stehenbleiben oder noch besser hinsetzen.
Klingt nach der Schaufenster-Krankheit - mein Tipp: Abklären lassen!

bigbird

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Fr 21. Jun 2019, 14:56
von bigbird
jeig hat geschrieben:
Und wie will der Körper denn wissen, ob jetzt eine Notzeit anbricht? Wenn ich von heute auf morgen weniger esse, dann kann das genau für ein Tag sein, oder für zwei Stunden. Wie soll der Körper das abschätzen können? Sorry, aber das ist Unsinn. Das müsstest du schon belegen.
Doch, das ist eine anerkannte Tatsache, dass der Körper nach einer gewissen Zeit von "Diät" oder eben weniger essen auf die viel beschworene "Sparflamme" umschaltet - und er verbraucht weniger Kalorien. Deshalb wird es nach einer gewissen Zeit "Schlankheits-Kur" schwieriger, abzunehmen - als am Anfang.

bigbird

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Fr 21. Jun 2019, 16:10
von onThePath
bigbird hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:
Aber das kann ich Dir nachfühlen, mit meinem Dad ist es ähnlich.
50 - 100 Meter gehen, dann eine Weile stehenbleiben oder noch besser hinsetzen.
Klingt nach der Schaufenster-Krankheit - mein Tipp: Abklären lassen!

bigbird


Ja, war auch meine Idee. Hat nämlich meine 13 Jahre ältere Schwester seit einiger Zeit.

Lg, otp

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Fr 21. Jun 2019, 23:20
von Lazar
onThePath hat geschrieben:
bigbird hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:
Aber das kann ich Dir nachfühlen, mit meinem Dad ist es ähnlich.
50 - 100 Meter gehen, dann eine Weile stehenbleiben oder noch besser hinsetzen.
Klingt nach der Schaufenster-Krankheit - mein Tipp: Abklären lassen!

bigbird


Ja, war auch meine Idee. Hat nämlich meine 13 Jahre ältere Schwester seit einiger Zeit.

Lg, otp


Hi, bigbird und oTP, danke für Euren Rat!

Mein Vater ließ es bereits von Ärzten abklären, nützt aber leider nicht viel.
Bei ihm ist es eine Spinalkanalstenose und weniger eine pure Gefäßerkrankung/Durchblutungsstörung der Beine.
Das heißt, der Kanal der Wirbelsäule durch den das Rückenmark verläuft, ist verengt und dies drückt sowohl schmerzhaft auf Nerven als auch Adern/Gefäße.

In Frage kommt hier leider nur eine sehr riskante OP, fällt also aus mit bald 84 Jahren :|
Mal sehen, wie sich das entwickelt. Radeln und autofahren geht noch ganz gut.
Auch beim Sitzen und Schlafen zum Glück bis jetzt keine Schmerzen.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Sa 22. Jun 2019, 11:09
von Lazar
jeig hat geschrieben:Und wie will der Körper denn wissen, ob jetzt eine Notzeit anbricht? Wenn ich von heute auf morgen weniger esse, dann kann das genau für ein Tag sein, oder für zwei Stunden. Wie soll der Körper das abschätzen können? Sorry, aber das ist Unsinn. Das müsstest du schon belegen.


Nichts leichter als das. Bloß weil Du es nicht weißt... zum Glück weiß Dein Körper alles aus der Praxis... :mrgreen:
Kurz erklärt: Nichts wird vom Körper so sehr überwacht als das Vorhandensein von ausreichend Glucose im Blut. Fehlt sie (viele kennen das Gefühl von "Unterzucker", der in der Regel mit Schlappheit, Schwindel und Konzentrationsstörungen einhergeht), könnten für uns auf Dauer tatsächlich lebensbedrohliche Zustände eintreten, denn das Gehirn und auch die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren, brauchen allein Glucose als "Brennstoff".

Da Nahrungsmittel früher nicht immer greifbar waren, hat der Körper deshalb Kohlehydratspeicher in sich angelegt, auf die er notfalls schnell zurückgreifen kann und sie entweder wieder in Glucose umwandeln (Glycogen in der Leber) oder in Energie für die Muskelkontraktion (Glycogen in den Muskeln).
Fehlt nun allerdings längere Zeit der Nachschub an Kalorien, schaltet der Körper um auf ein anderes Stoffwechselprogramm, genannt Glukoneogenese.
Dabei passiert genau das, was auch die Muskeln schwinden lassen kann: der Körper wandelt körpereigenes Eiweiß in Glucose um.
Wenn die Glycogenspeicher (fassen etwa 2000 Kalorien) leer sind, dann erkennen Marathonläufer oder Abnehmkandidaten das in einem plötzlichen "Leistungseinbruch", da der Körper eine Weile braucht, um in den aufwendigeren Eiweiß- oder auch Fettverbrennungsmodus zu schalten.
Um ja wieder genug Glucose zur Verfügung zu haben. Manche Leute haben deshalb immer notfalls Traubenzucker dabei. Oder sie fühlen sich dann müde und antriebslos.

jeig hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Vielleicht kennst Du Dich auch bloß nicht genug mit dem Stoffwechsel aus, denn ja, es ist entscheidend, wann man wieviele Kohlehydrate isst.


Hallo Lazar, das ist richtig: Mit dem Stoffwechsel kenne ich nicht genug aus. Eigentlich gar nicht. Ich kenne die Definition, wie und warum er so und so funktioniert, davon habe ich wirklich keine Ahnung.

So sieht er übrigens aus: http://biochemical-pathways.com/#/map/1

:oops:

Und heute Abend gibt es tatsächlich Pizza!! Juhuuuuuuuu :lol: :lol: :lol:

Tipp: Spare am Tag an Kalorien, dann kannst du sie am Abend geniessen ;)


Dann dürftest Du aber bei manchen Pizzas vorher fast gar nichts essen... ;)
zumindest wenn Du trotzdem dabei abnehmen willst. Eine 500g Pizza hat immerhin so 900-1400 Kalorien, je nach Belag.

Und jetzt kommts. In der Regel ist es aber so, dass wir tagsüber genügend Nahrung zu uns nehmen ohne in den Unterzucker zu fallen, das heißt, auch die Glykogenspeicher relativ voll sind. Groß bewegen tun wir uns abends meistens auch nicht mehr (außer man geht nach der Arbeit zum excessiven Sport), das heißt, wenn man sich am Abend mit Kohlehydraten völlert (Pizza/Nudeln/Brot/Chips/Süßigkeiten essen, Bier/Wein/zuckerhaltige Getränke trinken) und die Zellen aber gar keine Glucose mehr brauchen und die Glykogenspeicher voll sind, dann kannst Du dreimal raten, was Dein Körper mit der überflüssigen Glukose/Glykogen dann macht?
In der Nacht hat er ja dann prima Zeit dies alles in Fettpölsterchen umzuwandeln. Macht er dann bei vielen sichtlich auch.

LG
Eleazar

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: Sa 22. Jun 2019, 12:18
von jeig
Lazar hat geschrieben:Nichts leichter als das. Bloß weil Du es nicht weißt... zum Glück weiß Dein Körper alles aus der Praxis...


Danke für deine Antwort. Die Frage war aber, woher der Körper wissen soll, dass eine Notzeit anbricht? Ich könnte ja mal für zwei Stunden, einen Tag oder eine Woche weniger essen.

Die Pizza hat natürlich reichlich Kalorien, aber eben: Wenn man genug spart, ist das kein Problem :))

Re: abspecken?

BeitragVerfasst: So 23. Jun 2019, 10:17
von Lazar
Hi Jeig!
Das kommt völlig darauf an, wie man "Notzeit" definiert. Der Bär weiß zum Beispiel, dass er sich vor dem Winter ordentlich mit Lachs vollhauen muss, damit er den Winterschlaf gut übersteht? Wir kriegen bei zunehmend kälteren Temperaturen ja auch mehr Hunger.
In dem Sinn ist einen Tag oder eine Woche lang mal nicht so viel essen noch keine "Notzeit", auch nicht für die sensiblen Fühler deines Körpers.

Der Körper registriert jedenfalls sehr genau ständig deinen KFA (Körperfettanteil) durch das Hormon Leptin, das auch deine Diäten "überwacht". Verliert der Körper nur energieverschwendende Muskelmasse, ist es für ihn nicht so alarmierend als wenn der KFA unter bestimmte Werte sinkt (4-5% sind zunehmend lebensbedrohlich und werden bei uns allenfalls von extrem Magersüchtigen erreicht). Sinkt er bei Männern unter 15% und Frauen bereits unter 23%, dann gibt der Körper jedenfalls zunehmend Alarm und macht alles, um seinen Energieverbrauch zu senken.
Wenn dein Körper etwas partout nicht hergeben will, dann ist es leider Fett.
Das ist wie seine Lebensversicherung.

Ich rate beim Abnehmen jedenfalls immer zu mehreren "Etappen" und Tage dazwischen, wo man normal oder sogar mal zu viel isst, dafür kann man dann mehr Sport machen. Und natürlich rate ich zur Zuführung möglichst hochwertiger Nahrungsmittel, dann hat man dabei logischerweise auch am wenigsten Hunger.

Herzliche Grüße
Eleazar