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"Der König" - ein Text von mir

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"Der König" - ein Text von mir

Beitragvon novalial » Sa 23. Mai 2009, 23:21

Hi!

Ich habe kürzlich den folgenden Text geschrieben:


Der König

Es war einmal ein kleines Dorf, das genau 34 Einwohner zählte, und in dem ein König herrschte. Die Zeit verging und das Volk war glücklich. Eines Jahres jedoch wurde das Dorf von einer Hungersnot angegriffen. Bald brach unter den Bewohnern Panik aus, denn sie fürchteten den Hunger. Doch der König, ein alter und weiser Mann, hatte - dem Unglück voraussehend - einen grossen Vorrat an Getreide beisammen gelegt. Er hatte vor, seinen Untertanen damit zu helfen, doch zuerst wollte er sie auf die Probe stelle, denn sie sollten dieses Geschenkes auch würdig sein.
Er ging deshalb zu seinem Volk und sprach: "Mein Getreidevorrad ist gross genug, um diese Hungerwelle überwinden zu können. Deshalb sollen jeder und jede von euch täglich an der Mittagsstunde zu mir kommen, und zwar einer nach dem anderen. Die erste Person, die zu mir kommt, wird für jenen Tag ein Stück Brot und eine Unze Wasser bekommen. Die zweite Person wird zwei Stücke Brot und zwei Unzen Wasser bekommen. Die dritte Person wird drei Stücke Brot und drei Unzen Wasser bekommen. So wird es weiter gehen, bis zur letzten Person."
Danach ging der König zurück zu seinem Palast und wartete. Als die Mittagsstunde eintraf wartete er weiterhin, denn niemand erschien. Drei Tage lang wartete er, am Vierten verliess er den Palast wieder. Er sah das eigene Volk, es war tot, und nicht der Hunger war dafür verantwortlich.


Nun würde ich gerne wissen, was ihr von dieser Geschichte haltet. Ich freu mich auf eure Kommentare!


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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Schoham » So 24. Mai 2009, 22:52

Eine eindrückliche Erzählung die zeigt wie der Mensch ist.
Eine gute Geschichte war der Kommentar meines Mannes nachdem ich sie ihm erzählt habe.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Mo 25. Mai 2009, 10:17

Ein gute Geschichte, die zeigt, wie obrigkeitliche Anmassung und Gedankenlosigkeit die Untergebenen tötet. Es zeigt auch, dass Alter und Weisheit ohne Liebe inhaltsleer ist.

Deshalb fängt 1. Kor. 13 an mit: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz, eine lärmende Zimbel. Und wenn ich die Gabe prophetischer Rede habe und alle Geheimnisse kenne und alle Erkenntnis besitze und wenn ich allen Glauben habe, Berge zu versetzen, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich all meine Habe verschenke und meinen Leib dahingebe, dass ich verbrannt werde, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts.

Gruss Taube
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Mo 25. Mai 2009, 10:22

...vielleicht zeigt die Geschichte auch auf, dass das Volk doch noch lebt: Lieber hungern als einem Sadisten zu Füssen kriechen.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon cori » Mo 25. Mai 2009, 10:33

Taube hat geschrieben:Ein gute Geschichte, die zeigt, wie obrigkeitliche Anmassung und Gedankenlosigkeit die Untergebenen tötet. Es zeigt auch, dass Alter und Weisheit ohne Liebe inhaltsleer ist.


Die Geschichte zeigt auch, dass es dem Volk ebenso an Weisheit und Liebe gemangelt hat. Hätten sie sich die Brote geholt und untereinander gerecht aufgeteilt, dann hätten sie dem Alten ein Schnippchen geschlagen.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Mo 25. Mai 2009, 12:11

cori hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Ein gute Geschichte, die zeigt, wie obrigkeitliche Anmassung und Gedankenlosigkeit die Untergebenen tötet. Es zeigt auch, dass Alter und Weisheit ohne Liebe inhaltsleer ist.
Die Geschichte zeigt auch, dass es dem Volk ebenso an Weisheit und Liebe gemangelt hat. Hätten sie sich die Brote geholt und untereinander gerecht aufgeteilt, dann hätten sie dem Alten ein Schnippchen geschlagen.

...ja, auch das ist zu überlegen.

Konnte Weisheit und Liebe überhaupt im Volk entstehen? Ein kleines Volk in dem alles einfach von einem Herrscher entschieden wird und geordnet wird, auch eine gesunde Vorsorge, ist doch im Notfall gar nicht mehr in der Lage Solidarität zu üben?

Das andere: Was heisst eigentlich "glückliches Leben" bei diesem Volk? Ist Glück einfach nur das, dass für alles gesorgt ist? Das scheint ein trügerisches Glück gewesen zu sein, dass es bei der ersten Notlage keine Kraft mehr aus dem vorhergehenden Glück vorhanden war?

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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Schoham » Mo 25. Mai 2009, 16:02

Die Menschen hätten kommen dürfen und nehmen und essen und genug haben um zu leben. Sie waren habgierig und wollten mehr haben als was sie zum Leben nötig gehabt hätten und haben somit alles verloren.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon novalial » Di 26. Mai 2009, 00:50

Schoham hat geschrieben:Eine eindrückliche Erzählung die zeigt wie der Mensch ist.
Eine gute Geschichte war der Kommentar meines Mannes nachdem ich sie ihm erzählt habe.

Was für ein Kommentar denn, wenn man fragen darf? :)


Taube hat geschrieben:Konnte Weisheit und Liebe überhaupt im Volk entstehen? Ein kleines Volk in dem alles einfach von einem Herrscher entschieden wird und geordnet wird, auch eine gesunde Vorsorge, ist doch im Notfall gar nicht mehr in der Lage Solidarität zu üben?
Das andere: Was heisst eigentlich "glückliches Leben" bei diesem Volk? Ist Glück einfach nur das, dass für alles gesorgt ist? Das scheint ein trügerisches Glück gewesen zu sein, dass es bei der ersten Notlage keine Kraft mehr aus dem vorhergehenden Glück vorhanden war?

Es ist schon ein wirklich glückliches, erfülltes und liebevolles Leben gemeint.
Der König war allerdings nicht ein Tyrann, sondern wollte tatsächlich dem Volk helfen. Er wolte aber auch testen, ob einer der Einwohner dazu fähig war, als erster zu gehen und am Wenigsten zu bekommen, damit die anderen danach mehr bekommen können. Schlussendlich hätte die Bevölkerung das gesamte Essen wieder gleichmässig verteilen können.


Schoham hat geschrieben:Die Menschen hätten kommen dürfen und nehmen und essen und genug haben um zu leben. Sie waren habgierig und wollten mehr haben als was sie zum Leben nötig gehabt hätten und haben somit alles verloren.

Genau das hab ich mir beim Schreiben überlegt.
Sie hätten es allerdings aufteilen müssen, denn sonst wären die Ersten verhungert (mit einer Unze Wasser und einem Stück Brot pro Tag überlebt man nicht; der Letzte hätte wiederum 37 Unzen Wasser und 37 Stücke Brot bekommen, was eindeutig zu viel ist).


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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Debora » Di 26. Mai 2009, 08:38

Gute Geschichte,mit einem super guten Hintergrund.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon cori » Di 26. Mai 2009, 09:48

novalial hat geschrieben: Er wolte aber auch testen, ob einer der Einwohner dazu fähig war, als erster zu gehen und am Wenigsten zu bekommen, damit die anderen danach mehr bekommen können.

Nun, die Geschichte hätte auch anders ausgehen können. In der Bevölkerung gibt es meistens unterschiedliche Leute. Es hätte sein können, dass einige so selbstlos gewesen wären, als erstes zu kommen.
Die Habgierigen wären erst später gekommen. Aber weil sie habgierig sind, hätten sie natürlich nicht geteilt.
Dann hätte der König gewusst, welche seiner Leute die Würdigen waren: Nämlich die, die verhungert sind.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Di 26. Mai 2009, 12:03

novalial hat geschrieben:...., sondern wollte tatsächlich dem Volk helfen. Er wolte aber auch testen, ...


Ist ein solcher geheimer Test eines weisen Königs würdig? Ist es ethisch vertretbar, im Augenblick der Not den Charakter zu testen? Ich denke, nein.

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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Schoham » Di 26. Mai 2009, 12:07

Wie sonst könnte man Menschen testen/prüfen - als in der Not? In guten Zeiten ist es leicht zu bekennen...
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Di 26. Mai 2009, 12:12

Schoham hat geschrieben:Wie sonst könnte man Menschen testen/prüfen - als in der Not? In guten Zeiten ist es leicht zu bekennen...

Hat Jesus eine persönliche Not ausgenützt? Hat Jesus die Ehebrecherin zuerst nach ihrem Glauben und ihrem Charakter gefragt?

Er wusste doch, dass keiner, nicht einer, von sich aus würdig war!

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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon cori » Di 26. Mai 2009, 12:17

Eine andere Geschichte:

Der König

Es war einmal ein kleines Dorf, das genau 34 Einwohner zählte, und in dem ein König herrschte. Die Zeit verging und das Volk war glücklich. Eines Jahres jedoch wurde das Dorf von einer Hungersnot angegriffen. Bald brach unter den Bewohnern Panik aus, denn sie fürchteten den Hunger. Doch der König, ein alter und weiser Mann, hatte - dem Unglück voraussehend - einen grossen Vorrat an Getreide beisammen gelegt. Er hatte vor, alle seine Untertanen zu retten, vom Gierigsten bis zum Bescheidensten.

Er sprach zu seinem Knecht: Rufe die Leute und gib ihnen, was sie zum Leben brauchen!
Da kam der erste und bekam eine Ration, die zum Überleben reichte.
Der zweite bekam ein kleines Stückchen mehr, dritte noch etwas mehr, und so ging es bis zum letzten.
Da murrten die ersten gegen den König. Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Hast du nicht bekommen, was du zum Leben brauchst? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben mehr als dir. Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Bist du neidisch, weil ich so gütig bin?
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Taube » Di 26. Mai 2009, 13:14

...so finde ich es sehr schön!
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Schoham » Di 26. Mai 2009, 13:20

Taube hat geschrieben:Hat Jesus eine persönliche Not ausgenützt?


Der HERR Jesus wurde vom Teufel versucht und es war der Wille Seines Vaters. Der Geist Gottes führte Jesus in die Wüste. Nach 40 Tagen hungerte Ihn sehr und Er bestand die Prüfungen in Seiner Not.

Petrus dachte er würde für Jesus sterben. Es war leicht dies zu sagen nachdem er die Wunder von Jesus miterlebte. Nachdem er selbst mit Vollmacht ausgerüstet worden war und die dämonen ihm sogar untertan waren. Wie anders sah es aus als Petrus in Not kam? Als es um seine Person ging? Darum sagte Jesus dem Petrus das er dann - wenn er sich bekehrte - die Schafe weiden soll. Der Petrus musste eben zuerst erfahren das er es nicht aus eigener Kraft schafft. Das er eine Bekehrung braucht. Eine ganzhinwendung zu Gott.

Wir sollen Tugend erweisen. Erweisen meint das wir mit unserem alltäglich Leben zeigen sollen und dürfen wie die Kraft Gottes durch uns wirkt. Um es beweisen zu können - um Zeugen Jesus zu sein - werden wir in mancherlei Nöte kommen...von Gott zugelassen - ja so für uns vorgesehen - gewollt.

Wir sind miteinbezogen in den Kampf zwischen Licht und Finsternis. Der findet im Tal unten statt im grauen - ja ganz gewöhnlichen Alltag mit seinen Lasten und Beschwernissen.
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Re: "Der König" - ein Text von mir

Beitragvon Schoham » Di 26. Mai 2009, 13:29

Taube hat geschrieben:...so finde ich es sehr schön!


Ja schön ist die Geschichte so - wie ein amerikanischer Liebesfilm mit Happyend. Unsere Geschichte ist eine wahre Geschichte und die findet ihr glückliches Ende nicht auf dieser Erde. Hier haben nicht alle genug zum Leben weil wir in Aegypten sind wo die Menschen unter der Sklaverei und Ausbeutung der Pharaonen leiden. Wo die Letzten in Saus und Braus ihr Leben geniessen auf Kosten der Ersten. Doch diese Letzten werden im Reich das kommen wird dann nicht die ersten sein. Sie werden die Letzten bleiben.
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