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Völlig neue Linie in Rom?

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

Moderator: bigbird

Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » Sa 21. Sep 2013, 06:01

Wer meine Ansichten etwas näher kennt, wird verstehen, warum ich fast eine Sektflasche bei diesen Berichten über den neuen Papst öffnen möchte (Quelle: Deutschlandradio-Newsletter):
Aber kaum jemand hätte erwartet, mit welchem Tempo und Eifer der neue Papst sich daran macht, die katholische Kirche zu verändern. Fast im Wochenrhythmus prescht er vor, reißt Jahrzehnte- oder Jahrhunderte alte Rede- und Denkmauern ein, schneidet alte Zöpfe ab. Sein neuester Vorstoß ist ein Interview, das er für etwa ein Dutzend Jesuiten-Zeitschriften weltweit gegeben hat.

Der Papst nennt sich darin einen Sünder, der lange viel zu autoritär war und deshalb Fehler gemacht hat. Er sagt, Frauen seien nötig "an Stellen, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden". Er fordert seine Kirche auf, sich nicht festzubeißen in die Themen Abtreibung, Homosexualität oder Verhütungsmethoden. Er strebt eine Kurienreform an, in der es "echte, keine formelle Beratungen" geben soll - vor allem im Achter-Kardinals-Kollegium, das Anfang Oktober in Rom erstmals zusammentritt.

Der Pontifex Maximus warnt, seine Kirche dürfe sich nicht in ein "schützendes Nest unserer Mittelmäßigkeit" reduzieren. Und zum Thema Homosexualität bemerkt er trocken: "Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben." Das klingt fast wie: Liebe - und tu, was du willst.

Gerade der letzte Satz (von Augustinus) gehört zu meinen zentralen Lieblingssätzen: Rückkehr zum spirituellen (und ein wenig auch anarchistischen!) Kern des "Urteile-Nicht!" von Jesus.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon onThePath » Sa 21. Sep 2013, 07:00

Der Pontifex Maximus warnt, seine Kirche dürfe sich nicht in ein "schützendes Nest unserer Mittelmäßigkeit" reduzieren. Und zum Thema Homosexualität bemerkt er trocken: "Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben." Das klingt fast wie: Liebe - und tu, was du willst.


Werde zu Deiner Interpretation mal nach dem tatsächlichen Sinn forschen.

"Liebe und tue was du willst ?" Klingt sehr billig, natürlich wenn es mißinterpretiert.
Allein durch Gott belebte Liebe kann richtig lieben und tuen. Auch darüber belebt und beseelt darüber urteilen, ob Homosexualität der Verbundenheit mit Gott schadet oder nicht.

Und Homosexuelle dürfen natürlich tun, was immer sie wollen, ohne dass Christen ihnen das verbieten können.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » Sa 21. Sep 2013, 08:19

Otp: "Missinterpretierbar ist fast alles, auch der berühmte Augustinus-Satz; ich sehe ihn so: Er lenkt den Blick nach Innen! Hin zum roten Faden der eher kirchenfernen, universalreligiösen Menschen, die man auch "spirituell" nennt. Wenn im Herzen die Liebe da ist- richtig, wie Du sagst- die erst durch göttliche Berührung kraftvoll werden kann- dann ist alles äußere Tun zweitrangig.
Mich würde bes. Mariettas Meinung interessieren, da sie ja bei den Orthodoxen alles schon ursprünglich-christlich empfindet.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon bigbird » Sa 21. Sep 2013, 10:18

Ich habe das mal hierher verschoben.

bigbird, Admin
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Mariette M. » Sa 21. Sep 2013, 16:40

Hermann hat geschrieben:Mich würde bes. Mariettas Meinung interessieren, da sie ja bei den Orthodoxen alles schon ursprünglich-christlich empfindet.


Hallo Hermann,

ich bin nicht sicher, zu welcher Thematik genau Du meine Meinung hören möchtest.
So wie ich Papst Franziskus bisher erlebe, ist er durchaus der Lehre der Kirche verpflichtet, glaubt aber, dass die Menschen durch die Liebe, dadurch, dass sie liebevoll begleitet werden, die Wahrheit der Lehre erkennen und nach ihr leben.

Von grossen lehrmässigen Veränderungen sehe ich nicht so viel...

Der Kommentator Thomas Jansen von KNA zitiert den Papst so
Die Ansichten der Kirche seien hinreichend bekannt, und er sei „ein Sohn der Kirche“; so der Papst


Übrigens haben sich auch die früheren Päpste durchaus zu ihrer eigenen Sündhaftigkeit bekannt.

In der Orthodoxie sehe ich - vor allem - zwei Prinzipien verwirklicht:

- die Menschenliebe Gottes wird nicht nur gepredigt, sondern erlebbar gemacht.

- da wo es für das Seelenheil nötig ist, kann von der rigiden Auslegung zu Gunsten der Ökonomia abgewichen werden.

Beide Prinzipien sehe ich auch im Pontifikat von Franziskus. Insofern sehe ich mit Freude zu und lasse mich überraschen...

Lg Marietta
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 05:45

Marietta: Der Tenor von ihm, dass seine Position nahe an Augustinus`"Liebe - und dann tue, was Du willst!" herangeht, scheint mir das Entscheidende. Das ist der Schwenk nach Innen, den die spirituelle, außerkirchliche Bewegung seit 30 Jahren predigt und für mich z.T. überzeugend vorlebt. Die orthodoxe Kirche erlebe ich als altbacken und noch nicht in der Gegenwart angekommen. Sowas Reinigendes wie "1968" ist im damals kommunistischen Russland ja auch praktisch ausgefallen. Und Russland/Sowjetunion ist das Stammland "Deiner" Kirche.
Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 08:18

Hermann hat geschrieben: Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.


Was suggeriert uns diese Art von "Beispielen" eigentlich? Dafür müsste dann vorher der Beweis erbracht werden, das grundsätzlich und immer homosexuelle Paare ihre (adoptierten) Kinder nicht schlagen.
Was für ein Unsinn. Was für ein, wieder einmal, an den Haaren herbei gezogener Vergleich.

Zum Papst:

Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.
(G.)

bis jetzt hat sich der Papst nur mediewirksam durch die Zeitungslandschaften mäandert. Grundsätzlich und einschneidende Veränderungen sollte folgen, ansonsten bleibt es wie immer: es wird viel geredet, aber etwas nachhaltiges getan und in Reformen umgesetzt, das blieb der Papst bisher schuldig.
Im Katholizismus haben die dogamtischen Generalsstäbler allerdings schon eine Jahrtausende anhaltende Erfahrung. In der Demagogie der großen Worte (und kleinen Taten), in der Verblendung ihrer Schafe (und nicht nur Böcke) und in der angstvoll gehüteten und immer doch vorgedachten Bewahrung ihres alleinigen "Lehrauftrages", in welcher "Nachfolge" auch immer.

Und dieser Satz hier:

Sowas Reinigendes wie "1968" ist im damals kommunistischen Russland ja auch praktisch ausgefallen.


ist dermaßen unüberlegt, oder von einem schon exorbitanten Nichtwissen geprägt, so dann nichts anderes übrig bleibt, als nur noch den Kopf zu schütteln.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 09:29

POW: Niveau und Tonfall Deiner Argumente nimmt mir die Lust, dazu noch was zu schreiben.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 09:56

Hermann hat geschrieben:POW: Niveau und Tonfall Deiner Argumente nimmt mir die Lust, dazu noch was zu schreiben.


Ich glaube eher, dir geht es hier weniger um Niveau als um ein sich drücken vor der Eigenverantwortlichkeit deiner Beiträge, denn sonst hättest du dieses niemals schreiben können, oder dazu Farbe bekannt:

Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.


was soll dieses "beispielgebende" hinzuziehen homosexueller Paare, als grundsätzlich gutvermenschte Pädagogen und damit (unterschwellig) den Usern immer als vorbildich vor die Augen gemalten Besser-Eltern?
Wenn dem "katholischen Hetero-Vater" einmal die Hand ausrutscht, dann ist das nicht gut, nur gebe ich zu, das die heutige Jugend manchmal so seine Meriten hat, wo das "Ausrutschen" einer Hand durchaus verstehbar wird. Unbedingt.
Das du dann alles auf den Punkt vorbildlich homosexueller Paare kulminierst, das spricht dann mehr von einer etwas nachdenklich machenden Geisteshaltung deinerseits, die ihr wirkliches Problem nicht im "Ton und Niveau" anderer User suchen sollte, sondern wohl mehr im zwischenmenschlichen Sexual und Wertebereich. Und genau hier, hier scheint dein wirkliches Problem zu liegen.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon lionne » So 22. Sep 2013, 10:14

POW hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben: Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.

Was suggeriert uns diese Art von "Beispielen" eigentlich? Dafür müsste dann vorher der Beweis erbracht werden, das grundsätzlich und immer homosexuelle Paare ihre (adoptierten) Kinder nicht schlagen.
Was für ein Unsinn. Was für ein, wieder einmal, an den Haaren herbei gezogener Vergleich.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 11:34

Lionne, vielleicht kann ich Dir den Sinn dieses Beispiels verdeutlichen: Es ist gemeint als "Stellen wir uns mal vor, es wäre da ...Paar 1...Paar.2...usw. In keinster Weise habe ich behauptet, dass Homosexuell Veranlagte tendenziell liebevoller sein als Heteros.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon onThePath » So 22. Sep 2013, 12:15

Hermann hat geschrieben:Lionne, vielleicht kann ich Dir den Sinn dieses Beispiels verdeutlichen: Es ist gemeint als "Stellen wir uns mal vor, es wäre da ...Paar 1...Paar.2...usw. In keinster Weise habe ich behauptet, dass Homosexuell Veranlagte tendenziell liebevoller sein als Heteros.


Aber es ist und bleibt ein Ehe-Fake mit Nachahmung der Ehe.
Ich bin schon zufrieden, wenn man es von der Ehe unterscheidet als Lebensgemeinschaft. Diese Nachahmung der Ehe verlangt oft natürlich auch nach Kindern. Ob ohne jeden grundsätzlichen Schaden für die Kinder, ob völlig unbedenklich für ihre Entwicklung und Ansichten, das ist wieder keine so einfache Frage.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Benji » So 22. Sep 2013, 12:30

Ich weiss nicht, was ihr hier gegen Hermann sagt. Über die Homosexuelle Ehe darf man streiten, dafür oder dagegen sein. Aber das was Pow schreibt ist völliger Unsinn.

POW hat geschrieben:Was suggeriert uns diese Art von "Beispielen" eigentlich? Dafür müsste dann vorher der Beweis erbracht werden, das grundsätzlich und immer homosexuelle Paare ihre (adoptierten) Kinder nicht schlagen.
Was für ein Unsinn. Was für ein, wieder einmal, an den Haaren herbei gezogener Vergleich.


Lies noch einmal was Hermann schreibt, bevor du hier wild um dich beleidigst und verurteilst. Er verallgemeinert rein gar nichts wie du, sondern er schreibt:

Hermann hat geschrieben:Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.


Es ist absolut korrekt, ohne dass man mehr dazu erläutern müsste - wenn man nur genau lesen würde. Er schreibt von einem Beispiel. Einem Beispielpaar der Homosexuellen und einem heterosexuellen Vater. Kein Wort von alle Homosexuelle erziehen ihre Kinder liebevoll und alle anderen schlagen es, wie du es unterstellst. :roll:
Und es stimmt - egal, in welche Richtung du sexuell orientiert bist, wenn du dein Kind liebevoll erziehst bist du Gott und den Lehren Jesu bestimmt näher, als wenn du es schlägst.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 12:49

onThePath hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben:Lionne, vielleicht kann ich Dir den Sinn dieses Beispiels verdeutlichen: Es ist gemeint als "Stellen wir uns mal vor, es wäre da ...Paar 1...Paar.2...usw. In keinster Weise habe ich behauptet, dass Homosexuell Veranlagte tendenziell liebevoller sein als Heteros.


Aber es ist und bleibt ein Ehe-Fake mit Nachahmung der Ehe.


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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 12:56

Werter otp und -natürlich- POW, achtet bitte auf Eure leicht manipulative Wortwahl: Wer hat nicht ein mulmiges Gefühl, wenn ein Journalist schreiben würde: Die Gaullisten in Frankreich wollen die deutsche Wirtschaftspolitik nachahmen. Sie wollen ein Merkel-Fake.
Bezüglich der Gewaltbereitschaft von Homo-Paaren möchte ich eine These wagen: Bekanntlich kommen auf eine kriminell gewordene Frau statistisch etwa fünf solcher Männer. Ein mental "verweiblichter" Mann könnte also tatsächlich in diesem Punkt etwas besser dastehen als ein Normalo.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 13:07

Benji hat geschrieben:Was für ein Unsinn. Was für ein, wieder einmal, an den Haaren herbei gezogener Vergleich. Lies noch einmal was Hermann schreibt, bevor du hier wild um dich beleidigst und verurteilst.


Dein Beitrag ist von Unlogik durchzogen.
Der Kern von Hermanns Aussagenlogik beruht auf dem Fundament der Gegenüberstellung.
Schon dieser, den Keim der Demagogie bergende Kern, suggeriert eindeutig eine Stufenlogik, also Inhalt-Gegenüberstellung-und damit Junktoren und Quantoren zur Hinleitung homosexueller Gutmenschen-Pädagogik, die sich seiner dialogischen Logik zu unterwerfen hat.

Ich habe einmal in Hermanns Beiträgen gestöbert seine esoterische Stufenlogik im Thread: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus? entdecken können. Das untermauert meine Vermutungen ungemein!
hier dann nachhaltig zu bewundern:

http://www.forum.livenet.ch/viewtopic.php?f=36&t=20931

der Hermann'sche Dualismus, in seinem Beitrag, ist also gewollt prätentiös und damit determinierend.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon onThePath » So 22. Sep 2013, 13:15

Werter Hermann,

Ich empfinde nun mal als Manipulation, wenn die originale Ehe von Heteros nun umgemünzt wird als gleichgeschlechtlich wäre es immer noch die Original-Ehe.

Dann kann ich auch Bluna-Cola in Coca-Cola umbenennen. Obwohl was Anderes drin ist als das Original.
Das wird man höchstens im Bluna- oder Afri- Cola Rausch machen. ;)

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 13:22

Hermann hat geschrieben: Bezüglich der Gewaltbereitschaft von Homo-Paaren möchte ich eine These wagen: Bekanntlich kommen auf eine kriminell gewordene Frau statistisch etwa fünf solcher Männer. Ein mental "verweiblichter" Mann könnte also tatsächlich in diesem Punkt etwas besser dastehen als ein Normalo.


Damit bestätigst du auf eine etwas sehr unheilvolle Weise alle meine Beiträge zu dir und diesem Thema.
Die Schwulen sind die besseren Menschen, also!
Denn und nach deinen Worten:

Ein mental "verweiblichter" Mann könnte also tatsächlich in diesem Punkt etwas besser dastehen als ein Normalo.


es wäre besser gewesen, diese Worte wären nicht geschrieben, denn nun hast du dich selbst offenbart.
Ich persönlich verwehre mich und an dieser Stelle ausdrücklich gegen die finsteren Machenschaften der Schwulenlobby. Ich kann nicht erkennen, das normale Menschen, Menschen des Alltags, Menschen die eben ein gesundes Sexualleben führen, Menschen die einen gesunden Geschlechtsverkehr ausüben, Menschen die ihre Kinder in einer gesunden und von der Natur vorgegebenen Weise aufziehen, von der homosexuellen Propaganda verunglimpft oder gar diskriminiert werden, und das ausdrücklich, ausdrücklich von einer Minderheit, die mit diesen ewigen Gesetzen der menschlichen Natur eindeutig nicht im Einklang lebt.

Das ist meine in freier Schrift und freier Meinung geäusserte Ansicht zu diesem Thema. Schließlich leben wir noch, noch jedenfalls, in einem Staatsgebilde, das in seinen Wurzeln demokratisch ist.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Benji » So 22. Sep 2013, 13:37

POW, zuerst Mal, zitier nicht deine Worte unter meinem Namen. Ich gehe mal davon, aus, dass das ein Versehen war.
Dann, wenn du unbedingt eine Akademikerschlacht willst und ein paar intelligente Worte aneinanderreihst kann ich mithalten, keine Angst. Aber bei mir im Studium lernt man auch, dass man sich in erster Linie verständlich ausdrücken soll und nicht nur um zu beweisen oder den Schein zu erwecken, dass man wahnsinnig schlau ist, in jeden Satz ein Fremdwort packen.
Mir geht es nicht um Hermanns Einstellung an sich, oder den Aufbau und die Widersprüche in seiner Argumentation. Ich schreibe hier auch keine tiefgründigen Essays und prüfe jeden Beitrag auf seine Stichhaltigkeit, sondern schreibe im Sinne einer Diskussion mit normalen Menschen ohne Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit, was mir gerade so durch den Kopf geht.
Ich glaube nur, dass du sein Beispiel entweder völlig über- oder fehlinterpretierst. Dem Beispiel, so wie es da steht, kann man dem doch nichts vorwerfen? Es gibt viele Punkte, bei denen man Hermann widersprechen kann, und ich habe auch nichts gegen verschieden Ansichten. Aber, ob Christ oder Nichtchrist, solange man bei Verstand ist wird man wohl nicht abstreiten, dass ein liebevoller homosexuellen Vater einem Hetero-Vater, der sein Kind schlägt viel näher dem Gott steht, von dem im NT die Rede ist? Und egal ob man gut/richtig und böse/falsch objektiv werten kann, subjektiv aus meiner Sicht handelt der homosexuelle Vater in diesem einen Beispiel "besser" als der schlagende. Und das ganze unabhängig von der sexuellen Orientierung.

Ein anderes Thema ist das Bild, das durch das Beispiel entstehen kann - aber wenn du daraus interpretieren willst, dass irgendjemand über sexuelle Orientierung ein allgemeines Urteil beschliesst, bist sehr wahrscheinlich auf dem falschen Weg. Im Gegenteil wird die sexuelle Orientierung an zweite Stelle hinter die Nächstenliebe gestellt - was mit grosser Sicherheit so auch der Lehrmeinung des neuen Testament folgt.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Johelia » So 22. Sep 2013, 13:43

Leute,

bevor ihr hier einen Krieg vom Stapel lässt:
- Der Papst sagte nicht, dass Homosexualität keine Sünde ist. Hier wird extreme Eisegese betrieben.

Die Meisten Argumente sind Wünsche. Daher bitte den Ball flach halten.

Wir können hier weltlich lange diskutieren, aber das Wort bleibt. Es wird immer nur die eigene Antwort auf die Frage sein die wir selbst stellten, ein Selbstbetrug. Aber das Wort bleibt.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Benji » So 22. Sep 2013, 14:44

Johelia hat geschrieben:Leute,

bevor ihr hier einen Krieg vom Stapel lässt:
- Der Papst sagte nicht, dass Homosexualität keine Sünde ist. Hier wird extreme Eisegese betrieben.

Die Meisten Argumente sind Wünsche. Daher bitte den Ball flach halten.

Wir können hier weltlich lange diskutieren, aber das Wort bleibt. Es wird immer nur die eigene Antwort auf die Frage sein die wir selbst stellten, ein Selbstbetrug. Aber das Wort bleibt.

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Ich wollte eigentlich keinen Krieg hervorrufen. Es schien mir einfach unangebracht, wie Hermanns Beispiel, welchem wohl Papst und Bibel zustimmen würden, so "niedergetrampelt" wurde. Nächstenliebe steht im Vordergrund, und irgendwann dahinter folgt die Frage von Homosexualität und den Umgang damit. Wer keine Nächstenliebe lebt, dem hilft es auch nicht viel, heterosexuell zu sein. :D

Aber zurück zum Thema, es ging um den Papst, und ich freue mich an seinen Worten, weil ich sehe, dass er uns heterosexuelle Menschen dazu aufruft, nicht zu verurteilen, auch wenn andere sündigen sollten. Wir selben greifen auch oft genug daneben, auch wenn wir nicht homosexuell sind, ganz im Sinne von: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." :)
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 15:02

Benji hat geschrieben:Ich glaube nur, dass du sein Beispiel entweder völlig über- oder fehlinterpretierst. Dem Beispiel, so wie es da steht, kann man dem doch nichts vorwerfen?



Nach diesen Worten Hermanns ist eine "Fehlinterpretation" Hermann'scher Verkündung einfach nicht mehr möglich:

Hermann hat geschrieben: Bezüglich der Gewaltbereitschaft von Homo-Paaren möchte ich eine These wagen: Bekanntlich kommen auf eine kriminell gewordene Frau statistisch etwa fünf solcher Männer. Ein mental "verweiblichter" Mann könnte also tatsächlich in diesem Punkt etwas besser dastehen als ein Normalo.


Gut. Nähern wir uns wieder dem eigentlich Thema. Hier noch einmal das Eingangsposting Hermanns:

Wer meine Ansichten etwas näher kennt, wird verstehen, warum ich fast eine Sektflasche bei diesen Berichten über den neuen Papst öffnen möchte (Quelle: Deutschlandradio-Newsletter):
Aber kaum jemand hätte erwartet, mit welchem Tempo und Eifer der neue Papst sich daran macht, die katholische Kirche zu verändern. Fast im Wochenrhythmus prescht er vor, reißt Jahrzehnte- oder Jahrhunderte alte Rede- und Denkmauern ein, schneidet alte Zöpfe ab. Sein neuester Vorstoß ist ein Interview, das er für etwa ein Dutzend Jesuiten-Zeitschriften weltweit gegeben hat.

Der Papst nennt sich darin einen Sünder, der lange viel zu autoritär war und deshalb Fehler gemacht hat. Er sagt, Frauen seien nötig "an Stellen, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden". Er fordert seine Kirche auf, sich nicht festzubeißen in die Themen Abtreibung, Homosexualität oder Verhütungsmethoden. Er strebt eine Kurienreform an, in der es "echte, keine formelle Beratungen" geben soll - vor allem im Achter-Kardinals-Kollegium, das Anfang Oktober in Rom erstmals zusammentritt.

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Gerade der letzte Satz (von Augustinus) gehört zu meinen zentralen Lieblingssätzen: Rückkehr zum spirituellen (und ein wenig auch anarchistischen!) Kern des "Urteile-Nicht!" von Jesus.


Hieraus dann noch einmal folgender Absatz:

Aber kaum jemand hätte erwartet, mit welchem Tempo und Eifer der neue Papst sich daran macht, die katholische Kirche zu verändern. Fast im Wochenrhythmus prescht er vor, reißt Jahrzehnte- oder Jahrhunderte alte Rede- und Denkmauern ein, schneidet alte Zöpfe ab. Sein neuester Vorstoß ist ein Interview, das er für etwa ein Dutzend Jesuiten-Zeitschriften weltweit gegeben hat.


Ja du meine Güte, was hat denn der Papst bis jetzt verändert? Ist es nicht ein Leichtes, nach dem vorhergehenden Steinzeit-Papst, der dogmatischer und gestriger nicht sein konnte, den Massen nun den süßen Honig reformbereiter Eventualitäten gleich Literweise in's "Maul" zu träufeln? Was tat der jetzige Papst anderes, als Zeichen zu setzen, die eben nur Zeichen sind, mehr ist es bis jetzt eindeutig nicht.

Die eigentlichen Reformen der katholischer Missstände werden ausbleiben, dazu braucht man kein Prophet zu sein. Das Ausmerzen grundlegender katholischer Brennpunkt-Probleme wird ebenfalls nicht stattfinden, es sei denn, die RKK löst sich selbst auf. Das schon viele Jahre lang erfolglose Begehren vieler ungezählter katholischer Christen nach Reformen, wurde es je erhört, nein, und es wird auch weiterhin nicht erhört werden. Denn das hieße an den Grundfesten dieser Kirche selbst zu rütteln. Der wankende Koloss würde endgültig stürzen und die fetten Fleischtöpfe Ägyptens würden nun zu kargen Kräutersuppen, einmal etwas prosaisch formuliert.

Ich halte von der Hermann'schen Juchhei Propaganda deshalb - nichts, überhaupt nichts.
Diese Institution ist nicht, und schon garnicht von innen her, auch nur irgendwie reformierbar, oder in den höhern katholischen Generalsstäben auch nur willig dazu. Es wäre das Ende der (katholischen) religiösen Allmacht und damit dieser Kirche.
(Es sei denn, es kommt ein "katholischer" Luther, warum nicht, bei Gott ist alles möglich.)
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 15:10

Benji hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Leute,

bevor ihr hier einen Krieg vom Stapel lässt:
- Der Papst sagte nicht, dass Homosexualität keine Sünde ist. Hier wird extreme Eisegese betrieben.

Die Meisten Argumente sind Wünsche. Daher bitte den Ball flach halten.

Wir können hier weltlich lange diskutieren, aber das Wort bleibt. Es wird immer nur die eigene Antwort auf die Frage sein die wir selbst stellten, ein Selbstbetrug. Aber das Wort bleibt.

lg

:praise:



Ich wollte eigentlich keinen Krieg hervorrufen. Es schien mir einfach unangebracht, wie Hermanns Beispiel, welchem wohl Papst und Bibel zustimmen würden, so "niedergetrampelt" wurde.


Niedergetrampelt? Ich erkenne in der Bibel, in der gesamten Schrift, niemals und kein eindeutiges "ja" zur Homosexualität und in welcher Form auch immer.
Mir scheint eher, hier geht es um Interessenwahrung, um das Relegieren persönlicher Vorlieben in päpstliche Aussagen. Wobei der Papst bewusst auf einem liberalen Zeitstrom der Schwulenfreundlichkeit schwimmt und wir werden sehen, wie seine vollmundigen Verkündigungen eben Ausdruck in katholische Reformen finden werden. Denn bist jetzt ist es nur ein zu billiges und zu auffälliges Heischen nach dem Wohlwollen der gläubigen Massen.
Denn unfehlbar und voll göttlicher Weisheit ist das Wort des Heiligen Vaters, auf Erden!
(In Glaubensfragen.)
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon lionne » So 22. Sep 2013, 15:45

POW hat geschrieben:Denn unfehlbar und voll göttlicher Weisheit ist das Wort des Heiligen Vaters, auf Erden!
(In Glaubensfragen.)

= Dogma der RKK. :mrgreen:
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 15:57

lionne hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Denn unfehlbar und voll göttlicher Weisheit ist das Wort des Heiligen Vaters, auf Erden!
(In Glaubensfragen.)

= Dogma der RKK. :mrgreen:
lionne


:mrgreen:

wobei ich mich ein gewissen Gänshaut nicht erwehren kann, wenn Christen den Papst mit - Heiliger Vater anreden, oder so benennen.
Ich erklärte einmal einem Katholiken, das Jesus seinen Vater so anredete und es wohl etwas seltsam erscheint, das nun Menschen einen Menschen ebenso "benamen". Er bekam etwas dicke Wangen und forderte stolzen Mutes die Bibelstelle.
Er bekam diese und kurz darauf war das Gespräch beendet...
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 16:42

Oh, Gott, ist das niveaulos! Lionne ist nicht informiert und behauptet, der Papst sei ohne Wenn und Aber unfehlbar. Er ist es aber nur, wenn er ex cathedra spricht. das ist wohl seit 100 Jahren nicht mehr passiert.
POW schäumt rum und behauptet, ich betriebe Homo-Propaganda. Nie habe ich behauptet, die Bibel spreche sich für Homosexualität aus. Aber ein weiser Christ - und Franziskus scheint das Zeug dazu zu haben- sagt: "Macht Liebe wieder zum Christenthema Nr. 1 und schaut nicht ständig in die Schlafzimmer der Leute. "Denkt nicht immer nur an das Eine!" wie man es gerne pubertierenden jg. Männern zuruft, die ständig aufs nächste Abenteuer aus sind.
Dass POW ausgerechnet den aus Sexfrust dem Kloster entwichenen Luther als positiven Mann herausstellt, der die Kirche erneut "reformieren müsste", passt zu seinem Niveau. es gibt einige neue Luther, nur hat´s keiner gemerkt. Drewermann, Biser, Jörns, Grün und Nigg seien genannt.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 16:57

Hermann hat geschrieben: Dass POW ausgerechnet den aus Sexfrust dem Kloster entwichenen Luther als positiven Mann herausstellt,


Eine ekelhaftere und so hasserfüllte Verleumdung Luthers las ich selten.
Und über Niveau, über Ethik und Moral sollten nicht gerade Menschen schreiben und sophistizieren, die so eine mediale Boulevardsprache absondern:

ausgerechnet den aus Sexfrust dem Kloster entwichenen Luther


das ist beklemmend, das ist stillos und wirft letztendlich die Schatten einer gewissen Würdelosigkeit auf den Verfasser selbst.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Mariette M. » So 22. Sep 2013, 19:09

Hermann hat geschrieben:Marietta: Der Tenor von ihm, dass seine Position nahe an Augustinus`"Liebe - und dann tue, was Du willst!" herangeht, scheint mir das Entscheidende. Das ist der Schwenk nach Innen, den die spirituelle, außerkirchliche Bewegung seit 30 Jahren predigt und für mich z.T. überzeugend vorlebt. Die orthodoxe Kirche erlebe ich als altbacken und noch nicht in der Gegenwart angekommen. Sowas Reinigendes wie "1968" ist im damals kommunistischen Russland ja auch praktisch ausgefallen. Und Russland/Sowjetunion ist das Stammland "Deiner" Kirche.
Beispiel: Das homosexuelle Paar, das ein angenommenes Kind mit Liebe erzieht, steht Gott viel näher als der katholische Hetero-Vater, dem schon mal die Hand ausrutscht. Dies als Beispiel, die Welt von Innen her zu betrachten, von der Liebe her.


Eigentlich, lieber Hermann, .....

Aber ich will mal nicht so sein und Dir doch noch ein paar Dinge schreiben.

Erstens:
Die orthodoxe Kirche ist keineswegs deckungsgleich mit der russisch-orthodoxen Kirche. Mein Metropolit heisst Hilarion (nein, nicht der in Moskau) und ich bin nicht Moskau unterstellt.
Wie ich schon in einem anderen Thema mal erklärt hatte, bin ich nicht Russin.

Zweitens:
Über die Lehre zur homosexuellen Lebensweise sind sich die Christen, von Freikirchen bis hin zu den Katholiken oder Altorientalen sehr einig. Das ist keine speziell russisch-orthodoxe Lehre.
Und auch Papst Franziskus hat NICHT gesagt, dass es egal sei, wenn jemand homosexuell lebt. Er hat gesagt, dass er nicht das Recht habe, über andere zu richten.

Wörtlich sagte der Papst (übersetzt)

Wenn ein Mensch homosexuell ist, doch den Herrn sucht und guten Willen hat, wer bin ich, dass ich diesen Menschen verurteilte? Der Katechismus der Katholischen Kirche erläutert diesen Punkt sehr schön


Und was sagt also der Katechismus?
2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.



2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.


Also keineswegs eine "völlig neue Linie in Rom" in dieser Frage. q.e.d.

Drittens:
Was Du als "1968"er Reinigung erwähnst, empfinde ich (ja, ich habs erlebt, bin alt genug ;) ) - bezogen auf die RKK und auch viele protestantische Denominationen als eine Verwässerung des Glaubens. Eine Verwässerung, die sogar oft schon grundlegende Lehren (wie bsp. das Kreuzesopfer Christi oder die Auferstehung) leugnet.
Falls Du dich auf die Gesellschaft im westlichen Europa bezogen hast... dann kann ich keinesfalls nur gesegnete Reinigung erkennen.

Viertens:
Ich spreche Dir das Recht ab, davon zu reden, dass Du die orthodoxe Kirche in irgendeiner Weise erlebst. Was Du hier zum Besten gibst, ist aus der Presse abgeschrieben, kein "Erlebtes" von Dir.
Falls Du doch eigene Erlebnisse gemacht hast, dann schildere bitte diese.

Fünftens:
Über Dein obiges Beispiel wurde hier ja schon einiges gesagt. Ich enthalte mich eines Kommentares.

Sechstens:
Du bist herzlich eingeladen, vor Ort zu kommen und zu sehen. Zu "erleben".

Lg Marietta
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 19:28

An die verschiedenen User: Ich gebe zu, dass ich den Ex-Mönch Luther (der Ehe-Christen mal den 104-fachen Jahres-Sex empfahl, fast jeder wird das peinliche Zitat hier kennen) etwas emotional kommentiert habe. Ich mag den Mann eben nicht, was auch an seinem hemmungslosen Antisemitismus liegt. (Aber der war "ja nicht so gemeint", ich weiß, da hatte er ein paar schlechte Jahre.) Marietta: Was Du Verwässerung des Glaubens nennst, ist für mich eben eine Weiterentwicklung bzw. ein Erkennen von Fehlentwicklungen. Deine Formulierung "ich bin nicht Moskau unterstellt" zeigt, wie polemisch-billig Du an die Adenauer-Zeit und deren Sprachgebrauch anschließt. Das passt zu Deiner -wie ich empfinde- theologischen "Linie der 50er Jahre".
Dass in Deutschland die 68er dafür gesorgt haben, dass sexuell offener miteinander umgegangen wurde und dass die damalige Elterngeneration um 50 endlich klar gesagt hat, dass (und wie sie im Einzelnen!) mit Hitler einem gräßlichen Demagogen im lande der Dichter und Denker aufgesessen ist - das habe ich mit Reinigung gemeint!
Aber natürlich: Ich verstehe, dass man mit dem Antikommunismus von AH, seinem Hass auf Homosexuelle und dem "Zurück-an-den-Herd" für die Frauen Positonen vertreten hat, die auch heute noch durchaus konservativ-biblisch Anklang finden. Zu dieser Gruppe gehöre ich eben nicht, die glauben, dass NEIN dazu als "Verwässerung gesunden Menschenverstandes" zu sehen ist. In dem Punkt bin ich einfach ungläubig.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Mariette M. » So 22. Sep 2013, 19:39

Hermann hat geschrieben: Deine Formulierung "ich bin nicht Moskau unterstellt" zeigt, wie polemisch-billig Du an die Adenauer-Zeit und deren Sprachgebrauch anschließt.

Ich bin auch keine Deutsche... falls mein Sprachgebrauch an Adenauer erinnert hat, dann war das, zufällig und nicht gewollt. Kannst Dir übrigens deine ad-hominem, sry feminam Attacken gerne sparen. Sie zeugen meist von fehlenden Argumenten.
Hermann hat geschrieben:Das passt zu Deiner -wie ich empfinde- theologischen "Linie der 50er Jahre".

Dieses Empfinden ist Dir freigestellt.
Du kennst mich halt nicht, :baby:

Es hätte mich aber schon noch interessiert, wie Du mit meinem Katechismuszitat und Franziskus Verweis darauf umgehst.

Mary, nicht mehr freundlich aufgelegt
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 20:02

Hermann hat geschrieben:An die verschiedenen User: Ich gebe zu, dass ich den Ex-Mönch Luther (der Ehe-Christen mal den 104-fachen Jahres-Sex empfahl, fast jeder wird das peinliche Zitat hier kennen) etwas emotional kommentiert habe. Ich mag den Mann eben nicht, was auch an seinem hemmungslosen Antisemitismus liegt. (Aber der war "ja nicht so gemeint", ich weiß, da hatte er ein paar schlechte Jahre.)


Das Christentum war und das bis 1945, eindeutig judenfeindlich eingestellt. Nicht nur Luther war ausgesprochen antisemitisch, dessen Juden und Hexenschelte mir nur zu gut bekannt ist. Wenn du dich dann allein auf Luther stürzt, so zeigt das doch wieder einmal mehr, wie einseitig du an bestimmte Dinge heran gehst.
Sage mir: das Juden-Ghetto, das verordnete "Tragen" eines Zeichens an der Kleidung der Juden, das allen Juden befohlen wurde, das stenge Verdikt, das allen Juden die Ausübung vieler Berufe verbot, die blutige und grausame Judenverfolgung, die vielen barbarischen Juden-Progrome, sage mir, gab es das nicht auch alles schon im Mittelalter, in Europa?
Und dann schreibst du:

Ich mag den Mann eben nicht, was auch an seinem hemmungslosen Antisemitismus liegt.


nur Luther allein ein Antisemit, lag es nicht viel mehr im System des Christentums?
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon bigbird » So 22. Sep 2013, 20:40

Sagt mal, muss das sein, immer gleich so persönlich werden. Bitte hört auf damit und kommt endgültig zurück zu einer sachlichen Diskussion.

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Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Hermann » So 22. Sep 2013, 20:55

Mariette M. hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben: Deine Formulierung "ich bin nicht Moskau unterstellt" zeigt, wie polemisch-billig Du an die Adenauer-Zeit und deren Sprachgebrauch anschließt.

Ich bin auch keine Deutsche... falls mein Sprachgebrauch an Adenauer erinnert hat, dann war das, zufällig und nicht gewollt. Kannst Dir übrigens deine ad-hominem, sry feminam Attacken gerne sparen. Sie zeugen meist von fehlenden Argumenten.
Hermann hat geschrieben:Das passt zu Deiner -wie ich empfinde- theologischen "Linie der 50er Jahre".

Dieses Empfinden ist Dir freigestellt.
Du kennst mich halt nicht, :baby:

Es hätte mich aber schon noch interessiert, wie Du mit meinem Katechismuszitat und Franziskus Verweis darauf umgehst.

Mary, nicht mehr freundlich aufgelegt


Marietta: Gerne gehe ich auf diesen Katechismus ein: Homos seien "nicht ungerecht zurückzusetzen". Was wird denn wohl in dieser fantastischen Sprachregelung eine "gerechte Zurücksetzung" sein?
Warum soll diese Bevölkerungsgruppe auf Sex verzichten? Wo ist das bitte biblisch begründet?
Warum gehst Du nicht auf die von mir dargestellte Nähe von konservativ-bibl. und NS-Denken ein?
POW: Es mag sein, dass ich meine Kritik am Christentum und dessen Antisemitimsmus deutlich ausweiten muss, über Luther hinaus. Insbesondere der europ. Osten (kath. Polen + orth. Russland) hat da eine sehr traurige Tradition. Vergessen wir aber auch nicht die autoritär-fremdenfeindlichen Tendenzen, die sich in der Politik des heutigen Israels eingeschlichen haben.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 21:04

Hermann hat geschrieben: POW: Es mag sein, dass ich meine Kritik am Christentum und dessen Antisemitimsmus deutlich ausweiten muss, über Luther hinaus. Insbesondere der europ. Osten (kath. Polen + orth. Russland) hat da eine sehr traurige Tradition. Vergessen wir aber auch nicht die autoritär-fremdenfeindlichen Tendenzen, die sich in der Politik des heutigen Israels eingeschlichen haben.


Nein. Big Bird hat recht, wir sollten ungedingt beim Thema bleiben, denn Christentum und Antisemitismus, das gehört wohl zu den traurigsten Kapiteln des Christentums und wäre auch ein völlig anderes Thema.
Hier geht es um Rom und eine angeblich neue Linie, allerdings sehe ich diese Linie als Massentäuschung und ein Anbiedern bei der liberal denkenden, gläubigen Masse.
So lange keine Reformen folgen, so lange dem bunten Geschwätz keine Taten folgen, so lange bleibt es Täuschung, bleibt es billige Propaganda im Dienste der katholischer Ideologie.
(Die haben darin seit vielen Jahrhunderten gute Übung!)

So, und damit wären wir wieder mitten im Thema.
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon lionne » So 22. Sep 2013, 22:12

Hermann hat geschrieben:Lionne ist nicht informiert und behauptet, der Papst sei ohne Wenn und Aber unfehlbar.

:roll: Was fabulierst du da..... Nie und nimmer hat lionne solches behauptet....
Bleib bitte bei der Wahrheit und schreib nicht solchen Bullsh..! Merci!!!
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon POW » So 22. Sep 2013, 22:18

lionne hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben:Lionne ist nicht informiert und behauptet, der Papst sei ohne Wenn und Aber unfehlbar.

:roll: Was fabulierst du da..... Nie und nimmer hat lionne solches behauptet....
Bleib bitte bei der Wahrheit und schreib nicht solchen Bullsh..! Merci!!!
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Bleib ruhig, Lionne, denn du schriebst auf meinen Beitrag hin:

= Dogma der RKK. :mrgreen:



also eindeutig Eindeutiges zu Thema, inhaltlich kurz gefasst aber punktuell passend und treffend.
(Aber anscheinend hat Hermann das wieder einmal "überlesen".)
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon Mariette M. » So 22. Sep 2013, 22:47

Hermann hat geschrieben: Marietta: Gerne gehe ich auf diesen Katechismus ein: Homos seien "nicht ungerecht zurückzusetzen". Was wird denn wohl in dieser fantastischen Sprachregelung eine "gerechte Zurücksetzung" sein?
Warum soll diese Bevölkerungsgruppe auf Sex verzichten? Wo ist das bitte biblisch begründet?

Der Katechismus enthält die römische Lehre. Oben zitiert habe ich die Lehre zur Homosexualität.
Papst Franziskus meinte in seinem Interview,
Der Katechismus der Katholischen Kirche erläutert diesen Punkt sehr schön

Daraus ist zu sehen, dass der Papst eben diese Lehre zur Homosexualität unterstützt.
Das heisst, in Rom herrscht mitnichten eine "völlig neue Linie", sondern es gilt die Lehre, die schon immer galt, nämlich:
"Es gibt homosexuell Veranlagte, wir sind auch nett zu denen, aber sie sollen bitte nicht sexuell aktiv sein"

Ob DIR diese Lehre passt, oder mir, das stand doch garnicht zur Debatte. DU hattest behauptet, es würde in Rom alles neu... ich sage Dir: Nein, das stimmt nicht, es ist die römische Lehre wie eh und je.

Ist das jetzt klar genug gewesen?
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon lionne » So 22. Sep 2013, 23:29

Hermann hat geschrieben:.....Und zum Thema Homosexualität bemerkt er trocken: "Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben." Das klingt fast wie: Liebe - und tu, was du willst.

Das klingt "fast wie: Liebe - und tu, was du willst", schreibst du. Dazu sage ich dir; das ist deine ganz persönliche Interpretation! Es tönt 'fast wie', aber eben nur 'fast' :mrgreen:
Meines Erachtens ist deine Interpretation, wie du sie hier darstellen willst, kurz und bündig ausgedrückt: falsch.
Du pickst einen einzelnen Satz aus dem Interview heraus ('Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben.")...und schliesst daraus m.E. die falschen Schlüsse....
Im fraglichen Interview steht auch: Zugleich bekräftigte der Papst seine Treue zur Morallehre der katholischen Kirche: Ihre Ansichten seien hinreichend bekannt, “und ich bin ein Sohn der Kirche”, sagte er.
Das sagt doch schon einiges über die Thread-Frage (Völlig neue Linie in Rom?) aus, würde ich meinen.
>>> http://de.gloria.tv/?media=501462
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon SunFox » Mo 23. Sep 2013, 00:30

Hermann hat geschrieben:..... ist nicht informiert und behauptet, der Papst sei ohne Wenn und Aber unfehlbar. Er ist es aber nur, wenn er ex cathedra spricht. das ist wohl seit 100 Jahren nicht mehr passiert.


Lieber Hermann, dieses 'ex cathedra' ist eine sehr schwammige Angelegenheit, denn normal ist eigentlich jede Selig- und Heiligsprechung des Papstes eine 'ex cathedra-Aktion'! Oder hat jemals ein Papst eine Selig- bzw. Heiligsprechung zurückgenommen?

Die letzte offizielle 'ex cathedra-Aktion' war 1950 mit der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel getätigt worden!

Wieviel Irrtumsfreie 'ex cathedra-Aktionen' es wirklich gibt, das weiß die katholische Kirche selbst nicht und allein dieser Umstand ist doch schon recht verwunderlich!

Allgemein ist das verbindlich, was jener Papst sagt, welcher gerade im Amt ist, es ist wie Gesetz!

Und die neue Linie Roms?

Man versucht wie ein Lamm zu reden, und redet dennoch nicht im Sinne Gottes!

Ich zitiere Franziskus: "Einmal hat mich jemand provozierend gefragt, ob ich Homosexualität billige. Ich habe ihm mit einer anderen Frage geantwortet: 'Sag mir: Wenn Gott eine homosexuelle Person sieht, schaut er die Tatsache mit Liebe an oder verurteilt er sie und weist sie zurück?"

Will uns Franziskus wirklich weismachen, das Gott Homosexualität billigen könnte, also quasi bei einem Menschen mit Liebe drüber hinwegsehen könnte? Genau das hat er mit seiner Aussage (Gegenfrage) getan!

Aber es ist doch anders, Gott liebt zwar den Menschen, aber er liebt nicht ihre Sünden und Begierden!

Der Papst versucht wie ein Lamm zu reden, denn das Ziel der katholischen Kirche ist es, allgemein als das christliche Sprachrohr in der Welt zu gelten! Das ist die Linie Roms und die ist wahrlich nicht neu!

Franziskus: "Wir dürfen die Universalkirche nicht auf ein schützendes Nest unserer Mittelmäßigkeit reduzieren!"

Katholische Kirche gleich die Universalkirche der Christenheit! :roll:

Und das Eingeständnis von Franziskus: "Ich bin ein Sünder.", was sagt das schon aus? Nichts, denn schon im Wort Gottes heißt es: "Da ist keiner der Gerecht ist, auch nicht einer!"

Was der Papst wohl schafft, ist das übertünchen der mannigfalltig aufgedeckten Missstände der letzten Zeit und das allein durch das Auftreten seiner Person! Seine andere Art des Auftretens wird zum Kult, läßt vieles womöglich vergessen, ja zieht die Menschen an! Ein heiliger Vater für die Massen! :baby:

1.Korinther 8,5.6: "Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und "einen" Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn."

Matthäus 23,9: "Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist."

Das sollte der reuige Sünder in Rom mal überdenken, denn das Amt eines heiligen Vaters wird von Jesus selbst als ein absolutes Unding hingestellt, es kommt somit in der Form der Gotteslästerung gleich!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Völlig neue Linie in Rom?

Beitragvon bigbird » Mo 23. Sep 2013, 09:45

Nochmals: Bitte mässigt euch!

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wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

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