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Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-21

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-21

Beitragvon Mariette M. » So 11. Sep 2016, 12:27

Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?
17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;
19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?
21 Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!


Das klingt für mich deutlich so, dass die guten Werke zählen, damit jemand ewiges Leben hat. Hat Jesus sich da als Irrlehrer hervorgetan?
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon Lepitoptera » So 11. Sep 2016, 15:03

Es braucht meinem Verständnis nach beides - Glaube und Werke. Ich habe von einem "Christen" gehört, dass er der Meinung sei, er könne auch einen Mord begehen, da er aufgrund seines Glaubens an Jesus nun ja gerettet wäre. Er müsse ihn anschliessend nur um Vergebung bitten. Ich denke, dass er das Evangelium falsch verstanden hat. Ebenso glaube ich, dass einer, der meint, wenn er sich nur genügend anstrengt mit Werken sich den Himmel dadurch "verdienen" könnte. Dies glaube ich genau so wenig. Es braucht den Glauben und aufgrund vom Glauben denke ich, dass echte Christen dann ohnehin gewillt sind, Gottes Willen erfüllen zu wollen und somit dann automatisch alles tun möchten um Früchte zu tragen (gute Werke) und somit Jesus nachfolgen. Ganz einfach darum, weil sie ihn lieben.

Lg Lepitoptera
Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, das wir verdient hätten (Tod). Gnade ist es, etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmel). Danke Jesus!
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon manfred » So 11. Sep 2016, 15:39

Wenn ich den Text lese, dann reichen die guten Werke des jungen Mannes nicht.
Es hat zwar gutes getan aber es war nicht ausreichend.
Gehe hin und verkauf alles das fehlt dir noch.
Obwohl der Mann gutes Getan hat noch etwas gefehlt und dazu war er nicht in der lage.

Der Mann fragt was er tun muß, er fragt nicht, was der Himmel dafür tun muß.
Ich finde es sehr traurig, wie du versucht, dass Kreuz Christi da raus zu streichen.

Wenn du meinst dass Jesus in dieser Geschichte das Kreuz wegläßt, dann vergißt du dass Jesus klar erklärt hat warum er auf diese Welt gekommen ist.

Anderseits ist es vielleicht gut so, dass der Teufel es schafft durch ein falsches Verständnis der Bibel Menschen dazu zu bringen, verloren zu gehen.
Zuletzt geändert von manfred am So 11. Sep 2016, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon lionne » So 11. Sep 2016, 16:34

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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon Mariette M. » So 11. Sep 2016, 16:55

manfred hat geschrieben:Der Mann fragt was er tun muß, er fragt nicht, was der Himmel dafür tun muß.
Ich finde es sehr traurig, wie du versucht, dass Kreuz Christi da raus zu streichen.

DAS habe ich nicht getan.
Ich habe gezeigt, dass Jesu Antwort klar ist: Halte die Gebote! Tu sogar noch mehr, verkauf alles, und dann komm und folg mich nach. Das sind alles Taten!
Also hat unser Herr Deiner Ansicht nach schlicht gelogen und Falsches gelehrt :?
manfred hat geschrieben:Anderseits ist es vielleicht gut so, dass der Teufel es schafft durch ein falsches Verständnis der Bibel Menschen dazu zu bringen, verloren zu gehen.

Aber sonst geht es Dir gut, manfred?
Bist DU auch einer von den "Wiedergeborenen", die glauben, allein im Himmel zu sein??
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon kingschild » So 11. Sep 2016, 17:20

Mariette M. hat geschrieben:
Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?
17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;
19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?
21 Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!


Das klingt für mich deutlich so, dass die guten Werke zählen, damit jemand ewiges Leben hat. Hat Jesus sich da als Irrlehrer hervorgetan?


Hallo Mariette

Die guten Werke sind im Einklang mit dem Glauben zu sehen.

Wir sehen in dieser Begebenheit einen Menschen der glaubte allein durch gute Werke gerettet zu werden und er scheiterte darin vollkommen und ging betrübt weg.

Diesem Mann wurden genau hier seine Grenzen aufgezeigt und Christus sagt ja dann auch das es eben sehr schwierig ist für Reiche, in dieses Reich Gottes zu kommen aber er erwähnt eben auch im Vers:

27 Er aber sprach: Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Genau hier kommt eben der Glaube an die Gnade Gottes ins Spiel, dort wo der Reiche im versagen, das Gute zu tun, ohne richtiges Fundament weg geht, versagt eben der Glauben an die Gnade Gottes und den Erlöser nicht, sondern hat Bestand bis in Ewigkeit.

Wieviele Menschen glauben ja heute, durch Gute Werke hätten sie eben Christus und seine Gnade nicht nötig und wenn man Ihnen aufzeigt das sie versagen, wenn sie das Fundament nicht in Christus haben, sagen sie wir haben es nicht nötig, wir tun bereits alles.

Vollkommen wird man eben nicht alleine durch gute Werke, weil wer das glaubt, der scheitert eben am ersten Gebot, genau gleich wie dieser Reiche, daran scheiterte und dann ohne Fundament und Gnade, betrübt weiter zog.

Vollkommen ist wenn man Christus als ganzes aufnimmt und erkennt das ein Sünder immer Busse nötig hat und man erkennt ohne Gnade Gottes, bin ich immer unvollkommen. Das ist Demut.

Jesus hat diesen Reichen Menschen an die Grenze seines können geführt und obschon er vom Gesetz her glaubte, alles richtig gemacht zu haben, scheiterte er schlussendlich an der Nachfolge, weil Menschenwerk immer unvollkommen ist/bleibt und zum scheitern verurteilt ist.

Dies ändert aber nichts daran das wir den Willen Gottes tun sollen und uns Mühe geben in seinem Willen zu wandeln. Sicher ist es Gottes Wille das wir gutes tun sollen aber vielmehr sollen wir den Menschen auch die Gnade der Erlösung predigen, weil ohne diese, der Mensch Unvollkommen bleibt.

Die Menschen sollen aber auch hören, dass wer sein Leben aufgibt, zugunsten der Nachfolge, nicht zuschanden werden wird. Beides gehört zusammen.

Gute Werke tun aus eigener Kraft, daran sind schon viele gescheitert. Die Gnade Gottes wird aber nicht scheitern. Wer sich mit Glauben auf diese stützt, der wird nicht zuschanden werden und betrübt weg, gehen. Er wird aber das eine oder andere mal auf die Knie berufen und erkennen, das nur in der Demut, die Gnade gross ist und nicht im Hochmut, zu glauben man könne ja alles erfüllen.

Christus hat nämlich bei den Werken folgendes gesagt, damit wir eben nicht betrübt weg gehen:

Joh 15:4 Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.

Wieviele wollen alleine das Gesetz erfüllen und sagen ich tue die Werke und wieviele von denen die viele Werke tun und taten, scheitern genau an einem Punkt, am Glauben an die Gnade Gottes, am Glauben an den Erlöser, am Glauben an die Erlösung. Selbst die welche es von den Propheten her, hätten wissen müssen, sind genau dort gescheitert. Ihr Reichtum den sie hätten aufgeben müssen war nicht Geld aber Selbstgerrechtigkeit, es ohne Gott und Gnade schaffen zu können.

Fast jeder Brief der Apostel, segnet die Menschen wieder mit der Erinnerung, das man aus Gnade erettet ist. Unzählige Beispiele in der Bibel zeigen auf, das die welche durch Werke gerecht werden wollten ohne Gnade scheiterten, genau gleich wie der Jüngling in diesem Text. Immer und immer wieder.

Joh 1:17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Die Gnade der Erlösung und die Anahme des Erlösers, die Gnade der Vergebung des nicht erfüllten, die Gnade zu erkennen, dass der Hochmut, das man es alleine schaffen kann, immer im Versagen enden wird. Die Wahrheit das nur der welcher Vollkommen ist durch Jesus Christus, auch wirklich als Vollkommen angenommen wird.

Rö 4:4 Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht als Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit;

Der welcher jetzt hervortreten würde und in der Annahme wäre, ich erfülle alles mit meinem Werk, der wäre noch ärger schuldig in der Nachfolge und in der Nicht erfüllung des Gesetzes durch Werke.

Der Reiche hat wenigstens erkannt, das er schuldig war aber in dem Moment hat er Christus nicht um Busse gebeten, sondern ging einfach betrübt weg. Wer aber die Gnade annimmt, der wird nicht betrübt weg gehen aber er wird erkennen das es ein Werk ohne Gande, immer an der Unvollkommenheit scheitern wird.

God bless
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon Johelia » So 11. Sep 2016, 18:41

Mariette M. hat geschrieben:Das klingt für mich deutlich so, dass die guten Werke zählen, damit jemand ewiges Leben hat. Hat Jesus sich da als Irrlehrer hervorgetan?


Kerneiswegs liebe Mariette,

Jesus war weder Irrlehrer noch erlangt mann ewiges Leben aus Werken.

Lese ich deinen Matthäus Text im Sinne Jesus (Kontext) und nicht im Gesetz Mose, komme ich zur Schlussfolgerung, dass die Nachfolge Jesus zum ewigen Leben führt und nicht die vom jüdischen Jüngling aufgeführten Werke. (siehe Vers 21)

Es ist Jesus der ewiges Leben hat und gibt; aus Werken ist das nicht zu erlangen.

Gal3,2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?

Liebe Grüsse
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Thelonious » So 11. Sep 2016, 19:05

Hallo Mariette,

ich habe hier wie folgt editiert:

1. Jesus irrt nie, deshalb habe ich diesen Frageansatz aus deiner Threadüberschrift herausgenommen,
2. bitte beim Zitierens von Bibeltexten jeweils auch die Stellenangabe mit benennen, deshalb habe ich dieses mit in die Threadüberschrift aufgenommen.

Gruß
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Thelonious » So 11. Sep 2016, 19:19

Hallo Mariette,

diese Aussagen Jesu sind wie folgt zu verstehen:

"Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. "

Damit ist natürlich nicht das Evangelium gemeint, sondern das Gesetz. Bevor Jesus dem jungen Mann den Weg zum Leben zeigt, zeigt Er ihm erst einmal den Massstab auf, den Gott anlegt. Ganz klar und eindeutig macht Jesus hiermit klar, wie maximal aussichtslos es ist, Errettung durch eigene Werke zu suchen.

Eigentlich hätte der Jüngling setzt erkennen müssen, das es absolut aussichtslos ist, das ganze Gesetz zu halten. So antworteten jedenfalls die Jünger mit

"Als das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden?" (Vers 25 des gleichen Kapitels).

Doch der junge Mann erklärte "Das habe ich gehalten...". Was für eine masslose Selbstüberschätzung. Wer könnte das von Mose gegebene Gesetz immer und ausnahmslos einhalten? Niemand!

Du siehst also (resp. solltest sehen können): die von Dir benannte Textxtelle belegt exakt das Gegenteil dessen, was du daraus entnehmen wolltest!

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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon maria139 » So 11. Sep 2016, 20:02

Johelia hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:Das klingt für mich deutlich so, dass die guten Werke zählen, damit jemand ewiges Leben hat. Hat Jesus sich da als Irrlehrer hervorgetan?


Kerneiswegs liebe Mariette,

Jesus war weder Irrlehrer noch erlangt mann ewiges Leben aus Werken.


Liebe Grüsse
Johel


Ach, Johel, und was sagst du denn zu Paulus Lehre, wem Gott wofür ewiges Leben gibt? In Römer 2, 6 und 7 steht; welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken. 7 Preis und Ehre und unvergängliches Leben, die mit Geduld in Guten Werken trachten nach dem ewigen Leben.

Dass man mit lieblosen Werken wie das Gesetz Mose teils forderte vor dem allein wahren Gotten nicht als Gerechter dastehen kann ist ja sehr verständlich. Gute Werke gefallen Gott sehr, also dem, der seinen Sohn sandte um zu zeigen wie der Vater im Himmel ist und was er will und woran er keinen Wohlgefallen hat.

Lg Maria
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon maria139 » So 11. Sep 2016, 20:17

Thelonious hat geschrieben:Hallo Mariette,

diese Aussagen Jesu sind wie folgt zu verstehen:

"Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. "

Doch der junge Mann erklärte "Das habe ich gehalten...". Was für eine masslose Selbstüberschätzung. Wer könnte das von Mose gegebene Gesetz immer und ausnahmslos einhalten? Niemand!
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Hallo Thelo

Willst du zum (ewigen) Leben eingehen so halte die Gebote, sagte Jesus zu dem reichen Jüngling, er sagte nicht alle von Mose gegebenen Gesetze.

Lg Maria
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon manfred » Mo 12. Sep 2016, 11:23

maria139 hat geschrieben:Willst du zum (ewigen) Leben eingehen so halte die Gebote, sagte Jesus zu dem reichen Jüngling, er sagte nicht alle von Mose gegebenen Gesetze.
Lg Maria


1.Joh 1,
8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Was nicht heißt, dass man mutwillig sündigen darf.
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon maria139 » Mo 12. Sep 2016, 18:13

Hallo manfred

Nachdem sie ja aufgeklärt darüber waren durch welche Gesetzeswerke sie in Wahrheit Sünder vor dem Vater im Himmel waren, wäre es wohlweislich Sebstbetrug gewesen zu behaupten sie hätten nicht gesündigt.

Doch wenn sie dazu standen und bekannten gesündigt zu haben, dann gab es für diese Einsicht Vergebung. So sie aber dennoch bezeugten nicht gesündigt zu haben, so wäre Christi Wahrheit nicht in ihnen und so würden sie Jesu als Lügner hinstellen.
Es besteht ja ein himmelweiter Unterschied zwischen Gesetzes-Werken und GUTEN WERKEN.Durch die Erstgenannten kann man vor dem Vater im Himmel nicht als Gerechter dastehen, hingegen gibt es für zweitgenannte Werke unvergängliches, ewiges Leben also.

Auch beim Einlass in den Himmel geht es eigentlich um Gute Werke will man zu den Schafen gestellt werden. Dort schein mir eher der Begriff aufgrund unserer Verhaltensweisen lässt Gott uns rein oder schickt zum Teufel, wer diesem diente statt Gott.

Gesetze und Gebote scheinen in der Bibel je nachdem unterschiedlich definiert zu werden. Im Römer 13 werden die Gebote Gesetze genannt.
Lg Maria
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Re: Durch Glaube gerettet?... oder: Hat Jesus falsch gelehrt

Beitragvon Johelia » Mo 12. Sep 2016, 20:18

maria139 hat geschrieben:Ach, Johel, und was sagst du denn zu Paulus Lehre, wem Gott wofür ewiges Leben gibt? In Römer 2, 6 und 7 steht; welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken. 7 Preis und Ehre und unvergängliches Leben, die mit Geduld in Guten Werken trachten nach dem ewigen Leben.

Ach Maria

Wenn du Römer 2,6,7 darauf reduzierst Werksgerechikeit zu begründen, dann ist das m.M nach keine Argumentation sondern reines Dogma, das ich dir gerne lasse aber aufgrund meines Glauben nicht weiter darauf eingehe. Das Wort Gottes ist zu tief um nur an der Oberfläche rumzuscharren.


maria139 hat geschrieben:Dass man mit lieblosen Werken wie das Gesetz Mose teils forderte vor dem allein wahren Gotten nicht als Gerechter dastehen kann ist ja sehr verständlich. Gute Werke gefallen Gott sehr, also dem, der seinen Sohn sandte um zu zeigen wie der Vater im Himmel ist und was er will und woran er keinen Wohlgefallen hat.

Lg Maria


Hier passiert wieder der genau glieche Fehler wie in den zig vorangegangenen ähnlichen "Werks" Threads.
Er wird nicht unterschieden zwischen:

Juden und Christen (Zu wem sprach Jesus, im Matt 19,17-21)

und auch nicht zwischen:
Errettung (vergabe Ewigen Lebens) versus Werke zum Gefallen Gottes.

Auf ein Kudelmuddel all dieser Begriffe habe ich keine Lust mehr, da es dann sofort dogmatisch wird und sich nicht mehr an die Bibel hält.

maria139 hat geschrieben:Es besteht ja ein himmelweiter Unterschied zwischen Gesetzes-Werken und GUTEN WERKEN.Durch die Erstgenannten kann man vor dem Vater im Himmel nicht als Gerechter dastehen, hingegen gibt es für zweitgenannte Werke unvergängliches, ewiges Leben also.


Und nochmals kommt eine solche Aussage von dir. Du meins also dass Errettung ein lange dauernder Prozess ist den man sich erarbeiten muss?

Liebe Grüsse
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon lionne » Mo 12. Sep 2016, 21:35

Kein Mensch kann sich den Weg in den Himmel erarbeiten.
Menschlicher Stolz mag das nicht gerne hören: aber wir können nichts tun, um vor Gott gerecht und heilig zu sein. Wir können uns bemühen so viel wir wollen: wir werden niemals perfekt sein. Und nichts weniger als 'Perfektheit' benötigt man, wenn man in Gottes Gegenwart leben will.

So ist unsere Errettung vor der Hölle für den Himmel ein Geschenk von Gott und Jesus an uns: Unverdient, begründet in der grenzenlosen Liebe von Gott und Jesus für uns.
>>> "Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft — Gott hat es geschenkt —, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann." (Epheser 2,8.9)

So sieht's aus! ;) :D
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Johelia » Mo 12. Sep 2016, 21:41

lionne hat geschrieben:So sieht's aus! ;) :D
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jou, so is es 8-) :umarm:
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Lepitoptera » Mo 12. Sep 2016, 21:50

Poste ich gerne auch nochmals in diesen Thread:

Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, dass wir verdient hätten (Tod), Gnade ist es etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmelreich).

Liebe lionne, so sehe ich es auch. Und wie ich ganz oben geschrieben habe, glaube ich daran, dass Christen, die Jesus wirken lieben, von Herzenswegen gute Werke tun möchten. Ganz einfach aus Liebe zu ihm. Und somit kriegt Jesus Spielraum in ihnen wirken zu dürfen und sie als sein Werkzeug einzusetzen.

Hey Johelia, schön, dass du wieder da bist, habe dich bereits vermisst... :lol: :umarm:

Lg Lepitoptera
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon maria139 » Di 13. Sep 2016, 06:45

Na,jene zu denen Paulus spricht Eph.2.8 und 9 haben wohl GESETZESWERKE getan, (wie Paulus ja auch mal, bevor Jesus ihn in seine Dienste nahm) mit welchen sie kein Wohlgefallen vor Gott finden. Dank Gottes GNADE wurden sie trotzdem errettet überliess er sie nicht der UNKENNTNIS, sandte er seinen Sohn um die WAHRHEIT über Gott zur Erkennntis zu geben.
Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Johannes 18.37


Sobald die Angesprochenen begannen zu GLAUBEN was Jesus und dann die Apostel lehrten, was vor Gott zählt, kamen sie in den Zustand, eine NEUE Schöpfung/Kreatur zu werden, nurmehr gottgefällige Werke zu tun und keine Gesetzeswerke mehr.

Denn sobald jemand Jesus glaubt und ihm die Führung des Lebens übergeben hat, ist sie/er eine neue Schöpfung und wandelt (aus tiefer Dankbarkeit für sein Erlösungswerk von den Sünden/aus Liebe zu ihm) in solchen Werken, die Gott denen zubereitet hat, die auf ihn hören.Epheser 2.10 wird seltsamerweise ausgeklammert, wie auch 2. Tim.3.17. Warum eigentlich?

Jesus lehrte, dass wer zu ihm gehört, dann sein Licht leuchten lassen soll, damit die Leute ihren GUTEN WERKE sehen und den Vater im Himmel preisen.

Es sollte für alle Christen selbstverständlich sein, was Lepitoptera hier auch ganz treffend schrieb.

Zitat Lepitoptera : Und wie ich ganz oben geschrieben habe, glaube ich daran, dass Christen, die Jesus wirken lieben, von Herzenswegen gute Werke tun möchten. Ganz einfach aus Liebe zu ihm. Und somit kriegt Jesus Spielraum in ihnen wirken zu dürfen und sie als sein Werkzeug einzusetzen.


Beim Jüngsten Gericht, wo alle Menschen aufgrund ihres Verhaltens gegenüber Mitmenschen -in verschiedenen Lebens(not)lagen entweder in den Himmel aufgenommen werden oder dem Teufel übergeben, da haben wohl jene, die glauben sie hätten es nicht nötig in wachsendem Ausmss nurmehr in GUTEN WERKEN zu wandeln wohl die schlechteren Karten, verstehe ich
Jesus Worte bei Matth.25.33und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zu seiner Linken. Matthäus 25.34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!


Menschen einzureden, sie könnten trotz gerechtem Lebenswandel und stets guten Werken, charaktervollen Verhaltensweisen, vorbildlich gelebter Nächstenliebe dem Vater im Himmel nicht gefallen, ist eine Lehre, die MITNICHTEN von Jesus Christus stammt.

lg Maria
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon onThePath » Di 13. Sep 2016, 10:27

Für mich sind wir aus Gnade errettet, durch Christus.
Aber was man ist, zeigt sich eindeutig an Taten, die auf der Gesinnung des Menschen entstehen. Christliche Gesinnung ohne Taten ist zumindest ein trauriger Zustand. Für was lebt man dann, und aus was für einer Kraft heraus ? Die Liebe Gottes zeigt sich doch in Taten, die aus der Liebe hervorgehen.

Mir ist klar, was alles hindern kann. Aber wir sollten danach streben, dass die Liebe Gottes in uns ist und herausströmt in Taten der Liebe. Was ist Liebe zu Gott ohne Gehorsam.

Sogar Kinder schauen auf die Eltern und ahmen sie nach, voll Vertrauen und in Geborgenheit und Gehorsam.

Die andere Seite ist, dass Gott uns "in seine Familie" aufnimmt, obwohl er Grund dazu hat, uns nicht aufnehmen zu müssen. Es ist seine Entscheidung aus Gnade und Liebe, die uns durch sein Eingreifen in Christus zuteil wird.

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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon manfred » Di 13. Sep 2016, 11:12

Eph 2,
8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

Der Teufel hat ja auch schon zu Beginn der Welt Bibelstellen nur halb oder einfach nur falsch zitiert.
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon onThePath » Di 13. Sep 2016, 14:36

Ich denke an die Kraftlosigkeit der Gläubigen, auch an meine.
Ein Lippenbekenntnis zu Jesus ist jedenfalls so ähnlich, als würde ein Milliardär einen Sohn oder Tochter adoptieten, der sichs dann in seinem geschenkten Paradies bequem macht und nur seine eigenen Wünschen lebt.

Nein, Gnade allein wäre solcheart zu billig, würde die gewåhrte Gnade beschmutzen und verschwenden.

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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Mariette M. » Do 15. Sep 2016, 12:55

Thelonious hat geschrieben:Hallo Mariette,

ich habe hier wie folgt editiert:

1. Jesus irrt nie, deshalb habe ich diesen Frageansatz aus deiner Threadüberschrift herausgenommen,
2. bitte beim Zitierens von Bibeltexten jeweils auch die Stellenangabe mit benennen, deshalb habe ich dieses mit in die Threadüberschrift aufgenommen.

Gruß
Thelonious - Senior-Mod.

Lieber Thelonius,
auch ich glaube keineswegs, dass Jesus geirrt hätte... meine Überschrift war bewusst provokativ formuliert, weil ich glaube, dass manche Christen wichtige Worte und Lehren Jesu nicht beachten... respektive "wegargumentieren".

Dem reichen Jüngling hat Jesus eine sehr klare Antwort gegeben. Weshalb wollen manche heutigen Christen sie nicht hören?

Liebe alle,
bitte verzeiht, dass ich gerade wenig Zeit zum Antworten habe.... ich hoffe auf heute abend!

lg Marietta
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon Mariette M. » Do 15. Sep 2016, 13:05

Lepitoptera hat geschrieben:Poste ich gerne auch nochmals in diesen Thread:

Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, dass wir verdient hätten (Tod), Gnade ist es etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmelreich).


Liebe Lepitoptera,

ich hatte den Vers schon gelesen und antworte hier, weil ich hier TE bin.

Der Satz klingt schön und eingängig. Für mich ist er aber sachlich fragwürdig, weil er im typisch west-christlichen Stil auf juristischer Ebene bleibt. Das ist das Denken von Strafe und Belohnung, von Abrechnung und Nachlass, das die westliche Christenheit so sehr im Zentrum hat.

Barmherzigkeit geht für mich viel weiter. Wenn ich bete: Gospodi pomiluj, Herr, erbarme dich... dann bete ich nicht: Herr verzeih mir! Sondern mein Gebet ist: Herr, kümmere DU dich. Nimm DU das Steuer meines Lebens in die Hand. Sei DU mein Retter, Wegbegleiter, Lehrer.

Und Gnade: Gnade ist Fülle des Lebens, ist Teilhabe an Gott, ist Beziehung mit Ihm! Gnade ist eigentlich Teil von Gott, Teil seiner Energie, die den Menschen erfüllt, der nach Gottes Herzen lebt und sich ganz von Gott abhängig macht.

Das ganze juristische Vokabular hat hier nichts verloren.
lg Mary
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Re: Durch Glaube gerettet?...Verständnisfrage zu Mt. 19,17-2

Beitragvon maria139 » Do 15. Sep 2016, 18:58

Mariette M. hat geschrieben:
Lieber Thelonius,
auch ich glaube keineswegs, dass Jesus geirrt hätte... meine Überschrift war bewusst provokativ formuliert, weil ich glaube, dass manche Christen wichtige Worte und Lehren Jesu nicht beachten... respektive "wegargumentieren".

Dem reichen Jüngling hat Jesus eine sehr klare Antwort gegeben. Weshalb wollen manche heutigen Christen sie nicht hören?

lg Marietta


Hallo Marietta

Da scheinen wir die gleichen Erfahrungen gemacht zu haben. Auch ich habe schon früher und auch heute vermehrt festgestellt, dass Jesus Lehren über/vom Himmlischen Vater der allein wahrer Gott ist, mitsamt seinen nicht selten anderslautenden Lehren als jenen der Schriftgelehrten oftmals in den Hintergrund gestellt werden.

Auch werden teils Lehren Paulus schwerer gewichtet als jene von Jesus. Obwohl Paulus Lehren, wo nicht genehm auch gekürzt oder weggelassen werden, wie im bezug auf die Wichtigkeit von Guten Werken wird Epheser 2.10 ebenso wie 2. Tim 3.17. Und Römer 2, 6 und 7 werden auch nicht erwähnt. Schon fragwürdig, finde ich.

lg Maria
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
maria139
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