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Sind Kinder unschuldig?

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon onThePath » Di 13. Nov 2018, 12:17

Klingt schlüssig, Helmuth.

Sehr negativ ist allerdings der Begriff belegt: Den Willen brechen.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Columba » Di 13. Nov 2018, 13:13

onThePath hat geschrieben:Klingt schlüssig, Helmuth.

Sehr negativ ist allerdings der Begriff belegt: Den Willen brechen.

LG, otp


Den Willen brechen ist auch sehr negativ. Wer selbst erfährt, wie ihm der Wille zerbrochen wird, wird auch andere brechen wollen, der wird zum Verbrecher. Aus dieser Abwärtsspirale muss man erst entkommen. Aber Kindern den Willen brechen, ist furchtbar. Die Menschheistsgeschichte zeigt dies: Krieg, Verbrechen, Gewalt!

Frieden gibt es nicht, wenn erst jemand gebrochen werden muss. Das wusste schon Jesus: Er hat niemanden gebrochen, sondern ihnen Konsequenzen aufgezeigt, die zum Denken anregen und dann Anregen für Verhaltensänderungen - und das kann man auch bei Kindern machen.

Ich stand mal mit meinem drei-jährigen Enkelkind in einer katholischen Kirche vor einem Heiligenbild und ich erzählte kurz die Legenden von diesem Heiligen. Plötzlich begann die Enkelin vom Bösesein zu sinnieren, wie das komme und wie sie das eigentlich gar nicht wolle. Es gab ein gutes Gespräch darüber.

Es braucht i.a. gar kein Willebrechen sondern ein Aufzeigen unserer Mühen im Leben.


Grüsse Columba
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Helmuth » Di 13. Nov 2018, 14:57

onThePath hat geschrieben:Sehr negativ ist allerdings der Begriff belegt: Den Willen brechen.

Ich weiß, und der durchschnittliche Weltmensch erprobt auch den sofortigen Aufschrei, aber wir reden in unserem Zusammenhang ja über die Sünde, was wiederum für viele befremdlich ist. Dazu verweise ich auf eine Aussage aus dem Wort bzgl. 1 Samuel 15,23, damit ersichtlich wird, von welcher Art Eigenwillen ich rede.

Es sind auch nicht die Eltern, die aktiv etwas „brechen“, so als wäre das zum Schaden des Kindes, sondern sie setzen gottgewollte Grenzen und es liegt am Kind sich zu fügen oder nicht, oder im Extremfall sogar bis zum Tobsuchtsanfall auszurasten, was bei Kleinkindern nicht selten ist.

Ich habe bei einem solchen Anfall einmal meinen Sohn am Boden liegen lassen und nicht weiter beachtet. Als er gemerkt hstte, dass er keine Aufmerksamkeit mehr erhielt kam er wieder. Und als er weiter merkte, dass unsere elterliche Entscheidung weiterhin aufrecht war, erkannte er die Nutzlosigkeit und stellte das Gott sei Dank ein.
Herzliche Grüße
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Columba » Di 13. Nov 2018, 17:43

Helmuth hat geschrieben:Es sind auch nicht die Eltern, die aktiv etwas „brechen“, so als wäre das zum Schaden des Kindes, sondern sie setzen gottgewollte Grenzen ...


Wenn ich das lese von Dir

Hierin habe ich heute mehr Erfahrung als mein Sohn. Das merkt man. Er greift zu lasch ein und wenn dann überreagiert er zuweilen. Eben weil etwas nicht rechtzeitig geschah. Hier helfe ich ihm soweit ich etwas erkenne.

Wir sollten nicht vergessen, dass mit der ersten Übertretung eine Art Lawineneffekt in Gang gesetzt wird. Eines ergibt das nächste, solange bis der Eigenwille gebrochen wird. Wir der nie gebrochen entwicklen sich Kinder auch zu Verbrechern.

Das Kind muss lernen zu folgen und das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass es nicht jedem seiner Triebe nachlaufen kann. Was zu Beginn noch lieb und herzig gewirkt hat wird schnell zum Terror. Die Sünde beginnt ihr Werk.


dann machst Du doch vorwiegend hier die Eltern verantwortlich, oder nicht?

Übrigens denke ich, dass Du - und viele hier im Thread - die Unterscheidung, die Paulus immer macht, übersiehst, nämlich die Unterscheidung von "die Sünde" (Einzahl und als Zustand) und "die Sünden" (Mehrzahl als einzelne Gott missfallende Taten).


Grüsse Columba


PS
Übrigens musst Du nicht vom "Aufschrei durchschnittlicher Weltmenschen" reden. Wer die auch immer sein mögen, diese lesen das gar nicht hier. Aber mich stört es als bewusster Christ sehr, wenn solche gewalttätige Sprache für Menschen benützt werden. Spaghettis kannst Du eventuell brechen, bevor Du sie in den Topf wirfst, aber Brechen des menschlichen Willens ist kaum angebracht.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Habatom » Di 13. Nov 2018, 17:59

Helmuth hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Sehr negativ ist allerdings der Begriff belegt: Den Willen brechen.

Ich weiß, und der durchschnittliche Weltmensch erprobt auch den sofortigen Aufschrei, aber wir reden in unserem Zusammenhang ja über die Sünde, was wiederum für viele befremdlich ist. Dazu verweise ich auf eine Aussage aus dem Wort bzgl. 1 Samuel 15,23, damit ersichtlich wird, von welcher Art Eigenwillen ich rede.

Es sind auch nicht die Eltern, die aktiv etwas „brechen“, so als wäre das zum Schaden des Kindes, sondern sie setzen gottgewollte Grenzen und es liegt am Kind sich zu fügen oder nicht, oder im Extremfall sogar bis zum Tobsuchtsanfall auszurasten, was bei Kleinkindern nicht selten ist.

Ich habe bei einem solchen Anfall einmal meinen Sohn am Boden liegen lassen und nicht weiter beachtet. Als er gemerkt hstte, dass er keine Aufmerksamkeit mehr erhielt kam er wieder. Und als er weiter merkte, dass unsere elterliche Entscheidung weiterhin aufrecht war, erkannte er die Nutzlosigkeit und stellte das Gott sei Dank ein.



Kinder die Aufmerksamkeit suchen, suchen Liebe. Liebe, die ihnen fehlt.


1. Samuel 15,23 spricht von Widerspenstigkeit in dem Sinne, das ein Mensch nicht dem Willen Gottes gehorcht.
Aber bei Gott ist es dann nicht so, das er den Willen eines seiner Kinder bricht, welches ihm nicht gehorcht. Dann täte Gott den Menschen vergewaltigen, ihm seinen eigenen Willen nehmen, auf das er dann keine Wahl mehr hat, als nur noch zu gehorchen.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Helmuth » Mi 14. Nov 2018, 16:14

Habatom hat geschrieben:1. Samuel 15,23 spricht von Widerspenstigkeit in dem Sinne, das ein Mensch nicht dem Willen Gottes gehorcht.

Nur, falls es dir noch nicht aufgefdllen wäre (wie auch einigen anderen). Ich spreche die ganze Zeit davon, ich spreche nicht wie wir mit den braven Kindern umgehen, sondern über deren schuldhaftes Verhalten. Mangelt es etwa an Erfahrung?

Man muss dazu nicht einmal eigene Kinder haben, die Erinnerung an seine eigene Kindheit genügt.

Stelle dir dazu einfach die Frage, an welche erste Sünde du dich zurück erinnern kannst. Vielleicht wird man staunen, wie weit das zurückreicht. Ich kann mich erinnnern, vorsätzlich nach dem Nachmittagshort nicht Hause gekommen zu sein.
Oh, da war meine Mama stinksauer. Ich war etwa 6.

Bei meinen Kindern geht das bis in etwa zum dritten Lj zurück. Darum setze ich ab hier konkret de Schuldfähigkeit an. Ob früher hängt davon ab, wieweit sie sich schon ausdrücken können.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 16:35

Helmuth hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:1. Samuel 15,23 spricht von Widerspenstigkeit in dem Sinne, das ein Mensch nicht dem Willen Gottes gehorcht.

Nur, falls es dir noch nicht aufgefdllen wäre (wie auch einigen anderen). Ich spreche die ganze Zeit davon, ich spreche nicht wie wir mit den braven Kindern umgehen, sondern über deren schuldhaftes Verhalten. Mangelt es etwa an Erfahrung?

Man muss dazu nicht einmal eigene Kinder haben, die Erinnerung an seine eigene Kindheit genügt.

Stelle dir dazu einfach die Frage, an welche erste Sünde du dich zurück erinnern kannst. Vielleicht wird man staunen, wie weit das zurückreicht. Ich kann mich erinnnern, vorsätzlich nach dem Nachmittagshort nicht Hause gekommen zu sein.
Oh, da war meine Mama stinksauer. Ich war etwa 6.

Bei meinen Kindern geht das bis in etwa zum dritten Lj zurück. Darum setze ich ab hier konkret de Schuldfähigkeit an. Ob früher hängt davon ab, wieweit sie sich schon ausdrücken können.



Ich erinnere mich zum Beispiel an einen 12 jährigen Jesus, der auch nicht bei seinen Eltern blieb sondern sich im Tempel bei einer Diskussion mit Gelehrten wiederfand.

Vorsätzlich.

Schuldhaftes Verhalten?
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 16:45

Lukas 2

48 Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
49 Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?


Hier haben ihre Eltern ihr Kind gesucht. Voller Sorge, das ihm etwas passiert sein könnte.

Meinst du etwa, das Josef und Maria Jesus hier ein Gebot hätten geben müssen. Bleib ja immer in der Nähe von uns. Lauf bloss nicht weg. Tue dies nicht. Halte dich von jenem fern.


Nein - sie gaben Jesus Raum die Welt zu entdecken. Hatten über seine Wege Übersicht. Wussten bis dahin immer, wo er sich befand. Hatten ihn lediglich erst noch in der Obhut einer Reisegesellschaft vermutet, wo er dann aber auch nicht zu finden war.

Bis zu diesem Zeitpunkt , wo Jesus mittlerweile 12 Jahre alt war und erstmals (zumindest wird hier davon berichtet) 3 Tage lang ohne direkte Aufsicht der Eltern war. Was wohl für die damalige Zeit schon etwas besonderes war.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Columba » Do 15. Nov 2018, 10:01

An die Zürichnahen: Ist zufällig jemand heute abend an dieser Veranstaltung? Wenn es von der Arbeit her geht, bin höre ich mir das mal an.

Columba hat geschrieben:Zwar ein älterer Thread, aber hier habe ich einen Veranstaltungshinweis gefunden, der in diesem Zusammenhang interessant sein könnte. Wir hatten hier ja auch kürzlich das Thema Erbsünde:

https://www.paulusakademie.ch/programm/ ... 15.11.2018

Angesichts all der Krisen, Skandale und Katastrophen liegt die Vorstellung von der Verstricktheit und Verfallenheit der Welt nahe. Mit der Erbsünde wollen wir trotzdem nichts zu tun haben. Sie widerspricht unserem Wunsch, das Gute zu wollen, es recht zu machen und Verantwortung zu übernehmen.

Und was, wenn es bei der Erbsünde darum ginge, uns vor der Verzweiflung am eigenen Ungenügen zu bewahren? Und vor der Überforderung, dem entgegen zu treten, das nicht in unserer Macht liegt? Aber um den Preis, dass wir von Geburt an böse sind?



Grüsse Columba
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Helmuth » Do 15. Nov 2018, 12:11

Habatom hat geschrieben:Meinst du etwa, das Josef und Maria Jesus hier ein Gebot hätten geben müssen. Bleib ja immer in der Nähe von uns. Lauf bloss nicht weg. Tue dies nicht. Halte dich von jenem fern.

Wir wissen nicht was Josef und Maria Jesus angewiesen haben. Somit können wir das nicht beurteilen. Aus heutiger Perspektive würden wir hier eher die Eltern mit einer etwaigen Vernachlässiung ihrer Aufsichtspflicht konfrontieren.

Aber auch das ist nicht Thema. Wir reden weiter über das Schuldverhalten unserer Kinder. Jesus hier in Spiel zu bringen bringt Nüsse. Außer den einen Bericht als 12-Jährigen gibt es kein einziges weiteres Detail.

Dagegen liefern unsere Kinder eine Fülle an problematischem Fehlverhalten mit denen wir uns tagtäglich abplagen dürfen.

Ich als Elternteil lerne daraus aber wiederum unsere fantastische Ebenbildlichkeit Gottes. Ich, als tatsächich Ich (!) soll mich in derselben Weise um meine gerade mal 4 Sprösslinge und nun auch die beginnende 3. Generation in derselben Weise kümmern wir Gott gerade an 7,4 Milliarden in seiner tagtäglichen 24h Stundenschicht. :]

Das beinhaltet, und das hören jetzt wieder viele vermutlich wieder nur ungern, ein zugewiesenes Gericht von Fall zu Fall. Es hat die positive Seite, sie durch Gottes Gnaden aus ihrem Sündenzustand herauszuführen. Wer es nicht tut liebt seine Kinder nicht, denn es steht geschrieben:
Hebr 12, 6 hat geschrieben:"Mein Sohn! Achte nicht gering des Herrn Züchtigung, noch ermatte, wenn du von ihm gestraft wirst; denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er geißelt aber jeden Sohn, den er aufnimmt".

Wer dem wiederum widersprechen will, soll auch das tun, denn der Zeitgeist verschont uns bekanntlich nicht, doch dann heißt es weiter:
Hebr 12, 8 hat geschrieben:Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, welcher alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr denn Bastarde und nicht Söhne.

Man muss sich also entscheiden welche Kinder man großziehen will, Söhne oder Bastarde.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 09:36

Helmuth hat geschrieben:
Aber auch das ist nicht Thema. Wir reden weiter über das Schuldverhalten unserer Kinder. Jesus hier in Spiel zu bringen bringt Nüsse. Außer den einen Bericht als 12-Jährigen gibt es kein einziges weiteres Detail.

Dagegen liefern unsere Kinder eine Fülle an problematischem Fehlverhalten mit denen wir uns tagtäglich abplagen dürfen.

Ich als Elternteil lerne daraus aber wiederum unsere fantastische Ebenbildlichkeit Gottes. Ich, als tatsächich Ich (!) soll mich in derselben Weise um meine gerade mal 4 Sprösslinge und nun auch die beginnende 3. Generation in derselben Weise kümmern wir Gott gerade an 7,4 Milliarden in seiner tagtäglichen 24h Stundenschicht. :]

Das beinhaltet, und das hören jetzt wieder viele vermutlich wieder nur ungern, ein zugewiesenes Gericht von Fall zu Fall. Es hat die positive Seite, sie durch Gottes Gnaden aus ihrem Sündenzustand herauszuführen.



Wir reden hier davon, inwieweit ein Kind überhaupt schon eine Tatschuld innehat, nachdem es geboren wurde, für die es verantwortlich gemacht werden kann.

Und wir reden davon, ab wann denn nun ein Mensch in eine Verantwortlichkeit für seine Taten kommt.

Ich habe vorhin auf ZDF-History eine Sendung über die Hitlerjugend gesehen.
Kinder, die zum Schluss als Kindersoldaten an die Front geschickt wurden und deren Begeisterung gegen Kriegsende am längsten noch anhielt.

Weil sie von Klein auf hier so geprägt und erzogen wurden. Es erst nicht anders wissen konnten und auch nicht Nein sagen konnten, zu all dem Unrecht, was dort geschah.

Verantwortung fängt für einen Menschen erst dort an, wo er lernt, das Böse zu verwerfen. Nein zu sagen zu dem, was er als falsch erkannt hat. Und das können Kinder nur von ihren Erziehungspersonen lernen. Von Grund auf sind sie unschuldig. Zwar im alten Adam, mit seinen fleischlichen Begierden, so geboren. Aber dann erst verantwortlich (von Gott und von den Menschen) zu machen, wo sie sich im Bewußtsein, das etwas nicht gut ist, dann trotzdem für das "nicht gute" entscheiden.

Wenn dann aber die Eltern sagen, es ist nicht gut, wenn du dem spielenden Kind im Sandkasten seine Schaufel wegnimmst, dann hat dies nichts mit gut und böse zu tun. Es sind Menschengebote. Das Kind würde sich nicht vor Gott schuldig machen, nur weil es nach der Schaufel des anderen Kindes greift. Auch wenn wir als Eltern diesen Vorgang möglichst begleiten sollten und helfen sollten, hier keine Konflikte zwischen den Kindern erst entstehen zu lassen.
Dort ,wo wir hier nur den moralischen Zeigefinger erheben, schaden wir dem Kinde.


Und die Züchtigung von der Du sprichst hat nichts mit körperlichen Schlägen zu tun, die ein leiblicher Vater dann zu verteilen hat, wenn das Kind nicht auf seine Moralvorstellung und seine Vorstellung von einem guten Christenleben hören will.

Es hat vielmehr etwas mit in einer Zucht - Ziehen auf den Vater hin -- erziehen auf etwas hin -- zu tun.

Und das geschieht am Vorbild. Und nicht in Form von Geboten und Verboten.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Helmuth » Fr 16. Nov 2018, 11:52

Bei dem Thema berücksichtigst man m.E. nicht gebührend die Kindesentwicklung. Das Wort Gottes zeichnet keine Entwicklungsschritte des Menschen. Etwas an Erforschung darf sich der Mensch ruhig selbst erarbeiten, das gibt ihm Gott quasi als Hausaufgabe mit auf den Lebensweg und nennt man wohl Erfahrung in Sachen Erziehung.

Dass die Gesellschaft damit auf Kriegsfuß steht berührt mich nicht. Es geht nämlich um meine Kinder und nicht um deren. Sie gehören Gott und mir, nicht aber der Gesellschaft. An diese werden sie höchstens "verliehen". Diese Denkweise ist unüblich aber biblisch, denn wahre Liebe ist etwas, was auch nur persönlich geschieht.

Ein funktionierendes Ergebnis einer vernünftigen Auseinandersetzung liefert die Gesellschaft aber dann, wenn sie sich mit den Konsequnezen ernsthaft auseinandersetzen muss und die Problematik auf juristischer Ebene klären muss. Der Gesetzgeber definiert dazu die Starfmündigkeit. Die Schweiz legt sie pragmatisch mit 10, das österr. Recht mit 14 fest.

Unser Ansatz beginnt schon zuvor und es ist Sache der Eltern. Soweit sollten wir übereinstimmen. Ich stehe immer noch an der Scheidegrenze 2 - 3 Jahre. Eine Vorbildwirkung kann in dieser Phase nicht angewandt werden, da es dem Kind in diesem Alter an der dafür erforderlichen Reife fehlt.

Diese erhält es aber und zwar durch Zucht. Diesen Begriff gibt nun einmal das Wort Gottes vor und nicht die Gesellschaft, denn so sagt es Hebräer 12. Hier geht es aber um unseren, also den Elternpart.

Wie erkennt man nun die Schuldhaftigkeit in dieser frühen Entwicklungsphase wäre die Themenfrage, und in der Folge könnte man auch darauf eingehen wie Eltern das richtig handhaben.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 10:55

Hallo Helmut,


das Wort Gottes berichtet von Kindern, jungen Erwachsenen und Vätern(Müttern) in Christus.

Desweiteren spricht es vom entwöhntem Kind und von dem Zustand des Kindes, das gelernt hat das Gute zu erwählen und das Böse zu verwerfen.

Erziehung bedeutet dann auf den HERRN hin zu erziehen. Nicht auf sich selbst hin.

DENN - deine/unsere Kinder gehören nicht uns und dem Herrn sondern allein dem Herrn Jesus Christus. Allein Gott selbst, dem alles gehört, der alles und jeden erschaffen hat, zur Welt kommen ließ.
Nichts davon können wir unser eigen nennen.


Die Strafmündigkeitsbestimmungen von Gesetzgebern eines Staates können nur angelehnt sein an den Beispielen, die uns die Bibel gibt, wann denn nun davon ausgegangen werden kann, das ein Mensch für seine Taten selbst verantwortlich ist.

Im AT waren es hier 20 Jahre. Im Dritten Reich erst 19 Jahre, später 18 Jahre und am Ende war es sogar recht und billig, das schon Minderjährige an Erschießungskommandos teilnehmen sollten. Auf das sie keine Scheu vor den Grausamkeiten des Krieges mehr kennen sollten.

Aber tatsächlich entwickelt sich diese Verantwortlichkeit, in die ein Mensch kommen kann dann individuell verschieden früh oder spät. Und das hängt halt damit zusammen, ab wann sich ein Mensch darüber bewusst wird, was er tut und dieses dann willentlich mit einem "moralischen Maßstab" - in seinem Gewissen dann - auch rechtfertigen tut.

Die Vorbildfunktion der Eltern ist dann für das Kind diese Stütze, an dem sich ein Gewissen bilden kann. Würden die Eltern den Kindern vorleben und einimpfen, das es das natürlichste und beste der Welt ist, sich mit Sprengstoffgürteln zu kleiden um Juden umzubringen, die größten Feinde der Menschheit, dann würden die Kinder hier später auch kein schlechtes Gewissen entwickeln können, wenn sie als Selbstmordattentäter dann sich wähnen direkt ins Paradies einzuziehen.
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Joschafat » Do 17. Jan 2019, 09:51

[quote="Helmuth"][quote="onThePath"]

Nicht leicht bei uns Wien heutzutage, vielleicht das Ergebnis der sogenannten gewaltfreien Erzeihung? Ich vermute, dann leben sie es eben am Spielplatz aus.

Eltern setzen die Schuldfähigkeit zu spät an oder begreifen gar nicht, dass ihre Bengel sündhafte Geschöpfe sind.

quote]

Ich habe selber keine Kinder, habe aber vor Jahren diverse Kinder aus dem Wohnblock eine Zeit lang betreut. (6-11 J.)
Ich wollte ihnen ganz klassisch und gutmütig, kreativ und und positiv bei deren Hausaufgaben helfen, ihnen Lerntipps geben, etc. Mit Handy-Apps auf "moderne coole Art" Englisch etc. beibringen. Und mit passenden Computerspielen, verschiedene Gedächtnis-Trainins machen. Auch Piano und das Musik 1x1 8 inkl. Rap) stand auf dem Lehrplan. Ich stellte mir vor, wie sie in ein paar Jahren dann effektiv Songs spielen können und ihren Mitschülern in der Hinsicht in nichts mehr unterlegen sind. (Es waren Migranten-Kinder by the way)

Je länger desto mehr, wurden Sie aber frecher, nutzten mich in jeglicher Hinsicht aus, wurden fordernder ohne selber was abzuliefern usw..
Sie wollten eigentlich überhaupt nichts lernen auch ein Projekt ala einen eigenen Rap kreeiren und dann ein Youtubel Video daraus machen, scheiterte kläglich an ihrem Unwillen. Es wurde immer chaotischer und dreister...
Sie nutzten meine Inkompetenz im Grenzen setzen schamlos aus.
Ich darf ja auch gar nicht tätlich eingreifen oder mal ne Hausarrest-strafe androhen oder umsetzen, da sie ja nicht in meiner Erziehungsmacht stehen und ich also defacto total machtlos war.
Das realisierten sie bald und zeigten sich immer mehr von ihrer bösen manipulativen Seite.
Ich liess mir das leider zu lange gefallen, da ich die "Gute lernwillige erfolgreiche Schüler-Vision" nicht aufgeben wollte.

Sie wollten eigentlich nur meine PS4 ausnutzen, da sie selber noch keine neue Konsole hatten, bzw. nur ne alte mit altersgerechten Spielen ab 7.
Sie wollten aber eigentlich nur eins: Fortnite und andere noch krassere Ballergames spielen, ja sogar vor den äusserst brutalen 18+ games schreckten sie nicht zurück. (Ich aber schon, ich spiele selber als ü30 nur max. 16+ games.)
als sie dann sogar anfingen öffentlich mich vor dem Haus frech zu kommen und zu belästigen, mein Velo umstiessen, es sogar einmal klauten und versteckten uvm. wehrte ich mich dann zwangs-notwendig mal mit einer klaren Ansage.
Das führte dann einfach dazu dass, sie jetzt so tun, als kennen sie mich gar nicht, (Ghosting als Rache) was natürlich lächerlich ist, denn das ganze (kläglich gescheiterte) Lern-Projekt dauerte ca. 2 jahre.

Ich muss zugeben, die Kinder, auch ihre jüngeren Schwester, waren mir vorher als ich sie nur sah und noch nicht kannte, wie "Wesen vom Himmel" vorgekommen, süss, herzig und lieb. :angel:
Gut, ich hab schon auch Ausgrenzung, Rassismus und sogar Mobbing, und verprügeln eines afrikanischen Bubes beobachtet.
Wollte das aber nicht so recht wahrhaben, dass die eigentlich schon soo krass drauf sind.
Ich dachte wohl auch naiv, ICH könne denen eben mit Aufmerksamkeit und kreativen Lernideen helfen und sie auf ein positives Gleis bringen... ;)
jetzt hab ichs am eigenen leib erlebt und muss sagen, ich war geschockt, überrumpelt. Ich wollte es zu Beginn gar nicht wahrhaben, dass man schon mit solchem jungen "unschuldigen" Alter so böse, manipulativ, frech sein kann.

Jetzt bin ich eines besseren belehrt und lasse Kinder erst mal für die nächsten 1000 Jahre in Ruhe. Bin auch nicht mehr neidisch auf alle Eltern wie früher. Habe eher Mitleid. (Natürlich gibt es auch andere Kinder, die nicht so krass drauf sind. Bei diesen Migrantenkids sieht man eben bereits die Folgen, wenn die Eltern zu lasch sind, zu früh die Kinder mit TV und Games ruhigstellen und sie einfach auf der Wohnblockwiese ihr eigenes Ding tun lassen... (und dann verärgert sind, dass die verzogenen Kids beim "Komm rein-Rufen" meistens erst nach dem 5. Mal mit Androhungen reinkommen.

Als ich eine Mutter mal mit ihrem unglaublich süssen und unschuldig aussehenden Sohn und dessem Fehlverhalten konfrontierte, kamen nur Ausreden, Beschuldigungen an die anderen Kinder, die ihr Kind schlecht beeinflussen würden (was sicher auch stimmt) und Phrasen, als "Ist doch noch ein Kind"
Ich frag mich da echt, was da aktuell für eine Generation heranwächst, die mit 9 schon ein eigenes Smartphone bekommt und auf nichts schärfer ist, als Fortnite zu spielen.. :o
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon bigbird » Do 17. Jan 2019, 10:35

Hallo Joschafat

Bitte korrekt zitieren - so geht das nicht!

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Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon Helmuth » Fr 18. Jan 2019, 10:55

Joschafat hat geschrieben:Ich frag mich da echt, was da aktuell für eine Generation heranwächst, die mit 9 schon ein eigenes Smartphone bekommt und auf nichts schärfer ist, als Fortnite zu spielen.. :o

Danke für deinen sehr lebendigen Bericht. Aber worüber du keine Autorität hast, musst du auch nicht die Verantwortung übernehmen. Das sage ich dir als Trost zu, damit du daran nicht verzweifelst. Jesus kannte auch keine Zwangsmaßnahmen. Er sagte, predige und wenn nichts angenommen wird, schüttelt den Staub von euren Füßen und zieht weiter. Es gibt noch viele andere Gebiete sein Ernte einzufahren, daher nur nicht aufgeben.

Bei eigenen Kindern kommen mit der Autorität die Verantwortung und damit auch die zweitweisen Herz-Schmerzen, welche das so mit sich bringt. Und da bin ich schon froh, wenn ich für diesen oder jenen Bengel eines anderen Vaters nicht verantwortlich bin, weil ich mit den eigenen genug zu schaffen hatte. ;)
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon ThomasW » Fr 18. Jan 2019, 11:18

Helmuth hat geschrieben:Jesus kannte auch keine Zwangsmaßnahmen. Er sagte, predige und wenn nichts angenommen wird, schüttelt den Staub von euren Füßen und zieht weiter.


Na ja, er sage aber auch:

Wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“ (Markus 9:47, 48)

und

„Geht mir aus den Augen, Gott hat euch verflucht! Fort mit euch in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist!“ Matthäus 25:41, 46

Jemandem mit unendlichen Qualen in der Hölle zu drohen würde ich nicht gerade unter ,,kennt keine Zwangsmaßnahmen" und ,,wenn nichts angenommen wird, zieht er halt weiter" einordnen.
Die Unwahrheit bleibt auch dann unwahr, wenn man glaubt, dass sie wahr wäre. Egal wie schwierig es auch sein mag, man sollte immer nach Wahrheit suchen und sich nie mit bequemer Unwahrheit zufrieden geben.





https://www.youtube.com/watch?v=p_-zqHJA8Us
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Re: Sind Kinder unschuldig?

Beitragvon onThePath » Fr 18. Jan 2019, 11:46

ThomasW.

Alles was man tut hat positive oder negative Konsequenzen. Daran könntest du noch arbeiten. Du klagst ja Gott andauernd an. Immer noch mit dem Argument: " Gott ist so unglaubwürdig, er existiert sowieso nicht" ? Du als angeblich Intellektueller solltest doch sorgfältiger argumentieren.


lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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