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Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

Moderator: kingschild

Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Di 14. Mai 2019, 11:37

Welche Geschichte würdest du einem kleinen Kind, welches gerade an Verstand gewinnt, von Jesus erzählen?

Ja ich weiß, es gibt Kinderbibeln, aber es ist schon was anderes, wenn man aus freien Stücken eine Geschichte selbst erzählen kann.

Was fällt euch ein?
Welche Geschichten beschreiben gut wie Jesus ist?
Wachet !
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » Sa 7. Dez 2019, 14:41

Hallo Daniel,

ein Thema ohne Antwort. Darf das sein ?

Ich habe ja selbst auch keine Kinder. Aber ich fand die Frage nicht schlecht. In der Kindheit kann man den Menschen am leichtesten erreichen. Wenn erstmal der Kopf vollgestopft ist, mit den Problemen dieser Welt und den Sorgen im Alltag, dann wird es immer schwerer über Gott und den Herrn Jesus zu reden. Da wird gleich so mancher Einwand kommen.
Welche Geschichten über Jesus soll man Kindern erzählen ? Darf man schon über die Grausamkeit der Kreuzigung reden ?

Kinder sollen lernen Probleme zu meistern und mit den Situationen im Alltag zurechtkommen. Wie kann ihnen der Herr Jesus dabei helfen ?
Es gibt Situationen , wo Streit zu schlichten ist. Entscheidungen sind zu fällen. Konfrontation oder Rückzug ? Was könnte man da von dem Herrn Jesus lernen ? Der Herr Jesus hat schon mal die Konfrontation mit den Pharisäern gehabt. Sie kamen ja zu ihm, gesucht har er den Streit nicht , hat ihnen aber ehrlich gesagt, was er von ihnen hält.Mt 5-7, Mt 23

Manchmal hat er auch diplomatisch gesprochen, demütig, ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen. Joh 10,34-36
So großartig können Kinder natürlich nicht reagieren. Aber vielleicht können sie lernen , sachlich zu bleiben und sich nicht zu irgendwelchen Kurzschlußhandlungen verleiten zu lassen. Dann ist wohl der Rückzug das Beste.

Es gibt Situationen, da fühlen sich Kinder nicht so wohl, weil sie mit Menschen oder den Anforderungen im Kindergarten oder der Schule nicht klarkommen. Da müßen sie lernen , die Dinge nicht einfach laufen zu lassen, sondern sich den Eltern anzuvertrauen. Und die Eltern können ja auch mal fragen und versuchen, herauszufinden, wie es dem Kind in der Schule geht ?

So würde ich die Sache angehen.

Man braucht ja nicht immer über den Herrn Jesus zu sprechen. Man kann ja auch den Geschichten des AT viel lernen, wer Gott ist und wie er sich wünscht , daß wir in dieser Welt leben sollen.
Mir war immer schon mal die Geschichte mit Isaak in den Sinn gekommen, der sich mit anderen Bewohnern des Landes um einen Brunnen gestritten hat. Das heißt , der Isaak hatte kein Bedürfniss sich zu streiten und ist anstattdessen weitergezogen und hat sich einen anderen Brunnen gegraben, bis er einen Brunnen gehabt hat, den ihm niemand streitig gemacht hat. Eine ganz interessante und lehrreiche Geschichte. 1 Mo 26

Liebe Grüsse Zippo
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Di 10. Dez 2019, 14:29

Mich bzw. meine Familie betreffend: ALLE Geschichten von Jesus!

LG
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Richard3 » Di 10. Dez 2019, 16:40

Vor 250 Jahren entstand dieser - wie ich finde - weise Spruch. Würden sich alle, wenigstens aber die Gläubigen monotheistischer Religionen daran orientieren, wäre das religiöse Konfliktpotential auf der Welt wesentlich geringer.

Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu früh einen Begriff von Gott beibringen zu wollen. Die Forderung muß von innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie aufgeworfen ist, ist verwerflich. Das Kind hat vielleicht seine ganze Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu verlieren.
Friedrich von Schiller

Gruß Richard
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon lionne » Di 10. Dez 2019, 16:53

…..weiser Spruch von Schiller! :| :mrgreen:
Gruss lionne
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Di 10. Dez 2019, 16:54

Ist das wirklich die Botschaft, die Du an Deine Nachfahren weitergibst bzw. weitergabst, lieber Richard? Also die diesbezügliche Beliebigkeit?

VG
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Richard3 » Di 10. Dez 2019, 21:15

Thelonious hat geschrieben:Ist das wirklich die Botschaft, die Du an Deine Nachfahren weitergibst bzw. weitergabst, lieber Richard? Also die diesbezügliche Beliebigkeit?

VG
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So ist es, lieber Thelo, was ich meinen Kindern weitergegeben habe basiert auf den eigenen Erfahrungen meiner im Vorschulalter beginnenden freikirchlich-christlichen Erziehung. Und diese Erziehung basierte auf der Erzeugung von Ängsten. Meine Kinder sollten einmal angstarm aufwachsen, nicht so wie ich. Dafür sind mir meine Kinder bis heute dankbar.
Wir wohnen alle in einem Ort, sehen uns also recht häufig.
Meine Art der Kindererziehung hat dazu geführt, dass wir mit den Kindern konfliktlos zusammenleben.
Der Weg mit meinen Eltern war ideologisch konfliktgepflastert und hat nicht selten die Atmosphäre getrübt.
Gruß Richard
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Mi 11. Dez 2019, 15:35

Danke Zippo, dass du Wind in den Faden gebracht hast! Danke für deine Ansätze.

Klar ist ein Kind unter Druck zu setzen ist sinnlos und falsch.
Zu diesem Herr Schiller und seinem Denken würde ich persönlich als Christ aber Abstand nehmen.
Zwar soll er laut Freimaureraussagen trotz Versuchen nicht in die Loge bzw Illuminatenorden eingetreten sein, dennoch schrieb er haufenweise Stuss im Freimaurersprech. Außerdem hatte er etliche Maurerfreunde, so zb Körner auf dessen Bitte hin er das Antichristliche Werk "Ode an die Freude" schrieb!
Schlange hinweg!

Statt Geschichten von Feen, Einhörnern oder gruseligen Märchen, würde ich meinen Kindern gewiss lieber eine gute Kinderbibel vorlesen. Auch wenn ich eine Geschichte erzählen würde, dann lieber eine aus der Bibel.
Ich bin geprägt dadurch als Kind. Es ist mehr als Gold wert, die Geschichten von klein auf zu kennen. Oftmals begleiten die Geschichten einen ein ganzes Leben und man betrachtet sie je nach Lebenserfahrung (und Studium) in neuem Licht.

Der Schutz vor Verführung: Festhalten an der von Gott eingegebenen Heiligen Schrift
2. Timotheus 3
14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, 15 und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.[9]
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » Mi 11. Dez 2019, 16:19

Daniel_8 hat geschrieben:Danke Zippo, dass du Wind in den Faden gebracht hast! Danke für deine Ansätze.

Klar ist ein Kind unter Druck zu setzen ist sinnlos und falsch.
Zu diesem Herr Schiller und seinem Denken würde ich persönlich als Christ aber Abstand nehmen.
Zwar soll er laut Freimaureraussagen trotz Versuchen nicht in die Loge bzw Illuminatenorden eingetreten sein, dennoch schrieb er haufenweise Stuss im Freimaurersprech. Außerdem hatte er etliche Maurerfreunde, so zb Körner auf dessen Bitte hin er das Antichristliche Werk "Ode an die Freude" schrieb!
Schlange hinweg!

Statt Geschichten von Feen, Einhörnern oder gruseligen Märchen, würde ich meinen Kindern gewiss lieber eine gute Kinderbibel vorlesen. Auch wenn ich eine Geschichte erzählen würde, dann lieber eine aus der Bibel.
Ich bin geprägt dadurch als Kind. Es ist mehr als Gold wert, die Geschichten von klein auf zu kennen. Oftmals begleiten die Geschichten einen ein ganzes Leben und man betrachtet sie je nach Lebenserfahrung (und Studium) in neuem Licht.

Der Schutz vor Verführung: Festhalten an der von Gott eingegebenen Heiligen Schrift
2. Timotheus 3
14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, 15 und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.[9]

Vielleicht ist es wichtig, einen Bezug zur unserer heutigen Lebensweise herzustellen. Die Geschichte mit Issak hat mir signalisiert, daß es manchmal besser ist , der Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Für andere Tugenden, die man sich bei Kindern wünschen möchte , gibt es sicher auch Geschichten. Z. Bsp. Hilfsbereitschaft, Friedfertigkeit usw.

Die Kinderbibel wird sicher auch eine gute Auswahl treffen und wenn eine bestimmte Situation ist besinnt man sich auf diese Geschichte und muß nun bloß auch daraus lernen bzw. die darin enthaltene Weisheit umsetzen.

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Lazar » Mi 11. Dez 2019, 20:49

Richard3 hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Ist das wirklich die Botschaft, die Du an Deine Nachfahren weitergibst bzw. weitergabst, lieber Richard? Also die diesbezügliche Beliebigkeit?

VG
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So ist es, lieber Thelo, was ich meinen Kindern weitergegeben habe basiert auf den eigenen Erfahrungen meiner im Vorschulalter beginnenden freikirchlich-christlichen Erziehung. Und diese Erziehung basierte auf der Erzeugung von Ängsten. Meine Kinder sollten einmal angstarm aufwachsen, nicht so wie ich. Dafür sind mir meine Kinder bis heute dankbar.
Wir wohnen alle in einem Ort, sehen uns also recht häufig.
Meine Art der Kindererziehung hat dazu geführt, dass wir mit den Kindern konfliktlos zusammenleben.
Der Weg mit meinen Eltern war ideologisch konfliktgepflastert und hat nicht selten die Atmosphäre getrübt.
Gruß Richard


Hi Richard,
mir fällt ehrlich gesagt auch nicht viel dazu ein, was man einem kleinen Kind aus der Bibel ohne Angsterzeugung erzählen könnte. Als Kind war mir im katholischen Religionsunterricht und in der Kirche sogar Jesus Christus selbst unheimlich.
Aber unsere "Gebrüder-Grimm-Märchen" sind das ja auch.
Scheinbar gehört die Einschüchterung von Kindern mit zur Erziehung. Außer in meinem Elternhaus, da wurde nur vor realen Gefahren gewarnt, nicht vor Gott.
Ich hatte jedenfalls das Glück in einer liebevollen Familie aufwachsen zu dürfen und das Familienverhältnis ist gleichermaßen eng und relativ ungetrübt wie bei Dir.
Die zwei älteren strenggläubigen Christen darunter waren zwar auch sehr liebenswürdig, und doch war ich mir nie ganz sicher, ob sie nicht auch Angst vor Gott hatten.

Die habe und hatte ich nie - erst meinen Eltern und danach Christus sei Dank.
Denn trotz allem hat mir vor Christus' wahren Erkenntnis vorher immer etwas in meinem Leben gefehlt.

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Mi 11. Dez 2019, 21:14

Für mein Dafürhalten kann man seinen Kindern nichts besseres tun, als sie - natürlich alles altersgemäß, aber da gibt es ja auch für jedes Alter z.B. entsprechende Kinderbibeln - mit biblischen Geschichten, mit jesuanischen Wahrheiten aufwachsen zu lassen.

Das schafft von klein auf an ein tiefes Vertrauen. Wie gesagt, es gibt nichts besseres.

Das vielleicht in Eurem direkten Erlebnishorizont demnach Menschen in der kindgerechten Vermittlung biblischer Wahrheiten Fehler gemacht haben, wird natürlich stimmen. Menschen machen Fehler.

Gruß
Thelonious
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Lazar » Mi 11. Dez 2019, 22:03

Lieber Thelonious,
dieser äußerst negativ erlebte "christliche Erlebnishorizont" zieht sich aber leider querbeet durch meine gesamte nähere Umgebung! Gleich ob selbst im Kindergarten erlebt, von Freunden oder Arbeitskollegen erzählt oder oder...

Viele "Christliche Vertreter" schneiden bei diversen "Geschichten" jedenfalls erbarmungslos schlecht ab. Doch wer Gott "offiziell vertritt", darf theoretisch keinen einzigen Fehler machen, Thelonious. Das ist das Problem bei all uns Menschen.

Herzliche Grüße
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Mi 11. Dez 2019, 22:20

Hallo Lazar,

das du das so erlebtest, tut mir natürlich auch leid. Das ist doch aber trotzdem alles andere als ein Grund hierzu zu so verallgemeinern!

Wenn du leider hierzu also in frühester Jungend auf Menschen gestossen bist, die eine frohe Botschaft unfroh oder ein heiliges Evangelium unheilig oder wie auch immer formuliert rüberbrachten, dann kann das nicht gegen die frohe Botschaft und das Evangelium gehen.

VG
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Richard3 » Do 12. Dez 2019, 09:59

Lazar hat geschrieben:Aber unsere "Gebrüder-Grimm-Märchen" sind das ja auch.

Da gibt es aber einen riesigen Unterschied.
Und der äussert sich im Verhalten der Eltern.
Beim Vorlesen von Rotkäppchen suggerieren die Eltern nicht, dass vom Wolf Gefahr ausgeht, sie bitten auch nicht, dass der Jäger Eltern und Kind beschützen möge.
Anders verhalten sich gläubige Eltern wenn es um Geschichten mit Himmel, Hölle, Seele und Ewigkeit geht.
Und das ist nicht nur auf das Christentum beschränkt.
Da zeigen die Erwachsenen, nicht nur die eigenen Eltern, devotes Verhalten, beten um Schutz, Beistand, Errettung und Erlösung. Da wird dem Kind eine permanente Bedrohung vermittelt.
Der frühkindlich indoktrinierte Moslem bekommt Angst wenn er nicht seine fünf Gebete täglich verrichtet.
Den Katholiken treibt die anerzogene Angst zur Beichte, den Freikirchler treibt es im stillen Kämmerlein auf die Knie.
Auf der ersten Seite meiner schwarz-weiß Kinderbilderbibel war die Vertreibung aus dem Paradies thematisiert. Da schaute mich links unten ein großes Angst einflößendes teuflisches Gesicht an. Im Einschulungsalter bin ich eine Zeitlang, wenn ich meinem Vater mal ne Flasche Bier aus dem Keller holen sollte, wie ein wahnsinniger die Kellertreppe hoch gerannt weil ich glaubte dieser finstere Geselle ist hinter mir her.
Nicht jedem Kind geht es so, aber sensible, phantasievolle Kinder sind da schon gefährdet.
Als ich selbst Kinder hatte, habe ich das Buch aus meinem Haushalt eliminiert.
Gruß Richard
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Do 12. Dez 2019, 11:17

Richard3 hat geschrieben:Da gibt es aber einen riesigen Unterschied.
Und der äussert sich im Verhalten der Eltern.
Beim Vorlesen von Rotkäppchen suggerieren die Eltern nicht, dass vom Wolf Gefahr ausgeht, sie bitten auch nicht, dass der Jäger Eltern und Kind beschützen möge.
Anders verhalten sich gläubige Eltern wenn es um Geschichten mit Himmel, Hölle, Seele und Ewigkeit geht.
Und das ist nicht nur auf das Christentum beschränkt.
Da zeigen die Erwachsenen, nicht nur die eigenen Eltern, devotes Verhalten, beten um Schutz, Beistand, Errettung und Erlösung. Da wird dem Kind eine permanente Bedrohung vermittelt.
Der frühkindlich indoktrinierte Moslem bekommt Angst wenn er nicht seine fünf Gebete täglich verrichtet.
Den Katholiken treibt die anerzogene Angst zur Beichte, den Freikirchler treibt es im stillen Kämmerlein auf die Knie.
Auf der ersten Seite meiner schwarz-weiß Kinderbilderbibel war die Vertreibung aus dem Paradies thematisiert. Da schaute mich links unten ein großes Angst einflößendes teuflisches Gesicht an. Im Einschulungsalter bin ich eine Zeitlang, wenn ich meinem Vater mal ne Flasche Bier aus dem Keller holen sollte, wie ein wahnsinniger die Kellertreppe hoch gerannt weil ich glaubte dieser finstere Geselle ist hinter mir her.
Nicht jedem Kind geht es so, aber sensible, phantasievolle Kinder sind da schon gefährdet.
Als ich selbst Kinder hatte, habe ich das Buch aus meinem Haushalt eliminiert.
Gruß Richard


Wow, Richard. Da ist aber so einiges schief gegangen!

I.E.wenn es richtig läuft (und noch mal: es tut mir leid, dass es bei dir durch wen auch immer so komplett falsch gelaufen ist!) vermitteln diese Bezugspersonen aber nicht ein "permanentes Bedrohungspersonal". sondern: Schutz (über den elterlichen Schutz hinaus), Verständnis (über das elterliche Verständnis hinaus, Angenommensein (über das elterliche Angenommensein hinaus), Führung und Anleitung (über die elterliche Führung und Anleitung hinaus) usw.

Auch für dich bitte nochmal: dass es auch bei dir demnach so falsch gelaufen ist, kann die Botschaft nichts!

VG
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » Fr 13. Dez 2019, 13:30

Hallo zusammen,

ich find das ganz interessant, wie hier von der ersten Begegnung mit biblischer Geschichte berichtet wird. Kinder haben eine ganz andere Erkebniswelt , wie Erwachsene.
Offensichtlich ist es wichtig, mit den Kindern über das Gelesene zu sprechen, um zu erfahren, wie das auf sie gewirkt hat, was sie da gerade gelesen haben.

Angst zu haben ist nicht immer schlecht, aber es müßen berechtigte Ängste sein. Kinder sollen , genau wie Erwachsene Angst haben, wenn Gefahr droht und dann lieber einen Schritt zurück machen als einen Schritt weiter nach vorne.

Sei sollen mit ihren Eltern über ihre Ängste reden, damit sie sich drauf einstellen können und evtl. gewisse Maßnahmen ergreifen können. Kinder brauchen aber auch Freiheit und wollen auf Entdeckungstour. Das sollten die Eltern mal zulassen , denn wenn man immer alles verbietet, ist das Kind frustriert und lernt nicht selbstständig , eigenverantwortlich zu leben.
Wir sind als Kinder immer die Bäume hoch, manchmal haben wir auch eine Fahradtour gemacht und da waren die Eltern in Sorge, weil wir uns nicht gemeldet hatten.
Dann sind wir auf die Feten gegangen und haben unsere Erfahrungen mit dem Alkohol gesammelt.
Einmal habe ich mit einem Freund zwei befreundete Mädchen in der Eifel besucht. Der besorgte Vater kam noch am selben Abend und hat uns wieder rausgeschmissen. Leider hat das keine guten Früchte getragen. Eine zu große Unfreiheit führt schon mal zum Ausbruch aus der Enge und dann geht es erst recht schief.

Welche Geschichten könnten auf die vielfältigen Situationen im Leben vorbereiten und Gottes Ansprüche vermitteln ?
Es geht um Entscheidungshilfen. Wie soll ich leben, damit am Ende Gott, meine Mitmenschen und ich selbst zufrieden bin ?

In der Bibel wird von Menschen geschrieben, die etwas richtig oder falsch machen. Verlockende Angebote in dieser Welt , sind manchmal genauso gefährlich, wie der Baum der Erkenntnis im Paradies. Das kann man doch beim Lesen der Schöpfungsgeschichte sagen.
Oder warum hat Abel ein besseres Opfer gebracht ? Er hat eben getan, was Gott ihm aufgetragen hat. Muß ich , wenn der Neid in meinem Leben groß wird, direkt mit Gewalt vorgehen ?
Da kann man doch auch mit Kindern drüber sprechen.

Und so kann man durch die ganze Bibel durchgehen.

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Fr 13. Dez 2019, 16:30

Ja guter Hinweis! Doch Kinder können Fragen stellen, die für uns Erwachsene selbst "Streitthemen" sind, was dann?

ZB habe ich in einer Kinderbibel gelesen, als das Volk Israel nach Kanaan (ins verheißene Land) ziehen wollte, das nunmal die Kanaaniter darunter die Amoriter besetzten. Die Amoriter stellten sich zu den Israeliten quer sie passieren zu lassen. Obwohl sie ihnen nichts direkt getan haben, wurden sie ausgerottet.
Sowas ist heftig! Wie fasst das ein Kind auf?
Ok ich habe meine eigene Auslegung dazu, die hier im Forum von den Mods nicht anerkannt ist.
Schnell würde ich einfach nur antworten: sie waren eben alle böse, selbst diese Aussage ist hart für ein Kind, es könnte schlussfolgern, dass wenn ich böse bin, ich von Gott getötet werden könnte...

Welche Antwort habe ich als Erwachsener darauf?

Oder eben mein neuer Faden zum Thema Lüge, auf das leider noch niemand geantwortet hat. Rahab die eindeutig log, ein paar Seiten zuvor steht noch zu den 10 Geboten "du sollst nicht lügen".
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Sa 14. Dez 2019, 19:25

Kinder brauchen auch Weg und Weisung. Ganz individuell, ganz spezifisch - keine Frage!

Aber man kann in diesen kleinen Köpfen auch Urvertrauen an Jesus - diesen wundervollen Herr und Gott - säen.
Oder das Gegenteil.

Das ist für mich die wesentliche Ausgangssituation.

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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Lazar » So 15. Dez 2019, 21:17

Richard3 hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Aber unsere "Gebrüder-Grimm-Märchen" sind das ja auch.

Da gibt es aber einen riesigen Unterschied.
Und der äussert sich im Verhalten der Eltern.
Beim Vorlesen von Rotkäppchen suggerieren die Eltern nicht, dass vom Wolf Gefahr ausgeht, sie bitten auch nicht, dass der Jäger Eltern und Kind beschützen möge.
Anders verhalten sich gläubige Eltern wenn es um Geschichten mit Himmel, Hölle, Seele und Ewigkeit geht.
Und das ist nicht nur auf das Christentum beschränkt.
Da zeigen die Erwachsenen, nicht nur die eigenen Eltern, devotes Verhalten, beten um Schutz, Beistand, Errettung und Erlösung. Da wird dem Kind eine permanente Bedrohung vermittelt.

Hi Richard,
der Wolf im Gewand der Großmutter ist aber ähnlich dem Wolf im Schafspelz, und ist somit genauso Bedrohung? Kinder zu einer großen Achtsamkeit - nicht Furcht - zu erziehen, halte ich zumindest für angebracht, denn wir leben ja tätsächlich innerhalb von ständigen Bedrohungen. Uns fällt das täglich in unserer Wohlstandsgesellschaft vielleicht nur nicht mehr so auf. Aber wie schnell kann sich etwas ändern?
Es ist dabei aber durchaus ein Unterschied, ob man dem Kind Angst vor dem "Bösen", dem Teufel, Krankheit und Tod suggeriert - oder vor Gott selbst.

Der frühkindlich indoktrinierte Moslem bekommt Angst wenn er nicht seine fünf Gebete täglich verrichtet.
Den Katholiken treibt die anerzogene Angst zur Beichte, den Freikirchler treibt es im stillen Kämmerlein auf die Knie.

Meine Eltern haben mir dies zum Glück nicht beigebracht, mich vor Gott zu fürchten, aber die Kirche und viele Christen versuchen es bis heute. Warum, weiß ich nicht.

Das wäre so, als wenn ich mich hilflos mitten in einem brennenden Haus befinde, aber Angst vor der nahenden Feuerwehr und dem Notarzt habe.
Christus ist unser Höchster Retter - und genauso soll ein Kind Ihn auch erfahren.
Höchst lebendig - und nicht als toter Mensch am Kreuz.

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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » Mo 16. Dez 2019, 14:53

Eine ganz wichtige Aufgabe von Eltern ist es, vertrauen zu schaffen. Vertrauen in die eigene Verlässlichkeit (also als Eltern den Kindern gegenüber). Viel wichtiger jedoch tiefes Vertrauen in diesen guten und barmherzigen Gott und Vater im Himmel. Dieses durch das Weitergeben eigenen Erlebens als Eltern und natürlich (auf eine altersgerechte Art und Weise) durch das Erzählen der biblischen Wahrheiten.

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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » Sa 21. Dez 2019, 13:39

Hallo zusammen,

Eleazar:
Meine Eltern haben mir dies zum Glück nicht beigebracht, mich vor Gott zu fürchten, aber die Kirche und viele Christen versuchen es bis heute. Warum, weiß ich nicht.

Ist denn Gottesfurcht etwas schlechtes ? Im AT gibt es hunderte Bibelverse und Begebenheiten, die eine Gottesfurcht zum Ausdruck bringen und beschreiben, warum Gott zu fürchten ist. Als Jakob vor der Rache seines Bruders fliehen mußte und Gott im Traum verheißungsvoll zu ihm sprach, da fürchtete sich Jakob1 Mo 28, 17 , errichtete ein Denkmal und nannte die Stätte "Haus Gottes" , also Bethel.

Bei der Heilung des Gelähmten in Mt 9,8 fürchtete sich die Volksmenge, weil sie so ein gewaltiges Zeichen sahen. Ein messianisches Wunder, weil es dem zukünftigen Retter prophezeit war, solche Wunder zu tun. Jes 35,4-5 Ähnlich , die Heilung des Blindgeborenen Joh 9, 30-32. Nie hatte jemand in Israel solche Zeichen getan. Joh 3,2, Joh 7,31

Im. NT fürchtete sich Petrus , weil der Herr ihm zu einem großen Fang verhilft und sagt. "Geh von mir, ich bin ein sündiger Mensch" Lk 5,8

Im NT gibt es vielfach die Aufforderung "Fürchtet Gott" 1 Petr 2,17

Gottesfurcht kann vor mancher Sünde bewahren.

Eltern fürchten ja, daß ihre Kinder etwas tun, was Gott nicht gefällt und manchmal neigen sie dazu, zuviel zu verbieten. Das kann dann wieder dazu führen, daß Kinder ausbrechen und sich gerade deshalb in die falsche Richtung bewegen. Da ist viel Weisheit nötig. Der strenge katholische Familienvater , der seinen Kindern überall nachspioniert, erlebt dann das Gegenteil , von dem, was er haben will.
Da ist es besser, den Kindern Freiheiten zu lassen, aber auch in dem Bewußtsein, daß Gott manche Dinge überhaupt nicht mag und daß er darüber richten wird. Pred 12 Ist Gottesfurcht und Vernunft , die von innen kommt nicht besser, wie eine zu große Freiheitsberaubung ?

Ganz abgesehen davon, was Kinder in ihrem jugendlichen Leichtsinn und Lebensdrang sich selbst einen großen Schaden zufügen können.

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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon eddy » So 22. Dez 2019, 18:51

Also nur ganz kurzer Einwand, was ich einem Kind nicht erzählen würde...
Die Geschichte von Adam und Eva, Ungehorsam und Verführung...
Kain und Abel auch nicht, Brudermord...
Was ich sagen will ist, dass diese Geschichten, die wir ja alle kennen, keine Tugenden beinhalten.
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » So 22. Dez 2019, 19:05

eddy hat geschrieben:Also nur ganz kurzer Einwand, was ich einem Kind nicht erzählen würde...
Die Geschichte von Adam und Eva, Ungehorsam und Verführung...
Kain und Abel auch nicht, Brudermord...
Was ich sagen will ist, dass diese Geschichten, die wir ja alle kennen, keine Tugenden beinhalten.

Aber immerhin kann man aus den Fehlern anderer lernen.

Es gibt so manche verführerische Frucht in der Welt, von der man besser lassen sollte.

Mit Neid und Eifersucht kann man auch anders umgehen. Das könnte man aus der Geschichte mit Kain und Abel lernen.

usw.

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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » So 22. Dez 2019, 22:02

eddy hat geschrieben:Also nur ganz kurzer Einwand, was ich einem Kind nicht erzählen würde...
Die Geschichte von Adam und Eva, Ungehorsam und Verführung...
Kain und Abel auch nicht, Brudermord...
Was ich sagen will ist, dass diese Geschichten, die wir ja alle kennen, keine Tugenden beinhalten.


Welche biblischen Geschichten würdest du dann präferiert Kindern erzählen, eddy?

Gruß
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 6. Jan 2020, 12:59

Was eine sehr schöne Geschichte ist, ist die vom verlorenen Sohn!
Damit kann man Gott beschreiben, anhand einer gut vorstellbaren Geschichte. Toll!

Auch die vom barmherzigen Samariter - die Geschichte hilft zum Verständnis "des Nächsten" und zeigt wie man sich als Christ gegenüber seinen Mitmenschen verhalten sollte.

Es hilft ingesamt auch - so man die Geschichten selbst gut kennt - diese dem Kind frei zu erzählen, anstatt zu lesen, somit kann die Geschichte besser auf den aktuellen Erkenntnishorizont des Kindes zugeschnitten werden.
Wachet !
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » Do 9. Jan 2020, 12:19

Daniel_8 hat geschrieben:Was eine sehr schöne Geschichte ist, ist die vom verlorenen Sohn!
Damit kann man Gott beschreiben, anhand einer gut vorstellbaren Geschichte. Toll!

Auch die vom barmherzigen Samariter - die Geschichte hilft zum Verständnis "des Nächsten" und zeigt wie man sich als Christ gegenüber seinen Mitmenschen verhalten sollte.

Es hilft ingesamt auch - so man die Geschichten selbst gut kennt - diese dem Kind frei zu erzählen, anstatt zu lesen, somit kann die Geschichte besser auf den aktuellen Erkenntnishorizont des Kindes zugeschnitten werden.

Hallo Daniel,

die Geschichte vom verlorenen Sohn ist vielleicht deswegen so schön, weil wir da von einem glücklichen Ausgang lesen. Lk 15 Davor lagen leidensvolle Jahre. Der Vater wußte nicht mehr, wo der Sohn ist und hat ihn für tot erklärt. Die Geschichte zeigt auch, wie grausam Mitmenschen miteinander umgehen können. Aber gerade das hat ja den Sohn dazu bewegt, über das väterliche Heim nachzudenken und zum Vater zurückzukehren. Damals ging es ihnen so gut, aber die Lebenslust und die Neugier, der Wunsch nach Freiheit und Abenteuer hat den verlorenen Sohn hinaus in die Welt getrieben.
Niemand wünscht sich , daß die eigenen Kinder so etwas erleben. Aber dann passiert es manchmal doch. Augustinus war , glaube ich so ein Fall. Und dieses Buch Robinson Crusoe von Daniel Defoe hat auch solche Wahrheiten. Es enthält auch im Vorspann sehr interessante Wahrheiten, die allerhöchstwahrscheinlich aus der Bibel stammen.

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Do 9. Jan 2020, 14:03

Danke Thomas,
was wir aber auch aus der Geschichte lernen können, dass wir unsere Kinder und darüberhinaus auch ziehen lassen sollten. Der Vater diskutierte nicht. Das finde ich beeindruckend.
Wie schwer muss es einem Vater fallen ihn einfach so ziehen zu lassen.
Ich will mir auch daran ein Beispiel nehmen und nicht immer die Leute zwanghaft vom Guten überzeugen wollen. Vermutlich wird man dadurch selbst ruhiger.
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon eddy » Mo 20. Jan 2020, 12:47

Thelonious hat geschrieben:Welche biblischen Geschichten würdest du dann präferiert Kindern erzählen, eddy?

Gruß
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Naja, Noah ist doch ganz nett, weil da eben einer war, der trotz eines sittenlosen Zeitgeists in der Tugend verankert geblieben ist, und so könnte man sagen, auch von der Tugend (oder dem Gesetz Gottes) beschützt wurde.
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Gnu » Mo 20. Jan 2020, 13:56

In meiner illustrierten Kinderbibel wurde auch die Geschichte von Josef, dem Lieblingssohn Jakobs erzählt. An den Rest erinnere ich mich nicht.
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Richard3 » Mo 20. Jan 2020, 14:30

eddy hat geschrieben:Naja, Noah ist doch ganz nett, weil da eben einer war, der trotz eines sittenlosen Zeitgeists in der Tugend verankert geblieben ist, und so könnte man sagen, auch von der Tugend (oder dem Gesetz Gottes) beschützt wurde.

Da kann man aber nur hoffen, dass das Kind nicht nachdenkt und darauf kommt dass Kinder wie es selbst eines ist - und auch die ganz kleinen - gnadenlos ersäuft wurden.

Gruß Richard
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 20. Jan 2020, 15:48

Was meinst du wird am Ende der Zeit mit Nichtgläubigen passieren?

Merke Gott ist gerecht, ohne den Stellvertreter sieht es düster aus.

Du hast die Wahl, damals wie heute!

Kinder werden meiner Meinung nach anders beurteilt, denn dieser ist das Reich der Himmel.
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Lazar » So 26. Jan 2020, 11:19

Daniel_8 hat geschrieben:Kinder werden meiner Meinung nach anders beurteilt, denn dieser ist das Reich der Himmel.

Hi Daniel,
Jesus sagte zu uns: "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“ Markus 10, 13-16

Ich verstehe diesen Ausspruch so, dass ein Kind in seinem Glauben noch ein relativ "unbeschriebenes Blatt" ist (bis ca 6-7 Jahre), also noch nicht von einem falschen Gottesbild/Glauben stark geprägt wurde. Anders ist dies leider oft in radikal-islamistischen Gruppen, denn dort werden Kinder weitab von der Familie (oder Weisen) innerhalb einer zweifelhaften "Religion" zu fanatischen Gotteskriegern herangezogen/hingetrimmt - sprich zu Mördern, die Gottes Leben auslöschen.

Das kann einem Kind innerhalb allein Jesus Christus Glauben nicht passieren.
Deswegen passt gut auf, was ihr Euren Kindern über Gott erzählt!

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
Matthäus 18, 19-20
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Zippo » So 26. Jan 2020, 14:51

Hallo zusammen,

die Bibel beschreibt nicht nur schöne Dinge. Da kann man sich natürlich fragen, ob man Kinder damit konfrontieren will. Aber warum sollte auch immer nur alles verniedlicht werden, wenn es eben nicht niedlich ist ? Die Kinder müßen ja schließlich einmal in einer Welt leben, die beide Seiten hat. Die Schönheit der Natur , die Gott geschaffen hat und die Häßlichkeit der Natur, so wie Gott sie verändert hat. Die Gutheit mancher Menschen und die Bosheit der Menschen.

Es gibt eben überall eine Schlange im "Paradies" , die den Menschen nach wie vor verführen will. Das müßen doch Kinder begreifen. Gott ist nicht der Einzige in der Welt, Satan ist auch noch da.

Gott kann auch ganz schön hart sein. Wenn man heute noch sieht, wie schrecklich es in def Tierwelt zugeht, könnte man allen Glauben verlieren Dabei möchte Gott nur auf Gefahren hinweisen. Die Spinne in ihrem Netz ist sicherlich nichts schönes und mitunter gefährlich. Menschen , die unter dem Geist Satans stehen, sind auch gefährlich. Da muß man sich doch dran gewöhnen und kann einem Kind sagen, Gott will uns vor den falschen Menschen warnen.

Es gibt auch sehr harte Geschichten und die haben schon kluge Köpfe dazu bewegt an Gott zu zweifeln. Die Geschichte mit Kain und Abel wirft die Frage auf, warum Gott den Abel nicht eschützt hat ?

Die Geschichte mit der Sintflut ist grausam und jeder fragt sich ob das gerecht ist. Waren die Menschen wirklich alle so schlecht ? Oder bei der Einnahme Kanaans gibt es heftige Proteste , wieso denn ganze Völker mit dem Bann geschlagen wurden ? Auch die kleinen Kinder wurden umgebracht.
Natürlich kann man hoffen, daß Gott manche Kinder für die Ewigkeit zu sich geholt hat. Es gibt sogar einen Bibelvers der darauf hinweist, daß der Herr Jesus nach seinem Tode am Kreuz , zu den Geistern im Gefängnis gegangen ist und hat ihnen gepredigt. 1 Petr 3,19 Wenn Gott gerecht sein will , dann müßen ja alle Menschen die Chance haben , Buße zu tun und umzukehren bzw. die Gnade Gottes suchen dürfen.

Es ist ja auch so, daß Gott mit uns auch nicht unbedingt zimperlich umgehen wird. Die Menschheit, die augenblicklich noch die Geduld Gottes erfährt, wird ja auch einmal eine Art Sintflut erfahren.Lk 17,27 Gemeint ist wahrscheinlich die Strafe nach dem jüngsten Gericht, vor der uns der Herr Jesus bewahren will.
Christen dürfen sich auch nicht nur auf ihren allerheiligsten Glauben verlassen. Es geht schon auch um Nachfolge und ein gesittetes Leben.

Der Kindermord in Bethlehem löst auch bei manchen Menschen Unbehagen aus. Warum hat Gott diese Kinder nicht beschützt ?

Es gibt so unangenehme Fragen und die beschäftigen uns ja selbst noch, warum sollen Kinder nicht im frühen Alter die ganze Wahrheit erfahren ? Später werden die Fragen der Kindheit sowieso wieder auftauchen und schreien nach Antwort !

Vielleicht können wir uns mit einigen Fragen mal beschäftigen, damit wir Kindern und uns selbst befriedigende Antwort geben können.

Liebe Grüsse Thomas
Zippo
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Thelonious » So 26. Jan 2020, 15:28

Hallo,

für mich war und ist in diesem Zusammenhang "welche Bibeltexte den Kindern erzählen" immer der Ansatz:
- als die Kinder klein waren: möglichst Geschichten, die das Vertrauen in Jesus erzielen resp. vertiefen,
- als sie dann größer waren: aus der ganzen Heiligen Schrift schöpfend,
- später kamen sie dann mit konkreten Verständnis- resp. Auslegungsfragen.

Was ich damit unterstreichen will: Na klar ist die Frage "welche Geschichten" wichtig. Ebenso wichtig ist die altersgerechte Vermittlung der Inhalte. Und fast schon noch wichtiger: das Vorleben dessen eben in puncto der Prinzipien Barmherzigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und und und. Kinder haben bekanntlich eine ganz feine Antenne dafür, was ggf. nur theoretisierend bleibt.

Das einem als Elternteil mal besser, mal schlechter und vielleicht auch mal so überhaupt nicht gelingt, ist leider so.

Gruß
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Re: Welche Geschichten würdest du einem Kind erzählen?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 27. Jan 2020, 16:42

Gute Punkte Thelo!

Aber auch Zippo hat Recht, warum immer alles auslassen. Die Kinder müssen schon erfahren, was Sünde ist und das Gott gerecht ist.
Wachet !
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