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Argumente gegen Reinkarnation

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Nachteule » Sa 11. Mai 2019, 07:06

Hallo zusammen,

ich suche gerade nach Argumenten gegen die Behauptung, die folgenden Bibelstellen seien ein Hinweis für die Reinkarnationslehre. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir dazu Hinweise geben könntet, die das entkräften oder richtigstellen können.

Hier wird durch einen Engel mit der Geburt Johannes des Täufers angeblich die Wiederkunft des in Maleachi 3,23 prophezeihten Propheten Elia angekündigt:

Lk 1,13-17

13 Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört, und Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen.
14 Und er wird dir zur Freude und zum Jubel sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geist erfüllt werden.
16 Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren.
17 Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia*, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.


Hier denke ich allerdings, dass die Formulierung "in dem Geist und der Kraft des Elia" eher in dem Sinne "entschlossen und stark wie der Prophet Elia" zu verstehen ist - so wird es auch in einer Fußnote der HFA-Übersetzung gesagt.

Auch Jesus wurde von Einigen für Elia gehalten:

Mk 6,14-16

14 Und der König Herodes hörte von ihm - denn sein Name war bekannt geworden -, und sie sagten: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferweckt worden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in ihm.
15 Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: Es ist ein Prophet wie einer der Propheten.
16 Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden.


Mt 16,13-14

13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist?
14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten.


Sowohl Johannes der Täufer als auch Jesus verneinen jedoch, Elia zu sein:

Joh 1,19-21

19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du?
20 Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus.
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sagt: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.


Mt 16,14-17

15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.


Dennoch schien damals der Glaube an die Möglichkeit, dass ein Mensch "wiederkommen" könnte, vorhanden gewesen zu sein, sonst hätten die Personen nicht so geredet. Selbst für Jesus scheint dies nicht abwegig gewesen zu sein:

Mt 11,11-14

11 Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er.
12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt wird dem Reich der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttuende reißen es an sich.
13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes [hin].
14 Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elia, der kommen soll.


Mt 17,10-13

10 Und die Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse?
11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt zwar und wird alle Dinge wiederherstellen.
12 Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern an ihm getan, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden.
13 Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach.


Sind diese Worte Jesu über das Wiederkommen Elias als Johannes der Täufer wörtlich oder eher "allegorisch".zu verstehen?

Über Antworten als "Argumentationshilfe" würde ich mich freuen.

Stefan
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon jes_25913 » Sa 11. Mai 2019, 11:30

Hallo Nachteule,

weshalb willst Du gerade Argumente gegen die Reinkarnation? - Hier im Forum sind Menschen, die in der Tradition aufgewachsen oder in sie hineingekommen sind, dass es nur ein einziges Erdenleben gebe. Entsprechend werden Bibelstellen, die für eine Reinkarnation sprechen anders interpretiert. Wenn Du Dich nicht einfach einer gedankenlosen Tradition anschließen willst, sondern wirkliche Klarheit über diese Frage erlangen möchtest, müsstest Du Dich schon eingehender damit befassen und nicht nur in einem Forum darüber diskutieren wollen.
Ich kann Dir jedenfalls sagen, dass diese Frage nicht nur theologisch, sondern auch interdisziplinär ohne wenn und aber für die Reinkarnation entschieden ist. Wenn Du darüber Näheres wissen möchtest, empfiehlt es sich diesen Text gründlich zu lesen (er zeigt gleichzeitig die Argumentationsschwäche der Kirche von Anbeginn, bzw. ihr gedankenloses Ausgehen von der Vorannahme eines Erdenlebens): https://www.academia.edu/37936734/Genet ... ion_Kirche
und
https://www.academia.edu/21116859/Sind_ ... _vereinbar

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon onThePath » Sa 11. Mai 2019, 11:54

Interessantes Thema.
Klar, jes meint besonders schlau und spirituell zu sein und kann sich gar nicht vorstellen, dass der Mensch nur einmal lebt. Ich nenne diesen Grad der Überzeugtheit von der Existenz der Wiedergeburt eher naiv, eben eher als wenig umsichtig informiert. Das hat mit Selbstüberzeugtheit zu tun und zeigt sich im gesamten für wahr halten außerhalb der Bibel. Jes Glauben hat insgesamt mit der Bibel wenig zu tun.


Ich kenne mich genügend mit allen Religionen und neuen religiösen Lehren mit Wiedergeburt aus, um ein gewisses Maß an Vorwissen zu haben, ohne das man eben nicht objektiv urteilen kann. Damit bin ich aber auch das totale Gegenteil eines nur traditionellen Christen. Deshalb weiß ich auch über die Argumentationsschwäche der Inkarnationsglaubenden bescheid. Und die Schwächen ihrer Religionsgebäude.

Wirkliche Klarheit Jes ?
Die gibt es nicht, kann deshalb nur ein Tunnelblick mit absoluter Selbstüberzeugung sein. Übersicht und Weitsicht äußert sich immer mit einer Objektivität, die genau versteht, was nicht absolut klar ist. Du hast noch nicht mal hier im Forum bewiesen, ob du Hinduismus, Buddhismus, Anthroposophie und so weiter genug kennst. Klarheit hat auch mit Wissen zu tun. Und auch damit, dass man weiß, wie umfassend der Mensch das Verborgene überhaupt zweifellos wissen kann.

Lg, otp
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Nachteule » Sa 11. Mai 2019, 13:00

Hallo jes und otp,

ich möchte hier eigentlich keinen "Glaubenskrieg" ;) führen, sondern nur sachliche Argumente sammeln. Vielleicht ist ein Diskussionsforum ja wirklich der falsche Platz dafür - wir werden sehen.

Der Grund meiner Anfrage ist, dass ich als "noch"-verantwortlicher Redakteur einer Vereinszeitschrift zu grenzwissenschaftlichen Themen eine Gegenposition zu einem Pro-Reinkarnations-Artikel bringen möchte, in dem unter anderem die oben zitierten Bibelverse als "Pro-Argument angeführt werden.

Zitat aus dem Artikel:

Unter den Christen glauben etwa 60% an ein Leben nach dem Tod, aber nur 6% an eine Wiedergeburt. Zur Zeit von Jesus Christus war sie Glaubensinhalt. Jesus ist der wiedergeborene Elias (Matth. 11,11-14; 16,13-16; 17,10-13; Lk.1,13-17; Mk.6,14-16; Lk. 9,7-9).


Auch sonst strotzt der Artikel von esoterischen Weisheiten wie:

Heute berichten Patienten, die in Todesnähe einen Blick ins Jenseits werfen konnten, dass es dort keinen Richter gibt, der belohnt oder bestraft, sondern nur unendliche Liebe und Licht.

Unser Gottesbild hat sich durch die Jahrtausende gewandelt vom gewalttätigen Übervater des Alten Testaments zum religionsübergreifenden "kosmischen Bewusstsein". Deshalb können wir die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes, die Theodizee, neu beantworten.

Mit der Möglichkeit einer Wiedergeburt schaffen wir einen Ausgleich und letztendlich einen Aufstieg zum höchsten Ziel, der Erlösung als Auflösung im göttlichen Bewusstsein. Durch seinen stellvertretenden Opfertod nimmt uns Jesus Christus einen Teil der Last ab (in der Kürze nur als Andeutung bzw. Gedankenbrücke).


Dem möchte ich einfach einen Kontrapunkt entgegensetzen, solange ich noch die Gelegenheit dazu habe. Falls jemand Interesse hat, sich an einer fundierten Kritik zu beteiligen, sende ich ihm/ihr den noch unveröffentlichten Artikel (ca. 2,5 A4-Seiten in 12pt-Schrift) gerne als PDF zu.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon onThePath » Sa 11. Mai 2019, 13:11

Nachteule, es gibt im Internet einige Artikel von Christen, die Argumente äußern gegen die Wiedergeburt - Auslegung der Bibelstellen. Deshalb lasse ich selber das jetzt hier. Weil Andere das eben recht gut gemacht haben.


Nahtoderlebnisse müssen sehr kritisch ausgelegt werden. Sie als Beweis für die Wiedergeburt und die ganze Esoterik zu werten, ist falsch. Schon weil es so verschiedene Erlebnisse gibt. Da kann man sich nicht so einfach passende raussuchen und damit argumentieren. Könnte was auf Kurt Kochs Webseite sein.
Ich habe zb andererseits nachgeforscht was Sundar Singh über Wiedergeburt sagt. Er fand keine Beweise dafür. Mehr als die Nahtoten hat er ja angeblich vom Jenseits gesehen.


Wenn du möchtest, schicke mir den Artikel zu. Zumindest denke ich dazu Anmerkungen machen zu können.


lg, oTp
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Nachteule » Sa 11. Mai 2019, 13:32

Hallo opt,

onThePath hat geschrieben:Nachteule, es gibt im Internet einige Artikel von Christen, die Argumente äußern gegen die Wiedergeburt - Auslegung der Bibelstellen. Deshalb lasse ich selber das jetzt hier. Weil Andere das eben recht gut gemacht haben.


Auf Einiges war ich auch schon gestoßen, aber da wird nicht auf die obigen Bibelstellen eingegangen.

onThePath hat geschrieben:Nahtoderlebnisse müssen sehr kritisch ausgelegt werden. Sie als Beweis für die Wiedergeburt und die ganze Esoterik zu werten, ist falsch. Schon weil es so verschiedene Erlebnisse gibt. Da kann man sich nicht so einfach passende raussuchen und damit argumentieren. Könnte was auf Kurt Kochs Webseite sein.


NTE sind m.E. schon deshalb problematisch, weil die betreffenden Personen eben nicht "wirklich" tot waren, sondern eben nur "beinahe". Jemand wie Lazarus, bei dem bereits die Verwesung eingesetzt hat und der nach 3 Tagen wieder zum Leben erweckt wurde - der war "wirklich tot"...

onThePath hat geschrieben:Wenn du möchtest, schicke mir den Artikel zu. Zumindest denke ich dazu Anmerkungen machen zu können.


Siehe PN.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon onThePath » Sa 11. Mai 2019, 14:08

Danke.
Der Artikel wirkt schon mal besonnen. Gerade durch das offenlassen der Möglichkeiten, wie verschieden die Erlebnisse gedeutet werden können.

lg, oTp
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Columba » Sa 11. Mai 2019, 16:11

Nachteule hat geschrieben:...

ich möchte hier eigentlich keinen "Glaubenskrieg" ;) führen, sondern nur sachliche Argumente sammeln. Vielleicht ist ein Diskussionsforum ja wirklich der falsche Platz dafür - wir werden sehen.

Der Grund meiner Anfrage ist, dass ich als "noch"-verantwortlicher Redakteur einer Vereinszeitschrift zu grenzwissenschaftlichen Themen eine Gegenposition zu einem Pro-Reinkarnations-Artikel bringen möchte, in dem unter anderem die oben zitierten Bibelverse als "Pro-Argument angeführt werden.
...


Brauchst Du tatsächlich noch Argumente? Schaue doch mal Deine zitierten Bibelverse an: Kein Vers stützt die Reinkarnationslehre. Wenn Du nur schon die Elia Geschichte liest und Deine zitierten neutestamentlichen Verse im Zusammenhang, wird es offensichtlich, dass die Frage nach Elia nicht die Reinkarnation zum Thema hat.


Grüsse Columba
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Gnu » Sa 11. Mai 2019, 19:09

Als ich heute morgen hier eine Antwort geben wollte, hat gleich mein Tablet den Geist aufgegeben. Deshalb versuche ich es jetzt noch einmal. Das Totschlagargument für bibelgläubige Christen findest du in Hebräer 9.27 „und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht:“

Ich weiss aus persönlicher Erfahrung, dass (nicht messianische) Juden lehren, der Mensch könne bis zu viermal reinkarniert werden.

Nach meiner eigenen Meinung gab es in der Bibel früher Stellen, welche von Theologen entfernt wurden. Ich habe diese noch nicht alle gelesen, deshalb lasse ich offen, ob das sola scriptura von heute der Weisheit letzter Schluss ist. Was ich aber persönlich glaube, ist, dass die unreinen Geister und Dämonen reinkarnieren, weshalb sie auch in esoterischen Religionen besonders stark vertreten sind.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Nachteule » Sa 11. Mai 2019, 19:29

Hallo Columba,

Columba hat geschrieben:Brauchst Du tatsächlich noch Argumente? Schaue doch mal Deine zitierten Bibelverse an: Kein Vers stützt die Reinkarnationslehre. Wenn Du nur schon die Elia Geschichte liest und Deine zitierten neutestamentlichen Verse im Zusammenhang, wird es offensichtlich, dass die Frage nach Elia nicht die Reinkarnation zum Thema hat.


Klar brauche ich Argumente, sonst kann ich im Gespräch mit Anderen ja schlecht argumentieren... ;-)

Auch wenn ich nicht weiß, was genau Du meinst, werde ich mir als Nächstes mal die "Elia-Geschichte" un den beiden Büchern der Könige vorknöpfen (falls es das ist, was Du meintest), um vielleicht der Sache näherzukommen...

Hallo Gnu,

Gnu hat geschrieben:Das Totschlagargument für bibelgläubige Christen findest du in Hebräer 9.27 „und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht:“


Das hatte ich auch schon gefunden. Angeblich steht im Hebräischen Urtext sogar das Zahlwort für "einmal", also sinngemäß "1-mal" und nicht etwa "irgendwann mal". Allerdings könnte ein Reinkarnations-Fan weiterhin sagen: "Klar, natürlich stirbt jeder Mensch ein einziges Mal, aber seine immaterielle Seele reinkarniert danach in einen neuen Körper, der natürlich auch wieder stirbt, usw." Das taugt also m.E. nicht zur Argumentation.

Gnu hat geschrieben:Ich weiss aus persönlicher Erfahrung, dass (nicht messianische) Juden lehren, der Mensch könne bis zu viermal reinkarniert werden.


Mit "nicht messianische" Juden meinst Du die "normalen" Juden, also die, die Jesus nicht als den Messias sehen? Womit begründen die das - auch die Maximalzahl von 4?

Gnu hat geschrieben:Nach meiner eigenen Meinung gab es in der Bibel früher Stellen, welche von Theologen entfernt wurden.


Diese (Verschwörungs-)Theorie hört man ja öfter. Wann soll das denn gewesen sein? Es gibt ja heute Zugriff auf alte Handschriften aus dem 1. und 2. Jahrhundert, die zudem an allen möglichen Orten der Welt verstreut sind (Redundanz-Prinzip). Eine Veränderung oder Entfernung von Passagen zu späteren Zeiten müsste da ja sofort auffallen. Das halte ich daher für ein (unbewiesenes) Gerücht...
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Columba » Sa 11. Mai 2019, 21:09

Psalm 78.39 Denn er dachte daran, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkommt.


2. Samuel 12.22 Er sprach: Als das Kind noch lebte, fastete ich und weinte; denn ich dachte: Wer weiß, ob mir der HERR nicht gnädig wird und das Kind am Leben bleibt.
23 Nun es aber tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es wieder zurückholen? Ich werde wohl zu ihm fahren; es kommt aber nicht wieder zu mir zurück.


2. Korinther 5.1 Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.


Im Gegensatz zu den "zirkulären" Religionen der indischen Religionen, kennen die "linearen" abrahamitischen Religionen keine Reinkarnation. Das ist schon religionsphilosophisch unlogisch. Es passt gar und gar nicht ins jüdisch und christliche Konzept und auch nicht ins islamische Denken. Man lese nur mal die Bibel konsequent durch, es es ein durch und durch anderes Denken als das Reinkarnationsdenken - sei es in theologischer, philosophischer oder glaubensmässiger Hinsicht.


zur Elia-Geschichte:

2. Könige 2,11 ...da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wettersturm gen Himmel.


Die Leute denken an diese Geschichte, in der Elia mit dem Wagen in den Himmel gefahren ist. Für die fragenden Leute um Jesus war klar, dass eventuell Elia gar nie gestorben ist und nun wieder gekommen ist. Das heisst Elia war als Lebender weg (er schien mit dem Wagen zum Himmel gefahren zu sein), war dort als Lebender im Himmel und könnte nun zurückgekommen sein. Das ist eben gerade nicht Reinkarnation, sondern es könnte für die Leute ja sein, dass er wieder zurückgekommen ist, weil er eben gar nie gestorben ist. Der Maleachi-Vers 3.23 ist dabei kein Widerspruch. Auch für Maleachi ist die Geschichte noch offen, weil man eben den Tod von Elia nie feststellen konnte.

Die Elia-Geschichte als Aufhänger für Reinkarnation ist also eh schwach, aber irgendwie typisch für die heutige Neo-Esoterik.


Grüsse Columba


PS
Wieder mal so typisch sind die Verschwörungstheorien in dieser Sache: Die Bibel sei gefälscht, Sachen seien herausgestrichen worden. Man hat keine Ahnung was, hat auch keine Indizien ausser dem eigenen Kopfkino, aber man behauptet einfach etwas, so nach dem bekannten Schema "Schuld sind die Ausserirdischen vom Sirius, beweise mal das Gegenteil". Die etwas Cleveren von der Verschwörungsgilde behaupten ev. noch, dass im Vatikan im Keller (Weinkeller?) die Originale liegen. Hochgeheim, gar niemand weiss davon, ist sich aber 250% (plus/minus 10%) sicher, dass es so ist.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Gnu » Sa 11. Mai 2019, 23:08

@ Nachteule

Die Begründung habe ich nicht gefragt. Aber bei Juden gehe ich von der Annahme aus, dass sie es aus einem Talmud haben.

Dass es in der Bibel Lücken hat, ist keine Verschwörungstheorie, sondern lässt sich beweisen, erstens indem die Bibel aus nicht vorhandenen Stellen zitiert und zweitens indem in der Bibel selbst Bücher erwähnt werden, die nicht mehr drin sind, die aber ausserbiblisch vorhanden sind. Drittens vergleiche verschiedene Bibelausgaben verschiedener Kirchen.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon eddy » Mo 13. Mai 2019, 20:52

Nachteule hat geschrieben:Sind diese Worte Jesu über das Wiederkommen Elias als Johannes der Täufer wörtlich oder eher "allegorisch".zu verstehen?
Stefan

Servus,
davon abgesehen deuten doch die Fragen an sich daraufhin, dass es zumindest Stämme unter den Juden gegeben haben muss, denen die Sache mit der Wiedergeburt keineswegs abwegig erschien.

Aber wenn schon Bibelstelle zu Reinkarnation, dann doch wohl diese hier:
Joh 8,34-36

Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer. Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.


Wiedergeburt steht zwangsläufig in Verbindung mit dem Kausalitätsgesetz, eine Ursache erzeugt eine Auswirkung. D.h. schafft man eine Ursache, so ist deren Auswirkung unausweichlich. Stiehlt man, kommt man ins Gefängnis - man ist Sklave der Sünde.

Wie auch immer, mir fällt kein Gegenargument ein, im Gegenteil finde ich es die schlüssigste Erklärung für den gegenwärtigen Zustand.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon onThePath » Di 14. Mai 2019, 12:37

Es ist eben so, dass vielen Menschen die Reinkarnation die vernünftigste Lösung ist.

Und sie wird dann automatisch zum Mittelpunkt der Religion. Und dieses Leben relativ unbedeutend, da man ja noch tausende weitere hat. Und vor allem, man kann alles selber planen, weil man alles unter Kontrolle hat. Auch Jesus wird unbedeutend, weil man erklärt, er sei einer von vielen Vollendeten. Und eines Tages sei man wie Jesus.

Im Christentum ist Christus der Mittelpunkt und dieses Leben. Und man hat nicht alles unter Kontrolle, sondern ist auf Gottes Gnade und seine Vergebung angewiesen. Und Jesus ist nicht einer von vielen Vollendeten, sondern der Höchste neben Gott dem Vater.

Wer an die Vergeltung in späteren Leben nachdenkt, kommt allerdings wieder in Erklärungsnotstände. Wenn zb ein Mörder zur Vergeltung im späteren Leben ermordet werden muss, braucht es dazu einen weiteren Mörder. Wann hört das dann mal auf? Schnell wird es ein mechanisches Gesetz.

Auf jeden Fall ist dieses Leben jetzt und hier von Bedeutung. Für den, der an Wiedergeburt glaubt, verliert es an Bedeutung.

Zu beachten ist die Aussage im Artikel, dass man nach dem Tod nur das hat, was man im eigenen Leben erlangt hat. Und da brauchen wir noch Gottes Vergebung und Gnade dazu. Auch der Atheist wird dort keinen Draht haben zu Gott, egal wie superintelligent er im Leben war. Er bleibt gefangen in seinem gottfernen Atheismus. Wie gesagt, da nützt ihm seine ehemalige Denkfähigkeit nichts mehr.


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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon eddy » Di 14. Mai 2019, 17:57

onThePath hat geschrieben:Auf jeden Fall ist dieses Leben jetzt und hier von Bedeutung. Für den, der an Wiedergeburt glaubt, verliert es an Bedeutung.

Wieso, sät er doch genau jetzt den Samen für die zukünftige Ernte. Bemühe ich mit jetzt um eine spirituelle Praxis, wird diese Anstrengung nicht verloren sein und mir zum Heil dienen. Gehe ich ins Bordell, so schaffe ich eine Ursache für eine ganz andere zukünftige Auswirkung.
So könnte man also genausogut sagen, dass das Kausalitätsgesetz eine entsprechend förderliche gegenwärtige Handlung einfordert, und so die Verantwortlichkeit eines jeden für sein eigenes Schicksal betont; wogegen ein christlicher Jenseitsglaube dies nicht tut, usw.
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon onThePath » Di 14. Mai 2019, 21:54

Spiritualität ist etwas Anderes als verantwortlich leben. Ist nicht Spiritualität eher eine Geburt ins Übersinnliche, ein spirituelles Erwachen, ein erwecken übersinnliche Fähigkeiten ? Ja, das ist die spirituelle Höherentwicklung des Reinkarnationsgläubigen zum Supermenschen. Ich halte es für eher überflüssiges, esoterisches Zeug.

Der Inkarnatonsglaube hat wohl in Bezug auf ein verantwortliches Leben keine Vorzüge. Da lasse ich deine Argumentation nicht gelten. Wer wird sich mehr Mühe geben ? Der mit nur einem Leben oder der mit Tausenden Leben und ebensovielen Gelegenheiten sein Schiksal wieder gerade zu biegen ?

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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon kingschild » Mi 15. Mai 2019, 18:10

Nachteule hat geschrieben:
Klar brauche ich Argumente, sonst kann ich im Gespräch mit Anderen ja schlecht argumentieren... ;-)



Hallo Stefan

Eine Stelle wurde Dir schon gegeben, hier noch weitere:

Da 12:13 Du aber gehe hin bis zum Ende; und du wirst ruhen, und wirst auferstehen zu deinem Lose am Ende der Tage.

Mr 12:25 Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.

Joh 11:24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tage.

Gott kann Leute auferstehen lassen aber sein Plan ist erste Auferstehung der Seligen bei seiner Wiederkunft. Zweite Auferstehung aller Toten, zum Jüngsten Gericht.

God bless
Kingschild
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon SunFox » Mi 15. Mai 2019, 19:05

kingschild hat geschrieben:Gott kann Leute auferstehen lassen aber sein Plan ist erste Auferstehung der Seligen bei seiner Wiederkunft. Zweite Auferstehung aller Toten, zum Jüngsten Gericht.


Genau so lehrt es das Wort Gottes! :praisegod:

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Argumente gegen Reinkarnation

Beitragvon Nachteule » Mi 15. Mai 2019, 20:54

Ja, stimmt, Kingschild, eigentlich muss man Online-Bibeln nur mal nach dem Wort "auferstehen" durchsuchen, um die von Dir zitierten Stellen zu finden. Dazu passen würde auch noch:

1.Thessalonicher 4,13-17

Brüder und Schwestern, wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott die Entschlafenen durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind bei der Ankunft des Herrn, werden den Entschlafenen nichts voraushaben. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt zur Begegnung mit dem Herrn. Dann werden wir immer beim Herrn sein.


Johannes5,28-29

Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, werden zum Gericht auferstehen.
»Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter
dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.
«

(Apostelgeschichte 4,12)
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